DE3925889A1 - Verfahren zur berechnung der drehgeschwindigkeit eines rotierenden koerpers - Google Patents
Verfahren zur berechnung der drehgeschwindigkeit eines rotierenden koerpersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zur Berechnung der Dreh
geschwindigkeit eines rotierenden Körpers und insbesondere
ein System zur Berechnung der Drehgeschwindigkeit eines ro
tierenden Körpers, das dazu verwendet werden kann, die Rad
geschwindigkeit eines Motorfahrzeuges bei einer Antiblockier-
Steuerung zu berechnen, um zu verhindern, daß die Räder
des Motorfahrzeuges blockieren, wenn die Bremse betätigt
wird, oder bei einer Traktionssteuerung, um zu verhindern,
daß die Antriebsräder des Motorfahrzeuges durchrutschen,
wenn das Motorfahrzeug gestartet oder beschleunigt wird.
Bei einer Antiblockier-Steuerung, die dazu dient, ein Blockie
ren der Räder eines Motorfahrzeuges bei Betätigung der Bremse
zu verhindern, bei einer Traktionssteuerung, die dazu dient,
ein Durchrutschen der Antriebsräder des Motorfahrzeuges beim
Anfahren oder Beschleunigen des Fahrzeuges zu verhindern,
oder bei einer Fahrtsteuerung, die es ermöglicht, ein Motor
fahrzeug mit einer konstanten Geschwindigkeit fahren zu las
sen, bildet die Berechnung der Radgeschwindigkeit einen der
wichtigsten Faktoren. Wie aus dem Stand der Technik bekannt
ist, wird die Genauigkeit der genannten Steuerungen in star
kem Maße von der Genauigkeit, mit der die Radgeschwindigkeit
berechnet werden kann, und von der Zeit beeinflußt, die für
eine solche Berechnung erforderlich ist. Insbesondere bei
einer Antiblockier- oder einer Traktions-Steuerung ist es
erforderlich, daß die sich in jedem Augenblick ändernde
Radgeschwindigkeit genau detektiert wird; somit sollten
hochgenaue Sensoren verwendet werden, um eine solche ge
naue Detektion der Radgeschwindigkeit zu erzielen.
Ein solcher Sensor kann einen mit Zähnen versehenen Rotor
umfassen, der auch als Zackenrad bezeichnet wird und sich
mit dem Rad dreht, sowie eine Aufnahmewicklung bzw. Auf
nahmespule, die auf einen Permanentmagneten aufgewickelt
ist, der in der Nähe des Rotors angeordnet ist. Wenn sich
das Zackenrad dreht, variiert der Abstand zwischen dem
Zackenrad und dem Permanentmagneten in Abhängigkeit von
der Position der Zähne des Zackenrades und als Ergebnis
hiervon erzeugt die Aufnahmespule eine Wechselspannung,
die eine Frequenz besitzt, die proportional zur Drehge
schwindigkeit des Zackenrades ist. Um die Radgeschwindig
keit aus dieser Wechselspannung zu berechnen, wird die sinus
förmige Wellenform dieser Wechselspannung in eine Rechtecks-
Wellenform umgeformt, so daß ein Impulszug-Signal erhalten
wird, wie es in Fig. 1 wiedergegeben ist. Bezugszeitspannen T
mit vorgegebener Länge für eine Geschwindigkeitsberechnung
werden der Reihe nach erzeugt bzw. vorgegeben und es wird
der Zeitabstand zwischen der ersten Anstiegsflanke bis zur
nächsten Anstiegsflanke des Impulszugsignales für jede Ge
schwindigkeitsberechnung gemessen, d.h. der Zeitraum t ei
nes Zyklusses (was im folgenden als Einzelflanken-Detektion
bezeichnet wird). Die Radgeschwindigkeit Vw wird aus dem
Zeitraum t unter Verwendung der folgenden Gleichung be
rechnet:
Vw=1/(t×k)
wobei k eine Konstante ist.
Um zu vermeiden, daß es unmöglich wird, die Geschwindigkeit
zu detektieren, was leicht dann verursacht werden kann, wenn
die Frequenz der von der Aufnahmewickelung abgeleiteten si
nusförmigen Wellenform zu hoch wird, wenn sich die Räder
mit hoher Geschwindigkeit drehen, ist es üblich, für das
Zackenrad eine vergleichsweise kleine Anzahl von Zähnen
vorzusehen. Dann besteht, wie man der Fig. 2 entnimmt, dann,
wenn die oben beschriebene Einflanken-Detektion durchge
führt wird, während sich die Räder mit kleiner Geschwindig
keit drehen, die Tendenz, daß sich der Meßzeitraum t so
weit ausdehnt, daß er den Bereich einer Geschwindigkeits
berechnungs-Referenzzeitspanne T übersteigt; wenn dies ein
tritt, wird eine Geschwindigkeitsberechnung bezüglich der
betreffenden Geschwindigkeitsberechnungs-Referenzzeitspanne
T unmöglich, was eine ungenaue Geschwindigkeitsberechnung
zur Folge hat und eine Verschlechterung der Steuer- bzw.
Regeleigenschaften eines Antiblockier-Systems usw. bewirkt.
Wird beispielsweise die Anzahl der Zähne eines Zackenrades
so gewählt, daß die Aufnahmespule eine Wechselspannung mit
15 Hz pro 1 km/h erzeugt und wird die Länge der Geschwin
digkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T gleich 8 ms gesetzt,
dann übersteigt die Meßzeit t den Bereich der Geschwindig
keitsberechnungs-Referenzzeitspanne T, wenn die Frequenz
des von der Aufnahmewickelung abgeleiteten Wechselspannungs
signals 250 Hz oder weniger beträgt, was einer Radgeschwin
digkeit von 16,6 km/h entspricht.
Demgegenüber ist es ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren
zur Berechnung der Drehgeschwindigkeit eines rotierenden
Körpers zu schaffen, das für einen großen Geschwindigkeits
bereich eine genaue Geschwindigkeitsberechnung unter Ver
wendung eines Zackenrades gestattet, das eine vergleichs
weise kleine Anzahl von Zähnen aufweist, d.h. eine relativ
kleine Informationsmenge liefert.
Das Verfahren gemäß der Erfindung umfaßt die Schritte des
Vorgebens von Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspannen
bezüglich eines Impulszugsignals, das vom Ausgang eines
Rotationsgeschwindigkeits-Sensors erhalten wird, des Messens
der Zeitlänge zwischen der letzten Impulsflanke in der vor
ausgehenden Geschwindigkeitsberechnungs-Referenzzeitspanne
und der letzten Impulsflanke in der momentanen Geschwindig
keitsberechnungs-Referenzzeitspanne, und des Berechnens der
Drehgeschwindigkeit des rotierenden Körpers auf der Basis
des Ergebnisses der Zeitabstandsmessung.
Gemäß der Erfindung entspricht der Zeitpunkt, in dem die
vorausgehende Geschwindigkeitsberechnung beendet wird, dem
Zeitpunkt, in dem die momentane Geschwindigkeitsberechnung
beginnt, wodurch es möglich wird, eine kontinuierliche Ge
schwindigkeitsberechnung zu erzielen. Auf diese Weise kann
bei der Geschwindigkeitsmessung für niedere Geschwindig
keitsbereiche die Genauigkeit erhöht werden, was zu ver
besserten Regel- bzw. Steuerungseigenschaften eines Anti
blockier- oder Traktions-Steuerungssystems für den niederen
Geschwindigkeitsbereich führt.
Es sei darauf hingewiesen, daß dann, wenn ein Zackenrad ver
wendet wird, dessen Zähnezahl wie im oben beschriebenen Fall
eine Frequenz von 15 Hz/km/h liefert, und die Länge der Ge
schwindigkeitsberechnungs-Referenzzeitspanne auf 8 ms ge
setzt wird, die untere Grenze des berechenbaren Frequenzbe
reiches vom herkömmlichen Wert von 250 Hz (was einer Rad
geschwindigkeit von 16,6 km/h entspricht) auf 62,5 Hz (was
einer Radgeschwindigkeit von 4,16 km/h entspricht) herab
gesetzt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungs
beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben;
in dieser zeigen:
Fig. 1 und 2 Zeitdiagramme zur Erläuterung des herkömm
lichen Verfahrens zur Berechnung der Dreh
geschwindigkeit eines rotierenden Körpers,
Fig. 3 ein Blockdiagramm der Vorrichtung zum De
tektieren der Drehgeschwindigkeit eines
rotierenden Körpers gemäß einer Ausführungs
form der Erfindung,
Fig. 4 ein grundlegendes Zeitdiagramm, das bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren nützlich ist,
Fig. 5a bis 5d Zeitdiagramme im erfindungsgemäßen Ver
fahren für verschiedene Geschwindigkeitsbe
reiche,
Fig. 6 und 7 Flußdiagramme zur Erläuterung des er
findungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 3 ist ein Geschwindigkeitssensor 1 dargestellt, der
ein Zackenrad umfaßt, das auf dem Achsnabenrotor eines Motor
fahrzeuges so montiert ist, daß es sich mit einem Rad mit
dreht, und eine auf einen Permanentmagneten 3 gewickelte
Aufnahmewicklung 4. Wenn sich das Zackenrad 2 des Geschwin
digkeitssensors 1 dreht, wird die von der Aufnahmewicklung
4 abgeleitete Wechselspannung durch eine Wellenform-Formungs
schaltung 5 in ein Impulsfolgesignal umgewandelt, das einer
Mikroprozessoreinheit (MPU) 6 zugeführt wird. Die Mikro
prozessoreinheit 6 umfaßt einen Flankendetektor 7, der von
einem Eingangserfassungsregister gebildet wird, eine Start
schaltung 8, die aus einem frei laufenden Zähler besteht,
und eine zentrale Verarbeitungseinheit 9, die einen Spei
cher 1 mit freiem Zugriff (RAM 1) und einen Speicher 2 mit
freiem Zugriff (RAM 2) umfaßt. Der Flankendetektor 7 lie
fert ein Erkennungssignal und Verriegelungs- bzw. Zwischen
speicher-Daten (latch data) an die zentrale Verarbeitungs
einheit 9.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden wie beim her
kömmlichen Verfahren der Reihe nach Geschwindigkeitsbe
rechnungs-Bezugszeitspannen T vorgegeben; der Zeitpunkt,
in dem die letzte Impulsflanke in der vorausgehenden Ge
schwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T detektiert
wird, wird als der Zeitpunkt verwendet, in dem die Ge
schwindigkeitsmessung begonnen wird, wie dies Fig. 4 zeigt;
weiterhin wird der Zeitpunkt, in dem die letzte Impulsflanke
in der momentanen Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeit
spanne detektiert wird, als der Zeitpunkt verwendet, in
dem die Geschwindigkeitsmessung beendet wird. Die grund
legende Prozedur einer Geschwindigkeitsberechnung gemäß
der Erfindung besteht darin, daß auf der Basis der Messung
des Zeitraums t vom Anfangspunkt der Zeitmessung bis zum
Endpunkt der Zeitmessung eine Geschwindigkeitsberechnung
zu den Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitpunkten "1",
"2", "3", "4" usw. durchgeführt wird, die bezüglich der je
weiligen Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspannen T vor
gegeben werden. Die Anzahl der steigenden und fallenden Im
pulsflanken, die innerhalb der oben erwähnten Meßzeiträume
t auftreten, werden gezählt. Dies wird als "Doppelflanken-
Detektion" bezeichnet. In diesem Fall wird eine Impulsflanke
im Startzeitpunkt der Messung nicht gezählt, während eine
Impulsflanke im Endzeitpunkt der Messung gezählt wird. Die
mittlere Zykluslänge wird dadurch bestimmt, daß der Quotient,
der durch Teilung des Zeitraumes t durch die Anzahl der de
tektierten Impulsflanken gebildet wird, mit 2 multipliziert
bzw. verdoppelt wird. Die Radgeschwindigkeit wird auf der
Basis der mittleren Zykluslange berechnet.
Beispielsweise wird bei einer im Zeitpunkt "3" in Fig. 4
durchgeführten Geschwindigkeitsberechnung der Zeitpunkt A,
in dem die letzte Impulsflanke während des vom Zeitpunkt "1"
bis zum Zeitpunkt "2" in der vorausgehenden Geschwindigkeits
berechnungs-Bezugszeitspanne T reichenden Zeitraums auftritt, als
Startzeitpunkt für die Zeitmessung verwendet; weiterhin wird
der Zeitpunkt B, in dem die letzte Impulsflanke während der
vom Zeitpunkt "2" bis zum Zeitpunkt "3" in der momentanen Ge
schwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T reichenden Zeit
raums auftritt, als Endzeitpunkt für die Zeitmessung verwendet.
In diesem Fall ist die Anzahl von Impulsflanken, die während
des Zeitraumes t zwischen dem Zeitpunkt A und dem Zeitpunkt B
auftreten, einschließlich der im Zeitpunkt B auftretenden
Impulsflanke gleich drei. Somit wird die mittlere Zyklus
länge dadurch bestimmt, daß man den Quotienten, der dadurch
entsteht, daß man den Meßzeitraum t durch drei teilt,
mit zwei multipliziert bzw. verdoppelt.
Aus dieser mittleren Zykluslänge wird die Radgeschwindig
keit Vw unter Verwendung der folgenden Gleichung berechnet:
Vw=1/(mittlere Zykluslänge×K 2),
wobei K 2 eine Konstante ist.
Zum nächsten Zeitpunkt "4" wird der Zeitraum t zwischen
dem Zeitpunkt B und dem Zeitpunkt C gemessen und die Rad
geschwindigkeit Vw in der gleichen Weise berechnet, wie
dies oben beschrieben wurde.
Die grundlegende Berechnungsprozedur für das erfindungs
gemäße Verfahren wurde oben beschrieben. Unter Bezugnahme
auf die Fig. 5a bis 5d werden nun Beispiele der Impulsflan
ken-Detektions-Logik für verschiedene Geschwindigkeitsbe
reiche beschrieben.
In Fig. 5 werden mit den Buchstaben OCI Geschwindigkeits
berechnungs-Bezugszeitpunkte bezeichnet, die für die festen
Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspannen T (8 ms) vor
gegeben werden.
Fig. 5a zeigt die Impulsflanken-Detektionslogik für die
Messung eines Zeitraumes t, wenn ein Motorfahrzeug anfährt
oder mit sehr geringer Geschwindigkeit fährt. Wenn das Motor
fahrzeug startet, wird der Zeitpunkt A, in dem eine Impuls
flanke während der vom Zeitpunkt "1" bis zum Zeipunkt "2"
reichenden Zeitspanne detektiert wird, als Startzeitpunkt
für die Messung verwendet, und, wenn eine Impulsflanke zum
Zeitpunkt 2 in der nächsten Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugs
zeitspanne T detektiert wird, wird der Zeitpunkt, in dem
die letzte Impulsflanke detektiert wird, als der Endzeitpunkt
für die Zeitmessung festgelegt. Die Radgeschwindigkeit wird
auf der Basis des so gemessenen Zeitraums t berechnet.
In dem Fall jedoch, in dem zum Zeitpunkt 2 keine nächste
Impulsflanke detektiert wird, wird der Zeitpunkt B, in dem
die nächste Impulsflanke detektiert wird, als der Endzeit
punkt für die Messung bestimmt. In der Zwischenzeit wird
die Anzahl der Zeitspannen T, während derer keine Impuls
flanke detektiert wird, gezählt; wenn diese Zahl größer
gleich einem vorbestimmten Wert K 1 (beispielsweise K 1=4)
wird, wird die Radgeschwindigkeit als Vw=0 km/h betrach
tet und es wird wieder eine zyklische Messung von dem Zeit
punkt an gestartet, in dem als nächstes eine Impulsflanke
auftritt.
Fig. 5b zeigt die Impulsflankendetektionslogik für den
Fall, daß das Motorfahrzeug mit einer kleinen Geschwindig
keit fährt. Wenn das Motorfahrzeug mit einer kleinen Ge
schwindigkeit fährt, nähert sich die Breite eines einzelnen
Impulses der Zeitspanne T, wird gleich einem Meßzeitraum t
und bildet den Gegenstand der Berechnung bei jedem Punkt OCI;
in diesem Fall werden die Anfangs- und Endzeitpunkte für die
Messung auf der Basis der unter Bezugnahme auf Fig. 4 be
schriebenen Prinzipien bestimmt. Die Anzahl der Impulsflanken
(einschließlich der Impulsflanke, die den Endzeitpunkt der
Messung definiert), die während der Meßzeit detektiert wer
den, wird gezählt; weiterhin wird der Zeitraum t durch die
Anzahl der detektierten Impulsflanken geteilt und dann mit
zwei multipliziert, so daß eine mittlere Zykluslänge berechnet
wird, wobei das Ergebnis dieser Berechnung zur Berechnung
der Radgeschwindigkeit verwendet wird. Wie Fig. 5b zeigt,
werden während eines jeden der Zeiträume, die von A bis B,
von B bis C und von C bis D reichen, zwei Impulsflanken de
tektiert, und somit stellt der Zeitraum t die Länge eines
Zyklusses dar.
Fig. 5c zeigt die Impulsflankendetektionslogik für den Fall,
daß sich die Anzahl der Impulsflanken erhöht, weil sich die
Radgeschwindigkeit Vw steigert. Wenn die steigenden und
fallenden Impulsflanken eines Impulszuges detektiert werden,
d. h. im Fall einer Halbzyklus-Detektion, wächst die Anzahl
von Impulsflanken, die während eines Meßzeitraumes t auf
treten, mit zunehmender Radgeschwindigkeit Vw so, daß der
Impulsflanken-Zählvorgang eine lange Zeit in Anspruch nimmt,
wodurch nicht ausreichend Zeit bleibt, um andere Arten der
Steuerungsverarbeitung durchzuführen. Um mit einer solchen
Situation fertig zu werden, wird dann, wenn das Fahrzeug mit
hoher Geschwindigkeit fährt, der Impulsflanken-Detektions
modus von einer Doppelflanken-Detektion (Halbzyklus-Detektion)
auf eine Einzelflanken-Detektion (Vollzyklus-Detektion) um
geschaltet. Die Bedingung für ein solches Umschalten ist,
daß die Zahl der während eines Meßzeitraumes detektierten
Doppelimpulsflanken gleich oder größer als eine vorbestimmte
Zahl (in Fig. 5c beispielsweise größer gleich 9) wird. Durch
ein solches Umschalten kann die Anzahl der zu detektierenden
Impulsflanken um die Hälfte verringert werden, wodurch die
Verarbeitungszeit vermindert wird.
Fig. 5d zeigt die Impulsflankendetektionslogik für den Fall,
daß die Anzahl der detektierten Impulsflanken abnimmt, weil
sich die Radgeschwindigkeit Vw von einer hohen Geschwindig
keit ausgehend vermindert, während die Vollzyklus-
Detektion durchgeführt wird. In diesem Fall wird der Impuls
flanken-Detektionsmodus von der Einzelflanken-Detektion
(Vollzyklus-Detektion) auf Doppelflanken-Detektion (Halb
zyklus-Detektion) umgeschaltet, wenn die mit Hilfe der Ein
zelflanken-Detektion detektierte Zahl von Impulsflanken klei
ner wird als eine vorbestimmte Anzahl (in Fig. 5 kleiner als 2).
Die Fig. 6 und 7 sind die Flußdiagramme für die durch die
zentrale Verarbeitungseinheit 9 aus Fig. 1 durchgeführte
Berechnung.
Beim Schritt S 1 der Fig. 6 wird die Geschwindigkeitsberech
nungs-Bezugszeit T vorgegeben; die Halbzyklus-Detektion
wird als Impulsflanken-Detektionsmodus ausgewählt und es
wird die ansteigende Impulsflanke als Triggerimpuls selek
tiert. Beim Schritt S 2 wird beurteilt, ob die Zeit T ver
strichen ist oder nicht; wenn das Ergebnis der Beurteilung
"NEIN" ist, wird eine Impulsflanke beim Schritt S 3 detek
tiert. Es sei angenommen, daß eine Impulsflanke detektiert
wird, wie dies zum Zeitpunkt A in Fig. 5a wiedergegeben
ist. Beim nächsten Schritt S 4 wird beurteilt, ob die beim
Schritt S 3 detektierte Impulsflanke die erste Impulsflanke
ist oder nicht. Wenn das Ergebnis der Beurteilung beim
Schritt S 4 "JA" ist, dann geht der Ablauf weiter zum Schritt
S 5, bei dem der Zeitpunkt A in den Speicher mit freiem
Zugriff RAM 1 als Zyklusmessungs-Anfangszeitpunkt einge
schrieben wird; weiterhin wird der Zähler zurückgesetzt
und es wird die Kennzeichnung (flag) F 1 für die Erkennung
der ersten Impulsflanke gesetzt. Beim Schritt S 6 wird be
urteilt, ob eine Halbzyklus-Detektion durchgeführt werden
soll oder nicht, und wenn das Ergebnis dieser Beurteilung
"JA" ist, wird beim Schritt S 7 eine Triggerflanken-Umschal
tung bewirkt und der Ablauf kehrt zurück zum Schritt S 2.
Wenn beim Schritt S 2 festgestellt wird, daß die Zeit T ver
strichen ist, geht der Ablauf weiter zum Schritt S 8, bei
dem beurteilt wird, ob der Zähler zurückgesetzt worden ist
oder nicht. In diesem Fall ist das Ergebnis der Beurteilung
beim Schritt S 8 "JA", da der Zähler beim Schritt S 5 zurück
gesetzt worden ist, und daher geht der Ablauf weiter zum
Schritt S 9. Da gemäß Fig. 5a während des Zeitraumes vom Zeit
punkt "1" bis zum Zeitpunkt "2" nicht zwei oder mehr Impuls
flanken detektiert worden sind, wird der Zählwert des Ober-
Zählers um 1 erhöht. Beim Schritt S 10 der Fig. 7 wird beur
teilt, ob der Zählwert des Ober-Zählers größer ist als die
spezifizierte Konstante K 1 (beispielsweise K 1=4) oder nicht.
In diesem Fall ist der Zählwert 1 und der Ablauf geht über
den Schritt S 11 weiter zum Schritt S 12, in dem die Zeitspanne
T von der Zeit "2" bis zur Zeit "3" wieder vorgegeben wird,
wie dies in Fig. 5a dargestellt ist; dann kehrt der Ablauf
zurück zum Schritt S 2 von Fig. 6. In diesem Fall läuft,
weil während der Zeitspanne von der Zeit "2" bis zur Zeit
"3" keine Impulsflanke detektiert wird, der Ablauf vom
Schritt S 2 zum Schritt S 3 und wieder zurück zum Schritt S 2
und geht dann weiter zum Schritt S 9, bei dem der Zählwert
des Ober-Zählers auf 2 gesetzt wird. Der Ablauf geht dann
weiter zu den Schritten S 10, S 11 und S 12 in der genannten
Reihenfolge, so daß die Zeitspanne T von der Zeit "3" bis
zur Zeit "4" vorgegeben wird. In entsprechender Weise wird
die Zeitspanne T von der Zeit "4" bis zur Zeit "5" vorge
geben. Wenn durch die Wiederholung der oben beschriebenen
Schritte der Zählwert des Ober-Zählers größer wird als die
spezifizierte Konstante K 1 (beispielsweise K 1=4), wird
im Schritt S 13 die Radgeschwindigkeit als Vw=0 km/h be
trachtet, so daß der Ober-Zähler und das Kennzeichen F 1
zurückgesetzt werden; dann kehrt der Ablauf zurück zum
Schritt S 2.
Im Fall der Fig. 5a ist jedoch K 1=3 und es wird eine Im
pulsflanke zum Zeitpunkt B in der Zeitspanne zwischen der
Zeit "4" und der Zeit "5" detektiert, so daß das Ergebnis
der Beurteilung beim Schritt S 3 "JA" und das Ergebnis der
Beurteilung beim Schritt S 4 "NEIN" ist; daher geht der
Ablauf weiter zum Schritt S 14, bei dem die dem Zeitpunkt B
entsprechende Zeit in den Speicher mit freiem Zugriff RAM 2
eingeschrieben wird, in den auch der Zyklusmessungs-Endzeit
punkt eingeschrieben wird, und der Zählwert des Impulsflanken
zählers wird um 1 erhöht. Der Ablauf durchläuft dann die
Schritte S 6 und S 7 und kehrt zum Schritt S 2 zurück. Wenn
die Zeit "5" aus Fig. 5a erreicht wird, geht der Ablauf wei
ter zum Schritt S 8. Das Ergebnis der Beurteilung beim Schritt
S 8 ist NEIN"; der Ablauf geht weiter zum Schritt S 15, bei
dem der in den Speicher RAM 1 eingeschriebene Zeitwert von
dem in den Speicher RAM 2 eingeschriebenen Zeitwert subtra
hiert wird; hierdurch wird der Zeitraum t zwischen der Zeit
A und dem Zeitpunkt B bestimmt. Der Ablauf geht dann weiter
zum Schritt S 16 von Fig. 7, in dem beurteilt wird, ob eine
Halbzyklus-Detektion durchgeführt werden soll oder nicht.
Da das Ergebnis der Beurteilung beim Schritt S 16 "JA" ist,
geht der Ablauf weiter zum Schritt S 17, bei dem eine mitt
lere Zykluslänge dadurch bestimnt wird, daß der Zeitraum t
durch den Zählerwert geteilt und der Quotient verdoppelt
wird; dann geht der Ablauf weiter zum Schritt S 18. Im Fall
der Fig. 5a ist der Zählerwert 1, und daher muß keine Di
vision durchgeführt werden.
Beim Schritt S 18 wird die Radgeschwindigkeit Vw auf der
Basis der beim Schritt S 17 bestimmten mittleren Zyklus
länge gemäß der Gleichung Vw=1/(mittlere Zykluslänge×K 2)
berechnet. Beim nächsten Schritt S 19 wird der Wert aus dem
Speicher mit freiem Zugriff RAM 2 in den Speicher mit freiem
Zugriff RAM 1 ubertragen, so daß der auf diese Weise über
tragene Wert als der nächste Startzeitpunkt für eine Zyklus
messung verwendet wird. Beim Schritt S 20 wird wieder beur
teilt, ob eine Halbzyklus-Detektion durchgeführt werden soll
oder nicht. Beim Schritt S 21 wird beurteilt, ob der Zähler
wert größer ist als ein vorgegebener Wert K 3 (beispielsweise
K 3=9). Da das Ergebnis der Beurteilung beim Schritt
S 21 "NEIN" ist, geht der Ablauf weiter zum Schritt S 11,
bei dem der Zähler zurückgesetzt wird; weiterhin wird
beim Schritt S 12 wieder die Zeitspanne T von der Zeit
"5" zur Zeit "6" vorgegeben und der Ablauf kehrt zurück
zum Schritt S 2.
Für eine Messung bezüglich des Zeitraumes vom Punkt A bis
zum Punkt B in Fig. 5b ist der Zählerwert, der zu einem
Zeitpunkt auftritt, wenn die den Zeitpunkt B enthaltende
Geschwindigkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T abläuft,
gleich 2 und somit wird die mittlere Zykluslänge gleich
dem Wert des Zeitraumes t (t/2×2) . Im Fall der Fig. 4
ist dann, wenn die Zeit "3" erreicht wird, der Zeitpunkt B,
in dem die letzte Impulsflanke zwischen der Zeit "2" und
der Zeit "3" detektiert wird, in den Speicher mit freiem
Zugriff RAM 2 eingeschrieben worden und der Zählerstand
hat den Wert 3 erreicht. Somit wird beim Schritt S 17 die
mittlere Zykluslänge als t/3×2 berechnet.
Im Fall der Fig. 5c ist der Zählerwert größer als der
vorgegebene Wert K 3 (in diesem Fall K 3=9) und das
Ergebnis der Beurteilung beim Schritt S 21 ist "JA"; so
mit geht der Ablauf weiter zum Schritt S 16, bei dem der
Impulsflanken-Detektionsmodus von einer Halbzyklus-Detek
tion auf eine Vollzyklus-Detektion umgeschaltet wird. Als
Folge hiervon ist das Ergebnis der Beurteilung beim Schritt
S 16 "NEIN" und der Ablauf geht weiter zum Schritt S 23, bei
dem die Berechnung so durchgeführt wird, daß der Zeitraum t
durch den Zählerstand geteilt wird, so daß die mittlere
Zykluslänge bestimmt wird.
Im Fall der Fig. 5d ist das Ergebnis der Beurteilung beim
Schritt S 20 "NEIN", und der Zählerstand ist kleiner als der
vorbestimmte Wert K 3 (in diesem Fall K 3=2). Somit geht
der Ablauf über den Schritt S 24 weiter zum Schritt S 25
und die Vollzyklus-Detektion wird auf eine Halbzyklus-
Detektion umgeschaltet.
Claims (8)
1. Verfahren zur Berechnung der Drehgeschwindigkeit eines
rotierenden Körpers, dadurch gekennzeich
net, daß es folgende Schritte umfaßt:
(a) Wiederholtes Vorgeben von festen Geschwindigkeits berechnungs-Bezugszeitspannen T bezüglich eines Impulszug-Signals, das von einem an dem sich drehenden Körper vorgesehenen Drehgeschwindigkeits- Sensor abgeleitet wird,
(b) Messen des Zeitraums von der letzten Impulsflanke des Impulszugsignals in der vorausgehenden Geschwin digkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T bis zur letzten Impulsflanke in der momentanen Geschwindig keitsberechnungs-Bezugszeitspanne T, und
(c) Berechnen der Drehgeschwindigkeit des rotierenden Körpers auf der Basis des Ergebnisses der oben er wähnten Messung.
(a) Wiederholtes Vorgeben von festen Geschwindigkeits berechnungs-Bezugszeitspannen T bezüglich eines Impulszug-Signals, das von einem an dem sich drehenden Körper vorgesehenen Drehgeschwindigkeits- Sensor abgeleitet wird,
(b) Messen des Zeitraums von der letzten Impulsflanke des Impulszugsignals in der vorausgehenden Geschwin digkeitsberechnungs-Bezugszeitspanne T bis zur letzten Impulsflanke in der momentanen Geschwindig keitsberechnungs-Bezugszeitspanne T, und
(c) Berechnen der Drehgeschwindigkeit des rotierenden Körpers auf der Basis des Ergebnisses der oben er wähnten Messung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der rotierende Körper das Rad
eines Motorfahrzeuges ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Anzahl der Geschwindigkeits
berechnungs-Bezugszeitspannen, während derer keine Im
pulsflanke auftritt, gezählt wird und daß dann, wenn
diese Anzahl größer als ein vorbestimmter Wert ist, die
Geschwindigkeit des Rades als Null angesehen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß weiterhin der Schritt vorge
sehen ist, die Anzahl der Impulsflanken zu zählen
die während des Zeitraumes t vor dem Schritt der Be
rechnung der Drehgeschwindigkeit auftreten.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß dann, wenn die gezählte Zahl
von Impulsflanken in dem Zeitraum t eine vorgegebene
Zahl übersteigt, der Impulsflanken-Detektionsmodus
von einer Doppelflanken-Detektion auf eine Einfach
flanken-Detektion umgeschaltet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vorgegebene Anzahl von
Impulsflanken gleich Neun ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß dann, wenn die Einzelflanken-
Detektion durchgeführt wird und die Anzahl von Ein
seiten-Impulsflanken im Zeitraum t kleiner als eine
vorgegebene Anzahl wird, von der Einzelflanken-Detektion
auf die Doppelflanken-Detektion umgeschaltet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vorgegebene Zahl von Im
pulsflanken gleich Zwei ist.
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| JP63194397A JPH0244258A (ja) | 1988-08-05 | 1988-08-05 | 回転体の回転速度演算装置 |
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ID=16323916
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