DE3904263A1 - Vorrichtung zur aufbereitung von schrott - Google Patents
Vorrichtung zur aufbereitung von schrottInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Verbrannter Haushaltsmüll, der durch einen
Magnetscheider vorsortiert wurde, weist einen
Eisengehalt in Form von reinem Eisen sowie
Eisenoxid (Zunder, Rost) von etwa 40 bis 60%
auf. Die restlichen Bestandteile sind im
wesentlichen Asche und Schlacke. Um den Eisen
gehalt zu erhöhen, d.h. die eisenhaltigen
Bestandteile von den übrigen Bestandteilen
zu separieren, wird dieses Gemisch durch eine
geneigte rotierende Siebtrommel geführt, in der
es umgewälzt wird. Dabei passieren Asche- und
Schlacketeilchen die Öffnungen in der Wandung
der Siebtrommel, während die größeren eisen
haltigen Bestandteile an der tieferen Stirn
seite der Siebtrommel auf eine Fördervor
richtung ausgegeben werden. An einem nachfolgenden
Magnetscheider findet eine weitere Separierung
statt. Der so erhaltene Schrott weist einen
Eisengehalt von 75 bis maximal 80% auf.
Er wird vorzugsweise in loser Form mit einem
Schüttgewicht von etwa 250 bis 300 kg an Stahl
werke oder zur weiteren Aufbereitung an
Shredderbetriebe (Zerdirator) abgegeben. Dieser
Schrott ist nicht preßbar.
Der auf die vorbeschriebene Weise erhaltene
Eisengehalt des Schrottes wird von den Stahl
werken jedoch zunehmend für eine wirtschaft
liche Verwertung als zu niedrig angesehen.
Auch besitzt dieser Schrott einen relativ
hohen Gehalt an Nichteisenmetallen wie Zinn
oder Kupfer.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Er
findung, die bekannte Vorrichtung zur Aufbe
reitung von in verbranntem Haushaltsmüll ent
haltenem eisenhaltigem Schrott mit einer dreh
baren Siebtrommel und mindestens einem Magnet
scheider in der Weise zu verbessern, daß ein
erhöhter Eisengehalt sowie ein verringerter
Gehalt an Nichteisenmetallen im aufbereiteten Schrott
erhalten wird. Dieser soll außerdem verpreßbar sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsge
mäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unter
ansprüchen.
Dadurch, daß an der zylindrischen Innenwand
der Siebtrommel Mitnehmerelemente angebracht
sind, derart, daß der Schrott bei Drehung der
Siebtrommel nach oben getragen wird und an
schließend durch freien Fall auf deren Boden
aufschlägt, lösen sich an den eisenhaltigen
Bestandteilen klebende Asche- und Schlacke
teilchen sowie auch anhaftendes Eisenoxid
(Rost, Zunder) und es werden auch größere
Schlackestücke, die noch nicht die Öffnungen
in der zylindrischen Wand der Siebtrommel
passieren können, zerschlagen, so daß sie durch
diese Wand aus der Trommel austreten können.
Vorzugsweise ist die zylindrische Innenwand
der Siebtrommel auf der Schrotteingabeseite
in einem in Längsrichtung der Siebtrommel
von den Mitnehmerelementen überdeckten Bereich
geschlossen. Die Teile des zu trennenden
Gemisches schlagen somit auf eine geschlossene
und nicht auf eine gelochte Fläche auf. Die
Schlagwirkung wird hierdurch erhöht, d.h. an
den eisenhaltigen Teilen anbackende Asche-
und Schlacketeilchen sowie anhaftendes Eisen
oxid lösen sich noch schneller und solche
Teilchen werden auch gründlicher zerschlagen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen
sich lediglich durch die Neugestaltung der
Siebtrommel Eisengehalte im Schrott von
mindestens 90%, d.h. eine Steigerung um mehr
als 10 bis 15% erzielen. Insbesondere im Haus
haltsmüll befindet sich verzinntes oder mit einem
anderen Nichteisenmetall überzogenes Eisen. Diese
Nichteisenmetalle sind für die Weiterverarbeitung
des Schrottes hinderlich.
Es hat sich gezeigt, daß mit dem erfindungs
gemäßen Verfahren auch der Gehalt der Nicht
eisenmetalle im Schrott verringert wird. Dies
beruht auf dem Umstand, daß das Eisen unter
halb der Überzugsschicht aus dem Nichteisen
metall unter Rost- oder Zunderbildung oxidiert
und beim Aufschlagen auf dem Trommelboden
der Rost bzw. Zunder mit der darüberliegenden
Nichteisenmetallschicht abplatzt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines
in den Figuren dargestellten Ausführungs
beispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Anlage zur Schrottaufbe
reitung, und
Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt
durch die in der Anlage nach Fig. 1
verwendete Siebtrommel.
Der aus einer Müllverbrennungsanlage kommende
und durch einen Magnetscheider vorsortierte,
stark mit Asche und Schlacke durchsetzte und
auch einen erheblichen Anteil an Eisenoxid
besitzende Schrott wird in einen Trichter 1
eingegeben und gelangt über eine Rutsche 2
durch eine stirnseitige Öffnung in eine Sieb
trommel 3. Die Siebtrommel 3 ist auf zwei
ringförmigen Laufflächen 4 drehbar gelagert
und wird in bekannter Weise durch einen Motor
relativ langsam gedreht.
An der zylindrischen Innenfläche der Siebtrommel
3 sind beispielsweise drei gleichmäßig über
den Umfang verteilte platten- oder schaufel
förmige Mitnehmer 5 angebracht, die sich
auf der Schrotteingabeseite über einen Teil
der Siebtrommel 3 in deren Längsrichtung
erstrecken.
Die Siebtrommel 3 ist von der Schrotteingabe
seite aus zur anderen Stirnseite hin etwas
abwärts geneigt, so daß der Schrott bei der
Drehung der Siebtrommel durch diese hindurch
wandert und durch eine Öffnung in der anderen
Stirnseite aus ihr heraustritt.
Bei der Drehung der Siebtrommel 3 wird der in
diese eingebrachte Schrott von den Mitnehmern 5
erfaßt und nach oben getragen. Wenn ein Mit
nehmer 5 eine obere Position erreicht hat,
rutscht der Schrott von diesem herunter und
schlägt nach freiem Fall auf dem Trommelboden
auf. Hierbei platzt an den eisenhaltigen Teilen
haftende Asche, Schlacke, Rost oder Zunder von
diesen ab und größere Schlackstücke werden
zerschlagen. Diese Wirkung wird verstärt,
wenn die Siebtrommel 3 in diesem Bereich,
d.h. dem in Längsrichtung von den Mitnehmern 5
überdeckten Bereich, keine Löcher aufweist,
sondern eine geschlossene zylindrische Innen
fläche besitzt. Der Schrott wird auf diese
Weise optimal von den an ihm anbackenden Ver
unreinigungen gesäubert.
Im hinteren Teil der Siebtrommel 3, d.h. auf
der Schrottausgabeseite, sind weitere Mitnehmer
6 in in Umfangsrichtung gleichmäßigen Abständen
an der zylindrischen Innenwand angebracht, wobei
diese, wie in Fig. 2 gezeigt, gegenüber den
Mitnehmern 5 versetzt sein können, und in
gleicher Anzahl wie diese oder auch in unter
schiedlicher Anzahl vorhanden sein können.
Die Mitnehmer 6 sind in radialer Richtung
kürzer ausgebildet als die Mitnehmer 5, so daß
sie den Schrott nicht nach oben transportieren,
sondern im wesentlichen nur umwälzen, wobei
die abgeschlagenen und zerkleinerten Verun
reinigungen durch die Öffnungen 7 im zylindrischen
Teil der Siebtrommel 3 nach außen treten
und auf ein umlaufendes Förderband 8 fallen.
Der gereinigte Schrott tritt auf der rechten
Stirnseite der Siebtrommel 3 aus dieser aus
und fällt auf einen Vibrationsförderer 9,
der ihn zu einer Magnettrommel 10 transportiert.
Diese nimmt die eisenhaltigen Teile vom
Vibrationsförderer 9 ab und wirft sie auf ein
Förderband 11. Der von diesem abgenommene
Schrott mit einem Eisengehalt von mindestens
90% kann jetzt zu umschlagfähigen Paketen
verpreßt und einer anderen geeigneten Ver
wendung (Zerdirator oder in loser Form zur
Stahlherstellung) zugeführt werden.
Die von der Magnettrommel 10 nicht erfaßten
Teile, beispielsweise größere Stücke aus
Schlacke oder nicht Eisenmetallen, fallen auf
ein Förderband 12 und werden von diesem heraus
getragen.
Das Förderband 8 transportiert die ausgesiebten
Verunreinigungen unter einem umlaufenden Magnet
band 13 hindurch zu einem Förderband 14, durch
das diese ebenfalls herausbefördert werden.
Das Magnetband 13 erfaßt mit den Verun
reinigungen ausgesiebte Eisenkleinteile
und wirft diese auf ein Förderband 15.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Aufbereitung von in ver
branntem Haushaltsmüll enthaltenem eisen
haltigem Schrott mit einer drehbaren
Siebtrommel und mindestens einem Magnet
scheider,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der zylindrischen Innenwand der
Siebtrommel (3) Mitnehmerelemente (5, 6)
angebracht sind, derart, daß der Schrott
bei Drehung der Siebtrommel (3) nach oben
getragen wird und anschließend durch
freien Fall auf deren Boden aufschlägt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zylindrische Innenwand
der Siebtrommel (3) auf der Schrotteingabe
seite in einem in Längsrichtung der Sieb
trommel (3) von den Mitnehmerelementen
(5) überdeckten Bereich geschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mitnehmerelemente
(5, 6) in Längsrichtung der Siebtrommel
(3) unterteilt und unterschiedlich ausge
bildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mitnehmerelemente (5) auf
der Schrotteingabeseite eine stärkere Mit
nahmewirkung besitzen als diejenigen (6)
auf der Schrottausgabeseite.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer
elemente (5, 6) plattenförmig sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer
elemente (5, 6) schaufelförmig sind.
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