DE3940584A1 - Schutzhaube fuer handwerkzeugmaschinen, insbesondere schleifmaschinen - Google Patents
Schutzhaube fuer handwerkzeugmaschinen, insbesondere schleifmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Schutzhaube nach der Gattung des
Anspruchs 1.
Durch die DE-OS 36 36 500 ist eine gattungsgemäße Schutzhaube be
kannt. Nachteilig ist deren Konstruktion wegen hoher Kosten und ho
hen Materialaufwandes für die Einzelteile der Spannmechanik.
Eine Schutzhaube ist ein beispielsweise die Schleifscheibe einer
Schleifmaschine etwa halbkreisförmig umgebendes Gehäuse. Der sich
hinter der Schutzhaube befindliche Bedienende soll gegen abgeschleu
derte Partikel geschützt sein. Etwa die Hälfte der Schleifscheibe
ragt aus einer Gehäuseöffnung. In Arbeitsposition wird diese Gehäu
seöffnung so gerichtet, daß der für die Schleifarbeit nötige Bereich
der Schleifscheibe dem Werkstück zugewandt ist. Dieser Bereich bzw.
die Position dieser Öffnung kann verstellt werden, indem die gesamte
Schutzhaube an der Schleifmaschine - beispielsweise um die geomet
rische Achse der Schleifscheibe - geschwenkt wird. An jede Änderung
der Arbeitsposition, z. B. von Winkelschleifern, muß aufgrund der
abgewinkelten Position der Spindel zum Handgriff entsprechend auch
die Position der Schutzhaube anpaßbar sein, damit der Bedienende
stets sicher geschützt ist.
Die erfindungsgemäße Schutzhaube mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß bei zumindest
gleichguter Handlichkeit der Schutzhaube im Vergleich mit den bisher
bekannten Schutzhauben, z. B. leichter Verstellbarkeit und Spannbar
keit, die Einzelteile der Schutzhaube einfacher und kostengünstiger
herstellbar und zudem leichter sind. Weitere vorteilhafte Ausgestal
tungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden Be
schreibung anhand der zugehörigen Zeichnung des Ausführungsbeispiels
einer Schutzhaube näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 aus
schnittsweise den Bereich der Spannmechanik der Schutzhaube und die
Fig. 2 die wesentlichen Einzelteile der Spannmechanik.
Eine in Fig. 1 gezeigte, an sich bekannte Schutzhaube 1 ist mit ei
nem ein Hohlzylindersegment bildenden Bördel 3 versehen. Ein Spann
band 5 umschlingt den Bördel 3 und den Hals 6 der Handwerkzeugma
schine. Dadurch wird die Schutzhaube 1 am Hals 6 und damit an der
Handwerkzeugmaschine gehalten. Zwei radial nach außen abgewinkelte
Enden 7 und 9 des Spannbandes 5 verlaufen zueinander im Abstand im
wesentlichen parallel. Die Enden 7, 9 sind über eine Spannschraube
11 und eine Mutter 13 miteinander verbunden. Das Spannband 5 ist
länger als der Umfang des Halses 6. Infolge dieser Überlange besteht
zwischen dem Spannband 5 und dem Hals 6 ein gewölbter Zwischenraum
15. In diesen ragt in Bezug auf die Achse des Halses 6 radial ein
kurzer Hebelarm 17 eines L-förmigen, zweiarmigen Hebels 18, der sich
am Hals 6 mit seiner Druckfläche 19 über einen Gleitbahnträger 22
aus dünnem Federstahlblech abstützt und so ein Spannschloß 23 bil
det. Der Gleitbahnträger 22 ist annähernd u-förmig gebogen. Mit ei
nem nach innen gewinkelten Schenkel liegt er innen am Spannband 5,
mit seinem geraden Schenkel liegt er am Hals 6 an und kleidet so den
Zwischenraum 15 aus. Dadurch sind die Abstützflächen am Spannband 5
und am Hals 6 sowie die Druckfläche 19 des Hebelarms 17 geschützt.
In der Fig. 2 sind einige Einzelteile perspektivisch - in Montage
lage auseinandergezogen - dargestellt. Sie entsprechen denen der Fig.
1. Mit der von Kanten 16 begrenzten Druckfläche 19 an seinem
freien Ende stützt sich der Hebelarm 17 gegen den auf dem Hals 6
aufliegenden Gleitbahnträger 22. Mit je einer Druckgegenfläche 21 an
zwei einander gegenüberliegenden seitlichen Schlitzungen 27, 28 des
Hebels 18 stützt sich der Hebelarm 17 im gewölbten Zwischenraum 15
gegen den oberen Bereich des Gleitbahnträgers 22 und damit gegen das
Spannband 5. Die am Spannband 5 anliegenden, schrägen Druckgegenflä
chen 21 des Hebelarms 17 bestimmen die Schwenkachse des Hebels 18
und sichern zusätzlich dessen Endlage in Spannstellung durch die
Wirkung ihrer schneidenartigen Kanten 32, 33.
Durch eine längs im Spannband 5 verlaufende schlitzartige Ausnehmung
24, die länger und breiter ist als der Querschnitt des Hebelarms 17,
ragt der Hebelarm 17. Der durch die Schlitzungen 27, 28 gebildete
taillenartige Bereich des Hebels 18 ist in der Ausnehmung 24 ge
führt. Der längere, bogenförmig gekrümmte Hebelarm 20 ist gegenüber
dem Hebelarm 17 abgewinkelt und liegt in Spannstellung außen am
Spannband 5 an. Für einen besseren Zugriff steht das Ende des Hebel
arms 20 vom Spannband 5 ab.
Der Gleitbahnträger 22 sitzt auf der einen Seite über die volle
Breite der Druckfläche 19 des Hebelarms 17 zwischen der Druckfläche
19 und dem Hals 6 und auf der anderen Seite zwischen dem Spannband 5
und den diesem zugewandten schneidenartigen Kanten 32, 33.
Ein einzelner nockenförmiger Vorsprung 30 auf der dem Hals 6 zuge
wandten Seite des Spannbandes 5 ist, wie in der DE-OS 36 36 601 in
Mehrfachanordnung beschrieben, in einer umlaufenden Ringnut 31 des
Halses 6 geführt. Dadurch ist die axiale Lage der Schutzhaube 1 auch
während des Verschwenkens gesichert.
Um das Spannband 5 aus der in Fig. 1 dargestellten Spannstellung zu
lösen, wird der längere Hebelarm 20 des Hebels 18 geschwenkt, bis
der kurze Hebelarm 17 innen am Spannband 5 am oberen Teil des Gleit
bahnträgers 22 anliegt. Im Zwischenraum 15 ist dadurch das Spannband
5 entspannt und somit lose um den Bördel 3 bzw. den Hals 6 geführt,
so daß die Schutzhaube 1 mit geringem Kraftaufwand um den Hals 6 ge
schwenkt oder auch vollständig abgezogen werden kann. Zum Spannen
wird der längere Hebelarm 20 wieder bis zum Anschlag an das Spann
band 5 verschwenkt. Der kurze Hebelarm 17 des Hebels 18 gleitet end
seitig dabei mit seiner Druckfläche 19 auf den Gleitbahnträger 22
auf, bis er etwa normal zur Achse des Halses 6 steht. Dadurch wird
im Zwischenraum 15 das Spannband 5 beaufschlagt und gespannt, so daß
die Schutzhaube 1 bei dieser Position des Hebels 18 nicht mehr um
den Hals 6 geschwenkt werden kann.
Der Gleitbahnträger 22 verhindert Reibungsverschleiß beim Spannen
und Lösen des Hebels 18 zwischen den Druckflächen 19 und der Ober
fläche des Halses 6 bzw. zwischen den Druckgegenflächen 21 und dem
Spannband 5. Die Druckflächen 19 sind durch rechtwinklige Kanten 16
begrenzt, die - wie Nocken wirkend - ein selbsttätiges Lösen des He
bels 18 aus seiner Spannstellung verhindern und in beide Schwenk
richtungen einen Druckpunkt bestimmen.
Ist - beispielsweise wegen einer Längung des Spannbandes 5 - dessen
Abstand im Zwischenraum 15 vom Hals 6 der Handwerkzeugmaschine grö
ßer als die Länge des Hebelarms 17, ist keine ausreichende Spannwir
kung erzielbar. Die Spannschraube 11 kann mit der Mutter 13 nachge
stellt werden. Zu diesem Zweck wird vorher der Hebel 18 in die Löse
position verstellt. In dieser ist ein Nachstellen der Spannschraube
11 mit nur geringem Kraftaufwand möglich. Anschließend bestimmt der
Hebelarm 17 dann wieder die Haltekraft des Spannbandes 5.
Ein nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung weist ei
nen Gleitbahnträger auf, der zumindestens teilweise kraft-, form-
oder stoffschlüssig mit dem Spannband verbunden ist. Dies sichert
die Lage des Gleitbahnträgers beispielsweise durch eine Schnappver
bindung oder eine Punktschweißung. Die Schnappverbindung kann bei
spielsweise durch Einrasten federnder Zungen des Gleitbahnträgers in
entsprechende Ausnehmungen des Spannbandes hergestellt werden.
Bei einem anderen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Er
findung trägt ein Gleitbahnträger den Nocken zur axialen Verriege
lung der Schutzhaube auf dem Hals der Handwerkzeugmaschine. Dies er
möglicht die Verwendung eines nockenfreien Spannbandes und verein
facht die Herstellung der Schutzhaube.
Bei einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Er
findung ist der taillenartige Bereich des Hebels in einem Teilbe
reich näher zum kurzen Hebelarm als Vierkant ausgestaltet und in ei
nem Teilbereich näher zum längeren Hebelarm als Zylinder ausgestal
tet. Der Durchmesser des Zylinders entspricht der Kantenlänge des
Vierkants. Dadurch ist der Hebel besonders sicher geführt, wenn er
mit dem Vierkant in der längsschlitzartigen Ausnehmung sitzt, näm
lich während der Spann- und Lösestellung.
Beim Zusammenbau des Spannschlosses kann nach dem Hindurchführen des
kurzen Hebelarms durch die längsschlitzartige Ausnehmung im Spann
band der Hebel bequem um 90° in seine Funktionslage gedreht und
anschließend mit dem Vierkant in der Ausnehmung positioniert werden.
Claims (13)
1. Schutzhaube (1) für Handwerkzeugmaschinen, insbesondere für
Schleifmaschinen, mit einem zylindersegmentartigen Bördel (3), der
von einem Spannband (5) umgriffen, welches mit einem hebelartigen
Spannschloß (23) versehen ist, am maschinenseitigen, insbesondere
eine Werkzeugspindel der Handwerkzeugmaschine aufnehmenden Hals (6)
der Handwerkzeugmaschine festklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannschloß (23) von einem im ganzen etwa einen L-förmigen
Körper ergebenden zweiarmigen Hebel (18) gebildet ist, dessen kürze
rer Hebelarm (17) sich einerseits entlang einer parallel zur Achse
des Halses (6) verlaufenden Schwenkachse an der Innenseite des
Spannbandes (5) abstützt und - in der Spannstellung - sich anderer
seits, insbesondere in einer Radialebene zur Achse des Halses (6)
verlaufend, an der Außenfläche des Halses (6) abstützt.
2. Schutzhaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Hals (6) und dem Spannband (5) der kürzere Hebelarm (17) sitzt,
mit dem der Abstand zwischen dem Hals (6) und dem Spannband (5) ver
änderbar ist wobei das Spannband (5) am Hals (6) einen Zwischenraum
(15) bildet und dort den Hebelarm (17) hält.
3. Schutzhaube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
kürzere Hebelarm (17) in Spannstellung mit einer durch zwei Kanten
(16) begrenzten Spannfläche (19) zwischen Spannband (5) und Hals (6)
abstützt.
4. Schutzhaube nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
Hebel (18) mit seinem längeren Hebelarm (20) in Spannstellung an das
Spannband (5) anschmiegt.
5. Schutzhaube nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der län
gere Hebelarm (20) zur Betätigung des Spannschlosses (23) dient.
6. Schutzhaube nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der län
gere Hebelarm (20) in Spannstellung am Spannband (5) anliegt und da
bei bogenförmig verlaufend vom Spannband (5) wegweist.
7. Schutzhaube nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am kür
zeren Hebelarm (17) gegenüber der Druckfläche (19) und schräg zu
dieser verlaufende Gegendruckflächen (21) schneidenartige Kanten
(32, 33) bilden.
8. Schutzhaube nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
zweiarmige Hebel (18) in der taillenartigen Einschnürung im Bereich
der Schlitzungen (27, 28) näher zum kürzeren Hebelarm (17) als Vier
kant ausgestaltet und näher zum längeren Hebelarm (20) als Zylinder
ausgestaltet ist.
9. Schutzhaube nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Gleitbahnträger (22) im Zwischenraum (15) sitzt und mit einer
Gleitbahn (23) für den kürzeren Hebelarm (17) versehen ist.
10. Schutzhaube nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gleitbahnträger (22) ein geschlitztes Federstahlblechteil ist.
11. Schutzhaube nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gleitbahnträger (22) zumindestens teilweise kraft-, form- oder
stoffschlüssig mit dem Spannband (5) verbunden ist.
12. Schutzhaube nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gleitbahnträger (22) einen Nocken (30) trägt.
13. Schutzhaube nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spannband (5) zusätzlich durch eine Schraube (11) mit Mutter (13)
spannbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893940584 DE3940584A1 (de) | 1989-12-08 | 1989-12-08 | Schutzhaube fuer handwerkzeugmaschinen, insbesondere schleifmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3940584A1 true DE3940584A1 (de) | 1991-06-13 |
Family
ID=6395062
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893940584 Withdrawn DE3940584A1 (de) | 1989-12-08 | 1989-12-08 | Schutzhaube fuer handwerkzeugmaschinen, insbesondere schleifmaschinen |
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