DE3926025C1 - Machine tool precision boring head - has sprung tool support incorporating cooling line - Google Patents
Machine tool precision boring head - has sprung tool support incorporating cooling lineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Werkzeugkopf,
insbesondere Feinbohrkopf, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein Werkzeugkopf dieser Art ist aus der DE 33 32 243 A1
bekannt. Solche Werkzeugköpfe werden vorwiegend zum Fein
bearbeiten von Bohrungen verwendet. Die radiale Einstell
barkeit des Werkzeugträgers ermöglicht die Bearbeitung
unterschiedlicher Durchmesser innerhalb eines gewissen
Bereiches. Die steigenden fertigungstechnischen Anforde
rungen, u.a. hinsichtlich der Genauigkeit, der Anwendbar
keit moderner Schneidstoffe und der Baugröße, führen zu
besonderen Problemen.
Bekannt ist weiterhin eine Bohrstange (DE 21 56 376 B2)
mit einem Schaft und einem Kopf, der unmittelbar einen
Schneideinsatz trägt. Der Kopf ist ein Teil für sich und
hat einen als Zunge bezeichneten Ansatz, der verschiebbar
von einem Querschlitz oder einer quer verlaufenden Aus
nehmung, Nut od.dgl. im benachbarten Ende des Schafts
aufgenommen werden kann. Die Zunge hat die Form eines
einseitigen Schwalbenschwanzes. Entsprechend ist die Nut
geformt. Die Schlitzanordnung soll eine besondere Fest
klemmwirkung ermöglichen. Eine elastisch auslenkbare
Parallelfeder-Anordnung ist bei der bekannten Bohrstange
nicht vorhanden. Der die Hauptschnittkraft aufnehmende
Nutschenkel soll starrer als der andere Nutschenkel aus
gebildet sein. Der Kopf, der einen separaten Teil bildet,
ist in Richtung der Nut mittels einer in dieser Richtung
liegenden Schraube verstellbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Werkzeugkopf der
angegebenen Gattung zu schaffen, der mit einfachen Mitteln
eine sehr feinfühlige und genaue Einstellung des Werkzeuges
ermöglicht und sich im verspannten Betriebszustand durch
hohe Steifigkeit und Stabilität auszeichnet, so daß auch
schwierige Bearbeitungsoperationen mit großer Genauigkeit
ausgeführt werden können und besonders leistungsfähige
Werkzeuge, namentlich Ausdrehwerkzeuge mit Wendeplatten,
eingesetzt werden können. Die Erfindung strebt dabei ferner
eine dem praktischen Einsatz besonders gerecht werdende
Gestaltung des Werkzeugkopfes und seiner Teile im einzel
nen an, so auch im Hinblick auf eine kompakte Bauweise
und die Zuführbarkeit eines Mediums in den Bereich des
Werkzeuges.
Der Werkzeugkopf nach der Erfindung kennzeichnet sich da
durch, daß sich der Kopfteil des Werkzeugträgers zwischen
zwei Wangen oder Ansätzen des Grundkörpers befindet, daß
die Vorrichtung zur Radialverstellung des Werkzeugträ
gers im Bereich dieser Wangen oder Ansätze vorgesehen
ist und ein den Kopfteil quer zur Richtung seiner Ver
stellbewegung durchgreifendes Verstellglied enthält, daß
das Verstellglied eine Stellschraube ist, die mit einem
Gewindeende in einer Gewindebohrung einer Wange oder
eines Ansatzes schraubbar ist, die mit einem Kopfende in
einer Bohrung der anderen Wange oder des anderen Ansatzes
geführt ist und die eine an einer Gegenfläche des Werk
zeugträgers anliegende Konusfläche aufweist, und daß
eine Einrichtung zum Verspannen des Kopfteiles mit den
Wangen oder Ansätzen vorhanden ist.
Damit ist ein Werkzeugkopf von gedrungener Bauweise ge
schaffen, der einschließlich der Mittel zur Radialver
stellung des Werkzeugträgers eine hohe Stabilität besitzt
und für den Einsatz moderner Werkzeugelemente geeignet
ist. Er läßt Bearbeitungsvorgänge, insbesondere auch
eine unmittelbare Fertigbearbeitung von Bohrungen, mit
großer Genauigkeit zu. Beim Verstellglied handelt es
sich um eine einfache, wenig Raum in Anspruch nehmende
und funktionssichere Ausführung, die eine feinfühlige
Radialverstellung gestattet. Der Werkzeugkopf kommt sowohl
für Bearbeitungsoperationen in Betracht, bei denen er
sich relativ zum stillstehenden Werkstück dreht, als
auch für Bearbeitungsgänge, bei denen sich das Werkstück
dreht und der Werkzeugkopf stillsteht.
Der Werkzeugträger bzw. sein Kopfteil kann unmittelbar als
Halter für ein Schneidelement ausgebildet sein. Insbeson
dere ist der Werkzeugträger zur auswechselbaren Aufnahme
eines Werkzeuges, Werkzeughalters, Schneidenträgers od.dgl.
eingerichtet.
Dem Verstellglied kann ein quer zu seiner Längsachse
gerichtetes, an ihm angreifendes elastisches Druckstück
zugeordnet sein. Damit ist auch bei sehr hohen Anforde
rungen eine Spielfreiheit und Lagesicherung des Verstell
gliedes gegeben. Bei einer anderen Ausführung ist eine
mittels einer Schraube belastbare elastische Zunge vor
gesehen, die mit ihrem freien Ende an dem Verstellglied
angreift. Stattdessen oder auch zusätzlich zu einer solchen
Maßnahme kann vorteilhaft auch eine Gewindebuchse, etwa
eine geschlitzte Konusmutter, für das Verstellglied vor
handen sein.
Bei einem zur Aufnahme eines Werkzeuges, Schneidenhalters
od.dgl. eingerichteten Werkzeugträger kann die Festlegung
des Werkzeuges bzw. dessen Schaftes auf verschiedene Weise
bewirkt werden. Vorteilhaft ist im Kopfteil wenigstens eine
quer zur Längsachse des Werkzeugkopfes gerichtete Spann
schraube od.dgl. vorgesehen. Insbesondere weist die Spann
schraube dabei ein kegeliges Ende auf, mit dem sie in eine
konische Einsenkung im Werkzeugschaft eingreift. Dadurch
wird eine sichere axiale und radiale Verspannung des Werk
zeuges mit dem Werkzeugträger und zugleich eine Ausrichtung
des Werkzeuges erreicht.
Die Aufnahmebohrung des Kopfteiles kann auf der der Spann
schraube gegenüberliegenden Seite eine Ausnehmung aufwei
sen. Durch Anziehen der Spannschraube läßt sich hierbei
in besonderem Maße eine axiale und radiale Verspannung
erreichen. Der Schaft des Werkzeuges stützt sich an bei
derseits der Ausnehmung ergebenden Bereichen ab, so daß
zu der Normalspannkraft auch die zusätzlichen Wangenkräfte
auftreten. Außerdem hat der Schaft in radialer Richtung
eine sichere Dreipunktauflage.
Die im Kopfteil des Werkzeugträgers befindliche Aufnahme
bohrung für das Werkzeug bzw. dessen Schaft ist vorteil
haft durchgehend, d.h. sie erstreckt sich durch den Kopf
teil hindurch, wobei der Grundkörper in seinem dem Kopfteil
zugewandten Bereich eine Bohrung aufweist, deren Durch
messer größer als der der Aufnahmebohrung ist. Dies ge
stattet eine besonders gute Einspannung des Werkzeuges.
Eine vorteilhafte weitere Ausgestaltung des Werkzeugkopfes
besteht darin, daß in wenigstens einer Wange oder einem
Ansatz des Grundkörpers eine Klemmschraube für den Kopfteil
des Werkzeugträgers vorhanden ist. Dadurch kann der Werk
zeugträger zusätzlich in seiner eingestellten Position
relativ zum Grundkörper fixiert werden. Die Klemmschraube
ist insbesondere eine Zugschraube, mit der der Kopfteil
fest gegen die betreffende Wange oder den Ansatz des
Grundkörpers gezogen und dadurch geklemmt werden kann.
Die Klemmschraube kann aber auch eine Druckschraube sein,
wodurch ebenfalls eine Verspannung der Teile möglich
ist. Weiterhin läßt sich die Ausführung so treffen, daß
auf einer Seite des Kopfteiles eine Zugschraube und auf
der anderen Seite eine Druckschraube vorhanden ist.
An den im Grundkörper vorhandenen Kühlmittel-Leitungsweg
ist vorteilhaft ein Leitungsweg in einem vom Werkzeugträger
aufgenommenen Werkzeug anschließbar.
Die Ausführung läßt sich so treffen, daß der Leitungsweg
im Werkzeug mit einer zentralen Bohrung im Grundkörper
in Verbindung steht, in der ein mit einem Durchlaß verse
hener Kolben verschiebbar ist, der an seiner vorderen
Stirnseite zur Anlage an der Rückseite eines Werkzeug
schaftes ausgebildet ist. Dies ermöglicht es in günstiger
Weise, ein Kühlmittel in einen im Werkzeug verlaufenden
Leitungsweg einzuführen, durch den das Medium an eine
gewünschte Stelle geleitet werden kann.
Der Kolben ist an seiner Stirnseite zweckmäßig mit einer
Dichtung versehen. Er steht vorteilhaft unter der Wirkung
einer Druckfeder. Ein Sprengring od. dgl. kann ihn gegen
zu weites Herausschieben aus dem Grundkörper sichern.
Bei einer anderen Ausführung steht der Leitungsweg im
Werkzeug mit einer zentralen Bohrung im Grundkörper in
Verbindung, in der eine Dichtungsanordnung vorgesehen
ist, an der die Rückseite eines Werkzeugschaftes zur
Anlage kommen kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der
nachstehenden Erläuterung von Ausführungsbeispielen, in
den zugehörigen Zeichnungen und in den Ansprüchen aufgeführt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Werkzeugkopf im Längsschnitt,
Fig. 2 den Werkzeugkopf nach Fig. 1 in Draufsicht, zum
Teil im Schnitt nach der Linie II in Fig. 1,
Fig. 3 den Grundkörper eines Werkzeugkopfes in gegenüber
Fig. 1 etwas abgewandelter Ausführung in perspek
tivischer Ansicht,
Fig. 4 den zum Grundkörper nach Fig. 3 gehörenden
Werkzeugträger in perspektivischer Ansicht,
Fig. 5 eine Einzelheit,
Fig. 6 eine andere Ausführung eines Werkzeugkopfes im
senkrechten Längsschnitt nach der Linie VI-VI in
Fig. 7,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 den Werkzeugkopf nach Fig. 6 von der Seite
gesehen, teils im Schnitt,
Fig. 9 und 10 zwei Einzelheiten und
Fig. 11 eine besondere Form einer Aufnahmebohrung für
einen Werkzeugschaft.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Werkzeugkopf
weist einen Grundkörper 1 auf, der mit einem Kegelschaft
2 zum Einsetzen in die Aufnahme einer Arbeitsspindel
versehen ist. Ein Ringbund 22 dient zur Handhabung des
Werkzeugkopfes durch eine Werkzeugwechseleinrichtung.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführung hat der Grundkörper
21 einen zylindrischen Schaft mit einem Gewinde 3 am
Ende zum Einschrauben in eine Aufnahmebohrung eines
Halters od.dgl.
Abgesehen von der unterschiedlichen Schaftausbildung
stimmen die beiden Grundkörper 1 und 21 im wesentlichen
überein, so daß die nachfolgenden Erläuterungen sich auf
beide beziehen.
Wie die Fig. 1 bis 3 erkennen lassen, ist der Grund
körper 1 bzw. 21 stirnseitig mit einer Ausnehmung 4
versehen, die sich in seitlichen Ausnehmungen 5 fortsetzt,
derart, daß darin ein Werkzeugträger 6 Aufnahme findet.
Der Werkzeugträger 6 besteht aus einem hochfesten Feder
stahl und weist einen Kopfteil 7 und zwei mit dem letzte
ren aus einem Stück bestehende Schenkel 8 auf. Diese sind
mit ihren freien Enden an den Stellen 9 (Fig. 1) befestigt
und bilden eine Parallelfeder-Anordnung. Jeder Schenkel
8 hat zwei dünnere Querschnittspartien 10, die als
Werkstoffgelenke der Parallelfeder-Anordnung wirken. Der
stabile Kopfteil 7 ist mit einer Aufnahmebohrung 11 für
den Schaft 12 (Fig. 1) eines Werkzeuges 13 (Bohr- oder
Ausdrehwerkzeuges) versehen. Diese Aufnahmebohrung 11
geht durch den Kopfteil 7 hindurch, wie Fig. 1 zeigt.
Der Grundkörper 1 ist mit einer Bohrung 41 versehen,
deren Durchmesser etwas größer als der der Aufnahmeboh
rung 11. Der Schaft 12 des Werkzeuges 13 kann sich somit
bis in diese Bohrung 41 hinein erstrecken, die so groß
ist, daß die Radialverstellung nicht behindert wird.
Das Werkzeug 13 wird durch eine Schraube 23, die in eine
Gewindebohrung 24 des Kopfteiles 7 eingeschraubt ist, in
der Aufnahmebohrung 11 festgespannt. Die Schraube 23 hat
ein kegeliges Ende 25, mit dem sie in eine konische
Ausnehmung 26 des Schaftes 12 von etwas größerem Durch
messer eingreift. Dadurch wird außer einer radialen
zugleich auch eine axiale Spannkraft auf den Werkzeug
schaft ausgeübt, derart, daß sich eine Schulter 13a am
Werkzeug 13 fest gegen die Stirnfläche des Kopfteiles 7
des Werkzeugträgers 6 anlegt.
Die Verbindung der Schenkel 8 des Werkzeugträgers 6 mit
dem Grundkörper an den Stellen 9 geschieht vorteilhaft
durch Schweißen, insbesondere Elektronenstrahlschweißen.
Es kann aber auch eine Befestigung mit Schrauben vorgese
hen sein.
Zur radialen Verstellung des Werkzeugträgers 6 relativ
zum Grundkörper 1 dient eine Stellschraube 14, die mit
einem Gewindeteil 15 in eine Gewindebohrung 16 in der
einen Grundkörperwange 1b eingeschraubt ist und deren
Kopf 17 in einer Bohrung 18 der anderen Grundkörperwange
1a geführt ist. Mit einem Kegelteil 19 liegt die Stell
schraube 14 an einer Kegelfläche 20 des Kopfteiles 7 des
Werkzeugträgers 6 unter Vorspannung (durch die Parallel
feder-Anordnung der Schenkel 8) an, derart, daß durch
Drehen dieser Stellschraube 14 in der einen oder anderen
Richtung der Werkzeugträger 6 eine radiale Auslenkung
nach außen bzw. nach innen erfährt. Damit wird das
Werkzeug radial eingestellt. Der Kopfteil 7 des Werkzeug
trägers 6 ist dabei zwischen den beiden Grundkörperwangen
1a und 1b geführt. Der gesamte Auslenkweg des Kopfteiles
7 kann z.B. 2 mm betragen.
Wie Fig. 5 zeigt, kann ein auf die Stellschraube 14
wirkendes, insbesondere an deren Gewindeteil 15 angrei
fendes elastisches Druckstück 27 vorhanden sein, das ein
zusätzliches Mittel ist, um die Stellschraube spielfrei
zu halten. Das Druckstück 27 wird bei der gezeigten
Ausführung durch eine Madenschraube 28, die sich in
einer quer zu Längsachse V der Stellschraube 14 gerich
teten Gewindebohrung 29 befindet, belastet. Es kann aber
auch eine Belastung durch eine Feder vorgesehen sein.
Wie Fig. 2 zeigt, sind Vorkehrungen getroffen, um den
Kopfteil 7 des Werkzeugträgers 6 in der jeweils einge
stellten radialen Position zusätzlich zu fixieren. Der
Kopfteil 7 weist auf seiner der Stellschraube 14 gegen
überliegenden Seite einer Längsmittelebene eine Gewinde
bohrung 31 für eine als Zugschraube wirkende Schraube
32, auf die mit ihrem Kopf 32a am Grund einer Ausnehmung
33 in der Wange 1b des Kopfteiles 7 anliegt. Ihr Schaft
geht durch ein Langloch 34 hindurch. Durch Anziehen
dieser Schraube 32 wird der Kopfteil 7 für die Dauer des
jeweiligen Arbeitsvorganges fest mit dem Grundkörper
verspannt.
Andererseits ist mit der Zahl 35 eine Druckschraube in
einer Gewindebohrung 36 in der Wange 1a des Grundkörpers
bezeichnet, die gegen eine Anlagefläche 37 des Kopfteiles
7 zur Fixierung desselben spannbar ist.
Daß in Fig. 2 sowohl eine Zugschraube 32 als auch eine
Druckschraube 35 dargestellt sind, dient der Veranschau
lichung der bestehenden Möglichkeiten. Es genügt, wenn
nur eine solche Schraube vorhanden ist.
In der Bohrung 41 ist ein unter der Wirkung einer Druck
feder 42 stehender Kolben 43 verschiebbar geführt. Sein
Weg nach außen (in Fig. 1 nach oben) wird durch einen
Sprengring 44 od.dgl. begrenzt. In der Stirnseite des
Kolbenbodens 43a ist eine Ringnut mit einem darin sitzen
den Dichtungsring 45 vorgesehen. Der letztere liegt bei
eingesetztem Werkzeug 13 an der Rückseite des Schaftes
12 desselben an, wie dies Fig. 1 veranschaulicht.
Der Grundkörper 1 weist auf der Höhe des Ringbundes 22
zwei radiale Bohrungen 47 auf, die am unteren Ende der
Bohrung 41, d.h. im Bereich hinter dem Kolben 43, in
diese münden. Von der Rückseite des Ringbundes 22 her
führen Schrägbohrungen 48 zu den Bohrungen 47. Außerdem
ist im Schaftteil 2 des Grundkörpers 1 eine zentrale
Bohrung 49 vorgesehen. Durch diese und/oder durch die
Leitungswege 48, 47 kann ein Kühlmedium von einer nicht
dargestellten Quelle oder Zuführleitung aus in die
Bohrung 41 geleitet werden, von wo dasselbe seinen Weg
durch den Kolben 43 und eine von dem Dichtungsring 45
umgebene Durchlaßöffnung 50 im Kolbenboden 43a in eine
Mittelbohrung 51 im Werkzeugschaft 12 nehmen kann. Die
Bohrung 51 führt, ggfs. unter Verzweigung, an diejenige
Stelle bzw. diejenigen Stellen, an denen ein Austritt
des Mediums gewünscht wird, insbesondere in der Nähe der
Schneide bzw. Schneiden. In der Wandung der Bohrung 41
im Grundkörper 1 befindet sich in einer Ringnut ein
Dichtungsring 46, der an der Mantelfläche des Kolbens 43
anliegt.
Die Bohrung 49 im Schaft 2 ist bei dem gezeigten Beispiel
durch einen in ein Gewinde eingeschraubten Stopfen 52
verschlossen. Die Zuführung eines Kühlmediums od. dgl.
geschieht dann nur über die Bohrungen 48, denen bei in
eine Arbeitsspindel eingespanntem Werkzeugkopf Zuführ
leitungen gegenüberliegen. Andererseits können auch die
Bohrungen 48 verschlossen werden, und es kann die Bohrung
49 geöffnet werden, so daß durch diese von einem nicht
gezeigten Zuführweg aus Medium eingeleitet werden kann.
Bei der Ausführung nach den Fig. 6 bis 8, bei der glei
che oder einander entsprechende Teile mit den gleichen
Bezugszahlen wie in den Fig. 1 bis 4 bezeichnet sind,
weist der Werkzeugkopf einen Grundkörper 61 mit Kegel
schaft 62 und Ringbund 22 auf. Ein Werkzeugträger 66 mit
Kopfteil 67 und durchgehender Aufnahmebohrung 11 für den
Schaft 12 eines Werkzeuges 13 hängt hier materialmäßig
mit dem Grundkörper 61 zusammen. Durch zumindest annähernd
parallel zur Mittelachse M des Werkzeugkopfes verlaufende
Schlitze 63 mit Erweiterungen 64 und durch quer zur
Mittelachse M verlaufende Schlitze 65 ist die elastische
radiale Auslenkbarkeit des Werkzeugträgers 66 relativ
zum Grundkörper 61 gegeben. Dabei bilden die stegartigen
Partien 68, vergleichbar den Schenkeln 8 bei der Ausfüh
rung nach den Fig. 1 bis 4, eine Parallelfeder-Anord
nung mit Werkstoffgelenken an den infolge der Erweiterun
gen 64 dünneren Stellen 70. Die Schlitze 63 und 65 sowie
die Erweiterungen 64 sind vorteilhaft durch Elektroerosion
hergestellt.
Der Kopfteil 67 des Werkzeugträgers 66 ist zwischen zwei
Wangenplatten oder Ansätzen 61a und 61b des Grundkörpers
61 geführt. Diese Wangenplatten 61a und 61b sind getrennt
gefertigte und sodann mit dem Grundkörper 61 starr verbun
dene Teile. Dies kann z.B. durch paarweise angeordnete
Befestigungsschrauben 71 geschehen, wie sie die Fig.
6 und 8 zeigen. Stattdessen oder zusätzlich können die
Wangenplatten 61a und 61b auch mit dem Grundkörper 61
verklebt oder verschweißt und/oder verstiftet sein.
Zur radialen Verstellung des Werkzeugträgers 66 relativ
zum Grundkörper 61 dient ebenso wie bei der Ausführung
nach den Fig. 1 bis 4 eine Stellschraube 14, die mit
einem Gewindeteil 15 in eine Gewindebohrung 16 in der
einen Grundkörperwange 61b eingeschraubt ist und deren
Kopf 17 in einer Bohrung 18 der anderen Grundkörperwange
61a geführt ist. Mit einem Kegelteil 19 liegt die Stell
schraube 14 an einer Kegelfläche 20 des Kopfteiles 67 des
Werkzeugträgers 66 unter Vorspannung (durch die Parallel
feder-Anordnung 68) an, derart, daß durch Drehen dieser
Stellschraube 14 in der einen oder anderen Richtung der
Werkzeugträger 66 eine radiale Auslenkung nach außen
bzw. nach innen erfährt. Das zur radialen Verstellung in
Verbindung mit der Ausführung nach den Fig. 1 bis 4
Gesagte gilt hier entsprechend.
Statt unmittelbar in eine Gewindebohrung in der Wangen
platte 61b kann die Stellschraube 14 auch in eine Gewinde
buchse eingeschraubt sein. Fig. 9 zeigt als zusätzliches
Mittel, um die Stellschraube spielfrei zu halten, ein
elastisches Druckstück 77, das durch eine von der Stirn
seite des Werkzeugträgers her zugängliche Madenschraube
78 belastet werden kann und auf der Verstellschraube 14
aufliegt.
Bei einer anderen Ausführung nach Fig. 10 ist eine
mittels einer Schraube 75 belastbare elastische Zunge 76
vorhanden, die mit ihrem freien Ende an der Stellschraube
14 angreift, sei es im Bereich ihres Gewindes, sei es an
einer anderen Stelle, wobei das Ende der Zunge in seiner
Form entsprechend angepaßt ist. Die Zunge kann insbeson
dere durch elektroerosiv erzeugte Schlitze im Material
des Kopfteiles des Werkzeugträgers gebildet sein.
Um den Werkzeugträger 66 mit seinem Kopfteil 67 in der
jeweils eingestellten Position zusätzlich zu fixieren,
ist eine Klemmschraube 72 vorgesehen, die durch eine
Durchgangsbohrung 73 im Kopfteil 67 hindurchgeht und in
eine Gewindebohrung 74 in der Wangenplatte 61b einge
schraubt ist. Ihr Kopf 72a liegt an einer Fläche der
Wangenplatte 61a an. Statt mit einem Gewinde kann die
Klemmschraube auch als Differentialschraube mit zwei
Gewinden unterschiedlicher Steigung, die in entsprechende
Gewindebohrungen in einer Wangenplatte bzw. in dem
Kopfteil eingreifen, ausgebildet sein. Insbesondere kann
es sich dabei einmal um ein Gewinde M 12×1 und zum
anderen um eine Buchse mit einem Gewinde M 10 handeln.
Wie bei der Ausführung nach den Fig. 1 bis 4 ist auch
bei der Ausführung nach den Fig. 6 bis 8 vorgesehen,
daß das Werkzeug 13 durch eine in eine Gewindebohrung 24
des Kopfteiles 67 eingeschraubte Spannschraube 23 be
festigt wird. Die Spannschraube greift mit einem kegeli
gen Ende 25 in eine konische Ausnehmung des Werkzeugschaf
tes 12 von etwas größerem Durchmesser ein.
Die Aufnahmebohrung 11 für einen Werkzeugschaft od. dgl.
kann zylindrisch sein. Eine vorteilhafte weitere Ausfüh
rung zeigt Fig. 11. Die Aufnahmebohrung 81 weist dabei
auf der der Spannschraube 23 gegenüberliegenden Seite
eine Ausnehmung 82 auf, so daß sich definierte Anlagestel
len 83 für den zylindrischen Schaft 12 ergeben. Zusammen
mit der Spannschraube 23 kommt so eine Einspannung nach
dem Prinzip einer Dreipunktanlage zustande. Der mit dem
Buchstaben a bezeichnete Winkel, um den die Anlagestellen
voneinander entfernt sind, beträgt bei einer vorteilhaften
Ausführung etwa 90°. Er kann aber auch einen anderen Wert
haben und namentlich im Bereich zwischen 90° und 120°
liegen.
Kühlmittel oder ein anderes für den Bearbeitungsvorgang
erwünschtes Medium kann, ähnlich wie bei der Ausführung
nach den Fig. 1 bis 4, entweder durch eine zentrale
Bohrung 49 im Grundkörper 61 oder durch Bohrungen 48, 47
im Bereich des Ringbundes 22 zugeführt werden. Im letzt
genannten Fall wird die zentrale Bohrung nach hinten hin
durch einen einschraubbaren Stopfen 52 verschlossen.
In einer Aufnahme 85, die insbesondere von einem sich an
die Bohrung 41 des Grundkörpers 61 anschließenden,
abgesetzten Bohrungsteil gebildet wird, befindet sich
ein Halter 86 mit einem oder mehreren, beim gezeigten
Ausführungsbeispiel zwei, großvolumigen O-Ringen 87,
deren Durchmesser so ist, daß bei eingesetztem Werkzeug
der zugewandte O-Ring an der Rückseite des Schaftes 12
anliegt. Die O-Ringe werden beim Einsetzen eines Werkzeu
ges etwas zusammengedrückt und dichten den betreffenden
Bereich nach außen hin ab.
Erfolgt die Zufuhr eines Mediums nicht über die Leitungs
wege 48, 47, sondern durch die zentrale Bohrung 49 im
Schaftteil 62, wobei der Schraubstopfen 52 entfernt
wird, so kann ggfs. ein längerer O-Ring-Halter 86 einge
setzt werden, der so ausgebildet ist, daß die Einmündungen
der Kanäle 47 in die zentrale Bohrung 49 verschlossen
wird, so daß dort kein Medium austreten kann.
Claims (14)
1. Werkzeugkopf, insbesondere Feinbohrkopf, mit einem
Grundkörper, einem damit fest verbundenen Werkzeugträ
ger, der eine relativ zum Grundkörper elastisch auslenk
bare Parallelfeder-Anordnung bildet und einen von
dieser getragenen Kopfteil aufweist, an dem ein Werkzeug
festlegbar ist, mit wenigstens einem im Grundkörper
vorhandenen Kühlmittel-Leitungsweg und mit einer Vor
richtung zur radialen Verstellung des Werkzeugträgers
relativ zum Grundkörper durch Auslenkung der Parallel
feder-Anordnung, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - der Kopfteil (7, 67) des Werkzeugträgers (6, 66) befindet sich zwischen zwei Wangen oder Ansätzen (1a, 1b; 61a, 61b) des Grundkörpers (1, 21, 61),
- - die Vorrichtung zur Radialverstellung des Werk zeugträgers (6, 66) ist im Bereich dieser Wangen oder Ansätze (1a, 1b; 61a, 61b) vorgesehen und enthält ein den Kopfteil (7, 67) quer zur Richtung seiner Verstellbewegung durchgreifendes Verstell glied,
- - das Verstellglied ist eine Stellschraube (14), die mit einem Gewindeende in einer Gewindebohrung (16) einer Wange oder eines Ansatzes (1b) schraubbar ist, die mit einem Kopfende (17) in einer Bohrung der anderen Wange oder des anderen Ansatzes (1a) geführt ist und die eine an einer Gegenfläche (20) des Werkzeugträgers (6) anliegende Konus fläche (19) aufweist,
- - es ist eine Einrichtung (32, 35, 72) zum Verspan nen des Kopfteiles (7, 67) mit den Wangen oder Ansätzen (1a, 1b; 61a, 61b) vorhanden.
2. Werkzeugkopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
quer zur Längsachse (V) des Verstellgliedes (14) ge
richtetes, an dem letzteren angreifendes elastisches
Druckstück (27).
3. Werkzeugkopf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine mittels einer Schraube (75) belastbare elastische
Zunge (76), die mit ihrem freien Ende an dem Verstell
glied (14) angreift.
4. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß im Kopfteil (7) wenigstens eine
quer zur Längsachse des Werkzeugkopfes gerichtete
Spannschraube (23) für einen in eine Aufnahmebohrung
(11) des Kopfteiles (7, 67) einsetzbaren Werkzeugschaft
(12) vorgesehen ist.
5. Werkzeugkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmebohrung (81) auf der der Spannschraube
(23) gegenüberliegenden Seite eine Ausnehmung (82)
zur Bildung von Anlagestellen (83) für den Werkzeug
schaft (12) aufweist.
6. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Kopfteil (7) eine durchgehende
Aufnahmebohrung (11) vorgesehen ist und der Grundkörper
(1) in seinem dem Kopfteil (7) zugewandten Bereich
eine Bohrung (41) aufweist, deren Durchmesser größer
als der der Aufnahmebohrung (11) ist.
7. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Klemmschraube
(32, 35, 72) für den Kopfteil (7) des Werkzeugträgers
(6, 66) vorgesehen ist.
8. Werkzeugkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmschraube eine in eine Gewindebohrung (31)
des Kopfteiles (7) eingreifende Zugschraube (32) ist.
9. Werkzeugkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmschraube eine in einer Gewindebohrung (36)
eines Ansatzes (1a) schraubbare Druckschraube (35) ist.
10. Werkzeugkopf nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch
eine eine Bohrung des Kopfteiles (7, 67) durchgreifende
Klemmschraube (72).
11. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlmittel-Leitungsweg (47,
48, 49) mit einer zentralen Bohrung (41) im Grund
körper (1) in Verbindung steht, in der ein mit einem
Durchlaß (50) versehener Kolben (43) verschiebbar
ist, der an seiner vorderen Stirnseite zur Anlage an
der Rückseite eines Werkzeugschaftes (12) ausgebildet
ist.
12. Werkzeugkopf nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (43) an seiner Stirnseite mit einer
Dichtung (45) versehen ist.
13. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kolben (43) unter der Wirkung
einer Druckfeder (42) steht.
14. Werkzeugkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlmittel-Leitungsweg (47,
48, 49) mit einer zentralen Bohrung (49) im Grund
körper (61) in Verbindung steht, in der eine Dichtungs
anordnung (86, 87) vorgesehen ist, an der die Rückseite
eines Werkzeugschaftes (12) zur Anlage bringbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893926025 DE3926025C1 (en) | 1989-08-07 | 1989-08-07 | Machine tool precision boring head - has sprung tool support incorporating cooling line |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893926025 DE3926025C1 (en) | 1989-08-07 | 1989-08-07 | Machine tool precision boring head - has sprung tool support incorporating cooling line |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3926025C1 true DE3926025C1 (en) | 1991-03-07 |
Family
ID=6386632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893926025 Expired - Fee Related DE3926025C1 (en) | 1989-08-07 | 1989-08-07 | Machine tool precision boring head - has sprung tool support incorporating cooling line |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3926025C1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1994015742A1 (de) * | 1992-12-30 | 1994-07-21 | Komet Präzisionswerkzeuge Robert Breuning Gmbh | Klemmhalter für schneidplatten |
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-
1989
- 1989-08-07 DE DE19893926025 patent/DE3926025C1/de not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
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| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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