DE3925909A1 - Verfahren zur herstellung eines mehrkomponentenspritzgussteils und spritzgusswerkzeug - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines mehrkomponentenspritzgussteils und spritzgusswerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Mehrkomponentenspritzgußteils, wobei in eine die Endform
des Spritzgußteils vorgebende Höhlung eines Spritzgußwerkzeugs
ein Kunststoff als erste Komponente eingeführt und anschließend
eine zweite Komponente wie Gas zur Ausbildung eines Hohlraumes
in der ersten Komponenten injiziert wird. Ferner bezieht sich die
Erfindung auf ein Spritzgußwerkzeug für Mehrkomponentenspritz
gußteile mit einer die Form des Spritzgußteils vorgebenden Höh
lung, die zum einen an eine einen Kunststoff zuführenden Ma
schinendüse und zum anderen an eine Verbindung zum Zuführen
von einer zweiten Komponenten wie Gas nach Befüllung der Höh
lung mit dem Kunststoff angeschlossen ist.
Die nach dem Stand der Technik hergestellten Gas-Innen-Druck
teile (GID-Teile) kühlen in dem Spritzgußwerkzeug aus, so daß
insbesondere bei großen Teilen die Taktrate relativ gering oder
aber aufwendige Kühlmaßnahmen für das Spritzgußwerkzeug selbst
erforderlich sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bzw.
ein Spritzgußwerkzeug der eingangs beschriebenen Art so weiter
zubilden, daß eine hohe Produktionsrate unabhängig von den ver
wendeten Massen möglich ist und ohne daß besondere Kühlungen
des Spritzgußwerkzeuges selbst erforderlich sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen durch ein
Verfahren gelöst, das sich dadurch auszeichnet, daß der Hohl
raum über zumindest eine Öffnung mit einem Kühlfluid durch
strömt bzw. durchspült wird. Es erfolgt eine Spritzgußforminnen
kühlung, wobei die Kühlung selbst von der Menge des einströ
menden bzw. durchströmenden Kühlmediums bestimmt wird. Vor
aussetzung für eine entsprechende Innenkühlung ist, daß zumin
dest eine Öffnung in das sich ausbildende Spritzgußteil einbring
bar ist, über die das Fluid einströmt bzw. Kühlmedium abgeführt
wird. Vorzugsweise sind zwei Öffnungen vorgesehen, um die
erforderliche Durchspülung sicherzustellen. Die Öffnungen können
dabei durch in das Spritzgußwerkzeug und die erste Komponente
durchsetzende Injektoren erzeugt werden, die während oder nach
der Formteilausbildung zugeführt werden. Ganz allgemein kann
eine den Anforderungen entsprechende Anzahl von Zu- bzw.
Fluidabführöffnungen vorgesehen, die auch bei Mehrfachwerk
zeugen beliebiger Anordnung vorhanden sein können.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Spritzgußwerkzeug, das
sich nach einem selbständigen Lösungsvorschlag dadurch aus
zeichnet, daß der von der zweiten Komponenten ausgefüllte Raum
des Spritzgußteils mit einem Kühlfluid verbindbar ist. Dabei ist
die Verbindung zumindest über eine, vorzugsweise über mehrere
Öffnungen hergestellt, die während oder nach Ausbildung des
Spritzgußteils in dem Spritzgußwerkzeug herstellbar sind. Dabei
kann die Öffnung durch einen Injektor erzielt werden, der einen
ortsveränderlichen Fluiddurchströmkanal aufweist, um dann die
Verbindung mit dem von der zweiten Komponenten ausgefüllten
Raum herzustellen, wenn das Spritzgußteil zumindest teilweise in
dem Spritzgußwerkzeug ausgebildet ist.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung erge
ben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entneh
menden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-, sondern
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu
entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1a bis c eine erste Ausführungsform eines
Spritzgußwerkzeuges,
Fig. 2a bis c eine zweite Ausführungsform eines
Spritzgußwerkzeuges und
Fig. 3a bis c eine dritte Ausführungsform eines
Spritzgußwerkzeuges.
In den Figuren sind rein schematisch Spritzgußwerkzeuge darge
stellt, wobei für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen benutzt
werden.
Das Spritzgußwerkzeug (10) gemäß Fig. 1a bis c weist eine
Formhöhlung (1) auf, durch die die Endform des Gas-Innen-Teils
vorgegeben wird. Das Spritzgußwerkzeug (10) ist mit einer
Maschinendüse (3) verbindbar, über die eine aus Kunststoff
b stehende erste Komponente (2) einströmt. Diese füllt zumindest
bereichsweise die Höhlung (1) aus. Koaxial zu der Maschinendüse
(3) oder über ein in einer Seitenwandung vorhandenen Injektor
(4) wird eine zweite Komponente (5) in Form von Gas einge
bracht, wodurch die erste Komponente ein vollständig die Innen
wandung der Höhlung (1) ausfüllt. Um eine hohe Taktrate zu
erzielen, erfolgt eine Zwangskühlung des Kunststoffes (2) da
durch, daß über einen Injektor (6) in den von dem Gas (5)
ausgefüllten Hohlraum (7) ein Kühlfluid eingefüllt wird, der das
Spritzgußteil von innen kühlt. Der Injektor kann mit einem z.B.
als Nadel ausgebildeten Kanal (9) während oder nach Ausbildung
des Formteils die Komponente (2) durchdringen, um so die
Verbindung zu dem Hohlraum (7) herzustellen. Das Ein- und
Ausströmen des Kühlfluids wird durch den Doppelpfeil (8) ange
deutet.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 unterscheidet sich von dem
der Fig. 1 dahingehend, als daß nicht ein, sondern zwei an
gegenüberliegenden Wandungen des Spritzgußteils (12) anordbare
Injektoren vorgesehen sind, um den von dem Kunststoff (2)
umgebenden und von dem Gas ausgefüllten Raum (7) zur Kühlung
des Formteils zu durchströmen. Hierdurch wird ein einfaches
Durchspülen des Hohlraums (7) bewerkstelligt.
Wird nach der Fig. 2 die zweite Komponente koaxial zur Maschi
nendüse (3) eingebracht, so unterscheidet sich das Spritzguß
werkzeug (14) nach Fig. 3 von dieser Ausführungsform dahinge
hend, daß neben der Maschinendüse (3) ein gesonderter Injektor
(4) vorgesehen ist, über die die zweite Komponente eingebracht
wird.
Wenn in den Ausführungsbeispielen nur ein bzw. zwei Injektoren
(6) pro Werkzeug (10) bzw. (12) bzw. (14) dargestellt sind, so
kann deren Anzahl entsprechend der Formgröße des Spritzguß
werkzeuges variiert werden. Gleiches gilt in bezug auf Mehrfach
werkzeuge. Die Injektoren (6) bzw. deren Kanäle wie Nadeln (9)
können verschiebbar ausgebildet sein, um erst dann eine Verbin
dung zu dem sich ausbildenden Formteil herzustellen, wenn sich
der Hohlraum (7) ausgebildet hat.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines Mehrkomponentenspritzguß
teils, wobei in eine die Endform des Spritzgußteils vorgeben
de Höhlung eines Spritzgußwerkzeuges ein Kunststoff als
erste Komponente eingefüllt und anschließend eine zweite
Komponente wie Gas zur Ausbildung eines Hohlraums in der
ersten Komponente injiziert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum über zumindest eine Öffnung mit einem
Kühlfluid durchströmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung während oder nach der Ausbildung des
Mehrkomponentenspritzgußteils hergestellt wird.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Hohlraum während oder nach Ausbildung des
Spritzgußteils zumindest ein Injektor eingeführt wird, über
den das Kühlfluid wie Kühlgas strömt.
4. Spritzgußwerkzeug für Mehrkomponentenspritzgußteile mit
einer die Form des Spritzgußteils vorgebenden Höhlung, die
zum einen an eine einen Kunststoff zuführenden Maschinen
düse und zum anderen an eine Verbindung zum Zuführen
von einer zweiten Komponente nach Befüllen der Höhlung mit
dem Kunststoff angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der von der zweiten Komponenten (5) ausgefüllte Hohl
raum (7) des Spritzgußteils mit einem Kühlfluid (8) verbind
bar ist.
5. Spritzgußwerkzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung über zumindest eine Öffnung (9) er
folgt.
6. Spritzgußwerkzeug nach zumindest Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Spritzgußwerkzeug (10, 12, 14) mit zumindest einem
das Kühlfluid zuführenden Injektor (6) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893925909 DE3925909A1 (de) | 1989-08-04 | 1989-08-04 | Verfahren zur herstellung eines mehrkomponentenspritzgussteils und spritzgusswerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893925909 DE3925909A1 (de) | 1989-08-04 | 1989-08-04 | Verfahren zur herstellung eines mehrkomponentenspritzgussteils und spritzgusswerkzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3925909A1 true DE3925909A1 (de) | 1991-02-07 |
Family
ID=6386560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893925909 Withdrawn DE3925909A1 (de) | 1989-08-04 | 1989-08-04 | Verfahren zur herstellung eines mehrkomponentenspritzgussteils und spritzgusswerkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3925909A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0576881A1 (de) * | 1992-06-17 | 1994-01-05 | Linde Aktiengesellschaft | Herstellung von Spritzgussteilen aus thermoplastischen Kunststoffen |
| EP0745468A1 (de) * | 1995-05-30 | 1996-12-04 | Bauer Engineering GmbH | Formwerkzeug, insbesondere für das Kunststoffspritzgiessen mittels Gasinnendruck und Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Spritzgussformteilen unter Einsatz des Formwerkzeugs |
| WO2001034363A1 (en) * | 1999-11-10 | 2001-05-17 | Aga Aktiebolag | Gas assisted moulding |
| EP1477290A1 (de) * | 2003-05-13 | 2004-11-17 | University of Warwick | Gasinjektor für das Spritzgiessen mittels Gasinjektionstechnik |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989005720A1 (fr) * | 1987-12-15 | 1989-06-29 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Procede de fabrication de preformes en plastique avec un revetement decoratif de surface en relief |
-
1989
- 1989-08-04 DE DE19893925909 patent/DE3925909A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1989005720A1 (fr) * | 1987-12-15 | 1989-06-29 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Procede de fabrication de preformes en plastique avec un revetement decoratif de surface en relief |
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| US6666999B1 (en) | 1999-11-10 | 2003-12-23 | Aga Aktiebolag | Gas assisted moulding |
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| US7416398B2 (en) | 2003-05-13 | 2008-08-26 | University Of Warwick | Needle assembly for gas-assisted injection moulding |
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