DE3920729A1 - Tassenstoesselkoerper fuer ventilstoessel - Google Patents
Tassenstoesselkoerper fuer ventilstoesselInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Tassenstößelkörper für Ven
tilstößel, umfassend einen zylindrischen Führungskörper,
einen Stößelboden und ein vom Stößelboden getragenes, eine
Ventilauflage haltendes Element.
Derartige Tassenstößelkörper sind bekannt, wobei das die
Ventilauflage haltende Element entweder ein Führungszylin
der für ein hydraulisches Spielausgleichselement ist oder
ein Ventilauflagezapfen für Ventilstößel ohne hydrauli
schen Ventilspielausgleich.
Derartige Tassenstößelkörper werden bislang meistens aus
zwei Halbfertigteilen zusammengeschweißt, wobei diese
Halbfertigteile durch eine Vielzahl von Umformschritten
oder spanabhebenden Bearbeitungsschritten hergestellt
werden.
Eine derartige Herstellung von Tassenstößelkörpern ist
teuer und aufwendig und hat außerdem auch den Nachteil,
daß beim Verwenden sehr verschleißbeständiger Materialien
mit guten tribologischen Eigenschaften das Umformen oder
spanabhebende Bearbeiten mit Schwierigkeiten verbunden
ist. Insbesondere bei Tassenstößelkörpern für Ventilstößel
mit hydraulischem Ventilspielausgleich wird jedoch zuneh
mend die Forderung nach derartigen verschleißbeständigen
Materialien gestellt, da im Betrieb bei diesen kein Spiel
zwischen Nocken und Ventilstößel mehr existiert und somit
an diese erhöhte Verschleißanforderungen gestellt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Tassenstößelkörper zu schaffen, der sich auf möglichst
einfache Weise aus verschleißfesten Materialien herstellen
läßt und daher bei guten Verschleißeigenschaften kosten
günstig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Führungskörper und der Stößelboden gießtechnisch verbunden
hergestellt sind und daß das die Ventilauflage haltende
Element einstückig mit dem Stößelboden und/oder dem Füh
rungskörper verbunden ist.
Der große Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist darin
zu sehen, daß durch die gießtechnische Verbindung zwischen
Führungskörper und Stößelboden der Tassenstößelkörper sehr
einfach, insbesondere z. B. ohne Schweißvorgang und gleich
zeitig mit hervorragender Stabilität, und daß außerdem
auch das die Ventilauflage haltende Element in einfacher
und stabiler Weise entweder mit dem Stößelboden und/oder
dem Führungskörper verbunden herstellbar ist. Ferner ist
bei der erfindungsgemäßen Lösung die Verwendung von sehr
verschleißbeständigen und daher tribologisch vorteilhaften
Werkstoffen möglich.
Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ist unter dem Be
griff "gießtechnisch verbunden hergestellt" entweder zu
verstehen, daß der gesamte Tassenstößelkörper in einem
Stück gegossen wird oder daß zumindest Teile des Tassen
stößelkörpers gegossen und dabei an bereits vorgefertigte
Teile angegossen sind, so daß durch das Angießen von Tei
len des Tassenstößelkörpers an die vorgefertigten Teile
letztlich die Verbindung sämtlicher den Tassenstößelkörper
bildender Teile erfolgt.
Das die Ventilauflage haltende Element ist gemäß dem
Grundgedanken der Erfindung endweder einstückig mit dem
Stößelboden und/oder einstückig mit dem Führungskörper
verbunden. In all den Fällen, in welchen zumindest der
Führungskörper gegossen ist, ist es besonders vorteilhaft,
wenn das die Ventilauflage haltende Element zusammen mit
dem Führungskörper einstückig gegossen ist. Dabei kann
nach wie vor der Stößelboden entweder vorgefertigt sein
oder ebenfalls gegossen.
Alternativ dazu ist es aber auch denkbar, daß das die Ven
tilauflage haltende Element zusammen mit einem an dieses
angrenzende Teil des Stößelbodens einstückig gegossen
wird. In diesem Fall ist der Stößelboden dann ebenfalls im
Zuge der gießtechnischen Verbindung sämtlicher Teile des
Tassenstößelkörpers gegossen oder es ist auch denkbar, daß
der Stößelboden ein vorgefertigtes gegossenes Teil ist.
Wie bereits vorstehend erläutert, ist der Grundgedanke der
Erfindung darin zu sehen, daß die einzelnen Teile des
Tassenstößelkörpers durch Angießen eines Teils an die an
deren Teile zu einem einzigen Teil verbunden sind. Welches
Teil dabei gegossen wird, ist dabei nicht festgelegt. So
ist es beispielsweise möglich, zumindest den Stößelboden
zu gießen und im Zuge des Gießens des Stößelbodens die
übrigen Teile, wie den Führungskörper und beispielsweise
auch das die Ventilauflage haltende Element, miteinander
zu verbinden. Besonders vorteilhaft ist es aus produk
tionstechnischen Gründen, wenn der Führungskörper als
Gießteil im Zuge der gießtechnischen Verbindung von
Führungskörper und Stößelboden hergestellt ist, so daß
zumindest der Führungskörper gegossen und das Gießen des
Führungskörpers zur Verbindung aller Teile des
Tassenstößelkörpers führt.
Eine vorteilhafte Variante des vorstehend beschriebenen
Tassenstößelkörpers zeichnet sich dadurch aus, daß der
Führungskörper an den ein Halbfertigteil umfassenden
Stößelboden angegossen ist.
Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit, eine feste Verbin
dung zwischen dem Halbfertigteil und den angegossenen Tei
len zu schaffen ist die, das Halbfertigteil bereichsweise
zu umgießen, beispielsweise das die Ventilauflage haltende
Element zumindest abschnittsweise zu umgießen.
Um eine besonders feste und haltbare Verbindung zwischen
dem Halbfertigteil und den an dieses angegossenen Teilen
zu schaffen, ist vorzugsweise vorgesehen, daß das Halbfer
tigteil angußseitig formschlüssig angießbar ausgebildet
ist.
Sofern erfindungsgemäß der Stößelboden als Halbfertigteil
vorgefertigt ist, sieht eine bevorzugte Variante der vor
liegenden Erfindung vor, daß das die Ventilauflage halten
de Element mit dem Stößelboden als Halbfertigteil vorge
fertigt ist so daß der Führungskörper an dieses Halbfer
tigteil angegossen ist.
Alternativ dazu ist es aber auch herstellungstechnisch von
Vorteil, wenn das Gießen des die Ventilauflage haltenden
Elements im Zuge der gießtechnischen Verbindung von Füh
rungskörper und Stößelboden erfolgt, d.h. also, daß das
die Ventilauflage haltende Element an die übrigen Teile
angegossen wird.
Im einfachsten Fall, in dem alle gießtechnischen Vorteile
zum Tragen kommen, insbesondere auch hinsichtlich der Aus
wahl der Werkstoffe, ist vorzugsweise vorgesehen, daß der
Führungskörper, der Stößelboden und das die Ventilauflage
haltende Element als ein einstückiges Teil gegossen sind.
Bei den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen wurde
lediglich auf die Ausgestaltung der unverzichtbaren Teile
des Tassenstößelkörpers abgehoben. Insbesondere dann, wenn
der Stößelboden gewichtsmäßig möglichst leicht ausgebildet
sein soll, ist es notwendig, sämtliche Teile so leicht wie
möglich, d.h. so dünnwandig wie möglich, zu gestalten. In
diesem Fall ist es beispielsweise von Vorteil, wenn der
Führungskörper ein in einer parallel zum Stößelboden ver
laufenden Ebene umlaufendes Verstärkungselement aufweist.
Dieses Verstärkungselement führt zu einer Versteifung des
Führungskörpers, so daß dieser insgesamt dünnwandiger ge
staltet werden kann.
Diese dünnwandigere Gestaltung des Führungskörpers kommt
beispielsweise dadurch zum Ausdruck, daß der Führungskör
per zwischen dem Verstärkungselement und dem Stößelboden
im Anschluß an das Verstärkungselement eine Hinterschnei
dung aufweist.
Vorzugsweise ist dabei das Verstärkungselement so ausge
bildet, daß es über eine Innenmantelfläche des Führungs
körpers nach innen übersteht.
Im Zusammenhang mit dem Vorsehen eines Verstärkungsele
ments am Führungskörper ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn
der Führungskörper auf seiner Außenmantelfläche in Höhe
des Verstärkungselements, sofern erforderlich, eine
Ölrille aufweist, so daß vorzugsweise das Verstärkungsele
ment und die Ölrille zusammen eine Sicke im Führungskörper
bilden.
Grundsätzlich kann das Verstärkungselement an beliebigen
Stellen des Tassenstößelkörpers angeordnet sein. Bei
spielsweise ist es denkbar, das Verstärkungselement am
unteren Rand des Führungskörpers anzuordnen, um diesen dem
Stößelboden gegenüberliegenden freien Rand zu versteifen,
insbesondere für die abschließende Bearbeitung des Tassen
stößelkörpers. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn
das Verstärkungselement in einem mittleren Bereich zwi
schen dem Stößelboden und einem dem Stößelboden gegenüber
liegenden freien Rand des Führungskörpers angeordnet ist,
da bei dieser Anordnung des Verstärkungselements eine aus
reichende Versteifung des Führungskörpers erfolgt und
andererseits sich beispielsweise die Möglichkeit eröffnet,
das Verstärkungselement mit einer im selben Bereich ange
ordneten Ölrille zu kombinieren.
Das Verstärkungselement könnte grundsätzlich ebenfalls im
Zuge des gießtechnischen Verbindens als vorgefertigtes
Teil mitverbunden werden. Besonders vorteilhaft ist es je
doch, wenn das Verstärkungselement einstückig mit dem Füh
rungskörper verbunden ist und somit im Falle eines gegos
senen Führungskörpers einstückig mit diesem gegossen ist.
Ferner ist es zu Erhöhung der Stabilität des erfindungs
gemäßen Tassenstößelkörpers vorteilhaft, wenn der Füh
rungskörper eine an diesem angegossene und in einer pa
rallelen Ebene zu dessen Zylinderachse verlaufende Ver
stärkungsrippe aufweist, wobei vorzugsweise mehrere Ver
stärkungsrippen vorgesehen sind, welche in gleichen
Winkelabständen voneinander stehen.
Die Verstärkungsrippe kann prinzipiell in unterschiedlich
sten Orientierungen angeordnet sein. Eine einfache und von
der Stabilität her vorteilhafte Lösung sieht vor, daß die
Verstärkungsrippe in radialer Richtung zu der Zylinder
achse des Führungskörpers verläuft.
Alternativ dazu ist es aber auch im Rahmen der Erfindung
denkbar, daß die Verstärkungsrippe parallel zu einer
Tangentialrichtung der Außenmantelfläche des Führungs
körpers verläuft.
Bei den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen von
Verstärkungsrippen wurde nicht darauf eingegangen, wie
weit sich die Verstärkungsrippe im Tassenstößelkörper er
strecken soll. So ist es beispielsweise vorteilhaft, wenn
die Verstärkungsrippe über den Stößelboden bis zu dem die
Ventilauflage haltenden Element verläuft.
Ferner ist bei einer bevorzugten Ausführungsform vorge
sehen, daß die Verstärkungsrippe von dem Verstärkungs
element über die Innenmantelfläche des Führungskörpers
verläuft.
Bei der Verstärkungsrippe wurden bislang hinsichtlich der
Höhe derselben keine Ausführungen gemacht. So ist es bei
spielsweise zweckmäßig, wenn die Verstärkungsrippe eine im
wesentlichen konstante Höhe aufweist.
Vorteilhafterweise erhebt sich die Verstärkungsrippe zwi
schen dem die Ventilauflage haltenden Element und der
Innenmantelfläche des Führungskörpers über dem Stößelboden
maximal ungefähr bis zur Höhe des die Ventilauflage hal
tenden Elements.
Außerdem kann es vorteilhaft sein, wenn die Verstärkungs
rippe sich an der Innenmantelfläche des Führungskörpers
vom Stößelboden bis zum Verstärkungselement oder über das
Verstärkungselement hinaus erstreckt.
Eine besondere Ausführungsform der Verstärkungsrippe sieht
vor, daß diese ein sowohl mit dem Stößelboden als auch mit
dem Führungskörper verbundenes Versteifungsdreieck zwi
schen diesen bildet.
Grundsätzlich könnte die Verstärkungsrippe nur punktuell
an dem zu verstärkenden Teil, beispielsweise an der Innen
mantelfläche des Führungskörpers oder dem Stößelboden an
greifen. Besonders zweckmäßig ist es jedoch, wenn die Ver
stärkungsrippe sich über ihre ganze Länge von der Innen
mantelfläche des Führungskörpers einstückig mit demselben
erhebt. Weiterhin ist es besonders günstig, wenn die Ver
stärkungsrippe sich über ihre ganze Länge von dem Stößel
boden einstückig mit demselben erhebt.
Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel sieht be
züglich der Höhe der Verstärkungsrippe vor, daß sich diese
vom Stößelboden und vorzugsweise auch von der Innenmantel
fläche des Führungskörpers um ungefähr dieselbe Höhe er
hebt wie das Verstärkungselement von der Innenmantelfläche
des Führungskörpers.
Wie bereits eingangs erwähnt, kann das die Ventilauflage
haltende Element in unterschiedlichster Form ausgebildet
sein. Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel sieht dabei
vor, daß das die Ventilauflage haltende Element ein sich
vom Stößelboden erhebender Ventilauflagezapfen ist.
Alternativ dazu ist bei Tassenstößelkörpern für Ventil
stößel mit hydraulischem Ventilspielausgleich vorgesehen,
daß das die Ventilauflage haltende Element ein Führungs
zylinder für ein hydraulisches Ventilspielausgleichs
element ist.
Bezüglich der Ausbildung des Führungszylinders wurden
ebenfalls noch keine näheren Angaben gemacht. So bietet
sich bei einem im Rahmen der erfindungsgemäßen Technologie
hergestellten Tassenstößelkörper die Möglichkeit, den Füh
rungszylinder stößelbodenseitig radial erweitert zu ge
stalten, so daß dieser mit dem Spielausgleichselement
einen Ölraum bildet. Dadurch wird in einfacher Weise ein
Ölraum für das hydraulische Ventilspielausgleichselement
geschaffen, ohne daß, wie beispielsweise beim Stand der
Technik üblich, zusätzliche Teile eingeschweißt werden
müssen.
Die Versorgung des Ölraums, sofern erforderlich, erfolgt
günstigerweise dadurch, daß der Ölraum mit einer zur
Außenmantelseite des Führungskörpers hin verlaufenden Öl
zuführung versehen ist, wobei die Ölzuführung zweckmäßi
gerweise in die Ölrille mündet.
Um kein neues Teil schaffen zu müssen, durch welches die
Ölzuführung geführt werden kann, ist es - insbesondere,
wenn der erfindungsgemäße Tassenstößelkörper herstellungs
technisch möglichst einfach gestaltet sein soll - zweck
mäßig, wenn die Ölzuführung durch eine Verstärkungsrippe
hindurch verläuft, welche zur Aufnahme der Ölzuführung
vorteilhafterweise verdickt ausgeführt ist.
Eine insbesondere von der Materialmasse her gesehen beson
ders vorteilhafte Variante zeichnet sich dadurch aus, daß
der Führungszylinder auf seiner dem Stößelboden abgewand
ten Seite einen Führungsring für das Ventilspielaus
gleichselement bildet und zwischen diesem und dem Stößel
boden einen den Führungsring tragenden Sockelring mit
größerem Innen- und Außendurchmesser wie der Führungsring
aufweist, so daß zwischen diesem und dem Ventilspielaus
gleichselement der Ölraum entsteht. Mit dieser Konstruk
tion wird in einfacher Weise ein Ölraum geschaffen, wobei
vorteilhafterweise die Wanddicken des Führungsrings und
des Sockelrings im wesentlichen gleich sein können.
Bei allen bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen
wurde lediglich auf die konstruktiven Merkmale des Tassen
stößelkörpers abgestellt. Im Rahmen der Erfindung haben
sich jedoch in gleicher Weise die den Werkstoff betreffen
den Merkmale als wichtig erwiesen.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Tassenstößelkörpers sieht daher vor, daß der gegos
sene Teil des Tassenstößelkörpers aus Gußeisen ist.
Zweckmäßigerweise weist das Gußeisen mindestens im Bereich
des Stößelbodens ein teilweise oder vollständig metastabil
erstarrtes Gefüge auf. Ein derartiger Tassenstößelkörper
wird beispielsweise aus Schalenhartguß oder teilkarbidi
schem Guß gefertigt. Diese Ausführungsform ist insbeson
dere zweckmäßig, um die tribologischen Eigenschaften des
Stößelbodens, an welchem der Nocken einer Nockenwelle an
liegt, möglichst vorteilhaft, d. h. möglichst verschleiß
beständig und angepaßt an den Werkstoff der Nockenwelle,
zu gestalten.
Das Gußeisen kann dabei thermisch ungehärtet sein. Noch
zweckmäßiger ist es jedoch, wenn das Gußeisen thermisch
oder thermochemisch gehärtet ist.
Eine Möglichkeit zur Härtung des Gußeisens sieht vor, daß
dieses durch Wärmebehandlung mit Phasenumwandlung gehärtet
ist. Alternativ oder additiv dazu ist es auch noch mög
lich, das Gußeisen durch thermochemisches Randzonenhärten,
z. B. ein Nitrieren, Nitrocarburieren oder Einsatzhärten zu
härten. Eine weitere alternative oder additive Maßnahme
beinhaltet, daß das Gußeisen durch Umschmelzhärten gehär
tet ist.
Alternativ zum Vorsehen von Gußeisen bietet die erfin
dungsgemäße Konzeption eines Tassenstößelkörpers, insbe
sondere die gießtechnische Verbindung der Teile desselben,
auch noch die Möglichkeit, daß der gegossene Teil des
Tassenstößelkörpers aus Stahl gegossen ist. Als Stahl kann
beispielsweise Einsatzstahl Verwendung finden, es kann
sich aber auch um Vergütungsstahl, Nitrierstahl, Werkzeug
stahl oder Schnellarbeitsstahl handeln. Alle diese Stahl
sorten lassen sich in der Regel umformtechnisch nicht oder
nur unter größten Schwierigkeiten verarbeiten und bringen
auch Schwierigkeiten bei der spanabhebenden Bearbeitung
mit sich. Die erfindungsgemäße Konzeption der gießtechni
schen Verbindung und des endkonturnahen Herstellens dieser
Teile schafft jedoch die Möglichkeit, den erfindungsge
mäßen Tassenstößelkörper auch aus diesen Materialien her
zustellen.
Eine weitere Alternative zum Herstellen des erfindungsge
mäßen Tassenstößelkörpers aus Gußeisen oder Stahl besteht
darin, daß der gegossene Teil des Tassenstößelkörpers aus
einer Leichtmetallegierung gegossen ist. Diese Leichtme
tallegierung ist vorzugsweise eine Aluminiumlegierung oder
eine Titanlegierung.
Um die mechanischen Eigenschaften noch zu verbessern, ist
es weiterhin zweckmäßig, wenn die Leichtmetallegierung
faser- oder wiskerverstärkt ist.
Sofern der erfindungsgemäße Tassenstößelkörper nicht voll
ständig gegossen ist, sondern ein Halbfertigteil umfaßt,
ist es erfindungsgemäß besonders zweckmäßig, wenn das
Halbfertigteil aus Stahl ist. Diese Stahlwerkstoffe können
entsprechend den erforderlichen tribologischen Eigenschaf
ten, insbesondere des Stößelbodens, ausgewählt werden und
schaffen somit die Möglichkeit, bezüglich derjenigen Teile
des Tassenstößelkörpers, die weniger dem Verschleiß unter
worfen sind, einfachere und kostengünstigere Materialien
zu verwenden. Als Stahlwerkstoffe kommen alle bereits vor
stehend beschriebenen Stähle in Betracht.
Alternativ zu den Stahlwerkstoffen ist es denkbar, daß das
Halbfertigteil aus keramischem Werkstoff ist. Auch der
keramische Werkstoff bietet tribologisch vorteilhafte
Eigenschaften und eröffnet außerdem die Möglichkeit, die
übrigen Teile des Tassenstößelkörpers mit billigeren oder
einfacheren Werkstoffen auszuführen.
Als dritte Alternative neben dem Vorsehen von Stahlwerk
stoffen und keramischen Werkstoffen für das Halbfertigteil
ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform darin zu
sehen, daß das Halbfertigteil aus Hartmetall ist, das
ebenfalls aufgrund seiner Eigenschaften, insbesondere für
den Stößelboden, Vorteile bietet.
Hinsichtlich des Verfahrens bei der Verwendung der vor
stehend beschriebenen Materialien zum Gießen des erfin
dungsgemäßen Tassenstößelkörpers im Zusammenhang mit der
gießtechnischen Verbindung aller Teile desselben ist
zweckmäßigerweise vorgesehen, daß der gegossene Teil des
Tassenstößelkörpers durch Formguß hergestellt ist, wobei
es sich vorzugsweise um einen endkonturnahen Formguß
handelt, so daß der Tassenstößelkörper lediglich noch
Schleifbearbeitungen unterzogen werden muß.
Innerhalb des Durchführens von endkonturnahem Formguß sind
verschiedene Gießtechniken denkbar. So ist es beispiels
weise vorteilhaft, den gegossenen Teil des Tassenstößel
körpers durch Sandguß oder durch Feinguß oder durch Genau
guß in keramischen Formen, durch Kokillenguß oder auch
durch Druckguß herzustellen, wobei der Druckguß insbeson
dere bei Leichtmetallegierungen und vorzugsweise bei
Aluminium Verwendung findet.
Alternativ zum Formguß wäre es aber auch vorteilhaft, wenn
der gegossene Teil des Tassenstößelkörpers durch Pulver
metallspritzguß hergestellt ist.
Neben den vorstehend beschriebenen Merkmalen des Tassen
stößelkörpers selbst wird die erfindungsgemäße Aufgabe
auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Tassen
stößelkörpers für Ventilstößel mit den vorstehend genann
ten Merkmalen dadurch gelöst, daß der gesamte Tassen
stößelkörper weitgehend endkonturnah gegossen wird.
Alternativ dazu wird die erfindungsgemäße Aufgabe auch
durch ein Verfahren zur Herstellung eines Tassenstößel
körpers für Ventilstößel gelöst, wenn ein Teil des Tassen
stößelkörpers als Halbfertigteil hergestellt und durch
weitgehend endkonturnahes Angießen der anderen Teile des
Tassenstößelkörpers an das Halbfertigteil der Tassen
stößelkörper als gießtechnisches Verbundteil hergestellt
wird.
Bei beiden, vorstehend als Alternativen dargestellten Ver
fahren, ist es es am einfachsten, wenn der Tassenstößel
körper endkonturnah gegossen wird, was von seiten der
Gießtechnik die einfachste und kostengünstigste Vorgehens
weise darstellt.
Alternativ dazu kann es jedoch, wenn besonders hohe Mate
rialanforderungen an Teile des Tassenstößelkörpers ge
stellt werden, von Vorteil sein, wenn der Tassenstößel
körper im Anschluß an das weitgehend endkonturnahe Gießen
durch Umformen vervollkommnet wird.
Bei allen vorstehend beschriebenen Verfahren ist es
darüber hinaus zweckmäßig, wenn der Tassenstößelkörper
einer abschließenden Schleifbearbeitung auf Maß - also
nicht zur Herstellung der Kontur, sondern lediglich aus
Gründen der Maßhaltigkeit - unterzogen wird.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der nach
folgenden Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstel
lung einiger Ausführungsbeispiele. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Schnitt längs Linie 1-1 in Fig. 2 durch
ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungs
gemäßen Tassenstößelkörpers;
Fig. 2 eine Draufsicht von unten auf das erste Ausfüh
rungsbeispiel;
Fig. 3 einen teilweisen Schnitt ähnlich Fig. 1 durch
ein zweites Ausführungsbeispiel;
Fig. 4 einen Schnitt ähnlich Fig. 3 durch ein drittes
Ausführungsbeispiel;
Fig. 5 einen Schnitt längs Linie 5-5 in Fig. 6 durch
ein viertes Ausführungsbeispiel;
Fig. 6 eine Draufsicht von unten auf das sechste Aus
führungsbeispiel;
Fig. 7 einen Schnitt ähnlich Fig. 1 durch ein fünftes
Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 einen Schnitt ähnlich Fig. 1 durch ein sechstes
Ausführungsbeispiel;
Fig. 9 einen Schnitt ähnlich Fig. 1 durch ein siebtes
Ausführungsbeispiel.
Ein erstes Ausführungsbeispiel (Fig. 1) eines erfindungs
gemäßen Tassenstößelkörpers 10 für Ventilstößel umfaßt
einen zylindrischen Führungskörper 12, welcher an einer
Oberseite durch einen Stößelboden 14 abgeschlossen ist und
welcher dem Stößelboden 14 gegenüberliegend eine durch
einen unteren Rand 16 begrenzte untere Öffnung 18 auf
weist.
Der Führungskörper 12 hat vorzugsweise eine kreiszylind
rische Form, so daß dessen Wand 20 eine Außenmantelfläche
22 als äußere Zylinderfläche und eine Innenmantelfläche 24
als innere Zylinderfläche aufweist.
Im Bereich eines oberen Randes 26 geht die Wand einstückig
in den Stößelboden 14 über, welcher vorzugsweise eine
Nockenauflagefläche 28 aufweist, welche senkrecht auf
einer Zylinderachse 30 des Führungskörpers 12 steht.
In einem mittigen Bereich zwischen dem Stößelboden 14 und
dem unteren Rand 16 ist der Führungskörper 12 mit einem
sicken-ähnlich geformten Verstärkungselement 32 versehen,
welches in einer zum Stößelboden 14 ungefähr parallelen
Ebene, vorzugsweise in einer Ebene senkrecht zur Zylinder
achse 30 verläuft und sich als Wulst von der Innenmantel
fläche 24 in Richtung der Zylinderachse 30 abhebt, sowie
gleichzeitig auf der Außenmantelfläche 22 eine Ölrille 34
schafft, die ebenfalls in einer zum Verstärkungselement 32
parallelen Ebene liegt, wobei bevorzugterweise im Rahmen
der Erfindung die Dicke der Wand 20 auch im Bereich des
Verstärkungselements 32 im wesentlichen konstant ist. Bei
den in Fig. 1 gezeichneten, bevorzugten Ausführungs
beispielen erhebt sich einerseits das Verstärkungselement
32 mit einem trapezförmigen Querschnitt von der Innenman
telfläche 24 und außerdem hat die Ölrille 34 ebenfalls
einen trapezförmigen Querschnitt, wobei beide Querschnitte
so beschaffen sind, daß die Dicke der Wand 20 ungefähr
konstant bleibt.
Von dem Stößelboden 14 erhebt sich auf seiner der Nocken
auflagefläche 28 gegenüberliegenden Seite in Richtung des
unteren Rands 16 und koaxial zur Zylinderachse 30 ein
Führungszylinder 36 für ein lediglich strichpunktiert an
gedeutetes hydraulisches Ventilspielausgleichselement 38.
Dieser Führungszylinder 36 umfaßt einen sich unmittelbar
an den Stößelboden 14 anschließenden Sockelring 40 sowie
einen vom Sockelring 40 getragenen Führungsring 42, wel
cher die eigentliche Führung für das hydraulische Ventil
spielausgleichselement 38 darstellt. Bei dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung hat
der Sockelring 40 einen größeren Innendurchmesser als der
Führungsring 42, so daß zwischen dem Führungsring 42 und
dem Stößelboden 14 durch die Hinterschneidung ein Ölraum
44 zwischen dem Sockelring 40 und dem hydraulischen Ven
tilspielausgleichselement 38 entsteht.
Um ein Überströmen des Öls von dem Ölraum 44 in das
hydraulische Ventilspielausgleichselement 38 zu ermögli
chen, ist in einer zur Nockenauflagefläche 28 parallelen
und dieser gegenüberliegend am Stößelboden 14 angeordneten
Grundfläche 46 des Führungszylinders 36 ein Überlauf 48 in
Form einer Vertiefung in dieser Grundfläche 46 vorgesehen,
welche eine Verbindung zwischen dem Ölraum 44 und einem
Innern des hydraulischen Ventilspielausgleichselements 38
schafft. Der Überlauf 48 kann im einfachsten Fall eine
Vertiefung mit runder Außenberandung sein. Wie in Fig. 2
zu sehen ist, ist vorzugsweise der Überlauf 48 mit einer
im wesentlichen viereckigen Außenberandung versehen.
Um im Falle der externen Ölversorgung Öl zum Ölraum 44 zu
zuführen, ist ein Ölzufuhrkanal 50 zwischen der Ölrille 34
und dem Ölraum 44 vorgesehen. Dieser Ölzufuhrkanal 50 ver
läuft vorzugsweise in einer vom Stößelboden 14 hochgezoge
nen und die Wand 20 mit dem Führungszylinder 36 verbinden
den Rippe 52, welche so weit hochgezogen ist, daß sie den
von der Ölrille 34 ausgehenden und in den Führungszylinder
36 im Übergangsbereich zwischen Sockelring 40 und Füh
rungsring 42 mündenden Ölzufuhrkanal 50 vollständig aufzu
nehmen in der Lage ist. Diese Rippe 52 dient gleichzeitig
als Verstärkungsrippe zur Versteifung des gesamten Tassen
stößelkörpers 10 und insbesondere zur Versteifung der Wand
20 und des Führungszylinders 36 mitsamt dem Stößelboden 14.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen, sind im einfach
sten bevorzugten Ausführungsbeispiel noch zwei weitere
Verstärkungsrippen 54 vorgesehen, welche jedoch im Gegen
satz zur Rippe 52 sich von dem Stößelboden 14 und der Wand
20 zwischen dem Verstärkungselement 32 und dem Stößelboden
14 über ihre ganze Länge einstückig erheben, und zwar um
eine Höhe, welche, bezogen auf die Innenmantelfläche 24,
ungefähr einer Höhe des als Sicke ausgebildeten Verstär
kungselements 32 entspricht. Die Verstärkungsrippen 54
verlaufen dabei bis in einen Fußbereich 56 des Sockelrings
40.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen, verlaufen die Ver
stärkungsrippen 54 und auch die Rippe 52 in radialer Rich
tung zur Zylinderachse 30, wobei im einfachsten Fall die
Rippe 52 mit den Verstärkungsrippen 54 insgesamt drei Ver
stärkungen bildet. Vorzugsweise können, wie auch in Fig. 2
strichpunktiert angedeutet, mehrere Verstärkungen vorgese
hen sein, so daß beispielsweise auch insgesamt sechs Ver
stärkungen denkbar sind.
Um den erfindungsgemäßen Tassenstößelkörper 10 so leicht
wie möglich machen zu können, sind jeweils zwischen dem
Verstärkungselement 32 und dem Stößelboden 14 sowie zwi
schen den Verstärkungsrippen, sei es als Verstärkungsrip
pen 54 oder als Rippe 52, Hinterschneidungen vorgesehen,
d. h., daß die Wand 20 des Führungskörpers 12 auf im we
sentlichen dieselbe Dicke wie zwischen dem Verstärkungs
element 32 und dem unteren Rand 16 zurückgeführt ist. Da
durch wird ebenfalls erreicht, daß der Tassenstößelkörper
eine Masse hat, die so klein wie möglich ist.
Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 3) eines er
findungsgemäßen Tassenstößelkörpers, als Ganzes mit 60 be
zeichnet, sind die mit dem ersten Ausführungsbeispiel
identischen Teile mit denselben Bezugszeichen versehen, so
daß bezüglich deren Beschreibung auf die Ausführungen zum
ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann.
Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom
ersten lediglich dadurch, daß die Verstärkungsrippen 54a
ein Verstärkungsdreieck zwischen dem Stößelboden 14 und
der Wand 20 des Führungskörpers 12 bilden, welches mit
einer Kathete vom Stößelboden 14 bis zum Verstärkungsele
ment 32 hochgezogen ist und sich mit der anderen Kathete
von der Innenmantelfläche 24 der Wand 20 bis ungefähr
mittig zwischen dieser und dem Führungszylinder 36 er
streckt, wobei sich die Verstärkungsrippe 54a über dem
restlichen Teil bis zum Fußbereich 56 des Führungszylin
ders 36 mit einer Höhe fortsetzt, welche ungefähr einer
Höhe des Verstärkungselements 32 entspricht.
Bei einem als Ganzes mit 70 bezeichneten dritten Ausfüh
rungsbeipiel des erfindungsgemäßen Tassenstößelkörpers,
dargestellt in Fig. 4, sind die mit dem ersten Ausfüh
rungsbeispiel identischen Teile mit denselben Bezugszei
chen versehen, so daß hinsichtlich deren Beschreibung
ebenfalls auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbei
spiel verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist die Ver
stärkungsrippe 54b genau so weit vom Stößelboden 14 hoch
gezogen wie die Rippe 52, d. h., sie reicht einerseits vom
Stößelboden 14 bis zum Verstärkungselement 32 und anderer
seits vom Stößelboden 14 bis fast zum unteren Rand 72 des
Führungszylinders 36 und füllt somit nahezu den gesamten
freien Raum zwischen der Innenmantelfläche 24 und dem Füh
rungszylinder 36.
Bei einem vierten Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Tassenstößelkörpers, als Ganzes mit 80 bezeichnet
und in Fig. 5 und 6 dargestellt, sind die Teile, die mit
dem ersten Ausführungsbeispiel identisch sind, mit den
selben Bezugszeichen versehen, so daß bezüglich deren
Beschreibung ebenfalls wieder auf die Ausführungen zum
ersten Ausführungsbeispiel verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel sind die Ver
stärkungsrippen 54c nicht mehr als radial zur Zylinder
achse 30 verlaufend angeordnet, sondern verlaufen parallel
zueinander und parallel zu einer Tangente der Außenmantel
fläche 22 oder des Sockelrings 40. Dabei verlaufen die
Verstärkungsrippen 54c als Sekanten zum kreiszylindri
schen Führungskörper 12, die so weit nach innen in Rich
tung zur Zylinderachse 30 versetzt sind, daß sie den
Sockelring schneiden.
Vorzugsweise sind zwei parallel zueinander verlaufende
derartige Verstärkungsrippen 54c vorgesehen, die sich vom
Stößelboden 14 bis ungefähr zur Höhe des Sockelrings 40
erheben und in dieser Höhe sich zwischen gegenüberliegen
den Seiten der Innenmantelfläche 24 erstrecken. Lediglich
der Teil der Verstärkungsrippe 54c, welcher den Ölzufuhr
kanal 50 umschließt, ist verdickt ausgeführt und vom
Sockelring 40 ausgehend zu einer Innenmantelfläche hin bis
zum Verstärkungselement 32 hochgezogen, so daß der Ölzu
fuhrkanal 50 wie bei den voranstehend beschriebenen Aus
führungsbeispielen von der Ölrille 34 abzweigen kann.
Alle Ausführungsbeispiele der vorstehend beschriebenen
Tassenstößelkörper 10, 60, 70, 80 sind als einteiliges
Gußteil ausgeführt, welche vorzugsweise unmittelbar durch
Formguß herstellbar sind, wobei es sich bei dem Formguß um
Sandguß, Feinguß, Genauguß in keramischen Formen, Kokil
lenguß, Druckguß oder Pulvermetallspritzguß handeln kann
und das gewählte Verfahren in erster Linie vom ausgesuch
ten Werkstoff abhängt. Als Werkstoffe für ein derart ein
stückiges Gußteil kommt dabei insbesondere Gußeisen auf
der Basis GGL, GGG oder Temperguß in Frage, die legiert
oder unlegiert sein können. Ein besonders bevorzugtes Aus
führungsbeispiel sieht dabei vor, daß der Tassenstößelkör
per aus Gußeisen ist, welcher im Bereich des Stößelbodens
ein teilweise oder vollständig metastabil erstarrtes Gefü
ge aufweist, d.h. z. B. teilkarbidisch oder schalenhartge
gossen hergestellt ist, da der Stößelboden 14 mit der
Nockenauflagefläche 28 den größten Verschleißbean
spruchungen unterworfen ist, was insbesondere bei einem
Tassenstößelkörper für Ventilstößel mit hydraulischem
Ventilspielausgleichselement gilt, da bei diesen die
Nockenauflagefläche 28 stets am Nocken berührend anliegt
und somit Schmierungsprobleme zwischen der Nockenauflage
fläche 28 und dem Nocken auftreten.
Der Schalenhartguß ist für die Herstellung eines Tassen
stößelkörpers besonders vorteilhaft, da er eine leichte
Anpassung der tribologischen Eigenschaften der Nockenauf
lagefläche an beispielsweise auch durch Gießen hergestell
te Nocken erlaubt.
Darüber hinaus kann, wie allgemein bekannt, im Anschluß an
das Gießen eine Härtebehandlung des Tassenstößelkörpers
erfolgen, bei welcher beispielsweise das Gußeisen durch
Wärmebehandlung mit Phasenumwandlung gehärtet wird. Dar
über hinaus ist aber auch ein thermochemisches Randzonen
härten des Gußeisens oder ein Umschmelzhärten denkbar.
Bei weiteren Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen
Tassenstößelkörpers 10, 60, 70, 80 ist aber auch denkbar,
diese durch Gießen aus Stahlwerkstoffen, wie Einsatzstäh
len, vorzugsweise GS-15 Cr 3, GS-16 Mn Cr 5, GS-21
Ni Cr Mo 2, GS-16 Cr Mo 4 oder Vergütungsstählen, wie
vorzugsweise GS-53 Mn Si 4, GS-42 Cr V 6, GS-42 Cr Mo 4,
oder Nitrierstählen, wie vorzugsweise GK 38 Cr Mo V 5 1,
GS-31 Cr Mo V 9, GS-34 Cr Al Ni 7, oder Werkzeugstählen,
wie vorzugsweise 105 W Cr 6, X 210 Cr W 12 oder Schnell
arbeitsstählen, wie vorzugsweise S-6-5-2 herzustellen.
Schließlich ist auch die Herstellung eines einstückigen
Tassenstößelkörpers 10, 60, 70, 80 aus Leichtmetalle
gierungen, beispielsweise Aluminium-Basis-Legierungen, wie
beispielsweise Al Si 7 Mg, Al Si 17, Al Mg 9 Zn 1,
Al Cu 4 Ti Mg oder Titan-Basis-Legierungen, wie vorzugs
weise Ti Al 6 V 4 denkbar, wobei die Leichtmetalle
gierungen noch faser- oder wiskerverstärkt sein können.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Tassenstößelkörpers, als Ganzes mit 90 bezeichnet
und in Fig. 7 dargestellt, sind diejenigen Teile, insoweit
als sie mit denen des ersten Ausführungsbeispiels iden
tisch sind, mit denselben Bezugszeichen und zusätzlich
noch mit einem ′ versehen, so daß ebenfalls bezüglich
deren Beschreibung auf die Ausführungen zum ersten Aus
führungsbeispiel verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist der
Stößelboden 14′ beispielhaft dicker ausgeführt als beim
ersten Ausführungsbeispiel und umfaßt ein als Ganzes mit
92 bezeichnetes Halbfertigteil, welches eine Stößelboden
platte 94 aufweist, die sich über den gesamten Führungs
körper 12′ erstreckt, diesen abdeckt und dabei die Nocken
auflagefläche 28′ trägt.
An diese Stößelbodenplatte 94 ist dann außerdem noch der
Führungszylinder 36′ mit dem Sockelring 40′ und dem
Führungsring 40′ einstückig angeformt. Ferner trägt die
Stößelbodenplatte 94 auf ihrer der Nockenauflagefläche 28′
gegenüberliegenden Seite Angußelemente 96, welche bei
spielsweise schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und
eine formschlüssige Verbindung mit einem unteren Teil 98
des Stößelbodens 14′ erlauben. In ähnlicher Weise können
auch der Sockelring 40′ und der Führungsring 42′ mit An
gußelementen für die Rippe 52 oder die Verstärkungsrippen
54 versehen sein. Der untere Teil 98 des Stößelbodens 14′
ist dabei wiederum durch diesen einstückig mit dem Füh
rungskörper 12′ und den Verstärkungsrippen 54 sowie der
Rippe 52 als Gußteil hergestellt, wobei dieses Gußteil an
das vorgefertigte Halbfertigteil 92 angegossen ist und
somit gießtechnisch mit diesem zu einer Einheit verbunden
ist.
Alternativ dazu wäre es erfindungsgemäß auch von Vorteil,
wenn der Sockelring 40′ und der Führungsring 42′ ringför
mig umgossen sind und sich von diesem Ring aus die Rippen
oder die Verstärkungsrippen erstrecken.
Vorzugsweise erfolgt die Herstellung des Tassenstößelkör
pers 90 so, daß das Halbfertigteil 92 seinerseits durch
Gießen oder auch durch spanabhebende Bearbeitung vorgefer
tigt, aus dem entsprechenden Material hergestellt wird und
im Anschluß daran ein Angießen des Halbfertigteils 92 mit
samt dem Führungskörper 12′ und den Verstärkungsrippen 54′
sowie der Rippe 52′ erfolgt.
Bei dem Halbfertigteil 92 kann es sich grundsätzlich um
ein Halbfertigteil handeln, das aus denselben Werkstoffen
hergestellt ist, die bereits im Zusammenhang mit anderen
Ausführungsbeispielen angegeben wurden. Vorzugsweise wird
dieses Halbfertigteil 92 aus sehr verschleißfesten Werk
stoffen hergestellt, um die notwendigen tribologischen
Eigenschaften der Nockenauflagefläche 28′ sicherzustellen.
Darüber hinaus ist es aber auch noch möglich, das Halbfer
tigteil 92 aus Hartmetall herzustellen oder aus kerami
schen Werkstoffen, wie beispielsweise Rein- und Mischke
ramik aus ZrO2, AL2 O3 und Si3 N4.
Bei einem weiteren, mit 100 bezeichneten Ausführungsbei
spiel (Fig. 8) des erfindungsgemäßen Tassenstößelkörpers
sind ebenfalls mit dem ersten Ausführungsbeispiel
identische Teile mit denselben Bezugszeichen und
zusätzlich mit ′′ versehen, so daß bezüglich deren
Beschreibung auf die obenstehenden Ausführungen verwiesen
werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel weist der
Stößelboden 14′′ ebenfalls eine zweiteilige Form auf, d. h.,
daß der Stößelboden 14′′ eine Stößelbodenplatte 102 umfaßt,
welche die Nockenauflagefläche 28′′ trägt und als Halbfer
tigteil hergestellt ist, wobei die Stößelbodenplatte sich
in radialer Richtung zur Zylinderachse 30′′ nicht bis zur
Außenmantelfläche 22′′ erstreckt, sondern eine geringere
Erstreckung aufweist und in einen gießtechnisch mit dem
Führungskörper 12′′ hergestellten Tragboden 104 eingelassen
ist, welcher die Stößelbodenplatte 102 an ihren seitlichen
Rändern 106 umgreift und bündig mit dieser abschließt.
Hierzu sind die seitlichen Ränder der Stößelbodenplatte
102 vorzugsweise ebenfalls schwalbenschwanzähnlich abge
schrägt, so daß sie eine formschlüssige Verankerung der
Stößelbodenplatte 102 in dem Tragboden 104 ermöglichen.
Die Stößelbodenplatte 102 kann in gleicher Weise wie das
Halbfertigteil 92 aus denselben Werkstoffen hergestellt
werden, die im Zusammenhang mit dem einstückigen Stößel
körper 10, 60, 70, 80 erwähnt wurden und zusätzlich auch
noch aus Hartmetall oder keramischen Werkstoffen.
Zur Herstellung des Tassenstößelkörpers 100 wird die
Stößelbodenplatte 102 ebenfalls als Halbfertigteil herge
stellt und an diese wird dann der Tragboden 104 mitsamt
dem Führungskörper 12′′ und auch dem Führungszylinder 36′′
einstückig in einem Gießprozeß angegossen.
Bei allen Ausführungsbeispielen 10, 60, 70, 80, 90, 100
des erfindungsgemäßen Tassenstößelkörpers wurde stets
davon ausgegangen, daß nach dem Gießen kein nachfolgender
umformtechnischer Prozeß außer dem abschließenden mecha
nischen Bearbeiten des Tassenstößelkörpers auf Maß er
folgt. Alternativ dazu ist es jedoch denkbar, beispiels
weise das Verstärkungselement 32 im Wege eines sich an das
Gießen anschließenden Umformprozesses, beispielsweise
durch Einrollen einer Sicke, herzustellen.
Ein weiteres Beispiel eines erfindungsgemäßen Tassen
stößelkörpers, dargestellt in Fig. 9 und mit 110 bezeich
net, ist insoweit, als es mit dem ersten Ausführungsbei
spiel identisch ist, mit denselben Bezugszeichen und zu
sätzlich mit ′′′ versehen, so daß bezüglich der Beschrei
bung dieser Teile auf die Ausführungen zum ersten Ausfüh
rungsbeispiel verwiesen werden kann.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist als die
Ventilauflage haltendes Element kein Führungszylinder 36
vorgesehen, sondern lediglich ein sich vom Stößelboden 14
erhebender Ventilauflagezapfen 112, so daß der Tassen
stößelkörper 110 nicht zur Aufnahme eines hydraulischen
Ventilspielausgleichselements dient, sondern als mechani
scher Tassenstößel Verwendung findet.
Darüber hinaus ist das Verstärkungselement 32′′′ nicht unge
fähr mittig zwischen dem Stößelboden 14′′′ und dem unteren
Rand 16′′′ angeordnet, sondern im Bereich des unteren Ran
des 16′′′, und dient als Versteifung desselben, insbeson
dere um eine nachfolgende Bearbeitung des Tassenstößelkör
pers 110 nach dem Gießen zu erleichtern.
Darüber hinaus wurde bei dem Tassenstößelkörper 110 auf das
Vorsehen der Rippe 52 verzichtet und außerdem ist die Öl
rille 34 entfallen.
Überschreitet der Ventilauflagezapfen 112 eine gewisse
Höhe, ist es vorteilhaft, den Tassenstößelkörper mit einer
Rippe 54 zu versehen.
Der Tassenstößelkörper 110 wird genau wie die Ausführungs
beispiele 10, 60, 70, 80 des erfindunggsgemäßen Tassen
stößelkörpers einstückig aus denselben Materialien und
nach denselben Verfahren wie die Tassenstößelkörper 10,
60, 70, 80 hergestellt.
Darüber hinaus ist es aber auch denkbar, den Stößelboden
ähnlich dem des Tassenstößelkörpers 100 auszuführen oder
auch den Ventilauflagezapfen 112 einstückig an ein Halb
fertigteil ähnlich dem Tassenstößelkörper 90 anzuformen.
In diesen Fällen finden dann bei den Halbfertigteilen die
selben Materialien Verwendung wie bei den Tassenstößelkör
pern 90 und 100.
Claims (47)
1. Tassenstößelkörper für Ventilstößel, umfassend einen
zylindrischen Führungskörper, einen Stößelboden und
ein vom Stößelboden getragenes, eine Ventilauflage
haltendes Element, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskörper (12) und der Stößelboden (14) gieß
technisch verbunden hergestellt sind und daß das die
Ventilauflage haltende Element (36, 112) einstückig
mit dem Stößelboden (14) und/oder dem Führungskörper
(12) verbunden ist.
2. Tassenstößelkörper nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das die Ventilauflage haltende Element
(36, 112) zusammen mit dem Führungskörper (12) ein
stückig gegossen ist.
3. Tassenstößelkörper nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das die Ventilauflage haltende Element
(36, 112) zusammen mit einem an dieses angrenzenden
Teil des Stößelbodens (14) einstückig gegossen ist.
4. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungs
körper (12) als Gießteil im Zuge der gießtechnischen
Verbindung von Führungskörper (12) und Stößelboden
(14) hergestellt ist.
5. Tassenstößelkörper nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungskörper (12) an den ein
Halbfertigteil (92, 102) umfassenden Stößelboden
(14′, 14′′) angegossen ist.
6. Tassenstößelkörper nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Halbfertigteil (92, 102) anguß
seitig formschlüssig angießbar ausgebildet ist.
7. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das die Ventilauflage
haltende Element (36′) mit dem Halbfertigteil (92)
vorgefertigt ist.
8. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gießen des die
Ventilauflage haltenden Elements (36, 112) im Zuge
der gießtechnischen Verbindung von Führungskörper und
Stößelboden erfolgt.
9. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (12),
der Stößelboden (14) und das die Ventilauflage hal
tende Element (36, 112) als ein einstückiges Teil
gegossen sind.
10. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungs
körper (12) ein in einer parallel zum Stößelboden
verlaufenden Ebene umlaufendes Verstärkungselement
(32) aufweist.
11. Tassenstößelkörper nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungskörper (12) zwischen dem
Verstärkungselement (32) und dem Stößelboden (14) im
Anschluß an das Verstärkungselement (32) eine Hinter
schneidung aufweist.
12. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 10 oder
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper
(12) auf seiner Außenmantelfläche (22) in Höhe des
Verstärkungselements (32) eine Ölrille (34) aufweist.
13. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 10 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungs
element (32) in einem mittleren Bereich zwischen dem
Stößelboden (14) und einem dem Stößelboden (14)
gegenüberliegenden freien Rand (16) des Führungs
körpers angeordnet ist.
14. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 10 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungs
element (32) einstückig mit dem Führungskörper (12)
verbunden ist.
15. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungs
körper (12) eine an diesem angegossene und in einer
parallelen Ebene zu dessen Zylinderachse (30) verlau
fende Verstärkungsrippe (52, 54, 54a, b, c) aufweist.
16. Tassenstößelkörper nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verstärkungsrippe (52, 54) in ra
dialer Richtung zu der Zylinderachse des Führungs
körpers verläuft.
17. Tassenstößelkörper nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verstärkungsrippe (54c) parallel zu
einer Tangentialrichtung der Außenmantelfläche (22)
des Führungskörpers verläuft.
18. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(54, 54a, b, c) über den Stößelboden (14) bis zu dem
die Ventilauflage haltenden Element (36, 112) ver
läuft.
19. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(52, 54, 54a, b) von dem Verstärkungselement (32)
über die Innenmantelfläche (24) des Führungskörpers
(12) verläuft.
20. Tassenstößelkörper Anspruch 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe (52, 54)
eine im wesentlichen konstante Höhe aufweist.
21. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(54c) zwischen dem die Ventilauflage haltenden Ele
ment (36) und der Innenmantelfläche (24) des Füh
rungskörpers (12) sich über den Stößelboden (14)
maximal ungefähr bis zur Höhe des die Ventilauflage
haltenden Elements (36) erhebt.
22. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
21, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(52, 54, 54a, b) sich an der Innenmantelfläche des
Führungskörpers vom Stößelboden bis mindestens zum
Verstärkungselement (32) erstreckt.
23. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
22, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
als auch mit dem Führungskörper (12) verbundenes Ver
steifungsdreieck zwischen diesen bildet.
24. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
23, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(52, 54, 54a, b, c) sich über ihre ganze Länge von
der Innenmantelfläche (24) des Führungskörpers (12)
einstückig mit demselben erhebt.
25. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 18 bis
23, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(52, 54, 54a, b, c) sich über ihre ganze Länge von
dem Stößelboden (14) einstückig mit demselben erhebt.
26. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 15 bis
25, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippe
(52, 54) sich vom Stößelboden (14) um ungefähr die
selbe Höhe erhebt wie das Verstärkungselement (32)
von der Innenmantelfläche (24) des Führungskörpers
(12).
27. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das die
Ventilauflage haltende Element ein sich vom Stößel
boden (14) erhebender Ventilauflagezapfen (12) ist.
28. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß das die Ventilauflage
haltende Element ein Führungszylinder (36) für ein
hydraulisches Ventilspielausgleichselement (38) ist.
29. Tassenstößelkörper nach Anspruch 28, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungszylinder (36) stößelboden
seitig radial erweitert ist und einen Ölraum (44)
bildet.
30. Tassenstößelkörper nach Anspruch 29, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ölraum (44) mit einer zur Außen
mantelseite (22) des Führungskörpers (12) hin verlau
fenden Ölzuführung (50) versehen ist.
31. Tassenstößelkörper nach Anspruch 30, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ölzuführung (50) durch eine Ver
stärkungsrippe (52) hindurch verläuft.
32. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 29 bis
31, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungszylinder
(36) auf seiner dem Stößelboden (14) abgewandten
Seite einen Führungsring (42) für das Ventilspielaus
gleichselement (38) bildet und zwischen diesem und
dem Stößelboden (14) einen den Führungsring (42)
tragenden Sockelring (40) mit größerem Innen- und
Außendurchmesser wie der Führungsring (42) aufweist,
so daß zwischen diesem und den Ventilspielaus
gleichselement (38) der Ölraum (44) entsteht.
33. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gegossene
Teil des Tassenstößelkörpers aus Gußeisen ist.
34. Tassenstößelkörper nach Anspruch 30, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gußeisen mindestens im Bereich des
Stößelbodens (14) ein teilweise oder vollständig
metastabil erstarrtes Gefüge aufweist.
35. Tassenstößelkörper nach Anspruch 34, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gußeisen thermisch oder
thermochemisch gehärtet ist.
36. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 32,
dadurch gekennzeichnet, daß der gegossene Teil des
Tassenstößelkörpers aus Stahlwerkstoff gegossen ist.
37. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 32,
dadurch gekennzeichnet, daß der gegossene Teil des
Tassenstößelkörpers aus einer Leichtmetallegierung
gegossen ist.
38. Tassenstößelkörper nach Anspruch 37, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Leichtmetallegierung faser- oder
wiskerverstärkt ist.
39. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Halbfer
tigteil (92, 102) aus Stahlwerkstoff ist.
40. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 38,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halbfertigteil (92,
102) aus keramischem Werkstoff ist.
41. Tassenstößelkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 38,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halbfertigteil (92,
102) aus Hartmetall ist.
42. Tassenstößelkörper nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gegossene
Teil des Tassenstößelkörpers durch Formguß herge
stellt ist.
43. Tassenstößelkörper nach Anspruch 41, dadurch gekenn
zeichnet, daß der gegossene Teil des Tassenstößel
körpers durch Pulvermetall-Spritzguß hergestellt ist.
44. Verfahren zur Herstellung eines Tassenstößelkörpers
für Ventilstößel nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte
Tassenstößelkörper weitgehend endkonturnah gegossen
wird.
45. Verfahren zur Herstellung eines Tassenstößelkörpers
für Ventilstößel nach einem der Ansprüche 1 bis 43,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Tassen
stößelkörpers als weitgehend endkonturnahes Halbfer
tigteil hergestellt und durch weitgehend endkontur
nahes Angießen der anderen Teile des Tassenstößel
körpers an das Halbfertigteil des Tassenstößelkörpers
als gießtechnisches Verbundteil hergestellt wird.
46. Verfahren nach einem der Ansprüche 44 oder 45,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tassenstößelkörper
endkonturnah hergestellt wird.
47. Verfahren nach einem der Ansprüche 44 oder 45,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tassenstößelkörper
durch ein sich an das Gießen anschließendes Umformen
endkonturnah hergestellt wird.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE3920729A DE3920729A1 (de) | 1989-06-24 | 1989-06-24 | Tassenstoesselkoerper fuer ventilstoessel |
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