DE3904098A1 - Leckarme hydraulik-kupplung - Google Patents
Leckarme hydraulik-kupplungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hydraulik-Kupplung,
bestehend aus zwei dichtend ineinandersteckbaren, als
Muffenventil und Steckerventil ausgebildeten und sich bei
der Einsteckbewegung gegenseitig gegen Federkraft öffnenden
Kupplungsteilen, wobei das Steckerventil aus einem Stecker
gehäuse mit einer stirnseitigen Strömungsöffnung und einem
in dem Steckergehäuse axialbeweglich geführten, mit einem
Ventilsitz des Steckergehäuses zum Öffnen und Schließen der
Strömungsöffnung zusammenwirkenden, federbelasteten Ventil
körper besteht, und wobei das Muffenventil ein Muffen
gehäuse, eine in diesem zum Öffnen des Muffenventils durch
stirnseitige Anlage an dem Steckergehäuse axialverschiebbar
gelagerte, federbelastete, einen mit einem Ventilkörper zu
sammenwirkenden Ventilsitz aufweisende Innenhülse sowie
einen feststehenden, axial durch die Innenhülse verlaufen
den, zum Öffnen des Steckerventils an dessen Ventilkörper
anliegenden Gegenstößel aufweist, wobei der Ventilkörper
des Muffenventils zusammen mit dem Gegenstößel in dem dem
Steckerventil zugekehrten Bereich Negativkontur des Ventil
körpers des Steckerventils aufweist.
Hydraulik-Kupplungen sind aus einer Vielzahl von Ver
öffentlichungen bekannt. Beispielsweise seien hier die
DE-OS 35 09 371 und die DE-OS 36 37 176 genannt. Bei der
artigen Hydraulik-Kupplungen ist von Nachteil, daß während
des Kuppelns der Kupplungsteile, d.h. während des Ein
steckens des Steckerventils in das Muffenventil, stets
Hydrauliköl aus dem System austritt, da das Muffen- und/oder
Steckerventil bereits öffnet, bevor beide Kupplungsteile
ausreichend gegeneinander abgedichtet sind. Auch während
des Entkuppelns tritt ein Ölverlust auf, da sich durch die
zunächst noch geöffneten Ventile der sich beim Entkuppeln
zwischen den Kupplungsteilen vergrößernde Zwischenraum mit
Hydrauliköl füllt, welches nachfolgend aus dem System aus
tritt. Dadurch ist es erforderlich, den Ölstand im Hydrau
liksystem häufig zu kontrollieren und die ausgetretene Öl
menge zu ersetzen, da anderenfalls nach häufigen Kupplungs
vorgängen eine einwandfreie Funktion des Hydrauliksystems
nicht mehr gewährleistet wäre. Außerdem können aber auch
aufgrund des heutigen, gesteigerten Umweltbewußtseins und
der daraus resultierenden Bestimmungen und Vorschriften
derartige Ölverluste nicht mehr toleriert werden. Zudem
tritt der weitere Nachteil auf, daß bei jedem Einkuppel
vorgang eine bestimmte Luftmenge in das Hydrauliksystem
gelangt, wobei es durch diesen Lufteinschluß zu Störungen
in der Hydraulikleitung durch Blasenbildung, Aufschäumung,
Kondenswasserabscheidung usw. kommen kann.
In diesem Zusammenhang treten neuerdings auch dadurch
weitere Probleme auf, daß beispielsweise bei Landmaschinen,
wie Traktoren, eine sogenannte Zentralschmierung für Zusatz
aggregate in das Hydrauliksystem integriert ist. Dies
bedeutet, daß das üblicherweise geberseitig, d.h. auf der
Seite einer Hydraulikpumpe, angeordnete Muffenventil stets
mit einem permanenten Restdruck bzw. Umlaufdruck von ca. 5
bis 6 bar beaufschlagt ist, was bei den Kuppelvorgängen den
Ölverlust nachteiligerweise noch größer werden läßt. Die
gemäß der ISO-Norm 5675 höchstzulässige Leckage-Ölmenge von
2,5 ml pro Kuppelvorgang wird nachteiligerweise in den
meisten Fällen weit überschritten.
Selbstverständlich wäre es ohne weiteres möglich, eine abso
lut leckagefreie, aus Stecker und Muffe bestehende Hydrau
lik-Kupplung neu zu konstruieren. Da aber bekannte Stecker
ventile der ISO-Norm (ISO 5675 in Verbindung mit ISO 7241 -
1 und 2) in einer nahezu unbegrenzten Menge bereits auf dem
Markt sind, d.h. als nehmerseitige Kupplungsteile an einer
Vielzahl von verschiedenartigen, hydraulischen Anbau
geräten installiert sind, würde ein Austausch gegen neue
Steckerventile einen zu hohen finanziellen Aufwand für die
Abnehmer darstellen. Verbesserungen zur Gewährleistung
einer Leckagefreiheit müssen sich aus diesem Grund im
wesentlichen auf das Muffenventil beschränken, welches dann
- an geberseitigen Neugeräten installiert - in Verbindung
mit den herkömmlichen ISO-Steckern eine hinreichende
Leckagefreiheit gewährleisten muß.
Bei der eingangs beschriebenen, gattungsgemäßen, aus der
DE-PS 34 06 211 bekannten Hydraulikkupplung sollen die
geschilderten Probleme dadurch beseitigt werden, daß der
Ventilkörper des Muffenventils zumindest teilweise Negativ
form des steckerseitigen Ventilkörpers besitzt. Diese Form
gebung dient dazu, den Raum zwischen den beiden Ventil
körpern, der beim Kuppeln mit Luft, beim Entkuppeln dagegen
mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist, möglichst klein zu
machen, damit einerseits wenig Luft und andererseits eine
möglichst geringe Menge Hydraulikflüssigkeit eingeschlossen
werden. Allerdings kann hierdurch das Muffenventil beim
Einkuppeln nicht mehr unmittelbar durch Anlage an dem
Steckerventil geöffnet werden, sondern der Ventilkörper der
Muffe ist hier zweiteilig ausgebildet, und zwar aus einem
feststehenden, zentrischen Fortsatz zum Aufdrücken des
Ventilkörpers des Steckerventils einerseits und einem axial
verschiebbar gelagerten Hülsenkörper andererseits. Weiter
hin ist in dem Gehäuse des Muffenventils eine Innenhülse
axialbeweglich gelagert, und zwar unabhängig von der
Verschiebebewegung des Hülsenkörpers des Ventilkörpers.
Die Innenhülse wird durch stirnseitigen Kontakt zu dem
Steckergehäuse axial verschoben, wobei ihre Verschiebe
bewegung über eine Übersetzungseinrichtung derart auf den
mit einem Ventilsitz der Innenhülse zusammenwirkenden
Hülsenkörper übertragen wird, daß der infolge der Über
setzungseinrichtung zurückgelegte Weg des Hülsenkörpers
größer als der Weg der Innenhülse ist. Die Übersetzungsein
richtung ist hierbei entweder mechanisch oder hydraulisch
ausgebildet. Insbesondere aufgrund der erforderlichen Über
setzungseinrichtung ist die bekannte Hydraulik-Kupplung
jedoch konstruktiv derart aufwendig, daß sie sich wohl kaum
für eine wirtschaftliche Vermarktung eignen dürfte, zumal
es sich bei derartigen Hydraulik-Kupplungen um Massenartikel
handelt. Zudem sind aufgrund der Übersetzungseinrichtung
sehr hohe Betätigungskräfte erforderlich, und zwar insbe
sondere im Hinblick auf den oben erwähnten Restdruck von
5-6 bar im Falle einer Zentralschmierung. Schließlich
sind bei der bekannten Hydraulik-Kupplung in der gekuppel
ten Öffnungslage der Ventile die Strömungsverhältnisse für
das Hydraulik-Medium sehr schlecht, da der mittelbar über
die Innenhülse und die Übersetzungseinrichtung axial nach
hinten in das Muffengehäuse verschobene Hülsenkörper ins
besondere aufgrund seiner "Negativform" Verwirbelungen
verursacht, was nachteiligerweise zu einem hohen Strömungs
widerstand führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
ausgehend von der gattungsgemäßen Hydraulik-Kupplung diese
konstruktiv zu vereinfachen sowie so zu verbessern, daß auch
bei einem muffenseitigen Restdruck ein leichtes Kuppeln mög
lich ist, und daß ein geringer Strömungswiderstand gewähr
leistet ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der fest
stehende Gegenstößel im Bereich seines dem Steckerventil
zugekehrten Endes den mit dem Ventilsitz der Innenhülse
zusammenwirkenden Ventilkörper aufweist. Durch diese erfin
dungsgemäße Ausgestaltung erübrigt sich vorteilhafterweise
jegliche Übersetzungseinrichtung oder dergleichen, da die
Ventile unmittelbar durch gegenseitige, stirnseitige Anlage
in ihre Öffnungsstellung gebracht werden. Der Ventilkörper
des Steckerventils wird über den feststehenden Gegenstößel
des Muffenventils bewegt, und das Muffenventil wird durch
axiale Verschiebung der Innenhülse über unmittelbaren,
stirnseitigen Kontakt zu dem eingesteckten Steckerventil
gegenüber dem erfindungsgemäß ortsfesten Ventilkörper geöff
net. Hierdurch vereinfacht sich das Muffenventil konstruk
tiv erheblich und ist damit sehr viel preiswerter in der
Herstellung als das bekannte Muffenventil. Außerdem treten
aufgrund einer fehlenden Übersetzungseinrichtung nur geringe
Kupplungskräfte auf. Ferner verbessern sich auch die Strö
mungsverhältnisse innerhalb der erfindungsgemäßen Hydraulik-
Kupplung wesentlich, da aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung zwischen den stirnseitig aneinanderliegenden
Ventilkörpern der beiden Kupplungsteile ein praktisch
stufenloser, harmonischer Übergang der Umfangsflächen
erreicht werden kann. Hierdurch kann vorteilhafterweise
eine nahezu homogene, wirbelfreie Hydraulikströmung erreicht
werden.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Ventilkörper des
Muffenventils als sich in Richtung des Steckerventils
konusförmig erweiternder, axialer Ansatz des feststehenden
Gegenstößels gebildet ist. Dabei ist der Ventilsitz der
Innenhülse erfindungsgemäß in Anpassung an die Konusform
des Ansatzes des Gegenstößels als sich in Richtung des
Steckerventils erweiternde Konusfläche ausgebildet. Hier
durch wird über das eingesteckte Steckerventil die Innen
hülse des Muffenventils unmittelbar axial gegenüber dem
ortsfesten, konusförmigen Ansatz verschoben und so das
Muffenventil geöffnet. Gleichzeitig gelangt der Ventilkör
per des Steckerventils in Anlage an den Gegenstößel bzw. in
eine in Negativkontur ausgebildete Aufnahmevertiefung des
Ansatzes des Gegenstößels. Bei weitergehender Kuppelbewe
gung des Steckerventils wird hierdurch auch dessen Ventil
körper von dem zugehörigen Ventilssitz gelöst und das
Steckerventil so geöffnet. Dabei besitzt der Ansatz des
Gegenstößels erfindungsgemäß einen Durchmesser, der gering
fügig kleiner als der Durchmesser einer stirnseitigen
Strömungsöffnung des Steckerventils ist, so daß sich in der
Kupplungslage der Gegenstößel mit seinem Ansatz etwas in das
Steckerventil hinein erstreckt und so den steckerseitigen
Ventilkörper in seiner Öffnungsstellung halten kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung
sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung
enthalten.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen soll im folgenden ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben werden.
Dabei zeigen jeweils in teilgeschnittener Seitenansicht:
Fig. 1 das Steckerventil sowie das Muffenventil der
erfindungsgemäßen Hydraulikkupplung in lage
richtiger Zuordnung zueinander vor dem Kuppeln
bzw. nach dem Entkuppeln,
Fig. 2 die Hydraulik-Kupplung gemäß Fig. 1 in einer
Zwischenstellung, in der beide Ventile noch bzw.
wieder geschlossen sind, und
Fig. 3 die erfindungsgemäße Hydraulik-Kupplung in der in
das Muffenventil eingesteckten Kupplungslage des
Steckerventils.
Die in den Zeichnungsfiguren dargestellte, erfindungsgemäße
Hydraulik-Kupplung ist als Schnellverschlußkupplung ausge
bildet und besteht aus einem Steckerventil 2 und einem
Muffenventil 4, wobei üblicherweise das Steckerventil 2 auf
der Seite eines Verbrauchers (Nehmerseite) und das Muffen
ventil 4 auf der Seite einer Hydraulikpumpe (Geberseite)
angeordnet werden. Das Steckerventil 2 ist in eine Ein
stecköffnung 6 des Muffenventils 4 einsteckbar und in der
in Fig. 3 dargestellten Kupplungslage durch eine bekannte
Verriegelungseinrichtung verriegelt, wobei im dargestellten
Beispiel diese Verriegelungseinrichtung im wesentlichen aus
in eine umlaufende Ringnut 8 des Steckerventils 2 eingrei
fenden, im Bereich der Einstecköffnung 6 des Muffenventils 4
gelagerten Sperrkugeln 10 sowie einer auf dem Muffenventil
4 in beide axiale Richtungen (Doppelpfeil 12) verschiebbar
gelagerten Schiebehülse 14 besteht. Die Einzelheiten dieser
Verriegelung sind Stand der Technik und bedürfen daher
keiner weiteren Erläuterung.
Fig. 1 zeigt das Steckerventil 2 vor dem Kuppeln bzw. nach
dem Entkuppeln in lagerichtiger, axialfluchtender Zuordnung
zu dem Muffenventil 4. Beide Ventile 2, 4 weisen jeweils
auf ihrer der Verbindungsseite axial gegenüberliegenden
Seite einen Anschluß 16, 17 für nicht dargestellte Strö
mungsmittelleitungen auf.
Bei dem Steckerventil 2 handelt es sich im wesentlichen um
eine bekannte Ausführung gemäß ISO 5675 bzw. SAE J 1036.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich somit insbesondere
auf das Muffenventil 4.
Das Steckerventil 2 besteht in an sich bekannter Weise aus
einem Steckergehäuse 18 mit einer Gehäusebohrung 20, inner
halb der ein Ventilkörper 22 axialbeweglich geführt ist.
Der Ventilkörper 22 besteht aus einem zylindrischen Ventil
schaft 24 und einem dem Muffenventil 4 zugekehrten Ventil
kegel 26 mit einem durch eine stirnseitige Strömungsöffnung
28 des Steckergehäuses 18 ragenden, stirnseitigen Ansatz 30.
Die Gehäusebohrung 20 besitzt auf ihrer dem Muffenventil 4
zugekehrten Seite einen sich konisch verjüngenden Endab
schnitt, der einen mit dem Ventilkegel 26 dichtend zusammen
wirkenden, konischen Ventilsitz 32 bildet. Der Ventilkörper
22 wird im Bereich des Ventilschaftes 24 durch eine über
Radialstege 34 axialfest in der Gehäusebohrung 20 angeord
nete Führungshülse 36 axialbeweglich geführt. Zwischen
den Radialstegen 34 und der Rückseite des Ventilkegels 26
befindet sich eine vorgespannte, den Ventilschaft 24
umschließende, als Spiraldruckfeder ausgebildete Schließ
feder 38, die den Ventilkörper 22 axial in Richtung des
Ventilsitzes 32 drängt, wodurch bei entkuppelten Ventilen
2, 4 der Ventilkörper 22 in seiner in Fig. 1 dargestellten
Schließlage gehalten wird, in der die stirnseitige
Strömungsöffnung 28 druckdicht verschlossen ist.
Das erfindungsgemäße Muffenventil 4 weist ein Muffengehäuse
40 auf, welches im wesentlichen hohlzylinderförmig mit einer
Gehäusebohrung 42 ausgebildet ist. Diese Gehäusebohrung 42
ist in drei Abschnitte unterteilt, und zwar in einen die
Einstecköffnung 6 bildenden, vorderen Bohrungsabschnitt 44,
einen sich an den vorderen Bohrungsabschnitt 44 anschließen
den, über eine Ringstufe im Durchmesser reduzierten, mitt
leren Bohrungsabschnitt 46 sowie einen sich an den mittleren
Bohrungsabschnitt 46 anschließenden, über eine weitere
Ringstufe 48 im Durchmesser reduzierten, hinteren Bohrungs
abschnitt 50. Der Sinn dieser erfindungsgemäßen Ausgestal
tung wird im folgenden noch näher erläutert werden.
Innerhalb der Gehäusebohrung 42 des Muffengehäuses 40 ist
eine Innenhülse 52 über stirnseitige Anlage an dem in Pfeil
richtung 54 in die Einstecköffnung 6 eingesteckten Stecker
ventil 2 axialverschiebbar gelagert (siehe Fig. 2 und 3).
Die Innenhülse 52 ist hierbei umfänglich über einen Dicht
ring 56 gegen die Gehäusebohrung 42 abgedichtet. Weiterhin
ist zwischen der Innenhülse 52 und dem der Einstecköffnung
6 abgekehrten Ende der Gehäusebohrung 42 eine als Spiral
feder ausgebildete, vorgespannte Schließfeder 58 angeordnet.
Innerhalb des Muffengehäuses 40 ist weiterhin ein fest
stehender, axial sowie zentrisch durch die Innenhülse 52
verlaufender Gegenstößel 60 angeordnet, der zum Öffnen des
Steckerventils 2 bei der Einsteckbewegung an dessen Ventil
körper 22 stirnseitig anliegt (Fig. 2 und 3). Der Gegen
stößel 60 ist im der Einstecköffnung 6 abgekehrten Endbe
reich der Gehäusebohrung 42 über Radialstege 62 axialfest
gehaltert.
Erfindungsgemäß bildet nun der feststehende Gegenstößel 60
im Bereich seines der Einstecköffnung 6 bzw. dem Stecker
ventil 2 zugekehrten Endes einen mit einem Ventilsitz 64
der Innenhülse 52 zusammenwirkenden Ventilkörper 66. Hierzu
ist der Ventilkörper 66 des Muffenventils 4 als sich in
Richtung der Einstecköffnung 6 bzw. des Steckerventils 2
konusförmig erweiternder, axialer Ansatz 68 des feststehen
den Gegenstößels 60 gebildet. Damit ist auch der Ventilkör
per 66 erfindungsgemäß ortsfest angeordnet. Der Ventilsitz
64 der Innenhülse 52 ist erfindungsgemäß in Anpassung an
die Konusform des Ansatzes 68 des Gegenstößels 60 als sich
in Richtung des Steckerventils 2 bzw. der Einstecköffnung 6
erweiternde Konusfläche 70 (Fig. 3) ausgebildet. Dabei
weist der konusförmige Ansatz 68 des Gegenstößels 60 erfin
dungsgemäß endseitig einen Durchmesser auf, der geringfügig
kleiner als der Durchmesser der Strömungsöffnung 28 des
Steckerventils 2 ist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung werden bei der
Einsteckbewegung das Steckerventil 2 sowie das Muffenventil
4 selbsttätig gegenseitig gegen Federkraft geöffnet, indem
einerseits der Ventilkörper 22 des Steckerventils 2 an dem
feststehenden Gegenstößel 60 des Muffenventils 4 bzw. an dem
Ansatz 68 zur Anlage kommt und der Ventilkegel 26 so von
dem Ventilsitz 32 abgehoben wird, und indem andererseits
das Steckergehäuse 18 stirnseitig an der Innenhülse 52 des
Muffenventils 4 anliegt und diese somit gegenüber dem fest
stehenden Ventilkörper 66 axial verschiebt, so daß hier der
Ventilsitz 64 von dem ortsfesten Ventilkörper 66 abgehoben
wird.
Vorteilhafterweise besitzt der konusförmige Ansatz 68 des
feststehenden Gegenstößels 60 auf seiner dem Steckerventil
2 zugekehrten Stirnseite eine in Negativkontur des Ventil
kegels 26 bzw. des Ansatzes 30 ausgebildete Aufnahmevertie
fung 72, die somit zur Aufnahme des Endes des Stecker-
Ventilkörpers 22, d.h. des axialen Ansatzes 30 dient.
Weiterhin weist das Muffenventil 4 im Bereich der Einsteck
öffnung 6, und zwar insbesondere im Übergangsbereich
zwischen dem vorderen Bohrungsabschnitt 44 und dem mittleren
Bohrungsabschnitt 46, einen Dichtring 74 auf, wobei erfin
dungsgemäß die Innenhülse 52 und der Gegenstößel 60 mit
ihren stirnseitigen, dem Steckerventil 2 zugekehrten Anlage
flächen jeweils in einem derartigen axialen Abstand von dem
Dichtring 74 angeordnet sind, daß das Steckerventil 2 bei
Anlage an der Innenhülse 52 und/oder an dem Gegenstößel 60
umfänglich bereits über den Dichtring 74 gegen das Muffen
ventil 4 abgedichtet ist (siehe Fig. 2). Durch diese erfin
dungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht, daß sich das
Steckerventil 2 und/oder das Muffenventil 4 erst dann öffnen
kann/können, wenn die erfindungsgemäße Kupplungsverbindung
zwischen Steckerventil 2 und Muffenventil 4 bereits voll
ständig abgedichtet ist. Hierdurch werden Leckagen auch bei
muffenseitigem Restdruck wirksam vermieden. Außerdem wird
durch die Negativkontur des Muffenventils 4 gegenüber dem
Steckerventil 2 vorteilhafterweise erreicht, daß in der
Kupplungslage zwischen den beiden Ventilen 2, 4 praktisch
kein Zwischenraum gebildet ist, der sich beim Entkuppeln mit
Hydrauliköl, beim Kuppeln dagegen mit Luft füllen könnte, so
daß die eingangs beschriebenen Probleme bei der erfindungs
gemäßen Hydraulik-Kupplung wirksam vermieden werden.
Es ist vorteilhaft, wenn die Innenhülse 52 des Muffen
ventils 4 im Bereich des Ventilsitzes 64 einen Dichtring 76
aufweist, der gemäß Fig. 2 mit dem Muffen-Ventilkörper 66,
d.h. mit dem konischen Ansatz 68, sowie vorzugsweise auch
mit dem stirnseitig anliegenden Steckerventil 2 dichtend
zusammenwirkt.
Erfindungsgemäß erweitert sich die Innenhülse 52 innenseitig
ausgehend von dem Ventilsitz 64 in axialer, der Einsteck
öffnung 6 abgekehrter Richtung, und zwar vorzugsweise über
eine konusförmige Schrägfläche 78, auf einen vergrößerten
Innendurchmesser. Weiterhin sind der konusförmige Ansatz 68
des Gegenstößels 60 und die Kontur des Stecker-Ventilkörpers
22 bzw. des Ventilkegels 26 in Verbindung mit dem stirnsei
tigen Ansatz 30 derart aneinander angepaßt, daß in der
Kupplungslage der konusförmige Ansatz 68 des Gegenstößels 60
im Bereich seiner Außenfläche stufenlos in die Oberfläche
des Stecker-Ventilkörpers 22 bzw. des Ventilkegels 26 über
geht. Ferner sind auch das Steckergehäuse 18 und die
Muffen-Innenhülse 52 in den Bereichen der Ventilsitze 32 und
64 derart aneinander angepaßt, daß in der Kupplungslage die
Flächen der Ventilsitze 32 und 64 stufenlos ineinander
übergehen.
Durch diese beschriebene, erfindungsgemäße Ausgestaltung
werden außerordentlich gute Strömungsverhältnisse innerhalb
der erfindungsgemäßen Hydraulik-Kupplung in der geöffneten
Kupplungslage (Fig. 3) erreicht.
In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
weist die Innenhülse 52 in ihrem hinteren, der Einsteck
öffnung 6 abgekehrten Bereich 80 einen über eine Ringstufe
82 gegenüber ihrem vorderen, der Einstecköffnung 6 zugekehr
ten Bereich 84 reduzierten Außendurchmesser auf. Dieser im
Außendurchmesser reduzierte, hintere Bereich 80 der Innen
hülse 52 ist nun in dem oben bereits erwähnten, hinteren
Bohrungsabschnitt 50 der Gehäusebohrung 42 geführt und über
den Dichtring 56 umfänglich abgedichtet. Der vordere
Bereich 84 der Innenhülse 52 ist in dem ebenfalls oben
bereits erwähnten, über die Ringstufe 48 erweiterten, mitt
leren Bohrungsabschnitt 46 der Gehäusebohrung 42 geführt.
Diese erfindungsgemäße Reduzierung des Außendurchmessers
der Innenhülse 52 in ihrem hinteren Bereich in Verbindung
mit der stufigen Ausbildung der Gehäusebohrung 42 mit den
Abschnitten 46 und 50 bewirkt eine Reduzierung der von der
Geberseite her druckbeaufschlagten Fläche der Innenhülse 52,
so daß das Kuppeln der erfindungsgemäßen Hydraulik-Kupplung
auch bei einem geberseitigen Restdruck von beispielsweise 5
bis 6 bar leicht durchführbar ist. Außerdem vermindert sich
durch die Reduzierung der druckbeaufschlagten Oberfläche der
Innenhülse 52 auch die axial über den Ventilsitz 64 auf den
feststehenden Ventilkörper 66, d.h. auf den Ansatz 68 des
Gegenstößels 60, übertragene Kraft in der druckbeaufschlag
ten Schließstellung (Fig. 1) des Muffenventils 4. Hierdurch
hält das erfindungsgemäße Muffenventil 4 in der Schließ
stellung ohne weiteres einem gemäß der ISO-Norm geforderten
Prüfdruck stand.
Durch die vorliegende Erfindung wird vorteilhafterweise
auch mit herkömmlichen ISO-Steckerventilen praktisch eine
Leckagefreiheit erreicht. Eine geringfügige Verbesserung
der bekannten Steckerventile läßt sich lediglich im End
bereich des Ventilkörpers 22 durchführen, d.h. im Übergangs
bereich zwischen dem Ventilkegel 26 und dem stirnseitigen
Ansatz 30. In diesem Bereich ist bei den bekannten ISO-
Steckern üblicherweise ein bogenförmiger, im Längsschnitt
konkav gekrümmter Verlauf der Umfangsfläche vorhanden.
Erfindungsgemäß kann hier vorgesehen sein, daß der Ventil
kegel 26 über eine senkrecht zur Längsachse angeordnete
Ringstufe in den konisch ausgebildeten Ansatz 30 übergeht.
Hierdurch kann der konusförmige Ansatz 68 des Muffenventils
4 eine geringfügig verkleinerte Aufnahmevertiefung 72 für
den Ansatz 30 aufweisen, so daß seine Wandstärke insgesamt
gesehen größer wird, was sich vorteilhaft auf die Haltbar
keit gegen Druckbeaufschlagung in der Schließstellung
(Fig. 1) auswirkt.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschrie
bene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfaßt auch
alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungs
formen.
Claims (10)
1. Hydraulik-Kupplung, bestehend aus zwei dichtend inein
andersteckbaren, als Muffenventil und Steckerventil
ausgebildeten und sich bei der Einsteckbewegung gegen
seitig gegen Federkraft öffnenden Kupplungsteilen,
wobei das Steckerventil aus einem Steckergehäuse mit
einer stirnseitigen Strömungsöffnung und einem in dem
Steckergehäuse axialbeweglich geführten, mit einem
Ventilsitz des Steckergehäuses zum Öffnen und
Schließen der Strömungsöffnung zusammenwirkenden,
federbelasteten Ventilkörper besteht,
und wobei das Muffenventil ein Muffengehäuse, eine in diesem zum Öffnen des Muffenventils durch stirn seitige Anlage an dem Steckergehäuse axialverschieb bar gelagerte, federbelastete, einen mit einem Ventilkörper zusammenwirkenden Ventilsitz aufweisende Innenhülse sowie einen feststehenden, axial durch die Innenhülse verlaufenden, zum Öffnen des Stecker ventils an dessen Ventilkörper anliegenden Gegenstößel aufweist,
wobei der Ventilkörper des Muffenventils zusammen mit dem Gegenstößel in dem dem Steckerventil zugekehrten Bereich Negativkontur des Ventilkörpers des Stecker ventils aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Gegenstößel (60) im Bereich seines dem Steckerventil (2) zugekehrten Endes den mit dem Ventil sitz (64) der Innenhülse (52) zusammenwirkenden Ventil körper (66) aufweist.
und wobei das Muffenventil ein Muffengehäuse, eine in diesem zum Öffnen des Muffenventils durch stirn seitige Anlage an dem Steckergehäuse axialverschieb bar gelagerte, federbelastete, einen mit einem Ventilkörper zusammenwirkenden Ventilsitz aufweisende Innenhülse sowie einen feststehenden, axial durch die Innenhülse verlaufenden, zum Öffnen des Stecker ventils an dessen Ventilkörper anliegenden Gegenstößel aufweist,
wobei der Ventilkörper des Muffenventils zusammen mit dem Gegenstößel in dem dem Steckerventil zugekehrten Bereich Negativkontur des Ventilkörpers des Stecker ventils aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Gegenstößel (60) im Bereich seines dem Steckerventil (2) zugekehrten Endes den mit dem Ventil sitz (64) der Innenhülse (52) zusammenwirkenden Ventil körper (66) aufweist.
2. Hydraulik-Kupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkörper (66) des Muffenventils (4) als sich in
Richtung des Steckerventils (2) konusförmig erweitern
der, axialer Ansatz (68) des feststehenden Gegen
stößels (60) gebildet ist, wobei der Ansatz (68) auf
seiner dem Steckerventil (2) zugekehrten Stirnseite
eine in der Negativkontur ausgebildete Aufnahmevertie
fung (72) für das Ende des Stecker-Ventilkörpers (22)
aufweist.
3. Hydraulik-Kupplung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilsitz (64) der Innenhülse (52) in Anpassung an
die Konusform des Ansatzes (68) des Gegenstößels (60)
als sich in Richtung des Steckerventils (2) erweiternde
Konusfläche (70) ausgebildet ist.
4. Hydraulik-Kupplung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ansatz (68) des Gegenstößels (60) einen größten Durch
messer aufweist, der geringfügig kleiner als der Durch
messer der stirnseitigen Strömungsöffnung (28) des
Steckerventils (2) ist.
5. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Muffenventi (4) innerhalb seiner das Steckerventil (2)
aufnehmenden Einstecköffnung (6) einen Dichtring (74)
aufweist, wobei die Innenhülse (52) und der Gegenstößel
(60) mit ihren stirnseitigen, dem Steckerventil (2)
zugekehrten Anlageflächen jeweils in einem derartigen
axialen Abstand von dem Dichtring (74) angeordnet sind,
daß das Steckerventil (2) bei Anlage an der Innenhülse
(52) und/oder dem Gegenstößel (60) umfänglich über den
Dichtring (74) gegen das Muffenventil (4) abgedichtet
ist.
6. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenhülse (52) im Bereich des Ventilsitzes (64) einen
Dichtring (76) aufweist, der mit dem Muffen-Ventilkör
per (66) und vorzugsweise auch mit dem stirnseitig
anliegenden Steckerventil (2) dichtend zusammenwirkt.
7. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Innenhülse (52) innenseitig ausgehend von dem
Ventilsitz (64) in axialer, dem Steckerventil (2)
abgekehrter Richtung vorzugsweise über eine konus
förmige Schrägfläche (78) auf einen vergrößerten
Innendurchmesser erweitert.
8. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenhülse (52) in ihrem hinteren, dem Steckerventil
(2) abgekehrten Bereich (80) einen über eine Ringstufe
(82) gegenüber ihrem vorderen Bereich (84) reduzierten
Außendurchmesser aufweist und in diesem hinteren
Bereich (80) in einem hinteren, durchmesserreduzierten
Abschnitt (50) einer Gehäusebohrung (42) geführt sowie
über einen Dichtring (56) umfänglich abgedichtet ist,
wobei der vordere Bereich (84) der Innenhülse (52) in
einem über eine Stufe (48) erweiterten Abschnitt (46)
der Gehäusebohrung (42) geführt ist.
9. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ansatz (68) des Gegenstößels (60) und die Kontur des
Stecker-Ventilkörpers (22) derart aneinander angepaßt
sind, daß in der in das Muffenventil (4) eingesteckten
Kupplungslage des Steckerventils (2) der Ansatz (60)
des Gegenstößels (60) im Bereich seiner Außenfläche
stufenlos in die Oberfläche des Stecker-Ventilkörpers
(22) übergeht.
10. Hydraulik-Kupplung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Steckergehäuse (18) und die Muffen-Innenhülse (52)
in dem Bereich der Ventilsitze (32, 64) derart anein
ander angepaßt sind, daß in der in das Muffenventil
(4) eingesteckten Kupplungslage des Steckerventils (2)
die Innenflächen der Ventilsitze (32, 64) stufenlos
ineinander übergehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893904098 DE3904098A1 (de) | 1989-02-11 | 1989-02-11 | Leckarme hydraulik-kupplung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893904098 DE3904098A1 (de) | 1989-02-11 | 1989-02-11 | Leckarme hydraulik-kupplung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3904098A1 true DE3904098A1 (de) | 1990-08-16 |
Family
ID=6373868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893904098 Withdrawn DE3904098A1 (de) | 1989-02-11 | 1989-02-11 | Leckarme hydraulik-kupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3904098A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1989-02-11 DE DE19893904098 patent/DE3904098A1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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