DE3925967A1 - Elektrischer glockenlaeuteantrieb - Google Patents
Elektrischer glockenlaeuteantriebInfo
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K1/00—Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
- G10K1/28—Bells for towers or the like
- G10K1/30—Details or accessories
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- G10K1/344—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle
- G10K1/345—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle electrically operated
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Erzeugen von
Pendelbewegungen von Glocken, die durch Hin- und Her
schwingen geläutet werden.
Die bisher bekannte elektrische Läutevorrichtung besteht
aus dem Läuterad, der Kette und dem Rotationsmotor. Wei
terer Bestandteil ist die elektrische oder elektronische
Steuerung des Motors. Dieser elektromechanische Antrieb
ist nicht frei von Verschleiß und erfordert einen ent
sprechenden Instandhaltungsaufwand, da die Kraftübertra
gung über mechanische Bauelemente formschlüssig erfolgt.
Für die beschriebene Vorrichtung liegt eine geschützte
erfinderische Lösung vor:
DE-PS 35 05 062 - "Glockenläutemaschine mit reversier barem Antriebsmotor" sowie DE-PS 33 10 567 - "Verfahren zum Steuern des Antriebsmotors einer Glockenläutemaschine sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens" ein schließlich Ergänzung hierzu in DE-PS 33 10 567 C2 "Ver fahren zum Steuern eines Drehstrommotors".
DE-PS 35 05 062 - "Glockenläutemaschine mit reversier barem Antriebsmotor" sowie DE-PS 33 10 567 - "Verfahren zum Steuern des Antriebsmotors einer Glockenläutemaschine sowie Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens" ein schließlich Ergänzung hierzu in DE-PS 33 10 567 C2 "Ver fahren zum Steuern eines Drehstrommotors".
Als Inhaber der Patente werden die Herforder Elektrizitäts
werke ausgewiesen, die auch gleichzeitig Hersteller der
Vorrichtung sind.
Darüber hinaus wurde im Länderfonds der DDR die PS 22 302
vom 23. 2. 59 - "Elektrische Glockenläutevorrichtung mit
Motorantrieb" aufgefunden.
Ziel der Erfindung ist die Verringerung der Anzahl der
eingesetzten mechanischen Bauelemente, damit gleichzeitig
Verringerung des Verschleißes und des Wartungsaufwandes
und insgesamt Erhöhung der Nutzungsdauer durch Schaffung
einer neuartigen Anordnung zum Läuten von Glocken unter
gleichzeitiger Verwendung des bekannten Antriebselementes
Linearmotor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine maximal
verschleißfreie, wartungsarme und mit hoher Zuverlässigkeit
arbeitende Vorrichtung zum Läuten von Glocken zu entwickeln.
Erfindungsgemäß geschieht dies durch einen mit einer elek
tronischen Steuervorrichtung zusammenwirkenden Linearmo
tor, dessen Schubkräfte über einen Luftspalt auf eine mit
dem Glockenjoch verbundene Reaktionsschiene wirken.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbei
spiel erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 Läuteantrieb mit Planlinearmotor und sektor
förmiger Reaktionsschiene,
Fig. 2 Läuteantrieb mit bogenförmigem Linearmotor und
bogenförmiger Reaktionsschiene,
Fig. 3 Läuteantrieb mit Planlinearmotor und bogen
förmiger Reaktionsschiene.
Die von einem als Primärteil fungierenden Linearmotor 1
abgegebenen Schubkräfte werden von einer Reaktionsschiene
2 (als Sektorscheibe ausgebildeten Sekundärteil), die fest
mit dem Glockenjoch verbunden ist und durch einen Luft
spalt getrennt dem Linearmotor 1 gegenüber steht, aufge
nommen, und solange zur Wirkung gebracht, bis die Glocke
3 in der Auslenkung im Punkt A zum ersten Stillstand kommt
(Fig. 1). Danach wird der Linearmotor 1 umgesteuert;
es wird eine entgegengesetzt wirkende Schubkraft erzeugt,
die zum Ausschwingen bis zum Punkt B zum zweiten Still
stand führt usw. Dieser richtungswechselnde Antriebsvor
gang zur Überwindung des durch die Massenträgheit verur
sachten Beharrungsvermögens der Glocke 3 in der Start
phase des Läutevorganges wird solange betrieben, bis die
Glocke 3 ihre volle Intonation erreicht hat. Für die Auf
rechterhaltung des Läutevorganges sind dann im Gegensatz
zur Startphase nur kleine Energiezusteuerungen erforder
lich, um die Summe der Reibungsverluste - vornehmlich ver
ursacht durch die Lager der Glocke 3 - auszugleichen.
Durch entsprechende Gegensteuerung des Linearmotors 1
kann ein Abbremsen des Läutevorganges erreicht werden,
falls das freie Ausschwingen nicht erwünscht ist.
Zur Erzeugung der Pendelbewegungen der Glocke 3 kommt im
Zusammenwirken mit dem Linearmotor 1 eine elektronische
Steuervorrichtung zum Einsatz. Diese Steuervorrichtung be
steht aus einem Leistungsschalter (Triac), einem Rich
tungswechsler, einem Bewegungs- und Stillstandsdetektor
sowie Auswerteelektronik. Dieser Teil der Erfindung sieht
vor, daß die von der angetriebenen Reaktionsschiene 2 ab
gegebenen Impulse eines Rasters einem Integrator zuge
führt werden, der feststellt, welche Geschwindigkeit und
Lage die schwingende Glocke 3 besitzt. Die Rasterimpulse
werden optoelektronisch von einer zahn- oder kammähn
lichen Einrichtung auf der Reaktionsschiene 2 gewonnen
und dem Steuerblock zugeführt.
In Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten im Glocken
stuhl können in Abwandlung der unter Fig. 1 dargestellten
Anordnung die Konstruktionselemente Linearmotor 1, Re
aktionsschiene 2 und Glocke 3, wie unter Fig. 2 bzw. 3
dargestellt, angeordnet werden, wobei Linearmotor 1 und
Reaktionsschiene 2 dann gegebenenfalls in anderen geo
metrischen Formen zur Anwendung kommen. In Abhängigkeit
von den räumlichen Gegebenheiten im Glockenstuhl und/oder
der Masse der Glocke sind entsprechend des Leistungsver
mögens des Linearmotors mehrere Linearmotoren (Linear
motorblöcke) zu einem erfindungsgemäßen Antrieb zusammen
zufügen, wobei sekundärseitig dann eine oder mehrere
Reaktionsschienen angebracht sind.
Claims (9)
1. Elektrischer Glockenläuteantrieb zum Läuten von hin-
und herschwingenden Glocken, dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem Glockenjoch eine Reaktionsschiene starr
verbunden ist, der Reaktionsschiene ein Linearmotor
zugeordnet und der Linearmotor mit einer Motorsteue
rung leitend verbunden ist.
2. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß einem ersten Planlinearmotor
ein zweiter gegenüber angeordnet ist (Doppelstatoraus
führung), wobei sich die sektorförmige Reaktionsschiene
zwischen den Planlinearmotoren bewegt.
3. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der sektorförmigen Reaktions
schiene auf einer Seite mehrere Planlinearmotoren zu
geordnet sind.
4. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die sektorförmige Reaktions
schiene zwischen zwei Reihen mehrerer Planlinearmotoren
angeordnet ist.
5. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß zwei oder mehreren in einer
Fluchtlinie angeordneten sektorförmigen Reaktions
schienen zwei oder mehrere Planlinearmotoren auf einer
oder beiden Seiten zugeordnet sind.
6. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß Linearmotor und Reaktions
schiene bogenförmig ausgebildet sind.
7. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der Linearmotor als Plan
linearmotor und die Reaktionsschiene bogenförmig aus
gebildet sind.
8. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß zwei oder mehreren in einer
Fluchtlinie angeordneten bogenförmigen Reaktionsschienen
zwei oder mehrere Planlinearmotoren am äußeren oder/und
inneren Kreisbogen der Reaktionsschiene angeordnet sind.
9. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß Geschwindigkeit und Wende
punkte optoelektronisch von der Reaktionsschiene abgenom
men werden und dem Steuerblock zur Auswertung zugeführt
werden, der seinerseits die erforderlichen Leistungs
signale an den Linearmotor übermittelt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31880688A DD274701B1 (de) | 1988-08-09 | 1988-08-09 | Elektrischer glockenlaeuteantrieb |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3925967A1 true DE3925967A1 (de) | 1990-02-15 |
| DE3925967C2 DE3925967C2 (de) | 1993-06-17 |
Family
ID=5601642
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893925967 Granted DE3925967A1 (de) | 1988-08-09 | 1989-08-05 | Elektrischer glockenlaeuteantrieb |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DD (1) | DD274701B1 (de) |
| DE (1) | DE3925967A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018007222A1 (de) * | 2018-09-13 | 2020-03-19 | Peter Lorenz | Läuteantrieb für eine Glocke und Verfahren zum Läuten einer Glocke |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT35885B (de) * | 1908-03-27 | 1909-01-25 | Johan Victor Wengelin | Elektromagnetische Getriebevorrichtung für Kirchenglocken, Pendel oder andere schwingende Teile. |
| DE3310567C2 (de) * | 1983-03-23 | 1985-12-12 | Paul 8263 Burghausen Salomon | Verfahren zum Steuern des Antriebsmotors einer Glockenläutmaschine sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
-
1988
- 1988-08-09 DD DD31880688A patent/DD274701B1/de not_active IP Right Cessation
-
1989
- 1989-08-05 DE DE19893925967 patent/DE3925967A1/de active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT35885B (de) * | 1908-03-27 | 1909-01-25 | Johan Victor Wengelin | Elektromagnetische Getriebevorrichtung für Kirchenglocken, Pendel oder andere schwingende Teile. |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD274701B1 (de) | 1991-02-21 |
| DD274701A1 (de) | 1989-12-27 |
| DE3925967C2 (de) | 1993-06-17 |
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