DE3811960A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines einbandes oder dergleichen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines einbandes oder dergleichenInfo
- Publication number
- DE3811960A1 DE3811960A1 DE19883811960 DE3811960A DE3811960A1 DE 3811960 A1 DE3811960 A1 DE 3811960A1 DE 19883811960 DE19883811960 DE 19883811960 DE 3811960 A DE3811960 A DE 3811960A DE 3811960 A1 DE3811960 A1 DE 3811960A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- melt adhesive
- hot
- adhesive strip
- adhesive tape
- material sheet
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 29
- 239000004831 Hot glue Substances 0.000 claims abstract description 273
- 239000000463 material Substances 0.000 claims abstract description 166
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims abstract description 7
- 238000009966 trimming Methods 0.000 claims description 67
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 66
- 230000008859 change Effects 0.000 claims description 18
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 11
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 10
- 230000008569 process Effects 0.000 description 8
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 6
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 4
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 2
- 239000002390 adhesive tape Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 1
- 238000013138 pruning Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42C—BOOKBINDING
- B42C7/00—Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Making Paper Articles (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Einbandes oder dergleichen aus einem Materialbogen, der mit
einem Schmelzkleberstreifen auf einem für den Einbandrücken
vorgesehenen Bereich zu versehen ist, mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1. Sie bezieht sich des weiteren
auf eine Vorrichtung zur Herstellung eines solchen
Einbandes mit den Merkmalen der Oberbegriffe der Ansprüche
10, 19 und 20.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind in
der DE-OS 30 10 642 beschrieben, und zwar im Zusammenhang
mit dem in Fig. 4 dieser Druckschrift dargestellten
Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung weist eine Auflage für
einen Materialbogen auf, die im wesentlichen aus einer
Bodenplatte mit hochstehenden Biegestegen besteht. Darauf
kann ein für die Herstellung des Einbandes vorgesehener
Karton so abgelegt werden, daß der als Einbandrücken
vorgesehene Abschnitt des Materialbogens zwischen den
Biegestegen zu liegen kommt. Innerhalb der Bodenplatte
befindet sich eine Zuführeinrichtung in Form eines
horizontalen Zuführkanals, über den ein Schmelzkleberband
quer zur vorgesehenen Längser treckung des Einbandrückens
herangeführt werden kann. Zwischen und unterhalb der
Biegestege ist ein Freiraum vorgesehen, in dem ein vertikal
verfahrbarer Stempel eingesetzt ist. In diesem Freiraum
wird das vordere Ende des Schmelzkleberbandes eingeschoben,
bis es zur Anlage an einem Anschlag kommt. Dabei dient der
Stempel zunächst als Führungswandung bzw. Unterlage. Durch
Verfahren des Stempels nach oben wird von dem
Schmelzkleberband ein Schmelzkleberstreifen in der Breite
des Abstandes zwischen den beiden Biegestegen abgeschnitten
und nach oben an den Einbandrücken herangeführt und
schließlich mit diesem durch Einwirkung von Hitze und Druck
verbunden.
Diese Vorrichtung hat sich als nicht brauchbar erwiesen,
weil das reproduzierbare Abschneiden des
Schmelzkleberstreifens vom Schmelzkleberband mit Hilfe des
Stempels Schwierigkeiten bereitete und der anschließende
Transport zum Einbandrücken nicht gelang. Dabei ist zu
berücksichtigen, daß die Schmelzkleberstreifen häufig sehr
schmal und dünn sind. Ein weiterer Nachteil ist darin zu
sehen, daß der Schmelzkleberstreifen bei Verwendung einer
solchen Vorrichtung zwangsweise eine Breite hat, die dem
Abstand der Biegestege entspricht. Der Abstand der durch
die Biegestege erzeugten Nuten kann somit im Verhältnis zur
Breite des Schmelzkleberstreifens nicht frei gewählt
werden.
Auf Grund des erstgenannten Nachteils ist nur die in Fig.
3 der DE-OS 30 10 642 gezeigte Vorrichtung industriell zur
Anwendung gekommen. Bei ihr werden Schmelzkleberstreifen
vorher zugeschnitten und in den Zwischenraum zwischen den
beiden Biegestegen eingelegt. Diese Vorrichtung ist durch
die in der DE-PS 34 35 704 gezeigte Vorrichtung
weiterentwickelt worden, bei der der Schmelzkleber in
flüssiger Form eingebracht wird. Hierdurch konnte der
Automatisierunsgrad verbessert werden, wenn auch für das
flüssige Einbringen des Schmelzklebers ein relativ hoher
technischer Aufwand erforderlich wird.
Bei der weiteren, noch nicht vorveröffentlichten
Entwicklung ist deshalb auf die Zuführung des
Schmelzklebers in Form eines festen Schmelzkleberbandes
zurückgegriffen worden, und zwar in der Weise, daß das
Schmelzkleberband vor dem Abtrennen des
Schmelzkleberstreifens an den Materialbogen herangeführt
und erst dann der Schmelzkleberstreifen vom
Schmelzkleberband abgetrennt wird, wenn er an den
Materialbogen angedrückt ist (vgl. ältere deutsche
Patentanmeldung P 37 16 112.1-27). Dies hat den Vorteil,
daß der Schmelzkleberstreifen bis zur Anlage an den
Materialbogen Teil des Schmelzkleberbandes bleibt und somit
von ihm noch geführt ist. Das anschließende Abschneiden und
Andrücken ist dann nicht mehr mit einem Transportvorgang
verbunden. Außerdem lassen sich mit diesem Verfahren hohe
Taktgeschwindigkeiten erzielen.
Bei den vorbekannten Vorrichtungen ist es nicht möglich,
zumindest sehr schwierig eine Änderung der Breite des
Schmelzkleberstreifens vorzunehmen. Die Vorrichtungen
müssen hierfür - soweit dies überhaupt geht - umständlich
umgebaut werden. Einfacher geht dies bei der Vorrichtung
nach der vorgenannten älteren deutschen Patentanmeldung,
weil nur wenige Teile verstellt werden müssen. Für alle
Verfahren ist jedoch grundsätzlich gemeinsam, daß bei einer
Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens auch andere
Materialbögen mit entsprechend geänderter Rückenbreite
zugeführt werden. Bei dieser Verfahrensweise ist eine
automatische Umstellung der Breite des
Schmelzkleberstreifens während des Betriebes der
Vorrichtung weder vorgesehen noch möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
sowie eine geeignete Vorrichtung zur Verfügung zu stellen,
mit dem bzw. mit der eine einfache und vorzugsweise auch
automatische Umstellung der Breite des
Schmelzkleberstreifens, z. B. zwecks Anpassung an
verschiedene Rückenbreiten eines Einbandes, möglich ist,
ohne daß sich hierdurch das Format des übrigen
Materialbogens ändert.
Diese Aufgabe wird - was das Verfahren angeht -
erfindungsgemäß durch folgende Merkmale gelöst:
- d) es wird ein Materialbogen mit Überbreite verwendet;
- e) dem Materialbogen wird das Schmelzkleberband derart zugeführt, daß nach dem Abschneiden des Schmelzkleberstreifens vom freien Ende des Schmelzkleberbandes in der jeweils gewünschten Breite der Abstand zwischen einer Längskante des Schmelzkleberstreifens und der dieser Längskante benachbarten ersten Kante des Materialbogens unabhängig von der jeweiligen Breite des Schmelzkleberstreifens einen vorbestimmten Wert hat.
- f) der Materialbogen wird an der der ersten gegenüberliegenden, zweiten Kante in einem vorbestimmten Abstand zur benachbarten Längskante des Schmelzkleberstreifens beschnitten.
Erfindungsgemäß wird also ein Materialbogen mit Überbreite
verwendet, der also eine Erstreckung quer zur Längsrichtung
des Schmelzklebersteifens hat, die größer als vorgesehen
ist. Er wird dann entsprechend der jeweiligen Breite des
Schmelzkleberstreifens beschnitten, so daß die an den
Schmelzkleberstreifen in Querrichtung anschließenden
Bereiche des Materialbogens auch bei Änderung der Breite
des Schmelzkleberstreifens das vorbestimmte Format
erhalten. Dabei bedeutet vorbestimmt in diesem
Zusammenhang, daß vor der Durchführung des Verfahrens
festgelegt wird, welches Format die vom
Schmelzkleberstreifen freibleibenden Bereiche des
Materialbogens haben sollen. Selbstverständlich läßt sich
dieses Format auch verändern mit der Folge, daß der
Schmelzkleberstreifen an anderer Stelle fixiert und der
Beschnitt entsprechend angepaßt wird.
Der Beschnitt erfolgt erfindungsgemäß nur an einer Kante,
da der Schmelzkleberstreifen in Bezug auf die erste Kante
derart am Materialbogen befestigt wird, daß der Bereich
zwischen Schmelzkleberstreifen und erster Kante das
vorbestimmte Format hat. Je nach Breite des
Schmelzkleberstreifens wird dann ein mehr oder weniger
großer Beschnitt an der zweiten Kante des Materialbogens
vorgenommen, so daß auch dieser Bereich des Materialbogens
das vorbestimmte Format erhält. Dabei besteht durchaus die
Möglichkeit, daß der Beschnitt nicht nach dem Andrücken und
Fixieren des Schmelzkleberstreifens erfolgt, sondern er
kann auch gleichzeitig oder sogar unmittelbar vorher
durchgeführt werden.
Soweit das Verfahren der Herstellung von Einbänden dient,
werden zusätzlich noch Falznuten im Bereich der Längskanten
des Schmelzkleberstreifens vorgesehen. Das Einprägen dieser
Falznuten kann in beliebiger zeitlicher Folge der
Verfahrensschritte durchgeführt werden, also auch schon vor
dem Aufbringen des Schmelzkleberstreifens. Es besteht
jedoch auch die Möglichkeit, die Falznuten zusammen mit dem
Fixieren des Schmelzkleberstreifens oder danach
einzuformen, wobei in letzterem Fall das Einprägen vor,
während oder nach dem Beschnitt erfolgen kann.
Der vorstehende Grundgedanke der Erfindung läßt sich in
einer ersten Alternative durch folgende Verfahrensschritte
konkretisieren:
- a) dem Materialbogen wird das Schmelzkleberband so weit zugeführt, bis dessen Vorderkante einen vorgegebenen Abstand zur in Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes liegenden ersten Kante des Materialbogens erreicht hat;
- b) der Materialbogen wird an der ersten gegenüberliegenden, zweiten Kante in einem vorgegebenen Abstand zur Schnittkante des Schmelzkleberstreifens beschnitten.
Dabei ist unter Schnittkante diejenige Kante des
Schmelzkleberstreifens zu verstehen, die durch das
unmittelbar vorangehende Abtrennen vom Schmelzkleberband
entstanden ist. Im übrigen kommt auch hier das Grundprinzip
der Erfindung zur Anwendung, einen in Überbreite
vorliegenden Materialbogen zu verwenden und diesen dann
entsprechend der jeweiligen Breite des
Schmelzkleberstreifens an einer Kante zu beschneiden und
dadurch das gewünschte Format herzustellen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Materialbogen nach Befestigung des
Schmelzkleberstreifens in dessen Längsrichtung und
zumindest seiner Erstreckung in dieser Richtung
transportiert wird, bevor die zweite Kante beschnitten
wird. Das Abtrennen des Schmelzkleberstreifens vom
Schmelzkleberband und der Beschnitt der zweiten Kante des
Materialbogens geschieht also an zwei Stationen
nacheinander. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, daß das
Schmelzkleberband für den Beschnitt der zweiten Kante des
Materialbogens so weit zurückgezogen wird, bis die
Schnittkante freigelegt ist. Dies hat den Vorteil, daß der
Materialbogen zwischen dem Abtrennen des
Schmelzkleberstreifens und seinem Beschnitt nicht
transportiert werden muß.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
zur Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens der Ort
der Abtrennung des Schmelzkleberstreifens und der Ort des
Beschnitts der zweiten Kante des Materialbogens querbewegt
werden. Auf diese Weise ist die Verstellung der Breite des
Schmelzkleberstreifens besonders einfach verwirklichbar.
Der Grundgedanke der Erfindung kann auch alternativ durch
folgende Verfahrensschritte verwirklicht werden:
- a) dem Materialbogen wird das Schmelzkleberband so weit zugeführt, bis seine freie Kante in einem Abstand zu der entgegen der Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes liegenden ersten Kante des Materialbogens liegt, der dem vorgesehenen Abstand zwischen dieser Kante und dem Schmelzkleberstreifen zuzüglich der gewünschten Breite des Schmelzkleberstreifens entspricht;
- b) der Materialbogen wird an seiner der ersten gegenüberliegenden zweiten Kante in einem vorgegebenen Abstand zur benachbarten Kante des Schmelzkleberstreifens beschnitten.
Auch bei dieser Lösung wird das Grundprinzip verwirklicht,
einen in Überbreite vorliegenden Materialbogen zu verwenden
und diesen dann entsprechend der jeweiligen Breite des
Schmelzkleberstreifens an einer Kante zu beschneiden. Der
Betrag der Zuführung des Schmelzkleberbandes, d.h. dessen
Vorschub, orientiert sich bei diesem Lösungsvorschlag an
der gewünschten Breite des Schmelzkleberstreifens, d.h. je
breiter er werden soll, desto größer ist der Vorschub. Bei
dem ersten Lösungsvorschlag wird die Veränderung der Breite
des Schmelzkleberstreifens durch Verlagerung des Ortes der
Abtrennung vom Schmelzkleberband beeinflußt.
In Ausbildung des zweiten Lösungsvorschlages ist
vorgesehen, daß zur Änderung der Breite des
Schmelzkleberstreifens die Zufuhr des Schmelzkleberbandes
proportional verändert und der Materialbogen umgekehrt
proportional zur Breite des Schmelzkleberstreifens
querbewegt wird. Bei dieser Ausbildung werden die
Abtrennung des Schmelzkleberstreifens und der Beschnitt des
Materialbogens immer an derselben Stelle vorgenommen.
Alternativ dazu kann vorgesehen sein, daß die jeweilige
Zufuhr des Schmelzkleberbandes proportional zur
vorgesehenen Breite des Schmelzkleberstreifens verändert
und der Ort des Beschnittes der zweiten Kante querbewegt
werden. In diesem Fall kann auf das Querbewegen des
Materialbogens verzichtet werden.
Bei beiden vorstehenden Alternativen besteht die
Möglichkeit, den Beschnitt des Materialbogens ohne dessen
Transport nach der Befestigung des Schmelzkleberstreifens
vorzunehmen, bei der zweiten Alternative sogar gleichzeitig
mit der Abtrennung des Schmelzkleberstreifens vom
Schmelzkleberband. Es kann jedoch auch vorgesehen werden,
daß der Materialbogen nach Befestigung des
Schmelzkleberstreifens in dessen Längsrichtung um zumindest
seine Erstreckung in dieser Richtung transportiert wird,
bevor die zweite Kante beschnitten wird.
Die die Vorrichtung betreffende Aufgabe wird
erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art mit folgenden Merkmalen gelöst:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung zum Abschneiden eines Überstandes des Materialbogens auf der der Schnittkante des Schmelzkleberstreifens benachbarten Seite vorgesehen;
- f) Schneideinrichtung und Beschnitteinrichtung sind zur Veränderung der Breite des Schmelzkleberstreifens in oder gegen die Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes beweglich gelagert.
Mit dieser Vorrichtung kann das oben zuerst genannte
Verfahren verwirklicht werden, bei dem die Zufuhr des
Schmelzkleberbandes immer zum gleichen Punkt erfolgt, der
in einem bestimmten Abstand zur ersten Kante des
Materialbogens liegt.
Besonders vorteilhaft ist, wenn Schneideinrichtung und
Beschnitteinrichtung miteinander verbunden werden, so daß
ihre Bewegung gemeinsam erfolgen kann. Dabei ist es von
Vorteil, wenn der Abstand von Schneideinrichtung und
Beschnitteinrichtung in Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes veränderbar ist, um beispielsweise eine
Anpassung des Abstandes zwischen der Schnittkante des
Schmelzkleberstreifens und der zweiten Kante des
Materialbogens vornehmen zu können.
Ferner ist gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß für die
Begrenzung der Zufuhr des Schmelzkleberbandes ein Anschlag
vorgesehen ist, gegen den das Schmelzkleberband mit seiner
Stirnseite anläuft. Zweckmäßigerweise ist dieser Anschlag
in und gegen die Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes
verstellbar, um auch insoweit eine Anpassung vornehmen zu
können.
Ferner ist gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß für die
Kante des Materialbogens, die in Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes gesehen dem Schmelzkleberstreifen
benachbart ist, eine Führungsschiene vorgesehen ist, um
eine reproduzierbare Lage des Materialbogens für den
Beschnitt und den Ort der Befestigung des
Schmelzkleberbandes sicherzustellen. Auch sie sollte in
oder gegen die Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes
verstellbar angeordnet sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
Beschnitteinrichtung und Schneideinrichtung in
Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes gesehen
hintereinander angeordnet und eine Steuereinrichtung zum
Zurückziehen des Schmelzkleberbandes vor Betätigung der
Beschnitteinrichtung vorgesehen ist. Dies hat den Vorteil,
daß der Materialbogen zwischen der Abtrennung des
Schmelzkleberstreifens und dem Beschneiden nicht
transportiert werden braucht, allerdings mit der Folge, daß
das Schmelzkleberband etwa um die halbe Breite des
Materialbogens zurückgezogen werden muß. Alternativ dazu
ist vorgeschlagen, daß eine Transporteinrichtung für den
Transport des Materialbogens nach der Befestigung des
Schmelzkleberstreifens in dessen Längserstreckung um
zumindest die Länge des Materialbogens in dieser Richtung
vorgesehen ist und die Beschnitteinrichtung um zumindest
diesen Betrag versetzt angeordnet ist. Dies erspart ein
Zurückziehen des Schmelzkleberbandes nach der Abtrennung
des Schmelzkleberstreifens.
Zur Durchführung des oben zweitgenannten Verfahrens ist
erfindungsgemäß eine Vorrichtung mit folgenden Merkmalen
vorgeschlagen:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung zum Abschneiden eines Überstandes des Materialbogens an der der Schnittkante des Schmelzkleberstreifens entfernten Kante des Materialbogens ortsfest angeordnet;
- f) der jeweilige Betrag der Zufuhr des Schmelzkleberbandes ist für die Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens veränderbar;
- g) es ist eine Verschiebeeinrichtung zur Bewegung des Materialbogens nach dem Befestigen des Schmelzkleberstreifens und vor dem Beschnitt des Materialbogens umgekehrt proportional zur Breite des Schmelzkleberstreifens vorgesehen.
Bei dieser Vorrichtung bleibt die zu beschneidende Kante
des Materialbogens frei und wird nicht von dem
Schmelzkleberband abgedeckt. Dies ist auch dann der Fall,
wenn die vorstehende Vorrichtung entsprechend den
nachstehenden Merkmalen etwas abgewandelt ist:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung zum Abschneiden eines Überstandes des Materialbogens an der der Schnittkante des Schmelzkleberstreifens entfernten Kante des Materialbogens angeordnet;
- f) der jeweilige Betrag der Zufuhr des Schmelzkleberbandes ist für die Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens veränderbar;
- g) die Beschnitteinrichtung ist zur Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens in oder gegen die Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes beweglich gelagert.
Bei dieser Ausführungsform kann auf eine gesonderte
Verschiebeeinrichtung verzichtet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgeschlagen,
daß für die Begrenzung der Zufuhr des Schmelzkleberbandes
ein in oder gegen die Zuführrichtung bewegbarer Anschlag
vorgesehen ist. Bei der letztgenannten Ausführungsform der
Vorrichtung, bei der die Beschnitteinrichtung beweglich
gelagert ist, ist es zweckmäßig, Anschlag und
Beschnitteinrichtung miteinander zu verbinden, da sie für
die Veränderung der Breite des Schmelzkleberstreifens in
gleicher Weise bewegt werden müssen. Zweckmäßigerweise
sollte dabei der Abstand zwischen Anschlag und
Beschnitteinrichtung in Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes veränderbar sein, um entsprechende
Anpassungen vornehmen zu können.
Es ist ferner vorgesehen, daß für die Kante des
Materialbogens, die gegen die Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes gesehen dem Schmelzkleberstreifen
benachbart ist, eine Führungsschiene vorgesehen ist. Sie
sollte in oder gegen die Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes verstellbar sein, um auch insoweit
Anpassungen durchführen zu können.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist
vorgeschlagen, daß Schneideinrichtung und
Beschnitteinrichtung - gegebenenfalls auch die
Verschiebeeinrichtung - in Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes hintereinander angeordnet sind.
Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, daß eine
Transporteinrichtung für den Transport des Materialbogens
nach der Befestigung des Schmelzkleberstreifens in dessen
Längserstreckung um zumindest die Länge des Materialbogens
in dieser Richtung vorgesehen ist und die
Beschnitteinrichtung um zumindest diesen Betrag versetzt
angeordnet ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung
eines Einbandes;
Fig. 2 eine weitere Vorrichtung zur
Herstellung eines Einbandes;
Fig. 3 eine dritte Vorrichtung zur
Herstellung eines Einbandes;
Fig. 4 eine vierte Vorrichtung zur
Herstellung eines Einbandes
jeweils in perspektivischer Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist ein breites
Förderband (1) auf, das über Umlenkrollen (2, 3) geführt
ist und dessen oberer Trum (4) in Richtung des Pfeils A
läuft. Statt eines solchen Förderbandes können auch andere
Fördermittel, wie sie für den Transport von Karton üblich
sind, verwendet werden.
Auf der in Förderrichtung (Pfeil A) gesehen linken Seite
des oberen Trums (4) ist eine ortsfest angeordnete
Führungsschiene (5) vorgesehen, die sich über die gesamte
Länge des Förderbandes (1) parallel zur Förderrichtung
erstreckt. Die Befestigung der Führungsschiene (5) ist
nicht näher dargestellt. Die Führungsschiene (5) dient der
Führung von Materialbögen (6, 7) aus Karton auf dem
Förderband (1), wobei diese jeweils mit einer ersten
Seitenkante (8, 9) an der Führungsschiene (5) anliegen.
In Förderrichtung (Pfeil A) gesehen rechts von dem
Förderband (1) ist eine Schmelzkleberbandrolle (10) um die
Achse (11) drehbar gelagert. Das von ihr abgezogene
Schmelzkleberband (12) verläuft quer zur Förderrichtung des
Förderbandes (1) bis etwa zu dessen Mitte. Es überdeckt
dabei etwa die rechte Hälfte des Materialbogens (6).
Etwa in der Mitte des Förderbandes (1) ist ein Anschlag
(13) ortsfest vorgesehen. Seine Befestigung ist nicht näher
dargestellt. Er hat einen definierten Abstand zur
Führungsschiene (5), der etwa dem eines Einbanddeckels
entspricht, wenn aus dem Materialbogen (6) ein Einband
hergestellt wird. Der Abstand kann einstellbar sein, um
eine Anpassung auf verschiedene Formate vornehmen zu
können. Gegen diesen Anschlag (13) ist in der vorliegenden
Darstellung die Stirnkante des Schmelzkleberbandes (12)
durch Vortrieb in Zuführrichtung (Pfeil B) gefahren worden.
Gegen die Zuführrichtung (Pfeil B) des Schmelzkleberbandes
(12) gegenüber dem Anschlag (13) versetzt ist eine
Schneideinrichtung (14) angeordnet, von der hier nur das
Schneidschwert (15) zu sehen ist. Das Schneidschwert (15)
ist vertikal verschieblich in einer hier nicht näher
dargestellten Halterung gelagert. Es kann also in Richtung
des Pfeils C so weit abgesenkt werden, daß es durch das
Schmelzkleberband (12) bis zu dem Materialbogen (6)
durchschneidet. Das Schneidschwert (15) nimmt dann die
gestrichelte Stellung ein. Auf diese Weise wird von dem
Schmelzkleberband (12) ein Schmelzkleberstreifen (16) - wie
er an dem Materialbogen (7) zu sehen ist - mit einer Breite
abgetrennt, der der Versetzung zwischen Anschlag (13) und
Schneidschwert (15) entspricht.
Nach der Abtrennung vom Schmelzkleberband (12) wird der
Schmelzkleberstreifen mittels eines hier nicht näher
dargestellten, parallel zu dem Schneidschwert (15)
absenkbaren Stempel an dem Materialbogen (6) angepreßt und
durch Hitzeeinwirkung befestigt. Dies alles geschieht bei
stillstehendem Förderband (1) . Anschließend wird das
Förderband (1) so lange in Bewegung versetzt, bis der
Materialbogen (6) die Stellung des dargestellten
Materialbogens (7) einnimmt. Gleichzeitig wird ein neuer
Materialbogen zugeführt, bis er die gezeigte Stellung des
Materialbogens (6) einnimmt.
Der schon vorwärtsbewegte und mit dem Schmelzkleberstreifen
(16) versehene Materialbogen (7) befindet sich in einer
Stellung unterhalb einer Beschnitteinrichtung (17), von der
nur das Beschnittschwert (18) zu sehen ist. Es ist in
gleicher Weise wie das Schneidschwert (15) vertikal
verschieblich an einer nicht näher dargestellten Halterung
gelagert, kann also in Richtung des Pfeils E in die
gestrichelt gezeigte Stellung abgesenkt werden. Durch die
Absenkbewegung wird der Materialbogen (7) an seiner zweiten
Seitenkante (19) beschnitten, so daß ein Bogenstreifen (20)
von dem Materialbogen (7) abgetrennt wird. Die Breite
dieses Bogenstreifens (20) ist so bemessen, daß ein
Materialbogen (7) übrig bleibt, bei dem der
Schmelzkleberstreifen (16) genau in der Mitte liegt. Es
entsteht hierdurch eine zum Schmelzkleberstreifen (16)
symmetrische Einbanddecke, die nach entsprechender Faltung
zum Einbinden von Papierblättern verwendet werden kann.
Die Schneideinrichtung (14) und die Beschnitteinrichtung
(17) sind miteinander verbunden, was durch die gestrichelte
Linie (21) symbolisiert wird. Sie sind deshalb als Einheit
quer zur Förderrichtung (Pfeil A) des Förderbandes (1)
verschiebbar, also in den Richtungen des Doppelpfeils E.
Durch eine Verschiebung nach in Förderrichtung (Pfeil A)
gesehen rechts wird von dem Schmelzkleberband (12) ein
breiteres Endstück abgetrennt, so daß die Materialbögen (6,
7) einen breiteren Schmelzkleberstreifen (16) erhalten. Dem
wird bei dem Beschnitt der Materialbögen (6, 7)
entsprechend Rechnung getragen, weil mit der Verschiebung
der Schneideinrichtung (14) gleichzeitig die
Beschnitteinrichtung (17) in derselben Richtung verschoben
worden ist. Dies bedeutet, daß ein schmalerer Bogenstreifen
(20) abgetrennt wird mit der Folge, daß der Abstand
zwischen der Schnittkante (22) des Schmelzkleberstreifens
(16) und der benachbarten Kante des Materialbogens (7)
trotz Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (16)
immer gleich bleibt. Somit ist die fertige Einbanddecke bei
Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (16) immer
symmetrisch.
Selbstverständlich kann vorgesehen sein, daß der Abstand
zwischen Schneideinrichtung (14) und Beschnitteinrichtung
(17) quer zur Förderrichtung (Pfeil A) verstellbar ist, um
auch nicht symmetrische Einbanddecken oder symmetrische
Einbanddecken mit größeren oder kleineren Abständen
zwischen ihren Seitenkanten (8, 9, 19) und dem
Schmelzkleberstreifen (16) herstellen zu können.
Die in Figur (2) dargestellte Vorrichtung hat große
Ähnlichkeit mir der nach Figur (1). Sie weist ebenfalls ein
breites Förderband (23) auf, das über Umlenkrollen (24, 25)
geführt ist und dessen obere Trum (26) in Richtung des
Pfeils F läuft.
Auf der in Förderrichtung (Pfeil F) gesehen linken Seite
des oberen Trums (26) ist wie bei dem Beispiel gemäß Figur
(1) eine ortsfest angeordnete Führungsschiene (27)
vorgesehen, die sich über die gesamte Länge des
Förderbandes (1) parallel zur Förderrichtung (Pfeil F)
erstreckt und deren Befestigung nicht näher dargestellt
ist. Sie dient auch hier der Führung von auf dem oberen
Trum (26) aufgelegten Materialbögen (28) aus Karton, wobei
der gezeigte Materialbogen (28) mit einer ersten
Seitenkante (29) an der Führungsschiene (27) anliegt.
In Förderrichtung (Pfeil F) rechts von dem Förderband (23)
ist eine Schmelzkleberbandrolle (30) um die Achse (31)
drehbar gelagert. Das von ihr abgezogene Schmelzkleberband
(32) verläuft quer zur Förderrichtung des Förderbandes (23)
bis etwa zu dessen Mitte und überdeckt dabei die rechte
Hälfte des Materialbogens (28).
Auch hier ist in der Mitte des Förderbandes (23) ein
Anschlag (33) ortsfest vorgesehen, wobei seine Befestigung
nicht näher dargestellt ist. Er hat hier ebenfalls einen
definierten Abstand zur Führungsschiene (27), der etwa dem
eines Einbanddeckels entspricht, wenn aus dem Materilabogen
(28) ein Einband hergestellt wird, wobei der Abstand
einstellbar sein kann. Gegen diesen Anschlag (33) ist die
Stirnkante des Schmelzkleberbandes (32) gefahren worden.
In Richtung der Schmelzkleberbandrolle (30) gegenüber dem
Anschlag (33) versetzt ist eine Schneideinrichtung (34)
angeordnet, von der hier gleichfalls nur das Schneidschwert
(35) zu sehen ist. Es ist in einer hier nicht näher
dargestellten Halterung vertikal verschieblich gelagert und
kann also in Richtung des Pfeils G so weit abgesenkt werden,
daß es durch das Schmelzkleberband (32) bis zu dem
Materialbogen (28) schneidet. Das Schneidschwert (35) nimmt
dann die gestrichelte Stellung ein. Auf diese Weise wird
auch hier von dem Schmelzkleberband (32) ein
Schmelzkleberstreifen (36) mit einer Breite abgetrennt, der
der Versetzung zwischen Anschlag (33) und Schneidschwert
(35) entspricht. Die anschließende Befestigung des
Schmelzkleberstreifens (36) an dem Materialbogen (28)
geschieht dann auch hier mit einem nicht näher
dargestellten, beheizten Stempel.
In Richtung auf die Schmelzkleberbandrolle (30) versetzt
ist eine Schnitteinrichtung (37) angeordnet, von der nur
das Beschnittschwert (38) dargestellt ist. Beschnittschwert
(38), Schneidschwert (35) und Anschlag (33) liegen also in
einer Reihe, während die Beschnitteinrichtung (17) bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in Förderrichtung (Pfeil
A) versetzt angeordnet ist.
Das Beschnittschwert (38) ist in gleicher Weise wie das
Schneidschwert (35) vertikal verschieblich. Es wird erst
dann betätigt, wenn das Schmelzkleberband (32) nach
Abschneiden des Schmelzkleberstreifens (36) durch eine
entsprechende Rückdrehbewegung der Schmelzkleberbandrolle
(30) so weit zurückgezogen worden ist, bis die in
Förderrichtung rechte Hälfte des Materialbogens (28)
freiliegt. Durch die dann vorgenommene Absenkbewegung wird
der Materialbogen (28) an seiner zweiten Seitenkante
beschnitten, so daß ein Bogenstreifen (40) abgetrennt wird.
Die Breite dieses Bogenstreifens (40) ist auch hier so
bemessen, daß ein Materialbogen (28) übrig bleibt, bei dem
der Schmelzkleberstreifen (36) genau in der Mitte liegt.
Nach dem Beschnitt des Materialbogens (28) wird dieser in
Förderrichtung (Pfeil F) weitertransportiert. Gleichzeitig
wird ein neuer Materialbogen zugeführt, bis er die gezeigte
Stellung des Materialbogens (28) erreicht hat. Es
wiederholt sich dann der vorbeschriebene Vorgang, d.h. das
Schmelzkleberband (32) wird wieder bis zum Anschlag (33)
vorgefahren usw. Aus diesem Grund ist für die Darstellung
der Bewegungsrichtungen des Schmelzkleberbandes (32) der
Doppelpfeil verwendet worden. Während der vorbeschriebenen
Vorgänge steht das Förderband (23) still.
Die Schneideinrichtung (34) und die Beschnitteinrichtung
(37) sind hier gleichfalls miteinander verbunden, was durch
die gestrichelte Linie (41) symbolisiert ist. Sie sind
deshalb als Einheit quer zur Förderrichtung (Pfeil F)
verschiebbar, also in den Richtungen des Doppelpfeils I.
Durch Verschiebung der Einheit aus Schneideinrichtung (34)
und Beschnitteinrichtung (37) kann die Breite des
abgetrennten Schmelzkleberstreifens (36) verändert werden,
und zwar in der gleichen Weise wie bei dem Beispiel nach
Figur (1). Aufgrund der Koppelung beider Einrichtungen hat
dies auch Einfluß auf die Breite des abgeschnittenen
Bogenstreifens (40) mit der Folge, daß die fertige
Einbanddecke bei Änderung der Breite des
Schmelzkleberstreifens (36) immer symmetrisch bleibt.
Selbstverständlich kann auch hier vorgesehen sein, daß der
Abstand zwischen Schneideinrichtung (34) und
Beschnitteinrichtung (37) quer zur Förderrichtung (Pfeil F)
verstellbar ist.
In Figur (3) ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung zu sehen. Es ist hier gleichfalls ein breites
Förderband (42) mit Umlenkrollen (43, 44) vorgesehen, wobei
das obere Trum (45) in Richtung des Pfeils K läuft. Auf dem
Förderband (42) sind hintereinander zwei Materialbögen (46,
47) zu sehen. In der gezeigten Stellung steht das
Förderband (42) still.
In Förderrichtung (Pfeil K) gesehen links von dem
Förderband (42) ist eine Schmelzkleberbandrolle (48) um
eine parallel zur Förderrichtung (Pfeil K) verlaufende
Achse (49) drehbar gelagert. Das von ihr abgezogene
Schmelzkleberband (50) verläuft quer zur Förderrichtung des
Förderbandes (42) bis etwa zu dessen Mitte und überdeckt
dabei etwa die linke Hälfte des ersten Materialbogens (46).
Ebenfalls etwa über der Mitte des Förderbandes (42) und
oberhalb des ersten Materialbogens (46) befindet sich eine
Schneideinrichtung (51), von der hier nur das
Schneidschwert (52) dargestellt ist. Es ist vertikal
verschieblich in einer hier nicht näher dargestellten,
ortsfesten Halterung gelagert, kann also in Richtung des
Pfeils L nach unten abgesekt werden, so daß es dann die
gestrichelt gezeichnete Position einnimmt. Durch das
Absenken wird ein Schmelzkleberstreifen (53) von dem
Schmelzkleberband (50) abgetrennt. Die Breite des
Schmelzkleberstreifens (53) bestimmt sich danach, wie weit
zuvor das Schmelzkleberband (50) in Richtung des Pfeils M
vorgeschoben worden ist.
Die Schneideinrichtung (51) und damit das Schneidschwert
(52) sind bei diesem Beispiel ortsfest angeordnet, so daß
die Abtrennung des Schmelzkleberstreifens (53) immer an
demselben Ort erfolgt, dessen Schnittkante (54) also immer
den gleichen Abstand zur ersten Seitenkante (55) des
Materialbogens (46) hat, vorausgeseztzt die Materialbögen
werden immer in der gleichen Stellung zugeführt. Hierfür
kann - wie bei den Beispielen nach Figur (1) und Figur
(2) - zusätzlich eine Führungsschiene auf der in
Förderrichtung (Pfeil K) gesehen linken Seite vorgesehen
sein, über die dann das Schmelzkleberband (50)
hinübergeführt wird. Mittels einer hier nicht näher
dargestellten Steuereinrichtung kann der jeweilige Vorschub
des Schmelzkleberbandes (50) eingestellt werden, so daß der
abgeschnittene Schmelzkleberstreifen (53) mehr oder weniger
breit ausfällt. Selbstverständlich kann auch für die
Stirnseite des Schmelzkleberbandes (50) ein Anschlag
vorgesehen werden, wie dies schon bei den
Ausführungsbeispielen nach den Figuren (1) und (2) der Fall
ist. Dieser Anschlag müßte jedoch bei einer gewünschten
Veränderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (53)
verstellt werden, d.h. dem geänderten Vorschub angepaßt
werden.
Nach der Abtrennung vom Schmelzkleberband (50) wird der
Schmelzkleberstreifen (53) in gleicher Weise - wie oben
beschrieben - mittels eines beheizten Stempels an dem
Materialbogen (46) befestigt. Anschließend wird das
Förderband (42) so lange in Bewegung versetzt, bis der
Materialbogen (46) die Stellung des dargestellten
Materialbogens (47) einnimmt. Gleichzeitig wird ein neuer
Materialbogen zugeführt, bis er die gezeigte Stellung des
Materialbogens (46) erreicht hat.
Der schon vorwärtsbewegte und mit dem Schmelzkleberstreifen
(56) versehene Materialbogen (47) liegt im Bereich einer
Beschnitteinrichtung (57), von der nur das Beschnittschwert
(58) zu sehen ist. Es ist vertikal verschieblich an einer
nicht näher dargestellten Halterung gelagert, kann also in
Richtung des Pfeils N in die gestrichelt gezeichnete
Stellung abgesenkt werden.
Die Beschnitteinrichtung (57) ist ortsfest angeordnet. Dies
hätte zur Folge, daß die Breite des in Förderrichtung
(Pfeil K) gesehen rechte Hälfte des Materialbogens (47)
sich in Abhängigkeit von der Breite des zuvor abgetrennten
Schmelzkleberstreifens (56) ändern würde, d.h. je breiter
dieser Schmelzkleberstreifen (56) ist, desto schmaler würde
diese Hälfte des Materialbogens (47) ausfallen. Es ist
deshalb zusätzlich eine Verschiebeeinrichtung (59)
vorgesehen, von der hier nur ein Greifarm (60) gezeigt ist.
Er kann in den Richtungen des Doppelpfeils O quer zur
Förderrichtung (Pfeil K) bewegt werden. Wenn der
Materialbogen (47) die dargestellte Lage erreicht hat,
umfaßt der Greifarm (60) die zweite Seitenkante (61) des
Materialbogens (47) und verschiebt ihn bei noch angehobenem
Beschnittschwert (58) dergestalt, daß ein Bogenstreifen
(62) abgeschnitten wird, dessen Breite umgkehrt
proportional zur Breite des Schmelzkleberstreifens (56)
ist. Je größer die Breite des Schmelzkleberstreifens (56)
ist, desto schmaler wird der abgeschnittene Bogenstreifen
(62), d.h. wird die Breite des Schmelzkleberstreifens (56)
vergrößert, so wird der Materialbogen (47) in
Förderrichtung (Pfeil K) gesehen nach links geschoben; wird
die Breite des Schmelzkleberstreifens (56) verkleinert, so
wird der Materialbogen (47) nach recht gezogen. In beiden
Fällen ist gesichert, daß die aus dem Materialbogen (47)
hergestellte fertige Einbanddecke zum Schmelzkleberstreifen
symmetrisch ist.
Der jeweilige Vorschub des Greifarms (60) der
Verschiebeeinrichtung (59) kann durch eine entsprechende
Steuereinrichtung geregelt werden, die mit der Steuerung
für den Vorschub des Schmelzkleberbandes (50) sogar in
Verbindung stehen kann, da dessen jeweiliger Vorschub
Einfluß auf das Maß hat, um das der Materialbogen (47)
durch die Verschiebeeinrichtung (59) verschoben werden muß.
Die gezeigte Ausführungsform kann auch dadurch abgewandelt
werden, daß die Beschnitteinrichtung (57) und die
Verschiebeeinrichtung (59) auf gleicher Höhe wie die
Schneideinrichtung (51) angeordnet werden, so daß alle drei
Einrichtungen in Zuführrichtung M des Schmelzkleberbandes
(50) gesehen hintereinander liegen. An der vorbeschriebenen
Abfolge ändert sich hierdurch nichts, nur daß der
Transportvorgang zwischen der Befestigung des
Schmelzkleberstreifens (53) und dem Beschnitt des
Materialbogens (46) entfällt.
Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung stellt eine
Variante der Vorrichtung nach Fig. 3 dar. Wie bei allen
vorbeschriebenen Vorrichtungen ist auch hier ein breites
Förderband (63) mit Umlenkrollen (64, 65) vorgesehen, wobei
dessen oberes Trum (66) in Richtung des Pfeils P läuft.
Auf der in Förderrichtung (Pfeil P) gesehen linken Seite
des oberen Trums (66) ist eine ortsfest angeordnete
Führungsschiene (67) vorgesehen, die sich über die gesamte
Länge des Förderbandes (63) erstreckt, wobei deren
Befestigungsmittel nicht näher dargestellt sind. Sie dient
der Führung von Materialbögen (68, 69) aus Karton, die auf
dem oberen Trum (66) in Förderrichtung hintereinander
aufliegen und mit ihren jeweils ersten Seitenkanten (70,
71) an der Führungsschiene (67) anliegen.
In Förderichtung (Pfeil P) gesehen links neben dem
Förderband (63) ist eine Schmelzkleberbandrolle (72) um
eine Achse (73) drehbar gelagert. Das von ihr ausgehende
Schmelzkleberband (74) verläuft quer zur Förderrichtung
(Pfeil P) des Förderbandes (63) bis etwa zu dessen Mitte
und überdeckt dabei in etwa die linke Hälfte des
Materialbogens (68).
Etwa in der Mitte des Förderbandes (63) ist ein Anschlag
(75) vorgesehen, dessen Halterung nicht näher dargestellt
ist. Er ist quer zur Förderrichtung (Pfeil P) des oberen
Trums (66) verschieblich geführt. Gegen ihn fährt die
Stirnkante des Schmelzkleberbandes (74) an, wenn es in
Richtung des Pfeils Q vorgeschoben wird.
Gegen die Zuführrichtung (Pfeil Q) des Schmelzkleberbandes
(74) gegenüber dem Anschlag (75) versetzt ist eine
Schneideinrichtung (76) angeordnet, von der hier ebenfalls
nur das Schneidschwert (77) dargestellt ist. Dieses ist
vertikal verschieblich in einer hier nicht näher
dargestellten Halterung gelagert, kann also in Richtung des
Pfeils R nach unten in die gestrichelt gezeigte Stellung
abgesenkt werden. Bei diesem Vorgang durchschneidet es das
zuvor bis zum Anschlag (75) vorgeschobene Schmelzkleberband
(74), läßt jedoch den Materialbogen (68) unberührt. Auf
diese Weise wird vom Schmelzkleberband (74) ein
Schmelzkleberstreifen (78) - wie er an dem Materialbogen
(69) zu sehen ist - mit einer Breite abgetrennt, der der
Versetzung zwischen Anschlag (75) und Schneidschwert (77)
entspricht. Anschließend erfolgt die Befestigung des
Schmelzkleberstreifens an dem Materialbogen (68) in der
schon oben beschriebenen Weise.
Das Förderband (63) wird anschließend wieder in Bewegung
versetzt, bis der Materialbogen (68) die Stellung des
vorangehenden Materialbogens (69) einnimmt. Gleichzeitig
wird ein neuer Materialbogen zugeführt, bis dieser die
gezeigte Stellung des Materialbogens (68) einnimmt.
Der schon vorwärtsbewegte und mit dem Schmelzkleberstreifen
(78) versehene Materialbogen (69) befindet sich in einer
Stellung unterhalb einer Beschnitteinrichtung (79), von der
nur das Beschnittschwert (80) dargestellt ist. Es ist
ebenso wie das Schneidschwert (77) vertikal verschieblich
an einer nicht näher gezeigten Halterung gelagert und kann
deshalb in Richtung des Pfeils S in die gestrichelt
gezeichnete Stellung abgesenkt werden. Hierdurch wird der
Materialbogen (69) an seiner zweiten Seitenkante (81)
beschnitten, so daß ein Bogenstreifen (82) abgetrennt wird.
Die Breite dieses Bogenstreifens (80) ist auch hier so
bemessen, daß ein Materialbogen (69) übrig bleibt, bei dem
der Schmelzkleberstreifen (78) in der Mitte liegt.
Die Beschnitteinrichtung (79) ist - wie der Anschlag (75) -
quer zur Förderrichtung (Pfeil P) verschieblich gelagert.
Beschnitteinrichtung (79) und Anschlag (75) sind
miteinander verbunden, was durch die gestrichelte Linie
(83) symbolisiert ist. Sie sind deshalb als Einheit in den
Richtungen des Doppelpfeils T verschiebbar. Durch eine
Verschiebung nach in Förderrichtung (Pfeil P) gesehen
rechts und durch einen entsprechend angepaßten,
vergrößerten Vorschub des Schmelzkleberbandes (74) wird von
diesem ein breiteres Endstück abgetrennt, so daß die
Materialbögen (68, 69) einen breiteren
Schmelzkleberstreifen (78) erhalten. Dem wird bei dem
Beschnitt der Materialbögen (68, 69) entsprechend Rechnung
getragen, weil mit der Verschiebung des Anschlages (75)
gleichzeitig die Beschnitteinrichtung (79) in derselben
Richtung verschoben worden ist. Dies bedeutet, daß ein
schmalerer Bogenstreifen (82) abgetrennt wird mit der
Folge, daß der aus dem Materialbogen (68, 69) hergestellte
Einband immer symmetrisch zum Schmelzkleberstreifen (78)
ist.
Auch bei dieser Ausführungsform kann die
Beschnitteinrichtung (79) auf gleicher Höhe wie die
Schneideinrichtung (76) angeordnet werden, so daß beide
Einrichtungen in Zuführrichtung Q des Schmelzkleberbandes
(74) gesehen hintereinander liegen. In diesem Fall ist
zwischen dem Abtrennen des Schmelzkleberstreifens (78) und
dem Beschnitt des Materialbogens (68) kein Transportvorgang
nötig. Beides kann sogar zur gleichen Zeit stattfinden.
Claims (31)
1. Verfahren zur Herstellung eines Einbandes oder
dergleichen aus einem Materialbogen, der mit einem
Schmelzkleberstreifen auf einem für den Einbandrücken
vorgesehenen Bereich zu versehen ist, mit folgenden
Verfahrensschritten:
- a) es wird dem Materialbogen ein Schmelzkleberband zugeführt;
- b) von dem Schmelzkleberband wird ein Schmelzkleberstreifen abgetrennt;
- c) der Schmelzkleberstreifen wird an den Materialbogen angedrückt und fixiert;
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- d) es wird ein Materialbogen (6, 7; 28; 46, 67; 68, 69) mit Überbreite verwendet;
- e) dem Materialbogen (6, 7; 28; 46, 67; 68, 69) wird das Schmelzkleberband (12, 32, 50, 74) derart zugeführt, daß nach dem Abschneiden des Schmelzkleberstreifens (16, 36, 53, 56, 78) vom freien Ende des Schmelzkleberbandes (12, 32, 50, 74) in der jeweils gewünschten Breite der Abstand zwischen einer Längskante des Schmelzkleberstreifens (16, 36, 53, 56, 78) und der dieser Längskante benachbarten ersten Kante (8, 9; 29; 55; 70, 71) des Materialbogens (6, 7; 28; 46, 47; 68, 69) unabhängig von der jeweiligen Breite des Schmelzkleberstreifens (6, 7; 28; 46, 47; 68, 69) einen vorbestimmten Wert hat;
- f) der Materialbogen (6, 7; 28; 46, 47; 68, 69) wird an der der ersten gegenüberliegenden, zweiten Kante (19, 39, 61, 81) in einem vorbestimmten Abstand zur benachbarten Längskante des Schmelzkleberstreifens (16, 36, 51, 56, 78) beschnitten.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) dem Materialbogen (6, 7; 28) wird das Schmelzkleberband (12, 32) so weit zugeführt, bis dessen Vorderkante einen vorgegebenen Abstand zur in Zuführrichtung (B) des Schmelzkleberbandes (12, 32) liegenden ersten Kante (8, 9; 29) des Materialbogens (6, 7; 28) erreicht hat;
- b) der Materialbogen (6, 7; 28) wird an der der ersten gegenüberliegenden, zweiten Kante (19, 39) in einem vorgegebenen Abstand zur Schnittkante (22) des Schmelzkleberstreifens (16, 36) beschnitten.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Materialbogen (6, 7)
nach Befestigung des Schmelzkleberstreifens (16) in
dessen Längsrichtung (A) um zumindest seine Erstreckung
in dieser Richtung (A) transportiert wird, bevor die
zweite Kante (19) beschnitten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzkleberband (32)
für den Schnitt der zweiten Kante (39) des
Materialbogens (28) so weit zurückgezogen wird, bis die
Schnittkante freigelegt ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Breite des
Schmelzkleberstreifens (16, 36) der Ort der Abtrennung
des Schmelzkleberstreifens (16, 36) und der Ort des
Beschnitts der zweiten Kante (19, 39) des Materialbogens
(6, 7; 28) querbewegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) dem Materialbogen (46, 47; 68, 69) wird das Schmelzkleberband (50, 74) so weit zugeführt, bis sich seine freie Kante in einem Abstand zu der entgegen der Zuführrichtung des Schmelzkleberbandes (50, 74) liegenden ersten Kante (55; 70, 71) des Materialbogens (46, 47; 68, 69) befindet, der dem vorgesehenen Abstand zwischen dieser Kante (55; 70, 71) und dem Schmelzkleberstreifen (51, 56; 78) zuzüglich der gewünschten Breite des Schmelzkleberstreifens (53, 56; 78) entspricht;
- b) der Materialbogen (46, 47; 68, 69) wird an seiner der ersten gegenüberliegenden, zweiten Kante (61, 81) in einem vorgegebenen Abstand zur benachbarten Kante des Schmelzkleberstreifens (53, 56; 78) beschnitten.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Breite
des Schmelzkleberstreifens (53, 56) die Zufuhr des
Schmelzkleberbandes (50) proportional verändert und der
Materialbogen (46, 47) umgekehrt proportional zur Breite
des Schmelzkleberstreifens (53, 56) querbewegt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Breite
des Schmelzkleberstreifens (78) die jeweilige Zufuhr
des Schmelzkleberbandes (74) proportional zur
vorgesehenen Breite des Schmelzkleberstreifens (78)
verändert und der Ort des Beschnittes der zweiten Kante
(81) querbewegt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Materialbogen (46, 47;
68, 69) nach Befestigung des Schmelzkleberstreifens
(53, 56; 78) in dessen Längsrichtung um zumindest seine
Erstreckung in dieser Richtung transportiert wird, bevor
die zweite Kante (61, 81) beschnitten wird.
10. Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder
dergleichen aus einem Materialbogen, der mit einem
Schmelzkleberstreifen zu versehen ist, mit folgenden
Merkmalen:
- a) die Vorrichtung weist eine Auflage für den Materialbogen auf;
- b) die Vorrichtung hat eine Zuführeinrichtung zur Führung und zum Transport des Schmelzkleberbandes bis zu einer bestimmten Stelle;
- c) es ist eine Schneideinrichtung zum Abtrennen eines Schmelzkleberstreifens vom Schmelzkleberband vorgesehen;
- d) die Vorrichtung weist eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung des Schmelzkleberstreifens an dem Materialbogen auf;
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung (17, 37) zum Abschneiden eines Überstandes (20, 40) des Materialbogens (28; 6, 7) auf der der Schnittkante (22) des Schmelzkleberstreifens (16, 36) benachbarten Seite vorgesehen;
- f) Schneideinrichtung (14, 34) und Beschnitteinrichtung (17, 37) sind zur Veränderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (16, 36) in oder gegen die Zuführrichtung (B, H) des Schmelzkleberbandes (12, 32) beweglich gelagert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß Schneideinrichtung (14, 34)
und Beschnitteinrichtung (17, 37) miteinander verbunden
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand von
Schneideinrichtung (14, 34) und Beschnitteinrichtung
(17, 37) in Zuführrichtung (B, H) des
Schmelzkleberbandes (12, 32) einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Begrenzung der
Zufuhr des Schmelzkleberbandes (12, 32) ein Anschlag
(13, 33) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (13, 33) in und
gegen die Zuführrichtung (B, H) des Schmelzkleberbandes
(12, 32) verstellbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Kante (8, 9; 29)
des Materialbogens (6, 7; 28), die in Zuführrichtung
(B) des Schmelzkleberbandes (12, 32) gesehen dem
Schmelzkleberstreifen (16, 36) benachbart ist, eine
Führungsschiene (5, 27) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (5, 27)
in oder gegen die Zuführrichtung (B, H) des
Schmelzkleberbandes (12, 32) verstellbar angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß Beschnitteinrichtung (37)
und Schneideinrichtung (34) in Zuführrichtung (H) des
Schmelzkleberbandes (32) gesehen hintereinander
angeordnet und eine Steuereinrichtung zum Zurückziehen
des Schmelzkleberbandes (32) vor Betätigung der
Beschnitteinrichtung (37) vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Transporteinrichtung
(1) für den Transport des Materialbogens (6, 7) nach der
Befestigung des Schmelzkleberstreifens (16) in dessen
Längserstreckung um zumindest die Länge des
Materialbogens (6, 7) in dieser Richtung vorgesehen ist
und die Beschnitteinrichtung (17) um zumindest diesen
Betrag versetzt angeordnet ist.
19. Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder
dergleichen aus einem Materialbogen, der mit einem
Schmelzkleberstreifen zu versehen ist, mit folgenden
Merkmalen:
- a) die Vorrichtung weist eine Auflage für den Materialbogen auf;
- b) die Vorrichtung hat eine Zuführeinrichtung zur Führung und zum Transport des Schmelzkleberbandes;
- c) es ist eine ortsfeste Schneideinrichtung zum Abtrennen eines Schmelzkleberstreifens vom Schmelzkleberband vorgesehen;
- d) die Vorrichtung weist eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung des Schmelzkleberstreifens an dem Materialbogen auf;
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung (57) zum Abschneiden eines Überstandes (62) des Materialbogens (46, 47) an der der Schnittkante des Schmelzkleberstreifens (53, 56) entfernten Kante (61) des Materialbogens (46, 47) ortsfest angeordnet;
- f) der jeweilige Betrag der Zufuhr des Schmelzkleberbandes (50) ist für die Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (53, 56) veränderbar;
- g) es ist eine Verschiebeeinrichtung (59) zur Bewegung des Materialbogens (46, 47) nach der Befestigung des Schmelzkleberstreifens (53, 56) und vor dem Beschnitt des Materialbogens (46, 47) umgekehrt proportional zur Breite des Schmelzkleberstreifens (53, 56) vorgesehen.
20. Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder
dergleichen aus einem Materialbogen, der mit einem
Schmelzkleberstreifen zu versehen ist, mit folgenden
Merkmalen:
- a) die Vorrichtung weist eine Auflage für den Materialbogen auf;
- b) die Vorrichtung hat eine Zuführeinrichtung zur Führung und zum Transport des Schmelzkleberbandes;
- c) es ist eine ortsfeste Schneideinrichtung zum Abtrennen eines Schmelzkleberstreifens vom Schmelzkleberband vorgesehen;
- d) die Vorrichtung weist eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung des Schmelzkleberstreifens an dem Materialbogen auf;
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- e) es ist eine Beschnitteinrichtung (79) zum Abschneiden eines Überstandes des Materialbogens (68, 69) an der der Schnittkante des Schmelzkleberstreifens (78) entfernten Kante (81) des Materialbogens (68, 69) angeordnet;
- f) der jeweilige Betrag der Zufuhr des Schmelzkleberbandes (74) ist für die Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (78) veränderbar;
- g) die Beschnitteinrichtung (79) ist zur Änderung der Breite des Schmelzkleberstreifens (78) in oder gegen die Zuführrichtung (Q) des Schmelzkleberbandes (74) beweglich gelagert.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Begrenzung der
Zufuhr des Schmelzkleberbandes (74) ein in oder gegen
dessen Zuführrichtung (Q) bewegbarer Anschlag (75)
vorgesehen ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 und 21,
dadurch gekennzeichnet, daß Anschlag (75) und
Beschnitteinrichtung (79) miteinander verbunden sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen-
Anschlag (75) und Beschnitteinrichtung (79) in
Zuführrichtung (Q) des Schmelzkleberbandes (74)
einstellbar ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Kante (70) des
Materialbogens (68, 69), die gegen die Zuführrichtung
(Q) des Schmelzkleberbandes (74) gesehen dem
Schmelzkleberstreifen (78) benachbart ist, eine
Führungsschiene (67) vorgesehen ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (67) in
oder gegen die Zuführrichtung (Q) des
Schmelzkleberbandes (74) verstellbar angeordnet ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß Schneideinrichtung und
Beschnitteinrichtung - gegebenenfalls auch die
Verschiebeeinrichtung - in Zuführrichtung des
Schmelzkleberbandes hintereinander angeordnet sind.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Transporteinrichtung
(42, 63) für den Transport des Materialbogens (46, 47,
68, 69) nach der Befestigung des Schmelzkleberstreifens
(53, 56; 78) in dessen Längserstreckung um zumindest die
Länge des Materialbogens (46, 47; 68, 69) in dieser
Richtung vorgesehen ist und die Beschnitteinrichtung
(57, 79) um zumindest diesen Betrag versetzt angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883811960 DE3811960A1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines einbandes oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883811960 DE3811960A1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines einbandes oder dergleichen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3811960A1 true DE3811960A1 (de) | 1989-10-19 |
| DE3811960C2 DE3811960C2 (de) | 1991-01-17 |
Family
ID=6351713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883811960 Granted DE3811960A1 (de) | 1988-04-11 | 1988-04-11 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines einbandes oder dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3811960A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5496253A (en) * | 1992-09-28 | 1996-03-05 | Norfin International, Inc. | Method and apparatus for forming bookbinding strips |
| US5611949A (en) * | 1994-05-04 | 1997-03-18 | Norfin International, Inc. | Method and apparatus for laser cutting separate items carried on a continuously moving web |
| US20110283854A1 (en) * | 2010-05-18 | 2011-11-24 | Geldmeier Guenter | Device for cutting to length and feeding spine strips for a case maker |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3010642A1 (de) * | 1979-03-30 | 1980-10-02 | Semotex Ab | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines einbandes, heftes o.dgl. |
| DE2816686C2 (de) * | 1978-04-18 | 1982-08-26 | Planatolwerk Willy Hesselmann, Chemische und Maschinenfabrik für Klebetechnik, 8201 Thansau | Vorrichtung zum Klebebinden von Blattstapeln mit Umschlägen |
| DE3435704C1 (de) * | 1984-09-28 | 1986-03-13 | Lázár, Peter, 4040 Neuss | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder dergleichen sowie Einband |
| DE3716112C1 (de) * | 1987-05-14 | 1988-08-25 | Peter Lazar | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder dergleichen |
-
1988
- 1988-04-11 DE DE19883811960 patent/DE3811960A1/de active Granted
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2816686C2 (de) * | 1978-04-18 | 1982-08-26 | Planatolwerk Willy Hesselmann, Chemische und Maschinenfabrik für Klebetechnik, 8201 Thansau | Vorrichtung zum Klebebinden von Blattstapeln mit Umschlägen |
| DE3010642A1 (de) * | 1979-03-30 | 1980-10-02 | Semotex Ab | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines einbandes, heftes o.dgl. |
| DE3435704C1 (de) * | 1984-09-28 | 1986-03-13 | Lázár, Peter, 4040 Neuss | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder dergleichen sowie Einband |
| DE3716112C1 (de) * | 1987-05-14 | 1988-08-25 | Peter Lazar | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder dergleichen |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5496253A (en) * | 1992-09-28 | 1996-03-05 | Norfin International, Inc. | Method and apparatus for forming bookbinding strips |
| EP0662048A4 (de) * | 1992-09-28 | 1996-03-06 | Norfin Int Inc | Vorrichtung und verfahren zum vorbereiten von buchumschläge. |
| US5611949A (en) * | 1994-05-04 | 1997-03-18 | Norfin International, Inc. | Method and apparatus for laser cutting separate items carried on a continuously moving web |
| US20110283854A1 (en) * | 2010-05-18 | 2011-11-24 | Geldmeier Guenter | Device for cutting to length and feeding spine strips for a case maker |
| US8801351B2 (en) * | 2010-05-18 | 2014-08-12 | Kolbus Gmbh & Co. Kg | Device for cutting to length and feeding spine strips for a case maker |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3811960C2 (de) | 1991-01-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0494087B1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Verarbeiten mindestens einer Bahn | |
| DE19543860B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Formen geschlitzter und gefalzter Kartonformteile | |
| DE2953783C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Briefumschlägen mit Einlagen | |
| EP0295383B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Einbandes oder dergleichen | |
| DE19851091A1 (de) | Verfahren zum Formen geschlitzter und gefalzter Schachtel-Zuschnitte | |
| DE3039293A1 (de) | Vorrichtung zum zufuehren eines einwickelbogens zu einer grossen papierrolle o.dgl. | |
| DE1906939A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stossverbindung zwischen den Enden zweier Kartonbahnen | |
| DE1922341A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von kontinuierlichen Saetzen von im allgemeinen flachen Gegenstaenden,und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE2832365A1 (de) | Vorrichtung zum austransport und vereinzeln von zusammenhaengenden skinverpackungen | |
| DE69301395T2 (de) | Rotierende verformungsvorrichtung und verfahren dafür | |
| DE2815104A1 (de) | Buchbindemaschine | |
| DE2606763A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von zelligem wabenmaterial | |
| EP0000411B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zuschneiden von Bögen zu Einzelblättern und nachfolgendem geordneten Stapeln der Letzteren | |
| DE1260954B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen gefuetterter Faltschachteln | |
| DE3811960C2 (de) | ||
| DE19607495A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Wechsel von Folienrollen, insbesondere bei der Herstellung von Faltschachteln mit Folienfenstern | |
| DE3113951C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von trichterförmigen Filtereinsätzen mit Öffnungshilfen | |
| DE2817597C2 (de) | Vorrichtung zum Ankleben des Endes einer ablaufenden ersten Materialbahn an den Anfang einer zweiten Materialbahn | |
| DE2654000C3 (de) | Maschine zum Ausbrechen von Nutzen | |
| DE2212957A1 (de) | Selbsttaetige Foerdervorrichtung fuer Kopiermaterial | |
| DE2440963C3 (de) | ||
| DE2244447C3 (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Wellenwänden für die Kessel von Transformatoren, Drosselspulen und dergleichen elektrische Induktionsgeräte | |
| EP0217070A1 (de) | Maschine zum Heften von Karton | |
| DE69111679T2 (de) | Schneidvorrichtung, insbesondere zum kontinuierlichen Schneiden von Pappe. | |
| WO2004039605A2 (de) | Heftstreifenautomat und halbzeug für die herstellung von heftlochstreifen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |