DE3837299A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schleifenrelais - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schleifenrelaisInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/02—Bases; Casings; Covers
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Herstellung eines Schleifenrelais, insbesondere eines Relais für die
Einschaltung im Teilnehmerstromkreis einer Fernsprechvermittlungs
einrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einem derartigen Relais für die Einschaltung im Teilnehmerstromkreis
einer Fernsprechvermittlungseinrichtung soll für große Stückzahlen eine
wirtschaftlich sinnvolle Fertigung ermöglicht werden.
Bisher bekannte Relais mit einer bifilar gewickelten Spule wurden so
hergestellt, daß zunächst eine fertig gewickelte und ausgehärtete
Back-Lack-Spule angefertigt wurde, wobei dann im Bereich des
Relaisgehäuses die Anschlußenden kontaktiert wurden.
Das Kontaktieren dieser Anschlußenden erfolgte von Hand aus, indem man
die jeweiligen aus der Back-Lack-Spule herausragenden Anschlußenden von
Hand um die entsprechenden Anschlußstifte auf dem Sockel oder der
Sockelplatte eines Gehäuses wickelte. Dies war mit einem großen
Zeitaufwand verbunden und außerdem mit der Gefahr der Beschädigung der
Anschlußenden oder mit der Gefahr der ungenügenden Kontaktierung. Der
hierbei entstehende Zeitaufwand und die damit verbundenen Kosten waren
für große Stückzahlen nicht tragbar.
Als Vorrichtung bei der Herstellung von bekannten bifilar gewickelten
Spulen für Schleifenrelais wurde ein Wickeldorn verwendet, auf den in
ansich bekannter Weise die Spule aufgewickelt und dann abgezogen wurde
und im weiteren in das Gehäuse des Relais eingebracht und die
Anschlußenden dort mit den Anschlußstiften des Sockels verbunden wurden.
Außer dem erhöhten Zeitaufwand ergab sich zusätzlich der Nachteil, daß
eine automatische Anwicklung der Anschlußstifte des Relais nicht möglich
war.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Herstellung eines Schleifenrelais der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, daß ein Schleifenrelais bei geringem Zeitaufwand
und geringen Kosten ohne Gefahr der Beschädigung bei der Herstellung des
Relais gefertigt werden kann in Verbindung mit einer Automatisierung des
Anwickelvorgangs der Spulenenden auf die Anschlußstifte.
Zur Lösung der Aufgabe sind bei dem Verfahren die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 vorgesehen.
In Bezug auf die Vorrichtung mit einem Wickeldorn sind zur Lösung der
Aufgabe die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 10
vorgesehen.
Der Kern der vorliegenden Erfindung besteht also in dem zweigeteilten
Gehäuse mit den beiden Gehäuseschalen, wobei in den Gehäuseschalen
selbst schon die Anschlußstifte für die Festlegung der Spulenanfänge
angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, vor dem Wicklungsvorgang bzw.
beim Anlaufen des Wicklungsvorganges den Anschluß an die Anschlußstifte
vorzunehmen, den Wicklungsvorgang auszuführen, die Spulenenden
festzulegen und die Spule durch Aushärten fertigzustellen und danach die
beiden Gehäuseschalen zusammenzuschieben, wodurch dann die
fertiggestellte Spule im Gehäuse fertig kontaktiert vorliegt.
Man spart sich also mit diesem neuartigen Herstellungsverfahren
wesentliche zeitraubende Arbeitsschritte, die vorher manuell
durchgeführt werden mußten.
Das Wesen der Vorrichtung zur Herstellung des Schleifenrelais liegt
darin, daß der Wickeldorn selbst in der Mitte geteilt ausgebildet ist,
wobei auf jede Seite des Wickeldorns zunächst eine Gehäuseschale und
dann ein Flansch aufgesteckt wird, wobei in der Mitte des Wickeldorns
zwischen den Flanschen ein Wickelraum gebildet wird mit beidseitig an
Anschlägen des Wickeldorns angeordneten Spulenflanschen.
In Ausgestaltung des Verfahrens ist es vorgesehen, daß die beiden
Gehäuseschalen an den jeweils zugeordneten offenen Stirnseiten einen
Ansatz und einen Innenraum aufweisen, die zueinander versetzt beim
Zusammenschieben der Gehäuseschalen miteinander verrasten.
Damit wird der Vorteil erreicht, daß die Gehäuseschalen zu einem
einheitlichen Gehäuse festgelegt werden können, wobei insbesondere wegen
der Verzahnung bzw. Verschachtelung der Gehäuseschalen eine erhöhte
Hochspannungsfestigkeit gegenüber der Spule erreicht wird.
Außerdem entsteht ein weiterer Vorteil, daß beliebige Rasterabstände,
d.h. also Abstände zwischen einander gegenüberliegenden, einander
zugeordneten Anschlußstiften der beiden Gehäuseschalen, gewählt werden
können. Das Rastermaß bestimmt sich nämlich durch das Maß des
Zusammenschiebens der beiden Gehäusehälften und kann in weiten Bereichen
variiert werden.
Werden die beiden Gehäusehälften durch entsprechende Anschläge nicht so
weit ineinandergeschoben, dann wird auf diese einfache Art ein anderes
Rastermaß erzielt. In einer anderen Ausführungsform könnte das Rastermaß
auch dadurch verändert werden, indem man die Anschlußstifte um einige mm
versetzt, d.h. in der Kunststoff-Form der Gehäusehälften,
unterschiedlich anspritzt, wodurch ein anderes Rastermaß auf einfache
Weise erzielt wird. Hierbei bleiben das Wickelvolumen und die Spule
selbst gleich, d.h. bei Veränderungen des Rastermaßes braucht an der
Spule selbst nichts geändert zu werden. Ebenso werden die Luft- und
Kriechstrecken dadurch nicht beeinflußt.
In einer Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß an den beiden
Gehäuseschalen symmetrisch die Anschlußstifte für die Teilspulen und die
Reedkontakte vorgesehen sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung eines
Schleifenrelais sieht vor, daß die beiden Gehäuseschalen mit den
Anschlußstiften im Abstand zueinander verdrehungssicher auf einem
Wickeldorn angeordnet sind mit einem dazwischen liegenden Wickelraum mit
Spulenflanschen für die Teilspulen und daß die Anschlußstifte der
Gehäuseschalen mit dem jeweiligen Spulenanfang belegt werden, die Spule
gewickelt und die Anschlußstifte der Gehäuseschalen mit den jeweiligen
Spulenenden belegt werden und im weiteren die Spule nach Art einer Back-Lack-Spule
unter Hitze verklebt wird und dann die Gehäuseschalen auf die
gewickelte Spule verdrehungssicher aufgeschoben werden und miteinander
nach Art einer Verzahnung verrasten.
In Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung des Schleifenrelais ist
es vorgesehen, die Gehäuseschalen innenseitig oval auszubilden.
Hierdurch wird ein erhöhter Aufnahmeraum im Inneren der Spule geschaffen
für die Anordnung von zwei Reed-Kontaktanordnungen, die
aufeinandergestapelt in die Spule eingeschoben werden.
In Ausgestaltung des Verfahrens bei der Herstellung des Schleifenrelais
mit dem Wickeldorn ist es vorgesehen, daß die Gehäuseschalen stirnseitig
eine ovale Ausnehmung aufweisen. Der Wickeldorn wird in diese ovale
Ausnehmung eingeführt, wodurch die Gehäuseschalen verdrehungssicher auf
dem Wickeldorn angeordnet sind.
Vorteilhaft weisen die Gehäuseschalen innenseitig an der Stirnseite eine
Ausnehmung auf, in welche beim Aufschieben auf die Spule ein Zapfen des
Spulenflansches einrastet. Hierdurch wird die Spule innerhalb der
Gehäuseschalen vorteilhaft festgelegt.
Als vorteilhafte Ausgestaltung weisen weiterhin die Gehäuseschalen
außenseitig Nuten auf zur Aufnahme von Anschlußdrähten für die
Kontaktierung der Reedkontakte bzw. der Teilspulen. Hierbei werden die
Anschlußdrähte versenkt am Außenumfang des Gehäuses geführt und können
derart verschaltet werden, daß das Relais auch in einer um 180°
gedrehten Anordnung mit den gleichen Eigenschaften betrieben werden
kann. In diesem Zusammenhang weisen vorteilhaft die Gehäuseschalen
stirnseitig eine Ausnehmung auf zur Aufnahme einer Drahtbrücke, die von
Lappen gehalten wird.
In Ausgestaltung der Vorrichtung zur Herstellung des Schleifenrelais mit
einem Wickeldorn, auf dem in einer Wickelvorrichtung die Spule gewickelt
wird, ist es vorgesehen, daß der Wickeldorn an der Teilungsstelle einen
Zapfen an einer Seite aufweist, der in eine zugeordnete Ausnehmung an
der anderen Seite des Wickeldorns eingreift, wobei der Wickeldorn über
Federn zusammengehalten wird. Mit dieser konstruktiv einfachen Anordnung
ist der Wickeldorn teilbar ausgebildet und läßt sich aus der Spule
selbst nach dem Wickeln leicht wieder entfernen.
Beim Zusammenschieben der Spulenschalen ist es vorteilhaft, wenn ein
Anschlag des Wickeldorn radial verfahrbar ausgebildet ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen
Ausführungsweg darstellende Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen
aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus
der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen - einschließlich der Zusammenfassung -
offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen
dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand
der Technik neu sind.
Es zeigen:
Fig. 1 die Anordnung der beiden Gehäusehälften auf einem teilbaren
Wickeldorn unter Bildung eines Wickelraumes mit Spulenflanschen
in teilweise geschnittener Darstellung,
Fig. 2 die linke Gehäusehälfte nach Fig. 1 in einer Ansicht,
Fig. 3 die stirnseitige, außenseitige Ansicht einer Gehäusehälfte,
Fig. 4 die stirnseitige Ansicht in das Innere einer Gehäusehälfte.
In Fig. 1 ist der Wickeldorn 1 dargestellt, auf den beidseitig links
und rechts die Gehäuseschalen 2 aufgeschoben sind, wobei an den vorderen
Enden des teilbaren Wickeldorns 1 Spulenflansche 3 ebenfalls
aufgeschoben sind. Der Abschnitt 4 des Wickeldorns 1 im Bereich des
Wickelraums 22 ist werkstoffeinstückig mit dem Wickeldorn 1 verbunden.
Auf den Abschnitt 4 ist eine Feder 5 aufgeschoben, z.B. in einer
Ausführung als Schraubendruckfeder, die sich an einem nicht näher
dargestellten festen Ansatz des Abschnitts 4 einerseits anlegt und mit
ihrem freien, federnden Ende an der Stirnseite des Flansches 3 anlegt.
Hierdurch wird der Flansch 3 federbelastet gegen die Stirnseite des
Wickeldorns 1 gehalten.
Um eine Verschiebung in Gegenrichtung zu vermeiden, wird der Flansch 3
über einen Anschlag 21 in seiner Lage festgehalten.
Die gegenüberliegende Seite des Wickeldornes 1 ist symmetrisch zur
Längsmittenlinie 23 ausgebildet, wobei dieser Abschnitt 4 des
Wickeldorns 1 einen Zapfen 24 aufweist, der in eine zugeordnete
Ausnehmung im gegenüberliegenden Abschnitt 4 eingreift und dort eine
Drehkupplung bildet.
Der Wickeldorn 1 weist weiterhin ein Einsatzstück 18 auf, welches
gegenüber den beiden Enden des Wickeldornes 1 einen verkleinerten
Durchmesser aufweist und im übrigen im Querschnitt oval ausgebildet ist,
um hierdurch die Gehäuseschalen 2 verdrehungssicher auf dem Wickeldorn 1
zu halten. Hierbei greift das ovale Ansatzstück 18 in jeweils eine
gleichprofilierte, zugeordnete Ausnehmung 17 der Gehäuseschalen 2 ein,
so daß die beiden im wesentlichen symmetrisch zueinander ausgebildeten
Gehäuseschalen 2 drehfest auf dem Wickeldorn 1 angeordnet sind.
Jeder Wickeldorn 1 weist an seinen außenliegenden Enden jeweils einen
Anschlag 25 auf, an denen jeweils die Stirnseite der Gehäuseschalen 2
fest anliegt.
Die Gehäuseschalen 2 werden ferner gegen Verschiebung lagengesichert
gehalten durch einen Anschlag 9 , der eine axiale Verschiebung der
beiden Gehäusehälften zueinander verhindert.
Die beiden Abschnitte 4 des Wickeldorns 1, die einander gegenüberliegend
symmetrisch zueinander ausgebildet sind, greifen ineinander ein und
bilden zusammen mit den gleich ausgebildeten Spulenflanschen 3 einen
Wickelraum 22 für die Herstellung der bifilar gewickelten Wicklung,
bestehend aus zwei Teilspulen.
Die beiden einander gegenüberliegenden Federn 5 der einander
gegenüberliegenden und ineinandergreifenden Abschnitte 4 des Wickeldorns
1 sind so angeordnet, daß sie gleichzeitig die beiden Abschnitte 4
zusammenhalten, so daß der Zapfen 24 nicht aus der gleichprofilierten
Aussparung im gegenüberliegenden Abschnitt während des Wickelvorgangs
herausgleitet.
Die Gehäuseschalen des Schleifenrelais bestehen nach den Fig. 1 bis 4
aus zwei Gehäusehälften, die zueinander symmetrisch ausgebildet sind,
mit der Ausnahme, daß an jeder Gehäuseschale 2 jeweils ein Gehäuseansatz
19 angeordnet ist, wobei wegen der Schnittführung in Fig. 1 lediglich
der Gehäuseansatz 19 der rechten Gehäusehälfte 2 sichtbar ist, während
der zugeordnete Ansatz 19 auf der linken Gehäusehälfte nach Fig. 2
dargestellt ist.
Dieser Gehäuseansatz 19 nach Fig. 2 ist spiegelsymmetrisch zur
Längsmittenachse des Wickeldorns auf der unteren vorderen, offenen Seite
des Gehäuses 2 angeordnet, so daß beim Zusammenschieben der beiden
Gehäuseschalen 2 der rechte Ansatz 19 der rechten Gehäuseschale 2 in die
linke Gehäuseschale 2 hineinfährt und dort mit einer nicht näher
dargestellten Lagensicherung, z.B. einer Schnappsicherung, arretiert
wird.
In gleicher Weise fährt der nach Fig. 2 vorne unten ausgebildete Ansatz
19 der linken Gehäuseschale in den Innenraum 11 der rechten
Gehäuseschale hinein und verrastet dort.
Derart ergibt sich der Vorteil, daß die beiden Gehäuseschalen aus ein-
und derselben Werkzeugform entstammen und so versetzt zueinander
angeordnet sind, daß die jeweiligen stirnseitig angeordneten Ansätze 19
in die zugeordneten Innenräume 11 dieser Gehäusehälften 2 hineinfahren.
Hierdurch wird aufgrund dieser Ansätze 19 eine erhöhte
Kriechstromfestigkeit erzielt zwischen Spule und dem eingebauten
Reedkontakt.
Die Herstellung der bifilaren Wicklung erfolgt nun in einfacher Weise
derart, daß zunächst der Spulenanfang 26 an dem rechten Anschlußstift 14
der rechten Gehäuseschale 2 maschinell festgelegt wird durch Umwickeln.
Das Drahtende wird dann längs der Linie 27 nach vorne in Richtung zur
Längsmittenlinie 23 verlegt.
In analoger Weise wird bei dem gleichen Anschlußstift 14, der auf der
gegenüberliegenden - nicht näher dargestellten - Seite der rechten
Gehäusehälfte 2 angeordnet ist, ebenfalls ein Drahtende am Spulenfang 26
festgelegt und ebenfalls längs der Linie 27 nach vorne bis zur Position
28 geführt. Die beiden Drahtenden werden dann zusammengeführt und in
Form einer bifilaren Wicklung im Wicklungsraum 22 gewickelt.
Der Wicklungsvorgang geht solange, bis die bifilare Wicklung die radial
außenliegende Oberkante des Flansches 3 erreicht.
Es erfolgt dann der Anschluß der gegenüberliegenden Wicklungsenden an
den zwei Anschlußstiften 14 der linken Gehäusehälfte 2. Diese
Anschlußenden werden ebenfalls in analoger Weise längs einer Linie 27
(nicht dargestellt) zu den beiden Anschlußstiften 14 der linken
Gehäusehälfte 2 geführt und dort durch Umwickeln festgelegt.
Die durch Umwickeln festgelegten Anschlußenden 26 werden dann wahlweise
verlötet oder verschweißt.
Die so hergestellte bifilare Wicklung, bestehend aus Teilspulen L 1 und
L 2, wird nun in ansich bekannter Weise ausgehärtet. Hierbei wird z.B.
ein genügend großer Heizstrom durch die bifilare Wicklung geschickt, so
daß sich diese erwärmt und der wärmeschmelzbare Kleber verflüssigt wird,
so daß die Spulenwicklungen verbacken und nach einem Abkühlungsvorgang
fest und unlösbar zusammenhängen.
Der Wickeldorn 1 in seiner Darstellung nach Fig. 1 wird nun als
gesamtes Teil aus der Wicklungsmaschine entfernt, wobei bei Position 29
nicht näher dargestellte Kupplungsstücke vorhanden sind, so daß der
Wickeldorn 1 aus der Wicklungsmaschine entfernt werden kann.
Der Wickeldorn 1 wird dann als gesamtes Teil auf eine Automationsstation
gebracht und im nachfolgenden Arbeitsvorgang werden die beiden
Gehäuseschalen zusammengeschoben, wie nachfolgend erläutert wird.
Hierbei setzt jeweils ein nicht näher dargestellter Greifer an den
äußeren Stirnseiten der beiden Gehäuseschalen 2 an und schiebt diese
Gehäuseschalen in den Pfeilrichtungen 30, 31 aufeinander zu, wobei
gleichzeitig der Anschlag 9, der in den Pfeilrichtungen 10 verschiebbar
ist, entarretiert wird.
Durch das Zusammenschieben der beiden Gehäuseschalen 2 in den
Pfeilrichtungen 30, 31 gelangt nun die im Wickelraum 22 angeordnete Spule
in das Innere bzw. in die Innenräume 11 der einander zugeordneten und
zueinander geöffneten Gehäuseschalen 2 und wird dort eingeschoben.
Die beiden stirnseitig zueinander geöffneten Gehäusehälften 2 schieben
sich also über den Wickelraum 22 aufeinander zu, wobei gleichzeitig die
einander zugeordneten Ansätze 19 in die jeweils zugeordneten offenen
Stirnseiten der gegenüberliegenden Gehäusehälften 2 eingreifen und im
Bereich des Innenraums 11 miteinander verrasten.
Die Flansche 3 verbleiben hierbei in der jeweiligen Gehäuseschale, wobei
bevorzugt an der jeweiligen äußeren Stirnseite des Flansches 3 ein
Ansatz 32 angeordnet ist, der in eine zugeordnete Aussparung 33 im
Inneren der jeweiligen Gehäuseschale 2 eingreift, um hierdurch die Spule
mit den Spulenflanschen verdrehungssicher innerhalb der Gehäuseschale 2
festzulegen.
Danach wird der Wickeldorn 1 in den Gegenrichtungen zu den
eingezeichneten Pfeilrichtungen 30, 31 herausgezogen, so daß die fertig
gewickelte Spule damit in den nun geschlossenen Gehäuseschalen 2
verbleibt und das Gehäuse nun hermetisch nach Art einer Verschachtelung
oder Verzahnung abgeschlossen ist.
Das Wesen des vorliegenden Verfahrens in Verbindung mit der Vorrichtung
ist demnach das zweigeteilte Gehäuse nach Art von zwei Gehäuseschalen,
wobei die Gehäuseschalen aus ein und derselben Werkzeugform entstammen
und die Gehäuseschalen stirnseitig zueinander so offen sind, daß
einander zugeordnete Gehäuseansätze 19 in die jeweils zugeordnete offene
Stirnseite des anderen Gehäuses eingreifen. Damit wird eine besonders
einfache Herstellung eines derartigen Schleifenrelais bewerkstelligt.
Bei dem Verfahren werden demnach Gehäuseschalen 2 mit bereits daran
angeordneten Anschlußstiften 13, 14 auf den Wickeldorn der Wickelmaschine
genommen, wodurch es möglich wird, sofort an den außenliegenden
Anschlußstiften 14 den Spulenanfang 26 anzuwickeln und hierdurch sofort
die Kontaktierung erfolgt und im weiteren dann die bifilare Spule
gewickelt werden kann. Nach dem Wickeln werden die Anschlußstifte 14 der
anderen Gehäuseschale 2 kontaktiert und im weiteren die beiden
Gehäuseschalen zusammengeschoben und miteinander verbunden.
Eine Verbindung der beiden Gehäuseschalen ist selbstverständlich nicht
nur durch eine Schnapparretierung möglich, sondern ebenso durch
Verkleben oder Verschweißen.
Die anderen Anschlußstifte 13 nach Fig. 1 und den Fig. 3 und 4 dient
zur Kontaktierung der Reedkontakte, was hier nicht näher dargestellt
ist.
In Fig. 2 sind weitere Einzelheiten einer Gehäuseschale 2 dargestellt,
wobei erkennbar ist, daß jede Gehäuseschale 2 an ihrer Oberseite eine
Nut 15 aufweist, die später zur Aufnahme der abgewinkelten Anschlußenden
für die Reedkontakte dient, wobei diese Anschlußenden vertieft in
jeweils einer Nut 15 geführt werden.
Diese Drahtbrücke 7 dient dazu, eine Verschaltung derart durchzuführen,
daß das Relais auch in einer um 180° gedrehten Anordnung beim Einstecken
in den Sockel betrieben werden kann.
Die stirnseitige Ausnehmung 6 hat weiterhin fertigungstechnische
Bedeutung bei der Herstellung im Spritzgußverfahren für die
Gehäuseschalen. Im Bereich der Ausnehmung 6 sind jeweils zwei Lappen 34
angeordnet, die der Lagensicherung der Drahtbrücke 7 dienen.
Während in Fig. 3 die Stirnseite einer Gehäuseschale von außen
dargestellt ist, wird aus Fig. 4 die Stirnseite einer Gehäuseschale 2
von der Innenseite her ersichtlich.
Gemäß Fig. 3 sieht man, daß an den Seitenwänden der Gehäuseschale 2
die Anschlußstifte 14 schräg nach oben gebogen sind, wobei der
Spulenanfang 26 etwa im Bereich der eingezeichneten Position nach Fig.
3 auf dem Anschlußstift 14 festgelegt wird.
Von einer im Querschnitt oval ausgebildeten Ausnehmung 17 gehen schräg
nach oben verlaufende Nuten 35, 36 aus, in welche später bei der
Fertigstellung des Relais die Anschlußdrähte bzw. Anschlußenden des
Reedkontaktes eingelegt werden. In den Nuten 15 bzw. 37 werden
Anschlußdrähte der Spule eingelegt, um die Spule derart zu verschalten,
daß das Relais in der Lageanordnung nach Belieben in einen Sockel
eingesetzt werden kann.
Aus der Figur ist ersichtlich, daß der Innenraum selbst auch oval
ausgebildet ist. Statt einer ovalen Ausbildung des Innenraums 11 kann
selbstverständlich auch eine runde Ausführung gewählt werden. Die ovale
Ausbildung des Innenraums 11 hat den Vorteil, daß zwei Reedkontakte
parallel zueinander verlaufend in gegenseitigem Abstand angeordnet
werden können, die von einer einzigen bifilar gewickelten Spule umgeben
sind.
Durch die Ausführung des Gehäuses nach Art einer Zweiteilung mit zwei
Gehäuseschalen 2, wobei in diesen Gehäuseschalen 2 selbst schon die
Anschlußstifte 14 für die Festlegung der Spulenanfänge 26 angeordnet
sind, ist es möglich, in einem automatisierten Prozeß vor oder während
des Wicklungsvorganges den Anschluß der Anschlußstifte 14 vorzunehmen,
den Wicklungsvorgang auszuführen, die Spulenenden festzulegen, die Spule
durch Aushärten fertigzustellen und danach sofort die beiden
Gehäuseschalen 2 zusammenzuschieben, wodurch dann die fertiggestellte
Spule im Gehäuse fertig kontaktiert ist, ohne daß hierbei eine
weitergehende manuelle Tätigkeit nötig wäre. Hierdurch werden sonst
zeitraubende Arbeitsschritte erspart, die bisher manuell durchgeführt
werden mußten.
Zeichnungs-Legende
1 Wickeldorn
2 Gehäuseschale
3 Flansch
4 Abschnitt
5 Feder
6 Ausnehmung
7 Drahtbrücke
9 Anschlag
10 Pfeilrichtung
11 Innenraum
13 Anschlußstift
14 Anschlußstift
15 Nut
16 Ausnehmung
18 Einsatzstück
19 Gehäuseansatz
21 Anschlag
22 Wickelraum
23 Längsmittellinie
24 Zapfen
25 Anschlag
26 Spulenanfang
27 Linie
28 Position
29 Position
30 Pfeilrichtung
31 Pfeilrichtung
32 Ansatz
33 Aussparung
34 Lappen
35 Nut
36 Nut
37 Nut
39 Anschlag
2 Gehäuseschale
3 Flansch
4 Abschnitt
5 Feder
6 Ausnehmung
7 Drahtbrücke
9 Anschlag
10 Pfeilrichtung
11 Innenraum
13 Anschlußstift
14 Anschlußstift
15 Nut
16 Ausnehmung
18 Einsatzstück
19 Gehäuseansatz
21 Anschlag
22 Wickelraum
23 Längsmittellinie
24 Zapfen
25 Anschlag
26 Spulenanfang
27 Linie
28 Position
29 Position
30 Pfeilrichtung
31 Pfeilrichtung
32 Ansatz
33 Aussparung
34 Lappen
35 Nut
36 Nut
37 Nut
39 Anschlag
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung eines Schleifenrelais, insbesondere eines
Relais für die Einschaltung im Teilnehmerstromkreis einer
Fernsprechvermittlungseinrichtung, wobei das Relais als Reed-Relais
ausgebildet ist und ein Gehäuse mit Anschlußstiften sowie eine Spule,
bestehend aus zwei gleichsinnig gewickelten Teilspulen aufweist, die im
Teilnehmerstromkreis symmetrisch zum Gabelumschalter angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des Relais
mit den Anschlußstiften (13, 14) geteilt ausgebildet ist und aus zwei
gleichartigen, stirnseitig offenen, Gehäuseschalen (2) besteht, die von
beiden Seiten her im Bereich eines Wickeldorns (1) verdrehungssicher auf
die Spule aufgeschoben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseschalen (2) an den
jeweils zugeordneten offenen Stirnseiten einen Ansatz (19) und einen
Innenraum (11) aufweisen, die zueinander versetzt beim Zusammenschieben
der Gehäuseschalen (2) miteinander verrasten.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an den beiden Gehäuseschalen (2)
symmetrisch die Anschlußstifte (13, 14) für die Teilspulen und die
Reedkontakte vorgesehen sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Gehäuseschalen (2) mit den
Anschlußstiften (13, 14) im Abstand zueinander verdrehungssicher auf
einem Wickeldorn angeordnet sind mit einem dazwischen liegenden
Wickelraum (22) mit Spulenflanschen (3) für die Teilspulen und daß die
Anschlußstifte (14) der Gehäuseschalen (2) mit dem jeweiligen
Spulenanfang (26) belegt werden, die Spule gewickelt wird und die
Anschlußstifte (14) der Gehäuseschalen (2) mit den jeweiligen
Spulenenden belegt werden und im weiteren die Spule nach Art einer
Back-Lack-Spule unter Hitze verklebt wird und dann die Gehäuseschalen
(2) auf die gewickelte Spule verdrehungssicher aufgeschoben werden und
miteinander nach Art einer Verzahnung verrasten.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (2) innenseitig
oval ausgebildet sind.
6.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (2) stirnseitig eine
ovale Ausnehmung (17) aufweisen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (2) innenseitig an
der Stirnseite eine Ausnehmung (33) aufweisen, in welche beim
Aufschieben auf die Spule ein Zapfen (32) des Spulenflansches einrastet.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (2) außenseitig
Nuten (15, 35, 36, 37) aufweisen zur Aufnahme von Anschlußdrähten.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (2) stirnseitig eine
Ausnehmung (6) aufweisen, die bei Bedarf die Trennung der Drahtbrücke
ermöglicht, um eine Verbindung zwischen der Drahtbrücke und den
Anschlußdrähten der Reedkontakte herzustellen.
10. Vorrichtung zur Herstellung eines Schleifenrelais, insbesondere
eines Relais für die Einschaltung im Teilnehmerstromkreis einer
Fernsprechvermittlungseinrichtung, wobei das Relais als Reedrelais
ausgebildet ist und ein Gehäuse mit Anschlußstiften sowie eine Spule,
bestehend aus zwei gegensätzlich gewickelten Teilspulen aufweist, die im
Teilnehmerstromkreis symmetrisch zum Gabelumschalter angeordnet sind mit
einem Wickeldorn, auf dem in einer Wickelvorrichtung die Spule gewickelt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickeldorn
(1) in der Mitte geteilt ausgebildet ist und beidseitig auf dem
Wickeldorn (1) einander gegenüberliegend im Bereich von Anschlägen
(9, 25) die Gehäuseschalen (2) angeordnet sind, wobei der Wickeldorn (1)
im Bereich der Gehäuseschalen (2) oval ausgebildet ist und die
Gehäuseschalen (2) durch eine stirnseitige ovale Ausnehmung (17)
durchgreift und daß in der Mitte des Wickeldorns (1) ein Wickelraum (22)
vorgesehen ist mit beidseitig an Anschlägen (21, 39) angeordneten
Spulenflanschen (3).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wickeldorn (1) an der Teilungsstelle
einen Zapfen (24) an einer Seite aufweist, der in eine zugeordnete
Ausnehmung an der anderen Seite eingreift, wobei der Wickeldorn (1) über
Federn (5) zusammengehalten wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag (9) des Wickeldorns (1)
radial verfahrbar ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883837299 DE3837299A1 (de) | 1988-11-03 | 1988-11-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schleifenrelais |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883837299 DE3837299A1 (de) | 1988-11-03 | 1988-11-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schleifenrelais |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3837299A1 true DE3837299A1 (de) | 1990-05-10 |
| DE3837299C2 DE3837299C2 (de) | 1991-05-16 |
Family
ID=6366386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883837299 Granted DE3837299A1 (de) | 1988-11-03 | 1988-11-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines schleifenrelais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3837299A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0844635A3 (de) * | 1996-11-26 | 2000-11-22 | Tyco Electromechanical Components, Inc. | Justiervorrichtung für Relais und Verfahren |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2024433A1 (de) * | 1969-06-02 | 1970-12-10 | ||
| DE7201413U (de) * | 1971-01-14 | 1972-04-20 | Landis & Gyr Ag | Elektrische spule, insbesondere stosspannungssichere relaisspule |
| DE1934795C3 (de) * | 1968-07-09 | 1975-10-16 | C. P. Clare & Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) | Schutzrohrankerkontakt |
| DE2734450A1 (de) * | 1977-04-04 | 1978-10-12 | Standex Int Corp | Reed-relais |
| DE2939178A1 (de) * | 1978-11-01 | 1980-05-08 | Omron Tateisi Electronics Co | Elektromagnetisches klapprelais |
-
1988
- 1988-11-03 DE DE19883837299 patent/DE3837299A1/de active Granted
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1934795C3 (de) * | 1968-07-09 | 1975-10-16 | C. P. Clare & Co., Chicago, Ill. (V.St.A.) | Schutzrohrankerkontakt |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Automatisches Wickeln und Montieren von Reedrelaisspulen. In: Elektronik-Anzeiger, 9. Jg., 1977, Nr. 11, S. 36 * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0844635A3 (de) * | 1996-11-26 | 2000-11-22 | Tyco Electromechanical Components, Inc. | Justiervorrichtung für Relais und Verfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3837299C2 (de) | 1991-05-16 |
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