DE3924779A1 - Verfahren und vorrichtung zum betrieb einer spinnereilinie - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum betrieb einer spinnereilinieInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb
einer Spinnereilinie, die wenigstens aus verschiedenen
Bereichen, beispielsweise aus den Bereichen Putzerei,
Vorwerk und Spinnerei besteht, wobei jeder Bereich aus
mehreren in Reihe und/oder parallel arbeitenden, eine
Maschinenebene bildenden Textilmaschinen zusammengesetzt ist
und die einzelnen in Reihe geschalteten Textilmaschinen
unterschiedliche Fasergebilde produzieren, wobei in die
Putzerei eingehender Faserrohstoff am Ausgang der Spinnerei
als gesponnenes Garn erhalten wird.
Solche Spinnereilinien sind bei der Herstellung von Garn
üblich. Die Verkettung von einer Serie von unterschiedlichen
Textilmaschinen, wobei jede Maschine das Produkt der vorge
schalteten Maschine weiterverarbeitet, führt zu einer weit
gehenden gegenseitigen Abhängigkeit der Maschinen, und zwar
nicht nur, was die Produktionsgeschwindigkeit anbelangt,
sondern auch im Hinblick auf die Eigenschaften des jeweils
produzierten Produktes.
Es sind in der Patentliteratur einzelne Vorschläge anzu
treffen, wie man am Ausgang verschiedener Maschinen ein
bestimmtes Qualitätsmerkmal erfaßt, und der Betrieb der
Maschine so steuert, daß das überwachte Qualitätsmerkmal in
einem bestimmten Sollbereich liegt. Problematisch bei diesen
bisherigen Vorschlägen ist, daß sie im Regelfall nur
vereinzelte Maschinen oder Maschinenkombinationen betreffen,
und die Beeinflussung von anderen mit diesen Maschinen
verketteten Maschinen, sowie die Gesamtauswirkung auf die
Produktion außer Acht gelassen wurde.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der
eingangs genannten Art bzw. eine Vorrichtung zur Durchfüh
rung dieser Verfahrens so auszubilden, daß an allen kriti
schen Bereichen der Spinnereilinie einschlägige Qualitäts
merkmale gemessen werden können, wobei die Regelung der
gesamten Spinnereilinie so vorgenommen werden soll, daß
einerseits die Produktionsgeschwindigkeit der einzelnen mit
eineinander verketteten Textilmaschinen im Sinne der Reali
sierung eines vorgegebenen Produktionsplanes weitestgehend
aufrechterhalten werden kann, andererseits aber so, daß an
allen kritischen Bereichen des Verfahrens vorgebbare Quali
tätsmerkmale zumindest im wesentlichen eingehalten werden
können, so daß das Endprodukt der Spinnereilinie auch von
der Qualität her die eingangs gestellten Forderungen
weitestgehend erfüllt. Das erfindungsgemäße Verfahren soll
vorzugsweise unter Zuhilfenahme von Rechnern erfolgen, die
miteinander verbunden sind, und zwar so, daß jeder Rechner
anhand der ihm vorgelegten Daten eindeutige Entscheidungen
treffen kann bzw. dann Alarm auslösen kann, wenn wider
sprüchliche oder nicht realisierbare Vorgaben vorliegen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird verfahrensmäßig vorgesehen,
daß man bei wenigstens einigen Textilmaschinen in jedem der
genannten Bereiche wenigstens ein Qualitätsmerkmal des
jeweils produzierten Fasergebildes mißt und zur Regelung der
jeweiligen Textilmaschine oder einer vorgeschalteten
Textilmaschine des gleichen Bereiches benützt, und daß aus
zumindest einigen der in den Bereichen Vorwerk und Spinnerei
gemessenen Qualitätsmerkmale, Korrekturwerte gebildet und
zur Beeinflussung des Betriebs einer Textilmaschine eines
vorgeschalteten Bereiches benützt werden.
Mit einem derartigen Verfahren können bei jeder Textilma
schine sowohl für die Qualitätsmerkmale als auch für die
Produktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Maschine Sollwerte
bzw. Sollbereiche angegeben werden, die nicht über- bzw.
unterschritten werden dürfen. Sollte aber die vorhandene
textilmaschinenbezogene Regelung nicht ausreichen, um die
Qualitätsmerkmale wieder in die erwünschten Sollbereiche
hineinzuregeln, so kann, ohne die Produktion der
Textilmaschine zu drosseln, was im Hinblick auf die Gesamt
auswirkung auf Wirtschaftlichkeit des Herstellungsverfahrens
nicht erwünscht wäre, eine Korrektur bei einer früheren
Textilmaschine des gleichen Bereiches oder gar in einem
vorhergehenden Bereich der Spinnereilinie vorgenommen
werden. Mit anderen Worten bietet das erfindungsgemäße
Verfahren die Möglichkeit, die Produktionsgeschwindigkeit
auf einem erwünschten Maximum zu halten, aber dennoch die
Qualitätsmerkmale einzuhalten und zwar durch gezielte
Änderungen in anderen Bereichen des Herstellungsverfahrens,
natürlich nur insofern, als die vorgenommenen Änderungen
nicht zu unzulässigen Abweichungen bei anderen
Qualitätsmerkmalen bzw. bei der Produktionsgeschwindigkeit
führen. In einem solchen Fall wird Alarm ausgelöst und die
Betriebsleitung kann von sich aus über andere mögliche
Vorgaben, evtl. eine Veränderung der Produktionsgeschwindig
keit, Überlegungen anstellen.
Hierfür liefert das erfindungsgemäße Verfahren eine Menge
Daten in Form der gemessenen Qualitätswerte, die von der
Betriebsleitung anhand der bekannten Zusammenhänge, ggf.
unter Zuhilfenahme eines Rechners, berücksichtigt werden
können. Die Möglichkeit, eine Qualitätseinstellung nicht nur
an der betroffenen Textilmaschine, sondern auch an einer
vorhergehenden Maschine, ggf. in einem anderen Bereich,
bietet auch eine verbesserte Möglichkeit bei festgestellter
mangelnder Qualität zu reagieren. Wird beispielsweise am
Ausgang der Karde festgestellt, daß Stapelkürzungen
aufgetreten sind, so kann zunächst die Drehzahl des Briseurs
geändert werden, damit dieser etwas weniger aggressiv wirkt.
Stellt man dann fest, daß Stapelkürzungen dennoch auftreten,
so könnte man die Ursache der eingetretenen Stapelkürzungen
bei einer zu aggressiv eingestellten vorgeschalteten Fein
reinigungsmaschine suchen. Bereits während der Garnherstel
lung könnte man daher eine neue Einstellung der Feinreini
gungsmaschine ausprobieren, um zu sehen, ob hierdurch der
gemessene Stapel wieder in den Sollbereich hinein geändert
werden kann. Gelingt dies, ohne daß der Schmutzgehalt des
gereinigten bzw. des kardierten Produktes außerhalb der
zulässigen Bereiche wandert, was von den entsprechenden
Sensoren ermittelt wird, so kann die Neueinstellung der
Feinreinigungsmaschine beibehalten werden. Gelingt es nicht,
so müßte man sich die Frage stellen, ob nicht das Problem
des zu kurzen Stapels seine Ursache bei den Mischverhältnis
sen der einzelnen Provenienzen hat, die bekanntlich
unterschiedliche Stapel aufweisen. Möglicherweise läßt sich
der Stapel dadurch wieder in den erwünschten Bereich
bringen, daß man eine Veränderung der Mischverhältnisse
vornimmt, wobei die Auswirkung dieser Veränderung auf die
anderen gemessenen Parameter beispielsweise auf die Farbe
und den Schmutzgehalt, ohne weiteres durch die Überwachung
aller dieser Qualitätsmerkmale überprüfbar ist.
Bei diesem Beispiel handelt es sich ausschließlich um
Textilmaschinen, die in dem Putzereibereich liegen. Die
Erfindung ermöglicht aber auch bereichübergreifende
Qualitätskorrekturen. Wird beispielsweise am Ausgang der
Ringspinnmaschine festgestellt, daß die Garnfestigkeit zu
niedrig liegt, wobei diese mangelnde Festigkeit auf einen zu
kurzen Stapel zurückzuführen ist, könnte der Grund für den
zu kurzen Stapel bei der Einstellung der Kämmaschine liegen,
beispielsweise, wenn diese zu aggressiv eingestellt wäre.
Gelingt es mit einer Korrektur der Einstellung der Kämmaschi
ne nicht, die Festigkeit in den erwünschten Bereich hinein
zu erhöhen, so kann beschlossen werden, daß eine weitere
Korrektur erforderlich ist, und es kann beispielsweise entwe
der die Einstellung der Karde und/oder der Mischung der ein
zelnen Provenienzen korrigiert werden. Dies ist natürlich
nur insofern möglich, als den an den vorhergehenden Textil
maschinen gemessenen Qualitätsmerkmalen einen gewissen Spiel
raum zulassen. Ist dies nicht der Fall, so wird in der Her
stellungsreihenfolge immer weiter zurück nach Korrekturmög
lichkeiten gesucht.
Durch diese schrittweise Untersuchung, ob eine Korrektur
durch eine unmittelbar zuvor geschaltete Maschine erfolgen
kann oder ob man noch weiter zurückgreifen muß, wird
erfindungsgemäß sichergestellt, daß die erforderlichen
Veränderungen zu einer geringstmöglichen Störung des bereits
laufenden Verfahrens führt. Würde man beispielsweise bei
mangelnder Festigkeit am Ausgang der Ringspinnmaschine
sofort zu einer Änderung der Mischungskomponenten
zurückgreifen, so hätte dies zur Folge, daß eine ganze Reihe
von anderen Parametern geändert würden, wodurch das
Regelverfahren insgesamt verkompliziert, wenn nicht gar
unmöglich gemacht wäre.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere durch
Zuhilfenahme von Computern durchzuführen. Zu diesem Zweck
wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Produktionsabläufe
in den einzelnen Bereichen von den jeweiligen Bereichen
zugeordneten Prozeßrechnern bestimmt werden, die auch für
die Bildung der genannten Korrekturwerte zuständig sind,
wobei die einzelnen eine Prozeßleitebene bildenden
Prozeßrechner aneinander angeschlossen sind, und daß die
Übertragung der jeweiligen Korrekturwerte von einem Bereich
zu einem anderen über die jeweils zuständigen Prozeßrechner
erfolgt.
Das Vorsehen eines jeweiligen Prozeßrechners für jeden
Bereich der Spinnereilinie führt einerseits zu einer ratio
nellen Ausnutzung der Kapazität vom im Handel erhältlichen
Rechnern, führt aber andererseits auch zu einer gewissen
Autonomie des Bereiches, was dem insgesamt zu bewältigenden
Datenfluß zugutekommt. Durch diese Ausbildung wird die Menge
der zwischen den einzelnen Prozeßrechnern miteinander auszu
tauschenden Daten in Grenzen gehalten, was für das Gesamt
verfahren von Vorteil ist.
Die Prozeßrechner in der Prozeßleitebene sind vorzugsweise
an einem Betriebsrechner angeschlossen, mit dem sie auch
Daten austauschen können. Der Betriebsrechner stellt eine
der Prozeßleitebene und der Maschinenebene übergeordneten
Betriebsleitebene dar.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es sinnvoll, wenn
die Prozeßleitebene zusätzlich einen Prozeßrechner für einen
Rohstofflagerbereich und/oder einen Prozeßrechner für einen
Spulenlagerbereich aufweist, wobei die Bewegungsabläufe des
Faserrohstoffes im Rohstofflager und/oder der fertigen
Spulen im Spulenlager von den jeweiligen Prozeßrechnern
bestimmt werden. Auch können diese Prozeßrechner Information
über die Lagerbestände in den jeweiligen Lagern speichern.
In den Betriebsleitrechner sind u.a. Angaben zu den
eingehenden Aufträgen (Umfang, Garnsorte, Liefermengen,
geplante Lieferzeiten, vereinbarte Preise, Qualitätsmerkmale
des erwünschten Garnes) sowie Angaben zu den Lagerbeständen
von Faserrohstoffen der verschiedenen Provenienzen oder
erwarteter Lieferungen von weiteren Provenienzen enthalten,
wobei auch Angaben zu den technischen Merkmalen der Fasern
der einzelnen Ballen gespeichert sind.
Der Betriebsleitrechner ermöglicht es der Betriebsleitung,
einen günstigen Produktionsplan zu erstellen, wodurch die
einzelnen Kundenaufträge in der vorgesehenen Reihenfolge
abzuarbeiten sind, sofern die Lagerhaltung bzw. die
Lieferungen an Rohstoff und die verfügbare Kapazität dies
zulassen.
Angenommen, daß der Produktionsplan feststeht, so wird der
erste Auftrag, der zu bearbeiten ist, in Angriff genommen.
Hierfür werden die erforderlichen Grunddaten vom Betriebs
leitrechner an die einzelnen miteinander über ein Lokalnetz
verbundenen Prozeßrechner mitgeteilt, wobei diese die
notwendigen Grundeinstellungen für die Inbetriebnahme,
Betrieb und Abstellen der einzelnen Textilmaschinen
vornehmen, teilweise anhand der vom Betriebsleitrechner
übermittelten Grunddaten und teilweise aufgrund von in den
jeweiligen Speichern enthaltenen Daten. Das System kann auch
als eine Art Selbstlernsystem programmiert werden, so daß im
Falle von wiederholten Aufträgen die einmal gelernten
Grundeinstellungen wieder verwendet werden können, ggf. mit
kleinen Anpassungen, um Variationen in den Eigenschaften der
einzelnen Faserrohstoffe zu berücksichtigen. Auch können
einmal erprobte und für nützlich gefundene Korrekturmaßnah
men immer wieder verwendet werden, wenn das gleiche Muster
von Abweichungen vorliegt.
Im Betrieb kann das Verfahren so ablaufen, daß die in jedem
Bereich gemessenen Qualitätsmerkmale dem jeweils zuständigen
Prozeßrechner zugeführt werden und daß letzterer einen
Vergleich dieser Qualitätsmerkmale mit beispielsweise vom
Betriebsrechner festgelegten Werten vornimmt und im Falle
eines ungünstigen Vergleiches in die Regelung des jeweiligen
Bereiches eingreift, sofern im Rahmen der Regelung unter
Berücksichtigung der vorgesehenen Produktion eine Verände
rung der gemessenen Qualitätsmerkmale im Sinne eines
günstigeren Vergleiches möglich ist. Wenn dies nicht
erreichbar ist bzw. nur durch eine unerwünschte Änderung der
Regelung bzw. der Produktion erreichbar ist, wird aus den
Qualitätsmerkmalen ein Korrekturwert errechnet, der zu einer
Parameterveränderung in dem vorherigen Bereich der Spinne
reilinie herangezogen wird.
Die Regelung der einzelnen Textilmaschinen aufgrund der am
Ausgang der jeweiligen Maschine gemessenen Qualitätsmerkmale
wird häufig durch eine der Maschine zugeordnete, autonom
funktionierende Regelung vorgenommen. Es ist aber auch
möglich, die Regelung der einzelnen Textilmaschinen aufgrund
der am Ausgang der jeweiligen Maschine gemessenen Qualitäts
merkmale von dem jeweils zugeordneten Prozeßrechner vorneh
men zu lassen, was heutzutage immer mehr von Bedeutung wird,
da man Regelverfahren zunehmend mit einem entsprechend
programmierten Computer durchführt.
Die Steuerung bzw. Regelung der Produktion der einzelnen
Textilmaschinen wird vorzugsweise auch vom jeweils zugeordne
ten Prozeßrechner vorgenommen, wobei dieser die vom Betriebs
rechner vorgegebenen Produktionsvorgaben und die von den
anderen Prozeßrechnern mitgeteilten Angaben zu der jeweili
gen Produktionsgeschwindigkeit berücksichtigen kann. Im
Grunde genommen strebt das System eine stetige Produktions
geschwindigkeit an, die möglichst hoch sein sollte. Zwischen
einzelnen Textilmaschinen ist häufig eine gewisse Puffer
kapazität vorhanden. Beispielsweise können etwa acht Karden
die Kardenbänder für zwei parallel zueinander arbeitenden
Strecken produzieren, wobei das Kardenband in Kannen
abgelegt wird, aus denen es zu einem späteren Zeitpunkt für
die Weiterverarbeitung durch die Strecken herausgenommen
wird, so daß die Pufferkapazität durch die Anzahl und das
Fassungsvermögen der Kannen bestimmt wird. In diesem Falle
kann jede Strecke, selbst dann, wenn eine Karde oder mehrere
Karden aufgrund eines Defektes kurzzeitig außer Betrieb
gesetzt werden muß bzw. müssen, für eine gewisse Zeit mit
der gleichen Geschwindigkeit weiterarbeiten. Die mangelnde
oder unzureichende Produktion der Karden muß nur dann
berücksichtigt werden, wenn ein Betriebszustand erreicht
wird, bei dem ein unzureichender Vorrat an Kardenband für
die Strecke droht.
Obwohl man bemüht ist, die Qualitätsmerkmale, wenn möglich
on-line zu messen, bestehen Schwierigkeiten, bestimmte
Parameter an Ort und Stelle zu erfassen. Die entsprechenden
Qualitätsmerkmale können aber im Labor gemessen werden, und
die Ergebnisse dieser Labormessungen können ebenfalls bei
der Ermittlung von evtl. notwendigen Korrekturwerten berück
sichtigt werden, wenn die Ergebnisse der Labormessungen dem
jeweils zuständigen Prozeßrechner mitgeteilt werden. Weitere
vorteilhafte Ausbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sowie vorteilhafte Vorrichtungen zur Durchführung des
Verfahrens sind den Unteransprüchen 10 bis 28 zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;
in welcher zeigt
Fig. 1 ein schematisches Diagramm zur Erläuterung der
Hierarchie der einzelnen Rechner,
Fig. 2 ein schematisches Diagramm zur Erläuterung der
Zusammenarbeit zwischen den einzelnen
Textilmaschinen des Putzereibereiches und zur
schematischen Darstellung der gemessenen
Qualitätsmerkmale und der Art und Weise in der diese
Qualitätsmerkmale berücksichtigt werden,
Fig. 3 ein Diagramm entsprechend dem von Fig. 2, jedoch für
den Prozeßbereich Vorwerk,
Fig. 4 ein weiteres Diagramm entsprechend dem Diagramm der
Fig. 2, jedoch diesmal für den Spinnereibereich,
Fig. 5 eine Tabelle, die einen Überblick zu den vorhandenen
Sensoren im den Bereichen Putzerei und Vorwerk gibt,
Fig. 6 eine Tabelle, ähnlich der Tabelle der Fig. 5, jedoch
mit Angaben zu den vorgegebenen Sensoren im
Spinnereibereich,
Fig. 7 eine Tabelle mit Angaben zu den Steuer- und
Regelgrößen sowie die Stellgrößen in den Bereichen
Putzerei und Vorwerk,
Fig. 8 eine weitere Tabelle entsprechend der Tabelle der
Fig. 7, jedoch für den Spinnereibereich, und
Fig. 9 eine Übersichtstabelle, welche die an den einzelnen
Textilmaschinen gemessenen Qualitätsmerkmale sowie
die in erster Linie vorzunehmenden Regeleingriffe
bei Abweichungen dieser Parameter zeigt.
Nach Fig. 1 ist eine Spinnereilinie 10, welche eine
Maschinenebene darstellt, in fünf in einer Reihe angeordnete
Bereiche 12, 14, 16, 18 und 20 unterteilt. Der Bereich 12
umfaßt das Ballenlager, wo die Ballen gelagert und zu dem
nachfolgenden Bereich, nämlich dem Putzereibereich 14
transportiert werden. Der Bereich 14 umfaßt verschiedene
Textilmaschinen, z. B. Ballenöffner, Grob- und
Feinreinigungsmaschinen, Mischer und Karden sowie eine
Bandablage. Der Bereich 14 wird vom sogenannten
Vorwerkbereich 16 gefolgt, welcher in diesem Beispiel aus
Kämmaschinen und Strecken besteht. Danach kommt der
Spinnereibereich 18, bestehend aus Vorspinnmaschinen,
beispielsweise Flyer, Ringspinnmaschinen, Offenend
spinnmaschinen, anderen Spinnmaschinen, beispielsweise
Friktionsspinnmaschinen, und Spulern. Das Produkt des
Bereiches 18 besteht aus Garnspulen und diese werden in
einem nachfolgenden Spulenlagerbereich 20 gelagert und für
die Lieferung an den jeweiligen Kunden in der Packerei des
Spulenlagers abgepackt.
Es soll darauf hingewiesen werden, daß der Spinnereibereich,
normalerweise entweder aus Flyer und Ringspinnmaschinen
oder aus Offenendspinnmaschinen oder aus anderen
Spinnmaschinen besteht. Eine Mischung verschiedenartiger
Spinnmaschinen in diesem Bereich ist zwar denkbar, jedoch in
der Praxis eher unwahrscheinlich.
Für jeden der fünf genannten Bereiche 12 bis 20 ist ein
jeweiliger Prozeßrechner 22, 24, 26, 28, 30 vorgesehen, der
über jeweilige Leitungen 32, 34, 36, 38 und 40 mit dem
jeweils zugeordneten Produktbereich 12 bis 20 verbunden ist.
Untereinander sind die Prozeßrechner 22 bis 30 über ein
lokales Netz verbunden, das auch eine Verbindung 44 zu einem
Betriebsleitrechner 46 umfaßt. Nachdem die einzelnen Textil
maschinen in der Spinnereilinie 10 zum Teil auch mit eigenen
rechnergesteuerten Steuer- und Regelsystemen ausgestattet
sind, können die Leitungen 32 bis 40 auch ggf. als lokale
Netze ausgebildet werden, damit die Kommunikation zwischen
jedem Prozeßrechner und den zugeordneten rechnergesteuerten
Maschinen ohne weiteres möglich ist.
Die fünf Prozeßrechner 22 bis 30 definieren hierarchiemäßig
eine Prozeßleitebene, während der Betriebsleitrechner in der
Hierarchie eine Etage höher ist und eine Betriebsleitebene
definiert. Zusätzlich zu den genannten Rechnern kann ein
Laborrechner 48 vorhanden sein, der sinnvollerweise in die
Prozeßleitebene integriert ist und mit den Prozeßrechnern 22
bis 30 über das lokale Netz 42 kommuniziert.
Nachdem im Ballenlagerbereich 12 und im Spulenlagerbereich
20 relativ wenig Daten ausgetauscht werden, können die durch
den Prozeßrechner Rohstoff 22 und den Prozeßrechner Garn 30
durchgeführten Funktionen in den PS-Rechner Putzerei 24 bzw.
in den PS-Rechner Spinnerei 28 integriert werden.
Die Spinnereilinie 14 sowie hier schematisch dargestellt,
beinhaltet keine Transportsysteme. Wenn solche Transport
systeme vorhanden sind, können zusätzliche Gruppenrechner
für die Transportsysteme an das lokale Netz 42 angeschlossen
werden. In den Betriebsleitrechner 46 werden u.a. die
Aufträge von den einzelnen Kunden mit allen relevanten
Angaben sowie Angaben zu dem von der Betriebsleitung
eingekauften und noch zu liefernden Faserballen eingegeben.
Über die Verbindung 44 sowie das lokale Netz 42 hat der
Betriebsleitrechner auch Zugang zu den im Prozeßrechner 22
gespeicherten Angaben zu den derzeitigen Lagerbeständen und
zu den im Prozeßrechner Garn 30 gespeicherten Beständen
angefertigtes Garn, die bei der Erstellung der einzelnen
Produktionspläne durch die Betriebsleitung unter Anwendung
des Betriebsleitrechners erforderlich sind. Der Betriebs
leitrechner kann auch andere notwendige Funktionen ausüben,
beispielsweise kann er administrative und kommerzielle
EDV-Aufgaben bewältigen und bestimmte Nebensysteme
ansteuern, beispielsweise Brandschutz- und HLK-Systeme.
Um die Zusammenarbeit der Rechner mit den einzelnen Berei
chen besser darzustellen, wird nunmehr auf die Fig. 2 bis
4 bezuggenommen.
Die Fig. 2 zeigt in durchgezogenen Linien den Putzereibe
reich und gestrichelt den Ballenlagerbereich. Der Material
fluß findet in Fig. 2 von links nach rechts statt und wird
mit den pfeilartigen Dreiecken 52 gekennzeichnet.
Ballen aus dem Ballenlagerbereich 12 werden zunächst zu
einer Ballenabtragungsmaschine 54 geführt, welche Faser
flocken von den einzelnen Ballen abträgt und in eine
Grobreinigungsmaschine 54 einspeist. Das grob gereinigte
Produkt geht dann in einen Mischer 56, der die von der
Grobreinigungsmaschine 54 erhaltenen Flocken der verschie
denen Provenienzen zusammenmischt. Die Anteile der verschie
denen Provenienzen werden in diesem Beispiel von der
Ballenabtragungsmaschine 54 bestimmt, wobei diese natürlich
nur diejenigen Ballen abtragen kann, die ihr aus dem
Ballenlager zugeliefert werden. Das Ausgangsprodukt des
Mischers führt dann zu einer Feinreinigungsmaschine 58, und
die fein gereinigten Flocken werden dann in den Speise
schacht 60 einer Karde 62 eingespeist. Obwohl in Fig. 2 nur
ein Schacht 60 und eine Karde 62 gezeigt sind, werden in der
Praxis mehrere Schächte und Karden parallel betrieben, d. h.
parallel von der Feinreinigungsmaschine 58 gespeist. Die
kardierten Fasern werden am Ausgang der Karde zu einem
Kardenband zusammengeführt und dann in Kannen gefüllt, die
vorübergehend in einer Bandablage 64 gespeichert werden. Die
Kannen fahren dann aus der Bandablage 64 der Putzerei in den
Vorwerkbereich der Fig. 3.
Unterhalb der soeben beschriebenen Textilmaschinenlinie sind
in Fig. 2 noch einige weitere Kästen dargestellt, deren
Funktion kurz erläutert wird. Das Feld 66 deutet auf eine
Abgangsaufbereitungsmaschine hin, d. h. eine Maschine, die
den Faserabgang aus anderen Herstellungsstufen wieder in
Flockenform bringt, wobei die so aufbereiteten Flocken als
Mischfasern mit den aus der Ballenabtragungsmaschine 54
kommenden Flocken gemischt werden können. Zu diesem Zweck
werden die aufbereiteten Flocken aus der Maschine 66 zu
einer Dosierungsmaschine 68 geführt, die dann die Flocken in
die pneumatische Transportleitung zwischen der Ballenabtra
gungsmaschine 54 und der Grobreinigungsmaschine 54 einführt,
was hier aber nicht gezeigt ist, um die Darstellung zu
vereinfachen.
Zwischen der Ballenabtragungsmaschine und Grobreinigungsma
schine können andere Maschinen bzw. Einrichtungen eingesetzt
werden. Diese schließen beispielsweise eine Fremdkörperaus
scheidungseinrichtung 70, eine Metallausscheidungseinrich
tung 72 und eine Honigtaubehandlungseinrichtung 74 ein.
In Fig. 3 sind vier verschiedene Möglichkeiten für die
Weiterbehandlung der vom Putzereibereich in Kannen gelie
ferten Kardenbänder gezeigt.
Die erste Möglichkeit besteht darin, Kardenbänder in zwei in
Reihe geschalteten Strecken 76 und 78 durch Duktieren und
Verziehen weiterzubearbeiten, um eine Erhöhung ihrer
Gleichmäßigkeit und eine Parallelisierung der Fasern zu
bewirken. Mit der Linie 80 wird angedeutet, daß es nicht
notwendig ist, das Kardenband zweimal zu verziehen, für
manche Zwecke genügt eine einmalige Verziehung.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, die Kardenbänder in
einer Strecke 76 zu verziehen und dann in einer Einheit 82
für die Kämmerei vorzubereiten. Hier werden nämlich in der
Einheit 82 mehrere Kardenbänder zu einem Wickel zusammenge
legt und dann der eigentlichen Kämmaschine 84 zugeführt.
Nach der Kämmaschine wird das gekämmte Vlies zu einem Band
zusammengeführt und nochmals in einer weiteren Strecke 78
behandelt. Schließlich zeigt die senkrechte Linie 86, daß
das Kardenband direkt zu der Kämmereivorbereitungseinheit 82
unter Umgehung der ersten Strecke 76 geführt werden kann.
Das durch die Strecken 76, 78 doppelt behandelte Kardenband
nach dem oberen Teil der Fig. 3 wird üblicherweise zu einer
Offenendspinnmaschine 88 geführt, die daraus Garn erzeugt.
Das einmal verstreckte Kardenband, das an der senkrechten
Linie 80 in der Fig. 3 erhalten wird, wird dagegen eher für
neuartige Spinnverfahren wie beispielsweise Friktionsspinnen
oder Düsenspinnen verwendet, wobei das entsprechende Verfah
ren in der Einheit 90 durchgeführt wird. Auch hier erhält
man als unmittelbares Erzeugnis des Verfahrens ein Garn.
Das verstreckte und gekämmte Kardenband vom unteren Teil der
Fig. 3 wird üblicherweise einem Flyer 92 zugeführt und das
so entstehende Vorgarn wird anschließend in einer Ringspinn
maschine 94 zum fertigen Garn gesponnen. Das von der Ring
spinnmaschine produzierte Garn, das auf Spinnköpse gewickelt
ist, wird einem Spuler 96 zugeführt, der fehlerhafte Garn
stücke herausschneidet und das Garn auf größere Spulen
wickelt.
Mit der senkrechten Linie 98 wird angedeutet, daß hier ein
fertiges Garnprodukt vorliegt. Das Garnprodukt kann gleich
verpackt und etikettiert werden, was mit der Maschine 100
erfolgt, wo das Garn in der Bedämpfungseinheit 102 zuvor
bedämpft wird. Dies gilt für alle Garne, egal ob sie von der
Offenendspinnmaschine, von der Ringspinnmaschine oder von
einem anderen Spinnverfahren kommen.
In den Fig. 2 bis 5 ist der für den jeweiligen Bereich
zuständige Prozeßrechner 24, 26 bzw. 28 eingezeichnet. Die
Anschlüsse zwischen den jeweiligen Prozeßrechnern und den
einzelnen in deren Bereich vorhandenen Maschinen sind in
diesen Figuren nicht gezeigt, sondern es werden lediglich
mit einer doppelten Linie und der Bezeichnung PS diejenigen
Maschinen angedeutet, an denen Qualitätsmerkmale gemessen
und dem zuständigen Prozeßrechner mitgeteilt werden, unter
der Voraussetzung, daß die so gemessenen Qualitätsmerkmale
auch eine Auswirkung auf einen anderen Bereich haben können.
Bei der Fig. 2 ist vom Ballenlager ausgehend eine Erfassungs
station 104 gezeigt, die ebenfalls mit einer doppelten Linie
und der Bezeichnung PS versehen ist. In diesem Fall ist der
zuständige Prozeßrechner entweder der Prozeßrechner 24 oder,
für den Fall, daß ein getrennter Prozeßrechner für den
Rohstoffbereich vorgesehen ist, dieser Rechner gemeint.
Das gleiche gilt für die Ausgangserfassungsstation 106 der
Fig. 4, d. h. die Bezeichnung PS deutet hier entweder auf den
Spinnereibereichsrechner 28 oder auf einen getrennten
Bereichsrechner für das Spulenlager, sofern ein solcher
Rechner vorhanden ist.
Bei vielen der einzelnen Maschinen bzw. Einheiten sind
kleine Kreise mit der Bezeichnung "Q" zu sehen. In manchen
Fällen führt nach der Bezeichnung "Q" ein Pfeil in die
jeweils zugeordnete Maschine/Einheit zurück. Dieses "Q"
bedeutet, daß Qualitätsmerkmale gemessen werden und in Form
einer Regelschleife zur Regelung der entsprechenden
Maschinen verwendet werden. Es kann sich hier um einen
autonom funktionierenden Regelkreis handeln, oder die
Regelung kann vom zuständigen Bereichsrechner aus erfolgen,
je nach dem wie der Konstrukteur die Anlage auslegt.
Bei manchen Einheiten, beispielsweise bei der Karde 62, sind
Qualitätsregelungen, sogenannte Q-Regelungen vorgesehen, die
nicht nur eine Auswirkung auf die Maschine selbst, sondern
auch auf den Betrieb einer in Materialflußrichtung vorge
schalteten Maschine haben. Beispielsweise ist die Karde
diesbezüglich zu der Feinreinigungsmaschine, der Ballenabtra
gungsmaschine und die Ballenlager zurückgekoppelt.
Neben jedem Q-Regelungskreis werden diejenigen Qualitäts
merkmale, die gemessen werden, angegeben. Bei manchen
Maschinen sind auch Kreise mit "P" eingezeichnet; es handelt
sich hier um Einrichtungen zum Messen der jeweiligen Produk
tionsgeschwindigkeit und zur Regelung der eigenen Produk
tionsgeschwindigkeit und ggf. der Produktionsgeschwindigkeit
von in der Verfahrenslinie vorgeschalteten Maschinen.
Um die einzelnen gemessenen Qualitätsmerkmale übersichtli
cher darzustellen, geben die Tabellen der Fig. 5 und 6 in
kompakter Form an, welche Sensoren bei welchen Maschinen
vorhanden sind. Auch wird in diesen Tabellen angegeben, ob
die Qualitätsmerkmale intermittierend erfaßt werden (i) oder
kontinuierlich (k), und in manchen Fällen wird auch zum
Ausdruck gebracht, daß die Überwachung auch evtl. auf beide
Arten erfolgen kann. Auch wird neben den einzelnen Sensoren
angegeben, mit welcher Genauigkeit sie bevorzugt arbeiten
sollten. Bei den Sensoren, wo die Genauigkeit mit einem
doppelten Pfeil angedeutet ist, kann davon ausgegangen
werden, daß die Sensoren mit vorzugsweise einer Genauigkeit
besser als 1% arbeiten sollen.
Eine weitere Hilfe bei der Erfassung der bei den einzelnen
Maschinen vorkommenden Steuer-/Regelgrößen und der entspre
chenden Stellgrößen bieten die Fig. 7 und 8. Es handelt sich
hier um die Steuer-/Regelgrößen der maschineninternen Regel
kreise, d. h. der Regelkreise, die der jeweiligen Maschine
zugeordnet sind. Als Ergänzung hierzu gibt die Tabelle der
Fig. 8 auch diejenigen Qualitätsmerkmale an, die an einer
Maschine erfaßt werden und zu Regeleingriffen bei anderen
Maschinen führen.
Weitere Einzelheiten werden nunmehr anhand der Fig. 2, 3 und
4 erläutert.
Aus Fig. 2 sieht man anhand der Beschriftung neben dem
Ballenlager 12, daß für die einzelnen Ballen der einzelnen
Provenienzen einige Qualitätsmerkmale ermittelt werden und
zwar handelt es sich hier um den Stapel, den Micronaire-
Wert, die Faserfestigkeit, den Schmutzgehalt und die Farbe.
Die entsprechenden Werte, die ggf. in codierter Form auf den
Ballen gespeichert werden können, werden in den Rohstoffbe
reichsrechner 22 oder in den Putzereibereichsrechner 24
eingeschrieben bzw. eingelesen und stehen dort auch dem
Betriebsleitrechner zur Verfügung. Anhand des vom Betriebs
leitrechner festgesetzten bzw. vorgegebenen Produktionsplans
werden nun Ballen von verschiedenen Provenienzen der Ballen
abtragungsmaschine 54 vorgelegt und diese trägt Rohstoff aus
den einzelnen Ballen entsprechend den erwünschten Mischver
hältnissen ab. Das so abgetragene Flockenmaterial wird dann
in der Grobreinigungsmaschine grob gereinigt. Am Ausgang der
Grobreinigungsmaschine werden Qualitätsmerkmale in Form von
ausgeschiedenem Schmutz und Faserabgang gemessen und entspre
chend den gemessenen Werten wird der Druck der in der
Grobreinigungsmaschine integrierten Saugquelle geregelt, um
die gemessenen Abgang- und Schmutzwerte in erwünschten Gren
zen zu halten. Die gemessenen Werte für Abgang und Schmutz
werden auch dem Putzereibereichsrechner 24 mitgeteilt. Die
grob gereinigten Flocken werden dann dem Mischer 56 zuge
führt und dort gemischt, bevor sie an die Feinreinigungsma
schine 58 übergeben werden.
Der Durchsatz des Mischers wird erfaßt und zur Steuerung der
Arbeitsgeschwindigkeit der Ballenabtragungsmaschine 54 sowie
evtl. der automatischen Ballentransportsysteme im Ballen
lager 12 verwendet.
Die gemischten Flocken laufen anschließend durch die Fein
reinigungsmaschine 58 und am Ausgang dieser Maschine werden
ebenfalls Qualitätsmerkmale in Form des entstehenden
Abganges bzw. des ausgeschiedenen Schmutzes gemessen und
ggf. wird die Einstellung der Feinreinigungsmaschine über
die Regelschleife geregelt, um die gemessenen Werte für
Abgang und Schmutz in den erwünschten Grenzen zu halten.
Diese Werte werden dem zuständigen Prozeßrechner 24
mitgeteilt.
Nach Durchlaufen des Schachtes 60 wird das Flockenmaterial
in der Karde 62 kardiert. In der Karde werden einerseits die
Nummer des Kardenbandes sowie der CV-Wert gemessen und zur
Regelung der Karde durch eine interne Regelschleife
ausgenutzt. Die entsprechenden Werte können auch auf den
Prozeßrechner 24 übertragen werden, damit dieser über den
Ablauf in der Karde voll informiert ist. Nachdem die Karde
auch eine gewisse Produktion erreichen soll, wird auch hier
die Produktion gemessen, und der Betrieb des Mischers wird
entsprechend gesteuert und geregelt, damit der Mischer nur
so viele Flocken mischt, wie die Karde tatsächlich
verarbeiten kann. Hier bieten natürlich die Transportwege
innerhalb der Feinreinigungsmaschine sowie der Schacht 60
gewisse Pufferkapazitäten.
Auch bei der Fremdkörperausscheidungseinheit 70, der
Metallausscheidungseinheit 72 und der Honigtaubehandlungs
einheit 74 sind interne Regelschleifen vorhanden, die die
Qualität der erfolgten Ausscheidung bzw. Behandlung
ermitteln und auf erwünschte Werte hin regeln. Bei der
Dosierungseinheit 68 wird auch die Produktion geregelt, da
man schließlich nur einen festgelegten Anteil Abgang mit
neuem Material vermischen will.
Weiterhin werden am Ausgang der Karde die Nissenzahl, der
Stapel, der Micronaire-Wert, die Farbe, der Abgang, der
ausgeschiedene Schmutz und die Faserfestigkeit gemessen und
diese Werte müssen ganz bestimmte Kriterien erfüllen.
Gelingt es nicht, diese Werte durch Regelung der Karde
innerhalb der festgesetzten Grenzen zu halten, so wird
zunächst versucht, durch eine Neueinstellung der Feinreini
gungsmaschine die entsprechenden Werte zu verbessern.
Gelingt dies nicht, so ist es erforderlich, eine Veränderung
der Mischverhältnisse vorzunehmen, was durch die Ansteuerung
der Ballenabtragungsmaschine erfolgen muß und schließlich
auch Auswirkungen auf das Ballenlager hat, was durch die in
diese Maschinen eingehenden Pfeile angedeutet ist. Obwohl
die entsprechenden Pfeile von den entsprechenden Q-Sensoren
der Karde ausgehen, werden die Signale eigentlich vom
Bereichsrechner 24 aus weitergeleitet.
Auf alle Fälle erhält der Bereichsrechner 24 laufend die von
den entsprechenden Qualitätssensoren gemessenen Werte und
hat die Möglichkeit, diese Werte wenigstens vorübergehend zu
speichern. Das produzierte Kardenband wird dann in der
Bandablagemaschine 64 in Kannen gefüllt, wobei der Betrieb
der Kannenfüllköpfe so geregelt wird, daß eine konstante
Bandspannung erreicht ist, was mit dem entsprechenden
Hinweis in Fig. 2 neben der Kannenfüllmaschine 64 zum
Ausdruck gebracht wird.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß bei den Strecken 76 und 78
interne Regelungen vorgesehen sind, die bestimmte Qualitäts
merkmale in bestimmten Grenzen halten. Es handelt sich hier
beispielsweise um die produzierte Bandnummer, den CV-Wert,
den Stapel und die Farbe, auch kann das Spektrogramm
gemessen und geregelt werden. Alle die gemessenen Werte
werden an den zuständigen Prozeßrechner 26 übergeben.
Auch die Kämmereivorbereitungseinheit ist an den Prozeß
rechner 26 angeschlossen, damit der Rechner stets den
Betriebszustand dieser Einheit kennt.
Weiterhin werden bei der Kämmaschine 84 des Vorwerksberei
ches Qualitätsmerkmale in Form der Bandnummer, des CV-Wer
tes, des Stapels und des Micronaire-Wertes gemessen und zur
internen Regelung der Kämmaschine verwendet. Auch werden
diese Werte an den zuständigen Prozeßrechner 26 übertragen.
Gelingt es nicht, die vorgegebenen Bereiche der entsprechen
den Qualitätsmerkmale einzuhalten, so müssen evtl. Korrek
turen für den Stapel und den Micronaire-Wert vorgenommen
werden. Diese Korrektur wird durch eine Neueinstellung der
Ballenabtragungsmaschine vorgenommen, d. h. die Mischungs
verhältnisse der einzelnen Provenienzen werden geändert.
Obwohl der entsprechende Pfeil direkt von der Kämmaschine 84
zu der Ballenabtragungsmaschine 54 führt, wird in der Tat
die Notwendigkeit der Korrektur vom Prozeßrechner 26 erkannt
und über das lokale Netz 42 dem Prozeßrechner 24 des
Putzereibereiches mitgeteilt und die entsprechende Änderung
der Mischverhältnisse wird von diesem Rechner vorgenommen,
entsprechend dem Vorgehen bei einer Korrektur aufgrund von
Unstimmigkeiten bei den Qualitätsmerkmalen am Ausgang der
Karde 62.
Am Ausgang der Offenendspinnmaschine wird der sogenannte
4K-Wert (Angaben zu der Häufigkeit von Dickstellen/Dünnstel
len, Moire-Werte und lange Dickstellen) sowie das Spektro
gramm gemessen und durch einen internen Regelungskreis
geregelt. Gelingt es nicht, diese Werte durch den internen
Regelungskreis in die erwünschten Bereiche hineinzuregeln,
so muß einer Korrektur bei der Karde und evtl. auch bei der
Strecke vorgenommen werden, was mit den entsprechenden
Pfeilen in den Fig. 2, 3 und 4 angedeutet ist. Auch hier
werden aber in der Praxis die gemessenen Werte für die
Qualitätsmerkmale in den Prozeßrechner 28 des
Spinnereibereiches eingegeben und dieser entscheidet über
die Notwendigkeit eines Regeleingriffes bei der Karde oder
evtl. bei der Strecke. Wenn eine solche Korrektur
beschlossen ist, so wird dies dem zuständigen Prozeßrechner
24 bzw. 26 mitgeteilt und die entsprechende Neueinstellung
bzw. der entsprechende Regeleingriff wird vom zuständigen
Rechner durchgeführt.
Sollte es sich statt um eine Offenendspinnmaschine um ein
neues Spinnverfahren handeln, so werden genau die gleichen
Werte gemessen und geregelt, was durch die entsprechenden
Hinweise in Fig. 4 ersichtlich ist. Auch hier werden die
entsprechenden Werte für die Qualitätsmerkmale dem Prozeß
rechner 28 des Spinnereibereiches mitgeteilt, der die
entsprechenden Änderungen dann über den angeschlossenen
Prozeßrechner 24 bzw. 26 vornimmt.
Bei dem Beispiel des Flyers 92 der Fig. 4 werden als
Qualitätsmerkmale Luntenbruchzustände, Luntenspannungswerte
und die Vorgarnnummer gemessen und intern geregelt. Die
gemessenen Werte werden auch dem zuständigen Prozeßrechner
28 des Spinnereibereiches mitgeteilt.
Bei der Ringspinnmaschine werden Qualitätsmerkmale wie die
Fadenspannung, evtl. der 4K-Wert und auch evtl. die Haarig
keit gemessen. Gelingt es nicht, diese Werte über einen
internen Regelungskreis in Griff zu bekommen, so muß eine
Korrektur bei der Karde, bei der Kämmaschine und evtl. bei
der Strecke vorgenommen werden, was durch den entsprechenden
Pfeil in Fig. 4 bzw. in den Fig. 2 und 3 angedeutet ist.
Auch hier erfolgt die Korrektur mit Hilfe des zuständigen
Prozeßrechners 28.
Beim Spuler 96 wird wiederum der 4K-Wert gemessen und zur
internen Regelung der Arbeitsweise des Spulers herangezogen.
Nach dem Spuler kann man auch evtl. die Fasermischung und
evtl. auch die Haarigkeit des Garnes kontrollieren. Man kann
auch das Arbeitsvermögen, die Garnnummer, den CV-Wert und
evtl. den Classimat-Wert nach dem Spuler messen und dazu
ausnützen, um eine Korrektur bei der Ringspinnmaschine 94
vorzunehmen. Alle diese gemessenen Werte werden, wie mit der
Bezeichnung PS angedeutet, dem Prozeßrechner 28 mitgeteilt
und evtl. Korrekturmaßnahmen an der Ringspinnmaschine werden
vom Prozeßrechner 28 aus befohlen.
Sollte es sich herausstellen, daß die Haarigkeit außerhalb
der zulässigen Grenzen liegt, so wird dies vorwiegend da
durch berücksichtigt, daß ein Alarm ausgelöst wird, so daß
man genau untersuchen kann, wo diese Haarigkeit ihre Ursache
hat.
Schließlich werden alle verpackten und etikettierten Spulen
in der Ausgangserfassungsstation 106 erfaßt und die entspre
chenden Werte werden im zuständigen Prozeßrechner gespei
chert und stehen dort dem Betriebsleitrechner zur Verfügung.
Es kann sich hier um reine Mengenangaben, klassifiziert nach
Garnnummer und Garneigenschaften, oder auch um Angaben zu
den jeweiligen Lagerplätzen handeln, im letzten Fall, sofern
das Spulenlager computerisiert ist, beispielsweise so, daß
die Transportsysteme und Lagerplätze vom Rechner aus gere
gelt bzw. vorgegeben werden.
Schließlich soll betont werden, daß die Einteilung der
Maschinen in die angegebenen Bereiche zwar als vorteilhaft
angesehen wird, jedoch nicht zwingend ist. D. h. die Grenzen
zwischen den einzelnen Bereichen können anders gewählt
werden als hier beschrieben.
Claims (28)
1. Verfahren zum Betrieb einer Spinnereilinie, die aus
verschiedenen Bereichen, beispielsweise wenigstens aus
den Bereichen Putzerei, Vorwerk und Spinnerei besteht,
wobei jeder Bereich aus mehreren in Reihe und/oder
parallel arbeitenden, eine Maschinenebene bildenden
Textilmaschinen zusammengesetzt ist und die einzelnen in
Reihe geschalteten Textilmaschinen unterschiedliche
Fasergebilde produzieren, wobei in die Putzerei
eingehender Faserrohstoff am Ausgang der Spinnerei als
gesponnenes Garn erhalten wird, dadurch gekennzeichnet,
daß man bei wenigstens einigen Textilmaschinen in jedem
der genannten Bereiche wenigstens ein Qualitätsmerkmal
des jeweils produzierten Fasergebildes mißt und zur
Regelung der jeweiligen Textilmaschine oder einer
vorgeschalteten Textilmaschine des gleichen Bereiches
benützt, und daß aus zumindest einigen der in den
Bereichen Vorwerk und Spinnerei gemessenen Qualitäts
merkmale, Korrekturwerte gebildet und zur Beeinflussung
des Betriebs einer Textilmaschine eines vorgeschalteten
Bereiches benützt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Produktionsabläufe in den einzelnen Bereichen von
den jeweiligen Bereichen zugeordneten Prozeßrechnern
bestimmt werden, die auch für die Bildung der genannten
Korrekturwerte zuständig sind, wobei die einzelnen eine
Prozeßleitebene bildenden Prozeßrechner aneinander ange
schlossen sind, und daß die Übertragung der jeweiligen
Korrekturwerte von einem Bereich zu einem anderen über
die jeweils zuständigen Prozeßrechner erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Prozeßrechner in der Prozeßleitebene Daten, insbe
sondere Produktions- und Qualitätsdaten, mit einem an
ihnen angeschlossenen Betriebsrechner austauschen.
4. Verfahren nach einem der bisherigen Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Prozeßleitebene zusätz
lich einen Prozeßrechner für einen Rohstofflagerbereich
und/oder einen Prozeßrechner für einen Spulenlagerbe
reich aufweist, wobei die Bewegungsabläufe des Faserroh
stoffes im Rohstofflager und/oder der fertigen Spulen im
Spulenlager von den jeweiligen Prozeßrechnern bestimmt
werden.
5. Verfahren nach einem der bisherigen Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die in jedem Bereich gemes
senen Qualitätsmerkmale dem jeweils zuständigen Prozeß
rechner zugeführt werden und daß dieser einen Vergleich
dieser Qualitätsmerkmale mit festgelegten, beispielswei
se vom Betriebsrechner festgelegten Werten vornimmt und
im Falle eines ungünstigen Vergleiches in die Regelung
des jeweiligen Bereiches eingreift, sofern im Rahmen der
Regelung unter Berücksichtigung der vorgesehenen Produk
tion eine Veränderung der gemessenen Qualitätsmerkmale
im Sinne eines günstigeren Vergleiches möglich ist, und,
wenn dies nicht bzw. nur durch eine unerwünschte Ände
rung der Regelung bzw. der Produktion erreichbar ist,
aus den gemessenen Qualitätsmerkmalen einen Korrektur
wert errechnet, der zu einer Parameterveränderung in dem
vorherigen Bereich herangezogen wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der einzel
nen Textilmaschinen aufgrund der am Ausgang dieser
Maschine gemessenen Qualitätsmerkmale durch eine dieser
Maschine zugeordnete, autonom funktionierende Regelung
vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Regelung der einzelnen Textil
maschinen, aufgrund der am Ausgang dieser Maschinen
gemessenen Qualitätsmerkmale von dem jeweils zugeordne
ten Prozeßrechner vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Steuerung bzw.
Regelung der Produktionsgeschwindigkeit der einzelnen
Textilmaschinen vom jeweiligen Prozeßrechner vorgenommen
wird unter Berücksichtigung der vom Betriebsrechner
vorgegebenen Produktionsvorgaben und der von den anderen
Prozeßrechnern mitgeteilten Angaben zu der jeweiligen
Produktionsgeschwindigkeit.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß weitere Qualitätsmerkmale im
Labor gemessen werden und die Ergebnisse dieser Labormes
sungen ebenfalls bei der Ermittlung von eventuell notwen
digen Korrekturwerten berücksichtigt werden, wobei die
Ergebnisse der Labormessungen dem jeweils zuständigen
Prozeßrechner mitgeteilt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß für die einzelnen Fasern der
Rohstoffballen, die der Ballenabtragung am Eingang der
Putzerei zugeführt werden, folgende Qualitätsmerkmale
gemessen werden: Stapel, Micronaire-Wert, Faserfestig
keit, Schmutzinhalt, Farbe.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgang einer zum Putze
reibereich gehörenden Grobreinigungsmaschine folgende
Qualitätsmerkmale gemessen werden: Schmutzinhalt,
Abgang, wobei beide Messungen der Qualitätsmerkmale
vorzugsweise intermittierend vorgenommen werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß man im Spinnereibereich am
Ende des Spulers wenigstens einige der Qualitätsmerkmale
gemäß der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert
bzw. mit einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle
eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Garnfeinheit Ringspinnverzug
Arbeitsvermögen Ringspinndrehzahl
Mischung Alarm
CV Ringspinnstreckwerk
Classimat Ringspinnstreckwerk
Haarigkeit Alarm
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Spinnmaschine,
beispielsweise Ringspinnmaschine oder Rotorspinnmaschi
ne, wenigstens einige der Qualitätsmerkmale gemäß der
nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw. mit
einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle eines
ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Fadenspannung Drehzahl
Garnnummer Verzug
CV Streckwerk
IPI Kämmaschine
Karde
Festigkeit Drehzahl
Dehnung Drehzahl
Fadenbrüche Drehzahl
Haarigkeit Alarm
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem Flyer
wenigstens einige der Qualitätsmerkmale gemäß der
nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw. mit
einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle eines
ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Luntenspannung Spindel/Flügeldrehzahl
CV Vorgang Spindel/Flügeldrehzahl
Luntenbrüche Spindeldrehzahl
Vorgarnnummer Verzug
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Kämmaschine
wenigstens einige der Qualitätsmerkmale gemäß der
nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw. mit
einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle eines
ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Stapel (Abgang) Mischung
Bandnummer Streckwerk Verzug
CV Band Streckwerk
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Strecke wenigstens
einige der Qualitätsmerkmale gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw. mit einem Ist-
Wertbereich vergleicht und im Falle eines ungünstigen
Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff
vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Stapel Streckwerk
Bandnummer Streckwerk Verzug
CV Band Streckwerk
Farbe Stop
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Karde wenigstens
einige der Qualitätsmerkmale gemäß der nachfolgenden
Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw. mit einem Ist-Wert
bereich vergleicht und im Falle eines ungünstigen
Vergleiches den jeweils zugeordneten Regeleingriff
vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Stapel Kardeneinstellung
Mischung
Schmutzgehalt Kardeneinstellung
Putzereieinstellung
Bandnummer Verzug
CV Band Stop
Mic. Farbe, Nissen Mischung
18. Verfahren und Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Feinrei
nigungsmaschine wenigstens einige der Qualitätsmerkmale
gemäß der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert
bzw. mit einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle
eines ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Schmutzinhalt Einstellung der Position der Kardierplatte
Einstellung der Lage des Messers
Abgang Einstellung der Betriebsdrehzahl
19. Verfahren und Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Grob
reinigungsmaschine wenigstens einige der Qualitätsmerk
male gemäß der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem
Ist-Wert bzw. mit einem Ist-Wertbereich vergleicht und
im Falle eines ungünstigen Vergleiches den jeweils
zugeordneten Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleingriff
Schmutz Einstellung der Rostposition
Einstellung der Betriebsdrehzahl
Abgang Einstellung der Rostposition
Einstellung der Betriebsdrehzahl
20. Verfahren und Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
Mischer wenigstens einige der Qualitätsmerkmale gemäß
der nachfolgenden Tabelle mißt, mit einem Ist-Wert bzw.
mit einem Ist-Wertbereich vergleicht und im Falle eines
ungünstigen Vergleiches den jeweils zugeordneten
Regeleingriff vornimmt:
Qualitätsmerkmal
Regeleinrichtung
Stapel Mischung ändern
Micronaire Mischung ändern
Faserfestigkeit Mischung ändern
Schmutzgehalt Mischung ändern
Putzereieinstellung ändern
Farbe Mischung ändern,
wobei die Veränderung der Mischverhältnisse im Mischer
auch bei der Ballenabtragung bzw. im Ballenlager
berücksichtigt wird.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Qualitätsmerkmal IPI am
Ausgang einer Ringspinnmaschine ermittelt wird, und,
falls der ermittelte Wert außerhalb des zulässigen
Bereiches liegt, eine Korrektur der Karde und/oder der
Kämmaschine und/oder der Strecke vorgenommen wird.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Qualitätsmerkmale IPI am
Ausgang einer Offenendspinnmaschine ermittelt wird, und,
falls der ermittelte Wert außerhalb des zulässigen
Bereiches liegt, eine Korrektur der Karde oder der
Strecke vorgenommen wird.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Qualitätsmerkmal IPI am
Ausgang einer Spinnmaschine ermittelt wird, die nach
einem neuartigen Spinnverfahren arbeitet, und, falls der
ermittelte Wert außerhalb des zulässigen Bereiches
liegt, eine Korrektur der Karde oder der Strecke
vorgenommen wird.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Qualitätsmerkmale,
Stapel- und Micronaire-Wert am Ausgang einer Kämmaschine
ermittelt werden, und, falls der ermittelte Wert
außerhalb des zulässigen Bereiches liegt, eine Korrektur
der Stapel- und Micronaire-Werte durch eine Änderung der
Rohstoffmischung vorgenommen wird, wobei diese bei der
Ballenabtragung und beim Mischer sowie evtl. im
Ballenlager berücksichtigt wird.
25. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an wenigstens einigen der einzelnen
Textilmaschinen der Bereiche Putzerei, Vorwerk und
Spinnerei Meßsensoren für Qualitätsmerkmale für die
Produktionsgeschwindigkeit vorhanden sind, daß diese
Sensoren an jeweiligen den Bereichen zugeordneten
Prozeßrechnern angeschlossen sind, daß die Prozeßrechner
zur Durchführung von Regelverfahren mit den
Sollwerteingängen von den den jeweils zugeordneten
Maschinen zugeordneten Reglern bzw. mit Stellgliedern
der jeweils zugeordneten Maschinen verbunden sind; und
daß die Prozeßrechner über ein lokales Netz miteinander
verbunden sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prozeßrechner über einen Bus bzw. ein lokales
Netz mit einem Betriebsrechner verbunden sind.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 und/oder 26,
dadurch gekennzeichnet, daß weitere Prozeßrechner für
das Ballenlager bzw. das Spulenlager vorgesehen sind.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 und/oder 26,
dadurch gekennzeichnet, daß Aufgaben im Bereich des
Ballenlagers und des Spulenlagers bzw. Daten aus diesen
Bereichen von dem am Putzereibereich bzw. dem Spinnerei
bereich zugeordneten Prozeßrechner durchgeführt bzw.
gespeichert sind.
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