DE3835113A1 - Elektronisches ueberwachungssystem fuer eine brennkraftmaschine mit innerer verbrennung - Google Patents
Elektronisches ueberwachungssystem fuer eine brennkraftmaschine mit innerer verbrennungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektronisches Überwachungs
system für eine Brennkraftmaschine mit innerer
Verbrennung, bei dem vom Atmosphärendruck abhängige
Werte durch Berechnung anderer Überwachungsparameter
der Brennkraftmaschine herausgefunden werden, wobei
die berechneten Werte als Hilfsparameter für die
Überwachung der Brennkraftmaschine dienen.
Nachstehend ist eine herkömmliche Überwachungsvor
richtung für eine Brennkraftmaschine unter Bezug
nahme auf die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen
erläutert, welche ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen elektronischen Überwachungs
systems darstellen.
In Fig. 1 sind folgende Elemente dargestellt:
eine Brennkraftmaschine 1 mit innerer Verbrennung
beispielsweise für ein Kraftfahrzeug, wobei nur
ein einziger einer Vielzahl von Zylindern dargestellt
ist; ein Zylinder 2 der Brennkraftmaschine; ein
mittels eines Nockens (nicht gezeigt) zu betätigendes
Lufteinlaßventil 3; ein Lufteinlaßkanal 4 der Brenn
kraftmaschine 1; ein Einspritzer 5 in jedem Zylinder
des Lufteinlaßkanals 4; ein Schwallraum 6, der
stromaufwärts des Lufteinlaßkanals 4 angeschlossen
ist; eine Drosselklappe 7 in dem Lufteinlaßweg
oberhalb des Schwallraums 6 zum Überwachen der
Menge der von der Brennkraftmaschine 1 angesaugten
Luft; ein mit der Drosselklappe 7 verbundener Sensor
8 zum Erfassen des Öffnungsgrades der Drosselklappe
7, ein Bypass 9, der sowohl stromaufwärts als auch
stromabwärts der Drosselklappe 7 als Umleitung
dient; ein Bypass-Luftmengenregulator 10 in dem
Bypass 9; ein Hitzdraht-Luftmassensensor (nachstehend
mit "AFS" abgekürzt) 11 weiter stromaufwärts der
Drosselklappe 7 zum Erfassen des Durchsatzes der
von der Brennkraftmaschine angesaugten Luft, beispiels
weise mittels eines temperaturabhängigen Widerstands;
ein Lufttemperatursensor 12 zum Erfassen der Temperatur
der angesaugten Luft vor Passieren des AFS 11;
ein Luftfilter 13 am Einlaßanschluß weiter stromauf
wärts des AFS 11 und des Temperatursensors 12;
ein Wassertemperatursensor 14 in dem Kühlwasserkreis
lauf der Brennkraftmaschine 1 zum Erfassen der
Temperatur des Kühlwassers; ein Kurbelwinkelsensor
15 zum Erfassen eines vorbestimmten Kurbelwinkels
der Brennkraftmaschine 1; ein Leerlauferfassungsschalter
zum Feststellen, daß die Brennkraftmaschine
1 ohne Last läuft; und eine elektronische Überwachungs
einheit (nachstehend mit "ECU" abgekürzt) 17, die
auf der Grundlage von Ausgangssignalen hauptsächlich
von dem AFS 11, dem Wassertemperatursensor 14 und
dem Kurbelwinkelsensor 15 eine Kraftstoffeinspritz
menge bestimmt und den Einspritzer 15 synchron
mit dem Ausgangssignal von dem Kurbelwinkelsensor
überwacht, um Kraftstoff einzuspritzen, wobei die
Ausgangssignale von dem Sensor 8 zum Erfassen des
Öffnungsgrades der Drosselklappe, dem Lufttemperatur
sensor 12 und dem Leerlauferfassungsschalter 14
in der ECU als Hilfsparameter verwendet werden.
Die ECU 17 überwacht ferner den Bypass-Luftmengen
regulator 10. Die Details dieser Funktion sind
nicht weiter erläutert.
Fig. 3 zeigt eine vergrößerte schematische Darstellung
des Luftansaugabschnittes nach Fig. 1. Dabei steht
Ta für eine Atmosphärentemperatur; Pa für einen
Atmosphärendruck; Qa für einen mittels des AFS
zu messenden Luftdurchsatz; R für den Öffnungsgrad
der Drosselklappe 7; S(R) für einen Bereich zum
Hindurchlassen von Luft durch den Drosselklappen
bereich für den Fall, daß der Öffnungsgrad der
Drosselklappe R ist; und Ps für den Innendruck
im Schwallraum 6.
Fig. 8 zeigt ein Blockschaltbild des inneren Aufbaus
der ECU in einem herkömmlichen elektronischen Über
wachungssystem, während Fig. 9 ein Diagramm dar
stellt, in dem ein Druckverhältnis Pa/Ps auf der
Abszisse und ein später noch zu erläuternder Wert
"f" auf der Ordinate abgetragen sind.
Das herkömmliche elektronische Überwachungssystem
mit dem vorstehend beschriebenen Aufbau ist beispiels
weise in der JP-OS 1 62 341/1984 offenbart.
Nachstehend ist der Betrieb des herkömmlichen elek
tronischen Überwachungssystems beschrieben. Ein
Funktionsgenerator 17 a, an den ein von dem Drossel
klappenöffnungsgradsensor 8 abgegebenes Eingangssignal
R des mittels des Sensors 8 erfaßten Öffnungsgrades
der Drosselklappe gegeben wird, gibt an seinem
Ausgangsanschluß ein Signal des Verhältnisses eines
Luftdurchsatzes Q₀ zu dem Atmosphärendruck P₀ unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen entsprechend
dem Eingangssignal an den Funktionsgenerator. Das
Ausgangssignal des Funktionsgenerators 17 a wird
zusammen mit einem Luftdurchsatzsignal Qa an eine
Dividierschaltung 17 b gegeben, die Qa : (Q₀/P₀) berechnet.
Das Ausgangssignal der Dividierschaltung 17 b
entspricht einem Wert Pa×f. Es gilt die folgende
Gleichung mit K=normierte spezifische Wärme:
Der Wert von Pa×f wird zusammen mit einem Drucksignal
Ps betreffend den Lufteinlaßkanal an eine weitere
Dividierschaltung 17 d gegeben. Das Drucksignal
Ps wird an einem Eingangsanschluß 17 c gewonnen.
Das mittels der Dividierschaltung 17 d gewonnene
Signal wird an eine nachgeschaltete Vergleichseinheit
17 e gegeben, wo ein Druckverhältnis Ps/(Pa×f)
und ein fester Wert "a" von beispielsweise 0,52828
miteinander verglichen werden. Wie Fig. 9 zeigt,
tritt in einem Bereich von M (Mach′sche Zahl)=1
(unterhalb des festen Wertes "a" in den Bereich
bis Ps/Pa=a) ein Schallschock auf und der Wert
"f" ist konstant, in einem Bereich M<1 (oberhalb
des Wertes "a") ist der Wert "f"
nicht konstant. Deshalb wird ein Schalter 17 f ent
sprechend dem Ergebnis des Vergleichs mittels der
Vergleichseinheit 17 e geöffnet oder geschlossen.
Ist Ps/(Pa×f)<a, ergibt sich entsprechend dem
Diagramm nach Fig. 9 beispielsweise die Annahme,
daß f=1, und der Schalter 17 f wird geschlossen,
wodurch die Dividierschaltung 17 b mittels des Schalters
17 f ein Ausgangssignal entsprechend dem atmosphärischen
Druck Pa abgibt. Ist Ps/(Pa×f)≧a, wird der
Schalter 17 f geöffnet, weil nicht angenommen wird,
daß beispielsweise f=1.
Gemäß dem herkömmlichen elektronischen Überwachungs
system für die Brennkraftmaschine wird von der
Tatsache Gebrauch gemacht, daß der Wert "f" in
dem Bereich von M=1 konstant ist, um den atmosphärischen
Druck zu ermitteln. Somit ist der Wert
auf einen Bereich von Ps/Pa<0,52828 beschränkt,
i. e. auf den Leerlauf. Es ergab sich jedoch während
des Leerlaufs das Problem, daß der Betrieb der
Brennkraftmaschine entscheidend von der Temperatur,
der Schwankung des Öffnungsgrades der Drosselklappe,
der Schwankung des Luftdurchsatzes durch den Bypass,
während die Drosselklappe ganz geschlossen ist,
beeinflußt wird, wobei die Genauigkeit, mit der
der atmosphärische Druck ermittelt wird, nicht
zufriedenstellend war. Beispielsweise bei einer
Brennkraftmaschine mit einem Hubraum von 2 Litern
beträgt der Luftdurchsatz während des Leerlaufs
der Maschine 3 g/s, wohingegen der Durchsatz infolge
von Leckagen in dem Bereich der Drosselklappe bis
zu etwa 0,5 g/s beträgt. Darüber hinaus ist eine
Konstante in der Gleichung zum Ermitteln des Luftdurch
satzes aus dem Öffnungsgrad der Drosselklappe und
dem Innendruck des Schwallraums abhängig
von der Lufttemperatur, welche im wesentlichen
der Wurzel aus einem Lufttemperaturverhältnis
proportional ist. Darüber hinaus führt eine Abweichung
des Öffnungsgrades der Drosselklappe zu einem erheblichen
Fehler, weil der Luftdurchsatz im Leerlauf
gering ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Unzugänglichkeiten des beschriebenen herkömmlichen
elektronischen Überwachungssystems zu beseitigen
und ein verbessertes elektronisches Überwachungs
system für eine Brennkraftmaschine mit innerer
Verbrennung anzugeben, bei dem die auf den Atmosphären
druck bezogenen Werte mit hoher Genauigkeit mittels
einer kostengünstigen Anordnung gewonnen werden
können, ohne daß ein teurer Atmosphärendrucksensor
nötig ist.
Das erfindungsgemäße Überwachungssystem dient dazu,
mittels Datenverarbeitungsmitteln die auf den
Atmosphärendruck bezogenen Werte aus einem Ladewirkungsgrad
usw. zu bestimmen, welcher durch selektive Verwendung
von Signalen betreffend eine angesaugte Luftmenge
und die Maschinendrehzahl gewonnen werden. Dabei
werden vorher in einem Speicher in Form einer zwei
dimensionalen Matrix der Ladewirkungsgrad usw.
entsprechend dem Öffnungsgrad der Drosselklappe
und der Maschinendrehzahl bei atmosphärischen Bezugs
bedingungen gespeichert.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe mit
einem Überwachungssystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens
sind in den Unteransprüchen unter Schutz gestellt.
Nachstehend ist die Erfindung anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
Zeichnung mit weiteren Einzelheiten näher erläutert.
Dabei zeigt:
Fig. 1 schematisch den Gesamtaufbau eines
elektronischen Überwachungssystems nach einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung;
Fig. 2 ein Blockschaltbild des inneren Aufbaus
einer elektronischen Überwachungseinheit
ECU innerhalb des Gesamtaufbaus des Systems
nach Fig. 1;
Fig. 3 schematisch den Luftansaugabschnitt des
Systems nach Fig. 1;
Fig. 4-7 Flußdiagramme des Betriebs des Systems
nach bevorzugten Ausführungsbeispielen
der Erfindung;
Fig. 8 ein Blockschaltbild eines herkömmlichen
elektronischen Überwachungssystems, welches
ein Signal für den Atmosphärendruck
erzeugt; und
Fig. 9 eine graphische Darstellung der Beziehung
zwischen einem Druckverhältnis und einem
Wert "f".
Die erfindungsgemäßen Datenverarbeitungsmittel
ermitteln auf den Atmospährendruck bezogene Werte
unter Verwendung des Phänomens, daß das Verhältnis
folgender Werte unter atmosphärischen
Bezugsbedingungen und unter bestimmten atmosphärischen
Bedingungen bei demselben Öffnungsgrad der Drossel
klappe und derselben Maschinendrehzahl einen im
wesentlichen konstanten Wert annimmt, wodurch ein
Bereich mit M<1 in Fig. 9 abgedeckt wird:
Fig. 1 zeigt ein elektronisches Überwachungssystem
für eine Brennkraftmaschine mit innerer Verbrennung
nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung und
insbesondere den Gesamtaufbau eines Kraftstoffein
spritzüberwachungssystems der Hitzdrahtbauart.
Da der Aufbau dieses Systems mit Ausnahme der ECU
17 im Zusammenhang mit der Beschreibung des Standes
der Technik erläutert worden ist, sei hier nicht
weiter auf Details eingegangen.
Fig. 2 zeigt schematisch ein Blockschaltbild des
inneren Aufbaus der in Fig. 1 dargestellten ECU
17. Bezugszahl 171 bezeichnet ein digitales Interface
zum Einspeisen digitaler Signale etwa von dem Kurbel
winkelsensor 15, dem Leerlauferfassungsschalter
16 usw. Ein Ausgangssignal des digitalen Interfaces
wird an einen Eingangs- oder Unterbrechungsanschluß
einer CPU (Zentrale Verarbeitungseinheit) 172 gegeben,
welche einen als solchen bekannten Mikroprozessor
mit einem ROM 1721, in dem Überwachungsprogramme
und Daten für die Flußdiagramme nach den Fig. 4
bis 7 gespeichert sind, einen RAM 1722 als Arbeits
speicher usw. und einem Zeitgeber 1723 umfaßt,
wobei der Mikroprozessor mittels eines Ausgangs
signals eines Zeitgebers beispielsweise eine Kraft
stoffeinspritzimpulsbreite erzeugt, welche mittels
eines vorbestimmten Überwachungsprogramms ermittelt
worden ist. Bezugszahl 173 bezeichnet ein analoges
Interface, an das verschiedene analoge Signale
von dem Sensor 8 für den Öffnungsgrad der Drossel
klappe, dem AFS 11, dem Lufttemperatursensor 12,
dem Wassertemperatursensor 14 usw. gegeben werden.
Die Ausgangssignale des analogen Interfaces werden
sequentiell von einem Multiplexer 174 ausgewählt,
mittels eines A/D-Wandlers 175 gewandelt und als
digitale Signal an die CPU 172 gegeben. Eine erste
Steuerschaltung 176 steuert einen Einspritzer 5
mit einer Kraftstoffeinspritz-Impulsbreite an,
welche mittels der CPU 172 gewonnen worden ist.
Eine zweite Steuerschaltung 177 steuert den Bypass-
Luftmengenregulator 10 mit einer ISC-Steuerimpuls
breite an, welche mittels der CPU 172 unter Verwendung
eines vorbestimmten Überwachungsprogramms errechnet
und mittels eines Ausgangssignals eines Zeitgebers
erzeugt wird.
Die CPU 172 speichert in ihrem ROM 1721 in Form
einer zweidimensionalen Matrix den Ladewirkungsgrad
η c0 unter atmosphärischen Bezugsbedingungen (Atmosphären
druck P₀ und Lufttemperatur T₀) mit der Maschinen
drehzahl und dem Öffnungsgrad der Drosselklappe
als Parameter. Ferner speichert er vorher gewonnene
Werte für Abfragen und Datenverarbeitungen. Die
CPU 172 speichert in ihrem ROM 1721 ferner in Form
einer Matrix beispielsweise den maximalen Luftdurchsatz
Q max0 unter atmosphärischen Bezugsbedingungen mit
der Maschinendrehzahl als Parameter.
Bevor der Betrieb der CPU 172 erläutert wird, sei
zuvor der theoretische Hintergrund eines Verfahrens
zum Erfassen des Atmosphärendrucks nach der Erfindung
dargelegt.
Das Prinzip der Erfassung des Atmosphärendrucks
ist wie folgt: in Fig. 3 wird angenommen, daß
der Atmosphärdruck Pa, die (atmosphärische) Luft
temperatur Ta, der von dem AFS gemessene Ansaugluft
durchsatz Qa, der Öffnungsgrad der Drosselklappe
R, ein Durchlaßbereich für Luft im Drosselklappenab
schnitt S(R) und der Innendruck des Schwallraums
Ps sind.
Der Durchsatz Qt von Luft durch den Drosselklappenab
schnitt berechnet sich gemäß Gleichung (1) zu:
K steht für eine normierte spezifische Wärme von
Luft und R für eine Gaskonstante von Luft.
Der Ansaugluftdurchsatz Qe der Brennkraftmaschine
berechnet sich gemäß Gleichung (2) zu:
Qe = N/30 · V H · ρ₀ · η C (2)
N steht für die Maschinendrehzahl (U/min), V H für
einen Hubraum; ρ₀ für die Luftdichte unter atmos
phärischen Bezugsbedingungen und η C für einen
Ladewirkungsgrad.
Bei gleichförmigem Lauf der Brennkraftmaschine
gilt die folgende Gleichung (3):
Qa = Qt = Qe (3)
Aus den Gleichungen (2) und (3) ergibt sich Gleichung
(4) für den Ladewirkungsgrad η C :
Wenn Qt=Qe, ergibt sich aus den Gleichungen (1)
und (2) die folgende Gleichung (5):
Da unter atmosphärischen Bezugsbedingungen Pa=P₀,
Ta=T₀ ergibt sich Gleichung (6):
P S0 steht für den Innendruck des Schwallraums unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen und η C0 für
den Ladewirkungsgrad unter denselben Bedingungen.
Für den Fall, daß der Öffnungsgrad der Drosselklappe
und die Maschinendrehzahl die gleichen sind, ergibt
sich durch Dividieren von Gleichung (6) durch
Gleichung (5) die folgende Gleichung (7):
Der dritte Ausdruck auf der rechten Seite von Gleichung
(7) kann mittels einer Funktion mit der atmosphärischen
Temperatur Ta als einzige Variable angenähert werden,
was weiter unten erläutert ist. Der dritte Ausdruck
hat einen geringeren Einfluß als der erste Ausdruck
auf der rechten Seite, so daß die folgenden ange
näherten Ausdrücke (8a), (8b) und (8c) gewonnen
werden können.
g(Ta) steht für eine Funktion mit Ta als Parameter.
Bei Verwendung von auf den Atmosphärendruck bezogenen
Werten können die folgenden angenäherten Ausdrücke
(8d) und (8e) gewonnen werden, in denen die Außen
temperatur Ta nicht mehr vorkommt:
Pa/P₀ ≒ η C /η C 0 (8d)
Pa ≒ P₀ · η C /η C 0 (8e)
Nachstehend ist der angenäherte Ausdruck des dritten
Terms auf der rechten Seite von Gleichung (7)
erläutert.
Unter Verwendung eines Volumenwirkungsgrades
η V ergibt sich aus Gleichung (2) die folgende
Gleichung (2a):
Qe = (N/30) · V H · ρ S · η V (2a)
ρ S steht für die Luftdichte in dem Schwallraum.
η V ergibt sich aus der folgenden Gleichung (9):
η V = ε/ε-1 · {1 - Pr/Ps · 1/K ε} (9)
ε steht für ein Verdichtungsverhältnis und Pr
für einen Abgasdruck.
ρ S berechnet sich zu:
ρ S = p₀ · T₀/Ts · Ps/P₀ (10)
ρ₀ steht für eine atmosphärische Bezugsdichte,
T₀ für eine atmosphärische Bezugstemperatur und
P₀ für einen atmosphärischen Bezugsdruck.
In der Praxis werden der Abgasdruck Pr durch den
Atmosphärendruck Pa in Gleichung (9) und die Temperatur
Ts in dem Schwallraum durch die Atmosphärentemperatur
Ta in Gleichung (10) angenähert, wodurch Gleichung
(2a) wie folgt geschrieben werden kann:
Qe = N/30 · V H · ρ₀ · T₀/Ta · Ps/P₀ · ε/ε-1 · {1-Pr/Ps · 1/K e} (11)
Unter der Annahme, daß die Gleichungen (1) und
(11) äquivalent sind, ergibt sich Gleichung (12)
zu:
In Gleichung (12) ist Ps/Pa=f(R, N, Ta) und somit
nicht vom Atmosphärendruck Pa abhängig. Werden
also der Öffnungsgrad R der Drosselklappe und die
Maschinendrehzahl festgelegt, besteht nur noch
eine Abhängigkeit von der Außentemperatur Ta.
Wird der Wert Ps/Pa mit demselben Öffnungsgrad
der Öffnungsklappe und derselben Maschinendrehzahl
aus der Gleichung (12) mit dem Öffnungsgrad 0 der
Drosselklappe, der Maschinendrehzahl N und der
Außentemperatur Ta als Parameter berechnet, verändert
sich dieses Verhältnis um ca. 6%, wenn die Außen
temperatur sich um 50°C ändert. Mit dem folgenden
dritten Ausdruck auf der rechten Seite von Gleichung
(7) ändert sich unter denselben Bedingungen das
Verhältnis um weniger als 2%:
Der beschriebene Fehler in der Erfassung des Atmosphären
drucks ist normalerweise unbeachtlich. Daher
kann der dritte Ausdruck auf der rechten Seite
von Gleichung (7) ignoriert werden, wodurch die
Näherungsausdrücke (8b) und (8c) erhalten werden
können.
Nachstehend ist das Flußdiagramm nach Fig. 4 zum
Ermitteln eines korrekten Wertes Pa/P₀ in Überein
stimmung mit dem Atmosphärendruck auf der Grundlage
des Näherungsausdrucks (8b) erläutert. Schritt
S 1 ist eine Routine zum Festlegen eines Arbeitsbereiches,
in dem der Atmosphärendruck erfaßt wird.
Die entsprechenden Details sind nachstehend im
Zusammenhang mit dem Flußdiagramm nach Fig. 5
erläutert. Ist es der Arbeitsbereich, wird zu Schritt
S 2 übergegangen, während anderenfalls die Verarbeitungs
abfolge nach Fig. 4 beendet wird. Schritt
S 2 steht für eine Routine zum Abfragen, ob die
Brennkraftmaschine stabil arbeitet. Arbeitet die
Brennkraftmaschine stabil, wird unter Verwendung
von Gleichung (3) zu Schritt S 3 übergegangen, während
dann, wenn die Maschine nicht stabil arbeitet,
das Flußdiagramm nach Fig. 4 beendet wird. In
Schritt S 3 werden zweidimensionale Matrizen des
Öffnungsgrades der Drosselklappe und der Maschinendreh
zahl unter Verwendung der Signale betreffend den
Öffnungsgrad R der Drosselklappe, der mittels des
Sensors 8 erfaßt wird, und der Maschinendrehzahl
N, die mittels des Kurbelwinkelsensors 15 ermittelt
wird, abgefragt, um den Ladewirkungsgrad η C0 unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen zu erhalten.
In Schritt S 4 wird der aktuelle Ladewirkungsgrad
η C auf der Grundlage der Gleichung (4) unter Verwen
dung des genannten Signals N für die Maschinendrehzahl,
des Luftdurchsatz-Signals von dem AFS 11 (oder
der Luftdurchsatz nach Fig. 7 auf der Grundlage
des von dem AFS 11 erfaßten Wertes) und der vorher
gespeicherten Werte V H und ρ₀ gewonnen. In Schritt
S 5 wird der korrekte, auf den Atmosphärendruck
bezogene Wert Pa/P₀ auf der Grundlage des Näherungs
ausdrucks (8b) unter Verwendung der vorher ermittelten
Werte η C0 und η C , der mittels des Lufttemperatur
sensors 12 erfaßte Temperatur Ta und der entsprechend
den atmosphärischen Bedingungen vorher gespeicherte
Lufttemperatur T₀ ermittelt.
Während das Flußdiagramm nach Fig. 4 ein Beispiel
zum Ermitteln des korrigierten Wertes Pa/P₀ ent
sprechend dem Atmosphärendruck zeigt, ist es auch
möglich, daß in Schritt S 3 ein Wert für den Bezugsluft
durchsatz Q₀ unter Atmosphärenbedingungen
gewonnen wird, der von 0 und N abhängt, und dann
in Schritt S 5 der korrigierte Wert Pa/P₀ entsprechend
dem Atmosphärendruck zu √×Qa/Q₀ ermittelt
und Schritt S 4 übersprungen wird. Die Berechnungen
in Schritt S 5 erfolgen unter Verwendung des Näherungs
ausdrucks (8b). Sie können jedoch auch unter
Verwendung des Näherungsausdrucks (8a) oder (8d) erfolgen.
Insbesondere dann, wenn der Ausdruck (8d) verwendet
wird, muß die Lufttemperatur nicht gemessen werden,
weshalb der Temperatursensor 12 nach Fig. 1 nicht
erforderlich ist, was den Aufbau des Systems verein
facht.
Nachstehend ist der Entscheidungsprozeß für den
Erfassungsbereich unter Bezugnahme auf das Fluß
diagramm nach Fig. 5 erläutert. Schritt S 11 stellt
eine Routine dar, in der abgefragt wird, ob der
mittels des Sensors 8 erfaßte Öffnungsgrad R der
Drosselklappe in einem vorbestimmten Bereich liegt.
Der untere Grenzwert R L wird größer als der Öffnungs
grad der Drosselklappe im Leerlauf gewählt. Der
obere Grenzwert R H wird in einen Bereich gelegt,
in dem keine Gefahr besteht, daß die Brennkraft
maschine stottert. Wird beispielsweise der Öffnungsgrad
der Drosselklappe im Leerlauf auf 10° festgelegt,
sollte R L vorzugsweise zu 15° und R H zu 30° gewählt
werden. Liegt der Öffnungsgrad R der Drosselklappe
in einem vorbestimmten Bereich zwischen R L und
R H , wird zu Schritt S 12 übergegangen. Anderenfalls
wird in Schritt S 16 festgestellt, daß der momentane
Betriebsbereich außerhalb des Erfassungsbereiches
liegt. In Schritt S 12 wird abgefragt, ob die mittels
eines Ausgangssignals von dem Kurbelwinkelsensor
15 erfaßte Maschinendrehzahl N innerhalb eines
vorbestimmten Bereiches liegt. Während keine bestimmte
Begrenzung auf einen oberen oder einen unteren
Grenzwert N H bzw. N L vorgenommen wird, ist es jedoch
wünschenswert, die Maschinendrehzahl in einen normalen
Bereich von N L=ca. 1000 U/min und N H=ca. 4000 U/min
liegt. Liegt die Maschinendrehzahl in einem
vorbestimmten Bereich zwischen N L und N H wird zu
Schritt S 13 übergegangen. Anderenfalls wird in
Schritt S 16 festgestellt, daß der momentane Betriebs
bereich außerhalb des Erfassungsbereiches liegt.
In Schritt S 13 wird abgefragt, ob die mittels des
Wassertemperatursensors 14 erfaßte Wassertemperatur
T W oberhalb eines vorbestimmten Wertes T WT liegt.
Normalerweise liegt der Wert T WT in einem Bereich
von 60°C bis 80°C. Die Wassertemperatur ist in
dem Fall zu berücksichtigen, daß der Brennkraft
maschine 1 Luft von einem nicht mit dem Drosselklappen
abschnitt übereinstimmenden Abschnitt zugeführt
wird und den Bypass 9 und den Bypass-Luftmengen
regulator 10 bei niedriger Wassertemperatur passiert.
Liegt die Wassertemperatur T W oberhalb des vorbe
stimmten Wertes T WT, wird zu Schritt S 14 überge
gangen. Anderenfalls wird in Schritt S 16 festgestellt,
daß der momentane Betriebsbereich außerhalb des
Erfassungsbereiches liegt. In Schritt S 14 wird
auf der Grundlage eines Ausgangssignals von dem
Leerlauferfassungsschalter 16 festgestellt, ob
daß Kraftübertragungsgetriebe in der Neutralstellung
oder der Übertragungsstellung ist. Die Entscheidung
kann im Falle eines (Hand) Schaltgetriebes (M/T)
mittels eines Leerlaufschalters erfolgen. Im Falle
des Automatikgetriebes (A/T) kann die Abfrage durch
eine Abfrage ersetzt werden, ob das Getriebe in
der D-Stellung oder in der N-Stellung steht. Die
Abfrage wird so durchgeführt, daß Schwankungen
des Betriebszustands der Maschine im Leerlauf eliminiert
werden, so daß im Leerlauf der Betriebsbereich
außerhalb des Erfassungsbereiches liegt.
Ist der Leerlauferfassungsschalter 16 in der AUS-
Stellung, aber das Getriebe nicht in der Leerlauf
stellung, wird zu Schritt S 15 übergegangen, um
festzustellen, daß der momentane Betriebsbereich
innerhalb des Erfassungsbereiches liegt. Ist jedoch
der Leerlauferfassungsschalter 16 in EIN-Stellung
und das Getriebe in der Leerlaufstellung, wird
in Schritt S 16 festgestellt, daß der momentane
Betriebsbereich außerhalb des Erfassungsbereiches
liegt.
Nachstehend ist unter Bezugsnahme auf das Flußdiagramm
nach Fig. 6 der Entscheidungsprozeß während des
stabilen Betriebs der Brennkraftmaschine erläutert.
In Schritt S 21 wird abgefragt, ob der Betrag
|ΔR| der Abweichung des Öffnungsgrades der Drossel
klappe zu jedem vorbestimmten Zeitpunkt, der mittels
einer Routine (in Fig. 6 nicht gezeigt) ermittelt
worden ist, oberhalb eines vorbestimmten Wertes
R T liegt. Liegt der Betrag oberhalb des vorbestimmten
Wertes R T , wird in Schritt S 22 eine feste Zeitspanne
in einen ersten Zeitgeber gesetzt. Erreicht der
Betrag den vorbestimmten Wert R T nicht, wird in
Schritt S 23 abgefragt, ob der erste Zeitgeber auf
Null steht. Steht der erste Zeitgeber auf Null,
wird zu Schritt S 25 übergegangen. Steht der erste
Zeitgeber jedoch nicht auf Null, wird er in Schritt
S 24 abgesenkt. In den Schritten S 25 bis S 28 wird
die Maschinendrehzahl in derselben Art und Weise
wie in den Schritten S 21 bis S 24 ermittelt, wobei
|Δ N| den Betrag einer Abweichung der Maschinendrehzahl
und N T einen vorbestimmten Wert darstellen.
In Schritt S 29 wird abgefragt, ob sowohl der erste
als auch der zweite Zeitgeber auf Null stehen.
Ist die Bedingung erfüllt, wird in Schritt S 2 A
festgestellt, daß die Maschine stabil arbeitet.
Ist die Bedingung jedoch nicht erfüllt, wird in
Schritt S 2 B festgestellt, daß sich der Betriebszu
stand der Maschine ändert. Während einer vorbestimmten
Zeitspanne vom Auftreten einer Änderung des Öffnungs
grades der Drosselklappe oder der Maschinendrehzahl
stellen der beiden Zeitgeber somit fest, daß sich
der Betriebszustand der Brennkraftmaschine ändert.
Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm einer Routine zum
Ermitteln des Luftdurchsatzes Qa unter Verwendung
des korrigierten Wertes entsprechend dem Atmosphären
druck. In Schritt S 71 wird der Maximalwert des
Luftdurchsatzes Q max0 entsprechend der jeweiligen
Maschinendrehzahl unter atmosphärischen Bezugsbe
dingungen ermittelt, wobei f(N) eine Wertetabelle
für den Maximalwert des Luftdurchsatzes Q max0 mit
der Maschinendrehzahl als Argument darstellt, aus
der ein entsprechender Maximalwert Q max0 des Luft
durchsatzes auf der Grundlage der mittels eines
Ausgangssignals des Kurbelwinkelsensors 15 gewonnenen
Maschinendrehzahl N ermittelt wird.
In Schritt S 72 wird auf der Grundlage der Maschinen
drehzahl festgestellt, ob die Brennkraftmaschine
in einem Bereich betrieben wird, in dem sie stottert
oder spuckt. Liegt die Maschinendrehzahl in einem
Stotter- bzw. Spuckbereich zwischen N₁ und N₂,
wird zu Schritt S 73 übergegangen, anderenfalls
zu Schritt S 74. In Schritt S 73 wird der genannte
Maximalwert Q max0 des Luftdurchsatzes bei atmosphärischen
Bezugsbedingungen entsprechend dem Atmosphären
druck und der Atmosphärentemperatur korrigiert,
um so den Maximalwert Q max des Luftdurchsatzes
unter den aktuellen atmosphärischen Bedingungen
aus der folgenden Gleichung (13) zu ermitteln:
Q max = Q max0 · Pa/P₀ T₀/Ta (13)
T₀ steht für einen Lufttemperaturwert unter atmosphärischen
Bezugsbedingungen und Ta für einen mittels
des Lufttemperatursensors 12 erfaßten aktuellen
Lufttemperaturwert.
Der dritte Term für die Lufttemperaturkorrektur
auf der rechten Seite von Gleichung (13) kann zum
Zwecke der Vereinfachung des elektronischen Über
wachungssystems fortgelassen oder unter Verwendung
des Wassertemperatursensors 14 durch die korrigierte
Wassertemperatur ersetzt werden.
In Schritt S 74 wird der Maximalwert Q max des Luftdurch
satzes durch den Maximalwert Q max0 unter atmosphärischen
Bezugsbedingungen ersetzt. Dieser Verfahrens
schritt ist für den Fall vorgesehen, daß ein AFS
verwendet wird, der den Luftmassendurchsatz in
einem Betriebsbereich der Brennkraftmaschine messen
kann, der außerhalb des Spuck- bzw. Stotterbereichs
liegt. Anderenfalls wird in den Schritten S 72 und
S 74 keine Verarbeitung vorgenommen. Es ist ebenfalls
möglich, die Verarbeitungsschritte S 72 und S 74
dann fortzulassen, wenn ein AFS verwendet wird,
der den Luftmassendurchsatz exakt messen kann.
In Schritt S 75 werden der gemessene Luftdurchsatz
Qa und der genannte Maximalwert Q max0 des Luftdurch
satzes miteinander verglichen. Ist Qa≧Q max0 wird
Qa in Schritt S 76 durch Q max ersetzt. Ist Qa<Q max,
wird keine Verarbeitung vorgenommen und die Ver
arbeitung nach Fig. 7 ist abgeschlossen.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist ein Hitzdraht-Luftmassensensor 11 als AFS
gezeigt. Es ist jedoch darüber hinaus auch möglich
andere Arten von AFS zum Messen der Luftmenge zu
verwenden. Ferner kann die Erfindung auch auf einen
AFS angewendet werden, der das Volumen der Luft
mißt. Beispielsweise gilt bei Verwendung eines
AFS mit Flügelrad die folgende Beziehung:
Qa = √ · Q U (14)
Qa steht für einen Massendurchsatz, ρ für einen
atmosphärischen Dichtewert und Q U für einen Volumen
durchsatz. Aus den Gleichungen (4), (8b) und (14)
kann die folgende Beziehung hergeleitet werden:
Somit gilt:
Pa/P₀ = (Q U/Q U0)² (15)
Pa = P₀ · (Q U/Q U0)² (16)
Q U0 steht für einen Volumendurchsatz von Luft unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen - ein Wert, der
vorher in einer zweidimensionalen Matrix mit dem
Öffnungsgrad R der Drosselklappe und der Maschinen
drehzahl gespeichert ist. Es kann somit der korrigierte
Wert entsprechend dem Atmosphärendruck mittels
der Gleichung (15) gewonnen werden.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel werden
keine Maßnahmen zum Korrigieren des Einflusses
von Luft vorgenommen, die durch den Bypass-Luft
mengenregulator 10 strömt. Der Wert für den
Atmosphärendruck kann jedoch entsprechend der Luftmenge,
die durch den Bypass-Luftmengenregulator 10 strömt
oder einen diesbezüglichen Schätzwert korrigiert
werden.
Während nach dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
ein korrigierter Wert Pa/P₀ entsprechend dem
Atmosphärendruck verwendet wird, kann ferner der
Atmosphärendruck Pa durch Multiplizieren von P₀ mit
einem in Schritt S 5 gewonnenen Wert oder durch
Verwendung von Gleichung (8a) multipliziert mit
P₀ (8c), (8e) und (16) anstelle von Schritt S 5
gewonnen werden. Der Atmosphärendruck Pa kann wie
vorstehend beschrieben beispielsweise durch Dividieren
durch P₀ usw. verwendet werden. Ferner kann der
Atmosphärendruck für die Überwachung der Kraftstoff
zuführmenge an die Brennkraftmaschine, des Zünd
zeitpunkts, der gewünschten Maschinendrehzahl,
der Bypass-Luftmenge in die und aus der Brennkraft
maschine und anderer charakteristischen Betriebs
werte verwendet werden.
Das elektronische Überwachungssystem für die Brenn
kraftmaschine mit innerer Verbrennung nach der
Erfindung ist so aufgebaut, daß der Ladewirkungsgrad
oder dessen bezogene Wert unter atmosphärischen
Bezugsbedingungen vorher in Form zweidimensionaler
Matrizen des Öffnungsgrades der Drosselklappe
und der Maschinendrehzahl gespeichert werden und
daß die auf den Atmosphärendruck bezogenen Werte
aus dem Ladewirkungsgrad, der unter definierten
atmosphärischen Bedingungen ermittelt worden ist,
oder aus dessen bezogenen Werten und den vorher
gespeicherten Werten ermittelt werden, wodurch
das erfindungsgemäße elektronische Überwachungssystem
bei geringen Herstellungskosten mit hoher Genauigkeit
arbeitet.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen
sowie der Zeichnung offenbarten Merkmale der Erfindung
können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombi
nationen für die Verwirklichung der Erfindung in
ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
Claims (5)
1. Elektronisches Überwachungssystem für eine Brenn
kraftmaschine mit innerer Verbrennung, bei dem
für die Überwachung der Brennkraftmaschine not
wendige Parameter unter Verwendung von Hilfsgrößen
ermittelt werden, wodurch charakteristische
Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine überwacht
werden, gekennzeichnet durch Speicher
mittel (1721) zum vorherigen Speichern eines
Ladewirkungsgrades selbst oder darauf bezogener
Werte entsprechend dem Öffnungsgrad einer Drossel
klappe (7) und der Maschinendrehzahl unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen in Form einer zwei
dimensionalen Matrix; und Verarbeitungsmittel
(172) zum Verarbeiten von auf den Atmosphärendruck
bezogenen Werten, welche mindestens den Atmos
phärendruck beinhalten und von dem Atmosphären
druck abhängen, entsprechend einer vorbestimmten
Verarbeitungsgleichung, in welche das Verhältnis
zwischen dem Ladewirkungsgrad selbst oder eines
auf den Ladewirkungsgrad bezogenen Wertes, der
unter selektiver Verwendung von Signalen betreffend
einen Ansaugluftdurchsatz zu gewinnen ist, und
der Maschinendrehzahl eingeht.
2. Überwachungssystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verarbeitungs
mittel (172) die auf den Atmosphärendruck
bezogenen Werte entsprechend der Temperatur unter
Verwendung eines Temperatursignals eines Lufttempe
ratursensors (12) und eines vorher unter atmosphärischen
Bezugsbedingungen festgelegten atmosphärischen
Bezugstemperatursignals korrigieren.
3. Überwachungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch Begrenzungsmittel,
die beinhalten: einen oberen Grenzwert, der mittels Korrektur
mit den auf den Atmosphärendruck bezogenen Werten
des maximalen Ladewirkungsgrades, welcher vorher
bei der entsprechenden Maschinendrehzahl unter
atmosphärischen Bezugsbedingungen gewonnen ist,
oder des auf den maximalen Wirkungsgrad bezogenen
maximalen Wertes bei dem entsprechenden Luftdurch
satz aus einem Luftmassensensor gewonnen ist,
und zwar zum Zeitpunkt der Ermittlung des Ansaug
luftdurchsatzes der Brennkraftmaschine, als
Überwachungsparameter.
4. Überwachungssystem nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Begrenzungs
mittel einen Korrekturbereich, der mit den auf
dem Atmosphärendruck bezogenen Werten korrigiert
werden soll, innerhalb eines Bereiches der
Maschinendrehzahl festlegen, der einen Aussetzbereich
beinhaltet, innerhalb dessen die Brennkraftmaschine
mit Aussetzern läuft bzw. stottert.
5. Überwachungssystem nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verarbeitungsmittel (172) die auf den
Atmosphärendruck bezogenen Werte ermitteln,
wenn der Betriebsbereich der Brennkraftmaschine
innerhalb eines Teilabschnittes liegt.
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