DE394074C - Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von Fluessigkeitsleitungen - Google Patents
Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von FluessigkeitsleitungenInfo
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- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
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- A01G25/16—Control of watering
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Description
In vielen Betrieben, insbesondere in landwirtschaftlichen und gärtnerischen Anlagen,
werden fest verlegte Wasserleitungen mit zahlreichen Anschlußstellen für Schläuche.
fliegende Leitungen usw. verwendet. Die Anschlußstellen werden in der Regel, um an Anlagekosten
zu sparen, nicht, wie es am bequemsten wäre, mit Schiebern versehen, sondern nur durch Kappenmuffen oder andere
ίο einfache Mittel verschlossen. Dies bringt den
Nachteil mit sich, daß, wenn die Leitung unter Druck steht, ehe ein Anschluß angebracht oder
abgenommen werden kann, ein Hauptschielier mitunter weit weg von der Anschlußstelle geschlossen
und dann wieder geöffnet werden muß. Derselbe Übelstand macht sich geltend bei fliegenden Rohrleitungen, die für künstliche
Beregnung und ähnliche Zwecke gebraucht werden, und deren Länge nach jeder Wasserentnahme
geändert werden muß. Da es zu teuer wäre, jedes Teilstück mit einem Abschlußhahn
oder Schieber zu versehen, wird im allgemeinen an der Abzweigung vom Stammrohr ein Hahn angeordnet und dieser vor und
nach jeder Entnahme bedient, was bei langen fliegenden Leitungen jedesmal· einen erheblichen
Zeitverlust bedingt.
Demgegenüber ist die Einrichtung nach der Erfindung folgende:
Ein an sich bekannter \*erschluß V wird in
bekannter Weise durch Vermehrung der Durchflußmenge (Veränderung der Druckoder
der Strömungsverhältnisse) geschlossen, z. B. nach Art eines Rohrbruchventils, oder
er wird durch Verminderung des Durchflusses bzw. durch vollständigen Abschluß am Rohrauslauf
bei H (Abb. 1 und 2) veranlaßt, selbsttätig zu schließen. Der Verschlußkörper V
schließt jedoch nicht vollständig, sondern er gestattet unmittelbar oder mit Hilfe einer
Umleitung den Übertritt geringer Wassermengen auf die Rückseite des \%itils. Hierdurch
wird es möglich, gegen den Nachteil eines ganz unwesentlichen Wasserverlustes
ein Mittel in die Hand zu bekommen, um jederzeit aus der Ferne das Ventil wieder zu
öffnen. Dies «eschieht. indem zunächst der Wasseraustritt, bei Ii durch Schließen eines
Hahnes oder Schiebers verhindert und dadurch der Wasserdruck hinter dem Ventil gesteigert
wird. Damit läßt sich das Ventil entlasten und wie im folgenden beschrieben, auf einfache Weise öffnen.
Anordnung I.
Das Schließen des Ventils V erfolgt nach Art eines Rohrbruchventils durch Öffnen des
Hahnes/-/ (Abb. 1 und 2). Das verschiebiiche
Gegengewicht G ist so eingestellt, daß bei der normalen Durchflußgeschwindigkeit die Verschlußklappe
K an dem Anschlag A leicht anliegt. Wird die Geschwindigkeit durch Öffnen
von H wesentlich gesteigert, so legt sich die Ventilklappe K unter dem Einfluß des
strömenden Wassers um, dabei schließt sie nur teilweise, was durch einfache Mittel, wie
Aussparungen in der Klappe selbst oder im Ventilsitz, zu erreichen ist oder sie schließt
vollständig, doch kann durch eine Umleitung Wasser auf die Rückseite der Klappe gelangen.
Wird nun durch Schließen von Ii die Anschlußleitung unter Druck gebracht, so öffnet
sich die Ventilklappe wieder unter der Wirkung des Gegengewichtes.
Anordnung II.
In Abb. 4 stelle G ein Hohlgewicht, R ein Rohr, JV eine Hohlwelle dar. Das Hohlgewicht
Ci ist. so mit der Ventilklappe K verbunden, daß es in liegender Stellung leer und
etwas leichter ist als die Klappe K, daß also diese das Bestreben hat sich senkrecht zu
stellen; sie wird jedoch durch den Druck des fließenden Wassers auf die schräge Fläche /; in
bekannter Weise während des Betriebes offen gehalten. Wird nun durch teilweises Schließen
von H (Abb. 1 und 2) die Wassergeschwindigkeit herabgesetzt, so schließt die Klappe K.
Der Verschluß ist, wie in Anordnung I, nicht vollständig. Im Augenblick, in dem die Klappe
ihre Verschlußstellung erreicht, öffnet sich eine feine Öffnung nach dem Inneren des
Hohlgewichtes, das sich langsam z. B. durch * Hohlwelle W und Rohr/? füllt, dadurch ein
Übergewicht über die Klappe K bekommt und
zunächst selbsttätig den Wasserzufluß zum Gewicht abstellt. Die Klappe wird noch durch
den einseitigen Wasserdruck in der Ver-S Schlußstellung gehalten, bis sie durch Gegendruck,
der wieder durch Schließen von H erzeugt wird, entlastet, sich durch die Wirkung
des Wassergewichtes öffnet. In der umgekippten Lage entleert sich wieder das Wassergewicht,
und die Klappe ist zum erneuten Schließen bereit.
Anor d η u η g III.
Anordnung wie in Beispiel II, jedoch wird der Wasserzutritt zum Wassergewicht durch
ein hinter dem Durchgangsventil V oder auf dessen Rückseite befindliches Ventil geregelt,
das sich bei Überschreitung eines gewissen Druckes hinter dem Durchgangsventil öffnet.
Anor d η u η g IV.
Die Klappe ist als 'Schwimmer ausgebildet oder wird durch Federkraft offen gehalten
(Abb. 5). Durch Vermehrung des Wasserdrucks (Abschluß von H) wird das HoMgewicht
G, dessen Inneres durch ein nicht dargestelltes Ventil mit dem Rohriunern in Verbindung
steht, gefüllt. Durch sein größeres Gewicht stellt es die Klappe steiler, so daß
diese sich schließt. Gleichzeitig wird der Wasserzutritt zum Gefäß G abgeschnitten, in-'dem
sich z. B. die Verschlußklappe in Verschlußstellung vor das Ventil stellt, und das
Gefäß entleert sich langsam, während die Klappe durch den Wasserdruck nach Öffnen
von H in Schlußstellung gehalten wird. Erhält die Klappe wieder durch Schließen von H
Gegendruck, so öffnet sie sich durch ihren Auftrieb oder durch Federkraft.
A η Ordnung V.
AbI). 6. Die Klappe Jl ist hohl und hat, mit Luft gefüllt, Auftrieb, der sie offen hält. Bei
Steigerung des Wasserdrucks (Schließen von H) dringt durch das Ventil V1 Wasser in
die Klappe und beschwert sie derart, daß sie sich senkt, bis die Dichtung D bei P1 anliegt.
Iu diesem Augenblick öffnet sich durch die Drehung der Klappe eine Öffnung, die den
Austritt des durch das Ventil V1 eingedrungenen Wassers aus der Klappe vermittels des
Rohres r durch den Druck der in der Hohlklappe komprimierten Luft in den Raum hinter
der Klappe gestattet, sobald dieser durch Öffnen des Hahnes H drucklos wird. Die
Klappe erhält hierdurch wieder Auftrieb und hebt sich, sobald sie wieder durch Schließen
von H Gegendruck l.ekonimt. Zweckmäßig wird das Ventil V1 so angeordnet, daß es bei
geschlossener Klappe vom Wasserzufluß aus dem Rohr abgeschlossen ist, was sich leicht
erreichen läßt, indem das Ventil zwischen zwei Dichtungsflächen D-D' angeordnet wird.
Die hier gegebenen Anordnungen sind für Leitungen im Anschluß an Ortsnetze und Zentrifugalpumpen
anwendbar. Bei unmittelbarer Speisung durch Kolbenpumpen muß gleichzeitig mit dem Schließen des Ventils das Öffnen
eines nach der Saugleitung oder ins Freie führenden Nebenverschluß erfolgen, um Übernnstrengungen
der Pumpe zu vermeiden, was sich in einfacher und bekannter Weise dadurch erreichen läßt, daß die Klappe in Öffnungsstellung
eine Öffnung der Umleitung zum Saugrohr bzw. zum Auslauf verschließt, während sie diese in Schltißstellung freigibt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Schließen und Wiederöffnen von Flüssigkeitsleitungen, besonders
von Zuleitungen zu Beregnungs- und Berieselungsanlagen aus der Ferne, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen
undicht schließenden Verschlußkörper oder durch eine Umleitung bei geschlossenem
Verschlußkörper (K) noch der Durchtritt einer geringen Menge Flüssigkeit gestattet
wird, wodurch bei ganzem oder teilweisem Schließen oder Öffnen der Leitung an beliebiger
Stelle hinter dem Verschlußkörper der Leitungsdruck hinter diesem so verändert
wird, daß der Verschlußkörper geöffnet oder geschlossen wird.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1 mit einem Hohlgewicht zur Betätigung des
Verschlußkörpers, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel, der das Hohlgewicht mit
dem Verschlußkörper verbindet, als ein Rohr (R) ausgebildet ist, daß das Innere
des Hohlgewichtcs mit dem Raum hinter dem Verschlußkörper verbindet.
3. Ausführungsfonn eines Rohr Verschlusses
nach Anspruch 1 mit einem Hohlgewicht (G) zu Betätigung des Verschlusses,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper als Schwimmkörper ausgeführt
ist.
4. Rohrverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper
als Hohlkörper ausgebildet ist und ein Ventil (V1) trägt, durch, welches sein
Hohlraum mit dem Innern des Verschlußgehäuses in Verbindung steht. ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO12714D DE394074C (de) | Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von Fluessigkeitsleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO12714D DE394074C (de) | Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von Fluessigkeitsleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE394074C true DE394074C (de) | 1924-04-12 |
Family
ID=7352976
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO12714D Expired DE394074C (de) | Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von Fluessigkeitsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE394074C (de) |
-
0
- DE DEO12714D patent/DE394074C/de not_active Expired
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