DE3829061C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein nach dem Coriolis-
Prinzip arbeitendes Strömungsmeßgerät gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Nach einem bekannten Gerät dieser Art (US-PS 47 11 132)
befindet sich ein Teil der Meßrohrschleifen oberhalb
und ein anderer Teil unterhalb der Anschlußenden. Dies
bedeutet, daß das Meßgerät im eingebauten Zustand nicht
vollständig entleert werden kann. Vielmehr bleibt auf
jeden Fall Flüssigkeit in den unterhalb der Anschlußenden
befindlichen Rohrabschnitten stehen.
Bei einer anderen bekannten Konstruktion (US-PS
47 30 501) wechseln im Meßrohr aufsteigende und absteigende
Abschnitte miteinander ab. Auch dort liegt ein
Teil des Rohrsystems unterhalb der beiden Anschlußenden.
Will man nacheinander verschiedene Medien durch das
Meßgerät schicken, ergibt sich beim Umschalten die
Schwierigkeit, daß sich das alte Medium mit dem neuen
Medium vermischt. Dies kann zu störenden Reaktionen,
Ausfällungen u. dgl. führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Meßgerät
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, das zur Vermei
dung einer solchen Vermischung vollständig entleert
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch Ausnutzung des innerhalb jeder Meßrohrschleife
herrschenden kontinuierlichen Gefälle, läßt sich die
Meßrohrschleife leicht entleeren. Es braucht lediglich
das untere Ende mit einem Ablauf verbunden zu werden.
Anschließend kann das neue Medium eingeleitet werden,
ohne daß es zu einer Vermischung mit dem alten Medium
kommt.
Mit der Weiterbildung nach Anspruch 2 ergibt sich eine
kontinuierliche Gefällestrecke über beiden Schleifen.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Anspruch 3
werden beide Anschlußenden mit einem Ablauf verbunden.
Hierbei trennt sich die Flüssigkeitssäule etwa im Bereich
der höchsten Stelle und die Entleerung erfolgt nach
beiden Seiten.
Die Verwendung eines Einzelrohrs nach Anspruch 4 erleichtert
die Herstellung und Montage. Es hat durchgehend
den gleichen Querschnitt und bildet keine Taschen, in
denen sich Schmutz sammeln kann. Ferner ist es, anders
als bei zusammengesetzten Rohrabschnitten, nicht notwendig,
auf die Abdichtung an den Rohrabschnittenden zu
achten.
Bei Verwendung der geteilten Rohrhalter nach Anspruch 5
werden die Einzelrohrabschnitte einfach in den einen
Teil des Rohrhalters eingelegt. Dann wird der andere
Rohrhalterteil darübergelegt und es werden beide Teile
miteinander verbunden, was je nach Material durch
Schweißen, Löten, Kleben, Schrauben oder auch durch
einen Reibschluß erfolgen kann.
Durch Verwendung der drei übereinander angeordneten
Rohrhalter nach Anspruch 6 werden die Meßrohrschleifen
spiralförmig verformt, so daß sich das gewünschte durchgehende
Gefälle ergibt.
Bei der Ausführungsform nach Anspruch 7 führt die Verwendung
der Verbindungsrohre dazu, daß äußere Einflüsse,
wie Einspannkräfte oder -momente, Vibrationen u. dgl.
vom zweiten Block und den daran befestigten Meßrohrschleifen
ferngehalten werden. Dies ergibt eine höhere
Meßgenauigkeit. Außerdem können die Blöcke mit verhältnismäßig
kleiner Masse ausgeführt werden, so daß sie
Temperaturänderungen des Fluids rasch folgen. Die Verbindung
mit der Einzelrohreinspannung läßt sich die Länge
der Rohrhalter äußerst kurz gestalten, so daß die bei
Temperaturänderungen auftretenden Längenänderungen des
zweiten Blocks vernachlässigbar sind.
Die Weiterbildung nach Anspruch 8 ergibt eine gedrungene
Bauform mit kurzem Steigrohr.
Mit der konstuktiven Lösung nach Anspruch 9 ergibt
sich ein längliches Meßgerät, das einen vergleichsweise
kleinen Querschnittsraum benötigt und daher in ein
Schutzrohr eingebaut werden kann. Auch ist die Ausgestaltung
mit geraden Rohrabschnitten bei der Herstellung
aus einem Einzelrohr sehr einfach, weil nur wenige Biegungen
vorgenommen werden müssen.
Die Ausgestaltungen nach Anspruch 10 erlaubt einen sehr
einfachen Übergang von einer zu messenden Flüssigkeit
zu einer anderen zu messenden Flüssigkeit, ohne daß
eine Vermischung eintritt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeich
nung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine räumliche Darstellung eines erfindungsgemäßen
Strömungsmeßgerätes und
Fig. 2 eine Seitenansicht mit schematisch dargestellten
weiteren Teilen.
Das dargestellte Strömungsmeßgerät besitzt ein zuflußsei
tiges Anschlußrohr 1 und ein abflußseitiges Anschlußrohr
2, die von - gegebenenfalls mit Flansch versehenen -
äußeren Anschlußenden 1a und 2a zu einander gegenüberlie
genden Stirnseiten eines ersten Blocks 3 führen. Dieser
ist über zwei federnde Verbindungsrohre 4 und 5 mit
einem zweiten Block 6 verbunden. An ihm sind zwei über
einanderliegende Meßrohrschleifen 7 und 8 befestigt.
Diese bestehen je aus drei geraden Rohrabschnitten 9,
10 und 11 bzw. 12, 13 und 14, sowie je zwei 180°-Bögen
15 und 16 bzw. 17 und 18. Wie Fig. 2 zeigt, besteht
von der höchsten Stelle S aus nach beiden Seiten hin
ein kontinuierliches Gefälle.
Das gesamte Rohrgebilde ist aus einem Einzelrohr R gebo
gen und wird durch die beiden Blöcke 3 und 6 in der
richtigen Lage gehalten. Zu diesem Zweck bildet der
Block 3 zwei Rohrhalter 19 und 20, während der Block
6 drei Rohrhalter 21, 22 und 23 bildet. Letztere bestehen
aus drei parallelen Durchbrüchen, während erstere einen
gebogenen Verlauf haben. Um die entsprechenden Rohrab
schnitte in die Rohrhalter einlegen zu können, besteht
der Block 3 aus einem hinteren Teil 24 und einem vorderen
Teil 25, wobei die Teilungsfuge durch die beiden Rohrhal
ter 19 und 20 geht. Der Block 6 besteht aus einem hin
teren Teil 26 und einem vorderen Teil 27, deren Teilungs
fuge wiederum durch die drei Rohrhalter 21, 22 und 23
geht. Bei der Herstellung wird so vorgegangen, daß zu
nächst das Rohr R gebogen wird. Dann werden die zu fixie
renden Rohrabschnitte einseitig in ein Blockteil gelegt.
Alsdann wird der andere Blockteil darüber gelegt und
das Ganze miteinander verbunden.
Die beiden Meßrohrschleifen 7 und 8 besitzen in der
Mitte der Abschnitte 10, 13 einen Schwingungserreger
28 und nahe den Enden dieser Rohrabschnitte Sensoren
29 und 30 zur Feststellung einer von der Schwingungsbe
wegung abhängigen Meßgröße.
Um verschiedene Medien messen zu können, ist das An
schlußrohr 1 über Ventile 31, 32 und 33 mit Rohrleitungen
34, 35 bzw. 36 verbindbar. Ein weiteres Ventil 37 dient
der Verbindung mit einem Ablauf 38, über den auch Luft
zutreten kann. Das Anschlußrohr 2 ist über ein Ventil
39 mit einem Ablauf 40, über den auch Luft zutreten
kann, und über drei Ventile 41, 42 und 43 mit Leitungen
44, 45 bzw. 46 verbunden.
Es sei angenommen, daß zur Zeit die Strömung einer Flüs
sigkeit gemessen wird, die über die Leitung 34 zu- und
die Leitung 44 abgeführt wird. Zum Übergehen auf eine
andere Flüssigkeit werden zunächst die Ventile 31 und
41 geschlossen und die Ventile 37 und 39 geöffnet. Dem
zufolge kann das Meßgerät über die Abläufe 38 und 40
entleert werden, wobei die Flüssigkeitssäule im Bereich
der höchsten Stelle S auseinanderreißt. Alsdann werden
die Ventile 37 und 39 geschlossen und die Ventile 32
und 42 geöffnet. Nunmehr kann eine andere Flüssigkeit
von der Leitung 35 über das Meßgerät zur Leitung 45
strömen.
Selbstverständlich eignet sich dieses Prinzip auch für
anders geformte Meßrohrschleifen, beispielsweise kreis
förmig gebogene oder tennisschlägerförmige Schleifen.
Die Schleifen müssen sich auch nicht zu beiden Seiten
eines Blocks erstrecken. Sie können sich auch beide
vollständig auf einer Seite dieses Blocks befinden,
wie dies in der Technik bekannt ist. Zum Entleeren kann
das Ventil auch mit einer Quelle geringen Überdruckes
verbunden sein.
Claims (10)
1. Nach dem Coriolis-Prinzip arbeitendes Strömungsmeß
gerät, mit einem zuflußseitigen und einem abflußseitigen
Anschlußrohr, mit zwei einander benachbarten
übereinander angeordneten Meßrohrschleifen, die
jeweils von einem zum anderen Ende ein kontinuierliches
Gefälle haben, durch einen Schwingungserreger
gegensinnig in Schwingung versetzbar und mit Sensoren
zur Aufnahme einer von der Relativbewegung abhängigen
Meßgröße versehen sind, und mit einer Anschlußvorrichtung
für die Anschlußrohre und Meßrohrschleifen,
dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende einer
Gefällestrecke mit einem Ablauf (38; 40) verbindbar
ist.
2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die übereinander angeordneten Meßrohrschleifen
(7, 8) in Reihe geschaltet sind.
3. Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
zwei Gefällestrecken, die von einer höchsten Stelle
aus je zu einer der beiden Anschlußenden führen.
4. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Meßrohre und die Anschluß
rohre durch ein mehrfach gebogenes Einzelrohr (R)
gebildet ist, von dem vorgegebene Abschnitte an der
Anschlußvorrichtung befestigt sind.
5. Meßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußvorrichtung geteilte Rohrhalter (19,
20; 21, 22, 23) zur Aufnahme der vorgegebenen Einzel
rohrabschnitte aufweist.
6. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Enden der beiden Meßrohre
in drei übereinander angeordneten Rohrhaltern (21,
22, 23) fixiert sind.
7. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anschlußvorrichtung einen
mit den Anschlußrohren (1, 2) verbundenen ersten
Block (3), einen mit den Meßrohrschleifen (7, 8)
verbundenen zweiten Block (6) und mindestens ein
Paar von federnden Verbindungsrohren (4, 5) zwischen
den beiden Blöcken aufweist und daß der zweite Block
übereinander drei gerade und parallele Rohrhalter
(22, 23, 24) aufweist, die die Enden der Meßrohr
schleifen (7, 8) und der Verbindungsrohre aufnehmen.
8. Meßgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Block (3) am unteren Ende des zweiten
Blockes (6) angeordnet sowie an seinen einander gegen
überliegenden Stirnflächen mit den Anschlußrohren
(1, 2), an einer Seitenfläche mit einem unteren Ver
bindungsrohr (5) und an seiner Oberseite mit einem
oberen Verbindungsrohr (4) versehen ist.
9. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Meßrohrschleifen (7, 8) aus
geraden, in der Vertikalprojektion zueinander und
zu den Anschlußrohren (1, 2) etwa parallelen Rohrab
schnitten (9 bis 14) bestehen, die durch 180°-Bögen
(15 bis 18) miteinander verbunden sind, und daß der
erste Block (3) innerhalb der Schleifenprojektion
liegt.
10. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Anschlußrohr (1; 2) über
eine Ventilkombination (31, 32, 33, 37; 39, 41,
42, 43) wahlweise mit mindestens einer Leitung (34,
35, 36; 44, 45, 46) für den Zu- bzw. Abfluß des
zu messenden Mediums oder einem Ablauf (38; 40)
verbindbar ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |