DE3990869C2 - Neigungswinkeldetektor - Google Patents
NeigungswinkeldetektorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Neigungswinkeldetektor zur
elektrischen Erfassung des Neigungswinkels eines Meßobjekts
gegenüber der Horizontalen oder der Richtung der
Schwerkraft.
Aus der US-PS 46 28 612 ist ein temperaturkompensierter
Neigungsmesser bekannt, der ein Blasenrohr mit fünf
dazugehörigen Elektroden für vier Kapazitäten hat. Bei
Änderungen der Neigung dieses Blasenrohres ergeben sich
Änderungen von einzelnen Kapazitätswerten, nämlich weil
die im Blasenrohr enthaltene Flüssigkeit und die sich
dabei bewegende Blase unterschiedliche Dielektrizitätskonstant
haben.
Eine der Kapazitäten, die im Bereich der Flüssigkeit und
der Blase angeordnet ist, hat die Eigenschaft, daß ihr
Kapazitätswert unabhängig ist von der Bewegung der Blase.
Eine der Kapazitäten liegt außerhalb des Bewegungsbereiches
der Blase. Aus der Differenz- und Quotientenbildung
aller vier Kapazitätswerte wird jeweils die augenblickliche
Neigungslage ermittelt.
Ein aus der JP-PS-61-40505 bekannter Neigungswinkeldetektor
hat ebenfalls ein Blasenrohr. Es sind an diesem zwei
optoelektrische Sensoren symmetrisch zur Null-Lage der
Blase außerhalb des Bereichs derselben angebracht. Die
Blase wird mit Licht bestrahlt und das von den beiden
Sensoren zu erhaltende elektrische Signal ausgewertet. Bei
Neigungslage geben diese beiden Sensoren ein voneinander
unterschiedliches Signal ab. Der Signalunterschied wird
dazu benutzt, den Neigungswinkel quantitativ zu ermitteln
und auf einem linearen Display anzuzeigen. Dieser bekannte
Detektor arbeitet mit einer für das Licht dispersiven
Flüssigkeit. Bei Durchgang des Lichts durch diese Flüssigkeit
wird dieses geschwächt, wodurch bei Neigung sich
ergebende unterschiedliche Weglängen des Lichts in der
Flüssigkeit zu den voneinander unterschiedlichen Signalen
der Sensoren führen.
Es ist außerdem ein Neigungswinkeldetektor mit einem Blasenrohr mit
transparentem Behälter bekannt, wobei dieser Behälter in seinem
oberen Teil eine sphärisch konkave Innenfläche besitzt. In
diesem transparenten Behälter sind ein Gas und eine transparente
Flüssigkeit dicht eingeschlossen. Es ist ferner eine lichtemittierende
Einheit vorgesehen, die von oben oder von unten Licht
in Richtung auf das Blasenrohr aussendet, ferner ein Lichtempfangselement
zur Positionserfassung in Form eines viergeteilten
Kreises zur Umwandlung des von dem Blasenrohr durchgelassenen
Lichts in ein elektrisches Signal sowie eine Verarbeitungseinheit
zur Berechnung des Neigungswinkels auf der Basis dieses
elektrischen Signals. Das von der lichtemittierenden Einheit
ausgesendete und von dem Blasenrohr durchgelassene Licht wird,
wie in Fig. 5 oder 6 dargestellt, von dem Lichtempfangselement
aufgenommen. Es ermittelt dabei eine Änderung der Lichtmengenverteilung
aufgrund der von dem Neigungswinkel abhängigen relativen
Lageänderung des von der Blase auf dem Lichtempfangselement
a erzeugten Schattens b von dem Lichtempfangselement a als
eine Änderung einer elektrischen Größe. Die auf diese Weise
ermittelte Änderung wird in der Verarbeitungseinheit einer
Berechnung unterzogen und dadurch der Neigungswinkel photoelektrisch
gemessen.
Der vorangehend beschriebene bekannte Neigungswinkeldetektor hat
jedoch den Nachteil, daß sie Meßergebnisse unvermeidlich große
Fehler enthalten, die auf Änderungen des Blasendurchmessers, der
Intensität des von der lichtemittierenden Einheit ausgesendeten
Lichts, der Umwandlungsempfindlichkeit des Lichtempfangselements
und dgl. zurückzuführen sind, die durch Temperaturänderung und
dgl. verursacht werden.
Da der Blasenschatten kreisförmig ist, ergibt sich weiter der
Nachteil, daß die Empfindlichkeit mit wachsendem Neigungswinkel
abnimmt und damit der Meßbereich eng begrenzt ist. Es sind deshalb
Korrekturen und dgl. erforderlich, um den korrekten Neigungswinkel
zu gewinnen.
Der Grund für die Verringerung der Empfindlichkeit mit größer
wachsendem Neigungswinkel abnimmt, besteht darin, daß das
Ausgangssignal des Lichtempfangselements der auf das Element
auftreffenden Lichtmenge proportional ist, die ihrerseits der
bestrahlten Fläche proportional ist. Zur Erfassung der Neigung
beispielsweise in X-Richtung erhält man eine Flächendifferenz M
zwischen den beiden bestrahlten Bereichen des durch die Y-Achse
geteilten Lichtempfangselements. Diese Flächendifferenz M ist
gegeben durch
Hierin bedeuten:
R: Krümmungsradius des Blasenrohrs,
Rx: Neigungswinkel in X-Richtung und
r: Radius des Blasenschattens.
R: Krümmungsradius des Blasenrohrs,
Rx: Neigungswinkel in X-Richtung und
r: Radius des Blasenschattens.
Die Empfindlichkeit G, mit der die Neidung erfaßt wird, ist
proportional zu der Größe, die sich durch Differenzieren der
Flächendifferenz nach dem Neigungswinkel RX ergibt:
Die Empfindlichkeit G für die Erfassung des Neigungswinkel läßt
sich graphisch in der in Fig. 13 gezeigten Weise veranschaulichen.
Mit anderen Worten, wenn Rx=0 ist, erhält man G=4Rr, d. h.
ein Maximum. Wenn der Neigungswinkel größer wird, wird G kleiner,
und wenn RX=r/R ist, wird G=0.
Die Tatsache, daß die Empfindlichkeit sich ändert, bedeutet, daß
der Meßwert einen Fehler beinhaltet, falls keine Empfindlichkeitkorrektur
durchgeführt wird. Wenn G=0 ist, ergibt sich deshalb
keine Änderung in dem Ausgangssignal, selbst wenn eine Neigung
gegeben ist, so daß praktisch keine Messung durchführen
läßt.
Die vorangehenden Betrachtungen gelten entsprechend auch für die
Neigung in Y-Richtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen derart aufgebauten Neigungswinkeldetektor
anzugeben, daß dieser auch dann eine hohe Meßgenauigkeit
besitzt, wenn durch von Temperaturänderungen verursachte Änderungen in dem
Blasendurchmesser, in der Intensität des von der lichtemittierenden
Einheit ausgesendeten Lichts und in der photoelektrischen
Umwandlungsempfindlichkeit des Lichtempfangselements auftreten.
Der Neigungswinkeldetektor
soll so ausgebildet sein, daß bei wachsendem Neigungswinkel
keine Empfindlichkeitsänderung eintritt, so daß die
Beschränkung auf einen engen Meßbereich aufgehoben ist und die
Notwendigkeit einer Korrektur zur Gewinnung des korrekten Neigungswinkels
entfällt.
Diese Aufgabe wird mit einem Detektor mit den Merkmalen des Anspruchs gelöst.
Die Erfindung ist ein Neigungswinkeldetektor
mit einem Blasenrohr mit einem
transparenten Behälter, dessen oberer Teil eine sphärische konkave
Innenfläche besitzt und in dem ein Glas und eine transparente
Flüssigkeit dicht verschlossen sind, mit einer lichtemittierenden
Einheit zur Aussendung von Licht auf das Blasenrohr,
von dessen Ober- oder Unterseite aus mit einem Lichtempfangselement
von dem Blasenrohr durchgelassenes
Licht in ein elektrisches Signal umgewandelt wird, sowie mit einer Verarbeitungseinheit
zur Berechnung des Neigungswinkels auf der Basis des
genannten elektrischen Signals.
Das Lichtempfangselement umfaßt zur Positionserfassung
eine Lichtempfangseinheit, die in dem Bewegungsbereich eines Blasenschattens
angeordnet ist, sowie eine Referenz-Lichtempfangseinheit,
die außerhalb dieses Bewegungsbereichs angeordnet ist. Diese
beiden Lichtempfangseinheiten sind eng benachbart angeordnet.
Die Lichtempfangseinheit zur Positionserfassung besteht
aus vier
rechteckigen Lichtempfangsteilen, die so angeordnet sind, daß
ihre jeweiligen in Richtung des zu erfassenden Neigungswinkels
verlaufenden Längsmittellinien zusammenfallen und daß die
Breiten dieser rechtwinkligen Lichtempfangsteile untereinander
gleich und kleiner sind als der Durchmesser des Blasenschattens.
Die erfindungsgemäße Anordnung liefert selbst dann hohe Meßgenauigkeit,
wenn aufgrund von Temperaturänderungen oder dgl.
Änderungen in dem Blasendurchmesser, der Intensität des von der
lichtemittierenden Einheit ausgesendeten Lichts und der photoelektrischen
Umwandlungsempfindlichkeit der Lichtempfangseinheit
auftreten.
Da bei dieser Anordnung eine hohe Erfassungsintensität beibehalten
werden kann und gleichzeitig selbst bei Änderungen in dem
Blasendurchmesser, der Intensität des von der lichtemittierenden
Einheit ausgesendeten Lichts und der photoelektrischen Umwandlungsempfindlichkeit
aufgrund von Temperaturänderungen und dgl.
keine Empfindlichkeitsänderungen auftreten, ist der Meßbereich
nicht eng begrenzt, und es ist nicht notwendig, Korrekturen oder
dgl. durchzuführen, um den Neigungswinkel korrekt zu ermitteln.
Im folgenden sei die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert:
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Blasen-Neigungswinkeldetektor in der Seitenansicht;
Fig. 2 zeigt eine zweidimensionale Anordnung eines Lichtempfangselements
des Blasen-Neigungswinkeldetektors;
Fig. 3 zeigt die relative Position des Lichtempfangselements
und des Blasenschattens des Detektors nach
Fig. 2;
Fig. 4 zeigt eine Empfindlichkeitskennlinie für den Detektor.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Blasenrohr bezeichnet, das aus
einem transparenten Behälter 3 besteht, dessen oberer Teil eine
spärisch konkave Innenfläche 2 besitzt. In dem Behälter 3 ist
eine transparente Flüssigkeit mit einer Blase 4 dicht verschlossen.
Unter dem Blasenrohr 1 ist eine lichtemittierende Einheit 6
angeordnet, die aus einer Lichtquelle 7, z. B. einer Leuchtdiode,
und einer Linse besteht, die den unteren Teil des Blasenrohrs 1
mit von der Lichtquelle 7 ausgehenden und durch eine Schlitzblende
8 verlaufenden parallelen Lichtstrahlen beleuchtet.
Über dem Blasenrohr 1 befindet sich ein Lichtempfangselement 10,
das beispielsweise als Photodiode ausgebildet ist. Dieses Lichtempfangselement
10 wandelt das von dem Blasenrohr 1 durchgelassene
Licht in ein elektrisches Signal um und dient zur Erfassung
eines zweidimensionalen Neigungswinkels, d. h. des Neigungswinkels
in X- und Y-Richtung. Es besteht aus einer in dem Bewegungsbereich
des Blasenschattens 11 angeordneten Lichtempfangseinheit
12 zur Positionserfassung und einer als Referenz dienenden
Lichtempfangseinheit 13, die außerhalb des Bewegungsbereichs
des Blasenschattens 11 in enger Nachbarschaft der Lichtempfangseinheit
12 zur Positionserfassung angeordnet ist.
Die Lichtempfangseinheit 12 zur Positionserfassung weist
vier Lichtempfangsteile auf.
Mit 18 ist eine
Verarbeitungseinheit bezeichnet, der die Ausgangssignale der
beiden Lichtempfangseinheiten 12 und 13 als Eingangssignale
zugeführt werden und die aus diesen Signalen die zu ermittelnden
Neigungswinkel errechnet.
Das Licht der Lichtquelle 7, das von dem Blasenrohr 1 durchgelassen
wird, bildet auf den Lichtempfangsteilen 19, 20, 21, 22,
die zusammen die Lichtempfangseinheit 12 zur Positionserfassung
bilden, einen Blasenschatten 11.
Das Lichtempfangselement 10 wandelt wie in Fig. 1
gezeigt, das von dem Blasenrohr 1 durchgelassene Licht in ein
elektrisches Signal um und dient zur Erfassung eines zweidimensionalen
Neigungswinkels, d. h. des Neigungswinkels in X- und
Y-Richtung. Es besteht aus der Lichtempfangseinheit 12 zur
Positionserfassung, die in dem Bewegungsbereich des Blasenschattens
11 angeordnet ist, und der Referenz-Lichtempfangseinheit
13, die außerhalb des Bewegungsbereichs des Blasenschattens 11
angeordnet ist, wie dies in Fig. 3 erkennbar ist.
Die Lichtempfangseinheit 12 zur Positionserfassung besteht aus
zwei rechteckigen Lichtempfangsteilen 19 und 20, die so angeordnet
sind, daß ihre jeweiligen Längsmittellinien, die in
X-Richtung verlaufen, zusammenfallen, sowie aus zwei rechteckigen
Lichtempfangsteilen 21 und 22, die so angeordnet sind, daß
ihre in Y-Richtung verlaufenden Längsmittellinien zusammenfallen.
Die rechteckigen Lichtempfangsteile 19, 20, 21 und 22 haben
untereinander gleiche Abmessungen. Ihre Breite ist kleiner als
der Durchmesser des Blasenschattens 11.
Sowohl die Lichtempfangseinheit 12 zur Positionserfassung als
auch die Referenz-Lichtempfangseinheit 13 sind in der in Fig. 1
dargestellten Weise mit der Verarbeitungseinheit 18 verbunden,
die den Neigungswinkel berechnet.
So bildet das Licht der Lichtquelle 7, das von dem Blasenrohr 1
durchgelassen wird, den Blasenschatten 11 auf den vier Lichtempfangsteilen
19, 20, 21 und 22, die zusammen die Lichtempfangseinheit
12 zur Positionserfassung bilden. Gleichzeitig
fällt Licht auf die Referenz-Lichtempfangseinheit 13. Diejenigen
elektrischen Ausgangssignale der beiden Lichtempfangseinheiten
12 und 13, die zur Bestrahlungsfläche, zur Bestrahlungsintensität
usw. proportional sind, werden der Verarbeitungseinheit 18
als Eingangssignale zugeführt. Das Ausgangssignal der Lichtempfangseinheit
12 zur Positionserfassung dient zur Gewinnung
der Differenz zwischen den beiden Ausgangssignalen der X-Richtung,
d. h. der Ausgangssignale der rechteckigen Lichtempfangsteile
19 und 20, sowie einer Differenz zwischen den beiden
Ausgangssignalen der Y-Richtung, d. h. der Ausgangssignale der
rechteckigen Lichtempfangsteile 21 und 22. Jeder der so gewonnenen
Differenzen wird durch den Wert des Ausgangssignals der
Referenz-Lichtempfangseinheit 13 dividiert. Die Ergebnisse der
Division sind Werte, die nicht nur zur Position des Blasenschattens
11 proportional sind, d. h. die unabhängig von Fehlerfaktoren
wie Schwankungen im Durchmesser des Blasenschattens 11,
Beleuchtungsintensität und dgl., zur Neigung proportional sind.
Wenn deshalb zuvor eine Proportionalitätskonstante gewonnen
wird, kann man den korrekten Neigungswinkel durch die umgekehrte
Operation auf der Basis der Divisionsergebnisse gewinnen.
Es sei hier erwähnt, daß die Messung der Neigung in X-Richtung
folgendermaßen betrachtet werden kann: Wenn auf dem Lichtempfangselement
10 ein Blasenschatten 11 abgebildet wird, wie er
in Fig. 3 dargestellt ist, sind die Ausgangssignale der rechteckigen
Lichtempfangsteile 19, 20, 21 und 22, die zusammen die
Lichtempfangseinheit 12 zur Positionserfassung bilden, den
Flächen S₁₉, S₂₀, S₂₁ bzw. S₂₂ proportional, auf die das Licht
der Lichtquelle 7 fällt, das von dem Blasenrohr 1 durchgelassen
wird. Man erhält die bestrahlten Flächen S₁₉ und S₂₀ durch
folgende Gleichungen:
Hierin bedeuten D und L die Breite bzw. die Länge der rechteckigen
Lichtempfangsteile 19 und 20, r der Radius des Blasenschattens
11, R der Krümmungsradius der Innenflächen des oberen
Teils des Blasenrohrs 1 und RX und RY die Neigungskomponenten
in X- bzw. in Y-Richtung. Der Zustand, in welchem die Zentren
der rechteckigen Lichtempfangsteile 19, 20, 21 und 22 und
des Zentrum des Blasenschattens 11 zusammenfallen, d. h. wenn das
Zentrum O′ des Blasenschattens 11 mit dem Ursprung O des X- und
Y-Achsensystems zusammenfällt, als "horizontal" definiert ist.
Falls der Koeffizient, der sich durch die Berücksichtigung der
Intensität des von der lichtemittierenden Einheit 6 ausgestrahlten
Lichts, der photoelektrischen Umwandlungsfaktoren der Lichtempfangseinheiten
12 und 13 pro Flächeneinheit usw. ergibt, mit
K, die Ausgangssignale V₁₉, V₂₀ und V₁₃ der Lichtempfangsteile
19 und 20 bzw. der Lichtempfangseinheit 13 mit K₁₉, K₂₀ bzw. K₁₃
bezeichnet werden erhält man den folgenden Wert TX:
Der Wert TX ist also dem Neigungwinkel RX proportional, und
man erhält aus Gleichung (1) folgende Gleichung:
Auf diese Weise gewinnt man den Neigungswinkel RX in X-Richtung.
Der Wert TX ergibt sich also aus den Ausgangssignalen V₁₉, V₂₀
und V₁₃ der Lichtempfangsteile 19 und 20 und der Lichtempfangseinheit
13 und enthält den Koeffizienten K nicht mehr, in dem
der Radius r des Blasenschattens 11, der photoelektrische
Umwandlungsfaktor usw. enthalten sind, die durch die Temperatur
beeinflußt werden, wie Gleichung (1) zeigt. Wenn man RX nach
Gleichung (2) berechnet, gewinnt man den korrekten Neigungswinkel
in X-Richtung, der nicht von der Temperatur, der Intensität
des von der lichtemittierenden Einheit 6 ausgestrahlten Lichts
und der photoelektrischen Umwandlungsempfindlichkeit abhängt.
Man erkennt leicht, daß der Neigungswinkel RY in Y-Richtung in
entsprechender Weise gewonnen werden kann.
Mit anderen Worten, wenn die Ausgangssignale V₂₁ und V₂₂ der
Lichtempfangsteile 21 und 22 mit V₂₁=KS₂₁ bzw. V2₂₂=KS₂₂
bezeichnet werden, erhält man den Wert TY nach folgender Gleichung
Somit ist der Wert TY mit dem Neigungswinkel RY mit dem
Neigungswinkel RY proportional und man erhält aus Gleichung
(3) folgende Gleichung
Als nächstes sei die Empfindlichkeit in Abhängigkeit von dem
Neigungswinkel betrachtet. Aus Gleichung (1) läßt sich die
Empfindlichkeit folgendermaßen ausdrücken.
Mit anderen Worten die Empfindlichkeit ist über den gesamten
Meßbereich konstant, wie dies durch die strichpunktierte Linie
in Fig. 4 dargestellt ist. Es ist dementsprechend nicht erforderlich,
zur Gewinnung des korrekten Neigungswinkels eine
Korrektur anzubringen. Infolgedessen wird der Meßbereich vergrößert.
Für die Neigung in Y-Richtung gilt entsprechendes.
Es sei erwähnt, daß die Reihenfolge der Subtraktion und Division
zur Gewinnung von TX und TY beliebig ist, d. h. es ist
gleichgültig, welche Rechenoperation zuerst durchgeführt wird.
Die Berechnung kann entweder analog oder digital erfolgen.
Da der Wert K konstant gemacht werden kann, indem die Anordnung
so gesteuert wird, daß der Wert V₁₃ konstant wird, kann die
Division auch entfallen.
Man erkennt leicht, daß die Referenz-Lichtempfangseinheit 13
jede beliebige Gestalt haben kann und in beliebiger Anzahl und
an beliebiger Position angeordnet sein kann, solange nur sichergestellt
ist, daß die Beleuchtungsintensität und die photoelektrische
Umwandlungsempfindlichkeit erfaßt werden kann.
Die vorangehende Beschreibung zeigt, ist der erfindungsgemäße
Neigungswinkeldetektor in der Lage, den Neigungswinkel eines
Meßobjekts gegenüber der Horizontalen oder der Richtung der
Schwerkraft erfassen. Er eignet sich somit für zahlreiche Anwendungen,
wie Überwachungen und dgl.
Claims (1)
- Neigungswinkeldetektor in Form einer Dosenlibelle
mit einem Blasenrohr (1) mit einem transparenten Behälter (3), dessen oberer Teil eine sphärische konkave Innenfläche besitzt und in dem ein Gas und eine transparente Flüssigkeit dicht verschlossen sind,
mit einer lichtemittierenden Einheit (6) zur Aussendung von Licht auf das Blasenrohr (1) von dessen Ober- oder Unterseite aus,
mit einem Lichtempfangselement (10) zur Umwandlung des von dem Blasenrohr (1) durchgelassenen Lichts in ein elektrisches Signal,
mit einer vom Lichtempfangselement (10) umfaßten, zur Positionserfassung vorgesehenen Lichtempfangseinheit (12), die in dem Bewegungsbereich des von der Blase (4) erzeugten Blasenschattens (11) angeordnet ist und
die aus zwei rechteckigen Lichtempfangsteilen (19, 20) besteht, deren Längsmittellinien in X-Richtung zusammenfallen, sowie aus zwei rechteckigen Lichtempfangsteilen (21, 22), deren Längsmittellinien in Y-Richtung zusammenfallen, wobei die Breiten dieser rechteckigen Lichtempfangsteile (19, 20 und 21, 22) untereinander gleich und kleiner sind als der Durchmesser dieses Blasenschattens (11), mit einer vom Lichtempfangselement (10) umfaßten Referenz-Lichtempfangseinheit (13), die außerhalb dieses Bewegungsbereichs des Blasenschattens angeordnet ist, sowie mit einer Verarbeitungseinheit (18) zur Berechnung des Neigungswinkels auf der Basis des genannten elektrischen Signals.
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