DE3922111A1 - Kompaktes geblaese fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft kompakte Gebläse für Kraftfahrzeuge
und insbesondere eine geräuscharme kompakte Gebläseeinheit.
Kraftfahrzeuge mit Klimaanlage enthalten im allgemeinen einen
Temperaturfühler wie beispielsweise einen Thermistor zur
Ermittlung der Lufttemperatur in dem Fahrzeugabteil und eine
kompakte Gebläseeinheit zum Zirkulieren von Luft, um für eine
gleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb des Fahrzeugab
teils zu sorgen. Der Temperaturfühler ist an einer geeigneten
Stelle in dem Luftzirkulationsweg angeordnet, um auf diese
Weise die Ermittlung einer lokalen Lufttemperatur zu ver
meiden.
Die Zuverlässigkeit der erwähnten Temperaturermittlung kann
durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der kompakten
Gebläseeinheit verbessert werden. Da die Gebläseeinheit
innerhalb des Fahrzeugabteils angeordnet ist, ist es erstre
benswert, die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen, ohne die
Gebläseeinheit zu vergrößern. Die Strömungsgeschwindigkeit
der Gebläseeinheit nimmt mit Erhöhung ihrer Drehzahl zu. Es
zeigt sich jedoch das Problem, daß die Erhöhung der Drehzahl
der herkömmlichen Gebläseeinheit das Gebläsegeräusch von etwa
35 dB(A) auf etwa 50 dB(A) anhebt, welches fast die obere
Grenze eines geforderten Geräuschpegels für das Fahrzeugab
teil ist.
In Anbetracht der erwähnten Schwierigkeiten ist ein Ziel der
Erfindung die Schaffung einer kompakten Gebläseeinheit für
Kraftfahrzeuge, welche in der Lage ist, mit hoher Drehzahl zu
arbeiten, um die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen, ohne
die Gesamtabmessung der Gebläseeinheit zu vergrößern.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer kom
pakten Kraftfahrzeug-Gebläseeinheit, die in der Lage ist, mit
geringem Geräusch und geringer Vibration zu arbeiten.
Erfindungsgemäß wird eine kompakte Gebläseeinheit für Kraft
fahrzeuge geschaffen, welche gekennzeichnet ist durch einen
Motor mit einem Polgehäuse und einer Antriebswelle, die an
ihrem einen Ende durch das Polgehäuse gelagert ist, einen
Turbolüfter, der an der Antriebswelle zu gemeinsamer Drehung
mit dieser fest angebracht ist und eine Mehrzahl von Flügeln
aufweist, welche in einer zur Drehrichtung des Turbolüfters
entgegengesetzten Richtung gekrümmt sind, wobei die Flügel in
Umfangsrichtung in unterschiedlichen Winkelabständen angeord
net sind und der Turbolüfter einen bei der Achse der
Antriebswelle gelegenen Schwerpunkt aufweist, sowie ein im
wesentlichen topfförmiges Gehäuse, das mit dem Polgehäuse des
Motors verbunden ist und den Turbolüfter enthält, wobei das
Gehäuse eine Endwand mit wenigstens einer Ansaugöffnung und
eine Seitenwand mit wenigstens einer Ausströmungsöffnung um
faßt.
Die Flügel sind in einem Muster angeordnet, das erhalten wird
durch Kombination eines Paares von Flügeln, welche in glei
chen Umfangsabständen voneinander angeordnet sind, mit einem
Satz von drei Flügeln, welche in gleichen Umfangsabständen
voneinander angeordnet sind. Gemäß einer bevorzugten Ausfüh
rungsform beträgt die Anzahl der Flügel zwölf, und die zwölf
Flügel sind in einem Muster angeordnet, das durch die Kombi
nation von drei Flügelpaaren und zwei Flügelsätzen erhalten
wird. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform beträgt
die Anzahl der Flügel zehn, und die zehn Flügel sind in einem
Muster angeordnet, das durch die Kombination von zwei Flügel
paaren und zwei Flügelsätzen erhalten wird.
Das Gehäuse umfaßt eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung beab
standeten Seitenstützen, zwischen denen die Ausströmungsöff
nung definiert ist, wobei jede der Seitenstützen eine schräge
Seitenfläche aufweist, die in der Drehrichtung des Turbo
lüfters geneigt ist.
Der Turbolüfter mit derartigen in unterschiedlichen Abständen
angeordneten, nach hinten gekrümmten Flügeln ist in der Lage,
leise zu arbeiten, ohne unangenehmes Geräusch zu erzeugen,
sogenannte Äolstöne oder Windtöne, die im Fall der herkömmli
chen Gebläseeinheit aufgrund von Karman-Wirbelstraßen erzeugt
werden können, welche in der Nachbarschaft von Ausströmungs
öffnungen entstehen. Gemäß der Erfindung kann die Bildung von
Karman-Wirbelstraßen vollständig vermieden werden durch die
Anordnung der Flügel der Erfindung in unterschiedlichen
Abständen voneinander. Das Gebläsegeräusch und die Vibration
können wesentlich vermindert werden, da der Schwerpunkt des
Turbolüfters mit seiner Drehachse zusammenfällt und der
Turbolüfter daher trotz der Anordnung der Flügel in unter
schiedlichen Abständen eine genaue Auswuchtung aufweist.
Ferner bewegt sich von dem Gehäuse abgegebene Luft glatt
durch die Ausströmungsöffnungen ohne Verlust, da die in der
Drehrichtung des Turbolüfters geneigten schrägen Seitenflä
chen an den jeweiligen Seitenstützen den Strömungswiderstand
gegen Luft wesentlich vermindern.
lm folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung
gezeigten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1A eine schematische Draufsicht auf eine kompakte Kfz-
Gebläseeinheit gemäß der Erfindung;
Fig. 1B ein Diagramm einer Flügelkonstruktion der
Gebläseeinheit;
Fig. 1C eine Draufsicht auf ein Gehäuse der Gebläseeinheit;
Fig. 1D einen Längsschnitt der in Fig. 1A gezeigten Geblä
seeinheit;
Fig. 1E(a) und 1E(b) Diagramme von zwei grundsätzlichen
Flügelmustern für einen Lüfter der Gebläseeinheit;
Fig. 2A eine grafische Wiedergabe der Leistungskennwerte
der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit und einer her
kömmlichen Gebläseeinheit, welche Aufzeichnungen
des Geräuschs als Funktion der Drehzahl und
Aufzeichnungen der Strömungsgeschwindigkeit als
Funktion der Drehzahl darstellt;
Fig. 2B eine grafische Wiedergabe der Ergebnisse einer Ver
gleichsprüfung der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit
und der herkömmlichen Gebläseeinheit hinsichtlich
der Geräuschfrequenz;
Fig. 2C eine grafische Wiedergabe der Ergebnisse einer Ver
gleichsprüfung der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit
und der herkömmlichen Gebläseeinheit hinsichtlich
Nachfolgen; und
Fig. 3 ein Diagramm einer Flügelkonstruktion gemäß einer
anderen Ausführungsform der Erfindung.
Wie in den Fig. 1A und 1D gezeigt, umfaßt eine kompakte
Kfz-Gebläseeinheit S gemäß der Erfindung allgemein einen
Elektromotor M, einen auf der Antriebswelle 17 des Elektromo
tors M angebrachten Turbolüfter 16, ein Polgehäuse 11, das
eine Seite der Gebläseeinheit S überdeckt und Teile des Elek
tromotors M enthält, sowie ein Gehäuse 18, das die entgegen
gesetzte Seite der Gebläseeinheit S überdeckt und mit dem
Polgehäuse 11 verbunden ist.
Der Elektromotor M ist ein bürstenloser Motor und umfaßt, wie
in Fig. 1D gezeigt, ein selbstschmierendes Gleitlager 12,
das in einen im wesentlichen zentral ausgesparten Halteab
schnitt in dem Polgehäuse 11 eingesetzt ist und ein Ende der
Antriebswelle 17 drehbar lagert, eine Treiberschaltung 13,
die an einer Innenfläche des Polgehäuses 11 angebracht ist
und eine (nicht gezeigte) Halleffekt-Einrichtung umfaßt,
sowie eine Rotoranordnung 14, die konzentrisch und fest auf
der Antriebswelle 17 zu gemeinsamer Drehung mit dieser ange
bracht ist, wobei das entgegengesetzte Ende der Antriebswelle
17 drehbar gelagert ist an einem nicht bezeichneten selbst
schmierenden Gleitlager 12, das in einen ausgesparten Halte
abschnitt in dem Gehäuse 18 eingesetzt ist. Die
Rotoranordnung 14 besteht aus einem Ring-Rotormagnet 15, wel
cher der Treiberschaltung 13 an dem Polgehäuse 11 gegenüber
steht, und der Turbolüfter 16 ist einteilig Rücken an Rücken
mit dem Rotormagnet 15 verbunden. Das Polgehäuse 11 weist
einen oberen Endflansch 11 a auf, der in seiner Form zu der
Gestalt einer Bodenendfläche 18 c (Fig. 1C) des Gehäuses 18
komplementär ist und an dieser befestigt ist, wie unten
beschrieben. Die Treiberschaltung 13 ist zum Anschluß an eine
nicht gezeigte Stromquelle mit einem Paar Anschlußdrähten 21
verbunden, wobei die Anschlußdrähte 21 durch eine Leitungs
schelle 22 an das Gehäuse 18 angeklemmt sind.
Wie in Fig. 1B gezeigt, umfaßt der Turbolüfter 16 mehrere
Flügel (zwölf in der dargestellten Ausführungsform) a 1 bis
a 12, die nach hinten gekrümmt sind, das heißt, die Flügel a 1
bis a 12 sind in einer zur Drehrichtung des Turbolüfters 16
entgegengesetzten Richtung gekrümmt. Die nach hinten
gekrümmtem Flügel a 1 bis a 12 weisen in Umfangsrichtung ver
schiedene Abstände zueinander auf. Genauer gesagt beträgt der
Winkelabstand in Umfangsrichtung zwischen dem Flügel a 1 und
dem Flügel a 2 35 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel
a 2 und dem Flügel a 3 beträgt 32 Grad, der Winkelabstand
zwischen dem Flügel a 3 und dem Flügel a 4 beträgt 27 Grad, der
Winkelabstand zwischen dem Flügel a 4 und dem Flügel a 5 be
trägt 26 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel a 5 und
dem Flügel a 6 beträgt 31 Grad, der Winkelabstand zwischen dem
Flügel a 6 und dem Flügel a 7 beträgt 36 Grad, der Winkelab
stand zwischen dem Flügel a 7 und dem Flügel a 8 beträgt 28
Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel a 8 und dem Flügel
a 9 beträgt 25 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel a 9
und dem Flügel a 10 beträgt 34 Grad, der Winkelabstand
zwischen dem Flügel a 10 und dem Flügel a 11 beträgt 33 Grad,
der Winkelabstand zwischen dem Flügel a 11 und dem Flügel a 12
beträgt 24 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel a 12
und dem Flügel a 1 beträgt 29 Grad. Der Turbolüfter 16 mit
derartigen nach hinten gekrümmten Flügeln a 1 bis a 12 in
unterschiedlichen Abständen voneinander besitzt einen Schwer
punkt, der bei der Achse der Antriebswelle gelegen ist.
Die oben erwähnte Anordnung der Flügel a 1 bis a 12 wird erhal
ten durch richtige Kombination von zwei unterschiedlichen
Grundflügelmustern, die in den Fig. 1E(a) und 1E(b) ge
zeigt sind. Ein erstes in Fig. 1E(a) gezeigtes Flügelmuster
umfaßt zwei nach hinten gekrümmte Flügel in gleichem Abstand
voneinander, während ein zweites in Fig. 1E(b) gezeigtes
Flügelmuster drei nach hinten gekrümmte Flügel in gleichem
Abstand voneinander umfaßt. In der in Fig. 1B gezeigten Aus
führungsform sind die Flügel a 1 bis a 12 aus drei Sätzen des
ersten Musters (Fig. 1E(a)) und zwei Sätzen des zweiten
Musters (Fig. 1E(b)) gebildet, die derart kombiniert sind,
daß benachbarte Flügel unterschiedliche Winkelabstände auf
weisen, wie oben angegeben.
Das Gehäuse 18 ist allgemein topfförmig und nimmt den
Turbolüfter 16 auf. Wie in Fig. 1C gezeigt, weist das topf
förmige Gehäuse 18 zwei Ansaugöffnungen 18 a, 18 a auf, die in
einer Endwand desselben ausgebildet sind, und mehrere Aus
strömungsöffnungen (fünf in der gezeigten Ausführungsform)
18 b, die in einer Seitenwand desselben ausgebildet sind, wo
bei die Ausströmungsöffnungen 18 b zwischen einer Mehrzahl
(fünf in der gezeigten Ausführungsform) in Umfangsrichtung
beabstandeter Seitenstützen 19 a bis 19 e definiert sind, die
zusammen die Seitenwand des Gehäuses 18 bilden. Zwei diame
tral gegenüberliegende Seitenstützen 19 a und 19 d sind an dem
Endflansch 11 a des Polgehäuses 11 mittels Schrauben 23 und
Muttern 24 (Fig. 10) befestigt zur Verbindung des Gehäuses
18 und des Polgehäuses 11. Jede Seitenstütze 19 a bis 19 e
weist eine schräge Seitenfläche 20 a bis 20 e auf, die in die
Drehrichtung des Turbolüfters 16 weist und in der Drehrich
tung des Turbolüfters 16 geneigt ist unter einem Winkel von
30 Grad zu einer Tangente an einen Kreis, der von den äußeren
Kanten der jeweiligen Flügel a 1 bis a 12 gemeinsam gebildet
wird. Das Gehäuse 18 umfaßt ferner einen (nicht bezeichneten)
Axialdruck-Verstellmechanismus, der mit dem Gleitlager zur
Einstellung des Axialdrucks der Antriebswelle 17 verknüpft
ist, wie in Fig. 1D gezeigt. Der Axialdruck-Verstellmecha
nismus umfaßt eine Einstellschraube, die durch eine in die
Endwand des Gehäuses 18 eingefügte Mutter geschraubt ist, und
eine Kontermutter, die auf der Mutter angeordnet ist und auf
die Einstellschraube aufgeschraubt ist, um diese in ihrer
Stellung gegen Verschiebung zu verriegeln.
Die kompakte Gebläseeinheit S des geschilderten Aufbaus und
eine herkömmliche Gebläseeinheit, die aus einem Radiallüfter
mit sechs Flügeln besteht, wurden auf ihre Leistungskennwerte
überprüft mit den Ergebnissen, die in den grafischen Darstel
lungen in den Fig. 2A bis 2C gezeigt sind.
Fig. 2A zeigt eine Aufzeichnung der Strömungsgeschwindigkeit
als Funktion der Drehzahl und eine Aufzeichnung des Geräuschs
als Funktion der Drehzahl bezüglich der erfindungsgemäßen
Gebläseeinheit S und der herkömmlichen Gebläseeinheit. ln
Fig. 2A zeigen die ausgezogenen Linien (A) die Beziehung
zwischen der Strömungsgeschwindigkeit und der Drehzahl der
erfindungsgemäßen Gebläseeinheit S an, wenn diese mit dem
gleichen Geräuschpegel arbeitet wie die herkömmliche Geblä
seeinheit. Die strichpunktierten Linien (B) zeigen die Bezie
hung zwischen der Strömungsgeschwindigkeit und der Drehzahl
der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit S an bezüglich verschie
dener an die Gebläseeinheit S angelegter Spannungen. Ähnlich
zeigen die punktierten Linien die Beziehung zwischen der
Strömungsgeschwindigkeit und der Drehzahl der herkömmlichen
Gebläseeinheit an bezüglich verschiedener an die Gebläseein
heit angelegter Spannungen. Wie aus Fig. 2A ersichtlich,
beträgt die Strömungsgeschwindigkeit der erfindungsgemäßen
Gebläseeinheit S bei Antrieb mit 12 V 4,4 m3/h, wogegen die
Strömungsgeschwindigkeit der herkömmlichen Gebläseeinheit bei
der gleichen Spannung 3,5 m3/h beträgt, und daher kann bei
diesem Spannungspegel eine Zunahme der Strömungsgeschwindig
keit um 25% erhalten werden. Wenn die erfindungsgemäße Geblä
seeinheit S im wesentlichen auf dem gleichen Geräuschpegel
wie die herkömmliche Gebläseeinheit betrieben wird, wird die
Strömungsgeschwindigkeit von 4,4 m3/h auf 5,5 m3/h erhöht.
Fig. 2B zeigt eine Aufzeichnung des Geräuschs als Funktion
der Frequenz bezüglich der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit S
und der herkömmlichen Gebläseeinheit. Wie aus dieser Figur
klar hervorgeht, liegt das Geräusch in einem Bereich um 1000
Hz, der für das Ohr am widerwärtigsten ist, bei der erfin
dungsgemäßen Gebläseeinheit im wesentlichen auf dem gleichen
Pegel wie bei der herkömmlichen Gebläseeinheit.
Fig. 2C stellt eine Aufzeichnung des Geräuschs als Funktion
der Drehzahl dar, um die Nachfolgekennwerte (tracking
characteristic) der Prüfungs-Gebläseeinheiten zu zeigen. Wie
aus dieser Figur hervorgeht, tritt das Nachfolgen (tracking)
auf einem Pegel von etwa 30 dB(A) in der herkömmlichen Geblä
seeinheit bei einer Drehzahl von etwa 1800 U/min auf, tritt
aber in der erfindungsgemäßen Gebläseeinheit nicht auf, bis
die Drehzahl auf etwa 2500 U/min ansteigt.
Wie oben beschrieben, übersteigt der Geräuschpegel der vor
liegenden Gebläseeinheit den Geräuschpegel der herkömmlichen
Gebläseeinheit nicht, wogegen die Strömungsgeschwindigkeit
der vorliegenden Gebläseeinheit die Strömungsgeschwindigkeit
der herkömmlichen Gebläseeinheit um etwa 50% übersteigt.
Die geschilderten vorteilhaften Ergebnisse werden teils durch
die um unterschiedliche Abstände beabstandeten Lüfterflügel
a 1 bis a 12 und teils durch die geneigten Seitenflächen 20 a
bis 20 e an den Seitenstützen 19 a bis 19 e erzielt. Aufgrund
der in unterschiedlichen Abständen voneinander befindlichen
Flügel a 1 bis a 12 bewegt sich in das Gehäuse 18 eingeführte
Luft glatt von dem Zentrum radial nach außen zu den Ausströ
mungsöffnungen 18 b, ohne eine Wirbelstraße zu bilden. Mit den
geneigten Seitenflächen 20 a bis 20 e, die einen Neigungswinkel
von 30 Grad zu einer Tangente an einen Kreis aufweisen, wel
cher durch die äußeren Kanten der entsprechenden Flügel a 1
bis a 12 gemeinsam gebildet wird, besitzen die Seitenstützen
19 a bis 19 e einen niedrigen Strömungswiderstand gegen Luft
und behindern daher nicht die glatte Bewegung von Luftströ
men, die von der Gebläseeinheit S abgegeben werden.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung von Flügeln eines abgewandelten
Turbolüfters gemäß der Erfindung. Der abgewandelte Turbolüf
ter gleicht im Aufbau dem Turbolüfter 16 der vorhergehenden
Ausführungsform, abgesehen davon, daß die Anzahl der Flügel
zehn statt zwölf beträgt. Die Flügel b 1 bis b 10 weisen in
Umfangsrichtung unterschiedliche Winkelabstände voneinander
auf. Genauer gesagt beträgt der Winkelabstand zwischen dem
Flügel b 1 und dem Flügel b 2 36 Grad, der Winkelabstand
zwischen dem Flügel b 2 und dem Flügel b 3 beträgt 35 Grad, der
Winkelabstand zwischen dem Flügel b 3 und dem Flügel b 4 be
trägt 27 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel b 4 und
dem Flügel b 5 beträgt 35 Grad, der Winkelabstand zwischen dem
Flügel b 5 und dem Flügel b 6 beträgt 37 Grad, der Winkelab
stand zwischen dem Flügel b 6 und dem Flügel b 7 beträgt 35
Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel b 7 und dem Flügel
b 8 beträgt 26 Grad, der Winkelabstand zwischen dem Flügel b 8
und dem Flügel b 9 beträgt 44 Grad, der Winkelabstand zwischen
dem Flügel b 9 und dem Flügel b 10 beträgt 35 Grad, und der
Winkelabstand zwischen dem Flügel b 10 und dem Flügel b 1 be
trägt 44 Grad. Der Schwerpunkt des abgewandelten Turbolüfters
fällt mit seiner Rotationsachse zusammen.
Mit den derart angeordneten Lüfterflügeln b 1 bis b 10 wird
eine wesentliche Verminderung des Geräuschs und der Vibration
erzielt, wenn die abgewandelte Gebläseeinheit mit der glei
chen Drehzahl wie die herkömmliche Gebläseeinheit arbeitet.
Offensichtlich sind verschiedene Modifikationen und Verände
rungen der Erfindung im Licht der obigen Lehre möglich. Es
versteht sich daher, daß die Erfindung im Rahmen der Ansprü
che anders als im einzelnen beschrieben verwirklicht werden
kann.
Claims (6)
1. Kompakte Gebläseeinheit für Kraftfahrzeuge,
gekennzeichnet durch einen Motor (M) mit einem Polgehäuse
(11) und einer Antriebswelle (17), die an ihrem einen Ende
durch das Polgehäuse (11) gelagert ist, einen Turbolüfter
(16), der an der Antriebswelle (17) zu gemeinsamer Drehung
mit dieser fest angebracht ist und eine Mehrzahl von Flügeln
aufweist, welche in einer zur Drehrichtung des Turbolüfters
(16) entgegengesetzten Richtung gekrümmt sind, wobei die Flü
gel in Umfangsrichtung in unterschiedlichen Winkelabständen
voneinander angeordnet sind und wobei der Turbolüfter (16)
einen bei der Achse der Antriebswelle (17) gelegenen Schwer
punkt aufweist, sowie ein im wesentlichen topfförmiges
Gehäuse (18), das mit dem Polgehäuse (11) des Motors (M) ver
bunden ist und den Turbolüfter (16) enthält, wobei das
Gehäuse (18) eine Endwand (18 c) mit wenigstens einer Ansaug
öffnung (18 a) und eine Seitenwand mit wenigstens einer Aus
strömungsöffnung (18 b) umfaßt.
2. Gebläseeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flügel in einem Muster angeordnet sind, das erhalten
wird durch eine Kombination eines Paares von Flügeln, welche
in Umfangsrichtung den gleichen Abstand voneinander aufwei
sen, und eines Satzes von drei Flügeln, welche in Umfangs
richtung den gleichen Abstand voneinander aufweisen.
3. Gebläseeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Flügel zwölf beträgt, wobei die zwölf
Flügel (a 1 bis a 12) in einem Muster angeordnet sind, das
erhalten wird durch eine Kombination von drei der Paare von
Flügeln und zwei der Sätze von Flügeln.
4. Gebläseeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anzahl der Flügel zehn beträgt, wobei die zehn Flügel
(b 1 bis b 10) in einem Muster angeordnet sind, das erhalten
wird durch eine Kombination von zwei der Paare von Flügeln
und zwei der Sätze von drei Flügeln.
5. Gebläseeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (18) eine Mehrzahl in Umfangsrichtung beab
standeter Seitenstützen (19 a bis 19 e) umfaßt, zwischen denen
die Ausströmungsöffnung (18 b) definiert ist, wobei jede Sei
tenstütze (19 a bis 19 e) eine schräge Seitenfläche (20 a bis
20 e) aufweist, die in der Drehrichtung des Turbolüfters (16)
geneigt ist.
6. Gebläseeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die geneigte Seitenfläche (20 a bis 20 e) schräg verläuft
unter einem Winkel von etwa 30 Grad zu einer Tangente an
einen Kreis, der einen äußeren Durchmesser des Turbolüfters
(16) definiert.
Applications Claiming Priority (1)
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