DE3929452A1 - Strom-messeinrichtung - Google Patents
Strom-messeinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Strom-Meßeinrichtung
und kann z.B. für Überwachungs- und Geräteschutz-Aufga
ben in der Leistungselektronik, Antriebs- und Nieder
spannungstechnik eingesetzt werden.
Aus Philips Technical publication 102 "The magnetoresi
stive sensor, a sensitive device for detecting magne
tic-field variation", sind Punktsensoren mit einem fer
romagnetischen Metallfilm zur Messung von Magnetfeldern
unter Ausnutzung des Magnetowiderstands-Effektes be
kannt. Unter dem Magnetowiderstandseffekt wird die Ab
hängigkeit des ohmschen Widerstandes eines Widerstands
materials von der Stärke eines Magnetfeldes verstanden
(magnetischer Widerstands-Effekt). Voraussetzung für die
Widerstandsänderung ist, daß das Magnetfeld senkrecht
zur Magnetisierung durch das Widerstandsmaterial wirksam
ist. Weicht die magnetische Induktion aus dieser Rich
tung ab, so ergibt sich ein flacherer Verlauf der Kenn
linien "magnetische Induktion/Widerstand".
Aus der eingangs genannten Druckschrift ist ebenfalls
die Methode zur Linearisierung der Kennlinie metalli
scher Magnetowiderstands-Sensoren durch eine sogenannte
"barber-pole-Kontaktstruktur" bekannt. Da solche Punkt
sensoren jedoch nur das lokale magnetische Feld messen,
sind sie für sich genommen nicht in der Lage, unbeein
flußt von externen, z.B. durch benachbarte, stromführen
de Leiter hervorgerufene, magnetischen Störfeldern ein
nur dem zu messenden Strom proportionales Signal anzuge
ben.
Zur Umgehung dieses Problems kann der stromführende Lei
ter von einem geschlitzten, weichmagnetischen Magnet-
Ringkern umgeben werden, der eine Konzentration des Ma
gnetfeldes auf den in seinem Luftspalt befindlichen
Punktsensor bewirkt. Dadurch, daß dessen Signal nun im
wesentlichen proportional zu ∳H × ds (H = magnetische
Feldstärke, s = Weg) ist, wird eine weitgehende Unabhän
gigkeit von Störfeldern erreicht. Solche Anordnungen
können auch im Kompensationsbetrieb (Punktsensor ist
Nulldetektor) oder sättigungsgetaktet gefahren werden.
Sie haben jedoch den Nachteil, daß der für die Aufnahme
des Sensors erforderliche Kernquerschnitt einer Miniatu
risierung sowie einer Reduktion von Gewicht und Kosten
entgegensteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strom-
Meßeinrichtung anzugeben, die für den Einsatz in magne
tisch "rauher" Umgebung (störende magnetische Fremdfel
der vorhanden) geeignet ist und eine Miniaturisierung
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Strom-Meßeinrichtung mit
einem ringförmig um einen Stromleiter angeordneten, auf
dem Magnetowiderstands-Effekt beruhenden Magnetfeld-
Ringsensor gelöst, der aus einer Vielzahl elektrisch in
Reihe geschalteter, ferromagnetischer Elementar-Magnet
feldsensoren besteht, deren Magnetisierung jeweils sen
krecht zur Umfangsrichtung des Stromleiters eingestellt
ist.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen ins
besondere darin, daß bei der vorgeschlagenen Strom-Meß
einrichtung auf dem Einsatz massiver Ferritkerne ver
zichtet werden kann und deshalb eine Miniaturisierung
ermöglicht wird. Es wird eine technisch einfache, preis
werte, hinreichend genaue, sowohl für Gleichstrom als
auch für Drehstrom geeignete, potentialfreie Strommes
sung ermöglicht, wobei zusätzliche Störfeldeinflüsse in
magnetisch "rauher" Umgebung wirkungsvoll unterdrückt
werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsformen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Magnetfeld-Ringsensor,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt eines Magnet
feld-Ringsensors mit Anschlußkontakten,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Strom-Meßeinrichtung
mit Magnetfeld-Ringsensor,
Fig. 4 eine Signalauswerteschaltung für den Magnet
feld-Ringsensor,
Fig. 5, 6 interessierende stromportionale Signale der
Signalauswerteschaltung.
In Fig. 1 ist eine Aufsicht auf einen Magnetfeld-Ring
sensor dargestellt. Es ist ein beispielsweise kreisför
miger oder rechteckförmiger, aus Al2O3, Glas oder einem
organischen Material bestehendes Substrat 1 mit zentri
scher Kreisöffnung 2 zu erkennen, auf dem der eigentli
che Magnetfeld-Ringsensor in Dünnschichttechnik aufge
bracht ist. Der Magnetfeld-Ringsensor 4 besteht aus ei
ner Vielzahl elektrisch in Reihe geschalteter Elemen
tar-Magnetfeldsensoren 5 aus ferromagnetischem Material
(Magnetowiderstandsmaterial), deren Funktion auf dem
anisotropen Magnetowiderstandseffekt basiert. Die Ele
mentar-Magnetfeldsensoren 5 sind längs eines die zentri
sche Kreisöffnung 2 und damit den Stromleiter N-fach um
schlingenden, ungefähr konzentrischen, geschlossenen
Kreispfades in der Weise angeordnet, daß bei Abwesenheit
äußerer Magnetfelder die Einstellung ihrer Magnetisie
rung jeweils senkrecht zur Umfangsrichtung erfolgt, d.h.
z.B. radial oder axial.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind insgesamt 144
Elementar-Magnetfeldsensoren 5 vorgesehen, die
N = 2fach die zentrische Kreisöffnung 2 umschlingen,
wobei je Umschlingung n = 72 Elementar-Magnetfeldsenso
ren 5 in Reihe liegen. Die elektrische Verbindung zwi
schen den einzelnen Elementar-Magnetfeldsensoren 5 je
Umschlingung erfolgt jeweils durch Verbindungsstege 6.
Als Material für die Verbindungsstege 6 kann vorzugswei
se Al herangezogen werden. Alternativ hierzu können die
Verbindungsstege 6 auch aus einem anderem Material, wie
z.B. Kupfer oder Gold, erzeugt werden.
Zur äußeren elektrischen Verbindung des Magnetfeld-Ring
sensors 4 mit einer Signalsauswerteschaltung sind ein
positiver Anschlußkontakt A, ein negativer Anschlußkon
takt B und ein gemeinsamer Anschlußkontakt C am Rand des
Substrats 1 aufgebracht. Um Lötbarkeit der Anschlußkon
takte A, B, C zu gewährleisten, bestehen diese vorzugs
weise aus Kupfer oder Gold. Die elektrische Verbindung
der Elementar-Magnetfeldsensoren 5 untereinander ist
derart, daß zwischen den Anschlußkontakten A und C sowie
zwischen den Anschlußkontakten B und C jeweils n = 72
Elementar-Magnetfeldsensoren 5 in Reihe liegen.
In Fig. 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt eines Magnet
feld-Ringsensors 4 mit Anschlußkontakten A, B, C darge
stellt. Es ist eine Vielzahl von radial angeordneten
Elementar-Magnetfeldsensoren 5 sowie deren Verbindungs
stege 6 zu erkennen. Zu ihrer Linearisierung sind die
jeweils ungefähr 320 µm breiten, aus Permalloy
(Ni81.4Fe18.6) bestehenden Elementar-Magnetfeldsensoren
5 mit einer "barber-pole-Kontaktstruktur" versehen, die
aus ungefähr 50 µm breiten, um 45° gegen die Wider
standsbahnen geneigten Aluminiumstreifen bestehen. Über
die gewählte Dicke der Widerstandsschicht kann die Sen
sorempfindlichkeit voreingestellt werden. Als Magnetowi
derstandsmaterial können z.B. auch andere NiFe- oder Co-
Fe-Legierungen Verwendung finden.
Der Magnetfeld-Ringsensor 4 wird vorzugsweise in "addi
tiver Dünnschichttechnik" hergestellt. Bei diesem Ver
fahren werden die benötigten Schichtmaterialien nachein
ander, jedoch in einem Vakuumprozeß, durch Metallmasken
hindurch aufgedampft und strukturiert. Als Substrat 1
können 2"x2" große, glasierte Al2O3-Keramikplatten ver
wendet werden, die bereits eine laser-geschnittene zen
trische Kreisöffnung 2 von ungefähr 20 mm Durchmesser
für die Aufnahme des Stromleiters und des Eisenkerns der
Vormagnetisierungs-Spule aufweisen. Um eine ausreichende
Temperaturstabilität zu gewährleisten, wird der Magnet
feld-Ringsensor als Halbbrücke aus zwei gleich großen
Widerständen realisiert, die einen konzentrischen Dop
pelring (N=2) um die zentrische Kreisöffnung 2 bilden
(siehe auch Fig. 4).
Zur Passivierung gegen Umgebungseinflüsse wird im ersten
Aufdampfschritt (vor dem Aufdampfen des ferromagneti
schen Widerstandsmaterials) und letzten Aufdampfschritt
(nach dem Aufdampfen des ferromagnetischen Magnetowider
standsmaterials, der Verbindungsstege 6 und der An
schlußkontakte A, B, C aus Kupfer oder Gold) jeweils
eine ungefähr 0,15 µm dicke Oxidschicht aus Al2O3 aufge
bracht.
Der passivierte Magnetfeld-Ringsensor 4 wird nun in ei
nem starken, radialen Magnetfeld für ca. 1 Stunde auf
400° aufgeheizt und wieder abgekühlt, um eine Ausrich
tung der magnetischen leichten Achse in die Radialrich
tung zu bewirken. Danach werden die mit Oxid (Al2O3)
abgedeckten Anschlußkontakte A, B, C fotolithografisch
freigelegt.
Alternativ hierzu kann auch eine andere Anordnung der
magnetisch leichten Achse, z.B. in axialer Richtung,
gewählt werden.
Alternativ hierzu kann der Magnetfeld-Ringsensor 4 auch
in "subtraktiver Dünnschichttechnik" hergestellt werden,
bei der die entsprechendem Schichten, wie Magnetowider
standsmaterial und Kontaktmaterial für Anschlußkontakte,
zunächst ganzflächig aufgebracht und anschließend foto
lithografisch strukturiert werden.
In Fig. 3 ist ein Schnitt durch eine Strom-Meßeinrich
tung mit Magnetfeld-Ringsensor dargestellt. Es ist das
Substrat 1 mit aufgebrachtem Magnetfeld-Ringsensor 4 zu
erkennen. Durch die zentrische Kreisöffnung 2 des Sub
strats 1 ist ein Eisemkern 7 mit Vormagnetisierungsspule
8 gesteckt, und zwar derart, daß (die Vormagnetisie
rungspule 8 auf der dem Magnetfeld-Ringsensor 4 abge
wandten Seite des Substrats 1 angeordnet ist und) der
Eisenkern 7 direkt in die zentrische Kreisöffnung 2
eingreift.
Die Vormagnetisierungsspule 8 erzeugt das für die Vorma
gnetisierung erforderliche radiale Magnetfeld. Über sei
ne Größe kann darüberhinaus die Sensorempfindlichkeit
nachträglich eingestellt werden.
Durch die Mittelbohrung des Eisenkerns 7 ist ein Strom
leiter 9 (Durchmesser ungefähr 10 mm) geführt. Der durch
den Stromleiter 9 fließende, zu messende Strom ist mit I
und das vom Strom I erzeugte Nutzfeld ist mit 10 be
zeichnet.
Das von der Vormagnetisierungsspule 8 zu erzeugende ma
gnetische Hilfsfeld ist so anzuordnen, daß es eine ein
deutige Orientierung in einer Richtung der festgelegten
Vorzugsachse bewirkt (z.B. nach außen oder axial in po
sitiver X-Richtung). Die Kennlinie der Elementar-Magnet
feldsensoren 5 wird durch die beschriebenen geeigneten
Maßnahmen (barber-pole-Kontaktstruktur und Hilfsfeld)
innerhalb des Arbeitsbereiches linearisiert:
ri = r₀ + α × Hi,s.
Dabei ist ri der ohmsche Widerstand eines Elementar-Ma
gnetfeldsenors 5, ro der ohmsche Grundwiderstand eines
Elementar-Magnetfeldsensors 5 ohne Einwirkung eines äu
ßerem magnetischen Feldes, α die Sensorempfindlichkeit
und Hi,s die Feldkomponente der magnetischen Feldstärke
in Umfangsrichtung am Ort des Sensors i (i = 1, 2,
3...n).
Für den gesamten ohmschen Widerstand R des Magnetfeld-
Ringsensors 4 gilt dann:
Die Sensorempfindlichkeit α ist im allgemeinen abhängig
von der Größe der Feldkomponenten Hi,s der magnetischen
Feldstärke senkrecht zur Umfangsrichtung. Ist diese Ab
hängigkeit schwach, und können die auftretenden magneti
schen Fremdfelder im Vergleich zum magnetischen Hilfs
feld der Vormagnetisierungsspule 8 klein gehalten wer
den, so gilt mit näherungsweise konstanter Sensoremp
findlichkeit α und für genügend großes n:
R ≈ R₀ + α/Δ s · N · ∳ H · ds
=R₀ + α/Δ s · N · I,
=R₀ + α/Δ s · N · I,
da I = ∳ H · ds.
Dabei ist R0 der gesamte ohmsche Grundwiderstand des
Magnetfeld-Ringsensors 4 ohne Einwirkung eines äußeren
magnetischen Feldes und H die magnetische Feldstärke
längs des die Mittelpunkte der Elementarsensoren (mit
den Abständen Δ S) verbindenden, geschlossenen Weges s.
Der Magnetfeld-Ringsensor 4 liefert daher ein Ausgangs
signal, welches linear vom zu messenden Strom I abhängt
und durch magnetische Fremdfelder nur schwach gestört
wird.
Alternativ hierzu kann auch eine andere Art der Vorma
gnetisierung Einsatz finden. Insbesondere kann die Vor
magnetisierungsspule 8 auch durch einen geeigneten Per
manentmagneten ersetzt werden. Desweiteren ist es zweck
mäßig, die Strom-Meßeinrichtung durch eine äußere magne
tische Abschirmung zu ergänzen, insbesondere, wenn star
ke magnetische Fremdfelder auftreten.
In Fig. 4 ist eine Signalauswerteschaltung für den Ma
gnetfeld-Ringsensor 4 dargestellt. Dabei ist der gesamte
ohmsche Widerstand zwischen den Anschlußkontakten A und
C des Magnetfeld-Ringsensors 4 mit RS 1 und der gesamte
ohmsche Widerstand zwischen den Anschlußkontakten B und
C mit RS 2 bezeichnet. Die Anschlußkontakte A, B, C sind
jeweils im Schaltbild eingezeichnet. Zwischen dem mit
positiver Versorgungsspannung U beaufschlagten positiven
Anschlußkontakt A und dem auf Massepotential gelegten
negativen Anschlußkontakt B ist ein Spannungsteiler,
bestehend aus einem Widerstand R1, einem Potentiometer
P1 und einem Widerstand R2, angeordnet.
Der Abgriff des Potentiometers P1 führt über einen Wi
derstand R3 zum negativen Eingang eines Verstärkers V1.
Der positive Eingang des Verstärkers V1 liegt über einen
Widerstand R4 am Anschlußkontakt C und über einen Wider
stand R6 am Massepotential. Der Ausgang des Verstärkers
V1, der über den Abgriff eines Potentiometers P2 und
einen seriengeschalteten Widerstand R5 mit dem negativen
Eingang des Verstärkers V1 verbunden ist, und an dem das
nicht gleichgerichtete Signal UN ansteht, führt über
drei seriengeschaltete Widerstände R7, R8, R10 zum nega
tiven Eingang eines Verstärkers V3. Parallel zur Serien
schaltung aus R7, R8, R10 ist ein Widerstand R9 angeord
net.
Der gemeinsame Verbindungspunkt der Widerstände R7 und
R8 ist an den negativen Eingang eines Verstärkers V2 und
an die Kathode einer Diode D2 angeschlossen. Der positi
ve Eingang des Verstärkers V2 liegt am Massepotential.
Der Ausgang des Verstärkers V2 ist an die Anode der Di
ode D2 sowie über die Kathoden-Anoden-Strecke einer Di
ode D1 an den Verbindungspunkt der Widerstände R8 und
R10 angeschlossen. Der positive Eingang des Verstärkers
V3 liegt auf Massepotential. Der Ausgang des Verstärkers
V3 ist über ein Potentiomter P3 mit Massepotential sowie
über eine Parallelschaltung eines Kondensators C1 und
eines Widerstandes R11 mit dem negativen Eingang des
Verstärkers V3 verbunden. Zwischen dem Abgriff des Po
tentiometers P3 und Massepotential steht das strompro
portionale Ausgangssignal UA an.
Die auf einer kleinen Platine aufgebaute Signalauswerte
schaltung wird über kurze Verbindungskabel direkt an die
Anschlußkontakte A, B, C des Magnetfeld-Ringsensors an
geschlossen. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die
Signalauswerteschaltung auf dem Substrat 1 selbst durch
Hybridisierung und SMD-Technik zu integrieren.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, ent
hält die Signalauswerteschaltung die ohmschen Widerstän
de R1, R2 sowie das Potentiometer P1 zur Ergänzung der
Sensorwiderstände RS 1 und RS 2 zur Vollbrücke. Über den
Abgriff des Potentiometers P1 kann die Referenzspannung
eingestellt werden (Brückenabgleich). Durch den Verstär
ker V1 erfolgt die Verstärkung und durch die Diode D1,
D2 die Gleichrichtung des Brückenmeßsignals (Betragsbil
dung, Nachbildung einer idealen Diode). Die Serienschal
tung aus Widerstand R5 und Potentiometer P2 dient zum
Abgleich des Differenzverstärkers. Über den Abgriff des
Potentiometers P3 kann die Ausgangsspannung UA korri
giert werden.
Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Sensorwider
stände RS 1, RS 2 durch Hinzunahme zweier weiterer Sensor
widerstände zu einer Vollbrücke zu ergänzen. Gleichfalls
kann eine Ergänzung der Vollbrücke durch eine Verstär
kerschaltung mit unsymmetrischem, analogem Ausgang er
folgen.
In den Fig. 5 und 6 sind interessierende, strompropor
tionale Signale der Signalauswerteschaltung dargestellt,
und zwar in Fig. 5 das nichtgleichgerichtete Signal UN
am Ausgang des Verstärkers V1 in Abhängigkeit vom zu
messenden, mit 50Hz veränderlichen, momentanen Strom I
im umfaßten Stromleiter 9, sowie in Fig. 6 das Ausgangs
signal UA am Abgriff des Potentiometers P3 in Abhängig
keit des Effektivwertes Ieff des Stromes.
Das in Fig. 6 über dem Effektivwert des Stroms aufgetra
gene, gleichgerichtete Ausgangssignal UA der Signalaus
werteschaltung enthält keine magnetisch Hysterese mehr.
Es kann zur Effektivwertmessung dienen und z.B. als Ein
gangssignal für ein Überstromrelais verwendet werden.
Die Abbildungen lassen jeweils den Linearitätsbereich
des Sensors erkennen, der jedoch über die Vormagnetisie
rung beeinflußt werden kann.
Claims (16)
1. Strom-Meßeinrichtung mit einem ringförmig um
einen Stromleiter (9) angeordneten, auf dem Magnetowi
derstands-Effekt beruhenden Magnetfeld-Ringsensor (4),
der aus einer Vielzahl (n) elektrisch in Reihe geschal
teter, ferromagnetischer Elementar-Magnetfeldsensoren
(5) besteht, deren Magnetisierung jeweils senkrecht zur
Umfangsrichtung des Stromleiters (9) eingestellt ist.
2. Strom-Meßeinrichtung nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch eine radiale Einstellung der magnetisch
leichten Achse der Elementar-Magnetfeldsensoren (5).
3. Strom-Meßeinrichtung nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch eine axiale Einstellung der magnetisch
leichten Achse der Elementar-Magnetfeldsensoren (5).
4. Strom-Meßeinrichtung mach einem der Ansprüche 1
bis 3, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Magnetisie
rung der Elementar-Magnetfeldsensoren (5) in Richtung
der magnetisch leichten Achse durch das Hilfsfeld eines
Permanentmagneten.
5. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Magnetisie
rung der Elementar-Magnetfeldsensorem (5) in Richtung
der magnetisch leichten Achse durch das Hilfsfeld einer
ringförmig um den Stromleiter (9) angeordneten Vormagne
tisierungsspule (8) mit Eisenkern (7).
6. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, gekennzeichnet durch eine barber-pole-Kontakt
struktur der Elementar-Magnetfeldsensoren (5).
7. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) den Stromleiter (9) mehrfach (N) um
schlingen.
8. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) aus einer NiFe-Legierung bestehen.
9. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) aus einer CoFe-Legierung bestehen.
10. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) auf einem Substrat (1) aus Al2O3 mit
zentrischer Kreisöffnung (2) aufgebracht sind.
11. Strom-Meßeinrichtung mach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) auf einem Substrat (1) aus Glas aufge
bracht sind.
12. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnet
feldsensoren (5) auf einem Substrat (1) aus organischem
Material aufgebracht sind.
13. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche
10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1)
mit lötfähigen Anschlußkontakten (A, B, C) für eine Si
gnalauswerteschaltung versehen ist.
14. Strom-Meßeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnetfeldsensoren (5)
den Stromleiter (9) in Form eines konzentrischen Doppel
ringes (N=2) umschlingen und jeder Ring als Meßwider
stand einer Halbbrücke Verwendung findet.
15. Strom-Meßeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elementar-Magnetfeldsensoren (5)
den Stromleiter (9) in Form eines konzentrischen Vier
fachringes (N=4) umschlingen und jeder Ring als Meßwi
derstand einer Vollbrücke Verwendung findet.
16. Strom-Meßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 15, gekennzeichnet durch eine äußere magnetische
Abschirmung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893929452 DE3929452A1 (de) | 1989-09-05 | 1989-09-05 | Strom-messeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893929452 DE3929452A1 (de) | 1989-09-05 | 1989-09-05 | Strom-messeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3929452A1 true DE3929452A1 (de) | 1991-03-07 |
Family
ID=6388663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893929452 Withdrawn DE3929452A1 (de) | 1989-09-05 | 1989-09-05 | Strom-messeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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