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Druckmesser für Reifenventile u. dgl. Bei Druckmessern für Reifenventile
u. dgl. unterscheidet man gewöhnlich zwei Arten. Bei der einen ist das den Druck
aufnehmende Organ in der Anzeigestellung mit dem die Druckgröße anzeigenden Organ
mechanisch durch. eine Falle o. dgl. gekuppelt, und es werden alle diese Teile zusammen
mit der Belastungsfeder unter der Spannung. gehalten, welche die Feder durch den
Luftdruck erhalten hat. Diese Druckmesser haben den Vorteil, daß diese Teile unmittelbar
bis zu ihrer Auslösung festgehalten werden, nachteilig ist es aber, daß die Feder
währenddessen unter Druck steht. Bei Druckmessern der zweiten Art ist das die Druckgröße
anzeigende Organ niit dem den Druck aufnehmenden Organ mechanisch nicht gekuppelt,
und wird in der den Druck anzeigenden Stellung durch Reibung o. dgl. gehalten. Das
Druckorgan kehrt in seine Anfangsstellung zurück, sobald der Druck nachläßt, und
das Anzeigeorgan wird nach dem Ablesen von Hand wieder in die Nullstellung zurückbewegt.
Hierbei wird die Feder nicht unter Druck gehalten, es besteht aber der Nachteil,
daß das Anzeigeorgan unabsichtlich zurückgedrückt werden kann, bevor der Druck abgelesen
ist.
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Die Erfindung betrifft nun einen Druckmesser, bei dem die Vorteile
beider Arten vereinigt, die Nachteile aber vermieden sind. Das Anzeigeorgan ist
mit dem den Druck aufnehmenden Organ mechanisch nicht gekuppelt, und es sind Mittel
vorgesehen, die das Anzeigeorgan in der Anzeigestellung gegen unbeabsichtigtes Verschieben
sicher halten.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform dargestellt.
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Abb. z ist eine Seitenansicht, Abb. 2 in größerem Maßstab ein senkrechter
Schnitt, Abb. 3 ein Grundriß der oberen Kappe, Abb. 4 ein Schnitt nach Linie 4-4
derAbb. 2, Abb. 5 ein Schnitt durch die obere Kappe und Abb. 6 eine Einzelheit.
. A bezeichnet den Druckmesser als Ganzes. Er besitzt ein zylindrisches Gehäuse
B mit einem Fuß C, der zu dem Gehäuse B schwach
geneigt ist, damit
dieses sich außerhalb der Radebene befindet und die den Druck anzeigende Stange
D bei ihrer Bewegung mit dem Rad nicht in Berührung kommt. Der Fuß C dea Druckmessers
ist mit dem üblichen Stift E und dem Dichtungsring F versehen, von denen ersterer
zur Öffnung des Reifenventils dient und letzterer eine dichte Verbindung zwischen
dem Gehäuse des Druckmessers und des Reifenventils herstellt.
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In dem Gehäuse B befindet sich ein den Druck aufnehmender Kolben G,
de- unter dem Druck der Belastungsfeder H steht. Das Anzeigeorgan D ist nicht mit
dem -Kolben G verbunden, e3 bewegt sich zwar mit dem Kolben zusammen in die Anzeigestellung,
geht aber nicht mit, sobald der Druck nachläßt und sich der Kolben zurückbewegt.
Es besteht aus einer flachen Stange, die durch das obere Gehäuseende vorragt und
mit einer die Druckgröße anzeigenden Teilung versehen ist. Diese Stange soll in
ihrer anzeigenden Stellung sicher so gehalten werden, daß eine unbeabsichtigte Verschiebung
ausgeschlossen ist, insbesondere soll die Stange gegen eine Bewegung nach innen
gesichert sein, solange sie nicht absichtlich geschieht. Zu diesem Zweck ist die
Stange. mit Zähnen oder Einschnitten I versehen, die in eine Wand J des Druckwassergehäuses
eingreifen. Das Gehäuse B besitzt eine Kappe K mit einer Öffnung L, durch die die
Stange hindurchgeht. Eine Feder M hält gewöhnlich die Stange derart unter Druck,
daß ihre Zähne in Eingriff mit der Wand J stehen. Zu diesem Zweck liegt die Feder
ringförmig in der Kappe und drückt bei 0 mit ihrem nach oben reichenden, gebogenen
Ende N gegen die Rückwand der Stange, so daß diese an der Feder entlang bewegt werden
kann und dabei ständig bestrebt ist, mit der Wand ; in Eingriff zu kommen. Die Zähne
sind so abgeschrägt, daß sie an der Wand J gleiten, wenn die Stange aus dem Gehäuse
heraus bewegt wird, während ihre wagerechten Einschnitte p über die Wand greifen
und verhüten, daß die Stange zurückgedrückt werden kann, solange sie nicht von der
Wand wegbewegt ist. Letzteres geschieht durch Seitwärtsdrücken der Stange, so daß
die Zähne die Wand freigeben, worauf die Stange in die Nullstellung gebracht werden
kann.
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Der Druckmesser besitzt oben an seinem Gehäuse einen fingerhutartigen
Ring Q (Abb. 6) und einen gleichen Ring R am Kolben, Beide dienen zur Führung und
als Sitz für die Enden der Feder H. Der Ring Q hat zweckmäßig einen
solchen Durchmesser, daß er auf das Ende des Druckmessergehäuses paßt. Beim Zusammensetzen
wird der Ringteil der Feder 1l1 auf den Ring Q aufgelegt und dann in dieser Stellung
durch Überstreifen der KapFe K gehalten. Der zylindrische Flantsch dcs Ringes dient
gleichzeitig als Führung für die Zeigerstange. Der fingerhutartige Ring R ist besonders
zur Aufnahme des Endes der Stange D geeignet, so daß sie stets in achsialer Stellung
in dem Gehäuse gehalten wird.
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Wenn sich bei der Benutzung des Druckmessers der Kolben nach oben
bewegt, wird die Stange d-ebenfalls aufwärts bewegt. Ihre Zähne gleiten an der Wand
J entlang und werden durch die Feder 161 in ständiger Berührung mit ihr gehalten.
Wird der Druckmesser vom Reifenventil abgenommen, so bleibt die Zeigerstange mit
einem ihrer Zähne an der Wand J hängen, während der Kolben in seine Tiefstellung
zurückkehrt. Durch die Form der Zähne wird eine unbeabsichtigte Verschiebung der
Stange in beiden Richtungen verhütet. Um die Stange nach außen zu bewegen, muß die
Feder h1 zurückgedrückt werden. Da hierfür ein Zug erforderlich ist, so wird dies
nur dann erfolgen, wenn es absichtlich geschieht. In entgegengesetzter Richtung
verhindern die flachen Teile P der Zähne die Bewegung, wenn diese nicht gleichzeitig
nach innen und seitwärts erfolgt, was bei der Benutzung selten vorkommt. Es ist
nicht wichtig, daß die Zähne genau wagerechte Einschnitte haben, sie können auch
etwas nach unten geneigt sein, indessen ist die wagerechte Form am geeignetsten,
um ein Verschieben in die Nullstellung zu verhüten.