DE3810209A1 - Elektrischer steckverbinder - Google Patents
Elektrischer steckverbinderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder
mit einem Kontaktstift- und einem Kontakthülsengehäuse.
Es ist ein elektrischer Steckverbinder mit verriegelbaren
Steckgehäusen bekannt, die zwei Seitenwände, zwei Stirn
wände und durch Kammerwände getrennte Gehäusekammern
aufweisen. Von einer Stirnfläche zur anderen Stirnfläche
verläuft mindestens eine parallel zu den Seitenwänden
ausgerichtete Kammerwandung, die in Längsrichtung fluch
tend Löcher für den Durchgang eines Verriegelungsschiebers
aufweist. Der balkenartige Verriegelungsschieber ist
durch ein entsprechendes Stirnwandloch in das Stecker
gehäuse einschiebbar. Er verfügt über seitlich abstehende
Nocken, die im eingeschobenen Zustand in den Innenraum
einer Kammer ragen und eine Kante oder dgl. einer Steck
hülse oder eines Steckstifts hintergreifen, so daß der
Steckkontakt gegen Herausziehen gesichert in der Kammer
des Steckergehäuses sitzt.
Aus der DE-PS 27 31 001 ist eine eine Überfeder aufwei
sende Rundsteckhülse bekannt, die zwei Kontaktfederarme
aufweist, auf die zwei Überfederarme von außen drücken.
Die Kontaktfederarme und die Überfederarme sind nicht
symmetrisch am Umfang verteilt angeordnet, so daß nur
eine einseitig wirkende Kontaktkraft gewährleistet werden
kann. Für eine miniaturisierte Bauform eignet sich diese
Rundsteckhülse nicht, weil die asymmetrisch wirkenden
Federkräfte keine sichere Kontaktierung ergeben. Die
Überfeder weist bei der bekannten Rundsteckhülse Rast
federarme auf, die hinter eine Rastkante in einem Steckergehäuse
einrasten sollen. Die Rastfederzungen sind
bei Verwendung in einem verriegelbaren Steckergehäuse
hinderlich, weil sie das Entfernen der Rundsteckhülse
aus dem Gehäuse nach dem Entriegeln zumindest erschweren
und außerdem beim Herausziehen eine Gummidichtung zer
stören würden, die z.B. in der Einstecköffnung einer
Kammer des Steckergehäuses angebracht ist. Es ist zudem
fast unmöglich, Rastfederzungen an miniaturisierten
Rundsteckhülsen anzuordnen.
Darüber hinaus sind Rundsteckstifte bekannt, die in Längs
richtung aneinandergereiht hinterendig einen Crimpbereich,
diesem folgend einen Anbindungssteg und sich anschließend
einen Stützbereich sowie vorderendig einen hohlen zylin
drischen Rundstift mit einer abgerundeten Spitze auf
weisen. Für eine miniaturisierte Ausführungsform und
zur Verwendung in einem verriegelbaren Steckergehäuse
sind die bekannten Rundsteckstifte nicht geeignet, weil
die Übergangszonen zwischen Crimpbereich und Stützbereich
sowie zwischen Stützbereich und Rundstift keine ausrei
chende Festigkeit gegen Biegemomente besitzen.
Das Einsetzen und/oder Auswechseln von z.B. solchen
Steckkontakten, die bereits an elektrische Leiter ge
crimpt sind (in die bekannten Steckergehäuse), erfordert
große Sorgfalt und Mühe. Die Steckkontakte sitzen lose
in einer Kammer und finden in den Kammern keinen Wider
stand gegen Herausziehen bzw. Herausfallen und erst die
Nocken des eingeführten Verriegelungsschiebers gewähr
leisten diesen Widerstand. Die in die Gehäusekammern
einsetzbaren bekannten Steckkontakte weisen meist eine
scharfkantige Schnittkante auf, die von einem Nocken
des Verriegelungsschiebers hintergriffen wird. Beim
Herausziehen des Steckkontakts kann diese scharfe Kante
die Gummidichtung zerstören. Die bekannten Steckkontakte
besitzen darüber hinaus auch andere scharfkantige Vor
sprünge, die auch schon beim Einsetzen des Steckelements
in die Kammer des Steckergehäuses die Gummidichtung
zerstören können.
Aufgabe der Erfindung ist, einen Steckverbinder mit
Steckergehäusen mit Verriegelungsschieber zu schaffen,
bei dem das Einsetzen und/oder Auswechseln von Steck
kontakten sicherer und einfacher ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wer
den in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Anhand der
Zeichnung wird die Erfindung im folgenden beispielhaft
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Stiftgehäuses des erfin
dungsgemäßen Steckverbinders,
Fig. 2 eine Unteransicht des Stiftgehäuses nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Frontansicht des Stiftgehäuses nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Verriegelungsschiebers
für das Stiftgehäuse nach Fig. 1 bis 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Verriegelungsschieber
nach Fig. 4,
Fig. 6 eine Frontansicht des Verriegelungsschiebers
nach Fig. 4,
Fig. 7 einen Querschnitt durch das Stiftgehäuse nach
Fig. 1 bis 6 mit eingesetzten Steckstiften,
Fig. 8 eine Seitenansicht des Hülsengehäuses des er
findungsgemäßen Steckverbinders,
Fig. 9 eine Unteransicht des Hülsengehäuses nach Fig. 8,
Fig. 10 eine Frontansicht des Hülsengehäuses nach Fig. 8,
Fig. 11 einen Querschnitt durch das Hülsengehäuse nach
Fig. 8 bis 10 mit eingesetzten Steckhülsen,
Fig. 12 eine Draufsicht auf einen Teilbereich des Hülsen
gehäuses nach Fig. 8 bis 11 mit einer Vorverrie
gelungsstellung des Verriegelungsschiebers,
Fig. 13 eine Draufsicht auf einen Teilbereich des Hülsen
gehäuses mit der Verriegelungsstellung des Vor
verriegelungsschiebers,
Fig. 14 eine perspektivische Draufsicht auf einen Steck
stift für das Gehäuse nach Fig. 1 bis 7,
Fig. 15 eine Draufsicht auf den Steckstift nach Fig. 14,
Fig. 16 eine Seitenansicht des Steckstifts nach Fig. 14,
Fig. 17 einen Längsschnitt durch den vorderen Kontakt-
und Basisbereich des Steckstifts entlang der
Linie IV-IV in Fig. 16 mit Blickrichtung in
Pfeilrichtung,
Fig. 18 eine perspektivische Draufsicht auf eine Steck
hülse für das Gehäuse nach Fig. 8 bis 13,
Fig. 19 eine perspektivische Draufsicht auf die Steck
hülse ohne Überfeder,
Fig. 20 eine Draufsicht auf die Steckhülse nach Fig.
18,
Fig. 21 eine Seitenansicht der Steckhülse nach Fig. 18,
Fig. 22 einen Längsschnitt durch den vorderen Kontakt-
und Basisbereich der Steckhülse entlang der
Linie XI-XI in Fig. 21 mit Blickrichtung in
Pfeilrichtung.
Der aus einem Blechstanzteil gerollte, insbesondere für
den erfindungsgemäßen Steckverbinder geeignete Steckstift 1
in der Miniaturausführung ist z.B. 16 mm lang und weist
einen Crimpbereich 2, einen hohlzylindrischen Basis
bereich 3 und einen rundstiftförmigen hohlzylindrischen
Steck- bzw. Kontaktbereich 4 mit einer kegelrundspitz
förmigen Spitze 5 auf. Der Außendurchmesser des Kontakt
bereich 4 in der Miniaturausführung beträgt z. B. 1 mm,
wie aus Fig. 2 erkennbar ist. Die Stabilität gegen Biege
momente wird zweckmäßigerweise durch einen kurzen zylin
drischen Übergangsbereich 6 zwischen Crimpbereich 2 und
Basisbereich 3 und eine Stufe 7 zwischen Basisbereich
3 und Steckbereich 4 gewährleistet, deren Kanten 8 und
Ecken 9 abgerundet sind, wobei der Außendurchmesser des
Basisbereichs 3 größer ist als der Außendurchmesser des
Kontaktbereichs 4 und des Übergangsbereichs 6 und der
Außendurchmesser des Übergangsbereichs 6 größer ist als
der Außendurchmesser des Kontaktbereichs 4. Diese Ausge
staltung bzw. Abstufung der Bereiche 4, 3 und 6 ergibt
einen sehr hohen Widerstand gegen Biegemomente.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist
der an den Übergangsbereich 6 angrenzende Bereich des
Basisbereichs 3 als nach außen gedrückter, im Querschnitt
halbkreisbogenförmiger Wulst 10 ausgebildet, so daß sich
für den Übergang zwischen Wulst 10 und Übergangsbereich
6 ein relativ großer Hinterschnitt bzw. eine relativ
tiefe Stufe mit einem geprägten Übergang ergibt, der
die Formgebung ganz erheblich erleichtert und außerdem
eine relativ große ringförmige Verriegelungsfläche 11
zur Verfügung stellt und zudem ermöglicht, den Über
gangsbereich 6 zylindrisch und geprägt sowie mit einem
relativ großen Außendurchmesser zu erstellen.
Mehrere Steckstifte 1 sind in ein im Querschnitt recht
eckiges Stiftgehäuse 12 eines erfindungsgemäßen, ein Stiftge
häuse und ein Hülsengehäuse aufweisenden elektrischen Steckver
binders einsetzbar. Das Stiftgehäuse 12 besteht aus
der Stiftwanne 13 und dem Kammergehäuse 14, die über
einander angeordnet sind. Die Stiftwanne 13 weist eine
Bodenwandung 15, zwei parallel zueinander verlaufende
Seitenwände 16, 17 und zwei Stirnwände 18, 19 auf. In
die Bodenwandung 15 sind Löcher 20 senkrecht zur Boden
flächenebene 15 a eingebracht, die jeweils vom Kontakt
bereich 4 eines Steckstifts 1 durchgriffen werden. Das
unter der Stiftwanne 13 angeordnete Kammergehäuse 14
hat Seitenwände 21, 22, die parallel zu den Seitenwänden
16, 17 der Stiftwanne 13 etwas nach innen versetzt ver
laufen, so daß jeweils eine Stufenkante 23 gebildet wird.
Die Seitenwände 21, 22 werden frontal durch die Stirn
wände 24, 24 a begrenzt. Parallel zu den Seitenwandungen
21, 22 sind längsmittig eine Kammerlängswand 25 und quer
dazu mehrere Kammerquerwände 26 vorgesehen, so daß im
wesentlichen rechteckige Kammern 27 für Stiftkontakte
gebildet werden. In die Seitenwände 21, 22 sind durch
U-förmige Freisparungen 28, deren die U-Schenkel ver
bindender Bodensteg kurz oberhalb bzw. in Höhe der Boden
flächenebene 15 b angeordnet ist, elastisch nach außen
schwenkbare Vorverriegelungsstege 29 im Bereich jeder
Kammer 27 eingebracht, die bodenseitig mit einer zum
Kammerinnenraum gerichteten, gerundeten, in den Innen
raum der Kammer vorspringenden Rastnase 30 mit einer
Anlaufschräge 31 versehen ist.
Die Löcher 20 erweitern sich stufenförmig in Richtung
der Kammern 27 derart zu den Löchern 20 a, daß die Löcher
20 etwa formschlüssig die Kontaktbereiche 4 und die Löcher
20 a die Basisbereiche 3 des Steckstifts 1 aufnehmen können.
Der Wulst 10 des Steckstifts 1 kann sich basisbereichs
seitig unmittelbar auf der Bodenfläche 15 b abstützen
bzw. ist über der Bodenfläche 15 b angeordnet und wird
übergangsbereichsseitig von der Rastnase 30 übergriffen.
Von der Stirnwand 24 a geht durch die Längswand 25 und
die Querwände 26 bis zur Stirnwand 24 eine Aussparung
32, in der ein balkenförmiger Verriegelungsschieber
33 einschiebbar und herausziehbar gelagert ist. Der
Schieber 33 ist der Querschnittsform der Aussparung 32
angepaßt und weist, wie an sich bekannt, seitlich beid
seitig in den Kammerinnenraum ragende Verriegelungsnocken
34 auf, die in eingeschobenem Zustand des Schiebers den
Rastnasen 30 gegenüberliegend angeordnet sind und etwa
die gleiche Querschnittsform wie die Rastnasen besitzen.
Die Verriegelungsnocken 34 übergreifen ebenfalls den
Wulst 10 des Steckstifts 1 (Fig. 7).
Nach der Erfindung können Steckstifte 1 in die Kammern
27 eingeschoben werden, wenn der Schieber 33 sich nicht
im Gehäuse befindet oder eine Stellung einnimmt, in der
die Nocken 34 nicht in den Innenraum der Kammern ragen.
Da die Vorverriegelungsstege 29 mit ihren Rastnasen 30
den Wulst 10 des Steckstifts 1 hintergreifen, wird eine
Art Vorverriegelung gebildet, die aber wieder aufgehoben
werden kann, wenn am Steckstift 1 mit entsprechender
Kraft gegen die Federkraft des Vorverriegelungsstegs
29 gezogen wird. Die Vorverriegelungsstege 29 erleich
tern das Einsetzen und Auswechseln von Steckkontakten
ganz erheblich, indem sie die eingesetzten Steckkontakte
festhalten.
Eine insbesondere für den erfindungsgemäßen Steckverbinder geeig
nete Rundsteckhülse 35 weist einen Crimpbereich 36, einen
zylindrischen kurzen Übergangsbereich 37, einen sich
anschließenden Wulst 38 mit einer ringförmigen Verriege
lungskante 39 und einen sich nach vorne erstreckenden,
etwas konisch zulaufenden Kontaktbereich 40 auf.
Der Kontaktbereich 40 beginnt im Anschluß an den Wulst
38 mit einer zylindrischen Federarmbasis 41, deren Durch
messer größer ist, als der Durchmesser des Übergangsbe
reichs 37 beträgt. Der Kontaktbereich 40 weist in Längs
richtung eine Stoßnaht 42 auf. Am vorderen Ende der Feder
armbasis 41 ist im Bereich der Stoßnaht 42 eine kreisför
mige Ausstanzung 43 eingebracht; eine weitere zweite
kreisförmige Ausstanzung 44 befindet sich gegenüberlie
gend in der Federarmbasis 41. Von den kreisförmigen Aus
stanzungen 43, 44 erstrecken sich nach vorne keilförmige
Schlitze 45, die zum Ende des Kontaktbereichs 40 bzw.
zur kreisförmigen Mündung 46 hin zusammenlaufen, so daß
sich zwei sich gegenüberliegende Federarme 47, 48 ergeben.
Der Endbereich 49 der Federarme 47, 48 ist einwärts zur
Steckmündung 46 hin abgebogen und derart ausgeschnitten,
daß die kreisrunde Steckmündung 46 gebildet wird, deren
Durchmesser dem Außendurchmesser des Steckbereichs 4
des Rundsteckstifts 1 entspricht.
Der Stoßnaht 42 gegenüberliegend ist zwischen der Aus
stanzung 44 und dem Wulst 38 eine rechteckige Ausstanzung
50 in die Federarmbasis 41 eingebracht, deren Zweck weiter
unten erläutert wird.
Im Bereich der Längsmitte jedes Federarms 47, 48 ist
eine sich längs erstreckende, etwa rechteckige Ausstan
zung 51 in die Federarme eingebracht, die jeweils etwa
in Höhe der Ausstanzungen 43, 44 beginnt und ein Stück
vor der Mündung 46 mit einer Kante 52 endet. An die Kante
52 ist ein sich zur Federarmbasis 41 erstreckender,
kurzer eingeschnittener, in seiner Breite der Breite
der Ausstanzung 51 entsprechender Lappen 53 angebunden,
der sickenbogenförmig zum Innenraum des Kontaktbereichs
40 abgebogen ist, woraus ein im Querschnitt hakenförmiger
Widerlagersteg 54 resultiert (Fig. 22), dessen Funktion
weiter unten erläutert wird.
Die durch die Ausstanzung 51 entstehenden Federarmstege
55, 56 jedes Federarms 47, 48 ist im Anschluß an die
Federarmbasis 41 um eine Materialstärke nach außen ge
kröpft, so daß sich eine Kröpfungskante 57 ergibt.
Die Rundsteckhülse 35 ist mit einer Überfeder 58 be
stückt, die eine zylindrische Überfederarmbasis 59 auf
weist, die formschlüssig auf der Federarmbasis 41 sitzt,
wobei die Stoßnaht der Überfederarmbasis 59 der Stoßnaht
42 gegenüberliegend angeordnet ist. Im Bereich dieser
Stoßnaht 42 der Überfederarmbasis 59 sind in Umfangsrich
tung eingeschnittene Lappen 60 vorgesehen, die in die
Ausstanzung 50 gebogen sind und die Kanten der Ausstan
zung 50 umbördeln, so daß die Überfeder 58 fest auf der
Rundsteckhülse 35 sitzt.
Die Überfederarmbasis 59 erstreckt sich vom Wulst 38
bis zur Kröpfungskante 57. An die Überfederarmbasis 59
sind zwei sich nach vorne erstreckende, sich gegenüber
liegende, im Querschnitt bogenförmige Überfederarme 61,
62 angebunden, die sich in die Ausnehmungen 51 bis zur
Anbindungskante 52 erstrecken, wobei deren freies Ende
die entsprechenden Widerlagerstege 54 übergreifen und
sich auf ihnen abstützen. Diese Ausgestaltung der Rund
steckhülse 35 ergibt, daß die Überfeder 58 nicht über
die Kontur der Rundsteckhülse übersteht. Die Überfeder
arme 61, 62 füllen praktisch die durch die Ausstanzungen
51 entstandenen Lücken in den Federarmen 47, 48 fast
formschlüssig wieder aus. Die durch die Kröpfung 57 der
Federarme 47, 48 entstandene Vertiefung der Federarmbasis
41 wird von der Überfederarmbasis 59 ausgefüllt. Auf
diese Weise ist ein kantenloser Kontaktbereich 40 der
Rundsteckhülse 35 entstanden, der z. B. durch entsprechen
de Löcher einer Gummidichtung gesteckt oder aus der
Gummidichtung herausgezogen werden kann, ohne daß be
fürchtet werden muß, daß die Gummidichtung zerstört oder
beeinträchtigt wird. Die Überfederarme 61, 62 drücken
auf die Widerlagerstege 54 und verstärken die Federkraft
der Federarme 47, 48.
Die Federarme 47, 48 laufen - wie bereits erwähnt - konisch
aufeinander zu, was aus dem keilförmigen Verlauf der
Schlitze 45 resultiert. Demgemäß sind auch die Überfeder
arme 61, 62 entsprechend aufeinander zulaufend ausgebildet,
so daß der Außendurchmesser der Überfederarmbasis 59 größer
ist als der Außendurchmesser des Steckbereichs 46 a der
Federarme 47, 48 (Fig. 20, 22, 10).
Das erfindungsgemäße Hülsengehäuse 63 paßt in die Stiftwanne 13 des
Stiftgehäuses 12 und ergibt den Steckverbinder (Fig. 11).
Das Hülsengehäuse 63 weist Längsseitenwände 64, 65,
Stirnwände 66, 67 und eine Bodenwandung 68 auf. Eine
Kammerlängswandung 69 erstreckt sich parallel zu den
Seitenwänden 64, 65 in der Längsmitte des Hülsengehäuses
63 von einer Stirnwand 66 zur anderen Stirnwand 67. Quer
wände 70 bilden mit den Seitenwänden 64, 65 und der Kammer
längswandung 69 Kammern 71 für z.B. Rundsteckhülsen 35.
Die Höhe einer Kammer 71 entspricht etwa der Länge einer
Rundsteckhülse, wobei der Kontaktbereich 40 in einem
zylindrischen Kammerbereich 72 lagert, so daß die Feder
arme 47, 48 Freiraum 73 für das Federn nach außen vorfin
den.
Im Bereich oberhalb des Kammerbereichs 72 sind - wie
beim Stiftgehäuse 12 - in den Seitenwänden 64, 65 durch
U-förmige Freisparungen 28 a, deren die U-Schenkel verbin
denden Bodenstege kurz oberhalb des Kammer
bereichs 72 angeordnet sind, elastisch nach außen schwenk
bare Vorverriegelungsstege 29 a im Bereich jeder Kammer
71 eingebracht, die im freien Endbereich mit einer zum
Kammerinnenraum gerichteten gerundeten, in den Innenraum
der Kammer vorspringenden Rastnase 30 a mit einer Anlauf
schräge 31 a versehen sind. Von der Stirnwand 66 geht
durch die Längswandung 69 und die Querwände 70 bis zur
Stirnwand 67 eine Aussparung 32 a, in der ein balkenför
miger Verriegelungsschieber 33 einschiebbar und heraus
ziehbar gelagert ist. Der Schieber 33 ist der Querschnitts
form der Aussparung 32 a angepaßt und weist, wie an sich
bekannt, seitlich beidseitig in den Kammerinnenraum ra
gende Verriegelungsnocken 34 auf, die im eingeschobenen
Zustand des Schiebers den Rastnasen 30 a gegenüberliegend
angeordnet sind und etwa die gleiche Querschnittsform
wie die Rastnasen 30 a besitzen. Die Verriegelungsnocken
34 übergreifen wie die Rastnasen 30 a den Wulst 38 der
Rundsteckhülse 35 (Fig. 10). Die Funktion des Verriege
lungsschiebers 33 und der Vorverriegelungsstege 29 a ent
spricht den entsprechenden Teilen im Stiftgehäuse 12.
Aus den Fig. 20 und 21 ist eine unterschiedliche Stellung
des Verriegelungsschiebers 33 erkennbar. Der Verriege
lungsschieber weist zwischen den Nocken 34 bogenförmige
Ausnehmungen 34 a auf, deren Krümmungsradius dem Krümmungs
radius des Wulstes 10 bzw. 38 entspricht. Befindet sich
der Verriegelungsschieber 33 in der in Fig. 20 gezeigten
Stellung, dann befinden sich die Ausnehmungen 34 a im
Bereich der Kammern 71. Es ragen dann lediglich die Rast
nasen 30 bzw. 30 a in den Innenraum der Kammer. Nach dem
Einsetzen eines Steckkontakts 1, 35 in eine Kammer 71
hintergreift die Rastnase 30, 30 a den Wulst 10, 38 des
Steckkontakts, so daß er nicht mehr aus der Kammer her
ausfallen kann. Wenn die erforderlichen Steckkontakte
in die Kammern eingesetzt sind, wird der Verriegelungs
schieber 33 derart in das Gehäuse eingeschoben, daß die
Verriegelungsnocken 34 im Bereich jeweils einer Kammer
positioniert sind. Auf diese Weise sind die Steckkontakte
verriegelt. Diese Verriegelungsstellung zeigt Fig. 13.
Die erfindungsgemäßen Gehäuse 12 und 63 können selbst
verständlich auch für andere Steckkontakte benutzt werden,
die ein mit dem Wulst gleichwirkendes vorspringendes
Element aufweisen.
Claims (7)
1. Elektrischer Steckverbinder mit einem Kontaktstift-
und einem Kontakthülsengehäuse, wobei die Gehäuse
zwei Seitenwände, zwei Stirnwände und eine parallel
zu den Seitenwänden verlaufende Kammerlängswand sowie
Kammerquerwände aufweisen, und wobei in einer Stirnwand
und in der Kammerlängswand sowie in den Querwänden
eine Aussparung vorgesehen ist, in der ein balkenför
miger Verriegelungsschieber einschiebbar und heraus
ziehbar gelagert ist, dadurch gekennzeich
net, daß in die Seitenwände (21, 22 bzw. 64, 65)
durch U-förmige Freisparungen (28, 28 a) deren U-Schen
kel zur Öffnung der Kammern (27, 71) weisen, elastisch
nach außen schwenkbare Vorverriegelungsstege (29, 29 a)
im Bereich jeder Kammer (27, 71) eingebracht sind,
die im freien Endbereich mit einer zum Kammerinnen
raum gerichteten gerundeten, in den Innenraum der
Kammer vorspringenden Rastnase (30) ausgerüstet sind.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rastnasen (30, 30 a)
mit einer Anlaufschräge (31, 31 a) versehen sind.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rastnasen (30,
30 a) in den Kammern (27, 71) Verriegelungsnocken (34)
des Verriegelungsschiebers (33) gegenüberliegend an
geordnet ist.
4. Steckverbinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungsnocken (34) ebenfalls mit einer
Anlaufschräge versehen sind.
5. Steckverbinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rastnasen (30, 30 a) und die Verriegelungsnocken
(34) derart in den Gehäusen (12, 63) angeordnet sind,
daß sie z. B. einen im Querschnitt bogenförmigen Wulst
(10, 38) eines in einer Kammer (27, 71) sitzenden
Steckkontakts (1, 35) verriegelnd hintergreifen.
6. Steckverbinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verriegelungsschieber (33) der Querschnittsform
der Aussparung (32) angepaßt ist, seitlich beidseitig
in den Kammerinnenraum ragende Verriegelungsnocken
(34) aufweist, die im eingeschobenen Zustand des Ver
riegelungsschiebers (33) den Rastnasen (30, 30 a) ge
genüberliegend angeordnet sind und etwa die gleiche
Querschnittsform wie die Rastnasen aufweisen.
7. Steckverbinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verriegelungsschieber (33) zwischen den Nocken
(34) bogenförmige Ausnehmungen (34 a) aufweist, deren
Krümmungsradius dem Krümmungsradius des Wulstes (10,
38) entspricht.
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