[go: up one dir, main page]

DE3900479A1 - Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton

Info

Publication number
DE3900479A1
DE3900479A1 DE19893900479 DE3900479A DE3900479A1 DE 3900479 A1 DE3900479 A1 DE 3900479A1 DE 19893900479 DE19893900479 DE 19893900479 DE 3900479 A DE3900479 A DE 3900479A DE 3900479 A1 DE3900479 A1 DE 3900479A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dioxan
catalyst
mixture
dioxolane
temperatures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19893900479
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Kenneth Dr Driscoll
Ernst Ingo Dr Leupold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19893900479 priority Critical patent/DE3900479A1/de
Publication of DE3900479A1 publication Critical patent/DE3900479A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D319/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D319/041,3-Dioxanes; Hydrogenated 1,3-dioxanes
    • C07D319/061,3-Dioxanes; Hydrogenated 1,3-dioxanes not condensed with other rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/61Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
    • C07C45/67Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton
    • C07C45/673Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by change of size of the carbon skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1,3-Dioxan-5-on durch katalytische Oxidehydrierung von 1,3-Dioxan-5-ol in der Gasphase gemäß der Reaktionsgleichung
sowie ein Verfahren zur Herstellung von Dihydroxyaceton durch Hydrolyse des so erhaltenen 1,3-Dioxan-5-ons.
1,3-Dioxan-5-on wurde in der Literatur bereits erwähnt (Smithson et al., Can. J. Chem. 61 (8), Seiten 1924-1932); über die Herstellung wurde jedoch bisher kaum berichtet. Die Ausgangsverbindung 1,3-Dioxan-5-ol kann beispielsweise durch Umsetzung von Glycerin mit Formaldehyd erhalten werden, wobei ein Gemisch aus 75% 1,3-Dioxan-5-ol und 25% 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan entstehen kann (DE-OS 34 47 783). Die Oxidehydrierung von 4-Hydroxymethyl­ 1,3-dioxolan zu 4-Formyl-1,3-dioxolan wurde in EP-OS 02 31 920 beschrieben. Dihydroxyaceton wird gegenwärtig ausschließlich biochemisch aus Glycerin hergestellt (Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14, Seite 211).
Es bestand somit Bedarf an einem Verfahren, das es ermöglicht, 1,3-Dioxan-5-on und Dihydroxyaceton in befriedigenden Ausbeuten aus leicht verfügbaren Ausgangsstoffen herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß man 1,3-Dioxan-5-on in vorteilhafter Weise und in guten Ausbeuten herstellen kann, indem man 1,3-Dioxan-5-ol oder dessen Gemisch mit 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan an einem Katalysator, der mindestens ein Element aus der Reihe Kupfer, Silber, Gold, Vanadin, Molybdän, Wolfram, Wismut, Antimon, Zinn und Phosphor in elementarer Form oder in Form einer Verbindung enthält, in der Gasphase in Gegenwart von Sauerstoff, dem ein Inertgas beigemischt sein kann, bei Temperaturen zwischen etwa 300 und etwa 700°C oxidehydriert.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird vorzugsweise reines 1,3-Dioxan-5-ol als Ausgangsalkohol eingesetzt. Es können aber auch Gemische aus 1,3-Dioxan-5-ol und 4-Hydroxymethyl- 1,3-dioxolan, die beispielsweise bei der Umsetzung von Glycerin mit Formaldehyd entstehen, verwendet werden, wobei ein möglichst hoher Anteil an 1,3-Dioxan-5-ol im Gemisch anzustreben ist. Nach der vorstehend genannten Umsetzung können Gemische mit bis zu etwa 75% 1,3-Dioxan-5-ol hergestellt werden. Der Anteil an 1,3-Dioxan-5-ol im genannten Ausgangsgemisch kann hierbei beispielsweise durch Erhitzen in Anwesenheit eines sauren Katalysators, durch Destillation in einer Kolonne oder durch Umsetzung mit Benzoylchlorid, Trennung und Hydrolyse weiter erhöht werden.
Es ist zweckmäßig, daß ein erfindungsgemäß eingesetztes Ausgangsgemisch mindestens 55 Gewichtsprozent 1,3-Dioxan-5-ol enthält.
Erfindungsgemäß werden 1,3-Dioxan-5-ol oder dessen Gemische mit 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan in Dampfform zusammen mit Sauerstoff bei Temperaturen von etwa 300 bis eta 700°C über den Katalysator geleitet. In vielen Fällen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, unter Zumischung eines Inertgases zu arbeiten, wobei als Inertgase beispielsweise Stickstoff, Edelgase oder Kohlendioxid infrage kommen. Bei der Verwendung von Luft kann diese gleichzeitig die Funktion des Inertgases und der Sauerstoffquelle erfüllen.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren setzt man pro Mol Ausgangsalkohol etwa folgende Mengen an Sauerstoff und Inertgas ein:
Inertgas
0 bis etwa 200 Mol
Sauerstoff etwa 0,1 bis etwa 20 Mol, vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 2,5 Mol
Der Katalysator enthält mindestens ein Element aus der weiter oben genannten Reihe, vorzugsweise jedoch Kupfer, Silber oder Gold, in elementarer Form oder in Form einer Verbindung, wobei silberhaltige Katalysatoren besonders bevorzugt sind.
Die katalytisch aktiven Komponenten können in verschiedenen Formen eingesetzt werden. Elementare Metallkatalysatoren können beispielsweise in Form von Spänen, Netzen oder Kristallen verwendet werden.
Die Komponenten können aber auch auf einem geeigneten Trägermaterial aufgezogen werden, wobei sich als Träger vor allem Siliziumdioxid, Aluminiumoxide, Aluminiumsilikate oder Bimsstein mit BET-Oberflächen von weniger als 30 m2g-1, vorzugsweise weniger als 10 m2g-1 eignen. Besonders vorteilhaft als Trägermaterial sind Aluminiumsilikate mit BET-Oberflächen von weniger als 10 m2g-1. Die katalytisch aktiven Komponenten werden zweckmäßig in Form einer Lösung auf das Trägermaterial aufgebracht. Anschließend wird das Lösemittel abgedampft und der Katalysator getrocknet. In der Regel werden die katalytisch aktiven Komponenten in Form ihrer Verbindungen, z.B. als Oxide, Nitrate, Acetate, Acetylacetonate, Oxalate, Citrate oder Halogenide, wie Chloride oder Bromide, in Lösung gebracht. Als Lösemittel verwendet man im allgemeinen Wasser, Salzsäure, Salpetersäure, Alkalilaugen oder wäßrige Ammoniaklösung, vorzugsweise Wasser.
Die Menge der katalytisch aktiven Komponente bzw. Komponenten auf einem Träger kann in weiten Grenzen variiert werden. In der Regel beträgt die Menge etwa 0,01 bis etwa 50 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 25 Gew.-%, bezogen auf das eingesetzte Trägermaterial.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, vor dem Einleiten des 1,3-Dioxan-5-ols bzw. dessen Gemisches mit 4-Hydroxymethyl- 1,3-dioxolan in die Reaktionszone ein oxidierendes Gas, insbesondere Sauerstoff oder Luft, bei Temperaturen von etwa 100 bis etwa 800°C, insbesondere etwa 200 bis etwa 600°C, über den Katalysator zu leiten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird im allgemeinen bei Temperaturen zwischen etwa 300 und etwa 700°C, vorzugsweise zwischen etwa 350 und etwa 550°C durchgeführt. Die Verweilzeit beträgt vorzugsweise zwischen etwa 0,01 und etwa 10 Sekunden, besonders bevorzugt jedoch zwischen etwa 0,05 und etwa 1 Sekunde. In der Regel werden mit zunehmender Reaktionstemperatur kürzere Verweilzeiten gewählt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bevorzugt bei Normaldruck durchgeführt, jedoch können auch verminderte oder erhöhte Drucke angewendet werden (etwa 0,01 bis etwa 100 bar).
Im einzelnen geht man zweckmäßigerweise so vor, daß das 1,3-Dioxan-5-ol aus einer Dosiervorrichtung in eine Verdampfungszone und das entstandene Gas durch ein von außen beheizbares und mit dem Katalysator gefülltes Reaktionsrohr geleitet wird. In der Verdampfungszone erfolgt die Vermischung mit dem Sauerstoff oder dem sauerstoffhaltigen Gas (z.B. Luft) sowie gegebenenfalls mit dem Inertgas; es hat sich als vorteilhaft erwiesen, diese Gase vor der Vermischung auf die Reaktionstemperatur vorzuheizen. Die Reaktionsprodukte werden nach Verlassen des Reaktors zur Abtrennung der kondensierbaren Anteile gekühlt.
Es wurde ferner gefunden, daß man Dihydroxyaceton in vorteilhafter Weise und in guten Ausbeuten herstellen kann, indem man aus dem wie vorstehend beschrieben erhaltenen Reaktionsprodukt das 1,3-Dioxan-5-on durch Destillation isoliert und dieses anschließend zum Dihydroxyaceton hydrolysiert.
Zur Isolierung des 1,3-Dioxan-5-ons aus dem angefallenen Reaktionsgemisch werden zunächst die leichtsiedenden Komponenten, wie beispielsweise Wasser oder Formaldehyd, aus dem Reaktionskondensat destillativ entfernt. Diese Vordestillation wird im allgemeinen unter Vakuum durchgeführt, vorzugsweise zwischen etwa 1 und etwa 700 mbar und besonders bevorzugt zwischen etwa 12 und etwa 300 mbar. Die Destillationstemperatur wird hierbei niedrig gehalten, um die Abspaltung von Formaldehyd aus dem 1,3-Dioxan-5-on zu vermeiden. Die Destillation kann sowohl ansatzweise als auch kontinuierlich durchgeführt werden. Wenn erwünscht, können die hochsiedenden Komponenten (u.a. Säuren) in einer zweiten Vordestillationsstufe vom Produkt abgetrennt werden.
Nach der Vordestillation wird das verbliebene Gemisch unter Vakuum destilliert, um das 1,3-Dioxan-5-on zu isolieren. Vorzugsweise destilliert man im Bereich von etwa 1 bis etwa 300 mbar; besonders bevorzugt ist jedoch ein Bereich von etwa 12 bis etwa 100 mbar. Mit steigender Destillationstemperatur nimmt die Zersetzung des Gemisches zu, wobei u.a. Formaldehyd entsteht. Unterhalb von 100 mbar wurde kaum Zersetzung beobachtet. Die Auslegung der Destillationskolonne (Bodenzahl, Rücklaufverhältnis) hängt stark von der Zusammensetzung des jeweiligen Einsatzgemisches ab. Für ein Gemisch, das im wesentlichen nur aus 1,3-Dioxan-5-on und 1,3-Dioxan-5-ol (Δ kp etwa 45°C) besteht, reicht beispielsweise eine Kolonne mit 20 Böden aus, um eine ausreichende Trennung zu bewirken. Gemische, die u.a. 1,3-Dioxan-5-on und 4-Formyl-1,3-dioxolan (Δ kp etwa 8°C) enthalten, erfordern einen deutlich höheren Aufwand. Für ein Gemisch mit hohem 4-Formyl-1,3-dioxolan- Anteil ist beispielsweise eine Kolonne mit mindestens 60 Böden zu empfehlen. Die Destillation kann sowohl ansatzweise als auch kontinuierlich durchgeführt werden.
Die Hydrolyse des 1,3-Dioxan-5-ons zum Dihydroxyaceton kann nach für die Hydrolyse von Formalen und Acetalen bekannten Verfahren erfolgen, beispielsweise dadurch, daß man das 1,3-Dioxan-5-on in Gegenwart eines Überschusses an Wasser und eines sauren Katalysators, wie beispielsweise eines sauren Kunstharzes (z.B. ® Amberlyst 15) oder konzentrierter Schwefelsäure, bei Temperaturen von etwa 20 bis etwa 160°C erhitzt, wobei bei normalem, vermindertem oder erhöhtem Druck gearbeitet werden kann.
1,3-Dioxan-5-on kann Verwendung als Synthesebaustein, Lösemittel oder in Ketonharzen finden.
Dihydroxyaceton kann als künstliches Hautbräunungsmittel verwendet werden.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne sie darauf zu beschränken.
Beispiel 1
A. Zunächst wurden zur Herstellung des Katalysators 200 g eines kugelförmigen Aluminiumsilikat-Trägers (BET-Oberfläche 1 m2g-1) mit einer Lösung von 24,4 g AgNO3 in 50 ml Wasser getränkt, und das Lösemittel auf dem Dampfbad abgedampft. Der Katalysator wurde anschließend bei 110°C getrocknet.
B. 24 ml dieses Katalysators wurden in ein von außen beheiztes Stahlreaktionsrohr gefüllt und aktiviert, indem der Katalysator innerhalb von 6 Stunden langsam in einem Gasstrom aus 49 Nl/h Luft und 40 Nl/h Stickstoff auf 460°C erhitzt wurde.
C. Anschließend wurden 13,8 g/h 98%iges 1,3-Dioxan-5-ol mit Hilfe einer Kolbenspritze über eine Verdampfungszone in das senkrecht angeordnete Stahlreaktionsrohr (siehe Abschnitt B) (Länge: 20 cm, Durchmesser: 2 cm) eingeleitet. Gleichzeitig wurden 135 Nl/h Stickstoff und 20,7 Nl/h Luft zugeführt, die beide vorher auf 440°C aufgeheizt worden waren. Die Reaktionstemperatur von 440°C wurde mit Hilfe eines beweglichen Thermoelements im Inneren des Reaktors gemessen. Die Reaktionsprodukte wurden in einer Kühlfalle bei -70°C kondensiert und mit gaschromatischen Methoden analysiert.
Nach einer Anlaufzeit von 1 Stunde zur Einstellung konstanter Betriebsbedingungen wurde die eigentliche Reaktion über einen Zeitraum von 30 Stunden durchgeführt. Als Nebenprodukte wurden u.a. CO, CO2 und Formaldehyd gefunden.
Als Ergebnis wurden 395,2 g Kondensat erhalten. Dieses enthielt u.a. 2777 mmol 1,3-Dioxan-5-on sowie 191 mmol 1,3-Dioxan-5-ol, was einem 95,1%igen Umsatz und einer Ausbeute von 71,2% der Theorie, bezogen auf eingesetztes 1,3-Dioxan-5-ol, entspricht. Die Selektivität zur Totalverbrennung betrug etwa 14%.
D. 190 g/h dieses Kondensats wurden in einen ersten Dünnschichtverdampfer geleitet, der bei 60°C und 26 mbar betrieben wurde. Dabei wurden 32 g/h Leichtsieder über Kopf entfernt (u.a. Wasser und Formaldehyd), während 157,5 g/h im Sumpf anfielen. Dieser Sumpf (157,5 g/h) wurde anschließend in einen zweiten Dünnschichtverdampfer geleitet, der bei 116°C und 13 mbar betrieben wurde. Dabei wurden 145,9 g/h Kopffraktion gewonnen, während 11,6 g/h im Sumpf (Hochsieder und Säuren) anfielen.
E. 280 g Kopffraktion der zweiten Dünnschichtdestillation, die im wesentlichen aus 1,3-Dioxan-5-on und 1,3-Dioxan-5-ol bestand, wurden anschließend bei 33 mbar destilliert. Zu diesem Zweck wurde eine mit Braunschweiger Glaswendeln gefüllte Silbermantelkolonne (d= 2 cm, 1 = 100 cm) bei einem Rücklaufverhältnis von 7 : 1 betrieben. Nach einer kleinen Vorfraktion wurden 240 g 99%iges 1,3-Dioxan-5-on (Kp33 = 55°C) am Kopf erhalten (bei diesem Druck siedet 1,3-Dioxan-5-ol erst bei 101°C). Damit wurden 90,9% des im Reaktorkondensat enthaltenen 1,3-Dioxan-5-ons in fast reiner Form gewonnen (frisch destilliertes, flüssiges Keton wird beim Stehen fest. Diese Substanz zeigt ein besonders einfaches NMR-Spektrum (2 Singulets, w = 4,33 und 4,97).
Beispiel 2
A. 500 g eines käuflichen Gemisches aus 58% 1,3-Dioxan-5-ol und 42% 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan wurden 5 Stunden lang zusammen mit 20 g Amberlyst 15 unter Rühren bei 100°C erhitzt. Der Ionenaustauscher wurde abfiltriert und das Filtrat anschließend schnell über eine Claisen-Brücke bei 3 mbar destilliert. Das Glycerinformal-Gemisch (Destillat) bestand nun aus 84,7% 1,3-Dioxan-5-ol und 15,3% 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan. Die beiden Alkohole konnten nur mittels eines Kapillar-Gaschromatorgraphs analytisch getrennt werden.
B. Analog zum Beispiel 1, Abschnitt C, wurden in die dort betriebene Apparatur 13,5 g/h des gemäß Abschnitt A angefallenen Destillats, 135 Nl/h Stickstoff und 20,7 Nl/h Luft eingeleitet. Das Reaktionsrohr enthielt 24 ml des gleichen Katalysators wie gemäß Beispiel 1 angewendet. Die Reaktionstemperatur betrug hier aber 460°C.
Als Ergebnis der 30stündigen Reaktion wurden 384,7 g Kondensat erhalten. Dieses enthielt u.a. 2292 mmol 1,3-Dioxan-5-on, 413 mmol 4-Formyl-1,3-dioxolan, 109 mmol 1,3-Dioxan-5-ol und 22,6 mmol 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan, was einem 96,7%igen Umsatz bei 69,5%iger Ketonausbeute, bezogen auf eingesetztes 1,3-Dioxan-5-ol, entspricht. Die Ketonausbeute, bezogen auf eingesetztes Glycerinformal-Gemisch, beträgt 58,9%, während die Selektivität zur Totalverbrennung 17% entspricht.
C. Leichtsieder wurden aus dem Kondensat (370 g) bei 33 mbar über eine Claisen-Brücke entfernt, bis die Kopftemperatur auf 42°C angestiegen war. Der somit erhaltene Sumpf (298 g) wurde anschließend in einer Silbermantelkolonne (d = 1,5 cm, 1 = 200 cm) bei 33 mbar destilliert. Die Kolonne war mit Braunschweiger Glaswendeln gefüllt; das Rücklaufverhältnis betrug 14 : 1. Nach einer kleinen Leichtsieder-Fraktion wurde zunächst fast reines 4-Formyl-1,3-dioxolan (Kp = 47°C) am Kopf gewonnen. Nach einer Mischfraktion aus Aldehyd und Keton wurde eine Fraktion (201,6 g) aus 98%igem 1,3-Dioxan-5-on (Kp = 55°C) am Kopf gewonnen. Damit wurden 87,8% des im Reaktorkondensat enthaltenen 1,3-Dioxan-5-ons in fast reiner Form gewonnen.

Claims (11)

1. Verfahren zur Herstellung von 1,3-Dioxan-5-on, dadurch gekennzeichnet, daß man 1,3-Dioxan-5-ol oder dessen Gemisch mit 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan an einem Katalysator, der mindestens ein Element aus der Reihe Kupfer, Silber, Gold, Vanadin, Molybdän, Wolfram, Wismut, Antimon, Zinn und Phosphor in elementarer Form oder in Form einer Verbindung enthält, in der Gasphase in Gegenwart von Sauerstoff, dem ein Inertgas beigemischt sein kann, bei Temperaturen zwischen etwa 300 und etwa 700°C oxidehydriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator Kupfer, Silber oder Gold in elementarer Form oder in Form einer Verbindung enthält.
3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsgemisch mindestens 55 Gewichtsprozent 1,3-Dioxan-5-ol enthält.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Katalysatoren dienenden Metalle in Form von Spänen, Netzen oder Kristallen verwendet werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Katalysatoren dienenden Elemente, appliziert auf einem Trägermaterial, zur Anwendung gelangen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterialien Siliziumdioxid, Aluminiumoxide, Aluminiumsilikate oder Bimsstein mit BET-Oberflächen von weniger als 30 m2g-1 verwendet werden.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren bei Temperaturen zwischen etwa 350 und etwa 550°C durchgeführt wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verweilzeit des 1,3-Dioxan-5-ols oder dessen Gemisches mit dem 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan in der Gasphase am Katalysator zwischen 0,01 und 10 Sekunden beträgt.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Sauerstoff Stickstoff, Kohlendioxid oder ein Edelgas als Inertgas beigemischt ist.
10. Verfahren zur Herstellung von Dihydroxyaceton, dadurch gekennzeichnet, daß man das gemäß Ansprüchen 1 bis 9 erhaltene 1,3-Dioxan-5-on hydrolysiert.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse durch Erhitzen des 1,3-Dioxan-5-ons in Gegenwart eines Überschusses an Wasser und eines sauren Katalysators bei Temperaturen von etwa 20 bis etwa 160°C vornimmt.
DE19893900479 1989-01-10 1989-01-10 Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton Withdrawn DE3900479A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893900479 DE3900479A1 (de) 1989-01-10 1989-01-10 Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19893900479 DE3900479A1 (de) 1989-01-10 1989-01-10 Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3900479A1 true DE3900479A1 (de) 1990-07-12

Family

ID=6371792

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19893900479 Withdrawn DE3900479A1 (de) 1989-01-10 1989-01-10 Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3900479A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2018104429A (ja) * 2016-12-27 2018-07-05 花王株式会社 1,3−ジオキサン−5−オン類の製造方法
WO2018124147A1 (ja) 2016-12-27 2018-07-05 花王株式会社 1,3-ジオキサン-5-オン類の製造方法
US10822329B2 (en) 2016-12-27 2020-11-03 Kao Corporation Method for producing glyceric acid ester
US10829482B2 (en) 2016-12-27 2020-11-10 Kao Corporation Method for producing glyceric acid ester
US10829569B2 (en) 2015-08-31 2020-11-10 Exxonmobil Chemical Patents Inc. Polymers produced via use of vinyl transfer agents

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10829569B2 (en) 2015-08-31 2020-11-10 Exxonmobil Chemical Patents Inc. Polymers produced via use of vinyl transfer agents
JP2018104429A (ja) * 2016-12-27 2018-07-05 花王株式会社 1,3−ジオキサン−5−オン類の製造方法
WO2018124147A1 (ja) 2016-12-27 2018-07-05 花王株式会社 1,3-ジオキサン-5-オン類の製造方法
CN109415334A (zh) * 2016-12-27 2019-03-01 花王株式会社 1,3-二噁烷-5-酮类的制造方法
AU2017388710B2 (en) * 2016-12-27 2019-04-04 Kao Corporation Method for manufacturing 1,3-dioxane-5-one
US10822329B2 (en) 2016-12-27 2020-11-03 Kao Corporation Method for producing glyceric acid ester
US10829482B2 (en) 2016-12-27 2020-11-10 Kao Corporation Method for producing glyceric acid ester
US10870643B2 (en) 2016-12-27 2020-12-22 Kao Corporation Method for manufacturing 1,3-dioxane-5-one
CN109415334B (zh) * 2016-12-27 2023-12-08 花王株式会社 1,3-二噁烷-5-酮类的制造方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0356703B1 (de) Verfahren zur Oxidation von 5-Hydroxymethylfurfural
EP0088328B1 (de) Oxidationskatalysator, inbesondere für die Herstellung von Methacrylsäure durch Gasphasenoxidation von Methacrolein
EP0304696B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,4-Butandiol und/oder Tetrahydrofuran
EP0088327A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methacrylsäure
DE1618889C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Methylmercaptopropionaldehyd
EP0186816B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäurehemiacetalestern
DE69006356T2 (de) Verfahren zur herstellung von citral.
DE3900479A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,3-dioxan-5-on und dihydroxyaceton
EP0007979B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthal-, Isophthal- und Phthaldialdehyd
EP0217280B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonyl-Verbindungen aus 1,2-Diolen
EP0335221B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von 2-Methylalkanalen aus Gemischen isomerer Aldehyde
DE3246978A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminen
EP0037004B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylglyoxal
EP0275892B1 (de) Verfahren zur Oxydehydrierung von Polyglykolmonoäthern zu den entsprechenden Aldehyden
EP0247485B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxetan-3-carbonsäuren
EP0022238A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylglyoxal
EP0168782A2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Wirksamkeit von Silberträgerkatalysatoren
DE3837103A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,3-dialdehyden und deren monoacetalen
DE2545845C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsäureäthylester
EP1634862A1 (de) Verfahren zur Dehydratisierung von 2-Methylpentan-2,4-diol
DE2408948C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Gewinnung von Glycid
EP0247472B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsäure-Derivaten
DE3644837A1 (de) Verfahren zur herstellung von acyloxyacetaldehyden
DE2904754C2 (de)
DE964858C (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyendialdehyds

Legal Events

Date Code Title Description
8130 Withdrawal