DE392639C - Verfahren zur Erzielung einer dauernden Phosphoreszenz leuchtender Malereien - Google Patents
Verfahren zur Erzielung einer dauernden Phosphoreszenz leuchtender MalereienInfo
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Description
- Verfahren zur Erzielung einer dauernden Phosphoreszenz leuchtender Malereien. Bekanntlich behalten phosphoreszierende Substanzen, wie Zink-, Kalzium-, Strontium-und andere Schwefelverbindungen, die in Form leuchtender Malereien auf der Fläche irgendeines Körpers aufgebracht worden sind, ihre phosphoreszierende Eigenschaft nur während einer begrenzten Zeitdauer.
- Um die Phosphoreszenz dauernd zu gestalten, war man gezwungen, zu irgendeiner äußeren Leuchtquelle Zuflucht zu nehmen, die den Substanzen von neuem eine vorübergehende Radioaktivität gibt, die jedoch nur zeitweilig wirken kann, weil während der ganzen Dauer der Beleuchtung durch ihre vielfachen Strahlungen die phosphoreszierende Substanz vernichtet wird.
- Es ist bereits, um diesen Nachteil zu beseitigen, versucht worden, die dauernde Wirkung dieser Leuchtquelle durch Verwendung besonderer Gläser zu erzielen, doch sind derartige Gläser sehr teuer.
- Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren, um auf sehr billige und wenig beschwerliche Weise die dauernde Phosphoreszenz leuchtender Malereien durch die dauernde Einwirkung von leuchtenden Quellen auf die mit den Malereien bekleideten Flächen zu erzielen, wobei diese Quellen nur von der blauen bis zur ultravioletten Farbe des Spektrums unter Ausschluß ,aller anderen Strahlen senden. Die blauen, violetten und ultravioletten Strahlen des Spektrums haben tatsächlich radioaktive Eigenschaft, ohne daß sie die phosphoreszierende Substanz vernichten. Die solche unsichtbaren Strahlen sendende Lichtquelle kann . mithin ununterbrochen wirken--und leistet so Gewähr für eine dauernde Phosphoreszenz der Flächen, auf welche sie einwirkt.
- Als eine von der blauen bis zur ultravioletten Farbe reichende strahlenaussendende Lichtquelle können zweckmäßig Vakuumröhren mit oder ohne Elektroden benutzt werden, die durch einen elektrischen Strom hoher Frequenz gespeist und mit Gasen, wie Stickstoff oder Argon, gefüllt sind, welches nicht übermäßig verdünnt ist (beispielsweise q. bis io mm Quecksilbersäule).
- Die obigen Werte sind selbstverständlich nur beispielsweise angegeben und sollen die Erfindung nicht begrenzen.
- Wenn die Verwendung findenden Rohre derart ausgebildet sind, daß sie blaue, violette und ultraviolette Strahlen aussenden, können sie- in sehr kurzer Zeit (etwa '-/"Sekunde) die Phosphoreszenz verschiedener behandelter Substanzen hervorrufen, die alsdann ununterbrochen ihre Phosphoreszenz beibehalten.
- Wenn die Rohre beispielsweise nur blaue Strahlen aussenden, ist ihre Wirkung ein wenig langsamer. Diese unsichtbaren Strahlungsherde können zum Radioaktivieren von leuchtenden Malereien benutzt werden, die aus phosphoreszierenden Substanzen und irgendeinem geeigneten Firnis bestehen und auf irgendwelche Flächen aufgebracht worden sind.
- Insbesondere kann die phosphoreszierende Schwefelverbindung von dem radioaktivierenden Rohr selbst getragen werden, wodurch ein neues Produkt gebildet wird, welches sich für Lichtreklame, für Lichtwirkungen und für Beleuchtungszwecke eignet. Tatsächlich vereinigt die durch irgendein geeignetes Mittel auf die Fläche des radioaktivierenden Rohres aufge-rachte phosphoreszierende Schwefelverbindung mit den sehr ausgeprägten Lichtwirkungen des verdünntes Gas enthaltenden Rohres eigene Lichtwirkungen, welche viel intensiver sind und durch die Wirkung der von blau bis ultraviolett reichenden Strahlungen des Lichtherdes des Rohres selbst verstärkt werden. Auf diese Weise werden Rohre von sehr großer Lichtstärke erzielt, die jede gewünschte Gestalt erhalten können. Die leuchtende FärLung dieser Rohre kann die der Verwendung findenden phosphoreszierenden Schwefelverbindungen sein.
- Die phosphoreszierende Schwefelverbindung kann entweder auf die Außenfläche des Rohres aufgebracht, mit einem anhaftenden Firnis irgend geeigneter Art gemischt, oder aber in das Innere des Rohres vor der Herstellung des Vakuums eingeführt werden. Schließlich kann die phosphoreszierende Schwefelverbindung auch noch in das flüssige Glas im Augenblick des Blasens eingeleitet werden.
- Als Firnis kann beispielsweise ein. Amylazetat enthaltender Firnis Verwendung finden. In diesem Falle wird zweckmäßig die phosphoreszierende Malerei mit einem zweiten, hitzebeständigen und wasserdichten Überzug, wie Zelluloseazetat in Alkohol von 95 Prozent, Triazetin, Azeton und Tetrachloretan u. dgl., versehen.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung kann ins' esondere t ei Lichtreklame durch Rohre, Buchsta? en, leuchtende Motive usw., für Lichteffekte in Theatern durch Anbringung phosphoreszierender Malereien auf den Kostümen, Dekorationen usw. Verwendung finden. Hierbei wird die Phosphoreszenz dauernd dadurch beibehalten, daß auf diese leuchtenden Gegenstände die oben erwähnten unsichtbaren Strahlen projiziert werden. Insbesondere können irgend geeignete Verkleidungen (beispielsweise Verkleidungen von Dekorationen oder Theaterkostümen) mit Röhren garniert werden, die gewünschtenfalls verdünnte phosphoreszierende Gase enthalten und zur Radioaktivierung der Dekorationen, Theaterkostüme usw. dienen, oberoler unterhalb welcher sie angebracht sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzielung einer dauernden Phosphoreszenz leuchtender Malereien mit phosphoreszieren@len - Sc@iwefelverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß dauernd auf die .mit den Malereien bekleideten Flächen von blau bis ultraviolett gehende von einer geeigneten Lichtquelle kommende Strahlen unter Ausschluß jeder andersfarbigen Strahlung einwirken. - a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alsLichtherd zur Ausstrahlung der von blau bis ultraviolett reichenden Strahlen Rohre mit oder ohne Elektroden verwendet werden, die durch einen elektrischen Strom hoher Frequenz gespeist werden und mit einem verdünnten Gas, beispielsweise Stickstoff, Argon oder Luft, angefüllt sind. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet; daß mit Strom hoher Frequenz gespeiste und verdünnten Stickstoff oder Argon von .4 bis io mm Quecksilbersäule enthaltende Rohre benutzt werden. 4.. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Fläche der das verdünnte Gas, beispielsweise Stickstoff oder Argon, enthaltenden Rohre selbst phosphoreszierende Schwefelverbindungen angebracht werden, deren Phosphoreszenz mithin durch die radioaktive Wirkung der Strahlungen der Lichtquelle des Rohres erhöht wird und die alsdann ihre erhöhte Lichtwirkung den Lichtwirkungen des Rohres selbst zufügt.
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