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DE3820048A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackungseinheit durch umwickeln des verpackungsgutes mit einer folienbahn - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackungseinheit durch umwickeln des verpackungsgutes mit einer folienbahn

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Publication number
DE3820048A1
DE3820048A1 DE19883820048 DE3820048A DE3820048A1 DE 3820048 A1 DE3820048 A1 DE 3820048A1 DE 19883820048 DE19883820048 DE 19883820048 DE 3820048 A DE3820048 A DE 3820048A DE 3820048 A1 DE3820048 A1 DE 3820048A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film web
winding
packaged
suction
film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19883820048
Other languages
English (en)
Inventor
Uwe Orth
Garcia Juan Enrique Ventura
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GGV GUSTAV GROLMAN VERPACKUNGS
Original Assignee
GGV GUSTAV GROLMAN VERPACKUNGS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GGV GUSTAV GROLMAN VERPACKUNGS filed Critical GGV GUSTAV GROLMAN VERPACKUNGS
Priority to DE19883820048 priority Critical patent/DE3820048A1/de
Publication of DE3820048A1 publication Critical patent/DE3820048A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B11/00Wrapping, e.g. partially or wholly enclosing, articles or quantities of material, in strips, sheets or blanks, of flexible material
    • B65B11/02Wrapping articles or quantities of material, without changing their position during the wrapping operation, e.g. in moulds with hinged folders
    • B65B11/025Wrapping articles or quantities of material, without changing their position during the wrapping operation, e.g. in moulds with hinged folders by webs revolving around stationary articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B2210/00Specific aspects of the packaging machine
    • B65B2210/14Details of wrapping machines with web dispensers for application of a continuous web in layers onto the articles
    • B65B2210/16Details of wrapping machines with web dispensers for application of a continuous web in layers onto the articles the web dispenser travelling around the article along a non-rotating ring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Ver­ packungseinheit durch Umwickeln des Verpackungsgutes mit einer Folienbahn, bei dem die von einer Vorratsrolle abgezogene Fo­ lienbahn mit ihrem vorderen Ende an das Verpackungsgut oder dessen Träger angelegt und durch Relativdrehung zwischen Ver­ packungsgut und Vorratsrolle um das Verpackungsgut herumge­ wickelt wird.
Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Herstel­ len einer Verpackungseinheit durch Umwickeln des Verpackungs­ gutes mit einer von einer Vorratsrolle abwickelbaren Folien­ bahn, mit einer Anlegevorrichtung zum Anlegen der Folienbahn an das Verpackungsgut, die aus einer Befestigungsleiste und einer unter Zwischenlage der Folienbahn an der Befestigungs­ leiste anliegenden Klemmleiste besteht.
Bei einem bekannten Verfahren wird das Verpackungsgut auf eine drehbare Plattform gesetzt und mit einer Folienbahn umwickelt, die von einer in vertikaler Richtung verschiebbaren Vorrats­ rolle abgezogen wird. Die Umwicklung des Verpackungsgutes er­ folgt dabei durch wendelförmig aufgebrachte Folienbahnwin­ dungen. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, daß zu Beginn der Umwicklung das vordere Ende der Folienbahn von Hand am Ver­ packungsgut befestigt werden muß, beispielsweise mittels eines Klebestreifens.
Es ist daher auch bereits ein weiterentwickeltes Verfahren be­ kannt, bei dem der gesamte Wickelvorgang selbsttätig abläuft, ohne daß zu Beginn noch eine Befestigung des Folienendes not­ wendig ist. Das weiterentwickelte Verpackungsverfahren verwen­ det dazu eine Anlegevorrichtung, die sich aus einer ungefähr die Breite der zugeführten Folienbahn aufweisenden Befesti­ gungsleiste und einer hiermit zusammenarbeitenden Klemmleiste zusammensetzt. Das vordere Ende der Folienbahn wird zwischen diesen beiden Bauteilen eingeklemmt und während der ersten Um­ drehung des auf der Plattform liegenden Verpackungsgutes ent­ lang einer Kreisbahn um das Verpackungsgut mitgeführt. Um zu vermeiden, daß bei Vollendung der ersten Umwicklung auch die Anlegevorrichtung selbst umwickelt wird, hebt sich der die Vorratsrolle aufnehmende Folienschlitten während der ersten Umdrehung an, so daß die Anlegevorrichtung unter der neu zuge­ führten Folienbahn hindurchfährt. Anschließend wird der Fo­ lienschlitten wieder abgesenkt, wodurch die nun aufgezogene zweite Wicklung die darunterliegende Folienbahn kneift und damit fixiert. Die Aufgabe der Anlegevorrichtung ist damit er­ füllt, so daß diese die Folienbahn freigibt und in ihre Aus­ gangsstellung zurückkehrt. Anschließend muß jedoch noch das freigegebene vordere Folienende durch eine weitere Umwicklung am Verpackungsgut festgelegt werden, was neben einem erhöhten Folienverbrauch eine Verlängerung der Gesamtwickelzeit zur Folge hat.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum zuverlässigen Aufbringen und Festlegen der ersten Folienwindung zu schaffen, ohne daß ein vorheriges Anbringen des vorderen Endes der Folienbahn oder die Wicklung einer zusätzlichen Windung allein zur Fest­ legung der ersten Windung erforderlich ist.
Das zur Lösung dieser Aufgabe vorgeschlagene Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Folien­ bahn durch Reibschluß an einem Saugrohr gehalten wird, während durch die Relativdrehung zwischen Verpackungsgut und Vorrats­ rolle zumindest ein Teil einer ersten Folienbahnwindung um das Verpackungsgut herumgelegt wird, daß vor Beendigung der ersten Windung das vordere Ende der Folienbahn durch Saugwirkung an dem Saugrohr festgelegt wird und daß das Saugrohr nach min­ destens einfacher Überdeckung durch die Folienbahn parallel zur Wickelachse aus der auf das Verpackungsgut aufgewickelten Folienbahn herausgezogen wird, bevor durch Aufbringen weiterer Folienbahnwindungen der Umwickelvorgang abgeschlossen wird.
Von Vorteil ist bei dem vorgeschlagenen Verfahren, daß ein manuelles Anbringen des vorderen Folienendes vor Beginn des Umwicklungsvorganges vermieden wird und ein selbsttätig arbeitendes Umwicklungsverfahren zur Verfügung steht, das ohne eine zusätzliche Windung allein zur Festlegung der ersten Win­ dung auskommt und das daher mit einem geringeren Folienver­ brauch arbeitet als bekannte Verfahren. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren an­ stelle eines vollständigen Einwickelvorganges in bestimmten Fällen nur ein Teil des Verpackungsgutes umwickelt werden kann, beispielsweise mit einer Banderole.
Bei einer Weiterentwicklung des Verfahrens wird vor dem Herausziehen des Saugrohres aus der aufgewickelten Folienbahn die Saugwirkung durch das Ausblasen von Luft aus dem Saugrohr ersetzt, wodurch das Herausziehen insbesondere bei eng anlie­ gender und gut haftender Verpackungsfolie erleichtert wird.
Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens wird der das vordere Ende der Folienbahn an dem Saugrohr haltende Reibschluß durch eine unter Zwischenlage der Folienbahn an das Saugrohr ange­ legte Klemmleiste erzeugt, die vor Beendigung der ersten Fo­ lienbahnwindung aus dem Wickelbereich entfernt wird. Auf diese Weise ist das vordere Ende der Folienbahn sicher zwischen der aus dem Saugrohr und der Klemmleiste zusammengesetzten Anlege­ vorrichtung eingespannt, so daß die Folienbahn bereits bei der ersten Umwicklung mit Streckkraft auf das Verpackungsgut ge­ bracht werden kann.
Um ein Umwickeln der Klemmleiste zu vermeiden, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, die Klemmleiste zur Entfernung aus dem Wickelbereich parallel zur Wickelachse zu verfahren.
Nach Abschluß des Umwickelvorgangs wird die Klemmleiste wieder in den Wickelbereich verfahren und unter Zwischenlage der Fo­ lienbahn an das Saugrohr angelegt. Die Folienbahn wird mittels einer Trennvorrichtung durchtrennt, wobei eine besonders ein­ fache Bauweise erreicht wird, wenn die Trennvorrichtung als Bestandteil der Klemmleiste ausgebildet ist. Mit dem Durch­ trennen der bereits umwickelten Folienbahn ist der Ver­ packungsvorgang beendet, wobei durch den bereits wieder zwischen Saugrohr und Klemmleiste eingespannten Folienanfang das Verfahren nach Einfahren eines neuen Packungsstapels so­ fort fortgesetzt werden kann, ohne daß sonstige manuelle Ein­ griffe notwendig sind.
Wenn zur Erzeugung der Relativbewegung zwischen Verpackungsgut und Vorratsrolle die Vorratsrolle das Verpackungsgut auf einer geschlossenen Bahn, z.B. einer Kreisbahn oder einer ovalen Bahn, umläuft, läßt sich das Verpackungsgut auf einem be­ sonders bodennahen Niveau handhaben, so daß zusätzliche, senk­ recht fördernde Vorrichtungen vermieden werden.
Bezüglich der Vorrichtung wird zur Lösung der gestell­ ten Aufgabe vorgeschlagen, daß die Befestigungsleiste als Saugrohr ausgebildet ist, das an einer parallel zur Wickel­ achse verfahrbaren Führung angeordnet und an eine einen Unter­ druck erzeugende Einrichtung angeschlossen ist.
Bei einer Ausgestaltung der Vorrichtung befindet sich die Klemmleiste an einer parallel zur Wickelachse verfahrbaren weiteren Führung. Die Klemmleiste verfügt außerdem über eine Trennvorrichtung zum Durchtrennen der Folienbahn, die vorteil­ hafterweise als Glühdraht ausgebildet ist, so daß eine zusätz­ liche mechanische Bewegungsübertragung, wie sie beispielsweise bei einem Schneidmesser notwendig wäre, entfällt. Nach Durch­ trennen der Folienbahn kann das überstehende Ende der Folien­ bahn mit einer an der Klemmleiste befestigten Bürste an die darunterliegende Folienbahn angestrichen werden. Alternativ kann ein Heißansiegelsystem an der Klemmleiste vorgesehen sein, welches das Folienende an die darunterliegende Folien­ bahn ansiegelt.
Um ein die Folie schonendes Anliegen der Klemmleiste am Saug­ rohr zu erzielen, ist es vorteilhaft, die Klemmleiste parallel zur Wickelebene verfahrbar zu gestalten, indem gemäß einer Ausgestaltung der Vorrichtung die weitere Führung für die Klemmleiste an einem in dieser Weise verfahrbaren Schlitten angeordnet ist.
Um auch bei einfacher konstruktiver Gestaltung ein sicheres Anliegen des Saugrohrs am Verpackungsgut zu gewährleisten, sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung das Saugrohr, die Klemmleiste und die Führungen an einem in einer Ebene pa­ rallel zur Wickelebene verschwenkbaren Anlegearm angeordnet.
Befindet sich gemäß einem weiteren Merkmal der Vorrichtung der Anlegearm oberhalb des Wickelbereiches der Vorrichtung, so läßt sich das Verpackungsgut auf einem bodennahen Niveau hand­ haben, so daß zusätzliche, senkrecht fördernde Vorrichtungen für das Verpackungsgut entfallen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstandes der Erfin­ dung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zuge­ hörigen Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens sowie einer Vorrichtung zum Herstellen einer Verpackungseinheit dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine vereinfacht dargestellte Vorrichtung zum Herstellen einer Verpackungseinheit durch Um­ wickeln des Verpackungsgutes mit einer Folien­ bahn in einer Seitenansicht;
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in einer Drauf­ sicht;
Fig. 3 als Ausschnitt aus Fig. 2 eine vergrößerte Dar­ stellung eines Anlegearmes;
Fig. 4 als Ausschnitt aus Fig. 3 eine vergrößerte Dar­ stellung einer aus einem Saugrohr und einer Klemmleiste zusammengesetzten Anlegevorrichtung in einer Schnittdarstellung und
Fig. 5a bis 5e ein Verfahren zum Herstellen einer Verpackungs­ einheit durch Umwickeln des Verpackungsgutes mit einer Folienbahn in fünf Verfahrensstadien.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zum Herstel­ len einer Verpackungseinheit befindet sich an einem ortsfesten Ständer 1, der sich aus einem Boden 2 und vier daran befestig­ ten vertikalen Stützen 3 zusammensetzt. An den Stützen 3 ist über Träger 4 eine in Gestalt eines horizontal liegenden Ringes ausgebildete Laufschiene 5 höhenverstellbar gelagert, wobei zur Höhenverstellung die Träger 4 an den Stützen 3 heb­ und senkbar sind, beispielsweise durch entsprechende Ketten­ züge.
An der Unterseite der Laufschiene 5 ist ein entlang der Kreis­ bahn der Laufschiene 5 verfahrbarer Folienschlitten 6 angeord­ net, der über eine eigene, in der Zeichnung nicht näher darge­ stellte Antriebseinrichtung verfügt, die auf Antriebsräder 7 einwirkt. In dem Folienschlitten 6 ist vertikal eine einen Vorrat an Folienbahn aufnehmende, auswechselbare Vorratsrolle 8 eingespannt. Außerdem weist der Folienschlitten 6 noch zwei vertikal angeordnete, zylindrische Streckrollen 9, 10 auf.
Auf einer auf einem der Träger 4 befestigten Drehachse 11 ist ein in einer horizontalen Ebene oberhalb der Laufschiene 5 verschwenkbarer Anlegearm 12 gelagert, der der Aufnahme und Führung eines Saugrohres 13 sowie einer Klemmleiste 14 dient. Das Saugrohr 13 und die Klemmleiste 14 ragen vertikal nach unten bis in den Höhenbereich der Vorratsrolle 8 und der Streckrollen 9, 10 und sind über Führungselemente relativ zum Anlegearm 12 verfahrbar. Dazu befindet sich am Ende des Anle­ gearms 12 eine in vertikaler Richtung verfahrbare Führung 15, an der das Saugrohr 13 befestigt und daher in vertikaler Rich­ tung mittels entsprechender hydraulicher Elemente heb- und senkbar ist. Während sich das Saugrohr 13 in seiner Arbeits­ stellung in der gleichen Höhenlage befindet wie die Vorrats­ rolle 8 beziehungsweise die Streckrollen 9, 10, deren Länge es ungefähr aufweist, befindet sich das Saugrohr 13 in seiner Freigabestellung oberhalb dieses Höhenbereiches.
Während das Saugrohr 13 bezüglich des Anlegearms 12 nur in vertikaler Richtung verfahren werden kann, ist die Klemmleiste 14 sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung am Anlegearm 12 verschiebbar. In Fig. 3 ist im Detail zu erkennen, wie hierzu am Anlegearm 12 eine Stangenführung 16 befestigt ist, auf der ein Schlitten 17 in horizontaler Rich­ tung verschoben werden kann. Der Schlitten 17 wiederum verfügt über eine weitere Führung 18, über die die Klemmleiste 14 in vertikaler Richtung verschoben werden kann. Ebenso wie das Saugrohr 13 befindet sich auch die Klemmleiste 14 in ihrer Ar­ beitsstellung im gleichen Höhenbereich wie die Vorratsrolle 8 und die Streckrollen 9, 10. Über die weitere Führung 18 läßt sich die Klemmleiste 14 bis zum Verlassen dieses Höhenbereichs anheben und über den Schlitten 17 sowie die Stangenführung 16 in horizontaler Richtung bis zur Anlage am Saugrohr 13 verfah­ ren. Die Länge der Klemmleiste 14 entspricht in etwa der Länge des Saugrohres 13.
Aus der Fig. 4 ist zu erkennen, daß die Klemmleiste 14 ein im Querschnitt U-förmiges Gehäuse 19 aufweist, in dem sich eine durch Federkraft beaufschlagte Druckleiste 20 befindet. Außer­ dem befindet sich im Gehäuse 19 ein gegenüber einer Gleitkante 21 des Gehäuses 19 geringfügig zurückversetzter, elektrisch aufheizbarer Glühdraht 22 a. Der Glühdraht 22 b kann alternativ jedoch auch, wie in Fig. 4 dargestellt ist, außerhalb des Ge­ häuses 19 auf der Seite der Gleitkante 21 angeordnet sein. Wie Fig. 4 im Detail erkennen läßt, ist die von der Vorratsrolle 8 abgewickelte Folienbahn 23 zwischen der Druckleiste 20 der Klemmleiste 14 und der Mantelfläche des nicht drehbaren Saug­ rohres 13 unter Federkraft eingeklemmt, sobald die Klemmleiste 14 über die Stangenführung 16 und den Schlitten 17 an das Saugrohr 13 herangefahren wird.
Erfindungsgemäß weist das Saugrohr 13 eine mit radialen Ka­ nälen 24 versehene zentrale Bohrung 25 auf, die über in Fig. 2 dargestellte Leitungen 26 mit einer einen Unterdruck erzeugen­ den Einrichtung 27, zum Beispiel einer Saugpumpe, verbunden ist. Wird mittels der Einrichtung 27 im Saugrohr 13 ein Unter­ druck erzeugt, so legt sich die Folienbahn 23 durch den Saug­ effekt an die Mantelfläche des Saugrohres 13 an.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß die von der Vorratsrolle 8 ab­ gezogene Folienbahn 23 zuerst über die erste Streckrolle 9 und dann über die zweite Streckrolle 10 geführt ist. Zwischen den Streckrollen 9, 10 kann eine Vorstreckung der Folienbahn 23 stattfinden, indem die Streckrolle 10 mit höherer Drehge­ schwindigkeit arbeitet als die Streckrolle 9. Die von der Streckrolle 10 ablaufende Folienbahn 23 verläßt den Folien­ schlitten 6 und kann mit ihrem vorderen Ende 28 in der be­ schriebenen Weise zwischen der Klemmleiste 14 und dem Saugrohr 13 eingespannt werden, so daß durch Bewegung des Folien­ schlittens 6 entlang der durch die Laufschiene 5 vorgegebenen Kreisbahn und unter gleichzeitigem Abziehen von Folienbahn 23 von der Vorratsrolle 8 ein auf dem Boden 2 abgesetztes Ver­ packungsgut 29 mit der Folienbahn 23 umwickelt wird. Wird wäh­ rend der Umwicklung die Laufschiene 5 relativ zum Ständer abgesenkt, so wird die vom Folienschlitten 6 ablaufende Fo­ lienbahn 23 in Form wendelförmiger Windungen um das Ver­ packungsgut 29 gelegt.
Das in den Fig. 5a bis 5e dargestellte Verfahren läuft in der folgenden Weise ab:
Nachdem das Verpackungsgut 29, beispielsweise eine Palette mit darauf gelagerten Kartons, auf dem Boden 2 des Ständers 1 ab­ gesetzt ist, wird bei in Ausgangsstellung stillstehendem Fo­ lienschlitten 6 der Anlegearm 12 soweit gegen das Verpackungs­ gut 29 geschwenkt, daß das Saugrohr 13 unmittelbar an der Seite des Verpackungsgutes 29 anliegt. Die Höhe der Lauf­ schiene 5 ist dabei so gewählt, daß sich die Folienbahn 23 in der Höhe der oberen Kante des Verpackungsgutes 29 befindet, wie dies im übrigen auch in Fig. 1 dargestellt ist. Das vorde­ re Ende 28 der Folienbahn 23 wird während dieses ersten Ver­ fahrensschrittes durch Reibschluß am Saugrohr 13 gehalten, wo­ bei dieser Reibschluß in der beschriebenen Ausführungsform der Vorrichtung durch die am Saugrohr 13 anliegende Klemmleiste 14 aufgebracht wird.
Bei dem in Fig. 5b dargestellten Verfahrensschritt bewegt sich der Folienschlitten 6 unter Abgabe der bereits vorgereckten Folienbahn 23 auf der Laufschiene 5 um das Verpackungsgut 29 herum und umlegt dieses mit einer ersten Folienbahnwindung. Sobald die Folienbahn 23 bereits zwei Kanten des Verpackungs­ gutes 29 umschließt, wie in Fig. 5b dargestellt, ist die Haft­ reibung zwischen der Folienbahn 23 und dem Verpackungsgut 29 bereits derart gut, daß auf die Klemmwirkung der Klemmleiste 14 verzichtet werden kann und das vordere Ende 28 der Folien­ bahn 23 nur noch durch die Saugwirkung des im Saugrohr 13 er­ zeugten Unterdrucks festgehalten wird. Die Klemmleiste 14 wird daher mittels der bereits beschriebenen Führungselemente durch Verfahren in horizontaler und vertikaler Richtung aus dem Wickelbereich entfernt.
Fig. 5c zeigt die Stellung des Folienschlittens 6 unmittelbar nach Beendigung der ersten Windung. Da die Höheneinstellung der Laufschiene 5 sowie des Saugrohres 13 bis zu diesem Ver­ fahrenszeitpunkt nicht verändert wurden, wird das am Ver­ packungsgut 29 anliegende Saugrohr 13 durch die erste Windung der Folienbahn 23 mitumwickelt. Frühestens nach dieser ein­ fachen Überdeckung durch die Folienbahn ist die Haltewirkung des Saugrohres 13 nicht mehr notwendig, da die neu aufgezogene Windung die darunterliegende Windung kneift und damit fest­ legt. Frühestens in dem in Fig. 5c dargestellten Verfahrens­ stadium wird das Saugrohr 13 daher durch die bereits beschrie­ benen Mittel nach oben aus dem Wickelbereich herausgezogen. Um das Herausziehen des bereits mit Folienbahn 23 umwickelten Saugrohres 13 zu erleichtern, kann die vorherige Saugwirkung durch das Ausblasen von Luft aus dem Saugrohr 13 ersetzt werden.
Der weitere Umwickelvorgang läuft dann in an sich bekannter Weise ab, wobei durch gleichzeitiges Absenken der Laufschiene 5 wendelförmige Windungen um das Verpackungsgut 29 gelegt werden.
In Fig. 5d ist zu erkennen, daß nach Beendigung des Umwickel­ vorganges der Folienschlitten 6 in seine Ausgangsstellung zu­ rückkehrt. Saugrohr 13 und Klemmleiste 14 werden in vertikaler Richtung wieder in den Wickelbereich eingefahren und die Klemmleiste 14 wird, wie Fig. 5e erkennen läßt, horizontal bis zur Anlage am Saugrohr 13 unter Zwischenlage der Folienbahn 23 verfahren.
In einem letzten Verfahrensschritt erfolgt die Durchtrennung der Folienbahn 23, indem die Klemmleiste 14 soweit gegen das Saugrohr 13 gefahren wird, daß durch Zurückweichen der in Fig. 4 dargestellten Druckleiste 20 die Folienbahn 23 die als Glüh­ draht 22 a ausgebildete Abtrennvorrichtung berührt und von die­ ser thermisch durchschnitten wird. Wird der außerhalb des Ge­ häuses 19 angeordnete Glühdraht 22 b verwendet, so legt sich die Folienbahn 23 während des horizontalen Verfahrens der Klemmleiste 14 an den Glühdraht 22 b an und wird dann thermisch durchtrennt.
Nach Zurückschwenken des Anlegearms 12 in seine in Fig. 5a ge­ strichelt dargestellte Ruhestellung und nach Entnahme der fer­ tig gewickelten Verpackungseinheit ist das Verfahren beendet.
Der Beginn der Umwicklung des Verpackungsgutes kann in jeder beliebigen Höhe ansetzen, also auch beispielsweise im unteren Bereich oder in der Mitte des zu verpackenden Stapels. Auch die Umwicklung in nur einer horizontalen Ebene ist durchführ­ bar, z.B. zur Herstellung einer Banderole.
Bezugszeichenliste:
 1 Ständer
 2 Boden
 3 Stützen
 4 Träger
 5 Laufschiene
 6 Folienschlitten
 7 Antriebsräder
 8 Vorratsrolle
 9 Streckrolle
10 Streckrolle
11 Drehachse
12 Anlegearm
13 Saugrohr
14 Klemmleitse
15 Führung
16 Stangenführung
17 Schlitten
18 weitere Führung
19 Gehäuse
20 Druckleiste
21 Gleitkante
22 a Glühdraht
22 b Glühdraht
23 Folienbahn
24 Kanäle
25 Bohrung
26 Leitungen
27 Einrichtung
28 vorderes Ende
29 Verpackungsgut

Claims (15)

1. Verfahren zum Herstellen einer Verpackungseinheit durch Um­ wickeln des Verpackungsgutes mit einer Folienbahn, bei dem die von einer Vorratsrolle abgezogene Folienbahn mit ihrem vorderen Ende an das Verpackungsgut oder dessen Träger an­ gelegt und durch Relativdrehung zwischen Verpackungsgut und Vorratsrolle um das Verpackungsgut herumgewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende (28) der Folienbahn (23) durch Reib­ schluß an einem Saugrohr (13) gehalten wird, während durch die Relativdrehung zwischen Verpackungsgut (29) und Vor­ ratsrolle (8) zumindest ein Teil einer ersten Folienbahn­ windung um das Verpackungsgut (29) herumgelegt wird, daß vor Beendigung der ersten Windung das vordere Ende (28) der Folienbahn (23) durch Saugwirkung an dem Saugrohr (13) festgelegt wird und daß das Saugrohr (13) nach mindestens einfacher Überdeckung durch die Folienbahn (23) parallel zur Wickelachse aus der auf das Verpackungsgut (29) aufge­ wickelten Folienbahn herausgezogen wird, bevor durch Auf­ bringen weiterer Folienbahnwindungen der Umwickelvorgang abgeschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Herausziehen des Saugrohres (13) aus der aufgewickelten Folienbahn die Saugwirkung durch Ausblasen von Luft aus dem Saugrohr (13) ersetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das vordere Ende (28) der Folienbahn (23) an dem Saugrohr (13) haltende Reibschluß durch eine unter Zwischenlage der Folienbahn (23) an das Saugrohr (13) angelegte Klemmleiste (14) erzeugt wird, die vor Beendigung der ersten Folien­ bahnwindung aus dem Wickelbereich entfernt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmleiste (14) zur Entfernung aus dem Wickelbereich pa­ rallel zur Wickelachse verfahren wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abschluß des Umwickelvorgangs die Klemmleiste (14) unter Zwischenlage der Folienbahn (23) an das Saugrohr (13) ange­ legt und die Folienbahn (23) mittels einer an der Klemm­ leiste (14) ausgebildeten Trennvorrichtung (22) durchtrennt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zur Erzeugung der Relativbewegung zwischen Verpackungsgut (29) und Vorratsrolle (8) die Vorratsrolle (8) das Verpackungsgut (29) auf einer Kreisbahn umläuft.
7. Vorrichtung zum Herstellen einer Verpackungseinheit durch Umwickeln des Verpackungsgutes mit einer von einer Vorrats­ rolle abwickelbaren Folienbahn, mit einer Anlegevorrichtung zum Anlegen der Folienbahn an das Verpackungsgut, die aus einer Befestigungsleiste und einer unter Zwischenlage der Folienbahn an der Befestigungsleiste anliegenden Klemm­ leiste besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsleiste als Saugrohr (13) ausgebildet ist, das an einer parallel zur Wickelachse verfahrbaren Führung (15) angeordnet und an eine einen Unterdruck erzeu­ gende Einrichtung (27) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmleiste (14) an einer parallel zur Wickelachse ver­ fahrbaren weiteren Führung (18) angeordnet ist und eine Trennvorrichtung (22) zum Durchtrennen der Folienbahn (23) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen Glühdraht (22) als Trennvorrichtung.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmleiste (14) ein U-förmiges Gehäuse (19) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Führung (18) für die Klemmleiste (14) an einem parallel zur Wickelebene verfahrbaren Schlitten (17) ange­ ordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugrohr (13), die Klemmleiste (14) und die Führungen (15, 18), an einem in einer Ebene parallel zur Wickelebene verschwenkbaren Anlegearm (12) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Anlegearm (12) oberhalb des Wickelbereiches der Vorrichtung befindet.
14. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratsrolle (8) an einem auf einer ringförmigen Lauf­ schiene (5) geführten und auf einer geschlossenen Bahn um das ortsfeste Verpackungsgut (29) verfahrbaren Folien­ schlitten (6) befestigt ist, der relativ zum Verpackungsgut (29) in der Höhe verstellbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Höhenverstellung des Folienschlittens (6) die ringför­ mige Laufschiene (5) an einem ortsfesten Ständer (1, 3) heb­ und senkbar ist.
DE19883820048 1988-06-13 1988-06-13 Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackungseinheit durch umwickeln des verpackungsgutes mit einer folienbahn Withdrawn DE3820048A1 (de)

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