DE3901013A1 - Injektionspacker fuer das einpressen von fluessigen stoffen in rissige bauwerkskoerper mit einem ventil - Google Patents
Injektionspacker fuer das einpressen von fluessigen stoffen in rissige bauwerkskoerper mit einem ventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Injektionspacker für das Einpressen von
flüssigen Stoffen, insbesondere Zementsuspensionen, durch ein in einem
rissigen Bauwerkskörper, z. B. aus Beton oder Mauerwerk, eingebrachtes
Bohrloch, in dem ein durchgehender Kanal ausgebildet ist, der einen
äußeren Eintrittsbereich mit einem Austrittsbereich verbindet und mit
einem im Austrittsbereich befindlichen Ventil.
Ein derartiger Injektionspacker ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE-GM 85 36 534 bekannt, er ist für Hochdruckinjektionen mit Injektions
drucken von 200 bar und darüber, aber auch für Injektionen bei einem
Druck von wenigen bar geeignet. Zum Ausfüllen eines Risses in einem
Baukörper, oder auch in gewachsenem Fels, wird der Riß zunächst seit
lich, vorzugsweise schräg, angebohrt und anschließend in das Bohrloch
der Injektionspacker eingesetzt. Dieser wird in einem ersten Schritt
zunächst im Bohrloch so festgelegt, daß er auch durch Injektionsdrucke
von 200 bar und darüber nicht (durch den Reaktionsdruck der einge
spritzten Masse) aus dem Bohrloch herausgedrückt werden kann. In einem
zweiten Schritt wird dann durch den Innenkanal des Injektionspackers
der flüssige Stoff, also beispielsweise flüssiger Kunststoff, gepreßt
und der Riß im Baukörper dadurch verfüllt. Der flüssige Stoff härtet
nach einer gewissen Zeitspanne aus oder bindet ab, wodurch auch der
hydrostatische Druck auf den Injektionspacker wegfällt. Der Injektions
packer ist somit ein Bohrlochverschluß, der so fest im Bohrloch veran
kert oder verklemmt sein muß, daß er dem Reaktionsdruck der injizierten
Masse während des eigentlichen Einpreßvorgangs und danach, bis zum
Aushärten des Kunststoffs, widersteht.
Aus den deutschen Offenlegungsschriften 26 33 434 oder 31 00 840 oder
dem Gebrauchsmuster 83 30 425 sind Injektionspacker bekannt, die eben
falls einen kegelstumpfförmigen Mantel haben und somit als Rundkeil
ausgebildet sind. Das Bohrloch wird nur so groß gebildet, daß der
keilförmige Schaft etwas in das Bohrloch hineingesteckt werden kann.
Danach wird der Injektionspacker durch Hammerschläge in das Bohrloch
eingetrieben, er verkeilt sich dort. Anschließend muß noch ein zum
Injektionspacker gehörendes Ansatzstück, zumeist ein Nippel, in den
Eintrittsbereich eingedreht werden, damit eine Spritzpistole angesetzt
werden kann.
Diese vorbekannte Injektionsvorrichtung hat aber mehrere Nachteile: Das
Eindrehen des Nippels erfordert Zeit. Bei Injektionen der hier in Rede
stehenden Art werden die Injektionspacker (Schäfte mit Nippel) in
kurzen Abständen, beispielsweise 20 bis 25 cm, gesetzt, bei Verpressung
von längeren Rissen, wie sie typischerweise anfallen, wird eine große
Anzahl von Injektionspackern benötigt. In jeden einzelnen Schaft müssen
die Nippel eingeschraubt werden, hierzu hat der Schaft entweder ein
bereits vorgeschnittenes Gewinde oder der Nippel hat ein selbstschnei
dendes Gewinde. Es treten immer wieder Fehler beim Einschrauben des
Nippels auf, der jeweilige Schaft ist dann nicht mehr brauchbar.
Darüber hinaus hat es sich aber auch herausgestellt, daß die verfügbaren
Nippel relativ kleine Durchlaßquerschnitte für die flüssigen Stoffe
bieten und nicht alle flüssigen Stoffe mit den vorbekannten Injektions
vorrichtungen verpreßt werden können. So lassen sich beispielsweise
Zementsuspensionen nicht durch einen Nippel pressen und damit mit den
bekannten Vorrichtungen nicht verarbeiten. Nun geht man jedoch heute
mehr und mehr dazu über, anstelle von Kunststoffen Zementsuspensionen
für Verpressungen einzusetzen, um die Sanierung mit demselben hydrauli
schen Bindemittel durchzuführen, mit dem auch der eigentliche Bauwerks
körper aufgebaut ist.
Zementsuspensionen bestehen aus feinsten (mehlfeinen) körnigen Bestand
teilen und sind ebenso flüssig (haben eine entsprechende Viskosität)
wie Kunstharze, dennoch gelingt es nicht, sie durch herkömmliche
Schmiernippel zu pressen. Es gelingt zwar, die Dichtkugel des Schmier
nippels einzudrücken, diese Kugel wird aber nicht von der Zementsuspen
sion ausreichend umströmt.
Schließlich sind auch die Durchlaßquerschnitte der bekannten Injek
tionsvorrichtungen dadurch stark eingeengt, daß der Nippel im geöffne
ten Zustand einen nur geringen freien Öffnungsquerschnitt bietet. Auch
bei Injektionen von flüssigen Kunstharzen haben daher die vorbekannten
Injektionsvorrichtungen den Nachteil, daß pro Zeiteinheit nur eine be
grenzte Menge an flüssigem Stoff durch die Injektionsvorrichtung ge
preßt werden kann. Der gesamte Injektionsvorgang beansprucht dadurch
zuviel Zeit und man muß Stoffe verwenden, die während des gesamten
Injektionsvorgangs ausreichend flüssig bleiben, der zu injizierende
Stoff darf also nicht innerhalb der gesamten Injektionszeit den Aushär
tevorgang oder den Abbindevorgang beginnen. Dadurch wiederum wird aber
auch das endgültige Abbinden bzw. Aushärten des verwendbaren Injek
tionsstoffes hinausgeschoben.
Der nach dem Stand der Technik verwendete Nippel hat eine Doppelfunk
tion: Er dient einerseits mit seinem Außenbereich dem formschlüssigen
Anschluß einer Spritzpistole für die Zuleitung des einzupressenden
flüssigen Stoffs und andererseits als Ventil, das ein Rückfließen des
eingepreßten flüssigen Stoffes verhindert. Aus dem deutschen Gebrauchs
muster 88 00 387 ist eine Schiebekupplung für Injektionsvorrichtungen
bekannt, bei der die Kupplungsvorrichtung eine radial verlaufende
Tasche hat, in die eine am Injektionspacker ausgebildete Scheibe einge
schoben wird. Hierdurch wird der beschriebene formschlüssige Anschluß
erhalten. Eine Ventilfunktion ist dadurch jedoch nicht gegeben. Die
Erfindung hat den Zweck, insbesondere für derartige Injektionsvorrich
tungen ein geeignetes Ventil zu schaffen, das am Packer selbst ausge
bildet ist. Für das Einpressen von Zementsuspensionen ist das am Aus
trittsbereich angeordnete Kugelventil des Injektionspackers der ein
gangs genannten Art nicht geeignet, denn dieses Ventil benötigt einer
seits hohe Öffnungsdrucke, läßt sich von Zementsuspensionen nicht
umströmen, ist also für derartige Suspensionen nicht geeignet und
erhöht die Kosten des Packers.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Injektionspacker der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß das Ventil auch
für das Einpressen von Zementsuspensionen geeignet ist, einen größeren
Durchlaßquerschnitt bietet, wodurch pro Zeiteinheit eine größere Menge
an flüssigem Injektionsmaterial den Injektionspacker durchströmen kann
und damit schneller abbindende bzw. schneller aushärtende Injektionsma
terialien eingesetzt werden können.
Ausgehend von dem Injektionspacker der eingangs genannten Art wird
diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Kanal im Austrittsbereich axial
versperrt ist und mindestens einen radial verlaufenden, an einer Man
telfläche mündenden Auslaßkanal hat, daß dessen Mündung von einem
elastisch anliegenden Schlauchstück aus einem dehnbaren Material, ins
besondere Silikon, umgriffen und normalerweise verschlossen ist, daß am
Außenmantel des Austrittsbereichs sich beidseits der Mündung je eine
Stufe zur axialen Fixierung des Schlauchstücks befindet, daß der Abstand
der Stufen voneinander der Länge des Schlauchstücks entspricht, daß die
auslaßseitige Stufe von einem Vorsprung gebildet wird, daß die Stufen
höhe des Vorsprungs der Wanddicke des Schlauchstücks angepaßt ist, daß
der Vorsprung eine axial verlaufende Auslaßrinne aufweist, und daß die
radialen Außenabmessungen im Ventilbereich kleiner sind als der Radius
der Nennweite des Bohrlochs, für das der Injektionspacker bestimmt ist.
Im Gegensatz zum vorbekannten Injektionspacker hat der erfindungsgemäße
Injektionspacker keinen Nippel im Eintrittsbereich. Anstelle des einge
schraubten Auslaßventils wird nun eine besonders einfache Ventilkon
struktion vorgeschlagen, die sich für alle Packerarten, insbesondere
für Schlagpacker und Montagepacker eignet. Das Ventil ist ähnlich einem
Fahrradventil aufgebaut, der Druck des injizierten Stoffes wirkt auf
den Außenmantel des Schlauchstücks und erhöht die Abdichtung. Entschei
dend für die Funktionsweise des Ventils ist die im Vorsprung vorgese
hene Auslaßrinne. Sie definiert einen Ausströmweg für den injizierten
Stoff und bewirkt, daß lediglich der unmittelbar die Mündung des Aus
laßkanals bedeckende Teil des Schlauchstücks angehoben werden muß, um
das Ventil freizugeben. Hierzu ist in vorteilhafter Weiterbildung der
Erfindung die Auslaßrinne so ausgebildet, daß sie unmittelbar am Rand
der Mündung in den Mantelbereich ausläuft und zum freien Ende des
Packers am Austrittsbereich hin zunehmend tiefer wird. Die Abdichtung
durch das Schlauchstück zur Auslaßrinne hin erfolgt daher nur in einem
nahezu linienförmigen Bereich und ist durch den Staudruck des injizier
ten Stoffes einfach zu überwinden.
Der Ventilbereich ist so ausgebildet, daß er kleiner ist als das Bohr
loch, für das der Injektionspacker ausgelegt ist. Bei Setzen des Injek
tionspackers, sei es durch Einschlagen, Verschrauben oder auf andere
Weise, wird der Ventilbereich nicht beeinflußt. Durch Staub, wie er
häufig in Bohrlöchern anzufinden ist, kann das Ventil des erfindungsge
mäßen Injektionspackers nicht beeinträchtigt werden, weil es abge
schlossen ist und im Gegensatz zu den vorbekannten Ventilkonstruktionen
durch Staub nicht versperrt oder in seiner Funktion behindert werden
kann.
Das Schlauchstück hat im entspannten Zustand einen Innendurchmesser,
der nur etwas geringer ist als der Außendurchmesser des Mantelbereichs
des Packerschaftes, hierdurch ist die Auflage auf diesem Mantelbereich
für eine Abdichtung gerade ausreichend, erfolgt aber mit geringem
Druck. Durch die beiden Stufen wird das Schlauchstück axial festgelegt,
so daß auch bei Reibung an Bohrstaub oder an Körnern im Bohrloch das
Schlauchstück seine Position beibehält. Durch den Vorsprung wird das
Schlauchstück beim Setzen des Packers im Bohrloch geschützt, eventuell
vorhandene Widerstände wirken auf den Vorsprung, nicht aber auf das
Schlauchstück.
Der Auslaßkanal hat in vorteilhafter Weiterbildung denselben Durchmes
ser wie der axiale Kanal, so daß im Gesamtkanal keine Verringerung des
Strömungsquerschnittes, sondern nur eine Umlenkung der Strömung statt
findet. In besonders bevorzugter Weiterbildung sind mindestens zwei
Auslaßkanäle vorgesehen, die radial gegenüberliegen. Durch sie wird
der Querschnitt im Austrittsbereich deutlich vergrößert, so daß das
Ausströmen des injizierten Stoffes im Ventilbereich erleichtert ist.
Als besonders geeignet für das Schlauchstück hat sich Silikon erwiesen.
Dieses Material ist sehr elastisch, in seiner Elastizität etwa ver
gleichbar mit den Schlauchstücken, wie sie für Fahrradventile benutzt
werden. Aufgrund der größeren geometrischen Abmessungen wird jedoch
eine stärkere Dehnung erzielt. Typischerweise hat das Schlauchstück
einen Innendurchmesser von 8 mm, eine Wandstärke von 1 mm oder etwas
geringer, z. B. 0,8 mm und eine Länge von 15 mm, also etwa dem Doppel
ten seines Innendurchmessers.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übri
gen Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung von zwei nicht
einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen der Erfindung, die
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert werden. In dieser
zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Injektionspackers mit im Axialschnitt
dargestellten Schlauchstück und einem im Axialschnitt angedeute
ten Bohrloch in einem Bauwerkskörper, der dargestellte Zustand
entspricht dem Zustand bei beginnendem Setzen eines Schlag
packers,
Fig. 2 eine schnittbildliche Darstellung des Austrittsbereichs des
Packers gemäß Fig. 1 als Montagebild mit darunter befindlichem,
teilweise schnittbildlich dargestelltem Schlauchstück,
Fig. 3 eine Darstellung des unteren Packerendes entsprechend Fig. 2,
gegenüber dieser Darstellung jedoch um 90 Grad gedreht (ohne
Schlauchstück),
Fig. 4 eine Untersicht (in Axialrichtung) auf den Austrittsbereich des
Packers gemäß Fig. 2,
Fig. 5 ein Axialschnittbild eines Montagepackers und
Fig. 6 eine Draufsicht (in Axialrichtung) auf den Austrittsbereich des
Montagepackers gemäß Fig. 5.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Ventils im Austrittsbereich des
Injektionspackers ist für Packer aller Art geeignet, wie anhand der
Ausführungsbeispiele für einen Schlagpacker, erstes Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 bis 4, und anhand eines Montagepackers, zweites
Ausführungsbeispiel, Fig. 5 und 6, erläutert wird.
Der im ersten Ausführungsbeispiel gezeigte Injektionspacker besteht aus
zwei Teilen, einem Schaft 20 aus schlagzähem Kunststoff und einem
Schlauchstück 22. Der Schaft 20 hat einen durchgehenden Kanal 24, der
sich aus einem Axialkanal 26 und zwei radial verlaufenden Auslaßkanälen
28 zusammensetzt. Der Kanal 24 verbindet einen äußeren Eintrittsbereich
30, der für den Anschluß einer Spritzpistole ausgebildet ist, mit einem
Austrittsbereich 32, dort ist das Ventil ausgeführt. Der Außenmantel
des Schaftes hat in bekannter Weise sägezahnförmige Rippen und allge
mein vom Austrittsbereich 32 zum Eintrittsbereich 30 hin ansteigende
Durchmesser. Im Austrittsbereich 32 ist der Außendurchmesser zunächst
kleiner als der Innendurchmesser eines Bohrlochs 34 in einem Baukörper
36, so daß, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, der einsatzfertig angelie
ferte Packer frei in das Bohrloch 34 eingeschoben werden kann. Bereits
die erste sägezahnförmige Rippe hat in ihrem breiteren Bereich einen
größeren Durchmesser als das Bohrloch 34, wodurch das weitere Eintrei
ben des Schlagpackers nur durch Druck bzw. Schläge auf den Schaft
möglich ist. Dies ist ansich bekannt, es soll hier nur hervorgehoben
werden, daß der Ventilbereich am Austrittsende während des Setzens des
Packers nicht mit der Bohrlochwandung in Berührung kommt. Das Bohrloch
34 ist auch so tief ausgeführt, daß der Austrittsbereich 32 nicht in
der Tiefe des Bohrlochs anstoßen kann, das Bohrloch 34 ist also tiefer
als die Gesamtlänge des Schaftes 20.
Wie alle Figuren zeigen, verläuft der Axialkanal 26 nicht durchgehend,
sondern ist unterhalb der Auslaßkanäle 28 versperrt. Er setzt sich nur
so weit jenseits der Auslaßkanäle 28 fort, daß ein sicheres Ausströmen
aus den Auslaßkanälen 28 erreicht wird. Auslaßkanäle 28 und Axialkanal
26 haben dengleichen Durchmesser. Die Auslaßkanäle 28 haben eine
Mündung 28 im Bereich des Außenmantels 40 des Austrittsbereichs 32 bzw.
Ventilbereichs. Diese Mündungen 38 werden durch das Schlauchstück 22
umgriffen, das sich axial in beide Richtungen von den Mündungen 38 hin
erstreckt, die Mündungen liegen zwischen einem Drittel und der Hälfte
der Axiallänge des Schlauchstücks 22. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt,
hat das dort im entspannten Zustand dargestellte Schlauchstück 22 einen
Innendurchmesser, der geringer ist als der geringste Außendurchmesser
im Bereich des Außenmantels 40. Der Unterschied beträgt 5 bis 30%.
Dadurch liegt das Schlauchstück 22 im montierten Zustand (siehe Fig. 1)
elastisch am Außenmantel 40 an und überdeckt, wie beschrieben, die
Mündungen 38. Das Schlauchstück 22 hat eine Wandstärke von 0,8 mm, es
ist aus Silikon hergestellt und so elastisch, daß es bei einem Druck
von wenigen bar, beispielsweise 2 bar, im Kanal 24 von den Mündungen 38
abgehoben wird. Es ist aus glasklarem Material gefertigt. Verwendet
werden Abschnitte eines handelsüblichen Silikonschlauches, der in be
liebiger Länge gekauft werden kann.
Der Außenmantel 40 wird axial in beiden Richtungen begrenzt durch zwei
Stufen 42, 44. Die auslaßseitige Stufe 42 ist Teil eines ringförmig
umlaufenden Vorsprungs 46 am freien Ende des Packers. Sein Profil ist
vom freien Ende her gesehen kegelstumpfförmig, um ein Einschieben bzw.
Setzen des Packers zu erleichtert. Die Stufen 42, 44 haben einen axia
len Abstand, der der Gesamtlänge des Schlauchstücks 22 entspricht. Die
Stufe 42 hat eine Höhe, die etwas größer ist als die Wanddicke des
Schlauchstücks 22, so daß dieses (in Axialrichtung gesehen) durch den
Vorsprung 46 verdeckt und damit geschützt ist.
Wie die Fig. 1 bis 3 zeigen, erweitert sich der Durchmesser des
Außenmantels 40 ausgehend von der Stufe 42 zunächst keglig bis oberhalb
der Mündungen 38, danach verringert sich der Durchmesser wieder im
Bereich der Stufe 44, dort ist auch eine ringförmige Nase 48 vorgese
hen, die ein Zurückziehen des Schlauchstücks 22 über den Austrittsbe
reich 32 hin zusätzlich verhindert. Durch das kegelförmige Ansteigen
des Durchmessers wird erreicht, daß oberhalb der Mündungen 38 das
Schlauchstück 22 stärker am Außenmantel 40 anliegt und ein Fließen von
injiziertem Material in diese Richtung dadurch erschwert wird. Die
Flußrichtung des injizierten Materials wird aber insbesondere durch
eine Auslaßrinne 50 vorgegeben, die den ringförmig umlaufenden
Vorsprung 46 auf seiner gesamten radialen Höhe durchquert und im Be
reich der Mündung 38 kurz vor dieser in den Außenmantel 40 ausläuft.
Die Auslaßrinne 40 hat hierdurch wie insbesondere aus Fig. 1 ersicht
lich ist, im wesentlichen V-förmige Gestalt. Im gezeigten Ausführungs
beispiel nach den Fig. 1 bis 4 ist sie eine schräg zur Axialrichtung
verlaufende Bohrung, deren Achse den Gipfel des Vorsprungs 46 recht
winklig kreuzt. Fig. 3 zeigt, daß die Axialrichtung dieser Bohrung etwa
im doppelten Winkel zur Achse des Axialkanals 26 steht wie der kegel
stumpfförmige Bereich des Außenmantels 40.
Da die Auslaßrinne 50 nicht bis zur Mündung 38 reicht, wird zwischen
Auslaßrinne 50 und Mündung 38 ein schmaler Bereich des Außenmantels 40
der ursprünglichen Kontur beibehalten, an diesem Bereich liegt das
Schlauchstück 22 an und bildet die Abdichtung gegenüber der Auslaßrinne
50, die das Schlauchstück 22 größtenteils frei überspannt. Bei Druck im
Auslaßkanal 28 und auf die Mündung 38 wird das die Mündung 38 über
brückende Material des Schlauchstücks 22 angehoben, wodurch der Weg zur
Auslaßrinne 50 frei ist.
Zur sonstigen Ausführung des Injektionspackers wird auf das bereits
erwähnte deutsche Gebrauchsmuster G 88 00 387 verwiesen, dessen Offen
barungsinhalt zum Bestandteil der vorliegenden Beschreibung gemacht
wird.
Im zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 ist ein Monta
gepacker gezeigt, dessen Austrittsbereich 32 eine entsprechende Kon
struktion aufweist wie oben für den Schlagpacker beschrieben. Der
Montagepacker hat einen Eintrittsbereich 30 in Form einer Hohlschraube,
deren Kopf eine Scheibe für die Aufnahme einer Kupplungsvorrichtung
ausbildet und die ein kurzes Gewindestück hat. Mit diesem ist eine
Muffe 52 schraubverbunden, die außen einen Sechskant ausbildet und den
Axialkanal 26 des Eintrittsbereichs 30 mit vergrößertem Innendurchmes
ser weiterführt. Die Muffe 52 hat an ihren beiden Endbereichen ein
Innengewinde, das eine dient der Verbindung mit dem schraubenähnlichen
Eintrittsbereich 30, das andere der Verbindung mit einem Gewindestift.
Die Muffe 52 ist 70 mm lang, der Gewindestift 65 mm lang, sein Außen
durchmesser entspricht dem Innendurchmesser der Muffe 52. Der Gewinde
stift 52 wird von einem etwa 40 mm langen Rohrstück 56 aus Dichtgummi
umgriffen, dessen Außendurchmesser etwas größer ist als die Außenabmes
sungen der sonstigen Teile des Packers. Es liegt mit einer Stirnseite
über zwei Spannringe 58 an einer kegelstumpfförmig ausgebildeten Fläche
60 der Muffe 52 an, an der anderen Stirnseite liegt es über eine
Unterlagscheibe 62 an einer fixierten Mutter 64. Jenseits dieser Mutter
bildet das frei überstehende Stück des Gewindestiftes 54 die Dichtung.
Hier sind zwei auf einem Durchmesser liegende Auslaßkanäle 28 vorgese
hen, die von einem Schlauchstück 22 umgriffen werden. Der Axialkanal 26
ist zum freien Ende des Austrittsbereichs 32 durch eine Kappe 66 ver
schlossen, die zugleich den Vorsprung 46 und damit die Stufe 42 bildet.
Die Stufe 44 wird durch eine entsprechende Fläche der Schraube 64
erhalten. In der Verschlußkappe 66 sind Ausnehmungen ausgeführt, die
die Auslaßrinne 50 ausbilden.
Durch Drehen der Muffe 52 mittels eines Schraubenschlüssels oder der
gleichen wird das Rohrstück 56 aus Dichtgummi axial eingespannt und
wölbt sich nach außen auf, hierdurch verkeilt es sich in einem Bohrloch
und es tritt in ansich bekannter Weise die Verspannung auf. Die Beson
derheit des beschriebenen Montagepackers liegt nun aber darin, daß
zwischen der spannenden Muffe 52 und dem Rohrstück 56 zwei Spannringe
angeordnet sind, die bewirken, daß die einmal erreichte Axialposition
ein Zusammendrücken des Rohrstücks 46 auch nach Zurückdrehen der Muffe
52 erhalten bleibt. Die Spannringe fixieren somit den Spannzustand des
Rohrstücks 56. Dies hat zur Folge, daß Muffe 52 und Eintrittsbereich 30
nach erfolgter Injektion abgeschraubt werden können, die übrigen Teile
verbleiben nach erfolgter Injektion im Bohrloch. Hier ist es besonders
vorteilhaft, daß sich das Ventil am vorderen Ende des Packers befindet
und die Dichtfunktion trotz Abschrauben von Muffe 52 und Eintrittsbe
reich 30 erhalten bleibt. Aufgrund der langen Muffe 52 sind die ver
bleibenden Teile relativ tief im Bohrloch, so daß sie, obwohl sie
Fremdkörper im Material des Bauwerkkörpers sind, sich nicht schädlich
auswirken können, beispielsweise rosten.
Claims (10)
1. Injektionspacker für das Einpressen von flüssigen Stoffen, insbe
sondere Zementsuspensionen, durch ein in einem rissigen Bauwerkskörper
(36), z. B. aus Beton oder Mauerwerk, eingebrachtes Bohrloch (34),
in dem ein durchgehender Kanal (24) ausgebildet ist, der einen
äußeren Eintrittsbereich (30) mit einem Austrittsbereich (32) ver
bindet und mit einem im Austrittsbereich (32) befindlichen Ventil,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (24) im Austrittsbereich (32)
axial versperrt ist und mindestens einen radial verlaufenden, an
einer Mantelfläche mündenden Auslaßkanal (28) hat, daß dessen
Mündung (38) von einem elastisch anliegenden Schlauchstück (22) aus
einem dehnbaren Material, insbesondere Silikon, umgriffen und norma
lerweise verschlossen ist, daß am Außenmantel (40) des Austrittsbe
reichs (32) sich beidseits der Mündung (38) je eine Stufe (42, 44)
befindet, daß der Abstand der Stufen (42, 44) voneinander der Länge
des Schlauchstücks (22) entspricht, daß die auslaßseitige Stufe (42)
von einem Vorsprung gebildet wird, daß die Stufenhöhe dieses
Vorsprungs (46) der Wanddicke des Schlauchstücks (22) angepaßt ist,
daß der Vorsprung (46) eine axial verlaufende Auslaßrinne (50)
aufweist, und daß die radialen Außenabmessungen im Ventilbereich
kleiner sind als der Radius der Nennweite des Bohrlochs (34), für
das der Injektionspacker bestimmt ist.
2. Injektionspacker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser des Außenmantels (40) des Ventilbereichs 5 bis 30%
größer ist als der Innendurchmesser des entspannten Schlauchstücks
(22).
3. Injektionspacker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchmesser des Axialkanals (26) dem Durchmesser des mindestens
einen Auslaßkanals (28) entspricht.
4. Injektionspacker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen der Mündung (38) und der Auslaßrinne (50) ein
zumindest wenige Zehntel Millimeter axiale Länge aufweisender, unbe
rührter Bereich des Mantels verbleibt.
5. Injektionspacker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Außendurchmesser des Außenmantels (40) vom freien
Ende des Austrittsbereichs (32) gesehen konisch ansteigt.
6. Injektionspacker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Außenmantel (40) des Ventilbereichs und stromauf
wärts der Mündung (38) ein ringförmig umlaufender, das Schlauchstück
(22) gegen eine Bewegung zum freien Ende des Packers hin sichernder
Vorsprung angeordnet ist.
7. Injektionspacker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß er aus einem einstückigen Schaft (20) aus Kunststoff,
dessen Außenmantel sich zum Eintrittsbereich (30) im Durchmesser
erweitert, und einem Schlauchstück (22) besteht.
8. Injektionspacker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß er ein axial spannbares Rohrstück (56) aus Dichtgummi
aufweist.
9. Injektionspacker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rohrstück (56) einen Gewindestift (54) umgreift, der an einer Stirn
seite unter Zwischenfügung von mindestens einem Spannring (58) mit
einer Muffe (52) verschraubt ist und an seiner anderen Seite den
mindestens einen Auslaßkanal (28) aufweist.
10. Injektionspacker nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewindestift (54) an seinem freien Ende durch eine Kappe (66)
verschraubt ist, die die Auslaßrinne (50) ausbildet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8800387U DE8800387U1 (de) | 1988-01-15 | 1988-01-15 | Injektionsvorrichtung für das Einpressen von flüssigen Stoffen in rissige Bauwerkskörper |
| DE8813495U DE8813495U1 (de) | 1988-01-15 | 1988-10-27 | Injektionspacker für das Einpressen von flüssigen Stoffen in rissige Bauwerkskörper mit einem Ventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3901013A1 true DE3901013A1 (de) | 1989-11-16 |
Family
ID=25952584
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE8813495U Expired DE8813495U1 (de) | 1988-01-15 | 1988-10-27 | Injektionspacker für das Einpressen von flüssigen Stoffen in rissige Bauwerkskörper mit einem Ventil |
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| Country | Link |
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|---|---|---|---|---|
| DE4022428A1 (de) * | 1990-07-13 | 1992-01-16 | Hans Dieter Kremer | Injektionsvorrichtung mit kupplungs- und sperrvorrichtung fuer das einpressen von fluessigen stoffen in rissige bauwerkskoerper |
| DE4120212A1 (de) * | 1991-06-19 | 1992-12-24 | Fischer Artur Werke Gmbh | Injektionspacker |
| EP0535944A1 (de) * | 1991-10-02 | 1993-04-07 | Nihon Mente Kaihatsu Kabushiki Kaisha | Ventil für Injektionsgut zur Reparatur von Beton |
| DE9312858U1 (de) * | 1993-08-27 | 1994-08-04 | Schreiner, Klaus, 34246 Vellmar | Vorrichtung zur Injektion von fließfähigen Materialien in Mauerwerke, Betonbauteile, Holz o.dgl. |
| CN108733109A (zh) * | 2018-05-26 | 2018-11-02 | 成都中大华瑞科技有限公司 | 灌浆压力波动程控方法 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3902925A1 (de) * | 1989-02-01 | 1990-08-02 | Fischer Artur Werke Gmbh | Injektionspacker zum injizieren von mineralischem bindemittel in bauteilen |
-
1988
- 1988-10-27 DE DE8813495U patent/DE8813495U1/de not_active Expired
-
1989
- 1989-01-14 DE DE3901013A patent/DE3901013A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4022428A1 (de) * | 1990-07-13 | 1992-01-16 | Hans Dieter Kremer | Injektionsvorrichtung mit kupplungs- und sperrvorrichtung fuer das einpressen von fluessigen stoffen in rissige bauwerkskoerper |
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| CN108733109B (zh) * | 2018-05-26 | 2020-03-20 | 成都中大华瑞科技有限公司 | 灌浆压力波动程控方法 |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE8813495U1 (de) | 1989-01-26 |
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Legal Events
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| 8181 | Inventor (new situation) |
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