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Bereifung mit Spannring. Die Erfindung bezieht sich auf eine Bereifung
für Kraftvagen o. dgl. nach Patent 383625, deren Spannring durch Teilung in der
Mittelebene unabhängig voneinander federnde Laufringe bildet.
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DerSpannring bzw. die einzelnen Laufringe sind, wie dies für ähnliche,
nicht unterteilte Bereifungen vorgeschlagen worden ist, durch Gelenkglieder mit
der Felge verbunden.
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Benutzt man jedoch bei ehnem geteilten Spannring die bekannte Anordnung
der Gelßnkglieder, so werden die nebeneinanderliegenden Segmentreihen durch die
durch die Spannung auftretenden, diagonal wirkenden Zugkräfte am äußeren Umfang
des Laufringes auseinandergepreßt werden oder sich öffnen, wodurch, naturgemäß der
ganze Zusammenhalt der Bereifung stark gefährdet und die Lebensdauer der Bereifung
verkürzt wird. Um diesen Nachteil zu beseitigen, werden gemäß der Erfindung die
Gelenke so angeordnet; daß sie möglichst in der Nähe der Teilfuge des Spannringes
angreifen und auf die nebene@inanderliegenden Segmente der Laufringe diagonal wirkende
Zugkräfte ausüben und .die Laufringe an der Teilfuge in achsialer Richtung, d. h.
senkrecht zur Radebene, fast gegeneinander pressen.
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Diese Ausführung ergibt den weiteren Vorteil, daß die Bereifung nach
ihrem Zusammenbau nach außen vollkommen glatt abgeschlossen werden kann. Dadurch
wird gegenüber den bekannten Ausführungen der Vorteil erreicht, daß eine Verletzung
oder Zer= störung von Haltevorrichtungen, Schrauben o. dgl. insbesondere an den
Teilen, welche die Segmente an der Felge festhalten, vermieden ist und .gleichzeitig
eine Verschmutzung der Bereifung nicht eintreten kann.
Zur Erläuterung
der Erfindung dienen die Zeichnungen, auf welchen ein Ausführungsbeispiel dargestellt
ist.
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Abb. i zeigt einen Teil der Bereifung, wobei einige der Segmente im
Schnitt dargestellt sind.
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Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-11 der Abb. i und Abb. 3
ein Schnitt durch ein unelastisches Segment nach der Linie III-III der Abb. 2. Die
Bereifung besteht aus unelastischen Segmenten 2 und aus elastischen, z. B. aus Gummi
gebildeten Zwischenlagen 3, die in abwechselnder Folge zu einem Spannring zusammengesetzt
sind. jedes der Segmente besteht aus einem metallischen Hohlkörper, der auf seiner
inneren Seite 4, auf der Seite 5 und auf der Seite 6 mit Öffnungen zur Luftzirkulation
versehen ist. Die in der Seitenwandung 5 vorgesehene Öffnung 7 dient zur Aufnahme
von rohrförmigen innen und außen offenen Ansätzen 8, welche auf der Seite 9 jedes
Segmentes hervorspringen. Diese Ansätze 8 haben die Aufgabe, eine unabhängige Bewegung
der einzelnen Segmente in radialer Richtung zu verhindern. Da aber trotz Eingriffs
der Ansätze 8 in die Öffnungen 7 ein gewisses zur Kompression der Zwischenlagen
3 dienendes Spiel vorhanden sein muß, ist z. B. in die Öffnungen 7 je ein aus Stahl
bestehender Ring io eingelegt, dessen innere Begrenzung kugelförmig ausgebildet
ist. Ferner ist auf jedem der Ansätze 8 ein Stahlring i i aufgepreßt, der einen
solchen äußeren Durchmesser besitzt, daß er gut passend in dem Ring io liegt. Um
den Hohlsegmenten :2 eine genügende Festigkeit zu geben, sind in denselben Versteifungsrippen
12, 13 und 14 vorgesehen. Die beiden Seitenwandungen 5 und 9 der Hohlkörper sind
mit einer umlaufenden Erhöhung 15 versehen, derart, daß zwei gegeneinanderliegende
Segmente eine fast vollständig geschlossene Kammer bilden. Diese Kammer dient zur
Aufnahme der elastischen Zwischenlagen 3, die mit Hohlräumen 16 versehen sind.
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Die unelastischen Segmente 2 ebenso wie die elastischen Zwischenlagen
3 sind in der senkrecht zur Achse liegenden Mittelebene des Rades geteilt, so daß
zwei nebeneinanderliegende, unabhängig voneinander federnde Laufringe 2 und 21 entstehen.
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Zur Aufbringung des Gummilaufbandes sind auf dem Umfang der Segmente
je zwei Ansätze 17 und 18 von halbkugeligem Profil vorgesehen. Auf -diese Ansätze
17 und 18 passen Aussparungen in einem geschlossenen Gummilaufband i9, das nach
Zusammenbau der Bereifung aufgezogen wird. Dieser Vollgummiring19 besitzt die Gleitschutzstollen2o.
Der Eingriff der Ansätze 17 und 18 in das Gummilaufband i9 verhindert ein Wandern
desselben, während die unabhängig voneinander vor sich gehende Federung der beiden
Segmentringe nicht gestört wird.
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Zur Befestigung der Bereifung auf der Felge gelangen Gelenkglieder
2i zur Verwendung, die auf rohrförmigen Bolzen 22 und auf Bolzen 23 der Felge aufsitzen.
Diese Bolzen 23 werden dabei von der Außenseite der Felge 24 und in ihter Lage durch
Unterlegscheiben 25 und Stifte 26 gesichert. Ferner ist in der Mitte der Felge noch
ein T-Ring 27 vorgesehen, der als :Mittellager für die Bolzen 23 dient. Die Felge
selbst umschließt durch besondere Gleitstücke 28 den Laufring in so dichter Weise,
daß eine Verschmutzung der nach innen offenen Bereifungsringe sowie eine Ansammlung
von Feuchtigkeit innerhalb der Bereifung nicht eintreten kann. Gleichzeitig wird
dadurch, daß die Gelenkglieder 21 vollkommen im Innern der Felge liegen, eine Beschädigung
derselben durch Anfahren an Weghindernisse, Bordschwellen o. dgl. vermieden.
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Der Angriff der Gelenkglieder 2i an den Segmenten 2 erfolgt in möglichster
Nähe zur Teilfuge (Wand 6), so daß durch den diagonal wirkenden Zug an den Gelenkgliedern
21 die Segmente 2, ä1 am äußeren Umfang der Bereifung fest aneinandergepreßt werden
(vgl. Pfeile der Abb. 2).