DE3903080A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines, insbesondere tellerfoermigen, formlings aus einem granulat - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines, insbesondere tellerfoermigen, formlings aus einem granulatInfo
- Publication number
- DE3903080A1 DE3903080A1 DE3903080A DE3903080A DE3903080A1 DE 3903080 A1 DE3903080 A1 DE 3903080A1 DE 3903080 A DE3903080 A DE 3903080A DE 3903080 A DE3903080 A DE 3903080A DE 3903080 A1 DE3903080 A1 DE 3903080A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mold
- upper mold
- granules
- mold cavity
- outlet slot
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/02—Dies; Inserts therefor; Mounting thereof; Moulds
- B30B15/022—Moulds for compacting material in powder, granular of pasta form
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B13/00—Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles; Discharging shaped articles from such moulds or apparatus
- B28B13/02—Feeding the unshaped material to moulds or apparatus for producing shaped articles
- B28B13/0215—Feeding the moulding material in measured quantities from a container or silo
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
- B28B3/02—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
- B28B3/021—Ram heads of special form
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Herstellen eines, insbesondere tellerförmigen,
Formlings aus einem pulverförmigen Granulat, insbesondere
aus einer keramischen Masse, wobei das Granulat in einen
Formhohlraum zwischen einem Oberformwerkzeug und einem
Unterformwerkzeug gefüllt und anschließend verpreßt wird.
In der DE-AS 22 47 626 ist eine Vorrichtung zum
isostatischen Formpressen von Pulvermaterial beschrieben.
An einem Drehtisch ist eine Füllstation vorgesehen. An
dieser wird das Pulver in einer abgemessenen Menge einem
Formhohlraum zugeführt und zur gleichmäßigen Verteilung
einer Vibration unterworfen. Danach wird in einer
weiteren Station das Pulver gepreßt.
In der DE-OS 35 17 494 ist ein Verfahren zum
isostatischen Pressen eines Pulvers beschrieben. Das
Pulver wird unter Rütteln in eine Form eingefüllt. Der
Verdichtungsgrad soll dabei hoch sein, um das
nachfolgende isostatische Pressen zu vereinfachen. Die
Verdichtung des Pulvers durch Vibration hat dann, wenn
das Pulver unterschiedliche Korngrößen aufweist, den
Nachteil, daß sich bei der Vibration das Pulver nach den
unterschiedlichen Korngrößen in der Form entmischen kann.
In der DE-OS 26 30 355 ist ein Preßwerkzeug zum
Herstellen keramischer Formlinge aus einer pulverförmigen
Masse beschrieben. Zum Befüllen des Formhohlraumes ist
ein Füllschuh vorgesehen, der sich trichterförmig um das
Oberformwerkzeug erstreckt. Der Formhohlraum wird damit
von seinem Rande her befüllt. Bei der Herstellung
größerer Teller ist unsicher, ob die pulverförmige Masse
auch bis in die Mitte des Formhohlraums rieselt. Es ist
deshalb vorgeschlagen, die Form zu kippen. Dies erscheint
maschinell aufwendig und im Hinblick auf eine
gleichmäßige Verteilung des Pulvers ungünstig.
Bei der Vorrichtung der DE-OS 36 40 567, die ebenfalls
zur Herstellung von Tellern vorgesehen ist, wird die
pulverige Masse nur an einer Stelle des Umfangs des
Formhohlraums eingefüllt. Ein als Drehschieber
arbeitender Verschluß soll unterschiedliche Verdichtungen
und einen zusätzlichen Putzaufwand vermeiden.
In der DE-PS 31 01 236 ist eine Einrichtung beschrieben,
bei der durch eine zentrale Öffnung des Oberformwerkzeugs
die rieselfähige Formmasse in den Formhohlraum eingesaugt
wird. Es ist hierfür eine aufwendige
Vakuumsaugeinrichtung notwendig. In der DE-OS 31 28 347
ist ein Verschlußstück für die Massezuführöffnung
gezeigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, bei
dem der Formhohlraum gleichmäßig mit Granulat gefüllt
wird, ohne daß das Granulat in den Formhohlraum gesaugt
oder in dem Formhohlraum vibriert werden muß.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus,
daß das Granulat kontinuierlich oder diskontinuierlich in
einen Verteilraum oben auf das Oberformwerkzeug
aufgeschüttet wird, daß das Granulat durch wenigstens
eine Durchbrechung des Oberformwerkzeugs in den
Formhohlraum einrieselt, daß beim Einrieseln des
Granulats in den Formhohlraum das Oberformwerkzeug
relativ vom Unterformwerkzeug um eine vertikale
Mittelachse rotiert wird bis der Formhohlraum mit
Granulat gefüllt ist, wobei im wesentlichen die gesamte
Formfläche des Unterformwerkzeugs von der Durchbrechung
überstrichen wird, und daß danach zum Vorpressen des
Granulats die Formwerkzeuge zusammengedrückt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs genannten
Art zeichnet sich dadurch aus, daß das Oberformwerkzeug
den Boden eines Granulat aufnehmenden Verteilraumes
bildet, dessen Volumen wesentlich größer als das des
Formhohlraumes zwischen dem Oberformwerkzeug und dem
Unterformwerkzeug ist, daß das Oberformwerkzeug
wenigstens eine Durchbrechung aufweist, durch die
Granulat aus dem Verteilraum in den Formhohlraum rieselt
und daß das Oberformwerkzeug und das Unterformwerkzeug
relativ zueinander um eine vertikale Mittelachse
rotierbar sind, so daß bei der Rotation die Durchbrechung
bzw. die Durchbrechungen insgesamt die Formfläche des
Unterformwerkzeugs im wesentlichen vollständig
überstreicht.
Bei der Erfindung wird der Formhohlraum gleichmäßig mit
Granulat gefüllt. Dieses Befüllen erfolgt dadurch, daß
das Granulat einfach aus dem Verteilraum, in dem es im
Überschuß ansteht, in den Formhohlraum rieselt. Während
des Einrieselns wird das Oberformwerkzeug um die
vertikale Mittelachse gedreht, wodurch sich das Granulat
gleichmäßig im Formhohlraum verteilt. Die Durchbrechung
bzw. die Durchbrechungen insgesamt erstrecken sich dabei
von der Mittelachse zum Außenumfang der Formfläche.
Bei diesem Befüllen des Formhohlraums tritt keine
wesentliche Entmischung des Granulats nach Korngrößen
auf, so daß im Formling eine gleichmäßige
Granulatverteilung entsteht. Da das Befüllen des
Formhohlraums durch Einrieseln erfolgt, erübrigt es sich,
die Formwerkzeuge Vibrationen auszusetzen, oder das
Granulat durch ein Vakuum in den Formhohlraum zu saugen.
Der Formhohlraum weist in dem Zustand, in dem das
Granulat in ihn einrieselt, - also vor dem Verpressen -
abgesehen von der Höhe bzw. dem Abstand der Formwerkzeuge
bereits die Konturen des gewünschten Formlings auf. Beim
Einrieseln wird somit die gesamte Kontur gleichmäßig
befüllt. Günstig ist auch, daß die Menge des in den
Formhohlraum zu füllenden Granulats nicht abgemessen
werden muß, da das Einrieseln von selbst endet, wenn der
Formhohlraum gefüllt ist.
Nach dem Befüllen des Formhohlraums werden die beiden
Formwerkzeuge auf das gewünschte Maß zusammengedrückt, so
daß das Granulat entsprechend verdichtet wird und der
Formling in der gewünschten Wandstärke entsteht. Dieser
Formling ist für eine Weiterbearbeitung hinreichend
formhaltig. Er kann zu einer weiteren Presse
transportiert werden, in der er der endgültigen
Verdichtung zugeführt wird. Es ist dabei nicht notwendig,
ein isostatisches Formpressen vorzusehen, das im Hinblick
auf die dabei nötige flexible Membran aufwendig ist.
Zwischen dem Oberformwerkzeug und dem Unterformwerkzeug
kann der Formling auch so weit verdichtet werden, daß er
anschließend, ohne ein weiteres Pressen, gebrannt werden
kann.
Die Erfindung eignet sich zur Herstellung von Formlingen
für Geschirr, insbesondere auch großer Teller, oder
anderer Formkörper aus dem Bereich der technischen
Keramik.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung
zeigt:
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht einer Presse,
Fig. 2 eine Teilansicht der Presse bei zusammengepreßten
Formwerkzeugen und
Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie III-III nach
Fig. 1.
An einem Rahmen (1) sind zwei Stangen (2) vertikal
verschieblich geführt. Mittels Druckfedern (3) sind die
Stangen (2) in ihre obere Ausgangsposition geschoben. An
den Stangen (2) sind eine obere Konsole (4) und eine untere
Konsole (5) befestigt. An der oberen Konsole (4) greift
eine Kolbenstange (6) an.
An der unteren Konsole (5) ist eine Hohlwelle (7) mittels
eines Kugellagers (8) drehbar gelagert. Die vertikale
Mittelachse der Hohlwelle (7) ist mit (M) bezeichnet. An
der Hohlwelle (7) sitzt oben an der Konsole (5) ein
Antriebsrad (9). An der Hohlwelle (7) ist unten ein
Zylinder (10) befestigt. Dessen Inneres bildet einen
Verteilraum (11) zur Aufnahme von Granulat aus einer
keramischen Masse. Der Verteilraum (11) ist unten durch
einen Boden abgeschlossen, der von einem Oberformwerkzeug
(12) gebildet ist. Das Oberformwerkzeug (12) ist beim
Ausführungsbeispiel horizontal in zwei miteinander lösbar
verbundene Teile geteilt (vgl. Fig. 1 und 2). Oben weist
der Verteilraum (11) mehrere Öffnungen (13) auf. Darüber
sitzt eine ringförmige Haube (14), welche an der unteren
Konsole (5) verschieblich ist und auf dem Zylinder (10)
aufsitzt. Der Zylinder (10) ist gegenüber der Haube (14) um
die Mittelachse (M) drehbar.
In die Haube (14) mündet eine Granulatzuführleitung (15).
Außerdem sind an die Haube (14) zwei Entlüftungsrohre (16)
angeschlossen.
Das Oberformwerkzeug (12) weist eine Durchbrechung auf,
die von einem Auslaßschlitz (17) gebildet ist, welcher
sich in den unteren Teil des Oberformwerkzeugs (12)
diagonal erstreckt (vgl. Fig. 3). Der Verteilraum (11)
verjüngt sich im oberen Teil des Oberformwerkzeugs (12)
zum Auslaßschlitz (17) trichterförmig (vgl. Fig. 1, 2).
Es kann auch genügen, wenn der Auslaßschlitz (17) sich von
der Mittelachse (M) radial zum Außenumfang des
Oberformwerkzeugs (12) erstreckt. Anstelle des
Auslaßschlitzes (17) können auch mehrere Durchbrechungen
vorgesehen sein.
Dem Auslaßschlitz (17) ist ein Schieber (18) zugeordnet.
Der Schieber (18) ist an einer Schubstange (19) befestigt,
die durch die Hohlwelle (7) geführt ist. Die Schubstange
(19) ist mittels einer in der oberen Konsole (4)
angeordneten Zylinder-Kolbeneinrichtung (20) so
verschiebbar, daß der Schieber (18) den Auslaßschlitz (17)
öffnet oder schließt. Der Auslaßschlitz (17) ist an seiner
einen Seite mit einer Schrägfläche (21) versehen. Die
Schrägfläche (21) liegt zur Verbesserung des Ausrieselns
teils auf der einen Seite des Schiebers (18), bzw. des
Auslaßschlitzes (17) und teils auf der anderen Seite des
Schiebers (18) (vgl. Fig. 3). In Fig. 1 ist der
Schieber (18) in seiner hochgeschobenen Stellung gezeigt.
Der Auslaßschlitz (17) ist dabei offen. Der Schieber (18)
liegt an einer Seitenfläche (22) des Auslaßschlitzes (17)
an, so daß er eine Drehung des Oberformwerkzeugs (12) um
die Mittelachse (M) mitmacht. Die Seitenfläche (22) liegt
jeweils an der der Schrägfläche (21) gegenüberliegenden
Seite des Auslaßschlitzes (17). In Fig. 2 ist der
Schieber (18) in der Stellung gezeigt, in der er den
Auslaßschlitz (17) verschließt, wobei er bündig mit der
Unterseite (23) des Oberformwerkzeugs (12) steht. In Fig.
3 ist der Schieber (18) nicht gezeigt.
Unterhalb des Oberformwerkzeugs (12) ist ein
Unterformwerkzeug (24) angeordnet, das in einer
Aufnahme (25) sitzt. Die Aufnahme (25) ist in horizontaler
Richtung (H) verschieblich. Zwischen dem
Oberformwerkzeug (12) und dem Unterformwerkzeug (24)
besteht ein Formhohlraum (26). Dieser ist zur
Mittelachse (M) rotationssymmetrisch. Ist der im
Formhohlraum (26) herzustellende Formling ein Teller, dann
weist das Oberformwerkzeug (12) die Kontur der Oberseite
des Tellers und das Unterformwerkzeug die Kontur der
Unterseite des Tellers auf. Vorzugsweise ist das
Oberformwerkzeug (12) am Zylinder (10) und das
Unterformwerkzeug (24) in der Aufnahme (25) austauschbar,
um die Einrichtung einfach auf andere Tellerformen
umstellen zu können.
Die Funktionsweise der beschriebenen Einrichtung ist etwa
folgende:
Durch die Granulatzuführleitung (15) wird dem
Verteilraum (11) trockenes, pulverförmiges Granulat,
beispielsweise aus einer oxidkeramischen Masse,
zugeführt. Der Verteilraum (11) wird weitgehend mit dem
Granulat gefüllt. Luft und Staub entweichen durch das
Entlüftungsrohr (16). Das Volumen des Verteilraums (11) ist
wesentlich größer als das Volumen des Formhohlraums (26).
Es steht damit in dem Verteilraum (11) wesentlich mehr
Granulat als für einen Formling notwendig ist.
Nach dem Hochziehen des Schiebers (18) ist der
Auslaßschlitz (17) geöffnet, so daß nun Granulat aus dem
Verteilraum (11) über die Schrägfläche (21) in den
Formhohlraum (26) rieselt.
Gleichzeitig wird das Antriebsrad (9) angetrieben, so daß
sich die Hohlwelle (7), der Zylinder (10) und das
Oberformwerkzeug (12) mit dem Auslaßschlitz (17) um die
Mittelachse (M) drehen. Der Auslaßschlitz (17) überstreicht
dabei die Formfläche (F) des Unterformwerkzeugs (24), so
daß der gesamte Formhohlraum (26) gleichmäßig mit Granulat
gefüllt wird. Bei der Gestaltung des Auslaßschlitzes (17)
entsprechend Fig. 3 hat der Auslaßschlitz (17) die
Formfläche (F) nach einer Umdrehung um 180° einmal
vollständig überstrichen. Ist der Auslaßschlitz (17) nur
so groß, daß er sich von der Mittelachse (M) radial zum
Außenumfang des Oberformwerkzeugs (12) erstreckt, dann ist
die Formfläche (F) nach einer Umdrehung um 360° einmal
vollständig überstrichen. Anstelle des einen
Auslaßschlitzes (17) können auch mehrere am
Oberformwerkzeug (12) radial verteilte Durchbrechungen
vorgesehen sein. Wichtig dabei ist, daß die
Durchbrechungen so verteilt sind, daß bei einer Drehung
des Oberformwerkzeugs (12) die gesamte Formfläche (F)
möglichst gleichmäßig mit Granulat berieselt wird.
Bei der Stellung nach Fig. 1 besteht zwischen den
Rändern (27, 28) der Formwerkzeuge (12, 24) ein Abstand (a).
Dieser ist so bemessen, daß er dem Maß der nachfolgenden
Vorverdichtung des Granulats entspricht.
Ist der Formhohlraum (26) nach Fig. 1 mit Granulat
gefüllt, dann wird der Schieber (18) über die
Schubstange (19) mittels der Zylinder-Kolbenanordnung (20)
so verschoben, daß er den Auslaßschlitz (17) schließt und
bündig mit der Unterseite (23) steht. Danach wird dann die
Kolbenstange (6) beaufschlagt, so daß sich die obere
Konsole (4), die Stange (2) und die untere Konsole (5) nach
unten verschieben. Dadurch wird auch der Zylinder (10) und
mit ihm das Oberformwerkzeug (12) nach unten gedrückt. Das
Oberformwerkzeug (12) verpreßt damit das im
Formhohlraum (26) befindliche Granulat in die gewünschte
Dicke des Formlings. Der Preßdruck beträgt beispielsweise
63 N/cm2 (=6,3 kp/cm2). Die Endstellung ist dann
erreicht, wenn der Rand (27) des Oberformwerkzeugs (12) den
eingestellten Weg zurückgelegt hat. Über einen Spalt (S)
können dabei Masseteilchen in einen Hohlraum (29)
gelangen. Sie werden aus diesem durch einen
Anschlußstutzen (30) ständig abgesaugt.
Anschließend läßt sich die Aufnahme (25) mit dem
Unterformwerkzeug (24) und dem in diesem befindlichen
vorgepreßten Formling in Richtung (H) zu einer weiteren
Bearbeitungsstation verschieben.
Danach läßt sich eine weitere Aufnahme (25) mit einem
Unterformwerkzeug (24) unter das Oberformwerkzeug (12)
schieben. Mittels der Druckfedern (3) gehen die
Stangen (22) mit den beiden Konsolen (4, 5) in ihre
Ausgangsstellung zurück. Die beschriebenen Vorgänge
wiederholen sich dann.
Das Nachfüllen des Verteilraumes (11) kann kontinuierlich
oder diskontinuierlich vorgenommen werden. Vorzugsweise
wird der Verteilraum (11) kontinuierlich nachgefüllt. Das
Nachfüllen erfolgt dabei so, daß im Verteilraum (11)
ständig mehr Granulat zur Verfügung steht als für die
Befüllung des Formhohlraumes (26) notwendig.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird das
Oberformwerkzeug (12) um die Mittelachse (M) gedreht. Es
wäre jedoch auch möglich, bei stillstehendem
Oberformwerkzeug (12) das Unterformwerkzeug (24) um die
Mittelachse (M) zu drehen. Auch in diesem Fall wird die
Formfläche (F) von dem Auslaßschlitz (17) überstrichen.
Als weitere Bearbeitung des in der beschriebenen
Einrichtung hergestellten Formlings, kann ein weiterer
Preßvorgang mit einem Druck, der höher ist,
beispielsweise bei 3000 N/cm2 (=300 kp/cm2) liegt, als
der von der beschriebenen Einrichtung aufgebrachte Druck,
erfolgen. Da der in der beschriebenen Einrichtung
hergestellte Formling bereits im wesentlichen die Kontur
des fertigen Produkts hat und vergleichsweise formstabil
ist, kann der weitere Preßvorgang in einer einfachen
Presse vorgenommen werden.
Claims (15)
1. Verfahren zum Herstellen eines, insbesondere
tellerförmigen, Formlings aus einem pulverförmigen
Granulat, insbesondere aus einer keramischen Masse, wobei
das Granulat in einen Formhohlraum zwischen einem
Oberformwerkzeug und einem Unterformwerkzeug gefüllt und
anschließend verpreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
das Granulat kontinuierlich oder diskontinuierlich in
einen Verteilraum (11) oben auf das Oberformwerkzeug (12)
aufgeschüttet wird, daß das Granulat durch wenigstens
eine Durchbrechung (17) des Oberformwerkzeugs (12) in den
Formhohlraum (26) einrieselt, daß beim Einrieseln des
Granulats in den Formhohlraum (26) das
Oberformwerkzeug (12) relativ zum Unterformwerkzeug (24) um
eine etwa vertikale Mittelachse (M) rotiert wird bis der
Formhohlraum (26) mit Granulat gefüllt ist, wobei im
wesentlichen die gesamte Formfläche (F) des
Unterformwerkzeugs (24) von der Durchbrechung (17)
überstrichen wird und daß danach zum Vorpressen des
Granulats die Formwerkzeuge (12, 24) zusammengedrückt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
vor dem Vorpressen des Granulats die Durchbrechung (17)
geschlossen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem Vorpressen der Formling
einer weiteren Presse zugeführt wird.
4. Vorrichtung zum Herstellen eines, insbesondere
tellerförmigen, Formlings aus einem pulverförmigen
Granulat, insbesondere aus einer keramischen Masse, wobei
die Vorrichtung das Granulat in einem Formhohlraum
zwischen einem Oberformwerkzeug und einem
Unterformwerkzeug verpreßt, dadurch gekennzeichnet, daß
das Oberformwerkzeug (12) den Boden eines Granulat
aufnehmenden Verteilraums (11) bildet, dessen Volumen
wesentlich größer als das des Formhohlraums (26) zwischen
dem Oberformwerkzeug (12) und dem Unterformwerkzeug (24)
ist, daß das Oberformwerkzeug (12) wenigstens eine
Durchbrechung (17) aufweist, durch die Granulat aus dem
Verteilraum (11) in den Formhohlraum (26) rieselt, und daß
das Oberformwerkzeug (12) und das Unterformwerkzeug (24)
relativ zueinander um eine vertikale Mittelachse (M)
rotierbar sind, so daß bei der Rotation die
Durchbrechung (17) bzw. die Durchbrechungen insgesamt die
Formfläche (F) des Unterformwerkzeugs (24) im wesentlichen
vollständig überstreicht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Oberformwerkzeug (12) um die Mittelachse (M)
rotierbar ist und das Unterformwerkzeug (24) bei der
Rotation stillsteht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Durchbrechung von einem
Auslaßschlitz (17) gebildet ist, der sich von der
Mittelachse (M) zum Außenumfang des Oberformwerkzeugs (12)
erstreckt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßschlitz (17)
sich im Oberformwerkzeug (12) diagonal erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßschlitz (17)
eine Schrägfläche (21) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schrägfläche (21) teils auf der einen und teils
auf der anderen Seite des Auslaßschlitzes (17) liegt.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschließen des
Auslaßschlitzes (17) ein Schieber (18) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (18) sich mit dem Oberformwerkzeug (12)
mitdreht.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilraum (11)
innerhalb eines Zylinders (10) liegt, an dem das
Oberformwerkzeug (12) befestigt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder (10) an einer Hohlwelle (7) gelagert ist,
die mittels eines Antriebsrades (9) drehbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Hohlwelle (7) eine Schubstange (19) zum
Betätigen des Schiebers (18) geführt ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hohlwelle (7) an einer Konsole (5)
gelagert ist, die zur Preßbewegung des
Oberformwerkzeugs (12) vertikal verschieblich ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3903080A DE3903080A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines, insbesondere tellerfoermigen, formlings aus einem granulat |
| IT02288189A IT1237929B (it) | 1989-02-02 | 1989-12-29 | Procedimento e dispositivo per realizzare un elemento sagomato greggioin particolare a forma di piatto,da un granulato |
| GB9000283A GB2227708B (en) | 1989-02-02 | 1990-01-05 | Method of and apparatus for making an especially plate-shaped moulding from a granulate |
| FR909001318A FR2642354B3 (fr) | 1989-02-02 | 1990-02-01 | Procede et dispositif pour la fabrication d'une ebauche, en particulier en forme d'assiette, a partir de granules |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3903080A DE3903080A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines, insbesondere tellerfoermigen, formlings aus einem granulat |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3903080A1 true DE3903080A1 (de) | 1990-08-09 |
| DE3903080C2 DE3903080C2 (de) | 1991-03-28 |
Family
ID=6373285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3903080A Granted DE3903080A1 (de) | 1989-02-02 | 1989-02-02 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines, insbesondere tellerfoermigen, formlings aus einem granulat |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3903080A1 (de) |
| FR (1) | FR2642354B3 (de) |
| GB (1) | GB2227708B (de) |
| IT (1) | IT1237929B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2247626B2 (de) * | 1972-01-10 | 1976-10-28 | National Forge Co., Irvine, Pa. (V.St.A.) | Vorrichtung zum isostatischen formpressen |
| DE2630355A1 (de) * | 1976-07-06 | 1978-01-12 | Netzsch Maschinenfabrik | Presswerkzeug zum herstellen keramischer formlinge aus pulverfoermiger masse |
| DE3128347A1 (de) * | 1981-07-17 | 1983-02-03 | Eugen Dipl.-Ing. 8871 Burtenbach Bühler | Verfahren und einrichtung zur herstellung von formlingen aus rieselfaehiger masse stichwort: "beibehaltung des fuellvakuums beim isostatischen pressen" |
| DE3101236C2 (de) * | 1980-01-23 | 1984-12-13 | Eugen Dipl.-Ing. 8877 Burtenbach Bühler | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung trockengepreßter Formlinge aus trockener und rieselfähiger Formmasse |
| DE3517494C2 (de) * | 1985-05-15 | 1987-04-16 | Mtu Muenchen Gmbh | |
| DE3640567A1 (de) * | 1986-11-27 | 1988-06-09 | Netzsch Maschinenfabrik | Verfahren und vorrichtung zum herstellen keramischer gegenstaende aus pulverfoermiger masse |
-
1989
- 1989-02-02 DE DE3903080A patent/DE3903080A1/de active Granted
- 1989-12-29 IT IT02288189A patent/IT1237929B/it active IP Right Grant
-
1990
- 1990-01-05 GB GB9000283A patent/GB2227708B/en not_active Expired - Fee Related
- 1990-02-01 FR FR909001318A patent/FR2642354B3/fr not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2247626B2 (de) * | 1972-01-10 | 1976-10-28 | National Forge Co., Irvine, Pa. (V.St.A.) | Vorrichtung zum isostatischen formpressen |
| DE2630355A1 (de) * | 1976-07-06 | 1978-01-12 | Netzsch Maschinenfabrik | Presswerkzeug zum herstellen keramischer formlinge aus pulverfoermiger masse |
| DE3101236C2 (de) * | 1980-01-23 | 1984-12-13 | Eugen Dipl.-Ing. 8877 Burtenbach Bühler | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung trockengepreßter Formlinge aus trockener und rieselfähiger Formmasse |
| DE3128347A1 (de) * | 1981-07-17 | 1983-02-03 | Eugen Dipl.-Ing. 8871 Burtenbach Bühler | Verfahren und einrichtung zur herstellung von formlingen aus rieselfaehiger masse stichwort: "beibehaltung des fuellvakuums beim isostatischen pressen" |
| DE3517494C2 (de) * | 1985-05-15 | 1987-04-16 | Mtu Muenchen Gmbh | |
| DE3640567A1 (de) * | 1986-11-27 | 1988-06-09 | Netzsch Maschinenfabrik | Verfahren und vorrichtung zum herstellen keramischer gegenstaende aus pulverfoermiger masse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2227708B (en) | 1992-12-09 |
| IT8922881A1 (it) | 1991-06-29 |
| GB2227708A (en) | 1990-08-08 |
| FR2642354B3 (fr) | 1990-12-28 |
| IT8922881A0 (it) | 1989-12-29 |
| DE3903080C2 (de) | 1991-03-28 |
| FR2642354A3 (fr) | 1990-08-03 |
| IT1237929B (it) | 1993-06-18 |
| GB9000283D0 (en) | 1990-03-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3522910C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von synthetischen Gesteinsblöcken | |
| DE3101236A1 (de) | Verfahren zur herstellung trockengepresster formlinge und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE3820411C2 (de) | ||
| DE2543641A1 (de) | Verfahren zur herstellung von formsteinen und presse zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DD228209A5 (de) | Verfahren zur herstellung eines trockengepressten formlings aus trockener, rieselfaehiger formmasse, insbesondere keramischer formmasse | |
| DE69119932T2 (de) | Schieber zur Zweistufenbefüllung von Keramikformen, insbesondere zur Herstellung druckglasierter Keramikplatten | |
| DE2728630A1 (de) | Presswerkzeug zum herstellen keramischer formlinge aus pulverfoermiger masse | |
| DE3903080C2 (de) | ||
| DE19655149C2 (de) | Verfahren zur Herstellung trockengepreßter Formlinge | |
| DE60027950T2 (de) | Verfahren , Fördervorrichtung und Presse zum Herstellen von Fliesen mit Maserungen oder Streifen | |
| DE3304576A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von tiefen kegeligen oder zylindrischen keramischen hohlkoerpern aus pulverfoermiger oder granulatartiger pressmasse durch isostatisches pressen | |
| DE3512852C2 (de) | ||
| DE19824716B4 (de) | Preßanlage zur Herstellung von schalenförmigen keramischen Preßkörpern | |
| DE2630355C3 (de) | Preßwerkzeug zum Herstellen keramischer Formlinge aus pulverförmiger Masse | |
| DE69209567T2 (de) | Verfahren zum Fördern von pulverförmigem Material in Pressformen für Keramik | |
| DE69101641T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entnehmen von Ziegeln aus Formkästen. | |
| DD157083A5 (de) | Verfahren zur herstellung trockengepresster formlinge und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE3318150C2 (de) | Arbeitsbehälter für Blas- und Sandschießmaschinen | |
| DE2830479A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum fuellen einer form zur herstellung von formlingen aus beton o.dgl. | |
| DE898865C (de) | Presszylinder mit Entlueftungseinrichtung zur Herstellung von luftfreien Schreibminen u. dgl. | |
| DE2515286A1 (de) | Presse zum trockenpressen von tellern o.dgl. | |
| DE664978C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen allseitig geschlossener Hohlziegel | |
| AT39510B (de) | Presse zur Herstellung gleichmäßig dichter Hohlsteine mittelst in den Formen des Preßtisches hängender zweiteiliger Preßstempel. | |
| DE1118405B (de) | Formmaschine zur pneumatischen Herstellung von Giessereikernen und Giessereiformen | |
| DE3147687A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen mehrschichtiger presslinge |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |