DE3918862C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Drehmoment-Meßeinrichtung
mit einer Welle, die einen Abschnitt verminderten Durch
messers aufweist, einer Hülse, die mit der Welle auf
beiden Seiten des Abschnitts verminderten Durchmessers
drehfest und axial unverschiebbar verbunden ist und
einen Anker trägt, der sich bei Verdrehung der beiden
Hülsenenden gegeneinander in axialer Richtung verschiebt
und ein elektrisches und/oder magnetisches Feld verän
dert, und einer Einrichtung zur Ermittlung der Feldände
rung, wobei die Hülse axial in zwei Teile unterteilt ist.
Bei einer bekannten Drehmoment-Meßeinrichtung (US-PS
27 37 049) hat die Welle einen Abschnitt verminderten
Durchmessers, so daß bei einem auf die Welle wirkenden
Drehmoment eine Verdrehung zwischen den beiden Wellen
enden hauptsächlich im Bereich des Abschnitts verminder
ten Durchmessers erfolgt. Die Verdrehung der Wellenteile
auf beiden Seiten des Abschnitts verminderten Durchmes
sers wird mit Hilfe einer Hülse gemessen. Die Hülse
hat einen Mittelteil, der mit dem einen Hülsenende über
in einem Winkel zur Wellenachsrichtung laufenden Stege
und mit dem anderen Hülsenende über eine Art Faltenbalg
verbunden ist. Werden die beiden Wellenenden und damit
die beiden Hülsenenden gegeneinander verdreht, bewegt
sich der Mittelteil unter dem Einfluß der Stege gering
fügig in axialer Richtung. Ein an dem Mittelteil befe
stigter Anker verändert die Induktivität zweier in der
Einrichtung zur Ermittlung der Feldänderung angeordneter
Spulen. Diese Veränderung kann über eine Brückenschal
tung, die beispielsweise mit einer Wechselspannung ge
speist wird, gemessen werden. Der bekannte Geber ist
verhältnismäßig groß und erzeugt nur ein relativ schwa
ches und ungenaues Ausgangssignal.
DE 38 02 684 A1 zeigt einen Drehmomentsensor mit einer
Welle, die einen Abschnitt verminderten Durchmessers aufweist
(Fig. 2), einer Hülse, die mit der Welle auf beiden Seiten
des Abschnitts verminderten Durchmessers drehfest und axial
unverschiebbar verbunden ist und einen Anker trägt, der
sich bei Verdrehung der beiden Hülsenenden gegeneinander in
axialer Richtung verschiebt und ein elektrisches und/oder
magnetisches Feld verändert, und einer Einrichtung zur
Ermittlung der Feldänderung. Die Hülse ist axial in zwei Teile
unterteilt. Der Anker ist mit den beiden Teilen
der Hülse über Stege verbunden, die mit der Umfangsrichtung
einen Winkel einschließen. Bei einer Verdrehung der beiden
Hülsenteile gegeneinander vergrößert sich der Winkel
der Stege zur Umfangsrichtung auf der einen Seite, während
er sich auf der anderen Seite verkleinert. Die Übersetzung
der Relativbewegung in Umfangsrichtung in eine Bewegung des
Ankers in Axialrichtung erfolgt mit dem Tangens des Winkels,
den die Stege mit der Umfangsrichtung einschließen. Da der
Anker beidseitig gelagert sein muß, muß die Längenzunahme
in Axialrichtung auf der einen Seite einer Längenabnahme in
Axialrichtung auf der anderen Seite entsprechen. Die Winkel,
die die Stege auf der linken und der rechten Seite mit der
Umfangsrichtung einschließen, müssen also in einem Bereich
gewählt sein, in dem die Änderung in positiver und in negativer
Richtung ungefähr gleich groß ist. Wenn sich die Änderungen
unterscheiden, wird auf den Anker eine zusätzliche, das Meßergeb
nis verfälschende Kraft durch die Elastizität der Stege
ausgeübt. In dem Winkelbereich, in dem die geforderte Bedingung
erfüllt ist, liegt der Verstärkungsfaktor nur in der Größenordnung
von etwa eins bis zwei, so daß eine genaue Erfassung der Bewegung
des Ankers erzielt werden kann. Man versucht, die von den
Stegen ausgeübten Kräfte dadurch zu verkleinern, daß der Anker
auf einem vergrößerten Durchmesser angeordnet ist, die Stege
also auch eine Komponente in radialer Richtung haben. Diese
Anordnung vergrößert jedoch den Sensor und macht ihn unhandlich
und empfindlich.
DE 37 08 103 A1 zeigt eine Drehmoment-Meßeinrich
tung mit einer Welle, einer zweiteiligen Hülse, die
mit der Welle drehfest und axial unverschiebbar verbunden
ist und einen Zeiger trägt, der sich bei Verdrehung der
beiden Hülsenteile gegeneinander in axialer Richtung
verschiebt. Der Anker ist an einem Ende einer Zunge befestigt.
Die Zunge wiederum steht senkrecht auf einer Platte,
die auf der einen Seite mit dem einen Hülsenteil und auf
der anderen Seite mit dem anderen Hülsenteil verbunden ist.
Wenn sich nun die beiden Hülsenteile gegeneinander verdrehen,
nimmt die Platte einen Winkel zur Axialrichtung ein. Den
gleichen Winkel nimmt der Zeiger zur Umfangsrichtung ein.
Die Bewegung, die die Zeigerspitze vollführt, an der der Anker
befestigt ist, ist dabei um ein Vielfaches größer als die
Bewegung zwischen den beiden Befestigungspunkten der Platte
an den beiden Hülsenteilen. Die Welle dieser Drehmoment-
Meßeinrichtung weist keinen Abschnitt verminderten Durchmessers
auf. Auch fehlt eine Einrichtung zur Ermittlung der Feldänderung.
Ein gravierender Nachteil dieser Meßeinrichtung liegt darin,
daß beim Verdrehen der beiden Hülsenteile gegeneinander
aufgrund der sich verkürzenden Projektion der Platte starke
axiale Kräfte auf die beiden Hülsenteile wirken. Diese
Kräfte können, insbesondere bei größeren Auslenkungen, zu
einer Verfälschung des Meßergebnisses führen.
US 47 12 433 offenbart einen Drehmomentsensor für hilfskraft
betätigte Kraftfahrzeuglenkungen. Der dort offenbarte Sensor
weist eine Drehmomenten-Meßwelle auf, in deren Oberfläche
künstliche Störungen eingebaut sind. Eine Primärspule
erzeugt ein Wechselfeld, das auf der Wellenober
fläche Wechselströme hervorruft. Die Ausbreitung der Wirbelströme
wird durch die Schlitze behindert. An den Stellen,
wo die Schlitze vorliegen, entstehen Streufelder. Die
Streufelder werden von Sekundärspulen erfaßt. Die Schlitze
sind so angeordnet, daß sich ihre Breite bei Beanspruchung
der Welle durch ein Drehmoment gegensinnig vergrößert bzw.
verkleinert. Dementsprechend verändern sich auch die durch
die Wirbelströme hervorgerufenen Streufelder, die durch die
Sekundär-Spulen erfaßt werden. Da die Sekundär-Spulen differen
tiell zusammengeschaltet sind, lassen sich bereits kleine
Änderungen der Streufelder, die ebenfalls gegensinnig erfolgen,
erfassen. Der bekannte Drehmomentsensor weist keinen axial
beweglichen Anker auf, der ein elektrisches und/oder magnetisches
Feld verändert. Die magnetische Kopplung zwischen der Primär-Spule
und den Sekundär-Spulen bleibt
unverändert. Die magnetische Kopplung ist ein
Ausdruck dafür, welcher Anteil des von der Primärspule erzeugten
Feldes die Sekundärspulen durchsetzt. Dieser Anteil bleibt
jedoch, unabhängig von der Vergrößerung oder Verkleinerung
der Schlitze, konstant. Die Sekundärspulen erfassen
lediglich die durch die Wirbelströme hervorgerufenen Streufelder.
DE 36 29 610 A1 offenbart einen koaxialen Drehmomentsensor,
der die Veränderung der Permeabilität von um die Welle gelegten
Streifen erfaßt, die sich aufgrund einer durch ein Drehmoment
hervorgerufenen Oberflächenspannung ergibt. Die veränderte
Permeabilität eines Streifens wird dadurch gemessen, daß für
jeden Streifen eine Sekundärspule vorgesehen ist, die ein
von einer oder mehreren Primärspulen erzeugte
Feld erfaßt.
US 45 66 338 nutzt zur Ermittlung des Drehmoments ebenfalls
die sich unter dem Einfluß einer durch das Drehmoment erzeugten
Oberflächenspannung veränderte Permeabilität, um die Größe
des Drehmoments zu ermitteln. Zu diesem Zweck sind fünf Pole
vorgesehen, von denen vier die Drehmomenten-Meßwelle auf zwei
Seiten und mit axialem Abstand zueinander umgreifen, während
der fünfte Pol parallel zu den anderen vier Polen radial auf
die Oberfläche weist. Die fünf Pole sind durch ein Joch miteinan
der verbunden. Auch hier ist kein axial beweglicher Anker
vorgesehen, der die magnetische Kopplung zwischen den Polen
ändert.
DE 29 39 620 C2 offenbart eine Vorrichtung zur Drehmomentmessung
an einer Welle, bei der sich ein Anker in Axialrichtung ver
schiebt. Die Verschiebung wird durch einen aus zwei Spulen
gebildeten induktiven Wegaufnehmer gemessen. Das Übersetzungs
verhältnis zwischen der radialen Relativbewegung der beiden
Hülsenteile und der sich daraus ergebenden axialen Bewegung
entspricht ungefähr dem der DE 38 02 684 A1.
DE 35 32 351 A1 offenbart einen Drehmomentsensor, bei dem
sich bei der Verdrehung von zwei mit der Welle verbundenen
Hülsen ein Anker in Umfangsrichtung so verschiebt, daß er
einen Luftspalt mit einer Hülsenhälfte verkleinert, während
er einen Luftspalt mit der anderen Hülsenhälfte vergrößert. Die
sich daraus ergebende Veränderung des magnetischen Widerstandes
wird mit Hilfe einer aus drei Spulen bestehenden Anordnung
gemessen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Drehmoment-Meßeinrichtung anzugeben, die bei kleine
rer Baugröße ein stärkeres Ausgangssignal abgeben kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Drehmoment-Meßeinrichtung
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Anker
an einem Ende einer Zunge befestigt ist, deren anderes
Ende mit beiden Hülsenteilen verbunden ist,
wodurch bei einer Verdrehung der beiden Hülsenteile gegeneinander
eine um das Verhältnis zwischen der Zungenlänge und dem
Abstand der beiden Hülsenteile verstärkte Bewegung des
Zungenendes erfolgt, an dem der Anker befestigt ist, und daß die
Verbindung der Zunge mit jedem Hülsenteil über jeweils einem
Steg erfolgt, der sich zumindest teilweise in Umfangs
richtung erstreckt.
Damit entsteht bei der Verdrehung der beiden Hülsenteile
gegeneinander eine Bewegung an dem Zungenende, an dem
der Anker befestigt ist, die durch das Verhältnis zwi
schen dem Abstand der beiden Hülsenteile und der Zungen
länge verstärkt ist. Je schmaler der Abstand zwischen
den beiden Hülsenteilen und je länger die Zunge ist,
desto stärker ist der Ausschlag der Zungenspitze. Man
erreicht damit bei gleicher Verdrehung der Hülsenenden
gegeneinander eine weitaus größere axiale Bewegung des
Ankers, die zu einem stärkeren Signal umgewandelt werden
kann, ohne daß dadurch die Hülse vergrößert werden müßte.
Wenn sich die
beiden Hülsenteile gegeneinander verdrehen, stellt sich
das Ende der Zunge, das mit den beiden Hülsenteilen
verbunden ist, schräg in den die beiden Hülsenteile
trennenden Spalt. Dadurch verkürzt sich die Projektion
dieses Zungenendes in den Spalt. Durch die erfindungs
gemäße Ausgestaltung wird diese Verkürzung durch die Feder
wirkung der beiden Stege aufgefangen. Die Verbindung
zwischen Hülse und Welle wird axial praktisch kaum bean
sprucht.
In einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die Zunge
im wesentlichen zwischen den Hülsenteilen, und ihre
Längsachse liegt in der Ruhelage in einer senkrecht
zur Wellenachse angeordneten Ebene. Damit ist die Zunge
auf gleiche Art und Weise gekrümmt wie die beiden Hülsen
teile. Die Zunge steht also nicht über den Außendurch
messer der Hülse über. Trotzdem kann bis zu einem gewis
sen Grad eine Verstärkung des Ausschlags des Zungen
endes, an dem der Anker angeordnet ist, erreicht werden.
Der maximale Ausschlag wird erreicht, wenn die Zunge
über eine der Hälfte des Umfangs der Hülse entsprechende
Strecke verläuft. Dadurch, daß die Zunge in der Ruhe
lage, d. h. wenn ein Drehmoment auf die Welle wirkt,
in einer Ebene liegt, die senkrecht zur Wellenachse
angeordnet ist, ist sowohl für ein positives als auch
für ein negatives Drehmoment die gleiche Ausgangssitua
tion gegeben. Beide Vorzeichen des aufgebrachten Dreh
moments können also auf gleiche Art und Weise problemlos
gemessen werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind
mindestens zwei in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte
Zungen vorgesehen, die den Anker tragen. Hierdurch wird
eine sichere Lagerung des Ankers auf zwei diametral
gegenüberliegenden Punkten der zwei Zungen oder auf
mehreren in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilten Ab
stützungspunkten erreicht.
Vorteilhafterweise ist die Hülse aus einem unmagneti
schen Material gebildet. Insbesondere, wenn die Änderung
eines magnetischen Feldes zur Auswertung des Drehmoments
herangezogen wird, wird erreicht, daß nur der Anker
und seine axiale Bewegung das Magnetfeld beeinflussen
und nicht die Hülse.
Mit Vorteil sind die Hülsenteile und die Zunge bzw.
die Zungen einstückig ausgebildet. Die Zunge ist also
von den beiden Hülsenteilen durch im wesentlichen in
Umfangsrichtung verlaufende Schlitze getrennt. Die gesam
te Hülse einschließlich der Zungen ist damit aus einem
homogenen Material gefertigt, bei dem keine oder nur
eine sehr geringer Hysterese auftritt. Außerdem wird
hierdurch ein mechanisch sehr stabiles System erzielt.
In einem Ausführungsbeispiel wurde ein Faktor zwischen
dem kleinsten und dem größten gemessenen Drehmoment
von größer als 1000 erreicht. Darüber hinaus läßt sich
auf diese Art die Drehmoment-Meßeinrichtung sehr kom
pakt gestalten.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Einrich
tung zur Ermittlung der Feldänderung mindestens eine
Spule auf, die gegenüber der Hülse axial unverschiebbar
und drehbar gelagert ist, insbesondere mit Hilfe von
schlupffreien Lagern, deren innerer Ring auf der Hülse
und deren äußerer Ring in einem Spulenträger angeordnet
ist. Die Ermittlung der Feldänderung eines Magnetfeldes
läßt sich relativ einfach bewerkstelligen. Das Magnetfeld
ist von äußeren Einflüssen, wie Temperatur, Luftfeuchtig
keit etc. im wesentlichen unabhängig. Störungen, die
im Betrieb auftreten könnten, werden dadurch weitgehend
vermieden. Die Spule kann stationär, also nicht drehend,
angeordnet sein, was die Abnahme eines Meßsignals außer
ordentlich vereinfacht. Es müssen keine schleifenden
Kontakte vorgesehen sein, die das Meßsignal verfälschen
könnten. Die Anbringung des Lagers auf der Hülse statt
auf der Welle erlaubt eine genauere Positionierung der
Spule in bezug auf den Anker.
Vorzugsweise weist die Einrichtung zur Ermittlung der
Feldänderung eine ein Magnetfeld erzeugende Primärspule
und zwei jeweils ein Ausgangssignal erzeugende Sekundär
spulen auf, wobei der Anker bei axialer Bewegung die
magnetische Kopplung zwischen der Primär- und den Sekun
därspulen ändert. Diese Feldänderungs-Ermittlungseinrich
tung läßt sich auch ohne die spezielle Aufhängung des
Ankers an den Zungen verwenden, wenn sichergestellt
ist, daß der Anker bei einer Verdrehung der beiden Hül
senenden gegeneinander eine axiale Bewegung ausführt.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird erreicht,
daß bei Bewegung des Ankers in beiden Richtungen aus
gehend von der Neutralstellung, die durch die Primärspule
definiert ist, Ausgangssignale von den Sekundärspulen
erzeugt werden, die proportional zu der Verdrehung der
beiden Hülsenenden gegeneinander und damit proportional
zum gemessenen Drehmoment sind. Die Verwendung einer
Primärspule als felderzeugende Spule und zweier Sekundär
spulen als Sensorspulen hat den Vorteil, daß die Anre
gung, d.h. das Eingangssignal, von dem Meßwert, d.h.
dem Ausgangsignal, weitgehend entkoppelt ist. Erfindungs
gemäß wird tatsächlich weitgehend die Änderung des Feldes
ermittelt. Änderungen in den Eigenschaften der Spulen
oder der anderen Bauelemente können dadurch leichter
erkannt und kompensiert werden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umgibt die
Primärspule die Hülse im Bereich des Ankers, und auf
jeder Seite der Primärspule ist jeweils eine der Sekun
därspulen angeordnet, wobei der Anker mindestens teil
weise innerhalb der Primärspule angeordnet ist und aus
magnetisch leitendem Material gebildet ist.
Die Feldänderungs-Ermittlungseinrichtung ist also als
linearer Differential-Transformator aufgebaut, in dessen
Primärspule ein konstanter magnetischer Fluß erzeugt
wird. Der Fluß schließt sich durch die beiden Sekundär
spulen. In der Neutralstellung befindet sich der Anker
symmetrisch zu den beiden Sekundärspulen, so daß sich
der Fluß jeweils symmetrisch in den beiden Sekundärspulen
verteilt und folglich auch eine gleich große Anzahl
von Windungen durchsetzt. Durch Verschieben des Ankers
wird das Feld in einer Sekundärspule mehr und in der
anderen Sekundärspule weniger geführt, so daß die Sym
metrie aufgehoben wird und sich die Feldverteilung und
damit der Fluß in den beiden Sekundärspulen ändert.
In der Sekundärspule, in die der Anker weiter eintaucht,
durchsetzt das Magnetfeld eine größere Anzahl von Spulen
windungen und induziert damit beispielsweise eine größere
Spannung als in der anderen Sekundärspule, in der eine
geringere Anzahl von Spulenwindungen vom Magnetfeld
durchsetzt werden. Dadurch, daß die beiden Spulen gegen
sinnig vom Anker beeinflußt werden, erreicht man eine
differentielle Wirkung, die zu einer Verstärkung des
Meßsignals verwendet wird.
Die Forderungen an die Lagerung der Spulenanordnung
in bezug auf eine Spielfreiheit in axialer Richtung
sind erheblich. Es muß sichergestellt sein, daß der
Anker bei Fehlen eines Drehmomentes seine Neutralstel
lung einnimmt und nicht durch eine Verschiebung der
Spulenanordnung gegenüber der Welle aus der Neutralstel
lung herausgebracht wird. Um die Forderungen an die
Lager diesbezüglich zu reduzieren, wird vorteilhafter
weise auf der Welle axial nicht verschiebbar ein zweiter
Anker angeordnet, der die magnetische Kopplung zwischen
einer zweiten, eine Primär- und zwei Sekundärspulen
aufweisenden Spulenanordnung bei Bewegung der Welle
ändert, wobei die zweite Spulenanordnung mit der ersten
mit axial konstantem Abstand verbunden ist. Vorteilhaf
terweise sind beide Spulenanordnungen identisch aufge
baut. Damit läßt sich zuverlässig feststellen, ob ein
Ausgangssignal durch eine Bewegung des Ankers hervor
gerufen wird, die durch ein aufgebrachtes Drehmoment
bewirkt wird, oder ob es sich lediglich um eine Relativ
bewegung zwischen Spulenanordnung und Welle handelt.
Das Drehmoment kann beispielsweise als Differenz zwischen
den zwei Ausgangssignalen der beiden Spulenanordnungen
gemessen werden.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die
Primärspule auf dem mittleren Schenkel eines E-förmigen
Kerns und die beiden Sekundärspulen auf den beiden äuße
ren Schenkeln des Kerns angeordnet, wobei der Anker
mit konstantem Luftspalt zum mittleren Schenkel und
zwischen den beiden äußeren Schenkeln des Kerns angeord
net ist. Damit wird das Prinzip eines Reluktanzmessers
realisiert. In einem Reluktanzmesser läuft der gesamte
von der Primärspule erzeugte magnetische Fluß ständig
durch alle Sekundärwicklungen. Durch Änderung der Größe
des magnetischen Flusses, beispielsweise durch Erhöhung
oder Verringerung des magnetischen Widerstandes durch
Vergrößerung oder Verkleinerung eines im magnetischen
Kreis befindlichen Luftspaltes wird die in den jeweili
gen Sekundärwicklungen erzeugte Spannung proportional
zur Bewegung des Ankers geändert.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Spulen
der Einrichtung zur Ermittlung der Feldänderung von
einer magnetisch leitenden Kappe umgeben. Diese magne
tisch leitende Kappe stellt zum einen sicher, daß von
außen keine störenden Einflüsse das Meßergebnis verfäl
schen können. Zum anderen wird durch die magnetisch
leitende Kappe ein Pfad für den magnetischen Fluß gebil
det, über den sich die Feldlinien schließen können.
Damit kann bei geringerer Erregungsleistung ein stärke
res Ausgangssignal abgenommen werden.
Mit Vorteil ist die Kappe mit der Hülse axial unver
schiebbar verbunden und weist mindestens einen Kompensa
tionsluftspalt auf, der bei axialer Verschiebung der
Spulenanordnung relativ zur Hülse die magnetische Kopp
lung zwischen Primärspule und den Sekundärspulen gegen
sinnig zur Beeinflussung durch den Anker ändert. Damit
werden die störenden Einflüsse, die sich durch eine
axiale Relativbewegung zwischen Spulenanordnung und
Hülse ergeben können, unmittelbar kompensiert. Der Anker
leitet dann zwar das Feld so, daß eine größere Anzahl
von Spulenwindungen einer Sekundärspule vom Feld durch
setzt werden. Gleichzeitig wird aber aufgrund des Kompen
sationsluftspalts der Kappe, der sich zusammen mit dem
Anker verschiebt, der magnetische Widerstand für das
diese Sekundärspule durchsetzende Feld vergrößert, so
daß zwar eine größere Anzahl von Spulenwindungen vom
Magnetfeld durchsetzt sind, das Magnetfeld aber so abge
schwächt ist, daß sich dadurch keine Änderung des Aus
gangssignals ergibt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kompensa
tionsluftspalt durch einen Umfangspalt in der Kappe
im Bereich der Primärspule gebildet. Bei richtiger Dimen
sionierung läßt sich damit der gewünschte Effekt erzie
len. Insbesondere ist vorteilhaft, daß der Spalt in
Axialrichtung mindestens so breit wie die Primärspule
ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung
beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Drehmoment-
Meßwelle mit Hülse,
Fig. 2 eine Abwicklung eines Teiles der Hülse,
Fig. 3 einen Axialschnitt der Drehmoment-Meßwelle mit
einer Spulenanordnung,
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung der Wir
kungsweise der Spulenanordnung,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform mit einer Kompensa
tionseinrichtung,
Fig. 6 eine Prinzipdarstellung einer weiteren Einrich
tung zur Ermittlung der Feldänderung,
Fig. 7 eine weitere Drehmoment-Meßeinrichtung und
Fig. 8a und 8b Prinzipdarstellungen zur Erläuterung des Prinzips
der Einrichtung nach Fig. 7.
Eine Drehmoment-Meßwelle einer Drehmoment-Meßeinrichtung
weist einen Abschnitt 3 verminderten Durchmessers auf.
Ein auf der Welle aufgebrachtes Drehmoment wird die
Welle 1 im wesentlichen im Bereich dieses Abschnitts
3 verminderten Durchmessers in sich verdrehen. Der Ab
schnitt 3 verminderten Durchmessers ist durch eine Hülse
2 überbrückt, die auf den Abschnitten der Welle 1 dreh
fest und axial unverschiebbar angeordnet ist, die sich
auf beiden Seiten an den Abschnitt 3 verminderten Durch
messers anschließen.
Die Hülse ist durch einen in Umfangsrichtung verlaufen
den Schlitz 41 in zwei Hülsenteile 4, 5 unterteilt.
In dem Schlitz 41 sind zwei Zungen 6, 7 angeordnet.
Jede Zunge ist an einem Ende über einen Steg 8 mit einem
Hülsenteil 4 und über eine anderen Steg 9 mit dem anderen
Hülsenteil 5 verbunden. Die Stege 8, 9 verlaufen zumin
dest abschnittsweise in Umfangsrichtung. Am anderen
Ende der Zunge befindet sich ein Lagerpunkt 10, 11,
an dem ein Anker 12 befestigt werden kann.
Wirkt nun ein Drehmoment auf die Welle 1, werden die
beiden Hülsenteile 4, 5 gegeneinander verdreht. Betrach
tet man beispielsweise die Fig. 2, so bewegt sich das
Hülsenteil 4 nach unten und das Hülsenteil 5 nach oben.
Dabei werden die Zungen 6, 7 aus ihrer Lage parallel
zu den beiden Hülsenteilen 4, 5 ausgelenkt, und die
Enden, die an den Lagerpunkten 10, 11 den Anker 12 auf
nehmen, bewegen sich nach rechts. Die beiden Stege 8,
9 geben dabei etwas federnd nach und bewirken somit
einen Längenausgleich, der notwendig ist, weil die Pro
jektion des mit den Hülsenteilen 4, 5 verbundenen Endes
der Zungen 6, 7 kürzer wird, wenn sich die Zungen in
Richtung des Pfeiles A (Fig. 1) bewegen. Je dichter
die Hülsenteile 4, 5 benachbart sind, d.h. je schmaler
der Schlitz 41 ist, und je länger die Zungen 6, 7 sind,
desto größer ist die Auslenkung der Lagerpunkte 10,
11, wenn die beiden Hülsenteile 4, 5 gegeneinander ver
dreht werden. Theoretisch reicht es aus, eine einzige
Zunge vorzusehen. In der Praxis hat es sich jedoch als
vorteilhaft herausgestellt, zwei Zungen 6, 7 vorzusehen,
die den Anker 12 an diametral gegenüberliegenden Punkten
unterstützen. Damit ist im wesentlichen sichergestellt,
daß der Anker jederzeit koaxial mit der Welle 1 bleibt.
Die gesamte Hülse, d.h. die beiden Hülsenteile 4, 5
und die Zungen 6, 7 sind vorzugsweise einstückig ausge
führt. Beispielsweise kann die Hülse in abgewickeltem
Zustand aus einem Blech gestanzt und dann um die Welle
herum gewickelt werden. Diese Herstellungsweise ergibt
eine Hülse, die im wesentlichen homogen ist und deswegen
keine oder nur sehr geringe Hysterese-Eigenschaften
aufweist. Unabhängig davon, ob das Drehmoment in posi
tiver oder in negativer Richtung auf die Welle 1 wirkt,
ergibt sich in jedem Fall eine gleichförmige Auslenkung
des Ankers 12 durch die Zungen 6, 7. Durch das Fehlen
von Verbindungsgelenken zwischen den beiden Hülsenteilen
4, 5 und den Zungen 6, 7 ergibt sich ein mechanisch
sehr stabiles System, das sehr wenig fehleranfällig
ist. Durch die Wahl einer geeigneten Länge für die Stege
8, 9 läßt sich erreichen, daß die durch das Verdrehen
der beiden Hülsenteile 4, 5 bewirkte Verformung der
Hülse 2 im elastischen Bereich bleibt, und zwar in einem
Bereich, der auch bei widerholten Bewegungsspielen nicht
zu Ermüdungsbrüchen führt. Die Zungen 6, 7 liegen in
der Zylindermantelfläche, in der die Hülsenteile 4,
5 angeordnet sind.
Zur Ermittlung der axialen Bewegung des Ankers 12 ist
eine Spulenanordnung 13 vorgesehen, die eine Primärspule
14 und zwei Sekundärspulen 15, 16 aufweist. Die drei
Spulen verlaufen konzentrisch zur Welle 1, d. h. sie
umgeben die Welle 1. Die Primärspule 14 ist dabei zwi
schen den beiden Sekundärspulen 15, 16 angeordnet. Alle
drei Spulen sind durch einen Spulenträger 17 miteinander
verbunden, der beispielsweise aus einem Kunststoff oder
aus Hartpapier besteht. Der Spulenträger 17 ist mit
Hilfe von zwei Lagern 18, 19 drehbar auf der Hülse 2
gelagert. Die Lager 18, 19 sind dabei vorzugsweise
schlupffreie Kugellager, d.h. Lager ohne axiales Spiel.
Der Innenring 20 der Lager ist dabei auf der Hülse 2
befestigt, während der Außenring mit dem Spulenträger
17 in Verbindung steht. Durch diese Lagerung wird er
reicht, daß sich die Welle 1 drehen kann, während die
Spulenanordnung 13 stationär bleibt. Spulenanschlüsse
22, 23, 24 können daher ohne Schwierigkeiten aus den
Spulen 14, 15, 16 herausgeführt werden, um elektrische
Eingangs- bzw. Ausgangssignale von bzw. an eine Auswerte
einrichtung zu übertragen. In axialer Richtung ist die
Spulenanordnung 13 so gelagert, daß der Anker 12 in
der Ruhestellung, d.h. bei Fehlen eines äußeren Dreh
moments auf die Welle 1, genau symmetrisch zur Primär
spule 14 und zu den beiden Sekundärspulen 15, 16 liegt.
Die Funktionsweise dieser Spulenanordnung läßt sich
anhand von Fig. 4 erkennen. Die Primärspule 14 wird
von einem Strom durchflossen und erzeugt dadurch ein
Magnetfeld, das durch die Pfeile 25, 26 angedeutet ist.
Dieses Magnetfeld durchsetzt die beiden Sekundärspulen
15, 16 und induziert dort eine elektrische Spannung.
Die elektrische Spannung ist unter anderen davon abhän
gig, wieviele Spulenwindungen vom Magnetfeld durchsetzt
werden. Der Anker 12, der aus magnetisch leitendem Mate
rial besteht, führt dabei das Feld. In der Ruhe- oder
Neutralstellung ragt der Anker gleich weit in beide
Sekundärspulen 15, 16 hinein. In beiden Sekundärspulen
wird also die gleiche Spannung induziert. Wenn die bei
den Spannungen voneinander subtrahiert werden, erscheint
am Ausgang das Signal Null, was anzeigt, daß kein Dreh
moment auf die Welle wirkt. Durch Verschieben der Spulen
anordnung 13 relativ zum Anker 12 in Richtung des
Pfeils B oder, was die gleiche Wirkung hat, des Ankers
12 relativ zur Spulenanordnung 13, wird die symmetrische
Feldverteilung aufgehoben. In der Sekundärspule, in
die der Anker 12 weiter eindringt, wird eine größere
Anzahl von Spulenwindungen vom Magnetfeld durchsetzt
als in der anderen Sekundärspule, aus der der Anker
12 ein Stück weit herausgezogen worden ist. In der ersten
Sekundärspule wird also eine größere Spannung induziert
als in der zweiten. Durch eine einfache Differenzbildung
der beiden Spannungen läßt sich ein elektrisches Signal
gewinnen, das die Größe des auf die Welle wirkenden
Drehmoments anzeigt. Das Signal kann dadurch verstärkt
werden, daß die Anregung der Primärspule 14 vergrößert
wird. Die einzige Grenze dafür ist die Sättigung des
Ankers. Um störende Einflüsse auszuschalten, ist die
Hülse 2 aus nichtmagnetischem, d.h. magnetisch nicht
leitendem, Material gefertigt. Die Beeinflussung des
von der Primärspule 14 angeregten Magnetfeldes 25, 26
erfolgt dann ausschließlich durch den Anker 12. Es kann
auch von Vorteil sein, die Hülse 2 aus einem elektrisch
nicht leitenden Material zu fertigen, um die Induktion
von Wirbelströmen zu vermeiden, die ebenfalls parasitäre
oder störende Magnetfelder bewirken könnten.
Aus den obigen Erläuterungen ist ersichtlich, daß an
die Spielfreiheit der Lager 18, 19 in axialer Richtung
sehr große Anforderungen gestellt werden. Eine Verschie
bung des Ankers 12 aufgrund eines axialen Spiels in
den Lagern 18, 19 würde sonst ein falsches Drehmoment
anzeigen. Um die Forderungen an die Spielfreiheit der
Lager 18, 19 herabzusetzen, kann, wie in Fig. 5 darge
stellt, eine Kompensationseinrichtung vorgesehen sein,
die eine zur ersten Spulenanordnung 13 im wesentlichen
identische zweite Spulenanordnung 28 aufweist. Diese
zweite Spulenanordnung weist eine Primärspule 29 und
zwei Sekundärspulen 30, 31 auf, die in einem gemeinsamen
Spulenträger 32 angeordnet sind. Auf der Welle ist ein
zweiter Anker 27 angeordnet, der in der Normalstellung
symmetrisch in die beiden Sekundärspulen 30, 31 der
zweiten Spulenanordnung 28 hineinragt. Die erste Spulen
anordnung 13 und die zweite Spulenanordnung 28 sind
über eine gemeinsame Halterung 33 miteinander verbunden.
Die gemeinsame Halterung 33 stellt sicher, daß der axia
le Abstand zwischen der ersten Spulenanordnung 13 und
der zweiten Spulenanordnung 28 immer konstant gehalten
wird. Die zweite Spulenanordnung 28 ermittelt zusammen
mit dem Anker 27, ob sich die Welle 1 gegenüber den
Spulenanordnungen 13, 28 axial bewegt hat oder nicht.
Wenn sich nämlich die Welle 1 axial bewegt, wird die
symmetrische Verteilung des Magnetfeldes in der zweiten
Spulenanordnung 28 gestört. In gleichem Maße wird auch
die symmetrische Feldverteilung in der ersten Spulen
anordnung 13 gestört. Treten in beiden Spulenanordnungen
die gleichen Störungen auf, ist dies ein Zeichen dafür,
daß ein daraus resultierendes Signal in der ersten Spu
lenanordnung 13 durch eine axiale Verschiebung der Welle
1 und nicht durch ein auf die Welle aufgebrachtes Dreh
moment bewirkt wurde. Durch geeignete elektrische Ver
knüpfungen lassen sich also die durch axiale Verschiebung
bedingten falschen Signale kompensieren.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Spulenan
ordnung zur Ermittlung des Ankers. Teile, die denen
der Fig. 1 bis 5 entsprechen, sind mit um 100 erhöhten
Bezugszeichen versehen. Die Primärspule 114 ist um den
mittleren Schenkel eines E-förmigen Jochs 34 herum ange
ordnet, während die beiden Sekundärspulen 115, 116 um
die beiden äußeren Schenkel des E herum angeordnet sind.
Der Anker 112 läuft an dem mittleren Schenkel 43 des
Jochs mit einem konstanten Luftspalt 42 vorbei und hat
gegenüber den beiden äußeren Schenkeln 44, 45 jeweils
Luftspalte 35, 36. Bei Bewegung des Ankers in Richtung
des Pfeiles A ändern sich die beiden Luftspalte 35,
36 gegensinnig. Die Primärspule 114 induziert ein mag
netisches Feld, das den Luftspalt 42 überquert und durch
den Anker 114, die Luftspalte 135, 136 und die beiden
äußeren Schenkel 44, 45 des Jochs durch die Spulen 115,
116 geführt wird. In diesem Fall wird der gesamte Fluß
des Magnetfeldes permanent durch die beiden Sekundärspu
len 115, 116 geführt. Durch die Veränderung der Luftspal
te 35, 36 läßt sich jedoch der magnetische Widerstand
des durch den Anker 112, die Luftspalte 35, 36 und das
E-förmige Joch 34 gebildeten magnetischen Kreises verän
dern, so daß sich bei gleichbleibendem magnetischen
Feld der magnetische Fluß durch die beiden Sekundärspu
len 115, 116 und damit die darin induzierte Spannung
ändert. Bewegt sich beispielsweise der Anker 112 nach
rechts, wird der rechte Luftspalt 36 verkleinert und
der linke Luftspalt 35 vergrößert. Folglich fließt ein
stärkerer magnetischer Fluß durch die Sekundärspule
116 als durch die Sekundärspule 115. Die in der Sekundär
spule 116 induzierte Spannung wird folglich größer wer
den. Bei geeigneter Dimensionierung der beiden Luftspal
te 35, 36 wird der Widerstand des magnetischen Kreises
praktisch ausschließlich durch die beiden Luftspalte
bestimmt. Damit läßt sich in guter Näherung ein lineares
Verhalten der Spannungen in Abhängigkeit von der Bewe
gung des Ankers 112 in Richtung des Doppelpfeils A er
reichen.
Fig. 7 zeigt eine weitere Möglichkeit der Kompensation
von Einflüssen, die durch ein axiales Spiel in den La
gern 18, 19 verursacht werden könnten. Zur Verhinderung
von magnetischen Einflüssen, die von außen zu der Spulen
anordnung 13 vordringen könnten, ist die gesamte Spulen
anordnung von einer Kappe 37 umgeben. Diese Kappe ist
drehfest und axial unverschiebbar auf der Hülse 2 bzw.
auf der Welle 1 befestigt. Zur Kompensation von axialen
Bewegungen der Spulenanordnung 13 gegenüber der Hülse
2 weist die Kappe 37 einen Kompensationsluftspalt 38
auf. Dieser Luftspalt verläuft in Umfangsrichtung und
teilt die Kappe in zwei Kappenhälften 39, 40. Der übrige
Aufbau dieses Ausführungsbeispiels entspricht dem von
Fig. 3.
Die Kompensationswirkung dieser Kappe läßt sich aus
Fig. 8a und 8b ersehen. Im Normalzustand, d.h. ohne
eine durch axiales Spiel bedingte Relativverschiebung
zwischen Spulenanordnung 13 und Hülse 2 befindet sich
in der Neutralstellung sowohl die Kappe 37 als auch
der Anker 12 symmetrisch zur Primärspule 14 und zu den
beiden Sekundärspulen 15, 16. In der linken Sekundär
spule 15 wird ein Bereich a von dem Magnetfeld durch
setzt. In der rechten Sekundärspule 16 wird ein Bereich
b von dem Magnetfeld durchsetzt. Beide Bereiche a und
b sind gleich groß, so daß in beiden Sekundärspulen
15, 16 die gleiche Anzahl von Spulenwindungen vom Magnet
feld durchsetzt wird. Da auch die Kappe 37 symmetrisch
zur Primärspule 14 angeordnet ist, ergibt sich insgesamt
ein symmetrischer Magnetfeld-Aufbau. Der magnetische
Widerstand ist in den beiden Kreisen um die beiden Sekun
därspulen herum gleich groß.
Verschiebt sich nun die Spulenanordnung 13 aufgrund
eines axialen Spiels in den Lagern 18, 19 gegenüber
der Hülse 2, erfolgt nicht nur eine Relativbewegung
gegenüber dem Anker 12, sondern auch eine gegenüber
der Kappe 37. Beispielsweise dringt der Anker nun tie
fer, nämlich über einen Bereich a′ in die linke Sekundär
spule 15 ein, während die Eindringtiefe b′ in die rechte
Sekundärspule 16 verringert wird. Dies hätte normaler
weise eine Vergrößerung der induzierten Spannung in
der linken Sekundärspule 15 zur Folge, während die indu
zierte Spannung in der rechten Sekundärspule 16 verklei
nert würde. Gleichzeitig ist aber auch die Kappe 37
relativ zur Spulenanordnung nach links verschoben wor
den, so daß die rechte Kappenhälfte 40 näher an die
Primärspule 14 herangerückt wird. Der Widerstand des
magnetischen Kreises, der durch die rechte Kappenhälfte
läuft, ist somit geringer als der Widerstand des magneti
schen Kreises, der durch die linke Kappenhälfte 39 läuft.
Dies bewirkt, daß in der linken Sekundärspule 15 zwar
eine größere Anzahl von Spulenwindungen vom Magnetfeld
durchsetzt wird. Der magnetische Fluß in der rechten
Sekundärspule 16 ist aber aufgrund des geringeren magne
tischen Widerstands größer, so daß in der rechten Sekun
därspule 16 die gleiche Spannung induziert werden kann,
obwohl hier nur eine geringere Anzahl von Spulenwindun
gen durchsetzt wird. Bei geeigneter Dimensionierung
wird also auch bei einer axialen Verschiebung der Spulen
anordnung 13 gegenüber der Hülse 2 in beiden Sekundär
spulen die gleiche Spannung induziert, wenn ansonsten
kein Drehmoment auf die Welle 1 wirkt.
Claims (14)
1. Drehmoment-Meßeinrichtung mit einer Welle, die einen
Abschnitt verminderten Durchmessers aufweist, einer
Hülse, die mit der Welle auf beiden Seiten des Ab
schnitts verminderten Durchmessers drehfest und axial
unverschiebbar verbunden ist und einen Anker trägt,
der sich bei Verdrehung der beiden Hülsenenden gegen
einander in axialer Richtung verschiebt und ein elek
trisches und/oder magnetisches Feld verändert, und
einer Einrichtung zur Ermittlung der Feldänderung,
wobei die Hülse axial in zwei Teile unterteilt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (12) an einem
Ende (10) einer Zunge (6, 7) befestigt ist, deren
anderes Ende (8, 9) mit beiden Hülsenteilen (4, 5)
verbunden ist, wodurch bei einer Verdrehung der beiden
Hülsenteile (4, 5) gegeneinander eine um das Verhält
nis zwischen der Zungenlänge und dem Abstand der
beiden Hülsenteile verstärkte Bewegung des Zungenendes
(10) erfolgt, an dem der Anker (12) befestigt ist,
und daß die Verbindung der Zunge (6, 7) mit jedem
Hülsenteil (4, 5) über jeweils einen Steg (8, 9)
erfolgt, der sich zumindest teilweise in Umfangsrich
tung erstreckt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zunge (6, 7) im wesentlichen zwischen den
Hülsenteilen (4, 5) verläuft und ihre Längsachse
in der Ruhelage in einer senkrecht zur Wellenachse
(1) angeordneten Ebene liegt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei in Umfangsrich
tung gleichmäßig verteilte Zungen (6, 7) vorgesehen
sind, die den Anker (12) tragen.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülse (2) aus einem unmag
netischen Material gebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hülsenteile (4, 5) und die
Zunge (6, 7) einstückig ausgebildet sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Ermittlung
der Feldänderung mindestens eine Spule (14, 15,
16) aufweist, die gegenüber der Hülse (2) axial
unverschiebbar und drehbar gelagert ist, insbesondere
mit Hilfe von schlupffreien Lagern (18, 19), deren
innerer Ring (20) auf der Hülse (2) und deren äußerer
Ring (21) in einem Spulenträger (17) angeordnet
ist.
7. Einrichtung
nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zur Ermittlung der Feldänderung eine ein Magnetfeld
erzeugende Primärspule (14) und zwei jeweils ein
Ausgangssignal erzeugende Sekundärspulen (15, 16)
aufweist, und der Anker (12) bei axialer Bewegung
die magnetische Kopplung zwischen der Primär- (14)
und den Sekundärspulen (15, 16) ändert.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Primärspule (14) die Hülse (2) im Bereich
des Ankers umgibt und auf jeder Seite der Primärspule
(14) jeweils eine der Sekundärspulen (15, 16) ange
ordnet ist, wobei der Anker (12) mindestens teilweise
innerhalb der Primärspule (14) angeordnet ist und
aus magnetisch leitendem Material gebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß auf der Welle (1) axial
nicht verschiebbar ein zweiter Anker (27) angeord
net ist, der die magnetische Kopplung in einer zwei
ten eine Primär- (29) und zwei Sekundärspulen (30,
31) aufweisenden Spulenanordnung (28) bei Bewegung
der Welle (1) ändert, wobei die zweite Spulenanord
nung (28) mit der ersten (13) mit axial konstantem
Abstand verbunden ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Primärspule (114) auf dem mittleren
Schenkel (43) eines E-förmigen Kerns (34) und die
beiden Sekundärspulen (115, 116) auf den beiden
äußeren Schenkeln (44, 45) des Kerns angeordnet
sind, wobei der Anker (112) mit konstantem Luftspalt
(42) zum mittleren Schenkel (43) und zwischen den
beiden äußeren Schenkeln (44, 45) des Kerns angeord
net ist.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Spulen (14, 15, 16)
der Einrichtung zur Ermittlung der Feldänderung
von einer magnetisch leitenden Kappe (37) umgeben
sind.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Kappe (37) mit der Hülse (2) axial
unverschiebbar verbunden ist und mindestens einen
Kompensationsluftspalt (38) aufweist, der bei axia
ler Verschiebung der Spulenanordnung (13) relativ
zur Hülse (2) die magnetische Kopplung zwischen
Primärspule (14) und Sekundärspulen (15, 16) gegen
sinnig zur Beeinflussung durch den Anker ändert.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß der Kompensationsluftspalt (38) durch einen
Umfangsspalt in der Kappe (37) im Bereich der Primär
spule (14) gebildet ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß der Spalt (38) in Axialrichtung mindestens
so breit wie die Primärspule (14) ist.
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