DE3914086A1 - Zerkleinerungsmaschine fuer holz, holzaehnliche stoffe und dgl. - Google Patents
Zerkleinerungsmaschine fuer holz, holzaehnliche stoffe und dgl.Info
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- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27L—REMOVING BARK OR VESTIGES OF BRANCHES; SPLITTING WOOD; MANUFACTURE OF VENEER, WOODEN STICKS, WOOD SHAVINGS, WOOD FIBRES OR WOOD POWDER
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsmaschine für Holz,
holzähnliche Stoffe und dgl. nach dem Oberbegriff des An
spruches 1.
Für die Entsorgung von Resthölzern und Abfällen in den Betrieben
der Holzbearbeitungs- und Holzverarbeitungsindustrie werden neben
der Profilzerspanung für die Zerkleinerung der Resthölzer in
Schnitzelform vier in ihrer Technik und im Endprodukt unter
schiedliche Maschinenkonstruktionen eingesetzt. Hierbei handelt
es sich um Trommelhacker, Scheibenhacker, Zerkleinerungsmaschinen
und -mühlen. Trommelhacker haben einen Rotor, der mit mehreren
in der Mantellinie liegenden Hackmessern bestückt ist und bei
dem der Hackvorgang über ein weiteres feststehendes Gegenmesser
erfolgt. Das Endprodukt ist ein grober Hackschnitzel mit Faser
längen zwischen 20 und 100 mm. Die so erzeugten Hackschnitzel
werden hauptsächlich in der Papier-, Zellulose- und Platten
industrie verwendet.
Bei Scheibenhackern sind verschiedene Messer diametral auf
einer sich drehenden Scheibe angeordnet. Diese Messer laufen
beim Hackvorgang ebenfalls gegen ein Gegenmesser und erzeugen
dabei einen Hackschnitzel, der durch den eher spanenden als
hackenden Vorgang eine wesentlich bessere Qualität aufweist
als beim Trommelhacker. Die Hackschnitzel von Scheibenhackern
werden deshalb hauptsächlich für die Papier- und Zelluloseer
zeugung mit chemischer Auflösung eingesetzt.
Zerkleinerungsmaschinen, sogenannte Langsamläufer, weisen eine
langsam drehende, horizontal liegende Rotorwalze mit spiralig
um die Achse angeordneten Scherzahnmessern und einen
hydraulisch oder mechanisch angetriebenen Kastenvorschub auf.
Das Restholz wird hierbei durch den Kastenvorschub gegen die
Scherzahnwalze gedrückt, die mit ihren Scherzähnen das an der
Walze anliegende Holz zerkleinert. Das Endprodukt sind je nach
Scherzahngröße willkürlich geformte, grobe Schnitzel und Bruch
stücke, welche sich hauptsächlich für die Verbrennung in auto
matisierten oder mechanisierten Verbrennungsanlagen eignen.
Zerkleinerungsmühlen haben einen senkrecht liegenden
langsam drehenden Rotor, welcher ebenfalls mit Messern
bestückt ist. Das Material wird in einen Trichter geworfen,
in dessen tiefstem Punkt der Rotor angeordnet ist. Die Zu
führung der Resthölzer zu den Messern erfolgt durch Greifarme,
die auf dem Rotor spiralig angeordnet sind. Das Produkt ist
je nach Messerbestückung ein feiner bis grober Schnitzel oder
Krümel, der ebenfalls hauptsächlich für die Verbrennung in
automatisierten oder mechanisierten Verbrennungsanlagen einge
setzt wird.
Die zuerst genannten Hacker werden vor allem in den Betrieben
der Holzbearbeitung, insbesondere in Sägewerken eingesetzt.
Sie sind verhältnismäßig einfach in komplett mechanisierte
Anlagen zu integrieren. Ihre Konstruktion ist robust und ausge
reift; ihr Produkt entspricht den Marktanforderungen.
Die weiter genannten Zerkleinerungsmaschinen und -mühlen finden
fast ausschließlich in Betrieben der Holzverarbeitung, also
Möbelfabriken, Tischlereien, Leistenfabriken usw. Verwendung,
d. h. überall dort, wo vielförmige Resthölzer aus der Produktion
zerkleinert werden müssen. Solche Maschinen sind in mechanisierte
Anlagen nur bedingt einzubeziehen, da ihre Konstruktionen ver
hältnismäßig störanfällig sind. Das Produkt entspricht den
an Brennmaterial gestellten Anforderungen.
Allen genannten Maschinengruppen haften gleichermaßen mehr
oder weniger folgende Nachteile an. Z. B. haben sie eine
außerordentlich hohe Lärmemission, insbesondere die Hacker,
deren bei den heutigen Arbeitsschutzbestimmungen notwendige
Dämmung, soweit eine solche überhaupt möglich ist, hohe In
vestitionen und Nachteile für den Betriebsablauf mit sich bringt.
Außerdem haben diese Maschinen hoch liegende Staubemissions
werte (MAK-Werte) bei rotierendem Werkzeug und hohen Messerge
schwindigkeiten und eine damit verbundene hohe Stauberzeugung
und Staubverwirbelung. Nachteilig ist ferner ein extrem hoher
Kraftbedarf für den Zerkleinerungsvorgang bei rotierender Achse
mit Anschlußwerten, die, je nach Maschinengröße und Ausführung,
zwischen ca. 30 und 200 kW liegen. Auch die Werkzeugstandzeiten
sind durch hohe Messergeschwindigkeit und Schlagbelastung bei
nicht geklemmtem Schneidgut relativ kurz. Ferner treten bei
diesen Maschinen hohe Investitionskosten durch notwendiger
weise aufwendige Konstruktionen mit mehrfach erforderlichen
Antriebsaggregaten auf.
Die genannten Nachteile der Restholz-Zerkleinerungsmaschinen
mit rotierendem Werkzeug, zu denen die obengenannten Maschinen
gehören, bringen vor allen Dingen bei ihrem Einsatz in kleineren
Holzbetrieben Probleme technischer und auch wirtschaftlicher
Art mit sich. Hacker und übliche Langsamläufer sowie Mühlen
können nämlich nur sehr schwierig in Klein- und Mittelbetrieben,
insbesondere in Handwerksbetrieben, installiert werden. Die
Investitionskosten für diese Anlagen übersteigen das Inve
stitionsvermögen solcher Betriebe. Andererseits benötigen gerade
solche Betriebe dringendst eine optimal mechanisierte und auto
matisierte Maschine, mit der in der Produktion anfallende Rest
hölzer in die für die betriebseigene Verbrennung zur Wärme-
oder Dampferzeugung notwendige Schnitzel umgewandelt werden
können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zerkleinerungs
maschine zu schaffen, die sich für Klein- und Mittelbetriebe der
Holzbearbeitungs- und Holzverarbeitungsindustrie in technischer
und wirtschaftlicher Hinsicht eignet.
Diese Aufgabe wird bei einer Zerkleinerungsmaschine der gattungs
bildenden Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung kann die Zerkleinerungs
maschine konstruktiv äußerst einfach und kostengünstig ausge
bildet sein, da nur für das eine Messer ein Antrieb erforderlich
ist. Durch die mit geringer Geschwindigkeit parallel zueinander
bewegbaren Messer ist die Lärm- und Staubemission äußerst gering.
Der für den Schneidvorgang notwendige Schneiddruck kann von der
Hub- und Senkvorrichtung mühelos aufgebracht werden. Da das
Material in einem Schervorgang abgetrennt wird, kann der Kraft
bedarf auf einfache Weise klein gehalten werden. Außerdem können
die Werkzeugstandzeiten vergrößert werden, so daß sich die er
findungsgemäße Maschine vorteilhaft auch für Klein- und
Mittelbetriebe eignet.
Durch die parallele Führung des beweglichen Messers zum
feststehenden Messer ist es möglich, die Holzabfälle problem
los in einem Schervorgang zu zerkleinern.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschine
für Holz, holzartiges Material und dgl. in
schematischer Darstellung, in Seitenansicht und
teilweise im Schnitt,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung ein oberes Messer
der Maschine nach Fig. 1 in Ansicht,
Fig. 3 das Messer nach Fig. 2 im Schnitt längs der
Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 die Einzelheit X in Fig. 3 in vergrößerter Dar
stellung,
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung ein unteres Messer
der Maschine nach Fig. 1 in Ansicht,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 an einem Anschlagsschild die Anordnung von
Querspaltmessern der Maschine nach Fig. 1,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII in Fig.
7, wobei das obere Messer teilweise darge
stellt ist,
Fig. 9 ein Querspaltmesser gemäß Fig. 7 in vergrößerter
Darstellung und in Ansicht,
Fig. 10 das Querspaltmesser nach Fig. 9 in Seitenansicht,
Fig. 11 die Wirkungsweise der Querspaltmesser gemäß Fig.
7 während des Schneidvorganges und im Zusammen
wirken mit dem unteren Messer,
Fig. 12 eine Darstellung entsprechend Fig. 8, jedoch
wiederum während des Schneidvorganges und im
Zusammenwirken mit dem unteren Messer.
Die Zerkleinerungsmaschine gemäß Fig. 1 hat einen Rahmen 1
und einen Schnitzelauswurf 2. Am oberen Ende 3 des Rahmens 1
ist eine Schwenkachse 4 für einen trichterförmigen Einfüll
trog 5 für das zu zerkleinernde Holz angeordnet. Die Schwenk
achse 4 verläuft horizontal und ist nahe dem oberen Eckbereich 6
des Troges 5 vorgesehen. Er weist ein unteres Mundstück 7 auf,
an dem sich ein quer liegendes Unter- bzw. Gegenmesser 9 im
Trogboden 8 befindet. Der Trog 5 steht schräg im Raum und wird
mit einer (später noch näher erläuterten) Hub- und Senkvorrichtung
10 um die Achse 4 in Höhenrichtung verschwenkt.
Dem Gegenmesser 9 ist ein Ober- bzw. Schermesser 11 zugeordnet,
das am Maschinenrahmen 1 feststehend angeordnet ist. Beim Auf
wärtsschwenken des Troges 5 wird das Gegenmesser 9 parallel gegen
das Schermesser 11 bewegt, wodurch die Messer eine sich
schließende Scherzange bilden, mit der das im Trog befindliche
Material abgeschnitten wird.
Der Vorschub des im Trog 5 vorhandenen Holzes H erfolgt durch
Einwirkung der Schwerkraft. Hierzu ist der Trogboden 8 bei
spielsweise unter einem Winkel von etwa 40° gegenüber
der Waagerechten geneigt. Dadurch rutscht das frei im Trog 5
liegende Material selbsttätig nach unten in Richtung auf das
Anschlagschild 12 und damit auf das Gegenmesser 9. Ein senkrecht
zum Trogboden 8 verlaufenes und in Mittelstellung vor dem Trog
mundstück 7 liegendes Anschlagschild 12 begrenzt das Vorrutschen
des Materials, wenn der Trog 5 nach unten geschwenkt wird. Das
maschinenfeste, lösbar befestigte Anschlagschild 12 bestimmt
durch seinen Abstand von der Schneide des Obermessers 11 auch
die Schnittlänge. Das Gegenmesser 9 liegt mit seiner Oberseite
bündig zum Trogboden 8, so daß das Material H ungehindert bis
zum Anschlagschild 12 nachrutschen kann.
Wie die Fig. 2 bis 4 zeigen, hat das Schermesser 11 recht
eckigen Umriß und ist an einer Längsseite 15 mit einer
Schneide 16 versehen. Das Schermesser 11 liegt mit einer
ebenen Rückseite 19 an einer Auflagefläche 57 (Fig. 1) an,
die vorzugsweise an einer Schiene 58 des Maschinenrahmens
1 vorgesehen ist. Die Rückseite 19 ist am Schneidenende
mit einer Fase 14 versehen. Das Schermesser 11 wird mit
einer Klemmleiste 59 (Fig. 1) auf der Schiene 58 festge
klemmt. Die Klemmleiste 59 liegt auf einer ebenen Vorder
seite 18 (Fig. 3) des Schermessers 11, die parallel zur
Rückseite 19 verläuft und eine bis zur Schneide 16 ver
laufende Fase 17 aufweist. Sie ist länger als die Fase 14
und erstreckt sich über etwa ein Drittel der Höhe des
Schermessers 11.
Oberhalb des Längsrandes 15 weist das Schermesser 11 mit
Abstand voneinander und von seinen Schmalseiten 20 und 21
liegende Längsschlitze 22 auf, von denen jeweils zwei in
Höhenrichtung des Messers 11 übereinander angeordnet sind.
Sie werden von Gewindebolzen 60 (Fig. 1) durchsetzt, mit
denen die Klemmleiste 59 unter Zwischenlage des Schermessers
11 auf der Schiene 58 festgeklemmt wird. Über die Längs
schlitze 22 kann das Schermesser 11 sehr genau gegenüber
dem Rahmen 1 und dem Untermesser 9 ausgerichtet werden.
Die in Höhenrichtung des Schermessers 11 verlaufenden
Schlitze 22 erlauben eine stufenlose und genaue Ein
stellung des Schermessers. Auch nach einem Nachschleifen
des Schermessers 11 ist auf die beschriebene Weise eine
einfache und dennoch genaue Ausrichtung gegenüber dem
Gegenmesser 9 möglich. Das Gegenmesser 9 (Fig. 5 und 6)
ist leistenförmig ausgebildet und hat über seine Länge ver
teilt angeordnete Durchtrittöffnungen 23, durch welche
Schrauben und dgl. zur Befestigung des Gegenmessers 9 ge
steckt werden können.
Die Hub- und Senkvorrichtung 10 wird über vorzugsweise einen
Hydraulikzylinder 24 betätigt, der an ein im Rahmen 1 vorge
sehenes Hydraulikaggreat 25 angeschlossen und am Rahmen
schwenkbar gelagert ist. Die Vorrichtung 10 ist eine Knie
gelenkanordnung, die im wesentlichen aus einem oberen
Kniehebel 26 und einem unteren Kniehebel 27 besteht. An
stelle der hydraulischen Hub- und Senkvorrichtung kann
auch eine mechanisch arbeitende Hub- und Senkvorrichtung
vorgesehen sein.
Der untere Kniehebel 27 ist als Schwinge ausgebildet und
hinsichtlich seiner Formgebung und Materialstärke absolut
verwindungssteif und breit. Der somit als verhältnismäßig dicke
Platte ausgebildete untere Kniehebel 27 ist an seinem unteren
Ende auf beiden Seiten jeweils auf einer Achse 29 schwenkbar
gelagert, die an einer Bodenplatte 28 vorgesehen ist. Der obere
Kniehebel 26 ist zur Erzielung einer verwindungsfreien Ausbildung
vorteilhaft in Kastenbauweise ausgebildet. Hierzu ist der
Kniehebel 26 durch zwei Laschen 61 gebildet, die durch
einen vorzugsweise als Hohlprofil ausgebildeten (nicht
dargestellten) Querträger miteinander verbunden sind. Der
Kniehebel 26 trägt an seinem unteren Ende 30 beidseitig je
weils ein am Kniehebel 27 gegengelagertes Kniegelenklager
31. An seinem oberen Ende 32 ist der Kniehebel 26 beid
seitig auf jeweils einer unterhalb des Troges 5 quer
liegenden Achse 33 gelagert. Die Achsen 33 sind in zuein
ander parallelen und senkrecht nach unten über eine Auf
lage 52 ragende Laschen 53 angeordnet. Der Hydraulikzylinder
24 ist ebenfalls über eine Achse 54 schwenkbar am Knie
hebel 27 angelenkt. Die Achse 54 ist in Laschen 56 ge
lagert, die vom Kniehebel 27 abstehen. Die drei Achsen
29, 31, 33 liegen parallel zueinander und sind gegenüber
dem Trogboden 8 und der Auflage 52 für das Untermesser 9
im Trog 5 exakt ausgerichtet. Dadurch ist beim Betätigen
der Kniehebelanordnung 10 ein absolut paralleles, quer
steifes und verschiebungsfreies Heben und Senken des
Troges 5 mit dem Gegenmesser 9 im Bereich des durch den
Kniehebelhub bestimmten Kreissegmentes um die Trogachse
4 gewährleistet.
Zum Ausrichten des Schernessers 11 gegenüber dem Gegenmesser
9 wird zunächst der Trog 5 über den Kniehebel 10 in seine oberste
Lage geschwenkt. In dieser Lage wird dann das Schermesser 11 mit
seiner Schneide 16 auf das Gegenmesser 9 lose aufgesetzt. Dann
werden die Gewindebolzen 60 oder andere Befestigungeteile ange
zogen und damit das Schermesser durch die Klemmleiste 59 auf der
Auflagefläche 57 festgespannt. Anschließend wird der Trog 5
wieder über den Kniehebel 10 nach unten geschwenkt, wobei das
zu schneidende Holz H nach unten rutscht. Durch anschließendes
Heben des Troges 5 ist über die gesamte Messerbreite ein gleich
mäßiger Scherdurchschnitt erreicht, bei dem das Schermesser 11
genau parallel auf das Gegenmesser 9 aufgesetzt wird. Das Scher
messer 11 kann auch so eingestellt werden, daß seine
Schneide 16 geringen Abstand vom Gegenmesser 9 hat.
Bei diesem Schervorgang wird das Material (Fig. 11, 12)
stark zusammengepreßt, wobei sich der Druckwiderstand
progressiv bis in die letzte Phase des Schneidvorganges
steigert. Durch den Einsatz des Kniegelenksystems 10
für die Hub- und Senkbewegung ergibt sich in der Endphase
der Durchstreckung des Kniegelenkes ein nahezu bis ins
Unendliche reichender Druckanstieg. Es steht also dem durch
den Schneidvorgang anwachsenden Schneiddruck eine Druck
steigerung in der Endphase der Kniegelenkstreckung gegen
über. Dadurch kann bei geringst möglichem Krafteinsatz
zur Durchstreckung des Kniegelenkes der entgegenwirkende
Druckanstieg beim Schervorgang fast ideell überwunden werden.
Vor dem Schermesser 11 sind vorteilhaft am Anschlagschild
12 mehrere Querspaltmesser 34, 35 befestigt. Sie sind mit
Keilsitz im Anschlagschild 12 gelagert und durch darüber
liegende Spannklötze 36 (Fig. 1) in dieser Lage gesichert.
Hierzu ist das Anschlagschild 12 an seiner Oberseite mit
Schlitzen 55 versehen, in welche die Querspaltmesser 34,
35 eingesetzt sind und aus denen sie in Richtung auf den
Trog 5 ragen. Die Spannklötze 36 sind auf die Oberseite
des Anschlagschildes 12 geschraubt. Die Spaltmesser 34, 35
sind im wesentlichen gleich ausgebildet. Die einen Spalt
messer 34 sind jedoch etwas höher als die anderen Spalt
messer 35 (Fig. 7). Die Spaltmesser 34 liegen mit Abstand von
den Schmalseiten 38, 39 des Anschlagschildes 12 und mit um ein
Mehrfaches größerem Abstand voneinander. In Lücke zwischen
einander benachbarten Spaltmessern 34 sind die Spaltmesser
35 mit gleichem Abstand voneinander und von den benachbarten
Spaltmessern 34 angeordnet. Die Schneiden 40 der Schneid
messer 35 sind gegenüber den Schneiden 41 der Schneidmesser
34 in Schnittrichtung (Pfeil P) zurückversetzt.
Wie die Fig. 9 und 10 zeigen, sind die Spaltmesser 34, 35 als
längliche rechtecktige Messer ausgebildet, deren schmale
Ränder beidseitig über einen Teil ihrer Höhe abgeschrägt
sind, so daß aufeinander zu verlaufende und an einen
Längsrand 44 anschließende schräge Randabschnitte 45, 46
gebildet sind. Sie gehen in parallel zueinander und senk
recht zur Schneide 40, 41 verlaufende Randabschnitte 42, 43
über. Mit einem dieser Randabschnitte 42, 43 liegen die
Querspaltmesser in montierter Lage am Schermesser an (Fig.
1, 8, 12). Die Randabschnitte 42, 43 erstrecken sich
vorteilhaft etwa über ein Drittel bis über etwa die halbe
Höhe der Spaltmesser 34, 35. Die Querspaltmesser können
aber auch über ihre ganze Höhe am Schermesser 11 anliegen.
Dann wird jedoch mehr Zeit benötigt, um zwischen das
Schermesser 11 und die Querspaltmesser 34, 35 einge
drungenes Holz (Fig. 11) in Pfeilrichtung P′ nach oben
zu fördern.
Der Keilsitz der Querspaltmesser 34, 35 im Anschlagschild 12
wird dadurch erreicht, daß die Spaltmesser in einem dem Längsrand
44 gegenüberliegenden Randbereich 47 schneidenförmig verjüngt
ausgebildet sind (Fig. 10).
Da die Querspaltmesser 34, 35 nur im Bereich ihrer Randab
schnitte 42, 43, also nur über etwa ein Drittel der Messerhöhe,
am Schermesser 11 anliegen, wird erreicht, daß sich Material,
welches beim Schnitt zwischen das Schermesser 11 und die Quer
spaltmessern 34, 35 gelangt, dann wieder an den Messern austritt,
wenn es die aneinanderliegenden Flächen 42, 17 des Querspalt
messers 35 und des Schermessers 11 (Fig. 8) überwunden hat. Das
im Trog 5 vorhandene und durch die Schräglage des Troges beim
Abwärtshub an das Anschlagschild 12 anschlagende Material H,
insbesondere Holz und holzähnliche Stoffe, wird durch die quer
zum Trog 5 angeordneten Messer 9 und 11 durch einen quer zur
Troglängsachse verlaufenden Schnitt getrennt. Hierbei kann, je
nach der Form des zu zerteilenden Holzes und der Lage im Trog,
die Faser des Holzes längs, quer oder diagonal zum Messer liegen.
Durch den Scherschnitt entstehen somit Streifen, die in der Längs
richtung der durch den Abstand des Anschlagschildes 12 vom
Schermesser 11 eingestellten Abschnittlänge und in der Quer
richtung der Größendimension des zu zerkleinernden Stückes
entsprechen.
Für die Weiterverwendung des zerkleinerten Materials (Fig. 1)
zur Verbrennung in mit Pneumatik-, Schnecken- oder sonstiger
Förderung beschickten Feuerungen oder anderer Weiterverwendung
sind solche länglichen kompakten Abschnitte aus fördertechnischen
und verbrennungstechnischen Gründen nicht immer geeignet. Des
halb werden in Vorschubrichtung nach dem Schermesser 11 die Quer
spaltmesser 34, 35 angeordnet, durch die die quer zur Vor
schubrichtung liegenden Holzteile aufgeteilt werden.
Die Aufteilung erfolgt derart, daß das auf dem Gegenmesser
9 aufliegende Material beim Aufwärtshub des Troges 5 durch
den zwischen dem Anschlagschild 12 und der Schneide des Scher
messers 11 gebildeten Schlitz 49 (Fig. 12) hindurchgedrückt
und durch die mit geringem Höhenabstand weiter oben liegenden
Querspaltmesser 34, 35 in gleichmäßige Stücke (Fig. 11) auf
getrennt wird. Für die Durchtrennung der länglichen Materialstücke
wird, insbesondere wenn deren Faserrichtung quer zum Trog 5 liegt,
ein außerordentlich hoher Druck benötigt. Dies gilt insbesondere,
wenn ein ganzes System von Querspaltmessern entlang dem Scher
messer 11 angeordnet ist. Der für die Durchtrennung mittels
der Querspaltmesser notwendige Druck wird, wie bereits erwähnt,
durch die Streckung des Kniehebelsystems bzw. der Hub-
und Senkvorrichtung 10 erreicht.
Die in Höhenrichtung versetzte Anordnung einander benachbarter
Querspaltmesser 34, 35 dient zur Herabsetzung der Kräfte, die
bei der Queraufteilung des Materials auftreten. Wie erwähnt, sind
die Querspaltmesser 34 und 35, quer zum Trog gesehen, nicht
fluchtend angeordnet, sondern jeweils abwechselnd in Höhen
richtung gegeneinander versetzt angeordnet. Hierdurch wird
erreicht, daß die durch die Keilform der Messer jeweils zwischen
den Messern auftretende Materialverdrängung (Fig. 11, 12) in der
ersten Phase des Durchschnittes auf etwa die Hälfte reduziert
wird. In der zweiten Phase des Durchschnittes, d. h. wenn zu
sätzlich zu den Querspaltmessern 34 auch die Querspaltmesser
35 in Eingriff mit dem Material kommen, liegen die Außen
seiten der zwischen einander benachbarten Querspaltmessern
34 vorhandenen Materialabschnitte bereits an den zur Ausschub
richtung (Pfeil P′) parallel verlaufenden Außenseiten 50, 51
der Querspaltmesser 34 an, während noch die Auftrennung des
Materialstückes in zwei Hälften durch die zwischen den Quer
spaltmessern 34 liegenden kürzeren Querspaltmesser 35 erfolgt.
Durch den Widerstand der keilförmig ausgebildeten Randabschnitte
47 der kürzeren Querspaltmesser 35 werden die in Pfeilrichtung
P′ nach außen geschobenen Materialabschnitte an den Querspalt
messern 35 zurückgehalten, während die im Bereich der anderen
Querspaltmesser 34 liegenden Enden der Materialabschnitte ohne
großen Widerstand in Pfeilrichtung P′ nach außen wandern können.
Hierdurch entsteht eine diagonal gerichtete Kraft, welche
einerseits ein Aufsplittern des Kompaktholzes und zum anderen
durch die Diagonallage eine Auflösung der durch die keilförmigen
Randabschnitte 47 der Querspaltmesser 35 entstandenen Verspan
nung zwischen den Messern 34, 35 mit sich bringt.
Durch den Einsatz der Querspaltmesser wird in Verbindung mit
dem Schermesser 11 und durch die vom Gegenmesser 9 über das
Kniehebelsystem 10 erreichte Druckübertragung eine Zerkleine
rung des Holzes bzw. des holzartigen Materials in die produktions
technisch benötigte Schnitzelform und Schnitzelgröße erreicht.
Diese Zerkleinerung wird noch dadurch begünstigt, daß die Quer
spaltmesser 34 und 35 höhenversetzt zueinander angeordnet sind.
Da die Querspaltmesser 34, 35 nur etwa über ein Drittel
ihrer Höhe am Schermesser 11 anliegen, können die zwischen
diesem Messer und den Querspaltmessern eingedrungenen
Holzabschnitte rasch nach oben transportiert werden. Dabei
unterstützt der oberhalb der Berührungsflächen durch die
schrägen Randabschnitte 45, 46 der Querspaltmesser 34, 35
entstehende Keilraum 62 (Fig. 8 und 12) noch den Ab
transport der Holzabschnitte, weil sich die Hölzer in
diesem Raum sofort ausdehnen bzw. entspannen können.
Claims (27)
1. Zerkleinerungsmaschine für Holz, holzähnliche Stoffe und
dgl., insbesondere Restholz, mit einem Behältnis zur Auf
nahme des Holzes, in der mindestens ein feststehendes
und mindestens ein bewegliches Messer vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Messer (9) mit
einer Hub- und Senkvorrichtung (10) zumindest annähernd
parallel zum feststehenden Messer (11) bewegbar und mit
einer dem Schneiddruck entgegengerichteten Gegenkraft
beaufschlagt ist.
2. Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hub- und Senkvorrichtung
(10) eine Kniehebelanordnung ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das feststehende Messer (11)
an einem Maschinenrahmen (1) und das höhenbewegliche
Messer (9) vorzugsweise am Boden (8) des trogförmigen
Behältnisses (5) angeordnet ist.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (5) in Höhen
richtung schwenkbar ist.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das schräg in der Maschine
angeordnete Behältnis (5) an seinem einen oberen Ende
(6) um eine Querachse (4) schwenkbar an der Maschine
(1) gelagert ist.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Messer
(9) im Bereich eines unteren Mundstückes (7) des Behältnisses
(5) querliegend angeordnet ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das feststehende Messer (11)
ein Schermesser ist.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Messer (9) durch
Aufwärtsbewegung des Behältnisses (5) gegen das feststehende
Messer (11) nach Art einer Scherzange verstellbar ist.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (5) in seiner
Ausgangslage vor dem Schneidvorgang schräg, vorzugsweise
unter etwa 40° zur Waagerechten, nach unten geneigt ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des Material
vorschubes im Behältnis (5) vor dem Mundstück (7) des
Behältnisses (5) ein vorzugsweise mittig zu diesem und
vorzugsweise senkrecht zum Trogboden (8) verlaufender
Anschlag (12) vorgesehen ist.
11. Maschine nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (12) durch ein
Schild gebildet ist.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hub- und Senkvorrichtung
(10) am Trogboden (8) angreift.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ein unterer Kniehebel
(27) der Hub- und Senkvorrichtung (10) eine Schwinge ist,
die vorzugsweise zweifach auf einer Bodenplatte (28) der
Maschine (1) gelagert ist.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß ein oberer Kniehebel
(26) der Hub- und Senkvorrichtung (10) an seinem unteren
Ende am unteren Kniehebel (27) gegengelagerte Knie
gelenklager (31) trägt.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kniehebel (26) an
seinem oberen Ende (32) auf einer unterhalb des Trog
bodens (8) quer verlaufenden Achse (33) gelagert ist.
16. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kniehebel (26) kasten
artig ausgebildet ist.
17. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Messer (9) auf
einer Auflage (52) angeordnet ist, die parallel zum Trogboden
(8) verläuft.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem oberen Messer (11)
vorzugsweise eine Vielzahl von und mit Abstand
nebeneinanderliegender Querspaltmesser (34, 35) ange
ordnet ist.
19. Maschine nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
mit Keilsitz im Anschlag (12) gelagert und mit Spann
teilen (36), vorzugsweise Spannklötzen, in diesem befestigt
sind.
20. Maschine nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
länglich ausgebildet sind und quer nach außen über den
Anschlag (12) ragen.
21. Maschine nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
vorzugsweise unter einem Winkel von etwa 60° zueinander
geneigt verlaufende Randabschnitte (45, 46) aufweisen.
22. Maschine nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
am feststehenden Messer (11) anliegen.
23. Maschine nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
über etwa ein Drittel ihrer Höhe am feststehenden Messer
(11) anliegen.
24. Maschine nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querspaltmesser (34, 35)
an ihrem von den abgeschrägten Randabschnitten (45, 46)
abgewandten Längsrand (47) keil- bzw. schneidenförmig
verjüngt ausgebildet sind.
25. Maschine nach einem der Ansprüche 18 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise zwei unterschied
lich hohe Querspaltmesser (34 und 35) vorgesehen sind.
26. Maschine nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, daß die niedrigeren Querspalt
messer (35) jeweils zwischen einander benachbarten höheren
Querspaltmessern (34) vorgesehen sind.
27. Maschine nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet, daß die höheren Querspaltmesser
(34) um etwa die Höhe des keilförmigen Längsrandes (47)
über die niedrigeren Querspaltmesser (35) nach unten in
Richtung auf das bewegliche Messer (9) ragen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3914086A DE3914086A1 (de) | 1989-04-28 | 1989-04-28 | Zerkleinerungsmaschine fuer holz, holzaehnliche stoffe und dgl. |
| EP19900107609 EP0394890A3 (de) | 1989-04-28 | 1990-04-21 | Zerkleinerungsmaschine für Holz, holzähnliche Stoffe und dgl. |
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| JP2115019A JPH0312241A (ja) | 1989-04-28 | 1990-04-27 | 粉砕機 |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3914086A DE3914086A1 (de) | 1989-04-28 | 1989-04-28 | Zerkleinerungsmaschine fuer holz, holzaehnliche stoffe und dgl. |
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ID=6379696
Family Applications (1)
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| DE3914086A Withdrawn DE3914086A1 (de) | 1989-04-28 | 1989-04-28 | Zerkleinerungsmaschine fuer holz, holzaehnliche stoffe und dgl. |
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