DE3912212A1 - Sperranordnung, insbesondere zur verwendung in einer viskositaetskupplung - Google Patents
Sperranordnung, insbesondere zur verwendung in einer viskositaetskupplungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sperranordnung
oder Sperrteil, verwendbar zum Absperren viskoser Fluide
in dickflüssigem Zustand in einer Viskositätskupplung.
Ein herkömmliches Absperr- oder Abdichtteil, das in
Viskositätskupplungen verwendet worden ist, ist in Fig.
1 gezeigt.
In Fig. 1 ist ein erstes Drehteil 101 mit einer nicht
gezeigten Antriebsachse verbunden und ein zweites
Drehteil 102 ist mit einem linken und einem rechten
Seitenwandteil 102 a, 102 b und einem Zylinderteil 102 c
mit einer nicht gezeigten Neben- oder Abtriebsachse
verbunden. Die Drehteile 101 und 102 sind relativ
zueinander drehbar. Das erste und zweite Drehteil 101
und 102 bilden eine Arbeitskammer 103, die durch
Dichtringe (X-Ringe) 106 a und 106 b, angeordnet zwischen
dem ersten Drehteil 101 und dem linken und rechten
Seitenwandteil 102 a und 102 b abgedichtet bzw. abgesperrt
ist. Innerhalb der Arbeitskammer 103 ist eine Mehrzahl
erster widerstandsfähiger Platten 104 und eine Mehrzahl
zweiter widerstandsfähiger Platten 105 angeordnet, die
jeweils mit dem ersten bzw. zweiten Drehteil 101 und 102
keilverbunden sind und ein viskoses Fluid ist in dieser
Arbeitskammer 103 in dickflüssigem Zustand
eingeschlossen.
Eine solche Viskositätskupplung kann zwischen einer
Übertragungs- und einer Gelenkwelle in einem
Kraftfahrzeug mit Vierradantrieb vom Typ mit vorn
liegendem Motor und Frontantrieb (FF-Typ) gefunden
werden. In diesem Fall sind das erste und zweite
Drehteil 101 und 102 mit der Übertragungs- und der
Gelenkwelle entsprechend verbunden.
Diese Viskositätskupplung ist wirksam in einem Zustand,
indem ein Vorderradrutschen infolge geringer
Straßenhaftung bzw. einer niedrigen Reibung des
Straßenbelages eine große Differenz zwischen den
Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder verursacht. In
einer solchen Situation scheren die ersten und zweiten
widerstandsfähigen Platten 104 und 105 durch das viskose
Fluid innerhalb der Arbeitskammer 103 und das
resultierende Drehmoment infolge der Scherkraft des
viskosen Fluids wird als Austrittsleistung, bedingt
durch das Rutschen des Fahrzeuges, auf die Hinterräder
übertragen.
Die Viskositätskupplung ist auch wirksam, um das
Kurvenbremsphänomen bei engen Kurven zu beseitigen, das
in einem Zustand scharfer Kurvenfahrt mit niedriger
Geschwindigkeit auftritt, wobei eine Differenz in der
Drehzahl zwischen den Vorder- und Hinterrädern oder den
linken und rechten Rädern verhältnismäßig klein ist, so
daß die Viskositätskupplung diese Differenz vollständig
absorbieren kann.
Wenn nunmehr die ersten und zweiten Widerstandsplatten
104 und 105 durch das Viskosefluid scheren bzw.
schneiden, und zwar dann, wenn ein Durchrutschen der
Vorderräder aufgetreten ist, wird das Viskosefluid
innerhalb der Arbeitskammer 103 aufgeheizt, so daß der
Innendruck der Arbeitskammer 103 zunimmt. Unter solchen
Umständen werden die X-Ringe 106 a und 106 b durch das
Viskosefluid unter hohem Druck stark druck
beansprucht. Aus diesem Grund sind als Verstärkung bzw.
Versteifung Stützringe 107 a und 107 b an den X-Ringen
106 a und 106 b jeweils vorgesehen.
Bei solch einer herkömmlichen Viskositätskupplung sind
jedoch das erste und zweite Drehteil 101 und 102 relativ
zueinander drehbar, so daß sie relativ in Richtung der
Drehachse eine Gleitbewegung zueinander ausführen
können. Wenn solch eine relative Gleitbewegung zwischen
dem ersten und zweiten Drehteil 101 und 102 auftritt,
wirkt ein äußerer Abstand C 1 zwischen dem ersten und
zweiten Drehteil 101 und 102, der weiter von der
Arbeitskammer 103 entfernt ist als der X-Ring 106, als
ein Rückschlagventil oder Einwegventil in Richtung der
Arbeitskammer 103 und Getriebeöl von einem
Getriebegehäuse tritt ein und wird in einem Hohlraum A
bzw. in Hohlräumen A zwischen dem X-Ring 106 und dem
zugehörigen Stützring 107 festgehalten, wie dies in Fig.
2 dargestellt ist. Wenn die Viskositätskupplung selbst
heiß ist, dehnt sich der X-Ring 106 an dieser Stelle
aus.
Da die Arbeitskammer 103 ein nicht schmierendes bzw.
nicht als Schmiermittel wirkendes viskoses Fluid
enthält, muß ein innerer Abstand C 2 zwischen dem ersten
und zweiten Drehteil 101 und 102, der näher an der
Arbeitskammer 103 liegt als der X-Ring 106, breiter sein
als der äußere Abstand C 1. Im Ergebnis dessen und wegen
der Tatsache, daß Getriebeöl in dem Hohlraum A enthalten
ist, erstreckt sich ein Lippenabschnitt 106 L des
X-Ringes 106 in den inneren Spalt bzw. Abstand C 2, wenn
sich der X-Ring 106 ausdehnt. Der vorspringende
Lippenabschnitt 106 L kann durch die relative Drehung
zwischen dem ersten und zweiten Drehteil 101 und 102
zueinander abgeschert werden und die Sperreigenschaften
bzw. Abdichteigenschaften des X-Ringes 106 werden
geschwächt oder gehen verloren, so daß der Eintritt von
Getriebeöl aus dem Getriebegehäuse in die Arbeitskammer
103 möglich ist. Dieses Eindringen von Getriebeöl in die
Arbeitskammer 103 tritt in besonders starkem Maße bei
einer scharfen Kurvenfahrt mit niedriger Geschwindigkeit
auf, bei der eine Differenz in der Drehzahl zwischen den
Vorder- und Hinterrädern gering ist.
Ein solches Eindringen von Getriebeöl in die
Arbeitskammer 103 macht das viskose Fluid innerhalb der
Arbeitskammer 103 dickflüssiger, was seinerseits zu
einer Zunahme des Drehmomentes führt, das durch die
Viskositätskupplung erhalten wird, so daß die Differenz
in der Drehzahl zwischen den Vorder- und Hinterrädern
nicht vollständig absorbiert werden kann, mit der Folge,
daß das Kurvenbremsphänomen beim Durchfahren enger
Kurven auftritt.
Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
Sperranordnung bzw. ein Sperrteil anzugeben, die bzw.
das sich nicht in einen Raum bzw. Spalt zwischen zwei
relativ zueinander drehbaren Teilen in einer
Viskositätskupplung hinein ausdehnt oder erstreckt, und
die bzw. das in der Lage ist, das Eindringen von äußeren
Mitteln bzw. Fluiden in eine Kammer zu verhindern, die
durch die zwei relativ zueinander drehbaren Teile
gebildet wird.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß durch eine
Sperranordnung bzw. ein Absperrteil erreicht, mit einem
Hauptabschnitt bzw. Hauptteil, das in geeigneter Lage
für eine Absperrfunktion angeordnet wird, und mit einer
Verstärkungs- bzw. Versteifungseinrichtung, die härter
ist als der Hauptteil derart, daß dieses sich an einem
Teil des Hauptabschnittes oder Hauptteiles befindet, wo
eine Deformation des Hauptabschnittes oder Hauptteiles
zu einem Verlust der Sperr- oder Abdichteigenschaften
führt, um zu verhindern, daß sich das Hauptteil bzw. der
Hauptabschnitt deformiert.
Insbesondere in dem speziellen Zusammenhang mit einer
Viskositätskupplung sieht die vorliegende Erfindung
eine Absperranordnung für die Viskositätskupplung vor,
die aus zwei relativ zueinander drehbaren Teilen
besteht, gekennzeichnet durch einen Hauptabschnitt oder
Hauptteil, der in einer geeigneten Sperrlage zwischen
den zwei relativ zueinander drehbaren Teilen angeordnet
ist, und mit einer Verstärkungs- bzw.
Versteifungseinrichtung, die härter ist als der
Hauptabschnitt, um an einem Teil des Hauptteiles oder
Hauptabschnittes angeordnet zu sein, wo die Deformation
des Hauptabschnittes oder Hauptteiles in einen Raum oder
Spalt zwischen den zwei drehbaren Teilen zu einem
Verlust der Sperr- oder Abdichteigenschaften führt, um
zu verhindern, daß sich der Hauptteil oder
Hauptabschnitt der Sperranordnung deformiert.
Bevorzugte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den Unteransprüchen dargelegt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines
Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher
erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine obere Hälfte einer Viskositätskupplung mit
einem herkömmlichen Sperrteil im Halbschnitt,
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung des Sperr
teiles in der Viskositätskupplung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine obere Hälfte einer Viskositätskupplung
im Halbschnitt gemäß eines Ausführungsbei
spieles einer Sperranordnung (Sperrteil)
nach der vorliegenden Erfindung,
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittdarstellung der
Sperranordnung in der Viskositätskupplung
nach Fig. 3,
Fig. 5 eine obere Hälfte der Sperranordnung in der
Viskositätskupplung nach Fig. 3.
Bezugnehmend nunmehr auf Fig. 3 ist in dieser eine
Viskositätskupplung mit einer Sperranordnung nach einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gezeigt.
Zur Erläuterung wird angenommen, daß hier die
Viskositätskupplung zwischen einer Übertragungs- und
einer Gelenkwelle in einem Kraftfahrzeug mit
Vierradantrieb vom Typ mit vorn liegendem Motor und
Frontantrieb (FF-Typ) eingesetzt ist.
In dieser Viskositätskupplung nach Fig. 3 ist vorgesehen
ein erstes Drehteil 1, verbunden mit einer antreibenden
Achse (d.h. der Übertragerwelle), nicht gezeigt, und ein
zweites Drehteil 2, welches ein linkes und rechtes
Seitenwandteil 2 a und 2 b sowie ein zylindrisches Teil 2 c
umfaßt und das mit einer Abtriebsachse (d.h. der
Gelenkwelle), nicht gezeigt, verbunden ist, wobei die
Drehteile 1 und 2 relativ zueinander koaxial drehbar
sind. Die Drehteile 1 und 2 bilden eine Arbeitskammer 3,
die durch X-Ringe 10 a und 10 b abgesperrt oder
abgedichtet ist, welche in Nuten 12 a und 12 b angeordnet
sind, die zwischen dem ersten Drehteil 1 und dem linken
und rechten Seitenwandteil 2 a und 2 b des zweiten
Drehteiles 2 angeordnet sind und zwischen denen
Silikonöl in dickflüssigem Zustand eingeschlossen ist.
Benachbart zu den X-Ringen 10 a und 10 b an der der
Arbeitskammer 3 jeweils abgewandten Seite sind jeweils
Stützringe 11 a und 11 b aus Kupfer als Verstärkung bzw.
Versteifung gegen hohen Druck vorgesehen, der durch das
Silikonöl auf die X-Ringe 10 a und 10 b ausgeübt wird.
Innerhalb der Arbeitskammer 3 befindet sich eine
Mehrzahl erster widerstandsfähiger Platten 4 und eine
Mehrzahl zweiter widerstandsfähiger Platten 5,
nachfolgend jeweils als Widerstandsplatten bezeichnet,
die mit dem ersten und zweiten Drehteil 1 und 2 jeweils
keilverbunden sind. Zwischen benachbarten zweiten
Widerstandsplatten 5 befindet sich jeweils ein
Abstandsring 6. Im einzelnen ist der X-Ring 10 (d.h.
entweder 10 a oder 10 b) und sein zugehöriger Stützring 11
(d.h. entweder 11 a oder 11 b) in der Nut 12 (entweder Nut
12 a oder 12 b) in Fig. 4 dargestellt. Wie Fig. 4 zeigt,
sind entlang der Seitenflächen des Innenumfanges des
X-Ringes 10, der den Außenkanten der Lippenabschnitte
10 La und 10 Lb des X-Ringes entspricht, starre
Eisenstücke 13 a und 13 b eingebettet. Wie aus der
Vorderansicht der oberen Hälfte des X-Ringes ersichtlich
ist, die in Fig. 5 dargestellt ist, sind die Eisenstücke
13 (entweder 13 a oder 13 b) punktweise verteilt entlang
des Innenumfanges des X-Ringes 10 vorgesehen.
Diese Viskositätskupplung arbeitet in einer Situation,
in der die direkt durch einen Motor angetriebenen
Vorderräder auf einer Straße mit niedriger Reibung
rutschen und eine große Drehzahldifferenz zwischen den
Vorder- und Hinterrädern verursachen. Im Ergebnis dessen
dreht sich das erste Drehteil 1, verbunden mit dem
Vorderrad, stärker als das zweite Drehteil 2, das mit
dem Hinterrad verbunden ist, so daß sie sich relativ
zueinander drehen. In einer solchen Situation scheren
die ersten und zweiten Widerstandsplatten 4 und 5 durch
das Silikonöl innerhalb der Arbeitskammer 3 und das
resultierende Drehmoment infolge der Scherkraft des
Silikonöls wird auf das Hinterrad als flüchtiges
Drehmoment oder aus dem Rutschen des Fahrzeuges
resultierende Antriebsleistung übertragen.
Diese Viskositätskupplung ist auch in einer Situation
einer scharfen Kurvenfahrt mit niedriger Geschwindigkeit
wirksam, bei der eine Differenz in der Drehzahl zwischen
den Vorder- und Hinterrädern oder den linken und rechten
Rädern verhältnismäßig klein ist, so daß die
Viskositätskupplung diese Differenz vollständig
absorbieren kann.
In dieser Viskositätskupplung sind die Drehteile 1 und 2
relativ zueinander drehbar, so daß sie in Richtung der
Drehachse auch relativ zueinander gleiten können. Wenn
eine derartige relative Gleitbewegung zwischen dem
ersten und zweiten Drehteil 1 und 2 auftritt, ist ein
äußerer Spalt bzw. Abstand C 3 zwischen dem ersten und
zweiten Drehteil 1 und 2, der weiter von der
Arbeitskammer 3 entfernt ist als der X-Ring 10, wirksam,
um als Einwegventil in Richtung der Arbeitskammer 3 zu
wirken und es tritt Getriebeöl von einem Getriebegehäuse
ein und wird in einem Hohlraum A 1 zwischen dem X-Ring 10
und dem zugehörigen Stützring 11 aufgenommen. An dieser
Stelle dehnt sich dann, wenn die Viskositätskupplung
selbst heiß ist, der X-Ring 10 aus. Dies ist der Fall
beim fortlaufenden Scheren der ersten und zweiten
Widerstandplatten 4 und 5 mit hoher Geschwindigkeit
durch das Silikonöl, ein Zustand, der auftritt, wenn die
Fronträder durchrutschen, wobei sich das Silikonöl
innerhalb der Arbeitskammer 3 erwärmt, so daß der
Innendruck innerhalb der Arbeitskammer 3 zunimmt.
Da das in der Arbeitskammer 3 eingeschlossene Silikonöl
ein nicht schmierendes viskoses Fluid ist, muß ein
innerer Abstand bzw. innerer Spalt C 4 zwischen dem
ersten und zweiten Drehteil 1 und 2, der näher an der
Arbeitskammer 3 liegt als der X-Ring 10, breiter sein
als der äußere Spalt bzw. Abstand C 3. Im Ergebnis dessen
sowie aufgrund des Umstandes, daß Getriebeöl in dem
Hohlraum A 1 enthalten ist, neigt der Lippenabschnitt
10 La an der Seite des inneren Abstandes bzw. Spaltes C 4
dazu, sich in dem inneren Spalt C 4 hinein zu erstrecken,
wenn sich der X-Ring 10 ausdehnt. Da jedoch der X-Ring
10 ein starres Eisenstück 13 aufweist, das jeweils
verteilt entlang den Seitenflächen seines Innenumfanges
angeordnet ist, wird diese Neigung des Lippenabschnittes
10 La, sich in den inneren Spalt C 4 hineinzudehnen,
verhindert, da das Eisenstück 13 durch die Seitenwand
der Nut 12 gestoppt wird bzw. an dieser anliegt.
Infolgedessen kann der X-Ring 10 seine Sperr- oder
Dichteigenschaften beibehalten und das Eindringen von
Getriebeöl in die Arbeitskammer 3 kann verhindert
werden.
Wie bereits eingangs erläutert, tritt diese Neigung des
Lippenabschnittes 10 La des X-Ringes 10, nämlich sich in
den inneren Abstand bzw. inneren Spalt C 4 hinein
auszudehnen und zu erstrecken, was seinerseits das
Eindringen von Getriebeöl in die Arbeitskammer 3
erlaubt, insbesondere dann verstärkt auf, wenn eine
scharfe Kurve mit niedriger Geschwindigkeit durchfahren
wird, wobei eine Differenz in der Drehzahl der Vorder-
und Hinterräder klein ist. Ein derartiges Eindringen von
Getriebeöl in die Arbeitskammer 3 macht das Silikonöl
innerhalb der Arbeitskammer 3 dickflüssiger, was
seinerseits zu einer Zunahme des Drehmomentes führt, das
durch die Viskositätskupplung erhalten wird, so daß die
Differenz in den Drehzahlen zwischen Vorder- und
Hinterrädern nicht vollständig durch die
Viskositätskupplung aufgenommen bzw. absorbiert werden
kann, und das sogenannte Kurvenbremsphänomen für enge
Kurven auftritt.
Hingegen kann bei der vorliegenden Erfindung der X-Ring
10, wie bereits erläutert, das Auftreten des
Kurvenbremsphänomens in Situationen, wie z.B. einer
Kurvenfahrt mit sehr engem Kurvenradius bei niedriger
Geschwindigkeit, bei der die Drehzahldifferenz zwischen
den Vorder- und Hinterrädern klein ist, vermeiden, indem
der X-Ring 10 in der Lage ist, das Eindringen von
Getriebeöl aus dem Getriebegehäuse in die Arbeitskammer
3 zu verhindern.
Es wird darauf hingewiesen, daß die Verwendung von
Eisenstücken 13 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
nicht zwingend erforderlich ist, sondern diese
Verstärkungs- oder Versteifungsteile auch durch ein
anderes Material ersetzt werden können, das eine
geeignete Starrheit und Steifigkeit aufweist, wie z.B.
harter Kunststoff.
Auch kann die Anordnung, daß die Eisenstücke 13 entlang
des Innenumfanges des X-Ringes 10 in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel verteilt angeordnet sind, durch die
Verwendung eines einzelnen, durchgehenden
kontinuierlichen Eisenringes ersetzt werden, obwohl die
Anordnung von verteilt angeordneten Eisenstücken ein
besseres Anliegen des X-Ringes 10 in der Nut 12
gewährleisten kann.
Auch kann die Anordnung von Eisenstücken 13 an beiden
Seiten des X-Ringes 10, die dem äußeren und inneren
Spalt C 3 und C 4 in vorliegendem Ausführungsbeispiel
zugewandt sind, durch die Vorschrift ersetzt werden, die
Eisenstücke 13 nur an der Seite vorzusehen, die dem
inneren Abstand bzw. inneren Spalt C 4 gegenüberliegt,
obwohl die Maßnahme nach dem folgenden
Ausführungsbeispiel (beidseitige Anordnung der
Eisenstücke 13) einen besseren schnelleren Eingriff des
X-Ringes 10 in bezug auf die Nut 12 gewährleisten kann.
Außerdem kann anstelle des Einbettens von starren
Eisenstücken 13, wie in dem obigen Ausführungsbeispiel,
der X-Ring 10 so hergestellt werden, daß er einen
integralen Lippenabschnitt 10 La aufweist, der härter ist
als der übrige Teil des X-Ringes 10.
Es wird weiterhin darauf hingewiesen, daß die
vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise auf Sperr-
oder Dichtungsanordnungen bzw. Dichtungsteile von
anderer Form und anderem Anwendungsgebiet als dasjenige
einer Viskositätskupplung angewandt werden kann.
Außerdem sind weitere Modifikationen und Abweichungen
von dem folgenden Ausführungsbeispiel für den Fachmann
möglich, soweit die Lehre der vorliegenden Erfindung,
wie sie insbesondere in den beigefügten Ansprüchen
gegeben ist, nicht verlassen wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sperranordnung,
insbesondere für viskose Fluide in dickflüssigem Zustand
in einer Viskositätskupplung. Die Sperranordnung bzw.
das Sperrteil enthält einen Hauptabschnitt oder
Hauptteil, der in geeigneter Lage für die Absperr- oder
Dichtfunktion zwischen zwei relativ zueinander drehbaren
Teilen angeordnet ist, sowie eine
Versteifungseinrichtung, die härter ist als der
Hauptabschnitt oder Hauptteil, wobei die
Versteifungseinrichtung sich an einem Teil des
Hauptabschnittes befindet, wo eine Deformation des
Hauptabschnittes oder Hauptteiles hinein in einen Raum
oder Spalt zwischen den zwei drehbaren Teilen zu einem
Verlust der Sperr- oder Dichteigenschaften führen kann,
um zu verhindern, daß sich der Hauptteil oder
Hauptabschnitt deformiert.
Claims (8)
1. Sperranordnung, gekennzeichnet durch:
einen Hauptabschnitt (10), der an geeigneter Stelle für
eine Sperr- oder Dichtwirkung angeordnet ist, und
eine Versteifungseinrichtung (13), die härter ist als
der Hauptabschnitt (10) und die an einem Teil des
Hauptabschnittes (10) angeordnet ist, an dem eine
Deformation des Hauptabschnittes (10) zu einem Verlust
an Sperrfähigkeit oder Dichtfähigkeit führen kann, um zu
verhindern, daß eine Deformation des Hauptabschnittes
(10) erfolgt.
2. Sperranordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Versteifungseinrichtung Stücke
aus hartem Material (13) aufweist, die eingebettet und
verteilt in einem Teil des Hauptabschnittes (13), in dem
eine Deformation des Hauptteiles (10) zu einem Verlust
der Sperr- oder Dichtfunktion führen kann, angeordnet
sind.
3. Sperranordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine zusätzliche Verstärkung (13), die härter ist als
der Hauptabschnitt (10), angebracht in Verbindung mit
einem weiteren Teil des Hauptabschnittes (10), der
symmetrisch dem Teil der Verstärkungseinrichtung (13)
gegenüberliegt.
4. Sperranordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinrichtung den Teil
des Hauptabschnittes (10) bildet, der durch Deformation
zu einem Verlust an Sperr- oder Abdichtfunktionen führen
kann, wobei dieser Teil des Hauptabschnittes (10) härter
ausgeführt ist als die übrigen Teile des integralen
Hauptabschnittes (10).
5. Sperranordnung für eine Viskositätskupplung, die zwei
relativ zueinander drehbare Teile aufweist,
gekennzeichnet durch: einen Hauptabschnitt (10), der in
geeigneter Anordnung zum Absperren bzw. Abdichten
zwischen den zwei relativ zueinander drehbaren Teilen
(1, 2) angeordnet ist, und
eine Versteifungseinrichtung (13), die härter ist als
der Hauptabschnitt (10), um an einem Teil des
Hauptabschnittes (10) vorgesehen zu sein, wo eine
Deformation des Hauptabschnittes (10) in einen Raum bzw.
Spalt (C 4) zwischen den beiden drehbaren Teilen (1, 2)
zu einem Verlust der Sperr- bzw. Dichtfunktion führen
kann, um eine Deformation des Hauptabschnittes (10) zu
verhindern.
6. Sperranordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinrichtung Stücke
aus hartem Material (13) aufweist, die in dem Teil des
Hauptabschnittes (10) eingebettet und verteilt
angeordnet sind, wo eine Deformation des
Hauptabschnittes (10) zu einem Verlust der Sperr- oder
Dichtfunktion führen kann.
7. Sperranordnung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch
eine zusätzliche Verstärkung (13), die härter ist als
der Hauptabschnitt (10), um einen weiteren Teil des
Hauptabschnittes (10) zu bilden oder in Verbindung mit
diesem angeordnet zu sein, der symmetrisch dem Teil der
Verstärkungseinrichtung (13) gegenüberliegt.
8. Sperranordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungseinrichtung einen
integralen Teil des Hauptabschnittes (10) bildet, indem
eine Deformation des Hauptabschnittes (10) zu einem
Verlust der Sperr- bzw. Dichteigenschaften führen kann
und dieser integrale Teil des Hauptabschnittes (10)
härter ausgeführt ist als der übrige Teil des
Hauptabschnittes (10).
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| JP (1) | JPH01154337U (de) |
| DE (1) | DE3912212A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113757130B (zh) * | 2021-09-02 | 2024-04-02 | 安徽凯特泵业有限公司 | 一种自调节式化工泵 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3089678A (en) * | 1960-08-24 | 1963-05-14 | Marvin H Grove | Valve construction |
| DE1900849A1 (de) * | 1968-03-12 | 1969-10-09 | Jouk Leon | Vorrichtung zum Verbinden gekreuzter Rohre,insbesondere fuer ein Tischgestell |
| DE3442463C2 (de) * | 1984-11-22 | 1987-05-21 | Kaco Gmbh + Co, 7100 Heilbronn, De |
-
1988
- 1988-04-15 JP JP1988049967U patent/JPH01154337U/ja active Pending
-
1989
- 1989-04-13 DE DE3912212A patent/DE3912212A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3089678A (en) * | 1960-08-24 | 1963-05-14 | Marvin H Grove | Valve construction |
| DE1900849A1 (de) * | 1968-03-12 | 1969-10-09 | Jouk Leon | Vorrichtung zum Verbinden gekreuzter Rohre,insbesondere fuer ein Tischgestell |
| DE3442463C2 (de) * | 1984-11-22 | 1987-05-21 | Kaco Gmbh + Co, 7100 Heilbronn, De |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH01154337U (de) | 1989-10-24 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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