DE3814086A1 - Waermetauschersystem mit querstromluefter - Google Patents
Waermetauschersystem mit querstromluefterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Wärmetauschersystem, beste
hend aus einem Querstromlüfter mit einem Laufrad, einem Luft
führungsgehäuse, das dieses Laufrad teilweise umgibt, und ei
nem Austrittsgehäuse, das zusätzlich von einer in einer Zunge
endenden Trennwand zwischen Eintritts- und Auslaßkanal und
zwei an den axialen Enden dieser Trennwand angeordneten Sei
tenteilen gebildet ist, und an das ein Wärmetauscher an
schließt, und im Inneren des Laufrades mindestens eine fest
stehende Strömungsleitschaufel angeordnet ist, die sich im Be
reich zwischen der Zunge des Austrittsgehäuses und der Lauf
radachse befindet und zur Laufradachse hin konvex ist.
Bei einem Wärmetauschersystem dieser Art wurde bereits vorge
schlagen, bezogen auf den Durchmesser D des Laufrades, der Ab
stand A des Wärmetauschers vom Laufrad kleiner als 0,5 D und
die Höhe H des Wärmetauschers größer als 1,5 D ist. Der in ei
ner derartig platzsparenden Konfiguration erreichte gute Wir
kungsgrad und das geringe Geräusch ergeben sich durch das
Merkmal der Anordnung einer speziell geformten Leitschaufel im
Inneren des Laufrades. Die guten Kennwerte können naturgemäß
aber nicht bis zu beliebig großen Höhenverhältnissen erreich
bar bleiben und dementsprechend war bei dem Wärmetauschersy
stem nach dem älteren Vorschlag ab H/D von 2 mit einer Ver
schlechterung zu rechnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Beibehaltung
der guten aerodynamischen und akustischen Kennwerte Kombina
tionen mit Wärmetauscher zu verwirklichen, deren Stirnfläche
bezogen auf das Laufrad sehr groß, d. h. deren Höhe H im Ver
hältnis zum Laufraddurchmesser D erheblich größer ist, als es
nach dem älteren Vorschlag ausgeführt wurde.
Die Erfindung besteht darin, daß der Wärmetauscher durch
Zick-Zack-Faltung mit größerer effektiver Stirnfläche versehen
ist. Bei entsprechend kleiner Wärmetauschertiefe läßt sich
ohne Nachteil eine große Zahl Faltungen verwirklichen. Damit
wird ein Wärmetauschersystem erhalten, das die guten aerodyna
mischen und akustischen Kennwerte eines Wärmetauschersystems
nach dem älteren Vorschlag erreicht und dabei außerdem einen
kleinen Bauraum benötigt, was in vielen Anwendungsfällen ent
scheidend ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Wärmetauscher aus zwei ebenen Teilen besteht, die im spit
zen Winkel V-förmig zueinander stehen und einen Luftverteil
raum bilden. Diese Ausführung bewährt sich besonders bei den
tatsächlich vorkommenden größeren Wärmetauschertiefen, bei
welchen sich eine Vergrößerung der effektiven Stirnfläche nur
bei einmaliger Faltung ergibt. Anstatt einer, wie beim älteren
Vorschlag, etwa quer zur Laufradausströmung angeordneten ebe
nen Wärmetauschereintrittsfläche sind nun zwei im spitzen Win
kel zueinander stehende Stirnflächen mit gleichen oder aber
auch verschiedenen Höhen vorhanden, zwischen denen ein ur
sprünglich nicht vorhandener Luftverteilraum gebildet wird.
Die Ausströmung erfolgt nun zweiflutig in ganz unterschiedli
chen Richtungen. Das überraschende Ergebnis war aber, daß
beide Wärmetauscherteile nahezu gleich gut durchströmt werden.
Eine vorteilhafte Ausführung besteht darin, daß ein Wärmetau
scherteil etwa an den Anfang der Zunge des Austrittsgehäuses
und der zweite Wärmetauscherteil an das Austrittsgehäuse an
schließt. Dabei ergibt sich, daß der an die Zunge an
schließende Wärmetauscherteil gut durchströmt wird, da er etwa
quer zum Austrittsstrom des Laufrades angeordnet ist. Völlig
überraschend war es, daß beim zweiten Wärmetauscherteil, zu
dessen Durchströmung eine Umlenkung um nahezu 90° erforderlich
ist, die Durchströmung praktisch gleich groß ist, wie beim an
die Zunge anschließenden Wärmetauscherteil. Als weitere Über
raschung ergab sich, daß die beiden Wärmetauscherteile an ih
ren laufradseitigen Enden nahezu zusammengerückt werden konnten,
wobei der zungenseitige Wärmetauscherteil ganz am Zungenanfang
oder höchstens um die Wärmetauschertiefe zurückversetzt sein
kann, so daß die Erstreckung etwa senkrecht zur Hauptströmungs
richtung im Luftverteilraum erheblich kleiner ist als die
Summe der Höhen der beiden Wärmetauscherteile.
Durch die druckseitige Anordnung von Wärmetauschern kann es
vor allem bei schräger oder horizontaler Anordnung zur Ansamm
lung von Schmutz am Wärmetauschereintritt kommen. Schmutz, der
vom Laufrad angesaugt wird, und durch den Wärmetauscher nicht
hindurch kann, bleibt im Raum zwischen Laufrad und Wärmetau
scher gefangen. Das gilt sowohl für die Ausführung nach dem
älteren Vorschlag als auch bei der Ausführung gemäß der Erfin
dung. Abgesehen von der Möglichkeit, durch ein Gitter vor dem
Laufrad das Eindringen von gröberem Schmutz zu verhindern,
können nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die beiden
Wärmetauscherteile an der Spitze des V auseinandergerückt und
an dieser Stelle ein um eine Achse parallel zu den Wärmetau
scherteilen schwenkbarer Abschlußteil vorgesehen sein. Auf
diese Weise ist eine Entleerung des angesammelten Schmutzes
möglich. Erfindungsgemäß können aber auch die beiden Wärmetau
scherteile an der Spitze des V auseinandergerückt und an die
ser Stelle eine Mulde geformt sein. Der sich in der Mulde an
sammelnde Schmutz wird bis zu einer gewissen Menge zu keiner
Versperrung des Luftdurchtritts durch die Wärmetauscher füh
ren. Bei geringfügigem Schmutzanfall kann sicherlich auch auf
eine Betätigung des erwähnten schwenkbaren Abschlußteiles ver
zichtet werden.
Eine Möglichkeit der Anwendung des erfindungsgemäßen Wärmetau
schersystems als Kühlsystem für PKW-Motoren besteht darin, daß
das Wärmetauschersystem so im Fahrzeug angeordnet ist, daß die
Kühlluft in Bereichen der Karosserieoberfläche eintritt, die
bei Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges Überdruck aufweisen und
der Austritt auf direktem Wege über die V-förmig stehenden
Wärmetauscherteile nach unten erfolgt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei einer Brennkraftma
schine bzw. bei einer Motor-Getriebe-Einheit mit einer schall
dämmenden Kapsel in weiterer Ausgestaltung der Erfindung das
Wärmetauschersystem außerhalb der Kapsel angeordnet ist und
mindestens Teile des Luftführungsgehäuses des Querstromlüfters
sowie des Abströmgehäuses des dem Motor zugewendeten Wärmetau
scherteiles oder auch Teile dieses Wärmetauscherteiles an der
Bildung der Kapsel beteiligt sind, wobei das Luftführungsge
häuse des Querstromlüfters sowie das Abströmgehäuse des dem
Motor zugewendete Wärmetauscherteiles seitlich gegen die Rad
kästen bzw. seitliche Kapselwände und Rahmenholme schalldicht
abgeschlossen sind. Diese Ausführung ist insofern eine sehr
günstige Kombination zwischen einem erfindungsgemäßen Wärme
tauschersystem und einer Brennkraftmaschine mit schalldämmen
der Kapsel, als Teile des Wärmetauschersystems gleichzeitig
auch als Teile der Kapsel verwendet werden können. Dadurch er
gibt sich eine Einsparung an Bauteilen und außerdem eine sehr
gedrängte Bauweise, die bei PKW modernerer Bauart erwünscht
ist.
Vorteilhaft kann hierbei im Rahmen der Erfindung ein Teil des
an der Bildung der Kapsel beteiligten Luftführungsgehäuses des
Querstromlüfters in den Kapselinnenraum hinein schwenkbar
sein, um ggf. eine zusätzliche Zufuhr von Frischluft in den
Kapselinnenraum zu ermöglichen.
Weiters kann in Ausgestaltung der Erfindung das Luftführungs
gehäuse Schlitze aufweisen, durch die der Kapselinnenraum di
rekt mit abgezweigter Frischluft versorgt wird. Durch die
Größe der Schlitze kann der Anteil der abgezweigten Frischluft
von der gesamten geförderten Frischluft festgelegt werden. Als
Faustregel kann gelten, daß die abgezweigte Frischluft etwa
ein Fünftel der gesamten Frischluftmenge beträgt.
An die Schlitze des Luftführungsgehäuses können zur Vermeidung
von Schallaustritt schallabsorbierende Kanäle angeschlossen
sein, die in den Kapselinnenraum hineinführen.
Eine andere Anwendung des erfindungsgemäßen Wärmetauschersy
stems zur Kühlung von Fahrzeug-Brennkraftmaschinen besteht
darin, daß das Wärmetauschersystem so im Fahrzeug angeordnet
ist, daß der Wärmetauscher über dem Querstromlüfter liegt und
die Kühlluft vorne in Bereichen der Karosseriefläche eintritt,
die bei Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges Überdruck aufweisen,
und die zuerst die Wärmetauscherteile nach oben durchströmende
Kühlluft unter stärkerer Umströmung der Brennkraftmaschine
nach unten strömt. Diese Ausführung kann Einbauvorteile bie
ten, jedoch bietet sie bei der Anwendung für eine gekapselte
Brennkraftmaschine nicht die Möglichkeit, Teile der Strömungs
leitflächen mit der Kapselwand zu vereinigen.
Es kann aber vorteilhaft ein Teil des unteren Bereiches des
Luftführungsgehäuses nach unten schwenkbar ausgeführt sein,
wodurch der Luftwiderstand des Querstromlüfters bei stehendem
Laufrad erheblich verringert und die Kühlung durch Staudruck
ausnützung bei Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges erheblich ver
bessert werden. Eine andere Möglichkeit besteht auch hier wie
der im leichten Mitdrehen des Laufrades.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Wärmetauschersystem in
schematischer Darstellung und Schnitt vertikal
zur Achse des Läufers mit Darstellung des Strö
mungsverlaufes,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform gemäß der Erfin
dung,
Fig. 3a bis 3c den Verlauf der aerodynamischen Kenn
werte einer Ausführung gemäß der Erfindung im
Vergleich zu anderen vergleichbaren Ausfüh
rungsformen,
Fig. 4 den Einbau eines erfindungsgemäßen Wärmetau
schersystems zusammen mit einer Brennkraftma
schine in ein Kraftfahrzeug, schematisch im
Schnitt vertikal zur Achse des Läufers,
Fig. 5 einen etwas geänderten Einbau des Wärmetau
schersystems,
Fig. 6 bis 8 drei Varianten des Einbaus eines erfin
dungsgemäßen Wärmetauschersystems zusammen mit
einer schalldämmend gekapselten Brennkraft
maschine in ein Fahrzeug.
Das in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Wärmetauschersy
stem weist einen Querstromlüfter auf, der aus einem walzenför
migen Laufrad 1, das am Umfang mit entgegen der Drehrichtung
gemäß Pfeil 2 nach rückwärts gekrümmten Laufschaufeln 3 be
stückt ist. Der Grundzylinder der Beschaufelung ist mit 4 be
zeichnet. Weiters weist der Querstromlüfter ein Luftführungs
gehäuse 5 auf, welches das Laufrad 1 teilweise umgibt und zu
sammen mit der Trennwand 6 zwischen dem Zuströmraum und dem
Abströmraum und den beiden an den axialen Enden des Luftfüh
rungsgehäuses 5 und der Trennwand 6 angeordneten Seitentei
len 7 des Austrittsgehäuses 8 bilden. Die Trennwand 6 weist an
ihrer dem Laufrad 1 zugewandten Seite eine Zunge 9 auf, welche
im Querschnitt strömungsgünstig etwa tropfenförmig ausgebildet
ist. Das Austrittsgehäuse 8 bzw. die Zunge 9 schließen an die
beiden V-förmig angeordneten Wärmetauscherteile 10 bzw. 11 an.
Bei der vorliegenden Ausführungsform stoßen die beiden Wärme
tauscherteile 10 und 11 aneinander und begrenzen einen Zu
strömraum 12. Die Wärmetauscherteile 10 und 11, deren Höhen
mit H 1 und H 2 bezeichnet sind, können z. B. den Wasserrückküh
ler einer Brennkraftmaschine bilden.
Innerhalb des Laufrades 1 ist eine feststehende Strömungsleit
schaufel 13 angeordnet, die sich über die gesamte Länge des
Laufrades 1 und etwa bis zum Grundzylinder 4 der Beschaufelung
erstreckt. Der Querschnitt dieser Strömungsleitschaufel ist
ebenfalls strömungsgünstig ausgebildet. Die Strömungsleit
schaufel 13 befindet sich im Bereich zwischen der Achse 14 des
Laufrades 1 und der Zunge 9 und ist zur Achse 14 hin konvex.
Aus dem Verlauf der in Fig. 1 eingezeichneten Stromlinen im
Inneren des Laufrades 1 ist ersichtlich, daß das Laufrad zwei
mal durchströmt wird und sich in der Nähe der Zunge 9 ein Wir
bel 15 ausbildet, welcher einen gekrümmten Verlauf der Strom
linien im Inneren des Laufrades 1 bewirkt. Dieser ist Voraus
setzung dafür, daß die Strömung beim zweiten Eintritt in den
Laufschaufelbereich, also beim Durchtritt von innen nach
außen, mit ihrer Strömungsrichtung relativ zum Laufrad mit der
Richtung der Laufschaufeln 3 übereinstimmt.
Dieser Strömungswirbel 15 wird in Richtung zur Achse 14 dieses
Laufrades 1 durch die Strömungsleitschaufel 13 begrenzt.
Bezogen auf den Laufraddurchmesser D ist die Höhenerstrec
kung H gleich oder kleiner dem Laufraddurchmesser D, die Summe
der Wärmetauscherhöhen H 1 + H 2 ist gleich oder größer 2,5 D,
und der Wärmetauscherteil 10 der Höhe H 1 schneidet mit der
Zunge 9 ab oder ist bis 0,3 D zurückversetzt. Der Ab
stand der Wärmetauscherteile 10 und 11 an der Spitze 16 des V
beträgt zwischen 0 und 0,1 D.
Die Ausströmung erfolgt nun zweiflutig in ganz unterschiedli
chen Richtungen. Überraschend hat sich ergeben, daß die beiden
Wärmetauscherteile 10 und 11, wie aus Fig. 1 beispielsweise
ersichtlich ist, nahezu gleich gut durchströmt werden. Es war
nur zu hoffen, daß der an die Zunge 9 anschließende Wärmetau
scherteil 10 mit der Höhe H 1 gut durchströmt wird, da er etwa
quer zum Austrittsstrom des Laufrades angeordnet ist. Völlig
anders ist es aber beim anderen Wärmetauscherteil 11, zu des
sen Durchströmung eine Umlenkung um nahezu 90° erforderlich
ist. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß die gemessenen und durch
die Kurven 17 und 18 dargestellten Durchströmungsgeschwindig
keiten sowohl über die Höhen H 1 und H 2 als auch untereinander
etwa gleich 3 m/s sind.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind die Wärmetauscherteile 10
und 11an der Spitze 16 des V auseinandergerückt. Der dort
eingefügte Abschlußteil 19 ist um eine Achse 20 parallel zu
den Wärmetauscherteilen schwenkbar, so daß eine Entleerung von
angesammeltem Schmutz möglich ist.
Aufgrund der unerwartet guten Durchströmung der beiden Wärme
tauscherteile 10 und 11 sind auch, wie aus den Fig. 3a bis 3c
ersichtlich ist, die aerodynamischen und akustischen Kennwerte
sehr gut. Im Vergleich mit den gestrichelt dargestellten Kur
ven des Wärmetauschersystems nach dem erwähnten älteren Vor
schlag ist sowohl die Druckziffer ψ als auch der Wirkungs
grad η bei der erfindungsgemäßen Ausbildung nach Fig. 1 (stark
gezogene Kurven) merklich besser. Die Maxima dieser Kennwerte
werden überdies bei höherer Lieferziffer ϕ erreicht, so daß in
der Auslegung nach bestem Wirkungsgrad ein solches System im
Vergleich mit dem System nach dem älteren Vorschlag mit klei
nerem Laufraddurchmesser auskommt. Hinsichtlich der akusti
schen Güte sind die beiden Systeme wenig verschieden. Die Op
timalbereiche liegen bei gleichen Lieferziffern, der noch ge
ringfügig höhere Pegel des spezifischen Schalldruckes K′ [dB]
ist entsprechend den bisherigen Erfahrungen durch Feinabstim
mung einzelner Abmessungen höchstwahrscheinlich auf gleiches
Niveau wie bei der Ausführung nach dem älteren Vorschlag zu
bringen. In den Fig. 3a bis 3c sind auch für die erfindungsge
mäße Ausführungsform nach Fig. 2 die Kennlinien als dünne Li
nen eingezeichnet. Obwohl die Erstreckung H, bezogen auf den
Laufraddurchmesser D kleiner ist als bei der in Fig. 1 darge
stellten Ausführungsform gemäß der Erfindung und trotz der
Aufspreizung an der Spitze des V ergibt sich eine höhere
Druckdifferenz ψ und ist der Wirkungsgrad η und der spezifische
Schalldruckpegel K′ [dB] nur geringfügig schlechter. Die Ver
schiebung des Optimums zu höherer Lieferziffer ϕ ist hier so
gar noch stärker ausgeprägt als bei der Ausführung gemäß
Fig. 1.
Die Fig. 4 bis 8 zeigen Einbaubeispiele für das erfindungsge
mäße Wärmetauschersystem im Zusammenhang mit einem Fahr
zeug 21, das von einer Brennkraftmaschine 22 angetrieben ist
und die Wärmetauscherteile 10, 11 des Wärmetauschersystems den
Kühlwasserrückkühler der Brennkraftmaschine bildet. Bei allen
vier Ausführungsbeispielen steht die Achse 14 des Laufrades 1
des Querstromlüfters quer zur Längsachse des Fahrzeuges, und
das Wärmetauschersystem ist im Vorderteil und unterhalb der
Motorhaube 23 angeordnet. In allen Fällen tritt die Kühlluft
vorne in Bereichen 23′ der Karosserieoberfläche ein, die bei
Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges Überdruck aufweisen. Kleine
Spoiler 24 sorgen für eine stärkere Ausprägung des Überdruckes
im Lufteintrittsbereich bei Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges.
Der Austritt der Kühlluft erfolgt nach Passieren der Wärmetau
scherteile 10 bzw. 11 bei den einzelnen Ausführungsbeispielen
auf verschiedenen Wegen nach unten. Bei den Ausführungen gemäß
Fig. 4, 6, 7 und 8 sind die unterhalb des Laufrades 1 vorgese
henen Wärmetauscherteile 10 und 11 nach einem stehenden V an
geordnet, wogegen bei der Ausführung nach Fig. 5 die Wärmetau
scherteile 10 und 11 über dem Laufrad 1 angeordnet sind und
ein nach unten offenes V bilden. Bei der Ausführung nach
Fig. 4 tritt die Kühlluft, wie durch Pfeile angedeutet, auf
direktem Wege nach unten aus. Bei der Ausführung nach Fig. 5
hingegen ergibt sich eine stärkere Umströmung der Brennkraft
maschine 22. Der untere Bereich 5′ des Luftführungsgehäuses 5
ist um die Achse 25 entsprechend dem Pfeil 26 in die gestri
chelt eingezeichnete Lage schwenkbar. Durch nach unten Schwen
ken dieses Bereiches 5′ des Luftführungsgehäuses 5 kann der
Widerstand des Querstromlüfters bei stehendem Laufrad 1 stark
herabgesetzt und die Kühlung durch Staudruckausnutzung bei
Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges erheblich verbessert werden.
Auch hier kann der Widerstand des Querstromlüfters durch
leichtes Mitdrehen des Laufrades vermindert werden.
Bei den Ausführungen nach Fig. 6 bis 8 ist die Brennkraftma
schine 22 mit einer schalldämmenden Kapsel 27 umgeben und das
Luftführungsgehäuse 5 des Querstromlüfters und zum Teil auch
der Wärmetauscherteil 11 sind in platz- und materialsparender
Weise zur Bildung der Kapsel ausgenützt. Bei der Ausführung
nach Fig. 6 ist ein eigener Kapselteil 28 im Bereich des Wär
metauscherteiles 11 erforderlich. Unterhalb des Motors
schließt dann ein weiterer Kapselteil 29 an. Der Bereich 5′′
des Luftführungsgehäuses 5 kann um eine Achse 30 geschwenkt
entsprechend dem Pfeil 31 in die gestrichelte Lage gebracht
werden, wodurch fallweise durch Öffnen dieses Bereiches 5′′
eine ggf. erforderliche zusätzliche Frischluftzufuhr in den
Kapselinnenraum 32 mit Hilfe des Querstromlüfters ermöglicht
wird.
Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind im Luftführungsgehäuse 5
zwei Schlitze 33 angebracht, so daß Frischluft ständig in den
Kapselinnenraum 32 überströmt. An diese Schlitze 33 sind
schallabsorbierende Kanäle 34 angeschlossen, die in den
Kapselinnenraum hineinführen und einen Schallaustritt durch
die Schlitze 33 weitgehend unterbinden.
Die Ausführung nach Fig. 8 unterscheidet sich von jenen nach
Fig. 6 und 7 dadurch, daß zur Bildung der Kapselwand außer dem
Luftführungsgehäuse 5 auch noch ein Teil 11′ des Wärme
tauscherteiles 11 zur Bildung der Kapsel 27 herangezogen wird.
In diesem Falle setzt der Kapselteil 28 erst im mittleren Be
reich des Wärmetauscherteils 11 an und die durch den Teil 11′
des Wärmetauscherteils 11 strömende Kühlluft gelangt in den
Kapselinnenraum 32. Die übrige Kühlluft strömt nach Passieren
der Wärmetauscherteile nach unten ab.
Im Rahmen der Erfindung sind noch verschiedene Ausführungsfor
men möglich, insbesondere können die wirksamen Flächen der
Wärmetauscherteile 10 und 11 je nach den Erfordernissen gleich
oder verschieden groß sein.
Claims (13)
1. Wärmetauschersystem, bestehend aus einem Querstromlüfter
mit einem Laufrad, einem Luftführungsgehäuse, das dieses Lauf
rad teilweise umgibt, und einem Austrittsgehäuse, das zusätz
lich von einer in einer Zunge endenden Trennwand zwischen Ein
tritts- und Auslaßkanal und zwei an den axialen Enden dieser
Trennwand angeordneten Seitenteilen gebildet ist, und an das
ein Wärmetauscher anschließt, und im Inneren des Laufrades
mindestens eine feststehende Strömungsleitschaufel angeordnet
ist, die sich im Bereich zwischen der Zunge des Austrittsge
häuses und der Laufradachse befindet und zur Laufradachse hin
konvex ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (10,
11) durch Zick-Zack-Faltung mit größerer effektiver Stirnflä
che versehen ist.
2. Wärmetauschersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Wärmetauscher aus zwei ebenen Teilen (10, 11) be
steht, die im spitzen Winkel V-förmig zueinander stehen und
einen Luftverteilraum (12) bilden.
3. Wärmetauschersystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Wärmetauscherteile (10, 11) verschieden
große wirksame Flächen aufweisen.
4. Wärmetauschersystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Wärmetauscherteil (10) etwa an den An
fang der Zunge (9) des Austrittsgehäuses (8) und der zweite
Wärmetauscherteil (11) an das Austrittsgehäuse (8) anschließt.
5. Wärmetauschersystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden Wärmetauscherteile (10,
11) an der Spitze (16) des V auseinandergerückt sind und an
dieser Stelle ein um eine Achse (20) parallel zu den Wärmetau
scherteilen (10, 11) schwenkbarer Abschlußteil (19) vorgesehen
ist.
6. Wärmetauschersystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden Wärmetauscherteile (10,
11) an der Spitze (16) des V auseinandergerückt sind und an
dieser Stelle eine Mulde geformt ist.
7. Wärmetauschersystem zur Kühlung von Fahrzeug-Brenn
kraftmaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Wärmetauschersystem so im Fahrzeug (21)
angeordnet ist, daß die Kühlluft in Bereichen der Karosse
rieoberfläche eintritt, die bei Vorwärtsbewegung des Fahr
zeuges Überdruck aufweisen und der Austritt auf direktem Wege
über die V-förmig stehenden Wärmetauscherteile (10, 11) nach
unten erfolgt.
8. Wärmetauschersystem nach Anspruch 7, wobei die Brennkraft
maschine (22) bzw. die Motor-Getriebeeinheit mit einer schall
dämmenden Kapsel (27) versehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wärmetauschersystem außerhalb der Kapsel (27) angeord
net ist und mindestens Teile des Luftführungsgehäuses (5) des
Querstromlüfters sowie des Abströmgehäuses (28) des der Brenn
kraftmaschine (22) zugewendeten Wärmetauscherteils (11) oder
auch Teile (11′) des Wärmetauscherteiles (11) an der Bildung
der Kapsel (27) beteiligt sind, wobei das Luftführungsge
häuse (5) des Querstromlüfters sowie das Abströmgehäuse (28)
des der Brennkraftmaschine zugewendeten Wärmetauscherteiles
(11) seitlich gegen die Radkästen bzw. seitlichen Kapselwände
und Randholme schalldicht abgeschlossen sind.
9. Wärmetauschersystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß ein Teil (5′′) des an der Bildung der Kapsel beteilig
ten Luftführungsgehäuses (5) des Querstromlüfters in den Kap
selinnenraum (32) hinein schwenkbar ist, um ggf. eine zusätz
liche Zufuhr von Frischluft in den Kapselinnenraum (32) zu er
möglichen.
10. Wärmetauschersystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Luftführungsgehäuse (5) Schlitze (33) aufweist,
durch die der Kapselinnenraum (32) direkt mit abgezweigter
Frischluft versorgt wird.
11. Wärmetauschersystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß an die Schlitze (33) des Luftführungsgehäuses (5)
schallabsorbierende Kanäle (34) angeschlossen sind, die in den
Kapselinnenraum (32) hineinragen.
12. Wärmetauschersystem zur Kühlung von Fahrzeug-Brenn
kraftmaschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Wärmetauschersystem so im Fahrzeug (21)
angeordnet ist, daß der Wärmetauscher (10, 11) über dem
Querstromlüfter liegt und die Kühlluft vorne in Berei
chen (23′) der Karosserieoberfläche eintritt, die bei Vor
wärtsbewegung des Fahrzeuges Überdruck aufweisen und die zu
erst die Wärmetauscherteile (10, 11) nach oben durchströmende
Kühlluft unter stärkerer Umströmung der Brennkraftmaschine
nach unten strömt.
13. Wärmetauschersystem zur Kühlung von Fahrzeug-Brenn
kraftmaschinen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Teil (5′) des unteren Bereiches des Luftführungsge
häuses (5) nach unten schwenkbar ausgeführt ist, wodurch der
Luftwiderstand des Querstromlüfters bei stehendem Laufrad (1)
erheblich verringert und die Kühlung durch Staudruckausnützung
bei Vorwärtsbewegung erheblich verbessert werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0106087A AT404286B (de) | 1987-04-28 | 1987-04-28 | Wärmetauschersystem, insbesondere zur kühlung von brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3814086A1 true DE3814086A1 (de) | 1988-11-10 |
Family
ID=3505714
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3814086A Withdrawn DE3814086A1 (de) | 1987-04-28 | 1988-04-26 | Waermetauschersystem mit querstromluefter |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| AT (1) | AT404286B (de) |
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