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DE3964C - Vorrichtung zum Richten der Geschütze - Google Patents

Vorrichtung zum Richten der Geschütze

Info

Publication number
DE3964C
DE3964C DENDAT3964D DE3964DA DE3964C DE 3964 C DE3964 C DE 3964C DE NDAT3964 D DENDAT3964 D DE NDAT3964D DE 3964D A DE3964D A DE 3964DA DE 3964 C DE3964 C DE 3964C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gun barrel
gun
guns
sight
ship
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT3964D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. GRUSON, Kommerzienrath, in Buckau bei Magdeburg
Publication of DE3964C publication Critical patent/DE3964C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/38Telescopic sights specially adapted for smallarms or ordnance; Supports or mountings therefor
    • F41G1/393Mounting telescopic sights on ordnance; Transmission of sight movements to the associated gun
    • F41G1/3935Transmission of sight movements to the associated gun

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

1878.
Klasse
HERMANN GRUSON in BUCKAU-MAGDEBURG. Vorrichtung zum Richten der Geschütze.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1878 ab.
Den Gegenstand meiner Erfindung bildet eine Richtvorrichtung für Geschütze. Dieselbe hat den Zweck, das Richten eines Geschützrohres an irgend einem von dem Geschütze entfernt liegenden Orte zu ermöglichen, wobei ein an einem beliebigen Orte befindliches Visir die Bewegungen des Geschützes anzeigt und dem Bedienungsmanne als Richtschnur dient, nach welcher er einen Steuerungshebel zu reguliren hat, von dessen Lage die Richtungsbewegung abhängt. Mit anderen Worten, die vorliegende Richtvorrichtung ermöglicht ein Richten des Geschützrohres dadurch, dafs der Bedienungsmann mit Hülfe seines Steuerhebels lediglich der Visirlinie eine bestimmte Richtung ertheilt, ohne das Geschützrohr selbst zu beobachten.
Wo. die Vorrichtung zum Richten der Schiffsgeschütze dient, ermöglicht sie ein derartiges Richten des Geschützrohres, dafs dieses trotz der Schiffsschwankungen während des Scliiefsens eine unveränderliche Richtung gegen den Horizont beibehält.
Diese für Schiffe bestimmte Richtvorrichtung beruht darauf, dafs eine hydraulische Hebevorrichtung, welche das Geschützrohr heben und senken oder besser gesagt, um einen in der Nähe der Geschützmündung gelegenen Punkt aufwärts und abwärts drehen kann, sich durch einen Handhebel in solcher Weise dirigiren läfst, dafs das Geschützrohr zum Horizont eine unveränderliche Neigung beibehält.
Zwischen dem Geschützrohr und einem an dem Obertheil des Schiffes angebrachten Visir ist durch passende Uebertragungsmechanismen eine solche Verbindung hergestellt, dafs die Visirlinie, welche über das Visir und ein mit dem Schiffe verbundenes Korn hinweggeht, mit der Geschützaxe stets den nämlichen Winkel bildet, gleichviel, welches auch die Neigung des Schiffskörpers gegen den Horizont sein möge. Es ist dabei zu bemerken, dafs, wenn sich auch der Winkel, den Visirlinie und Geschützrohr mit einander bilden, durch die Schwankungen des Schiffes nicht verändert, derselbe aber wohl modificirt werden kann, sobald das Geschütz unter verändertem Neigungswinkel schiefsen soll.
In der Nähe des Visirs ist der Handhebel angebracht, durch welchen die hydraulische Hebevorrichtung dirigirt wird. Mit einer Verstellung des Handhebels ist sowohl eine Veränderung der Geschützrohrrichtung, als auch eine entsprechende Veränderung der Visirlage verbunden. Durch eine geschickte Handhabung des Hebels ist es daher möglich, Geschützrohr und Visirlinie derart zu reguliren, dafs die Richtung beider gegen den Horizont trotz der Schwankungen des Schiffes unverändert bleibt.
Wo die Richtvorrichtung nur dazu dienen soll, das Richten von Geschützen auf dem festen Lande zu bewerkstelligen, da bleiben Anordnung und Construction im wesentlichen unverändert; die Handhabung aber gestaltet sich bedeutend einfacher.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine solche Richtvorrichtung für Schiffe in Fig. 1 dargestellt.
Das Geschütz ist mit einer Minimalschartenlaffete, d. h. mit einer solchen Laffete versehen, durch welche das Geschütz derart gehoben und gesenkt wird, dafs ein in der Nähe der Geschützmündung liegender Drehpol festgehalten wird.
Der Kopf / des hydraulischen Prefskolbens hebt und senkt einerseits die Schildzapfen des Geschützrohres und ertheilt andererseits den zwei Hebelpaaren α α und η η drehende Bewegungen um ihre Pole χ und y. Die beiden Hebelpaare sind unter sich durch die Zugstangen ο verbunden und bewegen durch Vermittelung der weiteren Zugstangen / und /' das Bodenstück q des Geschützrohres. Der verlängerte Hebel α ist mittelst der Zugstange b mit dem Hebel c zusammengekuppelt.
Während das Geschützrohr, der hydraulische Prefscylinder, die beiden Hebelpaare α α und η η, sowie die Stange b und der Hebel c mit dem beweglichen Obertheile der Laffete zusammenhängen, gehört die Welle d dem feststehenden Untertheile an und ist gerade in derjenigen Richtung angebracht, in welcher der Obertheil seine Rücklaufbewegung vollzieht. Diese Welle ist mit einer Längsnuth versehen, in die eine Feder des Hebels c pafst. Während des Rücklaufs des Obertheils der Laffete, sowie während "des nachträglichen Verlaufens verschiebt sich daher das Auge des Hebels c auf der Welle d. Zwei konische Räder e und e1 übertragen die Bewegungen von d auf die Welle /. Der Hebel g, welcher auf der letztgenannten Welle sitzt, ist endlich durch eine Zugstange h mit der vertical geführten Stange i in Verbindung gesetzt. Durch ein Heben oder Senken des
Kopfes / und ein damit verbundenes Drehen des Hebels α um seinen Drehpunkt χ ist also jederzeit ein entsprechendes Heben und Senken der Stange i bedingt. An dem obersten Theile der Stange / ist das Visir υ befestigt. Das Korn k ist in solcher Entfernung ί von dem Visir angebracht, dafs sich die Verticalverschiebungen des Visirs zu der Entfernung ί verhalten, wie die Verticalbewegungen des Bodenstücks q zu der Entfernung dieses letzteren von dem Pole P oder mit anderen Worten, dafs jede Drehung des Geschützrohres um den Pol P eine gleich grofse Drehung der Visirlinie um den Punkt ν hervorbringt. Der Winkel, den die Visirlinie und die Geschützaxe mit einander bilden, kann durch Verstellen des Visirs auf der Stange i beliebig verändert werden.
In der Zeichnung ist die Richtvorrichtung für ein thurmartig gepanzertes Schiff gezeichnet und es liegt sowohl das Korn, als auch das Visir oberhalb des Panzers A. Aus einer gewöhnlichen Druckpumpe, welche für Maschinen oder Handbetrieb eingerichtet sein kann und welche passend · mit einem Accumulator verbunden ist, strömt das Druckwasser nach dem Rohr B und dem Ventilkasten C. Von hier gelangt es durch die Röhren DEF nach dem Prefscylinder G. Die Röhre E ist auf der Röhre F verschiebbar und durch Stopfbüchsen gegen dieselbe abgedichtet, so dafs der ganze Obertheil der Laffete seinen Rücklauf vollziehen kann, ohne die Röhrenverbindung zu unterbrechen. Ein Verbindungskanal führt von dem Ventilgehäuse C nach dem zweiten Ventilgehäuse H, das mit dem Abflufsrohr / communicirt. Sind beide Ventile C und ZT1 geschlossen, so kann das Geschützrohr keine Relativbewegung zu dem Schiffe ausführen; wird jedoch bei geschlossenem Ventil H1 das Ventil C1 geöffnet, so strömt das Druckwasser nach dem Prefscylinder G und hebt das Geschützrohr. Wenn umgekehrt bei geschlossenem Ventil C das Ventil H1 geöffnet wird, so entweicht' das Wasser unter dem Drucke des schweren Geschützlaufes durch das Abflufsrohr / und gestattet ein Senken des Geschützlaufes. Zur Bewegung der beiden belasteten Ventile C1 und H1 dient der dreiarmige, mit zwei Schleifen versehene Hebel K, welcher durch die Zugstange L, durch den Winkelhebel M und durch die Stange N mit dem einen Arme des Winkelhebels O verbunden ist; der nach oben gekehrte Arm des letztgenannten Winkelhebels bildet den Handhebel O', durch den die ganze hydraulische Hebevorrichtung dirigirt wird.
Der Richtende, welcher auf der Plattform Q' steht, beobachtet durch die obere Oeffnung in dem Panzer die Visirlinie, während er gleichzeitig mit seiner Hand den Hebel O1 dirigirt; dabei hat er diesem letzteren in jedem Momente solche Lagen zu ertheilen, dafs die Visirlinie so annähernd als möglich eine unveränderte Lage gegen den Horizont behält. Am besten wird das Visir von vornherein so eingestellt, dafs irgend ein beobachteter Fixpunkt, beispielsweise der Horizont, in die Visirlinie fällt. Sobald der beobachtete Fixpunkt eine Ablenkung aus der Visirlinie zeigt, so ist solche durch eine veränderte Hebelstellung so schnell wie möglich wieder aufzuheben. Auf diese Weise ist es möglich, die Lage der Visirlinie und damit auch die Richtung des Geschützrohres gegen den Horizont annähernd unveränderlich zu erhalten.
Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen für verschiedene Fälle die relativen Lagen der Visirlinie und des Geschützrohres. In allen drei Figuren bedeutet ν k die Visirlinie und q P die Geschützaxe. Die oval gezeichnete Figur stellt den Panzer dar. Die obere Figur zeigt jeweilen die horizontale Lage des Schiffes, während jede untere Figur zwei geneigten Schiffslagen entspricht. In Fig. 2 ist das Geschützrohr nach oben gerichtet und es zeigt die untere Hälfte der Figur, dafs die Steigung des Geschützrohres bei den schiefen Lagen des Schiffes unverändert bleibt. In Fig. 3 liegt die Geschützaxe horizontal, in Fig. 4 ist sie nach unten geneigt.
Auch in den letztgenannten Figuren bleibt die Richtung des Geschützrohres bei den ■schiefen Lagen des Schiffes unverändert.
Die eben beschriebene Richtvorrichtung ist auch für abweichend construirte Laffeten anwendbar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung an Geschützen, welche das Richten des Geschützrohres an einem von dem Geschütze entfernt liegenden Orte ermöglicht, wobei ein an beliebigem Orte angebrachtes Visir die Bewegungen des Geschützrohres anzeigt und dem Bedienungsmanne als Richtschnur dient, nach welcher er einen Steuerhebel regulirt, von dessen Lage die Richtungsbewegungen des Geschützrohres abhängen.
2. Eine aus passenden Uebertragungsmechanismen bestehende Vorrichtung an Schiffsgeschützen, durch welche die Richtungsveränderungen des auf hydraulischem Wege bewegten Geschützrohres in solcher Weise auf ein Visir übertragen werden, dafs die Visirlinie, welche über das genannte Visir und ein mit dem Schiffskörper verbundenes Korn hinweggeht, mit der Geschützaxe für alle Lagen des Schiffes einen gleichen, im übrigen verstellbaren Winkel bildet.
Beides wie beschrieben und gezeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT3964D Vorrichtung zum Richten der Geschütze Active DE3964C (de)

Publications (1)

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DE3964C true DE3964C (de)

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ID=282826

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT3964D Active DE3964C (de) Vorrichtung zum Richten der Geschütze

Country Status (1)

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DE (1) DE3964C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2419496A1 (fr) * 1978-03-11 1979-10-05 Barr & Stroud Ltd Systeme de direction de tir

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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