DE3912033A1 - Schmierfluidverteiler und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents
Schmierfluidverteiler und verfahren zu dessen herstellungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schmierfluidver
teiler zum Verteilen von Schmierfluid von einer Pumpe zu
einer Mehrzahl von zu schmierenden Teilen sowie ein Ver
fahren zum Herstellen des Verteilers bzw. des Schmierfluid
verteilers.
Ein Schmierfluidverteiler der oben angesprochenen Art um
faßt einen Körper bzw. ein Hauptteil, in dem ein Haupt
strömungskanal und eine Mehrzahl von Zweigströmungskanälen
ausgebildet sind. Der Hauptströmungskanal ist mit einem
Hauptrohr bzw. einer Hauptleitung verbunden, das bzw. die
seiner- bzw. ihrerseits mit einem Entladungskanal bzw.
-durchgang einer Pumpe verbunden ist. Die Zweigströmungs
kanäle zweigen von dem Hauptströmungskanal ab und stehen
jeweils mit einer Mehrzahl von Entladungskanälen bzw.
-durchgängen in Verbindung, insbesondere in der Weise, daß
jeder der Zweigströmungskanäle mit je einem Entladungs
kanal bzw. -durchgang in Verbindung steht. An dem Körper
bzw. Hauptteil sind Entlüftungsventile und ein Verschluß
stopfen angebracht. Auf diese Weise wird der vollständige
Schmierfluidverteiler ausgebildet. Konventionellerweise
ist es üblich, daß der Verteilerkörper bzw. das Verteiler
hauptteil aus einer Zinklegierung mittels Formgießen her
gestellt wird.
Zinklegierung hat einen niedrigen bzw. geringen
Korrosionswiderstand bzw. eine geringe Korrosionsfestig
keit. Insbesondere tendiert Zinklegierung dahin, daß sie
durch Material korrodiert wird, dessen pH-Wert hoch oder
niedrig ist, wie durch wasserlösliches Schneid- bzw.
Fräsfluid oder dergleichen. Im schlechtesten Fall kann
eine betriebliche Fehlfunktion des Verteilers auftreten.
Weiter ist es so, daß dann, wenn viele Kanäle bzw. Durch
gänge bzw. Entladungskanäle bei dem Verteiler erforder
lich sind, eine Form verwendet werden muß, die entsprechend
dem beabsichtigten Verteiler viele Kanäle bzw. Durchgänge
hat, oder es muß eine Mehrzahl von Verteilern verwendet
werden, die miteinander verbunden sind. Im ersteren Fall
wird die Form wegen der vielen Kanäle bzw. Entladungs
durchgänge eine große Form, so daß die Kosten hierfür
zu groß werden und es zu Schwierigkeiten vom Gesichts
punkt der Formungstechniken kommt. Im letzteren Falle
besteht die Tendenz, daß Fehler, Mängel, Fehlstellen
o. dgl. in Verbindungsbauteilen und Verbindungsteilen auf
treten, und es kommt oftmals zu Leckströmen von Schmier
fluid aus diesen Verbindungsbauteilen und Verbindungsteilen.
Kurz zusammengefaßt besteht die Aufgabe der Erfindung ins
besondere darin, einen Schmierfluidverteiler der oben ange
gebenen Art zur Verfügung zu stellen, der gegen Korrosion
aufgrund des Schmierfluids sehr fest ist.
Weiter soll mit der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen
eines Schmierfluidverteilers der oben angegebenen Art in
einer leichten und einfachen Art und Weise zur Verfügung
gestellt werden.
Zur Erzielung des zuerst erwähnten Ziels der Erfindung wird
mit der Erfindung ein Schmierfluidverteiler zur Verfügung
gestellt, welcher ein Hauptrohr bzw. eine Hauptleitung um
faßt, das bzw. die mit einem Entladungskanal bzw. -durch
gang einer Pumpe eines Schmiersystems zu verbinden ist,
und ein Hauptteil, das einen Hauptströmungskanal hat, welcher
mit dem Hauptrohr bzw. mit der Hauptleitung verbunden ist,
sowie eine Mehrzahl von Entladungskanälen bzw. -durchgängen,
die in Verbindung mit dem Hauptströmungskanal stehen, wobei
dieser Schmierfluidverteiler dadurch gekennzeichnet ist,
daß das Hauptteil aus einem korrosionswiderstandfähigen
bzw. -festen Material hergestellt bzw. ausgebildet ist.
Um das vorstehend erwähnte zweite Ziel zu erreichen, wird
mit der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines
Schmierfluidverteilers zur Verfügung gestellt, welcher
Schmierfluidverteiler ein Hauptrohr bzw. eine Hauptleitung
umfaßt, das bzw. die mit einem Entladungskanal bzw. -durch
gang einer Pumpe eines Schmiersystems zu verbinden ist, und
ein Hauptteil, das einen Hauptströmungskanal hat, welcher
in Verbindung mit dem Hauptrohr bzw. der Hauptleitung steht,
und eine Mehrzahl von Entladungskanälen bzw. -durchgängen,
die in Verbindung mit dem Hauptströmungskanal stehen, wobei
dieses Verfahren durch den Verfahrensschritt des Extrudierens
von korrosionswiderstandsfähigem bzw. -festem Material zur
Formung bzw. Ausbildung des Hauptteils gekennzeichnet ist.
Das korrosionswiderstandsfähige bzw. -feste Material wird
vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt, die aus Aluminium
legierung bzw. Aluminiumlegierungen, Nickellegierung bzw.
Nickellegierungen, rostfreier Legierung, Kunststoff usw. be
steht.
Die vorstehenden sowie weitere Vorteile und Merkmale der
Erfindung seien nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig.
1 und 2 der Zeichnung anhand einer besonders bevor
zugten Ausführungsform eines Schmierfluidverteilers gemäß
der Erfindung und eines erfindungsgemäßen Verfahrens zu
dessen Herstellung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenaufrißansicht eines Schmierfluidver
teilers gemäß einer Ausführungsform der Er
findung, wobei aus Darstellungsgründen Teile
weggebrochen sind; und
Fig. 2 eine Teilquerschnittsansicht des Schmierfluid
verteilers, der in Fig. 1 veranschaulicht ist.
Es sei nun eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschrieben, in
denen ein Schmierfluidverteiler 10 gemäß der Erfindung
dargestellt ist, der einen Körper bzw. ein Hauptteil 2
umfaßt. In dem Hauptteil 2 ist ein Hauptströmungskanal 3 aus
gebildet sowie eine Mehrzahl von Zweigströmungskanälen 3 A,
die von dem Hauptströmungskanal 3 abzweigen, und eine Mehr
zahl von Entladungs- bzw. Abgabekanälen bzw. -durchgängen
5, 6, und 7, die jeweils mit den Zweigströmungskanälen 3 A
verbunden sind, insbesondere derart, daß jeder dieser drei
Entladungs- bzw. -abgabekanäle mit je einem der Zweig
strömungskanäle 3 A verbunden ist; vorliegend sind zum Bei
spiel drei Entladungs- bzw. Abgabekanäle 5, 6 und 7 vorge
sehen, es können jedoch auch mehr oder weniger sein. Der
Hauptströmungskanal 3 hat ein Ende, das in Verbindung mit
einem Hauptrohr 1 bzw. einer Hauptleitung 1 steht, die
ihrerseits durch eine Leitung L 1 mit einer Pumpe P verbun
den ist. Das Hauptrohr 1 bzw. die Hauptleitung 1 ist mittels
eines Nippels 8 an dem Verteilerhauptteil 2 angebracht. Das
andere Ende des Hauptströmungskanals 3 ist mittels einer
Blindschraube 4 verschlossen. In diesem Zusammenhang sei
darauf hingewiesen, daß das Hauptteil 2 in dieser Ver
bindung in den entsprechenden Positionen mit Entlüftungs
ventilen 9 und 12 versehen ist, die jeweils in eine der Gewinde
bohrungen eingeschraubt sind, welche in dem Verteiler
körper 2 ausgebildet sind. Die Entlüftungsventile 9 und 12
sind durch Dichtungsringe 13 bzw. 14 abgedichtet. Wie aus
den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, ist das Entlüftungs
ventil 9 ein solches für den Hauptströmungskanal 3 bzw.
am Hauptströmungskanal 3 vorgesehen, während je eines der
Entlüftungsventile 12 an je einem der Entladungskanäle bzw.
-durchgänge 5, 6 und 7 vorgesehen ist.
Eine Mehrzahl von solchen Verteilern 10, 10 A und 10 B ist
mit der Pumpe P durch die Leitungen L 1 bzw. L 2 bzw. L 3
verbunden (siehe Fig. 1).
Gemäß der Erfindung ist das Hauptteil 2 des Schmierfluid
verteilers 10 durch Extrusion von korrosionsfestem Material
geformt worden. Eine bei dem Extrusionsformen verwendete
Extrusionsform wird in einer solchen Art und Weise ange
wandt, daß das Material senkrecht zu dem Zeichnungsblatt
bzw. der Zeichnungsebene der Fig. 2 extrudiert wird, so
daß es eine Querschnittsform erhält, wie sie in Fig. 2 dar
gestellt ist. Der auf diese Weise extrudierte langgestreckte
Gegenstand wird zu Längen zugeschnitten, die jeweils einen
Schmierfluidverteiler mit einer jeweils erforderlichen An
zahl von Verteilungs- bzw. Entladungsdurchgängen entsprechen
so daß ein Verteilerhauptteil erzielt wird, das die erfor
derliche bzw. gewünschte Anzahl von Verteilungs- bzw. Ent
ladungsdurchgängen bzw. -kanälen hat. Die Entlüftungsventile
und die Blindschrauben werden dann an dem Verteilerhauptteil
bzw. -körper montiert. Auf diese Weise wird ein perfekter
Schmierfluidverteiler vervollständigt bzw. vollständig er
halten.
Das vorstehend beschriebene bzw. angegebene korrosionsfeste
bzw. -widerstandsfähige Material,aus dem das Hauptteil 2
extrudiert wird, kann irgendein geeignetes Material dieser
Art sein, sofern das Material korrosionsmäßig fest auf
grund des Schmierfluids bzw. im Hinblick auf das Schmier
fluid ist, also gegenüber dem Schmierfluid korrosionsfest
ist, wobei natürlich auch die jeweiligen Außenbedingungen,
sofern diese korrosiv sind, berücksichtigt werden. Es wird
jedoch bevorzugt, daß das korrosionswiderstandsfähige Ma
terial aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus Aluminium
legierung, Nickellegierung, rostfreier Legierung, Kunst
stoffmaterial usw. besteht.
In Verbindung mit den obigen Ausführungen sei hervorge
hoben, daß gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ein Herstellungsverfahren darin besteht, daß
der Hauptströmungskanal 3 mittels einer Form integral mit
dem Hauptteil 2 und gleichzeitig mit demselben extrudiert
wird.
Mit der oben beschriebenen Anordnung nach der vorliegenden
Erfindung ist es möglich, Schmierfluidverteiler, die auf
grund des Schmierfluids und/oder gegenüber dem Schmierfluid
eine hohe Korrosionsfestigkeit haben, bei niedrigen Kosten
in Massenproduktion herzustellen.
Claims (5)
1. Schmierfluidverteiler (10), dadurch gekenn
zeichnet, daß er folgendes umfaßt: ein Hauptrohr (1)
bzw. eine Hauptleitung (1), die mit einem Entladungskanal
bzw. -durchgang einer Pumpe (P) eines Schmiersystems zu
verbinden ist, und einen Körper (2) bzw. ein Hauptteil (2),
der bzw. das einen Hauptströmungskanal (3) hat, welcher mit
dem Hauptrohr (1) bzw. der Hauptleitung (1) verbunden ist,
und eine Mehrzahl von Entladungskanälen bzw. -durchgängen
(5, 6, 7), die mit dem Hauptströmungskanal (3) in Verbindung
stehen, wobei der Körper (2) bzw. das Hauptteil (2) aus
korrosionswiderstandsfähigem bzw. -festem Material herge
stellt bzw. ausgebildet ist.
2. Schmierfluidverteiler (10) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das korrosionswiderstands
fähige bzw. -feste Material aus der aus Aluminiumlegierung,
Nickellegierung, rostfreier Stahl und Kunststoffmaterial
bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
3. Verfahren zum Herstellen eines Schmierfluidverteilers
(10), dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren
zum Herstellen des Schmierfluidverteilers (10), welcher ein
Hauptrohr (1) bzw. eine Hauptleitung (1) umfaßt, das bzw. die mit
einem Entladungskanal bzw. -durchgang einer Pumpe (P) eines
Schmiersystems zu verbinden ist, und einen Körper (2) bzw.
ein Hauptteil (2) der bzw. das einen Hauptströmungskanal
(3) hat, welcher in Verbindung mit dem Hauptrohr (1) bzw.
der Hauptleitung (1) steht, und eine Mehrzahl von Entladungs
durchgängen bzw. -kanälen (5, 6, 7), die in Verbindung mit
dem Hauptströmungskanal (2) stehen, den Verfahrensschritt
des Extrudierens von korrosionswiderstandsfähigem bzw.
-festem Material zur Formung bzw. Ausbildung des Körpers (2)
bzw. des Hauptteils (2) umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das korrosionswiderstandsfähige bzw.
-feste Material aus der aus Aluminiumlegierung, Nickel
legierung, rostfreier Legierung und Kunststoffmaterial be
stehenden Gruppe ausgewählt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Hauptströmungskanal (3)
mittels einer Form bzw. Extrusionsform integral mit dem
Körper (2) bzw. Hauptteil (2) und gleichzeitig mit diesem
extrudiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Citations (1)
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- 1989-03-29 GB GB8907035A patent/GB2219049B/en not_active Expired - Fee Related
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| Druckschrift DSK-3-001-00-(6.80), Fa. Joseph Vögele AG, Mannheim, 1980 * |
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| GRÜNING, Klaus: Umformtechnik, 3.Aufl., Fried- rich Vieweg & Sohn, Braunschweig, Wiesbaden, 1982, S.81-90 ISBN 3-528-24041-5 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB2219049A (en) | 1989-11-29 |
| GB8907035D0 (en) | 1989-05-10 |
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