DE3839038A1 - Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoff-einspritzduese fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoff-Einspritzdüse für
Brennkraftmaschinen der im Oberbegriff des Anspruchs 1
definierten Gattung. Eine solche Einspritzdüse mit
Zwischenscheibe und Zwischenbuchse hat den Vorteil, daß der
in engen Grenzen zu haltende Toleranzbereich des Vorhubs der
Ventilnadel allein durch die Fertigungstoleranzen am
Druckkörper und an der Düsennadel bestimmt wird. Der Vorhub
kann daher genau gemessen und durch Anschleifen des
Anschlags der Ventilnadel, der im allgemeinen von dem freien
Ende der Ventilnadel gebildet wird, eingestellt werden.
Meßtoleranzen und/oder im Betrieb bzw. bei der Montage
auftretende Veränderungen wirken sich danach nicht mehr auf
die Größe des Vorhubs aus.
Bei einer bekannten Kraftstoff-Einspritzdüse dieser Art
(DE 35 41 131 A1) wird die gehäusefeste Schulter zur
Abstützung der zweiten Schließfeder durch eine stufenförmige
Ausbildung der Federkammer, vorzugsweise als axiale
Stufensackbohrung, geschaffen. Die zweite Schließfeder liegt
über eine Ringscheibe an der zwischen den
Bohrungsabschnitten mit unterschiedlichem
Bohrungsdurchmesser gebildeten Ringschulter an. Der
Druckstift ragt durch eine zentrale Öffnung in der
Ringscheibe hindurch und wird stirnseitig von der ersten
Schließfeder beaufschlagt. Die beiden Schließfedern sind
entsprechend den beiden unterschiedlichen Durchmessern des
Federraums im Durchmesser abgestuft.
Für eine solche Durchmesserabstufung von Federraum und
Schließfedern ist ein Mindestdurchmesser des Düsenhalters
erforderlich, der aus Festigkeitsgründen nicht
unterschritten werden kann.
Die erfindungsgemäße Kraftstoff-Einspritzdüse mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil,
daß der Außendurchmesser des Düsenhalters ohne
Festigkeitsverlust kleiner gemacht werden kann. Die
Schließfedern werden baugleich ausgeführt, die Federkammer
hat einen über die gesamte Länge konstanten Durchmesser, der
relativ klein gehalten werden kann. Die gehäusefeste
Abstützung der dem Düsenkörper naheliegenden Schließfeder
erfolgt über einen den Federraum kreuzenden Querbolzen, so
daß der für die erste Schließfeder zur Verfügung stehende
Federraum damit voll genutzt werden kann.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Anspruch 1 angegebenen Einspritzdüse möglich.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird
der Querbolzen in eine den Federraum kreuzende radiale
Sackbohrung eingeschoben und dichtet den Federraum durch
einen O-Ring ab. Die Fixierung des Querbolzens in der
radialen Sackbohrung erfolgt gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung durch ein als Federteller
ausgebildetes Zentrierstück, über das sich die dem
Düsenkörper naheliegende zweite Schließfeder an dem
Querbolzen abstützt.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Dabei zeigt die Zeichnung
einen Längsschnitt einer Kraftstoff-Einspritzdüse für direkt
einspritzende Brennkraftmaschinen.
Die in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellte Einspritzdüse
besitzt einen Düsenkörper 10, der zusammen mit einer
stirnseitig anliegenden Zwischenscheibe 11 durch eine
Überwurfmutter 12 an einem Düsenhalter 13 festgespannt ist.
Im Düsenkörper 10 ist eine Ventilnadel 14 axial
verschieblich gelagert, die mit einem nach innen gekehrten
Ventilsitz im Düsenkörper 10 zusammenarbeitet und mehrere,
dem Ventilsitz vorgelagerte Spritzöffnungen 15 steuert. Wie
nicht weiter dargestellt ist, ist die Führungsbohrung 16 der
Ventilnadel 14 im Düsenkörper 10 wie üblich an einer Stelle
zu einem Druckraum erweitert, in dessen Bereich die
Ventilnadel 14 eine Druckschulter hat. Der Druckraum ist
über einen im Düsenhalter 13 verlaufenden und nur teilweise
dargestellten Kanal 17 mit einem Stutzen 18 am
Düsenhalter 13 zum Anschließen einer zu einer Kraftstoff-
Einspritzpumpe führenden Kraftstoff-Förderleitung verbunden.
Der an der Druckschulter der Ventilnadel 14 anstehende
Kraftstoffdruck schiebt die Ventilnadel 14 entgegen dem
abgestuften Kraftverlauf einer im folgenden beschriebenen
Schließfederanordnung aus zwei Schraubendruckfedern nach
oben, wobei die Ventilnadel 14 in einer Voreinspritzphase
einen Vorhub und in einer Haupteinspritzphase einen Resthub
ausführt, in welchen Kraftstoff über die Spritzöffnungen 15
ausgespritzt wird.
Im Düsenhalter 13 ist eine Federkammer 19 koaxial zur
Ventilnadel 14 angeoronet, die als axiale Sackbohrung
ausgebildet und an ihrer offenen Stirnseite von der
Zwischenscheibe 11 abgeschlossen ist. In der Federkammer 19
ist eine erste Schließfeder 21 und eine zweite Schließfeder
22 hintereinandergereiht angeordnet, Die vom Düsenkörper 10
entferntere erste Schließfeder 21 wirkt über einen
Druckstift 23 ständig auf die Ventilnadel 14 in deren
Schließrichtung. Hierzu stützt sich die erste Schließfeder
21 über eine Scheibe 20 an dem Grund 30 der Federkammer 19
und über ein federtellerartiges Abstützelement 31 an der
Stirnseite des Druckstifts 23 ab. Das Abstützelement 31
trägt auf seiner Stirnseite eine Ausnehmung 32, die das
Stirnende des Druckstiftes 23 formschlüssig aufnimmt. Der
Druckstift 23 ist in einer Zwischenbuchse 24 axial
verschieblich geführt und liegt stirnseitig an dem freien
Ende der Ventilnadel 14 an. Die Zwischenbuchse 24 ist
koaxial zur Ventilnadel 14 in der Zwischenscheibe 11 axial
verschieblich geführt und trägt einen Anschlag 25 und einen
Gegenanschlag 26. Der von einer radialen Ringschulter
gebildete Anschlag 25 wirkt mit einem von einer gleichen
Schulter an der Zwischenscheibe 11 gebildeten Gegenanschlag
27 zur Begrenzung des Gesamthubs der Ventilnadel 14
zusammen. Der von der Stirnseite der Zwischenbuchse 24
gebildete Gegenanschlag 26 wirkt mit einem von der
Stirnseite der Ventilnadel 14 gebildeten Anschlag 28 zur
Begrenzung des Vorhubs der Ventilnadel 14 zusammen.
Die zur ersten Schließfeder 21 baugleich ausgeführte zweite
Schließfeder 22 ist in der Federkammer 19 der ersten
Schließfeder 21 zum Düsenkörper 10 hin vorgeordnet und
umgibt koaxial den Druckstift 23. Mit einem Stirnende stützt
sich die zweite Schließfeder 22 über einen Federteller 29 an
der Zwischenbuchse 24 ab, die dadurch in Schließlage der
Ventilnadel 14 an die Stirnseite des Düsenkörpers 10
angelegt wird, und mit ihrem anderen Ende preßt sich die
zweite Schließfeder 22 über ein als Federteller
ausgebildetes Zentrierstück 33 an einen die Federkammer 19
kreuzenden Querbolzen 34. Der Querbolzen 34, der im Bereich
der Federkammer 19 eine radiale Durchgangsöffnung 35 zum
Durchtritt des Druckstiftes 33 und eine Aufnahme 36 für das
Zentrierstück 33 aufweist, ist in eine radiale, die
Federkammer 19 querende Sackbohrung 37 eingeschoben. Ein in
einer Ringnut 38 des Querbolzens 34 einliegender, als O-Ring
ausgebildeter Dichtungsring 39 dichtet den Federkammer 19 ab.
Die Fixierung des Querbolzens 34 in der radialen Sackbohrung
37 erfolgt durch die Anpreßkraft der zweiten Schließfeder
22, die über das Zentrierstück 33 und die Aufnahme 36 den
Querbolzen 34 in der Federkammer 19 gegen Querverschiebung
sichert. Die Federkammer 19 ist noch über einen Kanal 40 mit
einem Anschlußnippel 41 für eine Leckölleitung verbunden.
Beim Einspritzvorgang führt die Ventilnadel 14 einen Vorhub
h v aus, bei welchem nur die erste Schließfeder 21 als
Gegenkraft wirksam ist. Bei diesem Vorhub wird eine
begrenzte Voreinspritzmenge aus den Spritzöffnungen 15
ausgespritzt. Der Vorhub h v ist beendet, wenn der Anschlag
28 an der Ventilnadel 14 an dem Gegenanschlag 26 der
Zwischenbuchse 24 zur Anlage kommt. In dieser Stellung
verharrt die Ventinadel 14, bis der weiter ansteigende
Kraftstoffdruck nunmehr die Gegenkräfte beider Schließfedern
21, 22 überwindet. Danach wird die Ventilnadel 14 samt
Zwischenbuchse 24 in Öffnungsrichtung weiterbewegt, bis sie
nach dem Resthub h v ihren Gesamthub zurückgelegt hat. Dieser
ist begrenzt durch den Gegenanschlag 27 an der
Zwischenscheibe 11, an welcher der Anschlag 25 an der
Zwischenbuchse 24 anschlägt. Durch die baugleiche Ausführung
der beiden Schließfedern 21, 22 und die Abstützung der
zweiten Schließfeder 22 an einem in dem Federraum 16
eingesetzten Querbolzen kann der Durchmesser der Federkammer
19 sehr klein gehalten und damit die Einspritzdüse insgesamt
relativ schlank gemacht werden.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene
Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann die Zwischenscheibe
11 auch aus zwei Einzelscheiben gebildet werden, von denen
die untere Einzelscheibe einen größeren Innendurchmesser als
die obere hat. Der Gegenanschlag 27 zur Begrenzung des
Gesamthubs der Ventilnadel 14 wird durch den von der unteren
Einzelscheibe nicht bedeckten Bereich in der oberen
Einzelscheibe gebildet. Bei dieser Ausführung der
Zwischenscheibe 11 kann auch der Gesamthub der Ventilnadel
14 durch entsprechende Wahl der Scheibendicke der unteren
Einzelscheibe leicht auf den gewünschten Wert eingestellt
werden.
Claims (6)
1. Kraftstoff-Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen mit
einem eine Ventilnadel axial verschieblich aufnehmenden
Düsenkörper mit von der Ventilnadel gesteuerten
Düsenöffnungen, der über eine Zwischenscheibe an einem
Düsenhalter befestigt ist, mit einer in der
Zwischenscheibe axial verschieblichen Zwischenbuchse,
die einen mit einem Anschlag an der Ventilnadel
zusammenwirkenden Gegenanschlag zur Begrenzung eines
Vorhubs der Ventilnadel und einen mit einem
Gegenanschlag an der Zwischenscheibe zusammenwirkenden
Anschlag zur Begrenzung des Gesamthubs der Ventilnadel
aufweist, und mit zwei als Schraubendruckfedern in einer
Federkammer im Düsenhalter hintereinandergereiht
angeordneten Schließfedern, von denen die vom
Düsenkörper entferntere erste Schließfeder über einen in
der Zwischenbuchse geführten, zur Ventilnadel koaxialen
Druckstift ständig auf die Ventilnadel wirkt und die dem
Druckkörper näherliegende zweite Schließfeder den
Druckstift koaxial umgibt, sich an einer gehäusefesten
Schulter in der Federkammer abstützt und über ein
Druckstück auf die Zwischenbuchse wirkt und diese in
Schließlage der Ventilnadel an dem Düsenkörper anlegt,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Schließfedern (21, 22)
baugleich ausgeführt sind und daß die gehäusefeste
Schulter zur Abstützung der zweiten Schließfeder (22)
von einem die Federkammer (19) durchdringenden
Querbolzen (34) gebildet ist, der eine radiale
Durchgangsöffnung (35) zum Durchtritt des Druckstiftes
(23) aufweist.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querbolzen (34) in eine die Federkammer (19)
durchdringende radiale Sackbohrung (37) eingeschoben
ist.
3. Einspritzdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querbolzen (34) in einem in Einschieberichtung
hinter der Durchgangsöffnung (35) liegenden Bereich eine
Ringnut (38) trägt, in welcher ein sich an die
Bohrungswand der Sackbohrung (37) anpressender
Dichtungsring (39) einliegt.
4. Einspritzdüse nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querbolzen (34) im
Kreuzungsbereich der Federkammer (19) eine Aufnahme (36)
für ein als Federteller ausgebildetes Zentrierstück (33)
aufweist, an dem sich die zweite Schließfeder (22)
abstützt.
5. Einspritzdüse nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Schließfeder (21) sich am
Grund (30) der als axiale Sackbohrung ausgebildeten
Federkammer (19) abstützt und über ein
federtellerartiges Abstützelement (31) auf die
Stirnseite des Druckstiftes (23) wirkt.
6. Einspritzdüse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützelement das Stirnende des Druckstiftes
(23) in einer stirnseitigen Ausnehmung (32) aufnimmt.
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