DE3814589A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von holzleimkonstruktionen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von holzleimkonstruktionenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von Holzleimkonstruktionen und erhöht
die Verleimfestigkeit und die Lebensdauer dieser Konstruk
tionen und beschleunigt die Kammertrocknung von Schnittholz.
Es ist ein Verfahren zum Verleimen von Holzwerkstücken
auf Mikrozapfen bekannt, bei dem zum Schneiden der Mikro
zapfen Feinfräser verwendet werden. Dieses Verfahren findet
keine Anwendung in der Industrie, weil es nicht gelingt,
die erforderliche Verleimfestigkeit zu erzielen, da zahn
förmige Zapfen über die Werkstücklänge unmöglich zur Deckung
gebracht werden können.
Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung von Holzleim
konstruktionen wird Schnittholz in Kammern bis zu einem
Feuchtegehalt von 8 bis 12% getrocknet und nach Sorten
und Feuchtigkeitsgehalt sortiert. Die Werkstücke werden
über die Länge zu Bändern von erforderlicher Länge verbunden,
die zu verleimenden Flächen der Bänder werden gefräst,
mit Leim bestrichen und zu Paketen aufeinandergelegt.
Diese Pakete werden in einer Presse bis zur Leimpolymeri
sation gepreßt und danach zu den Erzeugnissen mechanisch
bearbeitet. Dieses Vorgehen gewährleistet jedoch keine
gleichmäßige Festigkeit der Leimverbindung und erzeugt
Spannungskonzentrationen an der Grenze Leim-Holz, was
einen wesentlichen Einfluß auf die Lebensdauer der Leim
verbindungen und folglich der Leimkonstruktionen, insbe
sondere bei veränderlichen Temperatur- und Feuchtigkeits
bedingungen hat.
Es sind die von der Firma "Hübel und Platzer" (BRD) herge
stellten Ausrüstungen bekannt, bei denen zum Schneiden
von Mikrozapfen Feinfräser verwendet werden. Beim Schneiden
von Aushöhlungen an den Oberflächen von Schnittholz haben
die Fräser jedoch eine geringe Lebensdauer, weil ihre
Schneidkanten im Betrieb verbrennen und verschleißen.
Es ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Aushöhlungen
an den Oberflächen von Schnittholz bekannt, bei der am
II-förmigen Gehäuseboden eine Dämpfungsplatte angeordnet
ist. An einer Spannschraube sind im Gehäuse rechtwinklige
Messer montiert, die an der Dämpfungsplatte abgestützt
sind. Zu den Nachteilen dieser Vorrichtung gehört ein
hoher Energieaufwand für die Ausführung der Aushöhlungen,
weil die Anordnung der Messer auf einer Achse deren Ver
klemmen hervorruft.
Das Ziel der Erfindung ist, die Nachteile der bekannten
technischen Lösungen zu beseitigen und ein Verfahren zur
Herstellung von Holzleimkonstruktionen aufzuzeigen, das
eine bessere Verleimfestigkeit von Holz unter Verwendung
von gebräuchlichen Leimen ohne größeren Leimverbrauch
gewährleistet, sowie eine Vorrichtung zu schaffen, die
einfach aufgebaut ist und eine hohe Betriebszuverlässigkeit
bei geringem Verschleiß ihrer Schneidwerkzeuge hat.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß beim Verfahren
zur Herstellung von Holzleimkonstruktionen, das Kammer
trocknung von Schnittholz, anschließenden Leimauftrag
auf Werkstücke, Formen eines Pakets aus bearbeiteten Werk
stücken und dessen Einpressen umfaßt, erfindungsgemäß
an den zu verleimenden Oberflächen der Werkstücke Längsaus
höhlungen ausgeführt werden, wobei die Tiefe dieser Aus
höhlungen nicht kleiner als die Dicke des Jahresrings
von Frühholz ist.
Die Aushöhlungen können an den Werkstücken vor oder nach
der Kammertrocknung des Schnittholzes oder zweckmäßig
während der mechanischen Bearbeitung ausgeführt werden.
Die Aushöhlungen können durchgehend oder unterbrochen
über die Werkstücklänge mit konstanter oder veränderlicher
Tiefe ausgeführt werden.
Die Aushöhlungen können auch einen veränderlichen oder
konstanten Mittenabstand über die Werkstückbreite haben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat einen Rahmen mit
einem Tisch, an welchem eine Vorrichtung zur Zuführung
des Werkstücks zu einer Schnittbaueinheit befestigt ist,
die Kästen mit Messern enthält, welche mit Dämpfungsvor
richtungen versehen sind, wobei in dieser Maschine erfin
dungsgemäß die Messer der Schnittbaueinheit zu Gruppen
vereinigt sind, die relativ zueinander symmetrisch angeordnet
und in Gehäusen montiert sind, welche an Traversen angelenkt
sind, die auf dem Rahmen der Maschine montiert sind, wobei
die Gehäuse oberhalb und unterhalb des zu bearbeitenden
Werkstücks angeordnet sind.
Die genannten Gehäuse sind zweckmäßigerweise mit einer
Versetzung über die Breite und Länge des zu bearbeitenden
Werkstücks anzubringen.
Das Wesen der Erfindung besteht in folgendem.
Wie bekannt, kann eine Lagenholzverleimung (Fig. 1 bis 3)
gut auf Schubspannungen beansprucht werden, die in der
Ebene einer Leimfuge wirken. Beim Betrieb von Holzleimkon
struktionen entstehen neben den Schubspannungen auch Spannun
gen, die senkrecht zur Ebene der Leimfuge wirken. Diese
Spannungen werden von der Leimfuge sehr schlecht aufgenommen,
wobei Abschichtungen des verleimten Pakets eintreten.
Bei der Ausführung von Ausnehmungen bzw. Aushöhlungen
an den zu verleimenden Flächen werden zusätzliche Leim
bindungen hergestellt, die zur Ebene des Verleimens senkrecht
sind. Von diesen Leimfugen können die zur Verleimungsebene
senkrechten Spannungen gut aufgenommen werden, welche
in Holzleimkonstruktionen unter veränderlichen Temperatur
und Feuchtigkeitsbedingungen entstehen. Erfindungsgemäß
soll die Tiefe der Aushöhlungen nicht kleiner als die
Dicke des Jahresringes von Frühholz sein, damit eine hoch
feste Leimbindung mit einem festeren Spätholz gewährleistet
und eine starke Erhöhung der Festigkeit der Leimverbindung
zu verzeichnen ist.
Bei der Herstellung von Holzleimkonstruktionen nach der
bestehenden Technologie wird auf die zu verleimenden Flächen
eine größere Leimmenge aufgetragen, als dies für die Her
stellung einer Leimfuge optimaler Dicke erforderlich ist,
um ein eventuelles unvollständiges Durchleimen zu verhindern.
Die überschüssige Leimmenge wird während der Pressung
zur Seitenfläche des zu verleimenden Pakets verdrängt
und beeinträchtigt im weiteren die Herstellung von Holz
leimkonstruktionen, weil sie die Bearbeitung der Seiten
flächen der Konstruktion erschwert sowie die Ausrüstungen
und die Luft in der Betriebsabteilung verunreinigt.
Nach der Erfindung wird keine überschüssige Leimmenge
auf die Seitenflächen ausgedrückt, sondern sie füllt die
an den zu verleimenden Oberflächen ausgeführten Aushöhlungen,
indem sie zusätzliche Leimbindungen herstellt, wodurch
die Verleimfestigkeit und die Lebensdauer der Holzleimkon
struktionen erhöht werden. Es werden auch die Bedingungen
für die Bearbeitung der Leimkonstruktionen verbessert,
die Ausrüstungen und die Luft in der Betriebsabteilung
werden nicht verunreinigt, wodurch der Kostenaufwand für
die Belüftung der Betriebsräume vermindert wird.
Sind die Aushöhlungen an den Oberflächen der Werkstücke
vor der Kammertrocknung derselben eingearbeitet worden,
tragen sie zu einer besseren Feuchtigkeitsentfernung aus
dem Holz durch Vergrößerung der Fläche der Feuchtigkeitsab
gabe bei; dabei wird die Dauer der Kammertrocknung ver
ringert und folglich die Leistung der Holztrocknungskammern
gesteigert.
Durch Variieren der Tiefe und Anordnung der Aushöhlungen
kann man das Verwerfen der Holzwerkstücke bedeutend herab
mindern und folglich die Größe der beim Fräsen des Werkstücks
zu entfernenden Holzschicht verringern, wodurch eine Ver
minderung des Holzverbrauches bei der Herstellung von
Holzleimkonstruktionen gewährleistet wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit einer Maschine
durchgeführt werden, bei der die Messer der Schnittbaueinheit
zu Gruppen vereinigt sind, die relativ zueinander symmetrisch
angeordnet und in Gehäusen montiert sind, welche an Tra
versen angelenkt sind, die auf dem Rahmen der Maschine
montiert sind, wobei die Gehäuse oberhalb und unterhalb
des zu bearbeitenden Werkstückes angeordnet sind. Dabei
sind die Gehäuse mit einer Versetzung über die Breite
und Länge des zu bearbeitenden Werkstücks angeordnet.
Dadurch wird es möglich, an den Oberflächen der Werkstücke
Längsaushöhlungen ohne herausgerissene Holzabschnitte
auszuführen und einen Bruch der Messer bei einer plötzlichen
Änderung der Holzdichte der Werkstücke, z. B. im Bereich
der Äste, zu vermeiden, den Einsatzbereich der Ausrüstungen
zu erweitern und den Energieaufwand herabzusetzen.
Die Verleimfestigkeit des Holzes wird bei der Anwendung
der vorliegenden Erfindung um 30 bis 50% erhöht, was
eine Zerstörung von Holzleimkonstruktionen an Leimverbin
dungen ausschließt und ihre Lebensdauer insbesondere beim
Betrieb unter veränderlichen Temperatur- und Feuchtigkeits
bedingungen erhöht. Zweckmäßig können verschiedene Holz
arten verleimt werden. Die Erfindung gestattet es, die
Geschwindigkeit der Kammertrocknung um 12 bis 15% unter
gleichzeitiger Erhöhung der Trocknungsqualität durch Ver
minderung des Feuchtigkeitsgefälles über die Dicke der
Werkstücke, durch vermindertes Verwerfen und Bersten von
Schnittholz zu erhöhen. Dadurch kann die Erfindung auch
bei der Herstellung von Tischlererzeugnissen und Bauelemen
ten aus Holz angewandt werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung werden im folgenden
das Verfahren zur Herstellung von Holzleimkonstruktionen
und eine Vorrichtung zu seiner Durchführung anhand der
Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Technologie zum Verleimen eines Pakets
von Werkstücken, die mit konstantem Mitten
abstand ausgeführte Längsaushöhlungen auf
weisen;
Fig. 2 die Technologie nach Fig. 1 mit Aushöhlungen,
die mit einem veränderlichen Mittenabstand
ausgeführt sind;,
Fig. 3 die Technologie nach Fig. 1 mit einer ver
änderlichen Tiefe der Aushöhlungen;
Fig. 4 eine Bearbeitungsvorrichtung in schematischer
Frontansicht;
Fig. 5 die Vorrichtung nach Fig. 4 in Draufsicht;
Fig. 6 den konstruktiven Aufbau der Schnittbaueinheit;
Fig. 7 eine Dämpfungsvorrichtung im Querschnitt;
Fig. 8 einen Schnitt VIII-VIII in Fig. 6.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Holzleim
konstruktionen und die Maschine zu seiner Durchführung
können in verschiedenen Holzbearbeitungswerken Anwendung
finden, wo aus einzelnen Werkstücken für die gegebene
Produktion erforderliche Verbundkonstruktionen hergestellt
werden müssen.
Die Vorrichtung (Fig. 4, Fig. 5) zum Ausführen von Längsaus
höhlungen 2 an der Oberfläche der Werkstücke 1 umfaßt
einen Rahmen 3 mit einem Tisch 4, eine Einrichtung 5 zur
Zuführung des Werkstücks 1 zu einer Schnittbaueinheit
6 und eine Dämpfungsvorrichtung 7.
Die Einrichtung 5 zur Zuführung der Werkstücke ist als
Raupentyp ausgebildet. Im Zwischenraum zwischen der Zufüh
rungseinrichtung 5 und der Schnittbaueinheit 6 ist eine
Führungseinrichtung 8 vorgesehen, die z. B. in Form von
abgefederten Rollen ausgebildet ist. Die Schnittbaueinheit
6 enthält Gruppen von Messern 9 (Fig. 6 bis 8), welche
in einzelnen Kästen 10 symmetrisch angeordnet und mit
Schrauben 11 befestigt sind. Die Kästen 10 sind in Gehäusen
12 montiert, welche an Achsen 13 angelenkt, mit Federn
14 versehen sind und mit Dämpfungsvorrichtungen 7 in Be
rührung stehen.
Die Gehäuse 12 mit den Kästen 10 sind an Traversen 15
oberhalb und unterhalb des Tisches 4 mit einer Versetzung
über dessen Breite und Länge um die Achse 13 schwenkbar
montiert. Die Traversen 15 sind am Rahmen 3 befestigt
und mit einem Schraubenpaar 16 versehen. Die Dämpfungsvorrich
tung 7 ist in Form eines Druckluftzylinders 17 mit einer
Membran 18 ausgeführt, die mit einer Kolbenstange 19 verbun
den ist. Die Gesamtbreite der Gruppe von Messern 9 ist
um 10 bis 20 mm größer als die Breite der zu bearbeitenden
Werkstücke.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat folgende Wirkungsweise.
Ein Werkstück 1 wird auf den Tisch 4 in die Zuführungsein
richtung 5 aufgegeben. Die Zuführungseinrichtung bewegt
das Werkstück zwischen den oberen und unteren Gruppen
von Messern 9, wobei für die Orientierung des Werkstücks
1 in Querrichtung die Führungseinrichtung 8 sorgt.
Unter Einwirkung der Dämpfungsvorrichtung 7 schneiden
die in Gehäusen 12 angeordneten Messer 9 oben und unten
in die Oberflächen des Werkstücks 1 ein, wobei sie bei
der Bewegung des Werkstücks 1 über den Tisch 4 an den
Oberflächen des Werkstücks 1 Längsaushöhlungen 2 mit für
die anzuwendende Technologie erforderlichen Parametern
einschneiden.
Bei den abgeschalteten Dämpfungsvorrichtungen 7 ziehen
sich die Gehäuse 12 mit Messern 9 unter Einwirkung der
Federn 14 von den Oberflächen des Werkstücks 1 in neutrale
Stellung zurück.
Während der Pressung des Pakets von Werkstücken 1 (Fig. 1
bis 3) mit an den zu verleimenden Oberflächen ausgeführten
Aushöhlungen 2 werden die Aushöhlungen mit überschüssigem
Leim gefüllt, wodurch zusätzliche Leimbindungen entstehen,
welche die Festigkeit der Leimverbindung des Holzes erhöhen.
An den Seitenflächen des Pakets wird Leimaustritt beseitigt,
was die Bedingungen für die nachfolgende Bearbeitung des
Pakets verbessert, den Verschleiß des Schnittwerkzeugs
herabsetzt, die Entwicklung von gasförmigen toxischen
Stoffen in den Betriebsabteilungen für die Herstellung
von Holzleimkonstruktionen vermindert.
Nachstehend werden konkrete Ausführungsbeispiele der Erfin
dung angeführt.
Herstellung eines geleimten Holzbalkens für einen Kuhstall.
Die Werkstücke aus Schnittholz mit 40 mm Dicke werden
vor der Kammertrocknung dem Fertigungsabschnitt zum Aus
führen von Aushöhlungen an den zu verleimenden Oberflächen
zugeführt, wo eine Holzbearbeitungsmaschine aufgestellt
ist. Mit Hilfe dieser Maschine werden an den Flächen der
Werkstücke über deren gesamte Länge durchgehende schlitz
bzw. kerbenförmige Längsaushöhlungen mit einem konstanten
Mittenabstand von 3 mm und einer Tiefe von 5-6 mm ausge
führt. Dann werden die Werkstücke in eine Trockenabteilung
geführt, wo ihre Kammertrocknung bis zu einem Feuchtigkeits
gehalt von 10-12% vorgenommen wird. Anschließend werden
die Werkstücke nach Sorten und Feuchtigkeitsgehalt sortiert,
über die Länge zu Bändern erforderlicher Länge verbunden
und zur Gewährleistung entsprechender Oberflächengüte
gefräst.
Nach dem Fräsen bleiben an den Flächen der Werkstücke
Aushöhlungen erhalten, deren Tiefe nicht kleiner als die
Dicke der Frühholzschicht ist und im vorliegenden Fall
3-4 mm beträgt. Dann wird aus den Bändern ein Paket
geformt, das zur Leimauftragslinie und anschließend in
die Presse geführt wird. Nach der erforderlichen Behandlung
in der Presse, die mit der Leimpolymerisation zusammenhängt,
wird das verleimte Paket der Linie zur mechanischen Bearbei
tung und Fertigbearbeitung zugeführt.
Durch Anwendung eines solchen Verfahrens zur Herstellung
eines Holzleimbalkens wurde es möglich, den Aufwand für
die Kammertrocknung von Holz um 15% herabzusetzen, die
Lebensdauer des Holzbearbeitungswerkzeugs bei mechanischer
Bearbeitung der Konstruktionen um das 2fache zu erhöhen,
die Anwendungen für die Belüftung von Betriebsräumen bei
der Herstellung von Konstruktionen zu reduzieren und die
Nutzungsdauer der Holzleimbalken um das 3fache zu verlängern.
Herstellung eines gebogen geleimten Holzbogens für Sport
hallendecke.
Die Werkstücke aus Schnittholz mit 32 mm Dicke werden
vor der Kammertrocknung dem Fertigungsabschnitt zum Aus
führen von Aushöhlungen an den zu verleimenden Flächen
zugeführt, wo eine Holzbearbeitungsmaschine aufgestellt
ist. Mit Hilfe dieser Maschine werden an den Flächen der
Werkstücke über deren gesamte Länge durchgehende Längsaus
höhlungen mit einem veränderlichen Mittenabstand ausgeführt;
an den Werkstückkanten beträgt der Mittenabstand auf der
Breite von 30 mm 3 mm, im mittleren Bereich des Werkstückes
beträgt der Mittenabstand über die Breite 6 mm, die Tiefe
der Aushöhlungen beträgt 5-6 mm. Dann werden die Werkstücke
in eine Trockenabteilung zugeführt, wo deren Kammertrocknung
bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 8-10% vorgenommen
wird; anschließend werden die Werkstücke nach Sorten und
Feuchtigkeitsgehalt sortiert, zu Bändern von erforderlicher
Länge verbunden und gefräst. Nach dem Fräsen bleiben an
den Flächen der Werkstücke Aushöhlungen mit einer Tiefe
von 2-3 mm erhalten. Dann wird aus den Bändern ein Paket
geformt, das zur Leimauftragslinie und anschließend in
die Presse geführt wird. Nach einer zur Leimpolymerisation
erforderlichen Behandlung in der Presse wird das verleimte
Paket der Linie zur mechanischen Bearbeitung und Fertigbear
beitung zugeführt.
Durch Anwendung eines solchen Verfahrens zur Herstellung
von gebogen geleimten Holzbogen wurde es möglich, deren
Lebensdauer um das 2fache zu erhöhen, den Aufwand für
Kammertrocknung von Holz um 12% zu reduzieren, die Nutzungs
dauer des Holzbearbeitungswerkzeugs bei mechanischer Bearbei
tung von Konstruktionen um das 2fache zu verlängern, die
Aufwendungen für die Belüftung der Betriebsräume bei der
Herstellung von Konstruktionen herabzusetzen.
Herstellung von gebogen geleimten Holzrahmen für Geflügel
häuser.
Es wird eine Kammertrocknung der Werkstücke aus Schnittholz
mit 25 mm Dicke bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von
6-8% vorgenommen, wonach die Werkstücke nach Sorten
und Feuchtigkeitsgehalt sortiert, über die Länge zu Bändern
erforderlicher Länge verbunden, gefräst werden. Anschließend
werden an den Flächen der Werkstücke unterbrochene Längsaus
höhlungen mit einer Tiefe ausgeführt, die nicht kleiner
als die Dicke der Frühholzschicht ist und im vorliegenden
Fall 2-3 mm beträgt, wobei die Aushöhlungen mit einem
konstanten Mittenabstand von 3 mm ausgeführt werden. Dann
wird aus den Bändern ein Paket geformt, das zur Leimauftrags
linie und anschließend in die Presse geführt wird. Nach
der erforderlichen Behandlung in der Presse, die mit der
Leimpolymerisation zusammenhängt, wird das verleimte Paket
der Linie zur mechanischen Bearbeitung und zur Fertigbear
beitung zugeführt.
Durch Anwendung eines solchen Verfahrens zur Herstellung
von gebogen geleimten Holzrahmen wird es möglich, die
Lebensdauer der Holzrahmen um das 1,5fache zu erhöhen,
die Nutzungsdauer des Holzbearbeitungswerkzeugs bei mechani
scher Bearbeitung der Konstruktionen um das 2fache zu
verlängern, den Aufwand für die Belüftung der Betriebsräume
bei der Herstellung von Konstruktionen herabzusetzen.
Herstellung von Tischlererzeugnissen (Fenstern und Türen).
Die Werkstücke aus Schnittholz werden vor der Kammertrocknung
dem Fertigungsabschnitt zum Ausführen von Aushöhlungen
an deren Oberflächen zugeführt. Mit Hilfe einer Holzbear
beitungsmaschine werden an den Oberflächen der Werkstücke
über deren gesamte Länge durchgehende Aushöhlungen nit
einem Mittenabstand von 3 mm und einer Tiefe von 2-3 mm
ausgeführt. Anschließend werden die Werkstücke in eine
Holztrocknungsabteilung zugeführt, wo deren Kammertrocknung
bis zu einem erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt vorgenommen
wird. Bei der nachfolgenden Bearbeitung der Werkstücke
werden die ausgeführten Aushöhlungen entfernt, weil deren
Tiefe kleiner als die Dicke der beim Fräsen zu entfernenden
Schicht war.
Die Anwendung eines solchen Verfahrens zur Herstellung
von Tischlererzeugnissen gestattet es, die Aufwendungen
für die Kammertrocknung von Holz um 12% herabzusetzen
und die Aussortierung fehlerhafter Tischlererzeugnisse
durch eine Verminderung des Verwerfens der Werkstücke
und des Berstens derselben um 20% zu reduzieren.
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von Holzleimkonstruktionen,
bei dem
Schnittholz getrocknet und zu Werkstücken mechanisch
bearbeitet wird und bei dem die bearbeiteten Werkstücke
(1) nach dem Auftragen eines Klebstoffes zu einem Paket
geformt und gepreßt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den zu verleimenden Oberflächen der Werkstücke
(1) Längsausnehmungen (2) ausgeführt werden, deren
Tiefe nicht kleiner als die Dicke des Jahresrings von
Frühholz ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schlitz- bzw. kerbenförmigen Ausnehmungen (2)
an den Oberflächen der Werkstücke (1) vor der Kammer
trocknung des Schnittholzes ausgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) an den Oberflächen der Werk
stücke (1) nach der Kammertrocknung des Schnittholzes
ausgeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) an den Oberflächen der Werk
stücke (1) während ihrer mechanischen Bearbeitung ausge
führt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) durchgehend über die Länge
des Werkstücks (1) ausgeführt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) unterbrochen über die Länge
des Werkstücks (1) ausgeführt werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) mit veränderlicher Tiefe ausge
führt werden.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) mit veränderlichem Mittenab
stand ausgeführt werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmungen (2) mit konstantem Mittenabstand
ausgeführt werden.
10. Vorrichtung zur Herstellung von Holzleimkonstruktionen,
bestehend aus
einem Rahmen (3) mit einem Tisch (4), an dem eine
Vorrichtung (5) zur Zuführung von Werkstücken (1)
befestigt ist, und einer Schnittbaueinheit (6), die
einen Kasten (10) mit Messern (9) enthält, welche
mit Dämpfungsvorrichtungen (7) versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer (9) der Schnittbaueinheit (6) in Gehäusen
(12) zu symmetrisch angeordneten Gruppen vereinigt
sind, und daß die Gehäuse (12) an Traversen (15) oberhalb
und unterhalb des zu bearbeitenden Werkstücks (1)
angelenkt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäuse (12) über die Breite und Länge des
zu bearbeitenden Werkstücks (1) versetzt angeordnet
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Messergehäuse (12) an je einer Querachse
(13) verstellbar und verschwenkbar gelagert sind,
wobei an jedem Gehäuse (12) ein Rückholelement (14)
und ein nachgiebiges Andrückelement (7) außermittig
angreift.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer (9) einstellbar im jeweiligen Gehäuse
(12) angeordnet und zur Schneidebene unter einem spitzen
Winkel nach vorwärts geneigt sind.
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| DE19883814589 DE3814589A1 (de) | 1988-04-29 | 1988-04-29 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von holzleimkonstruktionen |
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| DE19883814589 DE3814589A1 (de) | 1988-04-29 | 1988-04-29 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von holzleimkonstruktionen |
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| DE3814589A1 true DE3814589A1 (de) | 1989-11-09 |
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ID=6353239
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19883814589 Withdrawn DE3814589A1 (de) | 1988-04-29 | 1988-04-29 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von holzleimkonstruktionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3814589A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5332461A (en) * | 1991-12-20 | 1994-07-26 | Studio Huesler Ag | Method of making a solid wood spring blade |
| US5772830A (en) * | 1990-12-10 | 1998-06-30 | Meinan Machinery Works, Inc. | Method for bonding wood materials |
| RU2143970C1 (ru) * | 1994-05-20 | 2000-01-10 | Эгле Вильгельм | Конструктивный элемент из древесины, состоящий из слоев древесины |
| DE29909124U1 (de) * | 1999-05-26 | 2000-06-29 | Schiller, Heinrich, Dipl.-Ing., 94209 Regen | Leimholz aus zwei unterschiedlichen Holzarten, zur Verwendung für Holz-Glasfassaden und Wintergärten |
| FR2802460A1 (fr) * | 1999-12-21 | 2001-06-22 | Rene Bloch | Procede de fabrication d'un produit en bois lamelle-colle et produit ainsi obtenu |
| US8834065B2 (en) | 2005-02-11 | 2014-09-16 | Formpave Holdings, Limited | Water detention system incorporating a composite drainage membrane |
Citations (3)
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| DE2619221A1 (de) * | 1972-09-22 | 1977-10-27 | Ingham & Co Ltd R E | Vorrichtung zum maschinellen herstellen von rillen |
-
1988
- 1988-04-29 DE DE19883814589 patent/DE3814589A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
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| Title |
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