DE3904061C2 - Vorrichtung zur bildlichen Darstellung von Bewegungsabläufen von mindestens zwei Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zur bildlichen Darstellung von Bewegungsabläufen von mindestens zwei WerkstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur bildlichen
Darstellung von nach vorgegebenen Bearbeitungsprogrammen
festgelegten Bewegungsabläufen von mindestens zwei
Werkstücken und mindestens asynchron steuerbaren
Bearbeitungswerkzeugen mit einem Rechner.
Die DE 33 11 297 A1 betrifft ebenfalls eine Vorrichtung zur
bildlichen Darstellung von nach vorgegebenen
Bearbeitungsprogrammen festgelegten Bearbeitungsabläufen
eines Werkstücks und wenigstens zwei asynchron steuerbaren
Bearbeitungswerkzeugen. Hier wird ein Simulationsprogramm zur
Erzeugung von Daten vorgesehen, die die Bewegungsabläufe
beschreiben. Auf einer Anzeigeeinrichtung werden in einem
Bewegungs-Bildmodus Werkstück und Bearbeitungswerkzeuge an
den durch das Simulationsprogramm berechneten Positionen
bildlich dargestellt. Eine Programmänderungsfunktion ändert
Bearbeitungsprogramme, wenn der Benutzer eine Kollision der
bildlich dargestellten mechanischen Vorrichtungen auf der
Anzeigeeinrichtung erkennt. Hier werden insbesondere
Wartebefehle und Warteendebefehle in das Bearbeitungsprogramm
eingeschrieben.
Die VDI-Z 125 (1983), Nr. 17 beschreibt auf den Seiten 647
bis 652 eine Offline-Kollisionskontrolle bei
Industrierobotern mit Hilfe einer Simulation, wobei hier bei
der Simulation alle sich bewegenden Objekte im Kollisionsraum
berücksichtigt werden. Hier wird insbesondere ein
Industrieroboter und die anderen sich bewegenden Objekte bei
einer Offline-Simulation berücksichtigt.
Die Fig. 5 und 6 sind Schaubilder zur Beschreibung einer
Behinderungs- bzw. Interferenz-Simulation bei einer
konventionellen Mehrspindel-Drehmaschine mit zwei
Bearbeitungssystemen. Genauer gesagt, veranschaulicht Fig.
5 den Fall, bei dem durch Behinderungssimulation
festgestellt wird, daß keine mechanische Behinderung
verursacht wird, während Fig. 6 den Fall zeigt, bei dem
durch Behinderungssimulation festgestellt worden ist, daß
eine mechanische Behinderung eintreten kann. In den Fig. 5
und 6 bezeichnen die Bezugszeichen 1a und 1b jeweils
Werkstücke eines ersten und eines zweiten mechanischen
Systems; 2a und 2b Werkzeuge (Schneidwerkzeuge) jeweils
des ersten und zweiten mechanischen Systems; und 3a und 3b
jeweils die Spannfutter des ersten und zweiten
mechanischen Systems.
Wie oben gesagt, veranschaulichen die Fig. 5 und 6 die
Simulationsergebnisse der Steueroperationen der
konventionellen Mehrspindel-Drehmaschine; d. h., der
Positionen der Werkstucke, Werkzeuge und Spannfutter der
beiden mechanischen Systeme in einem gewissen Zeitpunkt.
In dem Maße, wie die Simulation der Steueroperationen
fortschreitet, bewegen sich die Figuren dynamisch (oder
nach der Art von Laufbildern), so daß ihre mit der Zeit
sich ändernden Positionen simuliert werden. Wenn sich ihre
Figuren während der Simulation in Positionen befinden wie
in Fig. 6 veranschaulicht, kann die Bedienungsperson
erkennen, daß das Werkstück 1a des ersten mechanischen
Systems und das Werkstück 1b des zweiten mechanischen
Systems sich mechanisch gegenseitig stören, wie bei A in
Fig. 6 angezeigt ist. Dies bedeutet, daß das
Bearbeitungsprogramm berichtigt werden muß. Deshalb
korrigiert die Bedienungsperson als Antwort auf die
Anzeige der mechanischen Behinderung der Werkstücke das
Bearbeitungsprogramm, und beginnt den tatsächlichen
Bearbeitungsgang, nachdem durch die Simulation bestätigt
wurde, daß keine mechanische Behinderung entsteht. Auf
diese Weise kann die mechanische Behinderung von
Werkstücken bei der tatsächlichen Bearbeitung vermieden
werden.
Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, beruht die
herkömmliche Simulation auf der vollständigen Reproduktion
des tatsächlichen Bearbeitungsvorganges. Bei einer mit
einem Rechner ausgestatteten, numerisch gesteuerten
Drehmaschine oder dgl. wird die Vielzahl der mechanischen
Systeme im allgemeinen asynchron gesteuert; und wegen der
automatischen Steuerung der Bearbeitungsgeschwindigkeit
beim tatsächlichen Bearbeitungsablauf (die
Vorschubgeschwindigkeit wird automatisch von der
Bearbeitungsbeanspruchung gesteuert) treten Zeitfehler
zwischen der Simulation und dem tatsächlichen
Bearbeitungsablauf auf. Es ist daher unmöglich, den
Bearbeitungsablauf vollständig zu simulieren.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung
bereitzustellen, die bei Abweichungen zwischen einer
simulierten Position und einer tatsächlichen Position, d. h.
bei Zeitfehlern, eine Kollision von Bearbeitungswerkzeugen
zuverlässig erkennen kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausführungsformen und Verbesserungen der Erfindung sind in
dem abhängigen Anspruch 2 angegeben.
Bei der Vorrichtung zur Erfassung der mechanischen
Behinderung einer Vielzahl von mechanischen Systemen wird,
gemäß einem Aspekt der Erfindung, die asynchrone Steuerung der Vielzahl
von mechanischen Systemen simuliert; für jedes der
Vielzahl von mechanischen Systemen werden die
gegenseitigen Positionen in Bezug auf die anderen sowie
die aus den gegenseitigen Positionen oder dgl. gewonnenen
Risikograde entsprechend zulässiger, für die Vielzahl der
mechanischen Systeme vorgesehener Zeitfehler oder dgl.
berechnet; der höchste, in einer vorbestimmten Zeitperiode
auftretende Risikograd sowie die Höchstrisikopositionen
entsprechen den höchsten Risikograden, werden erfaßt; und
die so berechneten gegenseitigen Positionen sowie die
Höchstrisikopositionen werden getrennt oder gemeinsam
entsprechend der Vielzahl der Bearbeitungssysteme
dargestellt, derart, daß die gegenseitigen Positionen im
Laufbildmodus auftreten, und die Höchstrisikopositionen
mit den höchsten Risikograden in der vorbestimmten
Zeitperiode übereinstimmen.
Bei einem anderen Aspekt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird die synchrone
Steuerung einer Vielzahl von mechanischen Systemen
simuliert; für jedes der Vielzahl von mechanischen
Systemen werden die gegenseitigen Positionen in Bezug auf
die anderen sowie die aus den gegenseitigen Positionen
oder dgl. gewonnenen Risikograde entsprechend zulässiger,
für die Vielzahl der mechanischen Systeme vorgesehener
Zeitfehler oder dgl. berechnet; der höchste, in einer
vorbestimmten Zeitperiode auftretende Risikograd sowie die
Höchstrisikopositionen entsprechen den höchsten
Risikograden, werden erfaßt; und die so berechneten
gegenseitigen Positionen werden im Laufbildmodus, getrennt
oder zusammen, entsprechend der Vielzahl der
Bearbeitungssysteme, dargestellt, beispielsweise als
multidimensionales Diagramm. Somit kann die mechanische
Behinderung durch Bezugnahme auf die
Höchstrisikopositionen und die gerade simulierten
Positionen aufgespürt werden.
Weiter wird gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung
durch geeignete Wahl der vorbestimmten
Zeitperiode schnell festgestellt, welcher Schritt
des Steuervorganges der risikoreichste ist.
Weiter wird gemäß einem noch anderen Aspekt der Erfindung
die mechanische Behinderung einer Vielzahl von
Steuersystemen durch Verwendung einer
Figurensichtbildanzeige erfaßt, wie etwa einer
multidimensionalen Figurenanzeige oder einer
Farbfigurenanzeige.
Nachstehend wird die Erfindung anhand ihrer
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen erläutert.
Die Fig. 1 und 2 stellen Diagramme zur Beschreibung einer
Behinderungssimulation bei einer Ausführungsform der
Erfindung dar. Im einzelnen zeigt Fig. 1 den Fall, bei dem
durch Behinderungssimulation festgestellt wird, daß keine
mechanische Behinderung entsteht, während Fig. 2 den Fall
zeigt, bei dem durch Behinderungssimulation festgestellt
wird, daß eine mechanische Behinderung entstehen kann. In
den Figuren bezeichnen die Bezugszeichen 1a und 1b jeweils
Werkstücke eines ersten und eines zweiten mechanischen
Systems; 2a und 2b Werkzeuge (oder Schneidwerkzeuge)
jeweils des ersten und des zweiten mechanischen Systems;
und 10a und 10b die gefährlichsten Positionen nach
Risikograden (im folgenden als "Höchstrisikopositionen"
bezeichnet), in denen sich die Werkstücke 1a und 1b
während einer vorbestimmten Zeitperiode im Zeitpunkt einer
Simulation befinden.
Fig. 3 stellt einen Ablaufplan zur Erfassung des höchsten
Risikogrades und der Höchstrisikopositionen in einer
vorbestimmten Zeitperiode gemäß der Erfindung dar.
Fig. 4 ist eine grafische Darstellung, die ein Beispiel
für die zeitliche Veränderung des Risikogrades gemäß der
Erfindung wiedergibt.
In Fig. 1 ist die Behinderung zweier Werkstücke auf einer
Mehrspindel-Drehmaschine mit zwei mechanischen Systemen
simuliert, wobei das Resultat der Simulation auf einer
grafischen Sichtbildeinheit angezeigt wird. In diesem
Falle erhöht sich der Risikograd mit der gegenseitigen
Annäherung der Werkstücke, d. h., das Werkstück 1a des
ersten mechanischen Systems (auf der linken Seite der Fig.
1) bewegt sich nach rechts, oder das Werkstück 1b des
zweiten mechanischen Systems (auf der rechten Seite der
Fig. 1) bewegt sich nach links. Daher können die Daten
über die gegenseitigen Positionen der Werkstücke 1a und 1b
des ersten und des zweiten mechanischen Systems als
Risikograde benutzt werden. Im Falle der Fig. 1 ist der
Abstand zwischen den beiden Werkstücken 1a und 1b zum
Zeitpunkt der Simulation, und der Abstand zwischen den
Höchstrisikopositionen, in denen sie sich während einer
vorbestimmten Zeitperiode vom Zeitpunkt der Simulation an
befinden, also der Abstand zwischen den zwei
Höchstrisikopositionen, so groß, daß keine mechanische
Behinderung zwischen den Werkstücken 1a und 1b eintreten
kann.
Im Falle der Fig. 2 besteht zum Zeitpunkt der Simulation
keine mechanische Behinderung zwischen den beiden
Werkstücken 1a und 1b des ersten und zweiten mechanischen
Systems. Jedoch befinden sich die Werkstücke 1a und 1b
innerhalb einer vorbestimmten Zeitperiode der Simulation,
wie angezeigt, an der Stelle 10a und 10b, d. h., die
Höchstrisikoposition 10a und 10b interferieren
miteinander, wie durch A angezeigt wird. Damit ist
festgestellt, daß, wenn dem ersten und zweiten
mechanischen System ein bestimmten Steuerfehler
unterläuft, die beiden Werkstücke mechanisch miteinander
in Berührung kommen. Die Bestimmung des Risikogrades und
der Risikopositionen der Werkstücke wird bei jedem
Simulationsschritt des vorliegenden Steuerprogramms
ausgeführt. Für jedes mechanische System wird also die
gegenseitige Lage in Bezug auf das andere mechanische
System simuliert, und die so bestimmte gegenseitige
Position oder dgl. wird zur Bestimmung des Risikogrades
und der Risikopositionen bei jedem Schritt benutzt. Unter
den so bestimmten Risikograden und Risikopositionen werden
die Höchstrisikopositionen der vorbestimmten Zeitperiode
wie folgt gewählt:
Der Ablaufplan nach Fig. 3 zeigt ein Verfahren zur
Erfassung des Höchstrisikogrades und der
Höchstrisikopositionen in der vorbestimmten Zeitperiode.
Wie in Fig. 3 dargestellt, wird in Schritt 21 bestimmt, ob
der vorliegende Risikograd kleiner als der vorhergehende
Risikograd ist oder nicht. Wenn nicht, wird Schritt 25
aufgeführt, so daß die Kennung einer Abnahme ausgeschaltet
ist. Wenn festgestellt ist, daß der vorliegende Risikograd
kleiner ist, wird Schritt 22 ausgeführt. Bei Schritt 22
wird festgestellt, ob die Abnahmekennung ein- oder
ausgeschaltet ist. Falls die Abnahmekennung ausgeschaltet
ist, wird festgestellt, daß der Risikograd des Musters
unverändert ist und abzunehmen beginnt, und Schritt 23
wird durchgeführt. Bei Schritt 23 wird eine Peakmarke dem
vorhergehenden Wert hinzugefügt, welcher die
vorhergehenden Positionsdaten anzeigt. Danach erfolgt
Schritt 24. Bei Schritt 24 wird die Abnahmekennung
eingeschaltet. Dann wird Schritt 24 ausgeführt. Wenn bei
Schritt 22 die Abnahmekennung eingeschaltet ist, wird
festgestellt, daß der Risikograd kontinuierlich abnimmt,
und es wird Schritt 26 ausgeführt. Bei Schritt 26 werden
unter den Daten über den vorliegenden Risikograd, den vor
der vorbestimmten Zeitperiode vorgesehenen Risikograd und
den um eine Peakmarke in der vorbestimmten Zeitperiode
ergänzten Risikograd, der höchste Risikograd und die dem
höchsten Risikograd entsprechenden Höchstrisikopositionen
als Daten ausgegeben.
Wie weiter oben gesagt, veranschaulicht Fig. 4 die
zeitliche Veränderung des Risikogrades. In Fig. 4 gibt die
gestrichelte Linie 100 simulierte gegenseitige Positionen
als Sicherheitsgrade wieder, während die durchgezogene
Linie 200 Höchstrisikograde in vorbestimmten Zeitperioden
wiedergibt. Wie deutlich aus Fig. 4 hervorgeht, wächst im
Falle, daß das durch die durchgezogene Linie
gekennzeichnete Höchstrisiko (200) ansteigt, der Anstieg
ohne Verzögerung mit dem Ansteigen des durch die
gestrichelte Linie dargestellten Risikogrades (100) an.
Wenn aber der Risikograd (100) nach Erreichen des ersten
Spitzenwertes zu fallen beginnt, nimmt der
Höchstsicherheitsgrad (200) nicht sofort ab; d. h., daß er
für eine bestimmte Zeitdauer auf dem Spitzenwert bleibt.
Die aus dem Höchstrisikograd errechneten Daten für die
Höchstrisikopositionen werden den mechanischen Systemen
zugeleitet und auf der Darstellungseinheit sichtbar
gemacht, wie durch 10a und 10b in den Fig. 1 und 2
wiedergegeben ist. Die Figuren geben die gegenseitigen
Positionen der Vielzahl von mechanischen Systemen wieder.
So bewegen sich beispielsweise die Positionen der
Werkstücke 1a und 1b der Fig. 1 und 2 wie bei einem
Laufbild auf der Darstellungseinheit in dem Maße fort, wie
die Steuerprogrammsimulation fortschreitet. Andererseits
werden die die Höchstrisikopositionen in einer
vorbestimmten Zeitperiode wiedergebenden Figuren, z. B.
10a und 10b in den Fig. 1 und 2, ohne Verzögerung
dargestellt, wenn sie sich im Sinne der Vergrößerung des
Risikogrades bewegen, wie es oben beschrieben wurde. Wenn
sie sich hingegen im Sinne der Abnahme des Risikogrades
bewegen, werden sie mit einer gewissen Zeitverzögerung
dargestellt, d. h., sie werden auf der Darstellungseinheit
während einer gewissen Zeitdauer als fest stehend
wiedergegeben.
Somit können die gerade vorliegenden, durch Simulation
erhaltenen gegenseitigen Positionen sowie die
Höchstrisikoposition innerhalb der vorbestimmten
Zeitperiode in Bezug aufeinander überprüft werden. Da die
vorbestimmte Zeitperiode auf einen optimalen Wert
eingestellt werden kann, kann das Zeitintervall, in dem
der Höchstsicherheitsgrad festgehalten wird, in passender
Weise für den Überprüfungsvorgang geändert werden.
Die Zeitperiode, während der der Höchstrisikograd (200) in
Fig. 4 unverändert festgehalten wird, entspricht der
Zeitperiode, in der die risikoreichsten
Werkstückpositionen 10a und 10b stillstehend in den Fig. 1
oder 2 dargestellt sind.
In den Fig. 1 oder 2 sind nur Teile der Werkstücke 1a und
1b zur Anzeige der Werkstückpositionen 10a und 10b
dargestellt. Die Erfindung ist aber nicht auf diese
Methode oder durch dieselbe beschränkt. So können
beispielsweise in dem Falle, daß eine
Farbsichtwiedergabeeinheit verwendet wird, die Werkstücke
zur Gänze dargestellt werden, indem ihre Farben
unterschiedlich von denen anderer Komponenten gewählt
werden. Um die Erfassung mechanischer Behinderung der
Werkstücke zu verbessern, können auch ihre
interferierenden Partien eine gegenüber den anderen
Partien unterschiedliche Farbe besitzen. Dies ist bei der
visuellen Erfassung mechanischer Behinderung von
Werkstücken wirkungsvoll.
Weiter können Mittel vorgesehen werden, bei denen Hardware
automatisch das Auftreten einer mechanischen Behinderung
von Werkstücken anzeigt, beispielsweise durch ein
verfahren zur Erfassung der Überlappung von Figuren auf
der Darstellungseinheit, so daß, wenn die mechanische
Behinderung während der Simulation erfaßt wird, ein
Alarmsignal zur Information der Bedienungsperson erzeugt
wird.
Wenn die mechanische Behinderung von Werkstücken
festgestellt wird, ist es erforderlich, das Programm zu
berichtigen. Um dieser Anforderung zu genügen, kann ein im
Betriebs wirksames System mit hohem Wirkungsgrad aufgebaut
werden, bei dem in dem Falle, daß die mechanische
Behinderung automatisch ermittelt wird, wie oben
beschrieben wurde, das System automatisch dazu auffordert,
das Programm zu berichtigen und den Teil des Programmes zu
verbessern.
Wenn auch die Erfindung nur mit Bezug auf die Drehmaschine
mit Steuerung zweier mechanischer Systeme beschrieben
wurde, kann das technische Konzept der Erfindung
gleichermaßen auf eine Drehmaschine angewendet werden, die
mehr als zwei mechanische Systeme steuert. Im letzten
Falle werden für jedes der mechanischen Systeme deren
gegenseitige Positionen untereinander sowie die aus den
gegenseitigen Positionen oder dgl. bestimmten Risikograde
berechnet. Gemäß den für die mechanischen Systeme
vorgesehenen zulässigen Zeitfehlern werden die
Höchstrisikograde in der vorbestimmten Zeitperiode und die
den Höchstrisikograden entsprechenden
Höchstrisikopositionen individuell oder korrelativ
bestimmt, so daß die gegenseitigen Positionen und die
Höchstrisikopositionen der mechanischen Systeme getrennt
oder zusammen entsprechend den mechanischen Systemen
dargestellt werden. Ferner ist die Erfindung bei der
Erfassung mechanischer Behinderungen bei einer
Vielfachsystemsteuerung anwendbar, die nicht nur eine
zweidimensionale Figurendarstellung, eine mehrdimensionale
Figurendarstellung und eine farbliche Darstellung
ausführt, sondern auch eine akustische Ausgabesteuerung
und eine Programmänderungssteuerung.
Wie weiter oben beschrieben wurde, werden bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die asynchronen
Steuerbedingungen einer Vielzahl von mechanischen Systemen
simuliert werden, für jedes mechanische System die
gegenseitigen Positionen in Bezug auf die anderen sowie
die aus den gegenseitigen Positionen oder dgl. bestimmten
Risikograde berechnet, und es werden entsprechend der
zulässigen, für die mechanischen Systeme vorgesehenen
Zeitfehler der höchste Risikograd in der vorbestimmten
Zeitperiode und die Höchstrisikopositionen entsprechend
dem höchsten Risikograd erfaßt, so daß Figuren in einer
solchen Weise dargestellt werden, daß die gegenseitigen
Positionen, wie bei einem Laufbild, mit dem Fortschreiten
der Simulation bewegt werden, während die
Höchstrisikopositionen in Beziehung zu dem während der
vorbestimmten Zeitperiode auftretenden Höchstrisikograd
gehalten werden. Daher kann die mechanische Interferenz
von Werkstücken leicht unter Bezugnahme auf die beiden
Figurenpositionen erkannt werden, nämlich auf die
gegenseitigen Positionen der mechanischen Systeme infolge
der laufenden Simulation und die darauf folgenden
Höchstrisikopositionen in der vorbestimmten Zeitperiode.
Die Darstellung der beiden Figurenpositionen kann getrennt
oder gemeinsam entsprechend der Vielzahl der mechanischen
Systeme erfolgen. Deshalb kann die Steuerung der
mechanischen Systeme in bequemer Weise erreichen werden.
Die oben beschriebenen Höchstrisikopositionen werden aus
den Fehlern bestimmt, die aus der asynchronen Steuerung
einer Vielzahl von mechanischen Systemen stammen, d. h.,
sie werden aus der bedingungsmäßig strengsten Simulation
gewonnen. Daher erfolgt die Erfassung der mechanischen
Behinderung von Werkstücken unter Verwendung dieser
Positionen mit hoher Zuverlässigkeit.
Wie oben beschrieben wurde, kann die für die Erfassung der
Höchstrisikopositionen vorbestimmte Zeitperiode geändert
werden. Somit kann durch Wahl eines geeigneten Wertes für
die so vorbestimmte Zeitperiode leicht festgestellt
werden, wann das Höchstrisiko bei der Steueroperation
auftritt.
Die Fig. 1 und 2 stellen Diagramme zur Beschreibung einer
Behinderungssimulation bei einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung dar. Fig. 3 ist ein Flußdiagramm zur Erfassung
des in einer vorgegebenen Zeitperiode auftretenden
Höchstrisikos sowie der im höchsten Risikograd bei der
Erfindung entsprechenden Höchstrisikopositionen. Fig. 4
ist eine grafische Darstellung zur Wiedergabe des
zeitlichen Verlaufs von Risikograden bei der Erfindung.
Die Fig. 5 und 6 stellen Diagramme zur Beschreibung einer
Interferenzsimulation bei einem Mehrspindel-Drehmaschine
mit zwei Bearbeitungssystemen dar.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile mit gleichen
Bezugszeichen oder Buchstaben gekennzeichnet. Es bedeuten:
1a und 1b Werkstücke jeweils für ein erstes und ein
zweites mechanisches System;
2a und 2b Werkzeuge (Schneidwerkzeug) jeweils für das erste und zweite mechanische System;
3a und 3b Spannfutter jeweils für das erste und zweite mechanische System;
10a und 10b Höchstrisikopositionen, in die die Werkstücke des ersten und zweiten mechanischen Systems in einer vorbestimmten Zeitperiode ab Beginn der Simulation gelangen.
2a und 2b Werkzeuge (Schneidwerkzeug) jeweils für das erste und zweite mechanische System;
3a und 3b Spannfutter jeweils für das erste und zweite mechanische System;
10a und 10b Höchstrisikopositionen, in die die Werkstücke des ersten und zweiten mechanischen Systems in einer vorbestimmten Zeitperiode ab Beginn der Simulation gelangen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur bildlichen Darstellung von nach
vorgegebenen Bearbeitungsprogrammen festgelegten
Bewegungsabläufen von mindestens zwei Werkstücken (1a,
1b) und wenigstens zwei asynchron steuerbaren
Bearbeitungswerkzeugen (2a, 2b) mit einem Rechner, der
umfaßt:
- a) ein Simulationsprogramm zur Erzeugung von Daten, welche in vorgegebenen Zeitperioden die Bewegungsabläufe beschreiben;
- b) eine Speichereinrichtung zur Speicherung von Daten bezüglich möglicher Zeitfehler im Zeitablauf zwischen den simulierten und tatsächlichen Bewegungsabläufen;
- c) eine Daten-Aufbereitungsfunktion zur
- - schrittweisen Berechnung von Risikograden als Maß für die Nähe von berechneten Positionen der einzelnen Werkstücke (1a, 1b) und Bearbeitungswerkzeuge (2a, 2b), die sich aus den vom Simulationsprogramm erzeugten Daten ergeben; und
- - zur Bestimmung eines höchsten Risikogrades in jeweils einer Zeitperiode des Simulationsprogramms aus den Risikograden und den möglichen Zeitfehlern in einer Zeitperiode;
- d) eine Anzeigeeinrichtung zur bildlichen Darstellung der Werkstücke (1a, 1b) und der Bearbeitungswerkzeuge (2a, 2b) relativ zueinander an den berechneten Positionen entsprechend den Risikograden und den Höchstrisikograden über die Zeitperioden in einem Bewegungs-Bildmodus, wobei die bildliche Darstellung der Positionen gemäß dem Höchstrisikograd während einer vorgegebenen Zeitspanne festgehalten wird;
- e) eine Alarmeinrichtung zur Erzeugung eines Alarms, wenn eine Kollision der bildlich dargestellten Werkstücke (1a, 1b) bzw. Bearbeitungswerkzeuge (2a, 2b) bestimmt wird; und
- f) eine Programmänderungsfunktion zur Änderung der Bearbeitungsprogramme zur Vermeidung von Kollisionen der zwei Werkstücke (1a, 1b) bzw. Bearbeitungswerkzeuge (2a, 2b) im tatsächlichen Bewegungsablauf.
2. Verfahren zur Ermittlung des jeweils höchsten Risikograds
bei einer Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die folgenden
Schritte:
- a) Ermitteln eines Spitzenwertes eines Risikogrades während der vorbestimmten Zeitperiode;
- b) Vergleichen des Risikogrades am aktuellen Zeitpunkt mit dem um die vorbestimmte Zeitspanne vorher ermittelten Risikograd und dem ermittelten Spitzenwert; und
- c) Ausgeben des Vergleichsergebnisses als höchstem Risikograd.
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| Publication number | Publication date |
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| US4994977A (en) | 1991-02-19 |
| JPH01205301A (ja) | 1989-08-17 |
| DE3904061A1 (de) | 1989-08-31 |
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