DE3819043C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3819043C2 DE3819043C2 DE19883819043 DE3819043A DE3819043C2 DE 3819043 C2 DE3819043 C2 DE 3819043C2 DE 19883819043 DE19883819043 DE 19883819043 DE 3819043 A DE3819043 A DE 3819043A DE 3819043 C2 DE3819043 C2 DE 3819043C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- machine according
- coupling member
- button
- lifting
- rocker
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 57
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 57
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 57
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 15
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 5
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 3
- 230000000452 restraining effect Effects 0.000 claims 1
- 238000012806 monitoring device Methods 0.000 description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 230000008569 process Effects 0.000 description 4
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 4
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 2
- 238000012549 training Methods 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- A41H37/00—Machines, appliances or methods for setting fastener-elements on garments
- A41H37/10—Setting buttons
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
- Slide Fasteners, Snap Fasteners, And Hook Fasteners (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ansetzen von
Knöpfen, Nieten oder dergleichen, insbesondere an Beklei
dungsstücke, bei welcher die unterschiedlichen Knopfein
zelteile aus Magazinen zur Ansetzposition geleitet wer
den, und deren Antrieb über ein Kraftübertragungsglied
auf einen Hubstößel eines Oberwerkzeugs wirkt, dem ein
feststehendes Unterwerkzeug zugeordnet ist, wobei das
Oberwerkzeug mindestens zwei Hubstößel aufweist, die
jeweils mit einem Stempel des Unterwerkzeugs zusammenwir
ken.
Eine derartige Maschine ist bekannt aus der DE-PS 5 51 903,
wobei ein exzenterangetriebenes Kraftübertragungs
glied ein Joch zur Aufnahme zweier, in ihrem gegenseiti
gen Abstand zueinander verstellbarer Hubstößel trägt. In
Gegenüberlage zu diesen sind am Unterwerkzeug zwei eben
falls verstellbare Stempel vorgesehen. Mittels dieser
Einrichtung ist es möglich, gleichzeitig zwei Knöpfe
bzw. Niete an einem Bekleidungsstück vorzusehen. Ein
wahlweise Ansetzen unterschiedlich gestalteter Knöpfe
bzw. Niete ist nicht möglich. Da ferner stets zwei Knöp
fe bzw. Niete gleichzeitig angesetzt werden, muß der
Antrieb entsprechend groß bemessen sein.
Bezüglich der Niet- bzw. Knopfeinzelteile handelt es
sich um ein Funktionsteil und ein Halteteil. Um ein
wahlweises Ansetzen zu ermöglichen, wird durch die DE-OS
25 33 020 eine Maschine vorgeschlagen, bei welcher dem
Oberwerkzeug und/oder dem Unterwerkzeug mindestens ein
weiteres Magazin über eine zusätzliche Zuführschiene
zugeordnet ist. Beide Zuführschienen enden in einer
Auswahlvorrichtung, die der Vereinzelungsvorrichtung
vorgeschaltet ist und jeweils eine Zuführschiene sperrt.
Es wird hierdurch die Möglichkeit geschaffen, unter
schiedliche Funktionsteile mit ein und derselben Maschine
zu verarbeiten, sofern die einzelnen Funktionsteile
mit ihren Abmessungen in das Oberwerkzeug passen. Wei
chen die Funktionsteile in ihrem Durchmesser und Formge
bung voneinander ab, ist ihre Halterung am Oberwerkzeug
in Frage gestellt, es sei denn, daß eventuell eine fe
dernde Zangen aufweisende Greiferausbildung zum Einsatz
gelangt. Ebenso verhält es sich mit den Halteteilen. Nur
wenn sie formgleich gestaltet sind, können sie von einem
einzigen Unterteil genügend gestützt werden. Daher ist
auch eine solche Maschine in ihren Einsatzbereich einge
schränkt. Es lassen sich zwar vier Knopfeinzelteile
wahlweise ansetzen, jedoch nur dann, wenn zwei unter
schiedliche Funktionsteile mit je einem gleichen Halte
teil verbunden werden sollen. Hinsichtlich der Funktions
teile auch nur dann, wenn sie in ihrer Formgebung ent
sprechen bzw. wenn Greiferausbildungen eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Maschine der eingangs genannten Art so auszugestalten,
daß mehr als drei in Form und Größe unterschiedliche
Knopfeinzelteile auch ohne Einsatz von Greiferausbildun
gen an den Werkzeugen an ein Bekleidungsstück ansetzbar
sind.
Gelöst wird diese Aufgabe unter Zugrundelegung einer
gattungsgemäßen Maschine dadurch, daß das Kraftübertra
gungsglied über eine Umschalteinrichtung wahlweise mit
dem einen oder anderen Hubstößel kuppelbar ist.
Weiter Seite 7 der
Beschreibung vom 4. Juni 1988.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine Maschine der in
Rede stehenden Art von erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Es
ist nun möglich, mit ihr auf einfache Weise, mehr als drei
verschiedene Knopfeinzelteile zu verarbeiten. Sowohl die
Funktionsteile als auch die Halteteile können jeweils unter
schiedlich gestaltet sein. Bei vier Knopfeinzelteilen lassen
sich dann zwei unterschiedlich gestaltete Funktionsteile mit
ebenfalls unterschiedlich geformten Halteteilen verbinden.
Bei Druckknöpfen kann dann das eine Druckknopfteil aus dem
Kappen- und Öseneinzelteil, das andere Druckknopfteil aus
dem Kugel- und dem Nieteinzelteil bestehen. Jedem Hubstößel
und dem zugeordneten Stempel werden daher die entsprechenden
Knopfeinzelteile über zugehörige Zuführungsschienen zugelei
tet. Je nachdem, welches Druckknopfteil festgelegt werden
soll, wirkt dann das Übertragungsglied mit dem einen oder
anderen Hubstößel zusammen. Arbeitet der eine Hubstößel, so
bleibt der andere stehen und umgekehrt. Dabei sorgt die
erfindungsgemäße Umschalteinrichtung dafür, daß immer nur
ein Hubstößel in Funktion treten kann. Eine Verlagerung
beider Hubstößel gleichzeitig ist ausgeschlossen. Das
verwirklichbare Handling ist besser als das Arbeiten mit
zwei Maschinen, bei denen die eine Maschine das eine und die
andere Maschine das andere Druckknopfteil ansetzt. In einem
solchen Fall müßte die Bedienungsperson ständig von der
einen zur anderen Maschine wechseln verbunden mit einem
erhöhten Arbeitsaufwand. Ein weiterer Vorteil ist darin zu
sehen, daß die erfindungsgemäße Maschine kostengünstiger
fertigbar ist als zwei voneinander getrennte Maschinen.
Zudem ist noch zu berücksichtigen, daß auch nur ein einziger
Aufstellplatz benötigt wird verbunden mit einer optimalen
Raumausnutzung. Auch ist lediglich nur ein Antrieb notwendig
und auch andere nur einmal vorhandene Komponenten der Maschi
ne lassen sich für beide Hubstößel nutzen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die
Umschalteinrichtung ein jedem Hubstößel zugeordnetes, dreh
bar gelagertes Kupplungsglied aufweist, das mittels eines
Steuerantriebes in eine den zugehörigen Hubstößel mitnehmen
de Arbeitsstellung und in eine den Hubstößel entkuppelnde
Freigabestellung drehbar ist. Durch den Steuerantrieb werden
die Kupplungsglieder stets so gedreht, daß das eine sich in
Arbeitsstellung und das andere in Freigabestellung befindet.
Da die Steuerung der Kupplungsglieder lediglich einer Drehbe
wegung bedarf, können kostengünstige Mittel zum Einsatz
gelangen. Insofern ist Rechnung dafür getragen, daß das
Kraftübertragungsglied nur jeweils einen Hubstößel über das
entsprechende Kupplungsglied verlagert. Diese Ausgestaltung
erlaubt es ferner, daß nicht unbedingt das Arbeiten der
Hubstößel im Wechsel erfolgen muß. Es ist durchaus möglich,
ein und denselben Hubstößel meherere Male nacheinander zu
verlagern und den anderen stehen zu lassen. Das Ergebnis ist
ein Ansetzen gleichgestalteter Knopfteile. Erst wenn der
andere Hubstößel seine Nietarbeit ausführen soll, ist das
Umstellen der Kupplungsglieder mittels des Steuerantriebes
herbeizuführen.
Eine Doppelfunktion erfüllt jeder Hubstößel dadurch, daß das
Kupplungsglied drehbar und axial unverschieblich auf ihm
gelagert ist. Der Hubstößel ist somit neben seiner Ansetz
funktion noch zur Lagerung des Kupplungsgliedes mit herange
zogen. Dies erlaubt einen gedrängten Aufbau der Ansetzmaschi
ne.
Ferner erweist es sich als vorteilhaft, daß das Kraftübertra
gungsglied eine maschinengestellseitig gelagerte Wippe auf
weist, welche für jedes Kupplungsglied eine Ausnehmung be
sitzt, die in der Freigabestellung das entsprechende Kupp
lungsglied ohne Mitnahme überläuft und auf deren Randbereich
das Kupplungsglied in Arbeitsstellung unter Mitnahme des
Hubstößels aufsetzt. Bei jedem Ansetzvorgang verschwenkt die
Wippe. Stets nimmt diese jedoch nur einen Hubstößel mit, und
zwar über den Ausnehmungs-Randbereich, welcher auf das Kupp
lungsglied aufsetzt und damit den Hubstößel verlagert. Vor
zugsweise besitzt jedes Kupplungsglied in der einen Drehstel
lung einen Querschnitt, der kleiner als die Ausnehmung ist
und in der anderen Drehstellung weist der Querschnitt des
Kupplungsgliedes ein Maß auf, das größer als die Ausnehmung
ist; so daß eine Mitnahme erfolgen kann.
Bautechnische Vorteile ergeben sich dadurch, daß das Kupp
lungsglied und die Wippe in der Arbeitsstellung in Form
schluß zueinander stehen. Daher wird der Hubstößel sowohl
zwangsläufig abwärts- als auch aufwärts bewegt. Es sind
demnach keine Rückholfedern erforderlich, um den Hubstößel
in seine Ausgangslage zu bewegen.
Der vorgenannte Formschluß läßt sich auf einfache Weise
dadurch erzeugen, daß von gegenüberliegenden Wandungen jeder
Ausnehmung Zapfen vorstehen, die die Randbereiche der Aus
nehmung bilden und daß die Zapfen in Arbeitsstellung in
ihnen angepaßte Quernuten des Kupplungsgliedes eingreifen.
Diese Maßnahme kommt einer vereinfachten Fertigung der Wippe
entgegen, da sich z. B. die Ausnehmungen im Fräsvorgang
kurzfristig erzeugen lassen. Um die Kupplungsglieder mitneh
men zu können, werden dann den gegenüberliegenden Wandungen
der Ausnehmung die Zapfen zugeordnet, die ihrerseits in
Arbeitsstellung in die ihnen zugeordneten Quernuten der
Kupplungsglieder eintauchen.
Alternativ ist es möglich, daß der Steuerantrieb zwei Dreh
magnetantriebe aufweist, deren Betätigungswellen jeweils
über eine lösbare Steckkupplung mit den Kupplungsgliedern
verbunden sind. Die Steckkupplung erlaubt es, daß das jewei
lige Kupplungsglied durch die Wippe verlagerbar ist unter
Mitnahme des Hubstößels. Kehrt letzterer in seine Ausgangs
stellung zurück, wird wieder die Steckkupplung zwischen dem
jeweiligen Drehmagnetantrieb und dem Kupplungsglied herge
stellt.
Um sicherzustellen, daß die Kupplungsglieder stets in die
vorschriftsmäßige Endstellung gelangen, ist vorgesehen, daß
die beiden Drehmagnetantriebe über eine Zahnradanordnung
miteinander gekuppelt sind. Befindet sich das eine Kupplungs
glied in der Freigabestellung, so nimmt das andere Kupplungs
glied mit Sicherheit seine Arbeitsstellung ein.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es günstig, daß
die Zahnradanordnung von nur einem Drehmagnetantrieb betätig
bar ist. Alternativ können anstelle eines einzigen Drehma
gnetantriebes zwei Drehmagnetantriebe den Betätigungswellen
für die Kupplungsglieder zugeordnet werden. Möglich wäre es
ferner, nur einer einzigen Betätigungswelle von einem einzi
gen Drehmagnetantrieb zu verlagern. Die andere Betätigungs
welle wird dann über die Zahnradanordnung mitgenommen.
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Erfindung besteht
darin, daß ein Zahnrad der Zahnradanordnung zwei Sicherungs
flügel trägt, von denen einer in der Arbeitsstel
lung und der andere in der Freigabestellung ein und dessel
ben Hubstößels einen Näherungsschalter baufschlagt. Erst wenn
die Beaufschlagung des Näherungsschalters vorliegt, nehmen die
Kupplungsglieder die vorschriftsmäßige Stellung ein, so daß
dann erst der Antrieb einsetzt verbunden mit einem Schwenken
der Wippe unter Mitnahme des entsprechenden Kupplungsgliedes
und damit des zugehörigen Hubstößels. Liegt noch keine Be
aufschlagung vor, erhält der Antrieb keinen Impuls, in Aktion zu
treten. Diese Maßnahme steigert die Sicherheit.
Weiterhin ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die
Sicherungsflügel beidseitig eines Schwenkhebels sitzen, welcher
mit seinem freien Ende in Gegenüberlage tritt zu jeweils
einer dem entsprechenden Hubstößel zugeordneten Knopfteil-
Vereinzelungsstange derart, daß eine Axialverlagerung der
Knopfteil-Vereinzelungsstange unterbunden ist. Die dann
gegen Axialverlagerung gesicherte Knopfteil-Vereinzelungs
stange verhindert, daß bei Nichtverlagerung des entsprechen
den Hubstößels Knopfeinzelteile in die Ansetzposition gelan
gen. Bei Nichtvorhandensein der Knopfteil-Vereinzelungs
stangen könnten sonst Störungen bei der Werkzeugbeschickung
auftreten.
Ein einfacher Aufbau ergibt sich dadurch, daß jeder der
beiden Drehmagnetantriebe ein Zahnrad treibt, wobei die
beiden Zahnräder über ein Zwischenzahnrad miteinander verbun
den sind, welches den Schwenkhebel trägt. Das Zwischenzahn
rad erfüllt somit eine Doppelfunktion: einerseits bildet es
das Verbindungsmittel zwischen den Drehmagnetantrieben und
andererseits ist es Träger des Schwenkhebels.
Darüber hinaus ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung die
Maßnahme getroffen, daß jede Knopfteil-Vereinzelungsstange
zwei vor die Austrittsmündungen von zu den Magazinen führen
den Zuführungsschienen für die Knopfteile tretende Rückhalte
finger aufweist. Mit einer einzigen Knopfteil-Vereinzelungs
stange können daher zwei übereinanderliegende, einer einzi
gen Ansetzposition zugeordnete Zuführungsschienen überwacht
werden, indem vor deren Austrittsmündungen die Rückhaltefin
ger treten oder nicht, und zwar in Abhängigkeit von der
Stellung der Knopfteil-Vereinzelungsstange.
Ihren Antrieb erhalten die Knopfteil-Vereinzelungsstangen
dadurch, daß jede Knopfteil-Vereinzelungsstange eine Schul
ter aufweist, gegen die eine an der Wippe befestigte Blattfe
der anliegt. Bei Verlagerung der Wippe treten überlagernd
die Blattfedern gegen die Schultern der Knopfteil-Verein
zelungsstangen. Es wird jedoch nur jeweils eine dieser Stan
gen angehoben, und zwar in Abhängigkeit der Stellung des
Schwenkhebels, indem dieser das entsprechende Stangenende
freigibt oder nicht.
Schließlich besteht ein vorteilhaftes Merkmal der Erfindung
noch darin, daß die Wippe über einen Kurbeltrieb mit dem
Antrieb verbunden ist. Die Antriebsmittel für die Wippe sind
daher einfach in ihrem Aufbau und erlauben eine günstige
Kraftübertragung.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels. Es zeigt:
Fig. 1 eine Frontansicht der erfindungsgemäßen Ansetzma
schine,
Fig. 2 eine Schnittansicht der Maschine der Fig. 1 im
Bereich des Ober- und des Unterwerkzeuges,
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, wobei
jedoch der linke Hubstößel seine abgesenkte
Stellung einnimmt,
Fig. 4 eine Seiten-Detailansicht der Ansetzmaschine, die
insbesondere das Kraftübertragungsglied zum Ober
werkzeug zeigt,
Fig. 5 eine Detailansicht des Antriebes,
Fig. 6 eine Seitenansicht bei unverlagerter Wippe des
Kraftübertragungsgliedes,
Fig. 7 eine Ansicht gemäß Fig. 6, wobei jedoch die Wippe
ihre verlagerte Stellung einnimmt,
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine im Bereich des Oberwerk
zeuges gelagerte Gehäuseplatte, welche eine
Steuer- und Überwachungseinrichtung zeigt,
Fig. 9 eine Schnittansicht entlang der Linie IX-IX in
Fig. 8 und
Fig. 10 eine Ansicht entsprechend der Fig. 8, wobei der
Schwenkhebel der Steuer- und Überwachungseinrich
tung seine andere Endstellung einnimmt.
Die Fig. 1 zeigt eine Ansetzmaschine 1 für die Befestigung
von Knöpfen, Nieten oder dergleichen. Sie weist einen maschi
nengestellseitigen Fuß 2 auf, der mit Standplatte 3 versehen
ist, auf welcher ein Fußschalter 4 angeordnet ist. Über den
Fußschalter 4 kann die Ansetzmaschine 1 in Betrieb genommen
werden. An einem Auslegerarm 5 ist ein Steuerpult 6 befe
stigt, welches über ein Kabel 7 mit den einzelnen Maschinen
komponenten verbunden ist. Über das Steuerpult läßt sich das
gewünschte Ansetzprogramm eingeben, d. h. es wird festge
legt, wieviele Knöpfe einer Art hintereinander angesetzt
werden und wieviele Knöpfe einer weiteren Art daran anschlie
ßend von der Maschine anzusetzen sind. Je nach dem zu bestüc
kenden Bekleidungsstück kann somit eine optimale Abstimmung
erfolgen.
Oberhalb des Fußes 2 sind die eigentlichen Maschinenkomponen
ten, teilweise in einem Gehäuse 8, angeordnet, das im wesent
lichen ein Oberwerkzeug 9 aufnimmt. Unterhalb des Oberwerk
zeuges 9 liegt ein Unterwerkzeug 10. Ferner sind vier Magazi
ne 11 bis 14 vorgesehen, welche über Riementriebe angetrie
ben sind, um die in den Magazinen 11 bis 14 einliegenden
Knopfeinzelteile lagerichtig von den Magazinen ausgehenden
Zuführungsschienen 16 bis 19 zu übergeben, welche die Knopf
einzelteile zu den entsprechenden Positionen im Oberwerkzeug
9 bzw. Unterwerkzeug 10 zuführen.
In der Darstellung der Fig. 1 ist die Verkleidung des oberen
Bereiches der Ansetzmaschine 1 abgenommen, so daß der innere
Aufbau erkennbar wird. An dem Fuß 2 ist ferner ein elektri
scher Anschlußkasten 20 befestigt, der Schalter 21 aufweist,
die eine Betriebsartenwahl zulassen.
Die Anordnung ist nun so getroffen, daß z. B. die Zuführungs
schiene 16 ein Halteteil 22 eines Knopfes dem Unterwerkzeug
10 zuführt, während die Zuführschiene 17 ein Funktionsteil
23 dem Oberwerkzeug 9 übergibt. Auf der anderen Seite der
Ansetzmaschine 1 leitet die Zuführschiene 18 ein weiteres,
anders gestaltetes Halteteil 24 dem Oberwerkzeug 9 zu, wäh
rend das Unterwerkzeug 10 über die Zuführungsschiene 19 ein
Funktionsteil 25 empfängt, welches sich von dem Funktions
teil 23 unterscheidet. Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß es sich
bei dem Halteteil 22 um einen Niet, bei dem Funktionsteil 23
um eine Kugel, bei dem Halteteil 24 um eine Kappe und bei
dem Funktionsteil 25 um eine Öse handelt. Alle Teile zusam
men bilden die beiden miteinander zu verklipsenden Teile
eines Druckknopfes. Für das Ansetzen der Druckknopfeinzeltei
le 22 bis 25 weist das Oberwerkzeug 9 zwei Hubstößel 26 und
27 auf. Demgegenüber besitzt das Unterwerkzeug 10 zwei ma
schinengestellseitige, feste Stempel 28 und 29. Wird nun ein
Bekleidungsstück in den Freiraum 30 zwischen Oberwerkzeug 9
und Unterwerkzeug 10 eingeführt und die Ansetzmaschine 1 in
Betrieb gesetzt, so führt der entsprechende Hubstößel 26
bzw. 27 in Richtung des Pfeiles 31 nach unten einen Hub aus
und legt die Druckknopfeinzelteile 22 und 23 bzw. 24 und 25
am Bekleidungsstück fest.
Die Anordnung ist nun so getroffen, daß entweder nur der
Hubstößel 26 oder aber der Hubstößel 27 in Betrieb gesetzt
wird, so daß entweder die eine Druckknopfhälfte bestehend
aus dem Halteteil 22 und dem Funktionsteil 23 oder aber - bei
Betrieb des entsprechend anderen Hubstößels - die andere
Druckknopfhälfte, bestehend aus dem Halteteil 24 und dem
Funktionsteil 25 an dem Bekleidungsstück angesetzt wird. Die
Auswahl, ob der Hubstößel 26 oder der Hubstößel 27 in Funkti
on tritt, erfolgt über eine Umschalteinrichtung 118 im Zusam
menhang mit einer Steuer- und Überwachungseinrichtung, wel
che im nachfolgenden zusammen mit der Antriebseinrichtung
der Ansetzmaschine 1 näher beschrieben werden soll.
Gemäß Fig. 5 ist ein nicht näher dargestellter Antrieb
(Elektromotor) vorgesehen, der über ein Kraftübertragungs
glied 33 auf den Hubstößel 26 bzw. 27 wirkt. Hierzu weist
das Kraftübertragungsglied 33 einen Kurbeltrieb 34 auf,
bestehend aus einer Kurbelscheibe 35 und einer Kurbelstange
36. Die Kurbelstange 36 weist einen in einem Druckstück 37
gelagerten Bolzen 38 auf, welcher am Druckstück 37 telesko
pierbar gelagert und über eine Schraubendruckfeder 39 abgefe
dert ist. Durch die Feder 39 wird eine nicht starre Kraft
übertragungsstrecke geschaffen, so daß beim Blockieren von
Teilen keine Zerstörung der Anordnung erfolgen kann.
Das freie Ende 40 des Druckstückes 37 ist über einen Bolzen
41 mit einer doppelarmigen Wippe 42 verbunden, die um eine
maschinengestellseitige Lagerstelle 43 verschwenkbar ist. An
ihrem freien Ende 44 ist die Wippe 42 gabelartig gestaltet,
d. h. sie besitzt drei voneinander beabstandete Vorsprünge
45, 46 und 47, zwischen denen zwei Ausnehmungen 48 und 49
liegen (vergl. insbesondere die Fig. 3). Von den sich gegen
überliegenden Wandungen 50 und 51 bzw. 52 und 53 der Ausnehm
ungen 48 und 49 gehen Zapfen 54 und 55 bzw. 56 und 57 aus.
Die Anordnung ist nun so getroffen, daß die Hubstößel 26 und
27 an ihren oberen Enden dort drehbar gelagerte Kupplungs
glieder 58 und 59 besitzen. Hierzu sind die Hubstößel 26 und
27 mit Axialstiften 60 bzw. 61 versehen, auf denen mittels
Kugellager die Kupplungsglieder 58 und 59 lagern. Die Kupp
lungsglieder 58, 59 können eine Arbeitsstellung (Kupplungs
glied 59 in der Fig. 3) und eine Freigabestellung (Kupplungs
glied 58 in der Fig. 3) einnehmen. Die Arbeitsstellung unter
scheidet sich von der Freigabestellung durch Verdrehen des
entsprechenden Kupplungsgliedes 58 bzw. 59 um 90°. In diesen
beiden Stellungen weisen die Kupplungsglieder 58 und 59
unterschiedliche Querschnittskonfigurationen auf, und zwar
derart, daß in der Arbeitsstellung die Zapfen 54 und 55 bzw.
56 und 57 in Quernuten 62, 63 des Kupplungsgliedes 58 bzw.
59 eingreifen. In der Freigabestellung (Fig. 3, Kupplungs
glied 58) ist die Breitenabmessung des Kupplungsgliedes 58
kleiner als der Abstand zwischen den sich gegenüber stehen
den Zapfen 54 und 55. Überdies sind die Hubstößel 26 und 27
in ihren Durchmessern kleiner als der Abstand zwischen den
Zapfen 54 und 55 bzw. 56 und 57 ausgebildet.
Oberhalb der Kupplungsglieder 58 und 59 ist ein Steueran
trieb 64 an einer Gehäuseplatte 65 des Gehäuses 8 angeord
net. Der Steuerantrieb 64 ist Bestandteil der Umschaltein
richtung 118 und der Steuer- und Überwachungseinrichtung 33.
Er umfaßt zwei Drehmagnetantriebe 66 und 67, welche diame
tral gegenüberliegende Wellenausgänge 68 und 69 bzw. 70 und
71 aufweisen. Die Wellenausgänge 68, 69 bzw. 70 und 71 wer
den bei Erregung der Drehmagnetantriebe 66 und 67 jeweils um
eine 90°-Drehung verlagert. An den Wellenausgängen 69 und 71
sind Steckkupplungen 72 und 73 befestigt. Jeder Steckkupp
lung 72, 73 besteht aus einem Drehflügel 74 bzw. 75, der
jeweils zwei voneinander beabstandete Axialstifte 76 bzw. 77
aufweist. Die freien Enden der Axialstifte 76, 77 wirken mit
Sackbohrungen 78 der Kupplungsglieder 58 bzw. 59 zusammen.
Insbesondere aus der Fig. 6 ist ersichtlich, daß an der
Wippe 42 zwei Blattfedern 80, 81 befestigt sind, die mit
Knopfteil-Vereinzelungsstangen 82, 83 zusammenwirken. Die
Knopfteil-Vereinzelungsstangen 82, 83 besitzen Rückhaltefin
ger 84, 85 bzw. 86, 87, die im abgesenkten Zustand der jewei
ligen Knopfteil-Vereinzelungsstange 82 bzw. 83 vor Austritts
mündungen 88, 89 bzw. 90, 91 der Zuführschienen 18, 19 bzw.
17, 16 treten, wodurch das Nachrutschen von den entsprechen
den Knopfeinzelteilen verhindert ist. Wird die entsprechende
Knopfteil-Vereinzelungsstange 82 bzw. 83 angehoben, so geben
die Rückhaltefinger 84, 85 bzw. 86, 87 die entsprechenden
Austrittsmündungen 88, 89 bzw. 90, 91 frei. Das Anheben der
Knopfteil-Vereinzelungsstangen 82, 83 erfolgt mittels der
Blattfeder 80 bzw. 81, welche beim Verschwenken der Wippe 42
unter eine Schulter 92 bzw. 93 der entsprechenden Stange 82,
83 tritt. Um ein Absenken der entsprechenden Stange 82, 83
nicht ausschließlich von der Gravitationskraft abhängig zu
machen, kann (gemäß Fig. 6) jeweils eine Spiraldruckfeder
94, 95 vorgesehen sein, die sich an einem Ringkragen 96, 97
der entsprechenden Knopfteil-Vereinzelungsstange 82 bzw. 83
abstützt und mit ihrem anderen Ende gegen die Unterseite der
Gehäuseplatte 65 anliegt.
Die Fig. 6 verdeutlicht überdies, daß an dem Druckstück 37
eine nur schematisch strichpunktiert angedeutete Kraftüber
tragungsstrecke 98 angreift, die auf Schieber 99, 100 des
Oberwerkzeuges 9 und Schieber 101, 102 des Unterwerkzeuges
10 wirkt. Diese Schieber 99 bis 102 haben die Aufgabe, das
entsprechende Knopfeinzelteil aus der Position, die beim
Austritt aus den Zuführungsschienen 16 bis 19 vorliegt, in
die ansetzgerechte Position zu verlagern, so daß ein Zusam
menwirken mit den Stempeln 28 bzw. 29 und den Hubstößeln 26
bzw. 27 erfolgen kann. Die Fig. 8 und 10 zeigen eine
Draufsicht auf die Gehäuseplatte 65. Dort sind Bauteile der
Steuer- und Überwachungseinrichtung 32 angeordnet. Erkennbar
ist, daß die Wellenausgänge 68 und 70 der Drehmagnetantriebe
66 und 67 die Gehäuseplatte 66 und 67 die Gehäuseplatte 65
durchsetzen und eine Zahnradanordnung 103 antreiben. Mit dem
Wellenausgang 68 ist ein Zahnrad 104 drehfest verbunden,
welches mit einem Zahnrad 105 kämmt und der Wellenausgang 70
ist drehfest mit einem Zahnrad 106 gekuppelt, wobei die
Zahnräder 105 und 106 ebenfalls miteinander kämmen. Auf
diese Art und Weise sind die Drehmagnetantriebe 66 und 67
starr miteinander gekuppelt. Auf dem Zahnrad 105 ist ein
Schwenkhebel 107 befestigt, der an seinen Seitenrändern 108
bzw. 109 jeweils einen Sicherungsflügel 110 bzw. 111 trägt.
Die Sicherungsflügel 110, 111 wirken mit einem eine Öffnung
der Gehäuseplatte 65 durchsetzenden Näherungsschalter 112
zusammen. Der freie Endbereich 113 des Schwenkhebels 107
gelangt in seinen beiden in den Fig. 8 und 10 dargestell
ten Endstellungen in den Bereich der Knopfteil-Vereinzelungs
stangen 82 bzw. 83, indem die Stangenenden Bohrungen 114
bzw. 115 in der Gehäuseplatte 65 durchsetzen. Die beiden
Schwenkendstellungen des Schwenkhebels 107 sind mittels
S-förmig gebogener Anschläge 116 bzw. 117 begrenzt, die
gleichzeitig einen Übergriff des Schwenkhebels 107 bewirken.
Aus der Fig. 9 ist ersichtlich, daß die Sicherungsflügel
110, 111 als winkelförmig gebogene Blechstreifen ausgebildet
sind.
Es ergibt sich folgende Wirkungsweise:
Wird der Fußschalter 4 der Ansetzmaschine 1 betätigt, so
treibt der Antrieb die Kurbelscheibe 35 an, so daß diese
eine Umdrehung ausführt. Dabei wird über das Kraftübertra
gungsglied (Bolzen 38, Druckstück 37) die Wippe 42 um ihre
Lagerstelle 43 verschwenkt, so daß das freie Ende 44 einen
in Richtung auf das Unterwerkzeug 10 weisenden Kreisbogenab
schnitt durchläuft.
Es sei unterstellt, daß die Kupplungsglieder 58 und 59 die
Position gemäß Fig. 2 einnehmen. Diese Positionen werden
über die Steckkupplungen 72 und 73 der Drehmagnetantriebe 66
und 67 vorgegeben. Dieses bedeutet, daß die Bolzen 56 und 57
in die Quernuten 62 und 63 des Kupplungsgliedes 59 eingrei
fen, während das Kupplungsglied 58 freigegeben ist. Die mit
der Wippe 42 verbundenen Bolzen 56 und 57 nehmen demzufolge
das Kupplungsglied 59 bei der Wippenverschwenkung mit, wo
durch der Hubstößel 26 nach unten verlagert wird (vergl.
Fig. 3). Dabei löst sich die Steckkupplung 73. Eine Verlage
rung des Hubstößels 27 erfolgt nicht, da sich das zugeordne
te Kupplungsglied 58 in Freigabestellung befindet, d. h. die
Zapfen 54 und 55 greifen nicht in die entsprechenden Quernu
ten ein. Demgemäß wird lediglich das Funktionsteil 23 mit
dem Halteteil 22 (Fig. 2) zusammengefügt; in dem daneben
liegenden Ansetzbereich für das Halteteil 24 und das Funkti
onsteil 25 erfolgt kein Befestigungsvorgang.
Mittels Programmsteuerung des Steuerpultes 6 wird vorgege
ben, wieviele Ansetzvorgänge mittels des Hubstößels 26 erfol
gen sollen. Es sei unterstellt, daß zwei Ansetzvorgänge mit
dem Hubstößel 26 und danach ein Ansetzvorgang mit dem Hub
stößel 27 vorgesehen sind. Wird demgemäß der Fußschalter 4
nochmals betätigt, so halten die Drehmagnetantriebe 66 und
67 ihre Stellung bei, so daß nochmals der Hubstößel 26 nie
derfährt und erneut einen Befestigungsvorgang durchführt.
Wird anschließend der Fußschalter 4 nochmals betätigt, so
aktiviert der im Steuerpult vorhandene Rechner den Steueran
trieb 64, indem die Drehmagnetantriebe 66 und 67 eine um 90°
gedrehte Position einnehmen, d. h. über die Steuerflügel 74
und 75 und das Ineingriffstehen der Stifte 76 und 77 mit den
entsprechenden Sackbohrungen 78, 79 erfolgt eine Verdrehung
der Kupplungsglieder 58 und 59 derart, daß sich nunmehr das
Kupplungsglied 59 in Freigabestellung und das Kupplungsglied
58 in Arbeitsstellung befindet. Demzufolge wird bei einer
Schwenkverlagerung der Wippe 42 nunmehr der Hubstößel 27
nach unten bewegt, während der Hubstößel 26 in Ruhestellung
verbleibt. Es sei noch erwähnt, daß beim Rückverlagerungshub
der Wippe 42 der entsprechende Hubstößel 26 bzw. 27 wieder
mit nach oben in eine Stellung bewegt wird, in der die Steck
kupplung 72 bzw. 73 in Eingriff tritt.
Gleichzeitig mit der Verlagerung der Wippe 42 werden auch
die an ihr befestigten Blattfedern 80, 81 derart ver
schwenkt, daß diese gegen die Schultern 92, 93 der Knopf
teil-Vereinzelungsstangen 82, 83 treten. Über die Steuer-
und Überwachungseinrichtung 32 ist jedoch sichergestellt,
daß immer nur die Knopfteil-Vereinzelungsstange 82 bzw. 83
angehoben wird, deren zugeordneter Hubstößel 26 bzw. 27 und
Stempel 28 bzw. 29 ein neues Druckknopfeinzelteil 22, 23
bzw. 24, 25 benötigt. Hierzu sei der Schwenkhebel 107 be
trachtet, der - je nach Stellung der Drehmagnetantriebe 66,
67 - entweder die Endstellung gemäß der Fig. 8 oder die End
stellung gemäß der Fig. 10 einnimmt. In der jeweiligen End
stellung ist sichergestellt, daß entweder das Ende der Knopf
teil-Vereinzelungsstange 82 oder das Ende der Knopfteil-
Vereinzelungsstange 83 gegen den Endbereich 113 des Schwenk
hebels 107 treten kann.
Wenn nun also aufgrund der Wippenverlagerung die Blattfedern
80, 81 gegen die Schultern 92, 93 treten, so kann nur die
Knopfteil-Vereinzelungsstange 82 bzw. 83 angehoben werden,
deren Ende nicht von dem Schwenkhebel 107 abgedeckt ist. Aus
der Fig. 3 ist ersichtlich, daß in der dort vorliegenden Be
triebsstellung die Knopfteil-Vereinzelungsstange 83 ihre
angehobene Position annimmt, während die Knopfteil-Verein
zelungsstange 82 an einer Aufwärtsbewegung aufgrund des
Überdeckens mittels des Schwenkhebels 107 gehindert ist.
Erfolgt eine Umschaltung, d. h. wird der Hubstößel 27 in
Arbeitsposition versetzt, während der Hubstößel 26 seine
Freigabestellung einnimmt, so erfolgt ein entsprechendes
Umschwenken des Schwenkhebels 107 aufgrund der Zahnradanord
nung 103, so daß es nunmehr möglich wird, daß die Knopfteil-
Vereinzelungsstange 82 angehoben werden kann, während die
Knopfteil-Vereinzelungsstange 83 ihre abgesenkte Stellung
beibehalten muß. Jeweils wird beim Anheben einer Knopfteil-
Vereinzelungsstange 82, 83 auch eine Verlagerung der Rückhal
tefinger 84, 85 bzw. 86, 87 vorgenommen, so daß die entspre
chenden Druckknopfeinzelteile nachrücken können. Die nachge
rückten Knopfteile werden mittels der Schieber 99, 100 bzw.
101, 102 in ihre Ansetzposition geschoben.
Es sei nunmehr noch die Funktion des Näherungsschalters 112
erklärt. Aus den Fig. 8 und 10 ist ersichtlich, daß die
Sicherungsflügel 110, 111 den Näherungsschalter 112 nur
dann beaufschlagen, wenn der Schwenkhebel 107 jeweils in seiner
entsprechenden Schwenkendstellung steht. Würde er eine Zwi
schenschwenkstellung einnehmen, so erfolgt keine Beaufschlagung
des Näherungsschalters, was zu einer Stillsetzung des Antrie
bes führen würde. Demgemäß ist ein sicherer Betrieb der
Ansetzmaschine 1 gewährleistet.
Claims (15)
1. Maschine zum Ansetzen von Knöpfen, Nieten oder derglei
chen, insbesondere an Bekleidungsstücke, bei welcher
die unterschiedlichen Knopfeinzelteile aus Magazinen zur
Ansetzposition geleitet werden, und deren Antrieb über
ein Kraftübertragungsglied auf einen Hubstößel eines
Oberwerkzeuges wirkt, dem ein feststehendes Unterwerkzeug
zugeordnet ist, wobei das Oberwerkzeug mindestens zwei
Hubstößel aufweist, die jeweils mit einem Stempel des
Unterwerkzeugs zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kraftübertragungsglied (33) über eine Umschalteinrich
tung (118) wahlweise mit dem einen oder dem
anderen Hubstößel (26, 27) kuppelbar ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umschalteinrichtung (118) ein jedem Hubstößel (26,
27) zugeordnetes, drehbar gelagertes Kupplungsglied (58,
59) aufweist, das mittels eines Steuerantriebes (64) in
eine den zugehörigen Hubstößel (26 bzw. 27) mitnehmende
Arbeitsstellung und in eine den Hubstößel (26, 27) entkup
pelnde Freigabestellung drehbar ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kupplungsglied (58, 59) drehbar und axial unver
schieblich auf dem Hubstößel (26, 27) gelagert ist.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Kraftübertragungsglied (33) eine maschinen
gestellseitig gelagerte Wippe (42) aufweist, welche für
jedes Kupplungsglied (58, 59) eine Ausnehmung (48, 49)
besitzt, die in der Freigabestellung das entsprechende
Kupplungsglied (58, 59) ohne Mitnahme überläuft und auf deren Randbereich das Kupplungsglied (58, 59) in Arbeits
stellung unter Mitnahme des Hubstößels (26 bzw. 27)
aufsetzt.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kupplungsglied (58, 59) und die Wippe (42) in der
Arbeitsstellung in Formschluß zueinander stehen.
6. Maschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich
net, daß von gegenüberliegenden Wandungen (50, 51 bzw.
52, 53) jeder Ausnehmung (48, 49) Zapfen (54, 55 bzw.
56, 57) vorstehen, die die Randbereiche der Ausnehmung
(48, 49) bilden, und daß die Zapfen (54, 55 bzw. 56, 57)
in Arbeitsstellung in ihnen angepaßte Quernuten (62, 63)
des Kupplungsgliedes (58 bzw. 59) eingreifen.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerantrieb (64) zwei Drehma
gnetantriebe (66, 67) aufweist, deren Betätigungswellen
(Wellenausgang 69, 71) über lösbare Steckkupplungen (72,
73) mit den Kupplungsgliedern (58, 59) verbunden sind.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Drehmagnetantriebe (66, 67) über eine Zahnrad
anordnung (103) miteinander gekuppelt sind.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zahnradanordnung (103) von nur einem Drehmagnetantrieb
(66 bzw. 67) betätigbar ist.
10. Maschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zahnrad (105) der Zahnradanordnung (103)
zwei Sicherungsflügel (110, 111) trägt, von denen einer
in der Arbeitsstellung und der andere in der Freigabe
stellung ein und desselben Hubstößels (26, 27) einen
Näherungsschalter (112) beaufschlagt.
11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherungsflügel (110, 111) beidseitig eines
Schwenkhebels (107) sitzen, welcher mit seinem freien
Ende (113) in Gegenüberlage tritt zu jeweils einer dem
entsprechenden Hubstößel (26, 27) zugeordneten Knopf
teil-Vereinzelungsstange (82, 83) derart, daß eine Axial
verlagerung der entsprechenden Knopfteil-Vereinzelungs
stange (82, 83) unterbunden ist.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Knopfteil-Vereinzelungsstange (82, 83) zwei vor
die Austrittsmündungen (88, 89 bzw. 90, 91) von zu den
Magazinen (13, 14 bzw. 11, 12) führenden Zuführungsschienen
(18, 19 bzw. 16, 17) für die Knopfteile
(Druckknopfeinzelteile 22 bis 25) tretende Rückhaltefin
ger (84, 85 bzw. 86, 87) aufweist.
13. Maschine nach den Ansprüchen 7 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder der beiden Drehmagnetantriebe
(66, 67) ein Zahnrad (104, 106) treibt, wobei die beiden
Zahnräder (104, 106) über ein Zwischenzahnrad (105) untereinander
verbunden sind, welches den Schwenkhebel (107) trägt.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Knopfteil-Vereinzelungsstange
(82, 83) eine Schulter (92, 93) aufweist, gegen die eine
an der Wippe (42) befestigte Blattfeder (80, 81) anliegt.
15. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe (42) über
einen Kurbeltrieb (34) mit dem Antrieb verbunden ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883819043 DE3819043A1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 | Maschine zum ansetzen von knoepfen, nieten oder dergleichen vorzugsweise an bekleidungsstuecke |
| EP19890109825 EP0345622A3 (de) | 1988-06-04 | 1989-05-31 | Maschine zum Ansetzen von Knöpfen, Nieten oder dergleichen, vorzugsweise an Bekleidungsstücke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883819043 DE3819043A1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 | Maschine zum ansetzen von knoepfen, nieten oder dergleichen vorzugsweise an bekleidungsstuecke |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3819043A1 DE3819043A1 (de) | 1989-12-07 |
| DE3819043C2 true DE3819043C2 (de) | 1991-07-11 |
Family
ID=6355852
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883819043 Granted DE3819043A1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 | Maschine zum ansetzen von knoepfen, nieten oder dergleichen vorzugsweise an bekleidungsstuecke |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0345622A3 (de) |
| DE (1) | DE3819043A1 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4011845A1 (de) * | 1990-04-12 | 1991-10-17 | Gutos Metallschliessen | Automat zur vernietung von bekleidungsverschluessen |
| DE4117767A1 (de) * | 1991-05-31 | 1992-12-03 | Schaeffer Gmbh | Maschine zum ansetzen von knoepfen, nieten oder dergleichen, vorzugsweise an bekleidungsstuecken |
| CN110367630B (zh) * | 2019-08-06 | 2024-09-24 | 谢路彬 | 一种自动打钮机 |
| CN110419800A (zh) * | 2019-08-15 | 2019-11-08 | 宁波申洲针织有限公司 | 一种拷钮自动烫衬装置 |
Family Cites Families (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1499270A (en) * | 1922-12-01 | 1924-06-24 | Scovill Manufacturing Co | Tack-fastened-button-attaching machine |
| US1844119A (en) * | 1931-01-24 | 1932-02-09 | Judson L Thomson Mfg Co | Duplex riveting machine |
| DE551903C (de) * | 1931-04-25 | 1932-06-07 | Heinrich Elsner | Mehrfach-Nietmaschine |
| US2635777A (en) * | 1948-12-27 | 1953-04-21 | Kelsey Hayes Wheel Co | Riveting machine |
| CH444092A (de) * | 1965-08-20 | 1967-09-30 | Alexander Brero Ag | Vorrichtung zum Positionieren und Vernieten von Druckknopfkugelteilen mit Nietteilen |
| DE2533020B2 (de) * | 1975-07-24 | 1977-07-21 | Stocko Metallwarenfabriken Henkels Und Sohn, 5600 Wuppertal | Vorrichtung zum anbringen von befestigungselementen, insbesondere druckknopfteilen |
| DE3120093A1 (de) * | 1981-05-20 | 1982-12-09 | Fulminawerk KG Franz Müller Gmbh + Co, 6800 Mannheim | Nietmaschine, insbesondere zum aufnieten der bremsbelaege auf den belagtraeger von bremsbacken |
| JPS6089225U (ja) * | 1983-11-22 | 1985-06-19 | 日本ノーシヨン工業株式会社 | 釦加工装置 |
| DE3508018A1 (de) * | 1985-03-07 | 1986-09-11 | William Prym-Werke GmbH & Co KG, 5190 Stolberg | Automatische presse zum anbringen von druckknopfteilen an traegern, wie kleidungsstuecken |
-
1988
- 1988-06-04 DE DE19883819043 patent/DE3819043A1/de active Granted
-
1989
- 1989-05-31 EP EP19890109825 patent/EP0345622A3/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3819043A1 (de) | 1989-12-07 |
| EP0345622A2 (de) | 1989-12-13 |
| EP0345622A3 (de) | 1991-02-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19506942B4 (de) | Antriebsvorrichtung für eine Nagelmaschine | |
| DE1284075B (de) | Drahtbindegeraet zum Herstellen von Bindeschlaufen um Bewehrungsstaebe fuer Stahlbetonbauteile | |
| DE2619569B2 (de) | Revolverkopf für Werkzeugmaschinen | |
| DE2211213C3 (de) | Vorrichtung an einer Presse zum schrittweisen Transport von Werkstücken in einem Stufenwerkzeug | |
| DE3819043C2 (de) | ||
| DE2633218C3 (de) | Antriebsmechanismus für die Kontaktbewegung in einem Leistungsschalter | |
| DE69808675T2 (de) | Einstellbare Palette: Verfahren und Vorrichtung | |
| EP1153735A2 (de) | Stempel für Rundlaufpresse | |
| DE4422171A1 (de) | NOT-AUS-Taster | |
| DE1577246C3 (de) | Sicherungseinrichtung für Arbeitsmaschinen | |
| DE4402524C2 (de) | Wellen-Endschalter | |
| DE1298605B (de) | Verriegelungsvorrichtung | |
| DE1947592A1 (de) | Drehbetaetigungsvorrichtung | |
| DE19722230A1 (de) | Automatisch einstellbare Mehrfach-Kurvenscheibe für eine Schmiedemaschine | |
| DE2011488A1 (de) | Werkstückvorschubeinrichtung | |
| DE539300C (de) | Selbsttaetige Maschine zum Setzen von Nieten und fuer aehnliche Zwecke mit selbsttaetiger Nietenzufuehrung | |
| DE4208474C2 (de) | Handrad-Stellvorrichtung für Offset-Druckmaschinen | |
| DE102015000727A1 (de) | Handhebelpresse mit Schutzfunktion | |
| EP1717067B1 (de) | Antrieb für eine Anhängerkupplung | |
| DE1802629C3 (de) | Vorrichtung zum Überführen von Werkstücken zwischen aufeinanderfolgenden Bearbeitungsstationen an Pressen und dergleichen Werkzeugmaschinen | |
| DE10140455C2 (de) | Maschine mit Aufspannplatte | |
| DE1474685C3 (de) | Rechen- und Anzeigevorrichtung | |
| DE3502841C2 (de) | ||
| DE913722C (de) | Einrichtung zum Vorwaehlen und Schalten der Drehzahlen und Vorschuebe von Werkzeugmaschinen | |
| DE271502C (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |