DE3929948A1 - Naehmaschine mit einer elektronischen steuereinrichtung - Google Patents
Naehmaschine mit einer elektronischen steuereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Bei einer bekannten derartigen Nähmaschine (DE-PS 32 35 121) kann eine
Vielzahl unterschiedlicher vorprogrammierter Nähmuster hergestellt
werden. Die Auswahl dieser Nähmuster erfolgt dabei aus einer Tabelle,
in der die Nähmuster zusammen mit einer zugehörigen Codezahl
dargestellt sind, wobei letztere zur Wahl des Musters über eine
Tastatur eingegeben wird. Dies erfordert bereits einen größeren Aufwand
zum Aufsuchen des Nähmusters. Zur Erstellung der verschiedenen
Nähparameter des ausgewählten Nähmusters müssen dann über weitere,
jeweils den einzelnen Parameteranzeigen zugeordnete Tasten die
Nähparameterwerte eingegeben werden. Dies ist für die Bedienungsperson
sehr verwirrend und erfordert meist ein mehrmaliges Nachschauen in der
Gebrauchsanleitung für die Nähmaschine.
Zur Behebung dieser Nachteile liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Wähl- und Anzeigeeinrichtung für die Musterauswahl
einer elektronischen Nähmaschine zu schaffen, mit der sowohl die
Musterauswahl als auch die Parametereinstellung des ausgewählten
Nähmusters in problemloser Weise aufeinanderfolgend durchführbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1
ergibt sich eine bedienungstechnisch einfache Musterwähl- und
Anzeigeeinrichtung, die trotz der wesentlich vergrößerten Nähmuster
und der Parameter-Darstellung kompakt ausgebildet ist.
In den Fig. 1 bis 7 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 die Vorderansicht einer Nähmaschine mit ausgeklapptem
Armdeckel;
Fig. 2 den Antrieb der Stichlage- und der Vorschubsteuerung
der Nähmaschine;
Fig. 3 ein Blockschaltbild des Steuersystems der Nähmaschine;
Fig. 4-6 verschiedene Anzeigeformen der im Armdeckel der
Nähmaschine eingebauten Anzeigeeinrichtung und
Fig. 7 eine Darstellung zur Erläuterung des Speicherinhaltes
des Arbeitsspeichers.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist die Nähmaschine mit einer Hauptwelle 1
ausgestattet, welche über eine Kurbel 2 und einen Lenker 3 eine mit
einer Nadel 4 versehene, in einer Führungsschwinge 5 gelagerte
Nadelstange 6 in vertikale Hubbewegungen versetzt. Die
Führungsschwinge 5 ist dabei in dem in Fig. 1 dargestellten Gehäuse
der Nähmaschine mittels eines Zapfens 7 gelagert.
Die Führungsschwinge 5 weist einen Ansatz 8 auf, der über einen
Lenker 9 mit einer Kurbel 10 verbunden ist, die auf einer Welle 11
eines im Gehäuse der Nähmaschine angeordneten Schrittmotors 12 zur
Steuerung der Stichpositionen der Nadel 4 befestigt ist.
Die Hauptwelle 1 treibt über eine nicht dargestellte Kette eine untere
Welle 13 an. Auf der Welle 13 ist ein Zahnrad 14 befestigt, welches
mit einem Zahnrad 15 in Eingriff steht, das auf einer parallel zur
Welle 13 gelagerten Welle 16 befestigt ist. Auf dieser ist ein
Hebeexzenter 17 festgeschraubt, welcher einen Nocken 18 trägt. Auf der
Welle 16 ist ferner ein Exzenter 19 befestigt, der von einer
Exzenterstange 20 umgriffen wird, an der mittels eines Bolzens 21 zwei
Lenker 22 und 23 angelenkt sind. Der Lenker 22 ist über einen
Bolzen 24 mit einem Winkelhebel 25 drehbar verbunden, der auf einer im
Gehäuse der Nähmaschine befestigten Achse 26 drehbar gelagert ist und
über einen Arm 27 des Winkelhebels 25 und eine Stange 28 mit einer
Kurbel 29 verbunden ist, die auf der Welle 30 eines zweiten in dem
Gehäuse der Maschine angeordneten Schrittmotors 31 befestigt ist, der
die Steuerung des Vorschubes der Nähmaschine bewirkt.
Durch einen Bolzen 32 ist der Lenker 23 mit einem Arm 33 eines auf der
Welle 13 gelagerten Schwinghebels 34 gelenkig verbunden. Ein zweiter
nach oben ragender Arm 35 des Schwinghebels 34 weist an seinem Ende
einen Führungsschlitz 36 auf, in dem ein Zapfen 37 geführt ist. Dieser
ist an einem Tragarm 38 befestigt, der auf einer horizontalen, im
Gehäuse der Nähmaschine parallel zur Vorschubrichtung befestigten
Achse 39 verschiebbar gelagert ist. An seinem freien Ende trägt der
Tragarm 38 einen Stoffschieber 40, der zum Transport von Nähgut
vorgesehen ist, welches von der Nadel 4 im Zusammenwirken mit einem
nicht dargestellten Greifer vernäht wird. Der Tragarm 38 stützt sich
über einen nach unten gerichteten Steg 41 auf den Nocken 18 des
Hebeexzenters 17 ab.
Die beiden Schrittmotore 12 und 31 sind in ihrem Aufbau und in ihrer
prinzipiellen Steuerung identisch. Der Schrittmotor 12 dient zur
Steuerung der seitlichen Pendelbewegung der Führungsschwinge 5,
während der Schrittmotor 31 zur Steuerung der Schiebebewegung des
Stoffschiebers 40 vorgesehen ist.
In dem Gehäuse der Nähmaschine ist ein Mikrocomputer (Fig. 3)
vorgesehen, dessen Zentralprozessor 42 über Leitungen 43 mit einem von
der Hauptwelle 1 der Nähmaschine synchron angetriebenen Impulsgeber 44
verbunden ist. Der Impulsgeber 44 gibt bei jeder Maschinenumdrehung
dann jeweils einen Impuls an den Zentralprozessor 42 ab, wenn die
Nadel 4 das Nähgut verlassen hat und der Schrittmotor 12 die
Nadelstangenposition verstellen kann; außerdem auch dann, wenn der
Stoffschieber 40 seine Vorschubbewegung beendet hat und der
Schrittmotor 31 die Steuerung eines neuen Vorschubbetrages durchführen
kann. Mit dem Zentralprozessor 42 ist über Leitungen 45 eine
Stichlagesteuereinheit 46 verbunden, die über Leitungen 47 an dem
Schrittmotor 12 angeschlossen ist. Über Leitungen 48 ist der
Zentralprozessor 42 mit einer Vorschubsteuereinheit 49 und diese über
Leitungen 50 mit dem Schrittmotor 31 verbunden.
An den Zentralprozessor 42 sind über Leitungen 51 ein Festspeicher
(ROM) 52, über Leitungen 53 ein Arbeitsspeicher (RAM) 54 und über
Leitungen 55 eine Anzeigeeinheit 56 angeschlossen. Außerdem sind über
Leitungen 57 eine Tastatur 58 an den Zentralprozessor 42
angeschlossen. Die Tastatur 58 ist an der Vorderseite 59 des Gehäuses
(Fig. 1) der Nähmaschine angebracht und weist Tasten 58a auf, deren
Oberseite jeweils mit einem Symbol (0 . . . 9) gekennzeichnet ist. Die
Tastatur 58 weist außerdem zwei gesonderte Tasten 58b auf, deren
Oberseite mit je einem besonderen Symbol (+, -) gekennzeichnet ist.
Die Anzeigeeinheit 56 besteht aus einem LCD-Display-Modul, auf dem
sich verschiedene Anzeigeformen 56a, 56b, 56c (Fig. 1, 4 bis 6)
darstellen lassen, in denen sowohl grafische Zeichen als auch
Schriftzeichen enthalten sein können. Sie ist im Inneren eines
schwenkbar auf dem Gehäuse der Nähmaschine befestigten Deckels 60
angeordnet.
Im Festspeicher 52 sind eine Mehrzahl von Näh-Grundmustern in binärer
Form abgespeichert. Das einzelne Grundmuster kann dabei aus einer
beliebig langen Folge von Einzelstichen, aber auch aus nur einem
einzigen oder ganz wenigen Einzelstichen bestehen. Am Anfang von jedem
abgespeicherten Nähmuster sind dabei eine Musternummer und mehrere
spezifische Datenwerte für dieses Nähmuster, wie z.B. Normbreite,
Normstichlänge, Normmusterlänge, max. Länge usw. gespeichert. Dann
folgen die für das Herstellen des Nähmusters vorgegebenen Stichlage-
und Vorschubkoordinaten.
Die Wahl der Nähmuster sowie die Auswahl der Verstellmöglichkeit von
Stichbreite, Stichlage sowie Stichlänge erfolgt über die Tasten 58a
der Tastatur 58. Dabei wird die Anzeigeeinheit 56 durch den
Mikroprozessor 42 so angesteuert, daß die Bedienungsperson mit Hilfe
der Anzeige in der Anzeigeeinheit 56 an das gewünschte Nähmuster bzw.
an die Auswahl der notwendigen oder gewünschten Nähparameter des
ausgewählten Nähmusters herangeführt wird. Beim Betätigen einer der
Tasten 58a steuert der Mikroprozessor 42 die entsprechende Umschaltung
der Anzeigeeinheit 56 auf eine andere Anzeigeform 56a, 56b, 56c und
gleichzeitig auch die der betätigten Taste 58a jeweils zugeordnete
Funktion zur Auswahl eines Grundmusters oder zur
Einstellungsinitialisierung der Stichbreite, der Stichlage bzw. der
Stichlänge für das auszuführende Nähmuster. Beim Betätigen einer der
beiden Tasten 58b steuert der Mikroprozessor 42 dagegen nur eine
Veränderung der dargestellten Anzeigeform und gleichzeitig eine
Verstellung des Steuermittels für die Einstichlage und/oder des
Vorschubes.
Im ROM 52 sind verschiedene Tabellen enthalten, in denen die
Darstellungsart verschiedener in der Anzeigeeinheit 56 anzeigbarer
Anzeigeformen 56a, 56b, 56c die Verstellbereiche der Nähparameter
(Breite, Stichlage bzw. Stichlänge), sowie die Darstellungsart der
Muster in der Anzeigeeinheit 56 abgelegt sind. Bei der Auswahl eines
Grundmusters oder der Einstellung von Nähparametern steuert der
Mikroprozessor 42 die Startadresse der zu dem Muster gehörigen Tabelle
an, entnimmt dieser die entsprechenden Anzeigedaten und zeigt diese in
der entsprechenden Anzeigeform 56a, 56b, 56c in der Anzeigeeinheit 56.
Unmittelbar nach dem Wählvorgang eines Grundmusters durch eine Taste
58a werden die dem gewählten Nähmuster entsprechenden Grunddaten zur
Herstellung der Nähmuster durch die Nähmaschine vom Mikroprozessor 42
aus dem Festspeicher 52 in den Arbeitsspeicher 54 übernommen. Dabei
werden die Grunddaten des Nähmusters in aufeinanderfolgende
Speicherzellen gespeichert (Fig. 7). In der ersten Speicherzelle 71
steht dann die Musternummer MR, in der nächsten Speicherzelle 72 die
dem Nähmuster zugeordnete Normbreite NB, in der Speicherzelle 73 der
dem Nähmuster zugeordneten Normvorschub NV, in der Speicherzelle 74
die dem Nähmuster zugeordnete Normmusterlänge NL, in der Speicherzelle
75 die aktuelle Breite AB, in der Speicherzelle 76 der aktuelle
Vorschub AV und in der Speicherzelle 77 die aktuelle Musterlänge AL.
Bei der Übernahme der Grunddaten aus dem Festspeicher 52 in den
Arbeitsspeicher 54 werden die in die Speicherzellen 72, 73 und 74
übernommenen Normwerte auch in die entsprechenden Speicherzellen 75,
76 und 77 gespeichert. Die Inhalte der Speicherzellen 75, 76 und 77
werden über die Leitungen 53 vom Zentralprozessor 42 abgerufen,
umgerechnet und dann in vom Nähmuster abhängiger Weise in einen
Anzeigecode umgewandelt, der in der Anzeigeeinheit 56 angezeigt wird.
Sie können durch Betätigung der Tasten 58b verändert werden. Der
veränderte Wert erscheint dann auch in der Anzeigeeinheit 56.
Gleichzeitig wird auch der veränderte Wert vom Zentralprozessor 42
entsprechend codiert in den Speicherzellen 75, 76 und 77 abgelegt.
Beim Nähvorgang werden die im Festspeicher 52 dem Nähmuster
zugeordneten aufeinanderfolgenden Normkoordinatenwerte für die
Nadellage NNK und den Vorschub NVK für jeden folgenden Stich durch
den Impulsgeber 44 gesteuert, vom Zentralprozessor 42 aus dem
Festspeicher 52 gelesen und in die Speicherzellen 91 und 92 des
Arbeitsspeichers 54 übernommen. Aus dem jeweiligen
Normkoordinatenwert, dem Normwert und dem aktuellen Wert des
entsprechenden Nähparameters errechnet der Mikrocomputer den
tatsächlich auszuführenden neuen Koordinatenwert und speichert ihn
durch den Zentralprozessor 42 wieder in die entsprechende
Speicherzelle 91 oder 92 ein. Anschließend errechnet er aus dem in den
Speicherzellen 93 bzw. 94 gespeicherten Koordinatenwert ANK bzw. AVK
des vorhergehenden Stiches und aus dem Koordinatenwert des neuen
Stiches NNK bzw. NVK aus den Zellen 91 und 92 die Anzahl der
auszuführenden Schritte und die Drehrichtung des entsprechenden
Schrittmotors 12 oder 31 und steuert über die Stichlagesteuereinheit
46 den Schrittmotor 12 oder über die Vorschubsteuereinheit 49 den
Schrittmotor 31.
Der Schrittmotor 12 verschwenkt über die Kurbel 10 und den Lenker 9
die Führungsschwinge 5 in die neue Stichlage für die Nadel. Der
Schrittmotor 31 verstellt über die Kurbel 29 die Stange 28 und den
Winkelhebel 25 den Bolzen 24 so, daß seine Längsachse nicht mehr mit
der Längsachse des Bolzens 32 fluchtet. Damit wird dem Schwinghebel 34
beim Umlauf des Exzenters 19 eine Schwingbewegung um die Welle 13
erteilt, die über den Arm 35 um den Tragarm 38 als Schiebebewegung auf
den das Nähgut transportierenden Stoffschieber 40 übertragen wird.
Dieser erhält seine übliche Hebebewegung über den mit dem Steg 41 des
Tragarmes 38 zusammenwirkenden Nocken 18 des Hebeexzenters 17.
Beim Einschalten der Nähmaschine wird durch die Steuerung des
Zentralprozessors 42 als Hauptmenü die Anzeigeform 56a auf der
Anzeigeeinheit 56 angezeigt, wie es die Fig. 1 zeigt.
Dabei werden durch den Zentralprozessor 42 gesteuert, die Tasten 58a
mit den Symbolen 1 bis 6 aktiviert, während die übrigen Tasten 58a
gesperrt sind. Der Zentralprozessor 42 schaltet eine einfache
Geradstichnaht mit Stichlänge 2,5 mm ein. Dies entspricht der
Betätigung der Taste 58a mit dem Symbol "1".
Wird nun der Anlasser der Nähmaschine betätigt, ohne daß die
Bedienungsperson eine Taste 58a gedrückt hat, so wird dieser
beschriebene Geradstich von der Nähmaschine ausgeführt.
Die Bedienungsperson wird normalerweise vor dem Anlassen der Maschine
die Auswahl eines Grundmusters durch Betätigung einer der Tasten 58a
treffen. Dies geschieht zuerst aus dem in der Anzeigeeinheit 56
angezeigten Hauptmenü (Fig. 1) - der Anzeigeform 56a - heraus. In
dieser sind die wesentlichsten Grundmustergruppen durch Bezeichnung
angezeigt. Neben den Bezeichnungen ist jeweils ein Symbol (1 . . . 6)
dargestellt, von denen jedes mit einem Symbol (1 . . . 6) auf jeweils
einer der Tasten 58a übereinstimmt. Sollen weitere Grundmuster-Gruppen
angezeigt werden, kann die Umschaltung der Anzeigeeinheit 56 auf diese
anderen Grundmuster-Gruppen durch Betätigung der Taste 58a mit dem
Symbol "6" erfolgen.
Der Zentralprozessor 42 schaltet bei Betätigung einer der aktivierten
Tasten 58a die Anzeigeeinheit 56 jeweils auf eine andere Anzeigeform
56b, 56c mit speziellen Auswahlkriterien zu der gerade vorgenommenen
Wahl. Wird beispielsweise die Taste 58a mit dem Symbol "2" gedrückt,
schaltet der Zentralprozessor 42 die Anzeigeeinheit 56 um, die nunmehr
das in Fig. 4 dargestellte Zickzack-Menü - Anzeigeform 56b - anzeigt.
In der Anzeigeform 56b sind verschiedene ausführbare Zickzack-Muster
dargestellt, von denen jeweils eines durch Betätigung der Taste 58a
ausgewählt werden kann, deren Symbol mit dem Symbol des entsprechenden
Musters übereinstimmt.
Wird jetzt z.B. die Taste mit dem Symbol "3" gedrückt, erscheint in
der Anzeigeeinheit 56 die in Fig. 5 dargestellte Anzeigeform 56c,
wobei links das Nähmuster in vergrößerter Darstellung angezeigt wird.
Daneben sind die Tastennummern angegeben, die ausgewählt werden
können, sowie deren Parameterbedeutung (Breite, Länge usw.).
Neben der Bezeichnung "Breite" und der Bezeichnung "Länge" ist jeweils
eine Skala 65, 66 dargestellt, die in vergrößerter Form die mögliche
Überstichbreite bzw. die mögliche Stichlänge anzeigen. Unterhalb der
Skala 65 erscheint ein Querbalken 67, dessen angezeigte Länge die
aktuell eingestellte Stichbreite und dessen Lage unterhalb der Skala
65 die aktuell eingestellte Stichlage des Überstiches innerhalb des
ausführbaren Stichfeldes anzeigt. Unterhalb der Skala 66 erscheint ein
Zeiger 68, dessen Lage die aktuell eingestellte Stichlänge anzeigt.
Die entsprechenden Parameterwerte der Länge und der Lage des
Querbalkens 67 bzw. der Lage des Zeigers 68 werden einer dem
jeweiligen Muster zugeordneten Parameter-Tabelle im ROM 52 entnommen.
Dabei steuert der Zentralprozessor 42 bei der Umschaltung auf die
Parameteranzeige, wie sie beispielsweise in Fig. 5 dargestellt ist,
die dem Muster entsprechende Normbreite, Normlage und Normlänge an. In
der Parameter-Tabelle sind die möglichen Breiten- bzw.
Längenveränderungen schrittweise hintereinander abgelegt, so daß bei
Betätigung einer der Tasten 58b der Zentralprozessor 42 jeweils den
nächsten oder den zurückliegenden Parameterwert ausliest und in
entsprechender Weise in der Anzeigeeinheit 56 anzeigt.
So zeigt beispielsweise der Querbalken 67 in Fig. 5 eine eingestellte
Stichbreite von 3 mm in Mittellage M des Stichfeldes an. Durch
Betätigung der Taste 58b mit dem Symbol "+" bzw. "-" kann nun die
Länge des Querbalkens 67 gegenüber der Skala 65 vergrößert oder
verkleinert werden. Gleichzeitig wird damit auch vom Zentralprozessor
42 gesteuert, die Stichbreite vergrößert oder verkleinert.
Zum Verändern der Stichlage wird die Taste 58a mit dem Symbol "2"
gedrückt, worauf die Ziffer 2 invers und die Ziffer "1" normal
angezeigt wird. Beim Betätigen der Taste 58b mit dem Symbol "+" bzw.
"-" kann nun die Lage der eingestellten Stichbreite innerhalb des
vorgesehenen Stichfeldes unterhalb der Skala 65 verschoben werden, so
z.B. nach rechts, wie die Fig. 6 zeigt. Auch hier verändert der
Zentralprozessor 42 gleichzeitig die vorher eingestellte Stichlage auf
den angezeigten Wert.
Die Einstellung der Stichlänge wird durch Betätigung der Taste 58a mit
dem Symbol "3" ausgelöst, das dann invers dargestellt wird. Beim
Betätigen der Taste 58b mit dem Symbol "+" bzw. "-" wird der Zeiger 68
unterhalb der Skala 66 nach rechts oder links verschoben. Er zeigt
dann den Wert der vom Zentralprozessor 42 neu eingestellten Stichlänge
an.
Den jeweils einzustellenden Parametern (Stichbreite, Stichlänge und
Stichlage) sind somit Symbole 1 . . . 3 zugeordnet. Durch Betätigung
einer entsprechenden Taste 58a wird die Parameterauswahl vorgenommen.
Das entsprechende Symbol 1 . . . 3 in der Anzeigeeinheit 56 wird dabei
invers dargestellt. Mit einer das Symbol "+" bzw. "-" tragenden Taste
58b kann anschließend die Veränderung des aktuellen Wertes des
ausgewählten Parameters vorgenommen werden. Auf diese Weise wird die
Bedienungsperson vom Hauptmenü ausgehend, wie es in Fig. 1 in der
Anzeigeform 56a der Anzeigeeinheit 56 dargestellt ist, nacheinander
beispielsweise über die Darstellung der Anzeigeform 56b in Fig. 4 an
die Einstellung des gewünschten Nähmusters und an die Einstellung von
dessen Parametern (Anzeigeform 56c in Fig. 5) herangeführt, ohne
dieses Nähmuster und dessen Parameter aus einer Tabelle herauszusuchen
und dann eine diesem Muster entsprechende Codezahl bzw. auf
verschiedenen, den einzelnen Parametern zugeordnete Tastaturen die
entsprechenden Parameterwerte eingeben zu müssen.
Claims (6)
1. Nähmaschine mit
- a) Stichbildemitteln,
- b) Stofftransportmitteln,
- c) einem Zentralprozessor, der mit einem Festwertspeicher (ROM) zum Speichern von Grundmustern und von Steuerprogrammen für den Antrieb der Stichbildemittel und den Antrieb der Stofftransportmittel sowie einem Schreib-/Lesespeicher (RAM) zur temporären Speicherung der durch die Steuerprogramme abwandelbaren Grundmuster verbunden ist,
- d) einer Tastatur, deren Tasten zur Auswahl eines gespeicherten Grundmusters und zur Eingabe gewünschter Korrekturen der vorgegebenen Parameter des Grundmusters mit dem Zentralprozessor verbunden sind,
- e) einer Anzeigeeinheit, die mit dem Zentralprozessor verbunden ist, um wahlweise Kennwerte eines Grundmusters oder Parameter eines Grund- oder abgewandelten Musters anzuzeigen,
gekennzeichnet durch die Kombination der nachfolgenden
Merkmale:
- f) die Anzeigeeinheit (56) weist ein einziges Punktmatrix-Display auf, dessen Anzeigefeld vom Zentralprozessor (42) entsprechend den über die Tastatur (58) eingegebenen Werten ganz oder in Teilbereichen auf unterschiedliche Anzeigeformen (56a bis 56c) (Grafik oder Text) umschaltbar ist,
- g) die Tasten (58a) der Tastatur (58) sind mit Symbolen (0 . . . 9) versehen,
- h) die Anzeigeformen (56a bis 56c) der Anzeigeeinheit (58) zeigen Muster bzw. Bezeichnungen an, denen jeweils ein Symbol (0 . . . 9) zugeordnet ist,
- i) die in den Anzeigeformen (56a bis 56c) angezeigten Symbole (0 . . . 9) stimmen mit mindestens einem Teil der Symbole (0 . . . 9) der Tasten (58a) der Tastatur (58) überein,
- j) der Zentralprozessor (42) aktiviert diejenigen Tasten (58a), deren Symbol (0 . . . 9) mit den in der jeweils aktuellen Anzeigeform dargestellten Symbolen (0 . . . 9) übereinstimmt,
- k) der Zentralprozessor (42) steuert bei Betätigung einer aktivierten Taste (58a) die dem entsprechenden Symbol (0 . . . 9) in der aktuellen Anzeigeform (56a bis 56c) der Anzeigeeinheit (56) zugeordnete Funktion zur Auswahl des zugehörigen Grundmusters bzw. zur Auswahl des zugehörigen Parameters.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
mindestens einem Teil der Anzeigeformen (56a bis 56c) der
Anzeigeeinheit (56) Nähmuster-Nachbildungen darstellbar sind,
denen jeweils ein mit einer Taste (58a) der Tastatur (58)
übereinstimmendes Symbol (0 . . . 9) zugeordnet ist.
3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einem Teil der Anzeigeformen (56c) mindestens eine Skala (65,
66) darstellbar ist, der ein Zeiger (67, 68) zugeordnet ist,
dessen Lage vom Zentralprozessor (42) gesteuert durch
Betätigung von einer oder zwei gesonderten Taste(n) (58b)
veränderbar ist, wobei der Zentralprozessor (42) gleichzeitig
die Funktion zur Beeinflussung des zugehörigen Steuermittels
(12, 31) für die Stichlage und/oder des Vorschubes steuert.
4. Nähmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zeiger (65) als balkenförmige parallel zur Skala verlaufende
Linie ausgebildet ist, deren Länge durch Betätigung der
gesonderten Taste(n) (58b) veränderbar ist.
5. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zentralprozessor (42) die Anzeige des
Symbols (0 . . . 9) der jeweils betätigten Taste (58a) im
Anzeigefeld (56a bis 56c) in inverser Darstellung steuert.
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: G.M. PFAFF AG, 6750 KAISERSLAUTERN, DE |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |