DE3918484C2 - Reifenbe- und Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers bei einer Reifenvulkanisiermaschine - Google Patents
Reifenbe- und Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers bei einer ReifenvulkanisiermaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Reifenbe- und
Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers, der auch als
Nachhärte- oder -vulkanisier-Aufblaseinheit (PCI)
bezeichnet wird, bei einer Reifenvulkanisiermaschine.
Ein bekannter Reifenkühler des allgemein
als PCI bezeichneten Typs dient zum Aufspannen eines in
einer Reifenvulkanisiermaschine vulkanisierten Reifens
und zum Kühlen desselben, während er mit Luft aufgeblasen
bzw. aufgepumpt wird. Der Betrieb dieses bisherigen Rei
fenkühlers zeichnet sich durch folgende Punkte aus:
- 1. Das Einspannen und Freigeben eines vulkanisierten Rei fens im bzw. vom Kühler erfolgt mittels eines durch einen pneumatischen bzw. Druckluft-Zylinder angetrie benen Hebels.
- 2. Die Einstellung der Wulsthöhen erfolgt durch manuelles Ein stellen eines Abstands zwischen Spannabschnitten mit Hilfe von Schraubgewinden entsprechend der Dicke eines Reifens. Dabei sind jedoch diese Schraubgewinde häufig durch eine aus einem Reifen ausschwitzende teerartige Substanz festgeklemmt.
- 3. In manchen Fällen ist es nötig, einen Reifen während des Kühlvorgangs in einer Laufrichtung in Drehung zu versetzen. Für diesen Zweck wird ein motorgetriebenes Untersetzungsgetriebe (bzw. ein untersetzter Motor) eingesetzt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen verbesserten
Reifenbe- und Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers
bei einer Reifenvulkanisiermaschine vorzuschlagen, bei dem
der Arbeitskraft- und Zeitaufwand für die Einstellung der
Wulsthöhen eingespart werden kann, ein Festgehen oder
Festfressen eines Gewindeteils vermieden wird und die
Wirtschaftlichkeit der Maschine verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Reifenbe- und
Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers bei einer
Reifenvulkanisiermaschine mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
In weiterer Ausgestaltung kennzeichnet sich die Erfindung
dadurch, daß die Einrichtung zum Kuppeln des
Außenzylinders mit der Hauptwelle zwei am Außenumfang
der Hauptwelle angeformte, lose in die Innenumfangs
fläche bzw. -bohrung des Außenzylinders eingesetzte
Flansche, einen mit festem Sitz zwischen die beiden
Flansche eingesetzten elastischen Ring, der jedoch nor
malerweise einen Zwischenraum zum Innenumfang des Außen
zylinders festlegt, und Mittel zum Zuspeisen von Druck
luft in den Raum zwischen den beiden Flanschen und
innerhalb des elastischen Rings umfaßt, um den ela
stischen Ring aufzuweiten und damit an den Innenumfang
des Außenzylinders anzupressen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Erfindung
die folgenden Merkmale auf:
- 1. Der bisher an der Außenseite eines unteren Gehäuses befindliche Einstellschrauben-Gewindeabschnitt ist an der Oberseite des eingespannten Reifens und inner halb des äußeren Zylinders angeordnet.
- 2. Eine Luftkupplung (mit einem elastischen Ring) ist zwischen einer Hauptwelle und einem Außenzylinder an geordnet, so daß diese gemeinsam drehbar sind.
Aufgrund dieser Ausgestaltung ist der Schrauben-Gewinde
teil zum Einstellen der Wulsthöhen in einem geschlossenen
Raum angeordnet und gegenüber der Reifenkühlluft getrennt.
Durch Betätigung der Luftkupplung kann selektiv entweder
eine Wulsthöheneinstellung vorgenomnen oder der Reifen
in Drehung versetzt werden. Für die Wulsthöheneinstellung
und das Drehen eines Reifens wird jeweils die gleiche An
triebskraftquelle als Antrieb benutzt.
Mit der Erfindung werden somit die folgenden Vorteile er
zielt:
- 1. Die Wulsthöheneinstellung erfolgt mittels einer An triebskraftquelle und nicht mittels menschlicher Ar beitskraft; infolgedessen wird der Zeit- und Arbeits aufwand verringert.
- 2. Da ein Schrauben-Gewindeteil in einem abgedichteten Raum eingeschlossen ist, kann ein Festgehen des Ge windeteils aufgrund einer aus einem vulkanisierten Reifen ausschwitzenden Substanz verhindert werden, wo durch die Wartung der Maschine vereinfacht wird.
- 3. Während die bisherigen Maschinen drei Antriebskraft quellen (von denen die eine durch menschliche Arbeits kraft geliefert wird) erfordern, ist erfindungsgemäß nur eine einzige Antriebskraftquelle vorgesehen, so daß die Wirtschaftlichkeit der Maschine entsprechend verbessert ist.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Er
findung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Aus
führungsform der Erfindung und
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1.
Fig. 1 veranschaulicht im Schnitt einen Reifenlademecha
nismus eines PCI-Typ-Reifenkühlers.
Dabei sind ein Hauptrahmen, ein Gehäuse-Hochfahr- oder
-Hubmechanismus, ein Reifenauswerfmechanismus usw., die
zusätzlich zu der dargestellten Anordnung vorgesehen sind,
nicht näher veranschaulicht, weil sie an sich bekannt
sind.
Ein Drehtisch 1 ist um ein Drehzentrum x an einem nicht
dargestellten Hauptrahmen drehbar. Eine das Innere eines
Lagers 1a am Drehtisch 1 lose (mit Spiel) durchsetzende
Hauptwelle 2 weist ein an ihrem oberen Ende befestigtes
Kettenrad 2a auf, wobei die Hauptwelle 2 unter dem Ketten
rad 2a aufeinanderfolgend mit zwei parallelen Flanschen
2b, zwischen die ein elastischer Ring 3 mit festem Sitz
eingesetzt ist, einem Außengewindeteil 2c und am unteren
Ende mit mehreren in der Schnittansicht von Fig. 2 näher
veranschaulichten Klauen 2d versehen ist. Am obersten
Ende der Hauptwelle 2 ist ein Drehanschluß 4 mit zwei
Luftspeise-Leitungen 4a und 4b vorgesehen. Über die Lei
tung 4a zugespeiste Druckluft durchströmt eine zentrale
(axiale) Bohrung in der Hauptwelle 2 und wird über eine
unterseitige Öffnung derselben und einen dicht ge
schlossenen Raum, der durch ein(en) Gehäuse(teil) 12,
einen oberen Wulstring 10, einen unteren Wulstring 13,
einen Außenzylinder 8 und einen vulkanisierten Reifen 5
festgelegt ist, in das Innere des vulkanisierten Reifens
5 eingespeist, um diesen aufzupumpen. Andererseits durch
strömt die über die andere Leitung 4b zugespeiste Druck
luft eine weitere Bohrung in der Hauptwelle 2 zu einem
Raum, der durch die beiden parallelen Flansche 2b und den
Innenumfang des elastischen Rings 3, der normalerweise
lose bzw. mit Abstand oder Spiel zur Innen(umfangs)fläche
des Außenzylinders 8 eingesetzt ist (vgl. Fig. 1), fest
gelegt ist. Da der elastische Ring 3 mit festem Sitz zwi
schen die beiden (parallelen) Flansche 2b eingesetzt
ist, wird er durch die Druckluft aufgeweitet und damit
an die Innenfläche des Außenzylinders 8 angepreßt. Da
durch wird die Hauptwelle 2 über den aufgeweiteten oder
aufgespreizten elastischen Ring 3 gegen den Außenzylinder
8 verspannt, obgleich die Hauptwelle 2 vor der Zu
speisung von Druckluft über die Leitung 4b aufgrund des
losen Sitzes des elastischen Rings 3 innerhalb des Außen
zylinders 8, wenn er sich im normalen, nicht aufgewei
teten Zustand befindet, im Außenzylinder 8 frei drehbar
ist. Der elastische Ring 3 und die zugeordneten Teile bil
den somit eine (Druck-)Luftkupplung.
An einer Seitenfläche des Drehtisches 1 ist ein motorge
triebenes Untersetzungsgetriebe 6 befestigt, z.B. ange
schraubt. Auf einer Welle 6a des Untersetzungsgetriebes
6 sitzt ein Kettenrad 6b, das über eine Rollenkette 7 mit
dem Kettenrad 2a auf der Hauptwelle 2 gekoppelt ist, so
daß letztere dadurch in Drehung versetzbar ist. Der Außen
zylinder 8 ist hohlzylindrisch mit einem unterseitigen
Flansch ausgebildet. Der obere Abschnitt der Innen(um
fangs)fläche des Außenzylinders 8 nimmt mit losem Sitz
(mit Spiel) die Außenumfangsflächen des Lagers 1a des
Drehtisches 1 und der beiden parallelen Flansche 2b der
Hauptwelle 2 auf. In ein Innengewinde im unteren Abschnitt
des Außenzylinders 8 ist das Außengewinde 2c der Haupt
welle 2 eingeschraubt. Weiterhin ist die Innenfläche des
unteren Abschnitts des Außenzylinders 8 lose um einen
kreisrunden Säulenabschnitt 2e der Hauptwelle 2 herum
aufgesetzt und mit einer Ringnut versehen, in die ein O-
Ring 9 eingesetzt ist. An der Unterseite des untersei
tigen Flansches des Außenzylinders 8 ist ein oberer Wulst
ring 10 befestigt, z.B. angeschraubt, während in der
Außenfläche der oberen Hälfte des Außenzylinders 8 Längs-
Nuten 8a ausgebildet sind. Ein Hydraulik-Zylinder 11 ist
an einer am Drehtisch 1 angeformten Halterung 1b befestigt,
z.B. angeschraubt, wobei eine Klaue 11a am Vorderende
einer Kolbenstange des Zylinders 11 selektiv in die (eine
der) Nuten 8a im Außenzylinder 8 vorschiebbar ist. An
der Oberseite eines oberseitigen Flansches 12a des Ge
häuses 12 ist ein unterer Wulstring 13 befestigt, z.B.
angeschraubt. Im Mittelbereich des Flansches 12a ist ge
mäß Fig. 2 eine Bohrung einer solchen Form ausgebildet,
daß mehrere an der Hauptwelle 2 vorgesehene Klauen 2d
durch die Bohrung hindurchführbar oder mit ihr (form
schlüssig) verriegelbar sind.
Fig. 1 veranschaulicht einen Zustand, in welchem ein
Reifenkühler (der eingangs angegebenen Art) einen vulka
nisierten Reifen 5 aufgenommen hat, der mittels der über
die Leitung 4a des Drehanschlusses 4 zugeführten Druck
luft aufgepumpt worden ist. (Die Drehung oder Drehrich
tung des Drehtisches 1 ist nicht näher angegeben.)
Wenn hierauf Druckluft über die Leitung 4b des Drehan
schlusses 4 zugespeist wird, weitet sich der elastische
Ring 3 in Richtung auf die Innenfläche des Außenzylinders
8 auf, um sich fest an diese Innenfläche anzulegen, wo
durch Hauptwelle 2 und Außenzylinder 8 gegeneinander ver
riegelt werden.
Wenn sodann das motorgetriebene Untersetzungsgetriebe 6
mit elektrischem Strom beschickt wird, wird der Reifen
5 in Drehung versetzt. Nach dem natürlichen Abkühlen
während einer vorbestimmten Zeitspanne werden das Unter
setzungsgetriebe 6 angehalten und die Druckluft über die
Leitungen 4a und 4b abgelassen. Hierbei wird der Reifen
5 drucklos, während sich der elastische Ring 3 zusammen
zieht.
Anschließend wird ein hydraulischer Schalter für den
Hydraulik-Zylinder 11 betätigt, um die Klaue 11a gemäß
Fig. 1 nach links zu verschieben, so daß sie in die (ent
sprechende) Längs-Nut 8a im Außenzylinder 8 eingreift.
Gleichzeitig wird das Gehäuse 12 mittels einer nicht dar
gestellten Gehäuse-Hubvorrichtung hochgefahren, und das
Untersetzungsgetriebe 6 wird mit Strom gespeist, um die
Hauptwelle 2 sich über einen geeigneten Winkel drehen zu
lassen (bis die unterseitigen Klauen 2d der Hauptwelle
2 sich um etwa 60° gedreht haben und in Ausrichtung bzw.
Übereinstimmung mit der Bohrung 12b im Gehäuse 12 ge
kommen sind); hierauf wird das Gehäuse 12 abgesenkt.
Danach wird das Gehäuse 12 von der Hauptwelle 2 getrennt
oder abgenommen, und der Reifen 5 kann entnommen werden.
Hierauf wird der nächste vulkanisierte Reifen 5 in den
Reifenkühler eingesetzt, worauf die vorstehend beschrie
benen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt wer
den.
Wenn andererseits das Maß d in Fig. 1 entsprechend der
Reifengröße geändert werden soll, wobei die Klaue 11a des
Hydraulik-Zylinders 11 zum Sperren der Drehung des Außen
zylinders 8 nach links verschoben und das (motorgetriebene)
Untersetzungsgetriebe 6 über einen vorbestimmten Winkel
in einer vorbestimmten Richtung gedreht werden, kann über
das an der Hauptwelle 2 angeformte Außengewinde 2c das
Maß bzw. der Abstand d zwischen oberem und unterem Wulst
ring 10 bzw. 13 geändert werden.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, werden
mit der beschriebenen und im Patentanspruch 1 umrissenen
Ausgestaltung die folgenden Vorteile erzielt:
- 1. Durch einfache zusätzliche Anordnung eines geeigneten, eine Drehung verhindernden Mechanismus können die bis her für die verschiedenen Funktionen nötigen Antriebs kraftquellen durch eine einzige Antriebskraftquelle ersetzt werden, so daß damit eine wirtschaftliche bzw. kostensparende Anordnung realisiert wird.
- 2. Damit können auch Hilfseinrichtungen, wie Detektorein heiten o.dgl., eingespart werden.
- 3. Gleichzeitig wird dabei das Problem eines Festgehens von Gewindeabschnitten, dessen Lösung bisher als un möglich angesehen wurde, sicher gelöst.
- 4. Darüber hinaus entfällt die Notwendigkeit für die Vor bereitung einer großen Zahl von Abstandstücken für die Wulsthöheneinstellung. Zudem trägt die Erfindung zu einer Einsparung von Arbeitskraft und -zeit und zu einer verbesserten Arbeitsplatzsicherheit bei.
Claims (2)
1. Reifenbe- und Reifenentlademechanismus eines Reifenkühlers
bei einer Reifenvulkanisiermaschine
- - mit einem Außenzylinder (8), der an seinem unteren Ende einen oberen Wulstring-Tragflansch aufweist,
- - mit einer Hauptwelle (2),
- - die von einem Drehtisch (1) drehbar getragen wird und durch eine Antriebsquelle für Drehung antreibbar ist,
- - die ein Außengewinde (2c), das mit einem entsprechenden Innengewinde des Außenzylinders (8) in Eingriff steht, aufweist und so eine Relativverschiebung zum Einstellen des Abstandes zwischen dem oberen und unteren Wulstring zwischen Hauptwelle (2) und Außenzylinder (8) ermöglicht und
- - die am unteren Ende ein Gehäuse (12) aufweist, das über ausrückbare, formschlüssige Eingreif-Klauen (2d) mit der Hauptwelle verbunden ist und wobei am oberen Ende des Gehäuses (12) ein unterer Wulstring-Tragflansch angebracht ist,
- - mit einer am Drehtisch (1) in Gegenüberstellung zu einer lotrechten Nut (8a) in der Außenfläche des Außenzylinders (8) angeordneten, ausrückbaren Eingriffs-Stange (11a) zum Sperren des Außenzylinders (8) gegen eine Drehung und
- - mit einer zwischen der Hauptwelle (2) und dem Außenzylinder (8) vorgesehenen Einrichtung (2b, 3) zum Kuppeln des Außenzylinders (8) mit der Hauptwelle (2) zum Drehen des Reifens zur Luftkühlung desselben.
2. Mechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (2b, 3) zum Kuppeln des Außenzylinders
(8) mit der Hauptwelle (2) zwei am Außenumfang
der Hauptwelle (2) angeformte, lose in die Innenumfangsfläche
bzw. -bohrung des Außenzylinders (2)
eingesetzte Flansche (2b), einen mit festem Sitz
zwischen die beiden Flansche eingesetzten elastischen
Ring (3), der jedoch normalerweise einen Zwischenraum
zum Innenumfang des Außenzylinders (8) festlegt, und
Mittel zum Zuspeisen von Druckluft in den Raum zwischen
den beiden Flanschen (2b) und innerhalb des elastischen
Rings (3) umfaßt, um den elastischen Ring (3) aufzuweiten
und damit an den Innenumfang des Außenzylinders (8)
anzupressen.
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