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DE3929223A1 - Behandlung von zementpulver - Google Patents

Behandlung von zementpulver

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Publication number
DE3929223A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydraulic binder
water
treatment
binder
particles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE3929223A
Other languages
English (en)
Inventor
Hiroshi Nomachi
Hiroshi Yokoyama
Shigeki Yoshida
Yoshiro Yoshizaki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Sandoz Patent GmbH
Original Assignee
Sandoz AG
Sandoz Patent GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP17724489A external-priority patent/JPH02167847A/ja
Application filed by Sandoz AG, Sandoz Patent GmbH filed Critical Sandoz AG
Publication of DE3929223A1 publication Critical patent/DE3929223A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/48Clinker treatment
    • C04B7/51Hydrating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von hydraulischen Bindemitteln in Pulverform mit Wasser.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines modifizierten hydraulischen Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, daß man
  • a) Teilchen eines trockenen hydraulischen Bindemittels in Pulverform einheitlich in einem Behälter verwirbelt, indem sie senkrecht zur Fallrichtung in Rotation gebracht werden,
  • b) diese Teilchen gleichzeitig mit 0,1 bis 10 Gewichtsteilen Wasser (pro 100 Teilen hydraulisches Bindemittel) besprüht, und
  • c) die Teilchen und das Wasser mittels Scherkräften intensiv vermischt,
wobei entweder das hydraulische Bindemittel oder das Wasser gegebenenfalls ein Betonzusatzmittel enthalten können.
Die durch Rotation und Reibung in der Mischvorrichtung verursachten Scherkräfte über die Oberfläche der Teilchen bewirken eine gleichmäßige Bildung von Zementhydratationsprodukten auf dieser Oberfläche. Sie werden vorzugsweise mit einem im Behälter eingeordneten Rotor bewerkstelligt, der hervorstehende Stifte oder Bolzen trägt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Behandlung besteht darin, daß man bei der Herstellung von Mörtel und/oder Beton zwischen der Behandlung und der Verarbeitung des modifizierten Bindemittels einen Zeitraum von mindestens 3 Minuten verstreichen läßt.
Als hydraulisches Bindemittel kommen alle gängigen Zemente, wie Portlandzement, Aluminatzement, Puzzolanzement und schnell härtende Zemente in Frage und es können die bekannten Zusatzstoffe, wie Flugasche, gemahlene Schlacke und Silica fume eingesetzt werden. Das hydraulische Bindemittel kann außerdem bereits vor der Behandlung mit Wasser ein Betonzusatzmittel, wie Verflüssiger, Luftporenbildner und dgl. enthalten.
Beispiele von geeigneten Verflüssigern (Wasser reduzierenden Mitteln) sind Gluconate, Glucoheptonate, Ligninsulfonate, Dextrin, Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Naphthalinsulfonat oder Melaminsulfonat, Polystyrolsulfonate, Hydroxypolyacrylate, Copolymere von ungesättigten (Di)carbonsäuren und Olefinen, Copolymere von (Meth)acrylsäureestern mit Polyalkylenglykolen und (Meth)acrylsäuren. Weitere Zusatzmittel sind Verzögerer und Beschleuniger der Erstarrung, Verstärker, Pigmente, usw.
Solche Zusatzmittel werden in den üblichen Mengen (bei Verflüssigern vorzugsweise 0,1 bis 1%, noch besser 0,2 bis 0,5% der Trockensubstanz) eingesetzt.
Die erfindungsgemäße Behandlung wird vorzugsweie in kontinuierlicher Weise durchgeführt und zwar in einem kontinuierlichen Mischer. Eine geeignete Vorrichtung ist der von der Firma Pacific Machinery Engineering Co., Ltd. in Tokyo mit der Bezeichnung SPM-25D hergestellte Spiral Pin Mixer. Eine schematische Darstellung der Funktionsweise dieser Vorrichtung ist in Fig. 1 illustriert. Dabei wird das hydraulische Bindemittel in Pulverform durch den Eingang 1 eingebracht und nach der Behandlung durch den Ausgang 2 entleert. Durch Leitung 3 wird das Wasser zugeführt und durch die schmale Öffnung 4 auf das Pulver gesprüht. Durch die schnelle Drehung des Rotors 5 wird die Mischung in Rotation versetzt und in die Zone 6 verdrängt, wo sie mit den Stiften 7 in Berührung gebracht wird. Die erzeugte Rotation bewirkt zusammen mit der durch Berührung mit den Stiften verursachten Verwirbelung die erwünschten Scherkräfte über die Oberfläche der Teilchen.
Vorzugsweise wird die Behandlung derart vorgenommen, daß 0,5 bis 5, noch besser 0,5-2 Gewichtsprozent Wasser aufgenommen wird.
Mit einem hydraulischen Bindemittel, das erfindungsgemäß behandelt worden ist, können bei dessen weiterer Verarbeitung mehrere Vorteile erreicht werden. Im Vergleich zu einem unbehandelten Bindemittel kann für die Herstellung von Mörtel oder Beton weniger Wasser eingesetzt werden, um die gleiche Verarbeitbarkeit zu erhalten, d. h. die Fließeigenschaften werden verbessert und man erhält bessere Festigkeiten bzw. man braucht weniger Bindemittel für die gleiche Festigkeit. Dadurch wird die Verarbeitbarkeit verlängert und das Ausbluten sowie das Schrumpfen verringert.
Es hat sich auch gezeigt, daß das Bindemittel zum Teil durch mineralische Zusatzstoffe, welche billiger sind und als Abfallstoffe zur Verfügung stehen (z. B. Flugasche und gemahlene Hochofenschlacke), ersetzt werden kann, ohne die Anfangsfestigkeit zu beeinträchtigen. Andererseits kann auch schnell härtender Zement verwendet werden, weil die Erstarrung verzögert wird.
Mörtel und Beton, die mit einem erfindungsgemäß behandelten Bindemittel hergestellt werden, können aufgrund dieser verbesserten Eigenschaften in den verschiedensten Bereichen von Hoch- und Tiefbau eingesetzt werden und zeigen ihre Vorteile vor allem unter extremen Belastungen durch Wetter- und Umwelteinflüsse.
Die folgenden Beispiele erläutern die erfindungsgemäße Behandlung anhand verschiedener hydraulischer Bindemittel, die jeweils in einem "Spiral Pin Mixer" Modell SPM-25D der Firma Pacific Machinery & Engineering Co., Ltd. mit Wasser bzw. einer wäßrigen Lösung von Zusatzmitteln kontinuierlich gesprüht werden. Die eingesetzten Mengen und die Testergebnisse mit den aus diesen Bindemitteln hergestellten Mörteln bzw. Beton sind in den Tabellen 1 bis 3 angegeben.
In allen Fällen ist die Zugabegeschwindigkeit so eingestellt, daß 1 Gewichtsprozent Wasser auf 100 Prozent Bindemittel aufgenommen wird, und eine Entnahme nach verschiedenen Zeitabständen (jeweils nach 5 Min. bis zu 160 Min.) hat ergeben, daß der Brennverlust nach JIS R 5202 (Method for Chemical Analysis of Portland Cement) bei Portlandzement unverändert ca. 2,0-2,4 (Durchschnitt 2,18 mit Standardabweichung 0,142) beträgt.
Als Bindemittel werden die folgenden Zementarten eingesetzt:
  • A High early strength Portland cement (Nihon Cement Co.)
  • B Ultra rapid hardening cement (Jet cement type A, Sumitomo Cement Co.)
  • C High early strength Portland cement (Mithsubishi Mining & Cement Co., Ltd.)
Als Zusatzmittel werden eingesetzt:
  • α Kondensationsprodukt von β-Naphthalinsulfonat (Natriumsalz) und Formaldehyd (32,43%ige Lösung)
  • β Natriumglukonat
  • γ Calciumligninsulfonat
  • δ Dextrin
  • ε Kondensationsprodukt von Melaminsulfonat und Formaldehyd
Als Aggregat werden jeweils eingesetzt: Bei den Beispielen 1-3 und 30-61:
Shizuoka Prefecture Oi river System pit sand (FM 2,71%, specific gravity 2,63)
Tokyo Ohme greywacke crushed stone (FM 6,78%, specific gravity 2,65)
im Verhältnis 42/58 bei den Beispielen 30-37 und 47-61
im Verhältnis 45/55 bei den Beispielen 38-41
im Verhältnis 43/57 bei den Beispielen 42-43
im Verhältnis 40/60 bei den Beispielen 44-46
bei den Beispielen 4-29 (Sand/Zement-Verhältnis 2,75) und 62-82 (Sand/Zement-Verhältnis 2,5):
Oi River System pit sand (FM 2,57%, Absorption 1,57%, specific gravity 2,65)
Die verwendete Flugasche wird von der Firma EPDC Fly Ash Co., Ltd. hergestellt und hat eine spezifische Dichte 2,19 und Feinheit 2880 cm²/g.
Die verwendete Hochofenschlacke wird in zwei verschiedene Feinheiten von der Firma Nippon Steel Corp. geliefert:
  • 1) Feinheit 3700 cm²/g mit spez. Dichte 2,94
  • 2) Feinheit 9700 cm²/g mit spez. Dichte 2,89
Tabelle 3
(alle mit Zement-Typ C)

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines modifizierten hydraulischen Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, daß man
  • a) Teilchen eines trockenen hydraulischen Bindemittels in Pulverform einheitlich in einem Behälter verwirbelt, indem sie senkrecht zur Fallrichtung in Rotation gebracht werden,
  • b) diese Teilchen gleichzeitig mit 0,1 bis 10 Gewichtsteilen Wasser (pro 100 Teilen hydraulisches Bindemittel) besprüht und
  • c) die Teilchen und das Wasser mittels Scherkräften intensiv miteinander vermischt,
wobei entweder das hydraulische Bindemittel oder das Wasser gegebenenfalls ein Betonzusatzmittel enthalten.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scherkräfte mit einem im Behälter angeordneten Rotor, der hervorstehende Stifte oder Bolzen trägt, bewerkstelligt werden.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydraulisches Bindemittel Portlandzement oder schnell härtender Zement eingesetzt wird.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Bindemittel mit einem Zusatzstoff gestreckt wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Bindemittel mit einer wäßrigen Lösung eines Betonzusatzmittels besprüht wird.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das hydraulische Bindemittel vor der Behandlung mit einem Beton­ zusatzmittel vermischt wird.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß 0,5 bis 2 Gewichtsprozent Wasser (bezogen auf das Gewicht des Bindemittels) aufgenommen wird.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung kontinuierlich durchgeführt wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das hydraulische Bindemittel nach der Behandlung mindestens 3 Minuten lang ruhen läßt, bevor es zur Herstellung von Mörtel und/oder Beton weiterverarbeitet wird.
DE3929223A 1988-09-09 1989-09-02 Behandlung von zementpulver Withdrawn DE3929223A1 (de)

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DE3929223A Withdrawn DE3929223A1 (de) 1988-09-09 1989-09-02 Behandlung von zementpulver

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CH (1) CH678423A5 (de)
DE (1) DE3929223A1 (de)
ES (1) ES2016731A6 (de)
FR (1) FR2636325B1 (de)
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