DE3835063A1 - Antiblockiersteuersystem fuer motorfahrzeuge - Google Patents
Antiblockiersteuersystem fuer motorfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein neuartiges und verbessertes
Antiblockiersteuersystem für Motorfahrzeuge, das be
wirkt, daß die Räder des Motorfahrzeuges daran gehin
dert werden, während des Bremsvorganges des Motorfahr
zeuges zu blockieren.
Allgemein wird bei einem Antiblockiersteuersystem für
Motorfahrzeuge die Antiblockiersteuerung mittels Mikro
computer derart herbeigeführt, daß Halteventile und Ab
fallventile, die elektromagnetische Ventile sind, auf
der Basis von elektrischen Signalen geöffnet und ge
schlossen werden, welche die von Radgeschwindigkeits
fühlern abgetasteten Radgeschwindigkeiten wiedergeben,
wodurch der hydraulische Bremsdruck erhöht, gehalten
oder vermindert wird, und zwar um verbesserte Lenkeigen
schaften und eine verbesserte Laufstabilität des Motor
fahrzeuges sicherzustellen, während gleichzeitig der
Bremsweg verkürzt wird.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt beispiels
weise die Art und Weise, in der die Radgeschwindigkeit
Vw, die Radbeschleunigung und die Radverzögerung +Vw
und -Vw und der hydraulische Bremsdruck Pw während des
Betriebs des herkömmlichen Antiblockiersteuersystems
verändert werden; damit zusammen sind das Haltesignal
HS und das Abfallsignal DS zum Öffnen und Schließen
von Halteventilen und Abfallventilen gezeigt, wie in
US-PS 47 41 580 beschrieben.
Wenn die Bremsanlage des Motorfahrzeugs während der
Fahrt des Motorfahrzeugs nicht betätigt wird, bleiben
die Halteventile geöffnet, während die Abfallventile
geschlossen sind und der hydraulische Bremsdruck Pw
nicht erhöht ist; wenn die Bremsanlage betätigt wird,
wird der hydraulische Bremsdruck Pw rasch zum Zeitpunkt
t 0 erhöht, so daß die Radgeschwindigkeit Vw vermindert
wird (Normalmodus). Eine Referenzradgeschwindigkeit
VT wird eingestellt, die um einen vorbestimmten Betrag
Δ V niedriger ist als die Radgeschwindigkeit Vw und die
ser mit der Geschwindigkeitsdifferenz folgt. Insbesondere
wird die Referenzradgeschwindigkeit VT derart eingestellt,
daß dann, wenn die Verzögerung (negative Beschleunigung)
-Vw des Rades einen vorbestimmten Schwellwertpegel er
reicht, beispielsweise -1,0 G zum Zeitpunkt t 1, die Anti
blockiersteuerung gestartet wird und man die Referenz
radgeschwindigkeit VT danach linear mit einem Verzögerungs
gradienten R ( = -1,0 G) sich vermindern läßt. Zum Zeit
punkt t 2, wenn die Verzögerung -vW des Rades einen vor
bestimmten Maximalwert -Gmax erreicht, wird das Halte
signal HS erzeugt, so daß die Halteventile geschlossen
werden und dadurch der hydraulische Bremsdruck Pw gehal
ten wird.
Wenn der hydraulische Bremsdruck Pw gehalten wird, wird
die Radgeschwindigkeit Vw weiter vermindert. Zum Zeit
punkt t 3 werden die Radgeschwindigkeit Vw und die Refe
renzradgeschwindigkeit VT einander gleich und es wird
ein erster Zyklus der Antiblockiersteuerung gestartet;
das Abfallsignal DS wird erzeugt, mit dem die Abfall
ventile geöffnet werden, so daß die Verminderung des
hydraulischen Bremsdruckes Pw gestartet wird. Durch die
se Verminderung des hydraulischen Bremsdruckes Pw wird
die Radgeschwindigkeit Vw von Zunahme nach Abnahme zum
Zeitpunkt t 4 verändert, wenn ein niedriger Spitzenwert
VL der Radgeschwindigkeit Vw auftritt. Entweder zum Zeit
punkt t 4 oder zum Zeitpunkt t 5, wenn die Radgeschwindig
keit Vw auf den Wert einer Geschwindigkeit Vb erhöht
wird, die höher ist als die niedrige Spitzengeschwindig
keit VL um 10% des Unterschiedes Y zwischen der Radge
schwindigkeit Va zum Zeitpunkt t 3, als die Verminderung
des hydraulischen Bremsdruckes gestartet wurde, und der
niedrigen Spitzengeschwindigkeit VL, d. h. Vb = VL + 0,1Y,
wird das Abfallsignal DS unterbrochen (Fig. 1 zeigt den
Fall, bei dem das Abfallsignal DS zum Zeitpunkt t 5 un
terbrochen wird), und als Ergebnis werden die Abfall
ventile geschlossen, so daß daß die Verminderung des hydrau
lischen Bremsdruckes Pw gestoppt und dadurch der hydrau
lische Bremsdruck gehalten wird.
Die Radgeschwindigkeit Vw wird weiter bis zum Wert einer
Geschwindigkeit Vc erhöht, die höher ist als die niedrige
Spitzengeschwindigkeit VL, und zwar um 90% des Unter
schiedes Y zwischen der Radgeschwindigkeit Va, die zum
Zeitpunkt t 3 auftritt, als die Verminderung des hydrau
lischen Bremsdrucks Pw gestartet wurde, und der niedrigen
Spitzengeschwindigkeit VL, d. h., Vc = VL + 0,9 Y. Danach
wird zum Zeitpunkt t 7 ein hoher Spitzenwert VH der Rad
geschwindigkeit Vw erreicht; danach wird der hydraulische
Bremsdruck Pw wieder erhöht. In diesem Fall wird der Auf
bau des hydraulischen Bremsdrucks Pw derart bewirkt, daß
der hydraulische Bremsdruck Pw alternierend aufeinander
folgend erhöht und gehalten wird, und zwar aufgrund der
Tatsache, daß das Haltesignal HS in kleinen Schritten
oder mit relativ kurzen Intervallen ein- und ausgeschaltet
wird, so daß man den hydraulischen Bremsdruck Pw sich
allmählich aufbauen läßt. Auf diese Weise wird die Rad
geschwindigkeit Vw vermindert und zum Zeitpunkt t 8 (ent
sprechend dem Zeitpunkt t 3) tritt ein zweiter Zyklus des
Modus zur Verminderung des hydraulischen Bremsdrucks auf.
Die Zeitspanne Tx des anfänglichen Aufbaus des hydrau
lischen Bremsdrucks zum Zeitpunkt t 7 wird auf der Basis
einer Berechnung der mittleren Beschleunigung (Vc-Vb)/Δ T
über das Zeitintervall Δ T zwischen dem Zeitpunkt t 5 und
dem Zeitpunkt t 6 berechnet (die mittlere Beschleunigung
hängt von dem Reibungskoeffizienten µ der Straßenober
fläche) ab, und die Zeitspanne des nachfolgenden Druck
haltens oder Druckaufbaus wird bestimmt auf der Basis
der Beschleunigung oder Verzögerung des Rades, die un
mittelbar vor dem Druckhalten oder Druckaufbau fest
gestellt wird. Die Betriebsarten des Erhöhens, des Hal
tens und des Verminderns des hydraulischen Drucks werden
in Kombination herbeigeführt, wie vorstehend erwähnt,
und dadurch kann die Radgeschwindigkeit Vw derart ge
steuert werden, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit vermin
dert werden kann, während die Räder des Motorfahrzeugs
daran gehindert sind, zu blockieren.
In der Fig. 2 ist eine herkömmliche Bremsanlage vom
X-Typ dargestellt, bei der das rechte Vorderrad und
das linke Hinterrad über einen ihnen gemeinsamen ersten
ölhydraulischen Leitungskanal Q 1 gesteuert sind, während
das linke Vorderrad und das rechte Vorderrad über einen
zweiten ihnen gemeinsamen ölhydraulischen Rohrkanal Q 2
gesteuert sind (Zweikanal-Steuersystem). Beim Versuch,
das vorstehend beschriebene Antiblockiersteuersystem bei
einem Motorfahrzeug anzuwenden, das gewöhnlich von dem
Frontmotor-, Vorderradantrieb- (FF)-Typ ist und eine der
artige zweikanalige Bremsanlage vom X-Typ aufweist, wie
in der Fig. 2 gezeigt, war es bisher üblich, daß die
Antiblockiersteuerung hinsichtlich der ölhydraulischen
Rohrkanäle Q 1 und Q 2 jeweils über unabhängige Steuer
kanäle herbeigeführt wird (Zweikanal-Steuerung). In einem
derartigen Fall, mit einem Zwei-Fühler-, Zwei-Kanal-System,
bei dem zwei Geschwindigkeitsfühler in Verbindung mit dem
linken und rechten Vorderrad vorgesehen sind, werden die
linken und rechten Vorderradgeschwindigkeiten als die
Geschwindigkeiten derjenigen Räder betrachtet, die zu
den jeweiligen Kanälen gehören (die nachstehend als
Kanalgeschwindigkeiten Vs 1 und Vs 2 bezeichnet werden)
und die Antiblockiersteuerung bezüglich der jeweiligen
Kanäle wird auf der Basis der beiden Kanalgeschwindig
keiten Vs 1 und Vs 2 ausgeführt. Bei einem Vier-Fühler-,
Zwei-Kanal-System, bei dem vier Geschwindigkeitsfühler
jeweils in Verbindung mit all den vier Rädern vorgesehen
sind, wird die Antiblockiersteuerung bezüglich der je
weiligen Kanäle auf der Basis einer ersten Kanalge
schwindigkeit Vs 1 ausgeführt, die die niedrigere der
rechten Vorderradgeschwindigkeit und die höhere der
rechten und linken Hinterradgeschwindigkeiten ist, so
wie einer zweiten Kanalgeschwindigkeit Vs 2, welche die
niedrigere der linken Vorderradgeschwindigkeit und der
gewählten höheren hinteren Radgeschwindigkeit ist.
Bei der in der Fig. 2 gezeigten Anordnung sind an den
Hinterradseitenabschnitten der ölhydraulischen Kanäle
Q 1 bzw. Q 2 derart Drucksteuerventile PCV 1 und PCV 2 vor
gesehen, daß während des Aufbaus von Bremsöldruck der
Anteil der Bremskraft, die auf die Hinterräder ausge
übt wird, niedriger gemacht wird als der Anteil der
Bremskraft, die an die Vorderräder angelegt wird. In
der Fig. 2 ist auch ein Hauptzylinder MC vorgesehen,
sowie ein Modulator MOD, der die Halteventile und die
Abfallventile der jeweiligen Kanäle umfaßt.
Wenn bei dem vorstehend erläuterten Zwei-Kanal-Anti
blockiersteuersystem eine Schnellbremsung ausgeführt
wird, während das Motorfahrzeug auf einer Straßenfläche
fährt, die deutlich unterschiedliche Reibungskoeffizienten
besitzt (sogenannte "Geteiltreibungs (µ)"-Straßenober
fläche), dann kann sich ein beträchtliches Drehmomenten
ungleichgewicht ergeben zwischen dem linken und dem
rechten Rad, und zwar beim ersten Zyklus der Anti
blockiersteuerung, so daß ein großes Giermoment am
Beginn der Antiblockiersteuerung auftreten kann, das
zu einem unstabilen Verhalten des Motorfahrzeugs führt.
Es ist daher ein Ziel der Erfindung, ein Antiblockier
steuersystem zu schaffen, das derart ausgebildet ist,
daß verhindert wird, daß ein großes Giermoment am Be
ginn der Antiblockiersteuerung verursacht wird, wie es
bei der vorstehenden Anordnung gemäß dem Stand der
Technik auftritt.
Kurz gesagt wird gemäß der Erfindung ein Antiblockier
steuersystem geschaffen, das derart ausgebildet ist,
daß beim ersten Zyklus des Antiblockiersteuervorgangs
die entsprechenden Bremssysteme gleichzeitig und mit
den gleichen Bedingungen bzw. im gleichen Zustand ge
steuert werden, und zwar anstelle einer unabhängigen
Steuerung, während beim zweiten und den nachfolgenden
Zyklen des Antiblockiersteuerbereichs die jeweiligen
Bremssysteme unabhängig voneinander gesteuert werden.
Bei einer derartigen Anordnung ist es möglich, das Auf
treten eines Giermoments aufgrund eines raschen Aufbaus
des Bremsöldruckes zu verhindern bzw. einzuschränken;
beim zweiten und den nachfolgenden Zyklen des Anti
blockiersteuervorgangs läßt man dann den Öldruck sich
mit einem kontrollierten Gradienten aufbauen, so daß
das Gearmoment allmählich vergrößert wird und daher
durch entsprechende Einwirkung auf das Steuerrad durch
den Fahrer leicht beherrscht werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht zur Erläuterung wie die Antiblockier
steuerung bei dem herkömmlichen Antiblockiersteuer
system für Motorfahrzeuge ausgeführt wird;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer herkömm
lichen Bremsanlage mit einer Rohranordnung vom
X-Typ;
Fig. 3 ein Blockdiagramm des Zwei-Fühler-, Zwei-Kanal-
Antiblockiersteuersystems gemäß einer Ausführungs
form der Erfindung;
Fig. 4 eine Darstellung zur Erläuterung der Beziehung
zwischen der Radgeschwindigkeit und dem Brems
öldruck, wie sie beim erfindungsgemäßen System
vorliegt; und
Fig. 5 ein Blockdiagramm des Vier-Fühler-Zwei-Kanal-
Antiblockiersteuersystems gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung.
In der Fig. 3 ist in einem Blockdiagramm das Antiblockier
steuersystem für eine Bremsanlage mit zwei Fühlern und
zwei Kanälen gezeigt; die Anlage umfaßt einen rechten
Vorderradfühler 1 und einen linken Vorderradfühler 2,
die derart ausgebildet sind, daß Signale f 1 und f 2 ab
gegeben werden, die proportional zu den Drehgeschwin
digkeiten des rechten bzw. linken Vorderrades sind. Diese
Frequenz-Signale f 1 und f 2 werden an arrhythmetische
Schaltungen 5 und 6 geleitet und dort arrythmetischen
Operationen unterzogen, so daß die jeweiligen Radgeschwin
digkeiten Vw 1 und Vw 2 darstellenden Signale geliefert wer
den. Umschalter S 1 bis S 4 sind derart angeordnet, daß sie
sich miteinander verriegeln. An einem Zeitpunkt, an dem
die Antiblockiersteuerung gestartet wird, haben diese
Umschalter S 1 bis S 4 ihre beweglichen Kontakte in den
Stellungen, wie mit durchgezogenen Linien in der Fig. 3
gezeigt, so daß die Radgeschwindigkeiten Vw 1 und Vw 2 an
eine Niedrigauswahlschaltung 12 geführt werden, in wel
cher die niedrigere der rechten und linken Vorderradge
schwindigkeiten Vw 1 und Vw 2 als die niedrigere Radge
schwindigkeit Vw 7 ausgewählt wird, welche an Steuerlogik
schaltungen 13 und 14 geführt wird, durch welche Halte
ventile HV und Abfallventile DV, die in Modulatoren für
die jeweiligen Kanäle vorgesehen sind, in die Ein- bzw.
Aus-Stellung gesteuert werden. Auf diese Weise wird eine
Antiblockiersteuerung wie in der Fig. 4 gezeigt ausge
löst, und zwar bezüglich der beiden Kanäle zur gleichen
Zeit und in der gleichen Weise. In diesem Fall werden
Druckverminderungsbefehlssignale, die von den Steuerlogik
schaltungen 13 und 14 an die Modulatoren geliefert werden,
auch an die Eingangsanschlüsse einer OR-Schaltung 15 an
gelegt. Die OR-Schaltung 15 ist mit ihrem Ausgangsanschluß
mit einem Zähler 16 verbunden, der derart aufgebaut ist,
daß er ein Ausgangssignal an eine Schaltertreiberschaltung
17 dann liefert, wenn ein Eingangsimpuls zweimal gezählt
wurde, d. h., wenn der zweite Zyklus der Antiblockiersteue
rung gestartet wird. In Abhängigkeit von dem Ausgangs
signal des Zählers 16 bewirkt die Schaltertreiberschaltung
17, daß die Kontakte der Umschalter S 1 bis S 4 in die
Stellungen umgeschaltet werden, die durch gestrichelte
Linien in der Fig. 3 gezeigt sind; als Resultat werden die
jeweiligen Radgeschwindigkeiten Vw 1 und Vw 2 an die
Steuerlogikschaltungen 13 und 14 als erste und zweite
Kanalgeschwindigkeit Vs 1 bzw. Vs 2 abgegeben und auf
diese Weise wird eine Zweikanal-Antiblockiersteuerung,
in der die jeweiligen Kanäle unabhängig voneinander ge
steuert sind, beim zweiten Zyklus des Antiblockiersteuer
betriebs gestartet.
Die Fig. 4 zeigt die Beziehung zwischen der linken und
der rechten Vorderradgeschwindigkeit Vw 1 und Vw 2 und
den Bremsöldrücken Ps 1 und Ps 2 in den beiden Kanälen,
wenn die Antiblockiersteuerung gemäß der Erfindung aus
geführt wird. Dabei wird an einem Punkt A eine erste
Druckverminderung gestartet, so daß der erste Zyklus der
Antiblockiersteuerung gestartet wird; an einem Punkt B
wird eine zweite Druckverminderung gestartet, so daß
der zweite Zyklus der Antiblockiersteuerung gestartet
wird. Wie aus der Fig. 4 ersichtlich, wird die Antibloc
kiersteuerung bezüglich der zwei Kanäle gleichzeitig und
in der gleichen Weise vom Punkt A aus bis zum Punkt B
ausgeführt, während vom Punkt B ab, d. h. beim zweiten
und den nachfolgenden Zyklen der Antiblockiersteuerung
die beiden Kanäle unabhängig voneinander gesteuert werden.
In der Fig. 5 ist in einem Blockdiagramm das Antiblockier
steuersystem für eine Bremsanlage des Vier-Fühler-Zwei-
Kanal-Typs gezeigt; es sind dabei Radgeschwindigkeitsfühler
1 bis 4 in Verbindung mit den vier Rädern des Motorfahr
zeugs vorgesehen, wodurch Frequenzsignale f 1 bis f 4 er
zeugt werden, die den jeweiligen Radgeschwindigkeiten
proportional sind. Die Frequenzsignale f 1 bis f 4 werden
jeweils an arrhythmetische Schaltungen 5 bis 8 geführt,
wobei aus diesen Schaltungen Signale abgegeben werden,
welche die Radgeschwindigkeiten Vw 1 bis Vw 4 darstellen.
Es sind sechs Umschalter S 1 bis S 6 vorgesehen, die der
art angeordnet sind, daß sie miteinander verriegeln. An
einem Zeitpunkt, an dem die Antiblockiersteuerung gestar
tet wird, haben diese Umschalter S 1 bis S 6 ihre beweg
lichen Kontakte in Stellungen, die mit durchgezogenen
Linien in der Fig. 5 gezeigt sind, so daß die rechte
Vorderradgeschwindigkeit VW 1 und die linke Hinterrad
geschwindigkeit Vw 4 an eine Niedrigauswahlschaltung 10
geführt werden, in welcher die niedrigere dieser beiden
Radgeschwindigkeiten Vw 1 und Vw 4 als die niedrigere Rad
geschwindigkeit Vw 5 ausgewählt wird. In ähnlicher Weise
werden die linke Vorderradgeschwindigkeit Vw 2 und die
rechte Hinterradgeschwindigkeit Vw 3 an eine Niedrigaus
wahlschaltung 11 geführt, in welcher die niedrigere die
ser beiden Radgeschwindigkeiten als die niedrigere Rad
geschwindigkeit Vw 6 ausgewählt wird. Danach werden die
Radgeschwindigkeiten Vw 5 und Vw 6 an eine Niedrigauswahl
schaltung 12 geführt, in welcher die niedrigere dieser
beiden Radgeschwindigkeiten Vw 5 und Vw 6 als die niedrige
Radgeschwindigkeit Vw 7 ausgewählt wird, die nun ihrer
seits an die Logikschaltungen 13 und 14 geleitet wird,
durch welche Halteventile HV und Abfallventile DV, die
in Modulatoren für die jeweiligen Kanäle vorgesehen sind,
in den Ein- oder den Auszustand gesteuert werden. Auf
diese Weise wird die in der Fig. 1 gezeigte Antiblockier
steuerung ausgelöst, und zwar bezüglich der zwei Kanäle
gleichzeitig und in der gleichen Weise. Das in der Fig. 5
gezeigte System umfaßt auch eine OR-Schaltung 15, einen
Zähler 16 und eine Schaltertreiberschaltung 17, die dem
jenigen ähnlich sind, die in dem System der Fig. 3 vor
gesehen sind. Nach Auslösen des zweiten Zyklus des Anti
blockiersteuervorgangs werden die beweglichen Kontakte
der Umschalter S 1 bis S 6 in die Positionen umgeschaltet,
die durch gestrichelte Linien in der Fig. 5 dargestellt
sind, so daß die rechte Hinterradgeschwindigkeit Vw 3 und
die linke Hinterradgeschwindigkeit Vw 4 an eine Hochaus
wahlschaltung 9 geführt werden, in der die höhere dieser
beiden Radgeschwindigkeiten Vw 3 und Vw 4 als eine hohe
Radgeschwindigkeit Vw 8 ausgewählt wird, die ihrerseits
zusammen mit der rechten Vorderradgeschwindigkeit Vw 1
an die Niedrigauswahlschaltung 10 geführt wird, in wel
cher die niedrigere dieser beiden Radgeschwindigkeiten
als eine erste Kanalgeschwindigkeit Vs 1 ausgewählt wird,
die ihrerseits an die Steuerlogikschaltung 13 geführt
wird. Überdies werden die Radgeschwindigkeit Vw 8 und die
linke Vorderradgeschwindigkeit Vw 2 an die Niedrigauswahl
schaltung 11 geleitet, in welcher die niedrigere dieser
beiden Radgeschwindigkeiten ausgewählt und als eine zweite
Kanalgeschwindigkeit Vs 2 an die Steuerlogikschaltung 14
geführt wird. Auf diese Weise werden die jeweiligen Kanäle
unabhängig voneinander einer Antiblockiersteuerung unter
zogen, so daß der zweite und die nachfolgenden Zyklen der
Zweikanal-Antiblockiersteuerung ausgeführt werden.
Claims (3)
1. Antiblockiersteuersystem für Motorfahrzeuge, die mit
einer Zwei-Kanal-Bremsanlage ausgerüstet sind, wobei
die beiden Kanäle unabhängig der Antiblockiersteue
rung unterzogen sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Kanäle nur beim
ersten Zyklus der Antiblockiersteuerung gleichzeitig
und in der gleichen Weise gesteuert werden.
2. Antiblockiersteuersystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zwei-Kanal-Brems
anlage mit einer Rohranordnung vom X-Typ aufgebaut ist,
die einen ersten Kanal umfaßt, welcher das rechte
Vorderrad und das linke Hinterrad des Motorfahrzeugs
einschließt, und einen zweiten Kanal, der das linke
Vorderrad und das rechte Hinterrad des Motorfahrzeuges
einschließt, daß die Antiblockiersteuerung, der die
beiden Kanäle unabhängig voneinander unterzogen werden
derart ausgebildet ist, daß die Steuerung bezüglich
des ersten Kanals auf der Basis der rechten Vorder
radgeschwindigkeit ausgeführt wird, während die Steue
rung des zweiten Kanals auf der Basis der linken Vor
derradgeschwindigkeit bewirkt wird, und daß die Anti
blockiersteuerung, bei der die beiden Kanäle gleich
zeitig und in der gleichen Weise gesteuert werden,
auf der Basis der niedrigeren der rechten Vorderrad
geschwindigkeit und der linken Vorderradgeschwindig
keit ausgeführt wird.
3. Antiblockiersteuersystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zwei-Kanal-
Bremsanlage mit einer Rohranordnung vom X-Typ aufge
baut ist, welche einen ersten Kanal umfaßt, der das
rechte Vorderrad und das linke Hinterrad des Motor
fahrzeugs einschließt, sowie einen zweiten Kanal,
der das linke Vorderrad und das rechte Hinterrad
des Motorfahrzeugs einschließt, daß die Antiblockier
steuerung, der die beiden Kanäle unabhängig voneinander
ausgesetzt sind, derart erfolgt, daß die Steuerung
des ersten Kanals auf der Basis der niedrigeren von
der höheren der rechten Hinterradgeschwindigkeit
und der linken Hinterradgeschwindigkeit und der rech
ten Vorderradgeschwindigkeit ausgeführt wird, während
die Steuerung des zweiten Kanals auf der Basis der
niedrigeren der höheren der rechten Hinterradgeschwin
digkeit, der linken Hinterradgeschwindigkeit und der
linken Vorderradgeschwindigkeit ausgeführt wird, und
daß die Antiblockiersteuerung, bei der die beiden
Kanäle gleichzeitig und in der gleichen Weise ge
steuert werden auf der Basis der niedrigeren der linken
Vorderradgeschwindigkeit und der linken Hinterradge
schwindigkeit in dem ersten Kanal und der niedrigeren
der linken Vorderrad- und der rechten Hinterradge
schwindigkeit in dem zweiten Kanal bewirkt wird.
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