DE3910571A1 - Haengefahrzeug fuer eine einschienenhaengebahn - Google Patents
Haengefahrzeug fuer eine einschienenhaengebahnInfo
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- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einem Hängefahrzeug für eine
Einschienenhängebahn mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruches 1.
Die DE-OS 30 16 454 zeigt ein gattungsgemä8es Hänge
fahrzeug mit einem Fahrzeugrahmen, der, bezogen auf
eine Frontalansicht des Fahrzeuges, etwa U-förmig ge
staltet ist. Die beiden zueinander parallellaufenden
Schenkel erstrecken sich vertikal zu beiden Seiten
des Steges der Fahrschiene und tragen Stützrollen,
die das Kippmoment des Fahrzeuges in die Fahrschienen
einleiten sollen. In einem der beiden Rahmenschenkel
ist außerdem eine Laufrolle gelagert, die auf der Ober
seite des Unterflansches läuft und von einem seitlich
neben dem Fahrzeugrahmen angeordneten Getriebemotor
angetrieben werden kann. Unterhalb der Unterseite der
Fahrschiene sind in dem Fahrzeug zwei Gegendruckrol
len gelagert, von denen die eine unterhalb der Lauf
rolle sitzt, während die andere im Abstand dazu mit
einer weiteren auf der Oberseite des Flansches laufen
den Losrolle zusammenwirkt. Die beiden Gegendruckrol
len sitzen unter einer erheblichen Vorspannung, um
den Reibschluß zwischen der Laufrolle und dem Flansch
zu verbessern.
Der Antriebsmotor sitzt außerhalb des Fahrzeugrahmens
und liegt mit seiner Längsachse parallel zur Fahrt
richtung.
Aufgrund dieser Fahrzeugkonstruktion mit seitlich aus
kragendem Motor entsteht ständig ein erhebliches Kipp
moment in der Fahrschiene, das die Fahrschiene zu
verwinden trachtet. Dementsprechend stabil muß das
Widerstandsmoment der Fahrschiene sein.
Außerdem erfordert der in Längsrichtung liegende Motor,
die an dem Unterflansch angreifenden zusätzlichen Rol
len, um das von dem Motor ausgelöste Kippmoment in
Fahrrichtung ebenfalls in die Schiene einzuleiten.
Ohne diese Rollen würde sich der Fahrzeugrahmen auf
der Fahrschiene schief einstellen. Die zusätzlichen
Rollen, die nur wegen der ungünstigen Gewichtsver
teilung notwendig sind, erhöhen unnötig den Roll
widerstand des Fahrzeugs auf der Schiene.
Außerdem bewirkt die Motoranbringung in Verbindung
mit den zusätzlichen Rollen am Unterflansch ein un
terschiedliches Steigungsfahrvermögen des Fahrzeugs,
wenn nur mit Adhäsionsantrieb auf der Fahrschiene
gefahren wird. Die unter dem Fahrzeug hängende Last
erzeugt beim Bergwärtsfahren ein zusätzliches Kipp
moment, das, je nach dem in welche Richtung das
Fahrzeug fährt, entweder zu dem von dem Motor her
rührenden Kippmoment hinzukommt oder diesem Kipp
moment entgegenwirkt. Zusammen mit dem Antriebs
moment an der Laufrolle ergeben sich deswegen je
nach Fahrtrichtung unterschiedliche Anpreßkräfte
für die Laufrolle auf die Fahrschiene. Die Folge
hiervon ist ein unterschiedliches Steigvermögen des
Fahrzeugs, d. h. es ist mit Adhäsionsantrieb in der
Lage, in einer Richtung eine stärkere Steigung zu
überwinden als in der anderen Richtung. Um diese Un
terschiede möglichst wenig störend in Erscheinung
treten zu lassen, ist deswegen bei dem bekannten Fahr
zeug die Gegendruckrolle in Richtung auf die Laufrolle
stark vorgespannt, was ebenfalls zu einer Erhöhung
des Rollwiderstandes führt und die Laufrolle stärker
verschleißen läßt.
Schließlich ist wegen der U-förmigen Rahmengestalt
die Anbringung der Stromschiene an der Fahrschiene
problematisch.
Grundsätzlich ähnliche Verhältnisse herrschen bei der
Katze nach der DE-OS 23 43 502. Bei dieser Konstruktion
hat das Fahrzeug in der Frontalansicht etwa C-förmige
Gestalt, wobei am oberen Ende eine profilierte Lauf
rolle mit zwei Spurkränzen vorgesehen ist, die auf
der Oberseite des Oberflansches der Fahrschiene
läuft. Sie wird durch einen Fahrmotor angetrieben,
der oben in Schienenlängsrichtung befestigt
ist. An der Unterseite des Fahrzeugs befinden sich
zwei Gegendruckrollen, die das von dem Motor ausge
löste Kippmoment aufnehmen, sowie zwei seitliche Füh
rungsrollen, um das seitliche Kippmoment in die Schie
nen einzuleiten.
Damit die Fahrschiene mit bügelförmigen Aufhängern
an der Decke befestigt werden kann, ohne Biegemomente
in die Decke einleiten zu müssen, muß auch bei der
bekannten Katze der Antriebsmotor gegenüber dem Schie
nenprofil seitlich versetzt sein.
Wegen der fehlenden zusätzlichen Vorspannung der Ge
gendruckrollen treten je nach Fahrtrichtung noch
größere Unterschiede in den möglichen Steigungen auf,
die befahren werden können.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, ein
Hängefahrzeug mit niedriger Bauhöhe zu schaffen, das
in beiden Fahrtrichtungen ein gutes Steigungsfahr
vermögen aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Hängefahr
zeug mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Die Anbringung des Antriebsmotors unterhalb der Fahr
schiene ermöglicht es, den Schwerpunkt des gesamten
Fahrzeugs in die Ebene des Steges der Fahrschiene zu
bringen, um die Verwindungsmomente in der Schiene zu
vermindern. Gleichzeitig erzeugen das Eigengewicht
des Motors und das Gewicht der transportierten Last
Momente bezüglich der Andruckrolle, die immer gleichsinnig
in der Weise wirken, daß sie die Anpreßkraft der
Laufrolle auf die Schiene erhöhen. Die von dem Motor
und von der Last ausgeübte Kraft erzeugt bei Steigungs
fahrten keine in entgegengesetzter Richtung wirkende
Kippmomente. Das Fahrzeug kann deswegen in beiden
Fahrtrichtungen dieselbe Maximalsteigung bei Adhä
sionsantrieb überwinden. Außerdem kann bei dieser
Form des Fahrzeugs die Fahrschiene sehr dicht unter
der Decke oder sogar unmittelbar an der Decke be
festigt werden. Es gibt keine über die Schienenober
kante hinausragenden Teile.
Wegen der L-Form des Fahrzeugs, bezogen auf die
Frontalansicht, ist eine Seite der Fahrschiene prak
tisch vollkommen frei und kann zur Anbringung der
Stromschiene verwendet werden. Die Schleifstücke für
die Stromschiene sind frei zugänglich und ermöglichen
eine leichte Wartung.
Wenn lediglich eine Laufrolle vorgesehen ist, ergeben
sich besonders einfache Verhältnisse. In diesem Falle
können entweder eine oder zwei Gegendruckrollen ver
wendet werden. Im Falle lediglich einer Gegendruck
rolle sitzt diese unmittelbar unter der Laufrolle,
während bei der Verwendung von zwei Gegendruckrollen
diese gegenüber der Laufrolle symmetrisch angeordnet
sind.
Bei Verwendung von zwei Laufrollen genügt eine Gegen
druckrolle, die mittig zwischen den Laufrollen ange
ordnet ist.
Wenn die Längsachse in einer vertikalen Ebene liegt,
die auch die Achse der einzigen Laufrolle enthält,
sind die Kippmomente in Schienenlängsrichtung minimal
oder gegebenenfalls sogar null, wenn keine anderen
auskragenden Gegenstände an dem Fahrzeug vorgesehen
sind.
Eine besonders leichte Fahrzeugkonstruktion wird er
halten, wenn zumindest das Getriebegehäuse einen tra
genden Bestandteil des Fahrzeugrahmens darstellt.
Dabei kann das Eigengewicht noch weiter verringert
werden, wenn für den Fahrzeugrahmen auch noch wenig
stens Teile des Motorgehäuses herangezogen werden.
Separate Rahmenteile werden in diesem Falle voll
ständig überflüssig.
Ein besonders geringer Rollwiderstand auf der hori
zontal verlaufenden Fahrschiene wird erreicht, wenn
die Gegendruckrolle oder die Gegendruckrollen sich
auf einer Höhe befinden, derart, daß zwischen ihnen
und der entsprechenden Lauffläche an der Fahrschiene
ein kleiner Spalt bleibt, damit sie auf horizontal
verlaufenden Schienenstücken nicht anliegen. Erst bei
Steigungsfahrten, bei denen sie benötigt werden, um
die Andruckkraft der Laufrolle auf der Fahrschiene
zu erhöhen, kommen sie mit der Fahrschiene in Ein
griff.
Im übrigen sind Weiterbildungen des neuen Fahrzeugs
Gegenstand von Unteransprüchen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegen
standes der Erfindung dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 ein Fahrzeug gemäß der Erfindung für eine
Einschienenhängebahn in einer Ansicht von
vorne und
Fig. 2 das Fahrzeug nach Fig. 1 in einer Seitenansicht
auf das Getriebegehäuse.
In Fig. 1 ist ein Fahrzeug 1 für eine Einschienen
hängebahn in einer Ansicht von vorne dargestellt,
das dazu vorgesehen ist, längs einer im Querschnitt
gezeigten Fahrschiene 2 zu fahren. Das Fahrzeug 1
enthält ein im wesentlichen quaderförmiges Getriebe
gehäuse 3 mit einer von der Fahrschiene 2 abliegen
den Außenseite 4 sowie einer dem Steg zugekehrten
Innenseite 5. In dem Getriebegehäuse 3 ist ein nicht
weiter erläutertes Zahnradgetriebe untergebracht
und es erstreckt sich, wie die beiden Figuren erken
nen lassen, mit seiner Hauptabmessung in vertikaler
Richtung. Im Bereich der oberen Hälfte steht an der
Innenseite 5 eine in dem Getriebegehäuse 3 drehbar
gelagerte Achswelle 6 vor, auf der drehfest ein
etwa scheibenförmiges Laufrad 7 sitzt, das auf der
Achswelle 6 unverschieblich gehalten ist. Am unteren
Ende, d. h. unterhalb des Laufrades 7, ist an der im we
sentlichen ebenen Innenseite 5 des Getriebegehäuses 3 ein
Motor 8 angeflanscht, der eine Längsachse 9 aufweist, die
quer zu der Fahrtrichtung liegt. Seine aus Darstellungs
gründen nicht sichtbare Ausgangswelle ragt in das
Getriebegehäuse 3 und treibt die dort befindlichen
Zahnräder an, um mit einer dem Übersetzungsverhält
nis des Getriebes entsprechenden verminderten Dreh
zahl das Laufrad 7 in Gang zu setzen, wenn das Fahr
zeug 1 längs der Fahrschiene 2 fahren soll.
Die Längsachse 9 des Motors 8 liegt gemeinsam mit
der Achse 9 der Achswelle 6 in einer vertikalen Ebene
11, wenn das Fahrzeug 1 auf einem horizontalen Ab
schnitt der Fahrschiene 2 ist. Diese vertikale Ebene
ist bei 11 in Fig. 2 angedeutet.
Die Längsachse 9 verläuft koaxial zu der nicht gezeig
ten Welle des Motors 8, weshalb sein Schwerpunkt auf
oder unmittelbar neben dieser Längsachse 9 liegt.
An dem Getriebegehäuse 3 ist oben ein etwa platten
förmiger Ausleger 12 mit Schrauben 13 befestigt, der
über die Innenseite 5 übersteht, d. h. in dieselbe
Richtung auskragt, wie die Achswelle 6. An ihm sind
drehbar zwei lose laufende Stützrollen 14 gelagert,
deren Drehachse 15 vertikal angeordnet ist. Die
Drehachsen 15 liegen symmetrisch bezüglich der
Ebene 11 und die Stützrollen 14 befinden sich auf
derselben Höhe oberhalb der Außenumfangsfläche der
Laufrolle 7. Sie befinden sich etwa mittig über deren
Lauffläche.
In dem entstehenden Winkelbereich zwischen der Innen
seite 5 des Getriebegehäuses 3 und dem Motor 8 sitzt
auf dessen Gehäuse 16 ein Halter 17 für zwei weitere
untere Stützrollen 18, deren Drehachse 19 ebenfalls
vertikal verläuft. Auch diese Drehachsen 19 sind
symmetrisch bezüglich der Ebene 11 angeordnet. Die
unteren Stützrollen 18, die ebenso wie die Stütz
rollen 14 voneinander beabstandet sind, lenken das
Fahrzeug 1 in Längsrichtung der Fahrschiene 2 und
leiten eventuelle Kippmomente, die quer zu der Fahr
richtung liegen, in die Fahrschiene 2 ein. Die unteren
Stützrollen 18 liegen unterhalb der Lauffläche der
Laufrolle 7, jedoch oberhalb des Motors 8. Sie sind,
wie die oberen Stützrollen 14, frei drehbar auf
entsprechenden Achsstummeln gelagert und in bekannter
Weise, beispielsweise durch Sprengringe, axial ge
sichert.
Der die unteren Stützrollen 18 tragende Halter 17
weist zwei ein Stück weit nach oben ragende Flansche
21 auf, die von der vertikalen Ebene 11 weiter ent
fernt liegen als die beiden unteren Stützrollen 18.
An diesen nach oben aufragenden Flanschen 21 sind
Achsstummel 22 vernietet, auf denen zwei um eine
horizontale Achse 23 drehbare Gegendruckrollen 24
frei drehbar gelagert sind.
Durch zusätzliche Winkelkonsolen 25 kann der im wesent
lichen in Fahrrichtung liegende Halter 17 an seinen
über das Motorgehäuse 16 überstehenden Enden gegen
den Motor 8 hin abgestützt sein.
An der Unterseite des Motorgehäuses 16 ist eine U-
förmige Lasche 26 befestigt, die sich auf der verti
kalen Ebene 11 befindet und an der entweder eine Last
unmittelbar oder lastaufnehmende Tragmittel an das
Fahrzeug 1 angehängt werden können.
Neben dem Motor 8 ist in Fig. 2 schließlich noch ein
Anschlußkasten 27 veranschaulicht, in dem die elektri
sche Verdrahtung untergebracht ist, die den Motor 8
elektrisch mit Schleifstücken 28 verbindet, die auf
einem Schleifstückträger 29 sitzen. Der Schleifstück
träger 29 ist mittels eines Drehgelenkes 31 auf dem
Motorgehäuse 16 gehaltert, und zwar bezüglich der
Fahrschiene 2 auf der von dem Getriebegehäuse 3 ab
liegenden Seite.
Die Fahrschiene 2, längs der das Fahrzeug 1 fahren
kann, besteht aus einem in Längsrichtung der Fahr
schiene durchlaufenden,vertikal sich erstreckenden
Steg 33, an dessen Oberkante ein oberer Flansch 34
und an dessen unterer Kante ein unterer Flansch 35
angeformt sind. Der obere Flansch 34 ist beidseits
des Steges 33 mit zwei nach unten weisenden Leisten
36 versehen, derart, daß beidseits des Steges 33 sich
zwei nach unten zu offene parallelflankige Nuten
37 ergeben, die in Längsrichtung der Fahrschiene 2
durchlaufen. In einer dieser beiden Nuten 37 laufen
die beiden oberen Stützrollen 14, die je nach Kipp
moment, entweder an der Innenseite der Leiste 36
oder an dem Steg 33 entlanglaufen, der deswegen
zumindest in diesem Bereich eben ausgebildet ist.
Der untere Flansch 35 der Fahrschiene 2 enthält zwei
nach unten weisende Leisten 38, die ebenfalls in Längs
richtung der Fahrschiene 2 durchlaufen und zusammen mit
der Unterseite des Flansches 35 eine parallelflankige Nut 39
begrenzen, die nach unten offen ist. In dieser Nut 39, die
sich in Verlängerung des Steges 33 befindet, laufen sowohl
die beiden unteren Stützrollen 18 als auch die beiden Gegen
druckrollen 24, wobei sich die unteren Stützrollen
18 an den einander zugekehrten Seiten der beiden
Leisten 38 abstützen, während die Gegendruckrollen
24 an der Unterseite des Flansches 35 anlegen können.
Die Laufrolle 7 läuft auf der Oberseite des unteren
Flansches 35, der hierzu beidseits des Steges 2
entsprechende Laufflächen bildet. Die eben erläuterte
Fahrschiene 2 ist bezüglich des Steges 33 symmetrisch,
damit das Fahrzeug 1 sowohl in der in Fig. 1 gezeigten
Weise als auch in der dazu spiegelbildlichen Anord
nung auf die Fahrschiene 2 aufgesetzt werden kann.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, hat das Fahrzeug 1 in
einer Ansicht entgegen oder in Richtung der Fahrbe
wegung etwa die Gestalt eines L, das von dem Getriebe
gehäuse 3 und dem Motor 8 im wesentlichen gebildet ist.
Durch diese Formgebung werden nach oben über die Fahr
schiene 2 überstehende Teile vermieden und es ist
auch sichergestellt, daß der Schwerpunkt des gesamten
Fahrzeuges 1 unterhalb der Achse der Laufrolle 7
liegt. Vorzugsweise befindet er sich in der Ebene
11 in Verlängerung des Steges 33, so daß das Fahr
zeug 1 auch ohne die oberen und unteren Stützrollen
14, 18 sowie die Gegendruckrollen 24 eine stabile
Lage auf der Fahrschiene 2 einnimmt. Die Gegendruckrollen 24
können deswegen vorspannungsfrei bzw. so angeordnet sein, daß
sie bei horizontal verlaufender Fahrschiene 2 ein
geringes Spiel gegenüber der Unterseite des unteren
Flansches 35 haben und deswegen nicht anliegen.
Bei der erläuterten Konstruktion des Fahrzeuges 1
wird das Gewicht einer angehängten Last über das
Motorgehäuse 16 sowie das Getriebegehäuse 13 unmit
telbar unter Vermeidung weiterer Teile in die Lauf
rolle 7 eingeleitet. Das Motorgehäuse 16 und das
Getriebegehäuse 3 bilden den Rahmen des
Fahrzeuges, wodurch eine besonders leichte Fahr
zeugkonstruktion erreicht wird. Das schwerste Bau
teil des Fahrzeuges 1 ist deswegen auch der Motor 8,
weshalb der Schwerpunkt des Fahrzeuges 1 nur knapp
über der Längsachse 9 liegt, also einen großen Ab
stand von der Achse der Laufrolle 7 hat. Dieser
große Abstand des Schwerpunktes von der Achse der
Laufrolle 7 führt bei Steigungsfahrten in Verbindung
mit den sich gegen die Unterseite der Fahrschiene
2 abstützenden Gegendruckrollen 24 zu einer hohen
Anpreßkraft der auf dem Unterflansch 35 laufenden
Laufrolle 7, damit auch große Steigungen mit Adhäsion
überwunden werden können. Eine an der Lasche 26 an
gehängte Last erhöht die Andruckkraft weiter. Das
Fahrzeug 1 kann deswegen mit oder ohne Last gleich
steile Steigungen überwinden. Wegen der symmetrischen
Anordnung der Gegendruckrollen 24 bezüglich der Lauf
rolle 7 ist das Steigungsfahrvermögen auch unabhängig
von der Fahrrichtung, da sich unabhängig davon, ob,
bezogen auf Fig. 2, die linke oder die rechte Gegen
druckrolle 24 wirksam ist, um das Gegenmoment zu er
zeugen, sich immer dieselben Hebelverhältnisse er
geben. Die Anbringung des Motors 8 unterhalb der
Fahrschiene 2 mit seinem Schwerpunkt zwischen den
beiden Gegendruckrollen 24 unterstützt in jedem Falle
das bei der Steigungsfahrt von der Last ausgeübte
Moment, das die Laufrolle 7 auf den Unterflansch 35
andrückt.
Die L-Form der mechanischen Teile des Fahrzeuges 1
erleichtert, wie Fig. 1 erkennen läßt, den Zugang
zu der Stromschiene, der durch Teile des Fahrzeuges
1,von dem Halter 29 für die Schleifstücke 28 abge
sehen, nicht behindert wird. Die Schleifstücke 28
sind deswegen nach Verschwenken des Halters 29
in dem Gelenk 31 jederzeit frei zugänglich. Die
Fahrschiene 2 kann folglich ohne weiteres mittels einer
auf ihrer Oberseite vorgesehenen T-Nut 41 an einer
Decke eines Gebäudes oder an einem Halter befestigt
werden. Anstelle der in den Figuren gezeigten beiden
Gegendruckrollen 24 kann auch lediglich eine einzige
Gegendruckrolle 24 verwendet werden, die dann so
angeordnet ist, daß ihre Drehachse 23 in der Ebene
11 liegt. Im Falle der Verwendung von zwei Laufrol
len 7 können entweder zwei Gegendruckrollen 24 ein
gesetzt werden, die, wie in den Figuren gezeigt, an
geordnet sind, oder es wird eine Gegendruckrolle
verwendet, die dann mittig zwischen den beiden
Laufrollen sitzt. Wenn zwei Laufrollen eingesetzt
werden, sind sie symmetrisch bezüglich der Ebene 11
angeordnet, die durch den Fahrzeugschwerpunkt defi
niert ist.
Claims (18)
1. Hängefahrzeug (1) für eine Einschienenhängebahn, deren
Fahrschiene (2) einen vertikal und in Längsrichtung
durchlaufenden Steg (33) sowie wenigstens einen an
der Unterkante des Steges (33) befindlichen hori
zontal und in Längsrichtung sich erstreckenden Flansch
(35) aufweist, mit einem Fahrzeugrahmen (3, 16),
in dem wenigstens zwei auf unterschiedlichen Höhen
befindliche Stützrollen (14, 18) mit vertikalen
Drehachsen (15, 19), wenigstens eine das Gewicht
des Fahrzeugs (1) tragende und auf der Oberseite
des unteren Flansches (35) laufende Laufrolle (7)
mit einer horizontalen, quer zu der Fahrschiene (2)
verlaufenden Achse (6) sowie wenigstens eine Gegen
druckrolle (24) gelagert sind, die unterhalb des
unteren Flansches (35) läuft und um eine zu der
Laufrolle (7) parallele Achse (23) drehbar ist,
sowie mit einem ein in ein Getriebegehäuse (3) an
geordneten Getriebe aufweisenden Antriebsmotor (8),
dessen Ausgangswelle getrieblich mit der wenigstens
einen Laufrolle (7) gekuppelt ist, wobei zumindest
eine Stützrolle (14) oberhalb der Laufrolle (7)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Motor (8) in dem Fahrzeug (1) unterhalb der Gegen
druckrolle (24) sitzt, wobei sich seine Längsachse
(9) parallel zu der Achse (6) der Laufrolle (7) er
streckt und daß das Fahrzeug (1) mit dem Motor (8)
in einer Ansicht auf den Querschnitt der Fahrschie
ne (2) etwa L-förmig gestaltet ist.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
lediglich eine einzige Laufrolle (7) vorgesehen
ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß lediglich eine einzige Gegendruckrolle (24) vor
gesehen ist.
4. Fahrzeug nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Achse (23) der Gegendruck
rolle (24) sowie die Achse (6) der Laufrolle (7)
in einer den Schwerpunkt des Fahrzeugs (1) enthalten
den Ebene (11) liegen.
5. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Gegendruckrollen (24) vorgesehen sind,deren
Achsen (23) etwa denselben Abstand von der Achse
(6) der Laufrolle (7) haben.
6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gegendruckrollen (24) sich
bei auf der Fahrschiene (2) befindlichem Fahrzeug
(1) unterhalb des Steges (33) der Fahrschiene (2)
befinden.
7. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Laufrollen (7) vorgesehen sind, von de
nen lediglich eine angetrieben ist und daß die
lediglich eine Gegendruckrolle (24) sich sym
metrisch zwischen den beiden Laufrollen (7) be
findet.
8. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebegehäuse (3) einen tragenden Be
standteil des Fahrzeugrahmens bildet.
9. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (16) des Motors (8) einen tragen
den Teil des Fahrzeugrahmens bildet.
10. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß lastaufnehmende Tragmittel (26) unterhalb
des Motors (8) an dem Fahrzeugrahmen (3, 16) be
festigt sind.
11. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsachse (9) des Motors (8) in einer
vertikalen Ebene (11) liegt, die die Drehachse (6) der
einzigen Laufrolle (7) enthält.
12. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegendruckrolle (24) oder die Gegendruckrollen
(24) bezüglich der Achse (6) der Laufrolle (7)
oder der Laufrollen (7) auf einer Höhe angeord
net sind, derart, daß sie bei horizontal verlaufen
der Fahrschiene (2) mit der Fahrschiene (2) nicht
in Berührung stehen.
13. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb der Laufrolle (7) zwei Stützrollen (14)
mit Abstand voneinander um parallele Achsen (15)
drehbar gelagert sind und daß sich diese beiden oberen
Stützrollen (14) auf derselben Seite des Steges
(33) der Fahrschiene (2) befinden.
14. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der Laufrolle (7) zwei untere Stütz
rollen (18) vorgesehen sind, deren Achsen (19) voneinan
der beabstandet und zueinander parallel sind.
15. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehachsen (19) der unteren beiden Stütz
rollen (18) in einer gemeinsamen, zu der Achse (6)
der Laufrolle (7) senkrechten Ebene liegen.
16. Fahrzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehachsen (19) der unteren Stützrol
len (13) in Verlängerung des Steges (33) der
Fahrschiene (2) angeordnet sind.
17. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es auf der von der Laufrolle (7) abliegenden
Seite des Steges (33) elektrische Übertragungsmit
tel (28) aufweist.
18. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Rollen (7, 14), die neben dem Steg
(33) der Fahrschienen (2) oder auf dem Steg (33)
laufen, sich lediglich auf einer Seite des Ste
ges (33) befinden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893910571 DE3910571A1 (de) | 1989-04-01 | 1989-04-01 | Haengefahrzeug fuer eine einschienenhaengebahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893910571 DE3910571A1 (de) | 1989-04-01 | 1989-04-01 | Haengefahrzeug fuer eine einschienenhaengebahn |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3910571A1 true DE3910571A1 (de) | 1990-10-04 |
| DE3910571C2 DE3910571C2 (de) | 1993-03-18 |
Family
ID=6377617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893910571 Granted DE3910571A1 (de) | 1989-04-01 | 1989-04-01 | Haengefahrzeug fuer eine einschienenhaengebahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3910571A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3910571C2 (de) | 1993-03-18 |
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