DE3808987A1 - Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffe - Google Patents
Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffeInfo
- Publication number
- DE3808987A1 DE3808987A1 DE19883808987 DE3808987A DE3808987A1 DE 3808987 A1 DE3808987 A1 DE 3808987A1 DE 19883808987 DE19883808987 DE 19883808987 DE 3808987 A DE3808987 A DE 3808987A DE 3808987 A1 DE3808987 A1 DE 3808987A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- valve
- housing
- cylinder
- valve body
- hollow
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000005507 spraying Methods 0.000 title claims description 38
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 32
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 7
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 38
- 239000007921 spray Substances 0.000 claims description 26
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 6
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 claims description 5
- 229920000642 polymer Polymers 0.000 claims description 5
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 230000036316 preload Effects 0.000 claims description 3
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 claims description 2
- 239000000806 elastomer Substances 0.000 claims description 2
- 230000009969 flowable effect Effects 0.000 claims 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 22
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- 238000000889 atomisation Methods 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 4
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 4
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 4
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 2
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- 239000003082 abrasive agent Substances 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 238000001514 detection method Methods 0.000 description 1
- 239000002552 dosage form Substances 0.000 description 1
- 238000007667 floating Methods 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000003595 mist Substances 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000001739 rebound effect Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
- 239000011345 viscous material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B57/00—Devices for feeding, applying, grading or recovering grinding, polishing or lapping agents
- B24B57/02—Devices for feeding, applying, grading or recovering grinding, polishing or lapping agents for feeding of fluid, sprayed, pulverised, or liquefied grinding, polishing or lapping agents
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B7/00—Spraying apparatus for discharge of liquids or other fluent materials from two or more sources, e.g. of liquid and air, of powder and gas
- B05B7/02—Spray pistols; Apparatus for discharge
- B05B7/12—Spray pistols; Apparatus for discharge designed to control volume of flow, e.g. with adjustable passages
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Nozzles (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sprühen
bzw. Spritzen flüssiger oder pastenförmiger Stoffe mit einem
Gehäuse, das für den jeweils zu spritzenden oder versprühenden
Stoff eine Vorratskammer aufweist, zu der eine Leitung für den
unter Druck eingespeisten Stoff verläuft und in die ein Stößel
verschiebbar ist, der mit einem, in einer ersten Arbeitskammer
druckluftbeaufschlagbaren, in einem mit dem Gehäuse ver
bundenen Zylinder verschiebbaren Kolben verbunden ist, sowie
mit einer bei einem vorgegebenen hohen Druck in der Vorrats
kammer betätigbaren Ventileinrichtung, die eine mit einem
Ventilsitz versehene, vom Druck des Stoffes beaufschlagbare
außenseitig eine Spritzdüse begrenzende Ventilplatte enthält, die
mit einem vom Gehäuse ausgehenden Führungshohlzylinder
befestigt ist, der einen über mindestens einen Kanal mit der
Vorratskammer verbundenen Hohlraum aufweist, in dem sich ein
mit der Ventilplatte zusammenwirkender von dem Gehäuse
ausgehender Ventilkörper befindet, wobei der Führungshohl
zylinder unter einer in Richtung des Gehäuses wirkenden
Federvorspannung verschiebbar zu dem Gehäuse ausgebildet oder
starr mit dem Gehäuse verbunden ist.
Eine Spritzvorrichtung der eingangs beschriebenen Art mit
verschiebbar ausgebildetem Führungszylinder ist aus der
(DE-OS-32 02 189) bekannt. Diese Sprühvorrichtung ist nur zum
dosierten Hochdrucksprühen von Stoffen geeignet.
Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung derart
weiterzuentwickeln, daß Stoffe nicht nur mit Hochdruck ohne
Beimengung von Luft, sondern auch wahlweise mit Beimengung
von Luft sowie mit Niederdruck versprüht oder gespritzt werden
können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß unter anderem dadurch gelöst,
daß zwischen dem Führungszylinder und einem den Ventilkörper
haltenden Element eine weitere Arbeitskammer angeordnet ist, die
zur relativen Verschiebbarkeit des Ventilkörpers zu der
Ventilplatte mit Druckluft beaufschlagbar ist. In Ausgestaltung
ist vorgesehen, daß die weitere Arbeitskammer mit einem, die
Spritzdüse umgebenden Einsatz verbunden ist, der gegebenenfalls
mit Luftauslaßkanälen versehen ist. Auch zeichnet sich die
Erfindung dadurch aus, daß der den Führungshohlzylinder
aufweisenden Schiebekörper einen kolbenförmig in einem weiteren
mittelbar oder unmittelbar mit dem Gehäuse verbundenen Zylinder
verschiebbar gelagerten Abschnitt aufweist, der mit Wänden des
Zylinders die weitere Arbeitskammer bildet.
Mit der Sprühvorrichtung können je nach Bedarf verschiedene
Sprüh- und Dosierverfahren ohne Veränderung des Grundaufbaues
ausgeübt werden. Die Sprühvorrichtung eignet sich für
aggressive, abrasive, niedrig- und hochviskose Stoffe. Je nach
der Art des ausgeübten Sprühverfahrens ist lediglich der Einsatz
mit der Düse auszutauschen und die Arbeitskammer eines oder
beider Zylinder an die Druckluftquelle anzuschließen. Die
Bestandteile der Sprühvorrichtung sind konstruktiv einfach
aufgebaut und daher wirtschaftlich herstellbar. Die Ventil
einrichtung läßt sich schnell und leicht zerlegen. Daher sind die
bei abrasiven Stoffen einem höheren Verschleiß ausgesetzten Teile
der Ventileinrichtung schnell und einfach auswechselbar.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Arbeitskammer mit
dem Kolben zur Atmosphäre hin offen; die weitere Arbeitskammer
ist über eine von einer Gewindebohrung ausgehende Leitung über
ein Absperrventil mit einer Druckluftquelle für vorzugsweise
niedrigen Druck verbunden; die Vorratskammer ist mit einer
Quelle für den unter Druck zuführbaren, zu versprühenden Stoff
verbunden; und der Einsatz enthält Luftauslaßkanäle. Mit dieser
Ausführungsform läßt sich ein Sprühnebel aus einem Luft-Materi
algemisch im Niederdruckbereich kontinuierlich versprühen.
Bei einer anderen Ausführungsform ist die Arbeitskammer mit dem
Kolben über ein Dreiwegeventil mit einer Druckluftquelle für
vorzugsweise niedrigen Druck verbunden; die weitere Arbeitskam
mer ist mit der Druckluftquelle verbunden; die Vorratskammer ist
über ein Rückschlagventil mit einer Quelle für den unter Druck
zuführbaren, zu versprühenden Stoff verbunden; und der Einsatz
enthält Luftauslaßkanäle. Mit dieser Ausführungsform kann ein
Sprühnebel aus einem Luft-Materialgemisch mit niedrigem Druck
erzeugt werden, wobei die Menge des versprühten Materials
durch den Dosierkolben genau vorgegeben wird. Damit lassen
sich reproduzierbare Zerstäubungsmengen erzielen.
Bei einer günstigen Ausführungsform ist die Arbeitskammer mit
dem Kolben zur Atmosphäre hin offen; die weitere Arbeitskammer
ist über ein Dreiwegeventil mit einer Druckluftquelle für
vorzugsweise niedrigen Druck verbunden; die Vorratskammer ist
mit einer Quelle für den unter Druck zuführbaren, zu versprü
henden Stoff verbunden; und der Einsatz enthält keine oder
abgedichtete Luftauslaßkanäle. Mit dieser Ausführungsform kann
ein Stoff im Niederdruckbereich ohne Beimengung von Druckluft
nur mit dem Materialförderdruck versprüht werden. Dieses
Verfahren wird auch als Klecksen bezeichnet. Das Verfahren wird
eingesetzt, wenn keine Rückpralleffekte gewünscht sind, z. B. um
Klebstoffe oder Polierpasten auf Werkstückoberflächen aufzubrin
gen.
Für manche Anwendungsfälle ist es vorteilhaft, die Arbeits
kammer mit dem Kolben an eine Druckluftquelle für vorzugsweise
niedrigen Druck anzuschließen, die weitere Arbeitskammer mit
der Druckluftquelle zu verbinden, die Vorratskammer über ein
Rückschlagventil mit einer Quelle für den unter Druck zuführ
baren, zu versprühenden Stoff zu verbinden und den Einsatz
ohne oder mit abgedichteten Luftauslaßkanälen zu versehen.
Hierdurch ist es möglich, jeweils eine bestimmte Menge eines
Stoffes im Niederdruckbereich ohne Beimengung von Luft nur mit
Druck zu versprühen. Der Druck wird mittels des Kolbens
erzeugt.
Um ohne Beimengung von Luft den Stoff dosiert mit Hochdruck zu
versprühen, wird die Arbeitskammer mit dem Kolben an eine
Druckluftquelle angeschlossen; die weitere Arbeitskammer wird
zur Atmosphäre hin offen gelassen; der Einsatz enthält keine
oder abgedichtete Luftauslaßkanäle; und die Vorratskammer ist
über ein Rückschlagventil mit einer Quelle für den unter Druck
zuführbaren, zu versprühenden Stoff verbunden. Das mit einer
derartig ausgebildeten Vorrichtung durchführbare Hochdruck
sprühverfahren wird auch als "Airless"-Verfahren bezeichnet.
Insbesondere bei Verwendung von abrasiven Stoffen läßt sich mit
dieser Vorrichtung eine genaue Dosierung unabhängig vom
Verschleiß der Düse erzielen.
Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform ist die
Arbeitskammer mit dem Kolben an eine Druckluftquelle für
vorzugsweise niedrigen Druck angeschlossen; die weitere
Arbeitskammer ist über ein Drosselventil mit der Druckluftquelle
verbunden; die Vorratskammer ist über ein Rückschlagventil mit
einer Quelle für den unter Druck zuführbaren, zu versprühenden
Stoff verbunden; und der Einsatz enthält Luftauslaßkanäle. Mit
dieser Ausführungsform läßt sich eine dem Inhalt der Vorrats
kammer entsprechende Stoffmenge unter variabler Beimengung von
Luft mit Hochdruck versprühen. Dieses Verfahren wird auch als
luftunterstütztes Airlessprühen bezeichnet.
Vorzugsweise ist im weiteren Zylinder zwischen dem kolben
förmigen Abschnitt und einer den Zylinder an einem offenen Ende
abschließenden, mit einer Durchlaßöffnung für den Schiebekörper
versehenen Überwurfmutter, die auf die Außenseite des Zylinders
aufschraubbar ist, eine Spiralfeder angeordnet. Diese Vorrich
tung erlaubt es, den Schiebekörper schnell und einfach mit dem
Zylinder zu verbinden bzw. von diesem zu lösen.
Vorzugsweise ist die Dichtung zwischen dem Schiebekörper und
der Führungsfläche in einer Nut des Schiebekörpers angeordnet.
Die Dichtung kann nach der Lösung des Schiebekörpers vom
Gehäuse schnell und einfach ausgewechselt werden.
Der Einsatz mit der Düse ist vorzugsweise mit einer Überwurfmut
ter am Schiebekörper befestigt. Bei dieser Anordnung kann der
Einsatz leicht und schnell montiert und wieder entfernt werden.
Bei einer anderen günstigen Ausführungsform ist die Führungs
fläche ein Endabschnitt einer in ihrer Mitte mit einer angeform
ten Mutter versehenen den Ventilkörper bildenden Hohlnadel,
deren anderer Endabschnitt in einen Einsatz eingeschraubt ist,
der den weiteren Zylinder, einen mit diesem verbundenen Kanal
sowie die Vorratskammer enthält und in einer Aussparung im
Gehäuse eingeschraubt ist, wobei der Kanal über einen freien
Raum zwischen dem Einsatz und dem Gehäuse mit der Gewinde
bohrung für die Zufuhr von Druckluft verbunden ist. Wenn z. B.
die Dichtung ausgewechselt werden soll, wird der Einsatz, ggf.
in Verbindung mit dem Schiebekörper, aus dem Gehäuse ausge
schraubt.
Die Hohlnadel enthält zweckmäßigerweise an ihrem in den
Hohlraum ragenden Endabschnitt einen radial abgebogenen
Auslaßkanal, wobei das Ende der Hohlnadel im Hohlraum den
Ventilkörper trägt. Das Ende der Hohlnadel kann hierbei ein für
bestimmte Stoffe, Durchlaßquerschnitte und Ventilschließkräfte
geeignete Form aufweisen. Beispielsweise ist das Ende der
Hohlnadel bzw. des Ventilkörpers mit einer Halbkugel ausgebildet
oder es trägt eine Kugel. Die Kugel kann am Ende angeklebt
sein, läßt sich also bedarfsweise leicht entfernen, wenn der
innere Kanal der Hohlnadel sich über deren ganze Länge
erstreckt. Die Verwendung einer aufgeklebten Kugel ist besonders
bei abrasiven Stoffen von Vorteil, da die Kugel bei größerem
Verschleiß auf einfache Weise ausgetauscht werden kann,
während die übrigen Teile der Vorrichtung länger in Betrieb
bleiben können.
Es ist auch möglich, das Ventilkörperende, d.h. den Ventilkopf
schwimmend zu lagern und mit der Hohlnadel zu zentrieren.
Insbesondere bei einer Arbeitsweise der Vorrichtung im
Niederdruckbereich ist es günstig, zumindest den Ventilkopf aus
einem Polymer oder einem Elastomer auszubilden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Einsatz mit der
Düse einteilig mit der Ventilplatte ausgebildet. Diese Aus
führungsform zeichnet sich durch ihren besonders einfachen
Aufbau aus.
Zur Erzielung einer separat einfacher herstellbaren, leichter
montierbaren Druckluft-Kolben-Zylinder-Vorrichtung ist der
Zylinder über einen Sicherungsring mit einem die eine Öffnung
des Hohlzylinders verschließenden Flansche verbunden, der am
Gehäuse angeschraubt ist. Bei dieser Ausführungsform können im
Flansch und im Gehäuse zueinander fluchtende Leckagebohrungen
angeordnet sein.
Vorzugsweise ist das Rückschlagventil in einem in eine Gewin
debohrung des Gehäuses eingeschraubten Körper angeordnet. Das
Rückschlagventil läßt sich schnell und einfach vom Gehäuse der
Vorrichtung, z.B. zu Wartungs- oder Austauschzwecken, lösen.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung läßt sich leichter kontrollieren,
wenn die Vorratskammer mit einem Drucksensor verbunden ist,
der verschiedene Druckschwellenwerte anzeigt.
Die erfindungsgemäße Lehre läßt sich jedoch nicht nur durch
eine Spritzvorrichtung realisieren, bei der der Ventilkörper fest
mit dem Gehäuse verbunden ist, so daß sich der Führungs
zylinder mit diesen umgebenden oder ein Teil von diesem
bildenden Schiebekörper durch von Druckluft und/oder dem von
dem zu versprühenden Medium hervorgerufenen Druck vom
Gehäuse abhebt, um über die Spritzdüse das Material abzugeben,
sondern auch dadurch, daß sich der Ventilkörper zum Gehäuse
verschieben läßt. Bei dieser besonders hervorzuhebenden
Ausführungsform ist das den Ventilkörper aufnehmende Element
von einem vorzugsweise hohlzylinderförmigen in Richtung der
Spritzdüse geöffneten Gehäuseabschnitt aufgenommen und steht
dabei unter Einwirkung einer von dem Gehäuse weg gerichteten
Federvorspannung, wobei der Führungszylinder eine vorzugsweise
trennbare Einheit mit dem Gehäuse bildet. Im Funktionsbetrieb
bilden demzufolge der Führungszylinder oder ein diesen
aufnehmenden weiteres vorzugsweise hohlzylinderförmiges Element
mit dem Gehäuse eine Einheit, zu der der Ventilkörper
verschiebbar angeordnet ist, um so im erforderlichen Umfang auf
dem Ventilsitz anzuliegen oder zu diesem beabstandet zu sein.
Die weitere Arbeitskammer ist sodann zwischen einer dem Element
zugewandten Fläche des Führungszylinders und dem Element
selbst ausgebildet, so daß durch deren Druckbeaufschlagung das
Element und damit der Ventilkörper zum Gehäuse hin, also von
der Ventilplatte weg verschiebbar ist. Ansonsten verläuft wie bei
der zuerst geschilderten Ausführungsform zumindest ein Kanal
von dem weiteren Arbeitsraum zu der Spritzdüse, um folgende
Sprüh- bzw. Dosierverfahren durchzuführen:
- 1. kontinuierliches Sprühen mit Sprühnebel aus Luft- und Materialgemisch im Niederdruckbereich,
- 2. kontinuierliches Sprühen mit Sprühnebel aus Luft- und Materialgemisch im Niederdruckbereich, wobei das Material über das Volumen genau dosierbar ist, um reproduzierbare Zerstäubungsmengen zu erzielen,
- 3. kontinuierliches Niederdruckspritzen ohne Beimengung von Luft,
- 4. Niederdruckspritzen mit Volumendosierung,
- 5. Hochdrucksprühen ohne Beimengung von Luft (Airless), aber volumendosiert und
- 6. Hochdruckdosiersprühen unter variabler Beimengung von Sprühluft.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung
ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu
entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -,
sondern auch aus der nachstehenden Beschreibung von in der
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Sprühen bzw. Spritzen flüssiger
oder pastenförmiger Stoffe in perspektivischer Ansicht und
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung in Seitenansicht,
teilweise im Längsschnitt,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 4 eine Variante der Ausführungsform nach Fig. 3,
Fig. 5 eine weitere hervorzuhebende Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 6 eine Detaildarstellung einer Ventildüse in Explosionsdar
stellung,
Fig. 7 eine Detaildarstellung eines Rückschlagventils und
Fig. 8 einen Ausschnitt einer besonders hervorzuhebenden
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Eine Vorrichtung (1) zum Sprühen bzw. Spritzen von flüssigen
oder pastenförmigen Stoffen, d. h. Stoffen, die jeweils ver
schiedene Viskositäten haben, enthält ein Gehäuse (2), mit
dessen einer Seite eine Druckluft-Kolben-Zylinder-Einrichtung (3)
verbunden ist. An der gegenüberliegenden Seite des Gehäuses (2)
ist eine Ventileinrichtung (4) angeordnet. Auf einer weiteren
Seite des Gehäuses ist ein Rückschlagventil (5) angebracht. Mit
dem Rückschlagventil (5) ist ein Absperrhahn (6) verbunden, der
einen Anschlußstutzen (7) für einen Schlauch enthält, der nicht
näher dargestellt ist und zu einer Quelle für den zu ver
sprühenden bzw. zu spritzenden Stoff verlegt ist, der unter
Druck steht. Die Druckluft-Kolben-Zylinder-Einrichtung (3)
enthält einen hohlen Zylinder (8), der an einer Seite durch eine
abgedichtete Scheibe (9) verschlossen ist, die mit einer
Überwurfmutter (10) am Zylinder (8) befestigt ist.
In der Scheibe bzw. am Deckel (9) ist ein Anschlußstutzen für
einen nicht näher dargestellten Schlauch befestigt, der über ein
Steuerventil, insbesondere ein Dreiwegeventil, das ebenfalls nicht
näher dargestellt ist, an eine Druckluftquelle für insbesondere
niedrigen Druck angeschlossen ist. ln der Mitte der Scheibe (9)
ist eine Anschlagspindel (12) angeordnet, die eine außerhalb der
Druckluft-Kolben-Zylinder-Einrichtung (3) angeordnete Stellmutter
(13) aufweist, mit der die axiale Eintauchtiefe der Anschlag
spindel (12) im inneren des Zylinders (8), der im folgenden
auch Hohlzylinder (8) genannt wird, eingestellt werden kann.
Der Absperrhahn (6) weist einen nicht näher bezeichneten
Betätigungsgriff auf. Im Gehäuse (2) ist eine Gewindebohrung
(14) zum Einschrauben eines weiteren nicht näher dargestellten
Anschlußstutzens vorgesehen, der über einen ebenfalls nicht
näher dargestellten Schlauch mit der erwähnten oder einer
weiteren Druckluftquelle verbunden ist.
Ein hohler Gewindezapfen (15) des Rückschlagventils (5) ist in
eine nicht näher bezeichnete Gewindebohrung des Gehäuses (2)
eingeschraubt. Diese Gewindebohrung verjüngt sich an ihrem im
Gehäuse (2) angeordneten Ende und steht über einer Öffnung
(16) mit einem zylindrischen Hohlraum (17) in Verbindung, der
sich durch das Gehäuse hindurch erstreckt und an seinen Enden
nicht näher bezeichnete Abschnitte größeren Durchmessers
aufweist. Einer dieser Abschnitte, der sich auf derjenigen Seite
des Hohlraumes (17) befindet, die der Druckluft-Kolben-Zylinder
-Einrichtung (3) abgewandt ist, weist ein Innengewinde auf. In
dieses Innengewinde ist ein kartuschenförmiger Einsatz (18)
eingeschraubt, der einen in den Hohlraum (17) ragenden
Abschnitt (19) aufweist, in dem eine zylindrische Vorratskammer
(20) angeordnet ist, die über einen Durchlaß (21) im Abschnitt
(19) mit einem freien Raum (22) im Hohlraum (17) verbunden ist.
In den freien Raum (22) mündet die Öffnung (16) ein.
In der Vorratskammer (20) ist ein Stößel (23) längsverschiebbar
angeordnet, dessen der Vorratskammer (20) abgewandtes Ende in
einem Kolben (24) gehalten wird, der im Inneren des Hohl
zylinders (8) verschiebbar gelagert ist. In der zylindrischen,
nicht näher bezeichneten Wand des Kolbens (23) ist eine
Dichtung (25) angeordnet. Der Kolben (24), die Innenwand des
Hohlzylinders (8) und die Scheibe (9) schließen eine erste
Arbeitskammer (26) ein, die über den Anschlußstutzen (11) für
Gase zugänglich ist.
Der Hohlzylinder (8) ist an seinem der Scheibe (9) abgewandten
Ende mit einem in den zylindrischen Hohlraum eingesetzten und
an dessen Wand mit einem Sicherungsring (27) befestigten,
kreisförmigen Flansch (28) verschlossen, der eine nicht näher
bezeichnete Durchlaßöffnung für den Stößel (23) aufweist. Der
Flansch (28) enthält nicht näher bezeichnete, parallel zur
Längsachse des Hohlzylinders (8) verlaufende Bohrungen, in die
Schrauben (29) eingesetzt sind, die in Gewindebohrungen des
Gehäuses (2) eingeschraubt sind. Der Flansch (28) und das
Gehäuse (2) sind jeweils mit nicht näher dargestellten,
zueinander fluchtenden Leckagebohrungen versehen. Ferner sind
nicht näher bezeichnete Entlüftungsbohrungen für den Zylinder
vorgesehen.
Die zylindrische Vorratskammer (20) verjüngt sich an einem Ende
zu einer nicht näher bezeichneten, achsgleichen Gewindebohrung
hin, in die eine auch als Ventilkörper zu bezeichnende Hohlnadel
(30) mit einem mit Außengewinde versehenen Endabschnitt (31)
eingeschraubt ist. Die Hohlnadel (30), die einen in Längs
richtung verlaufenden, zentrischen Kanal (32) aufweist, gehört
zu der Ventileinrichtung (4). An der Mündung des Kanals (32)
in die Vorratskammer (20) ist in eine Ausnehmung einer
Verschlußdichtung (33) eingesetzt. Die Hohlnadel (30) enthält
einen mit einem angeformten Mutternkopf versehenen Mittelab
schnitt (34), an den sich der zweite Zylinderform aufweisende
Endabschnitt (35) anschließt, dessen Außenseite zumindest
teilweise als Führungsfläche (36) ausgebildet ist.
Der Einsatz (18) ragt mit einem Abschnitt (37) über das Gehäuse
(2) hinaus. Im Inneren des Abschnitts (37) befindet sich
hohler Zylinder (38), der eine Führungsfläche für einen
Abschnitt (39) eines Schiebekörpers (40) ist. In der Wand des
Zylinders (38) ist eine Dichtung (41) angeordnet. Der Schiebe
körper (40) weist eine gegen den Abschnitt (39) radial nach
innen zurückgesetzte Stufung auf, wodurch sich ein freier Raum
zwischen der Wand des Zylinders (38) und dem Schiebekörper
(40) ergibt. In diesem freien Raum ist eine Spiralfeder (42)
eingefügt, deren eines Ende sich an der ringförmigen Wand der
Stufung am Abschnitt (39) abstützt. Das andere Ende der
Spiralfeder (42) stützt sich an einer Überwurfmutter (43) ab, die
auf ein Außengewinde des Abschnitts (37) aufgeschraubt ist und
einen zentrischen Durchlaß für den über den Abschnitt (37)
hinausragenden Teil des Schiebekörpers (40) aufweist. Der
Schiebekörper (40) ist in seinem Inneren mit einem Hohlraum (44)
versehen, in dem sich der Mittelabschnitt (34) befindet. Die dem
Gehäuse (2) zugekehrte Wand des Abschnitts (39) bildet mit den
Wänden des Zylinders (38) eine weitere Arbeitskammer (45), der
über einen Kanal (46) im Einsatz (18) mit der Gewindebohrung
(14) verbunden ist. Im Abschnitt (19) ist eine Dichtung (47)
vorgesehen, die den Kanal (46) und den Arbeitsraum (45) gegen
den Raum (22) abdichtet, in dem sich der zu versprühende bzw.
zu spritzende Stoff befindet. Der Hohlraum (44) verjüngt sich zu
einer zylindrischen Führungsfläche (48), also einem sogenannten
Führungshohlzylinder, der die Führungsfläche (36) am
Ventilkörper (30) umgibt. In der Führungsfläche (48) ist eine
Dichtung (49) angeordnet.
Der Kanal (32) ist in der Nähe des aus dem Gehäuse (2)
ragenden Endes der Hohlnadel (30) radial nach außen
abgewinkelt und weist eine Mündung in einen Hohlraum (51) auf,
der durch eine zylindrische Aussparung im Schiebekörper (40)
gebildet wird. Der Durchmesser dieses Hohlraumes (51) ist größer
als der Durchmesser des Führungshohlzylinders (48). Der
Hohlraum (51) erstreckt sich bis an die Stirnseite (52) des
Schiebekörpers (40).
An der Stirnseite (52) liegt eine, die vordere Öffnung des
Hohlraumes (51) verschließende Ventilplatte (53) an, die eine
zentrische Durchlaßöffnung (54) aufweist. Der Rand dieser
Durchlaßöffnung (54) ist als Ventilsitzfläche für einen Ventilkopf
(55) ausgebildet, der sich an demjenigen Ende der des
Ventilkörpers (30) bzw. der Hohlnadel befindet, das aus dem
Gehäuse (2) herausragt. Der Ventilkopf (55) kann integraler
Bestandteil der Hohlnadel (30) sein. Es ist auch möglich, einen
gesonderten Ventilkopf (55) auf dem Ende der Hohlnadel (30) zu
befestigen. Vorzugsweise ist der Ventilkopf (55) kugel- oder
halbkugelförmig ausgebildet.
Der Schiebekörper (40) ist an seinem dem Gehäuse (2) abge
wandten Ende mit einem nicht näher bezeichneten Außengewinde
versehen, auf das eine Überwurfmutter (56) aufgeschraubt ist,
die einen Einsatz (57) mit einer Düse (58) gegen die Ventilplatte
(53) und diese gegen die Stirnseite (52) drückt.
Der Einsatz (57) enthält neben der Düse (58) Luftauslaßkanäle
(59), die zu einem Ringhohlraum (60) verlaufen, der zwischen
der inneren Stirnseite des Einsatzes (57), der Überwurfmutter
(56), der Ventilplatte (53) und der Stirnseite (52) angeordnet
ist. Der Ringhohlraum (60) ist über einen Kanal (61) mit dem
Hohlraum (44) verbunden.
Über dem Rückschlagventil (5) befindet sich eine mutternförmige
Verschraubung (63) an der Umlenkstelle des zum Absperrhahn (6)
führenden Kanals für den Stofftransport. In einem Fortsatz (64)
der Verschraubung (63) befindet sich ein nicht näher darge
stellter Drucksensor, der ein optisches Anzeigeelement (65) für
den Druck aufweist. Auch kann gegebenenfalls eine elektrische
Erfassung und z. B. digitale Anzeige des Drucks erfolgen.
Ein weiterer Drucksensor (62) ist mit einem Fühlerelement im
Innern mit der Vorratskammer (20) verbunden. Die Druckwerte
können elektronisch ausgewertet und zur Funktionsüberwachung
des ganzen Systems benutzt werden.
Mit der oben beschriebenen Vorrichtung können sechs ver
schiedene Sprüh- bzw. Spritzverfahren ausgeübt werden, die im
folgenden näher beschrieben sind.
- 1. Zum kontinuierlichen Sprühen eines Stoffes wird der in Verbindung mit Fig. 2 näher beschriebene Einsatz (57) verwendet. Die Gewindebohrung (14) ist über ein nicht näher dargestelltes Dreiwegeventil mit der Druckluftquelle verbunden. Der Arbeitsraum (26) ist über den Anschlußstutzen (11) an atmosphärischen Luftdruck gelegt. Über die Gewindebohrung (14) und den Kanal (46) gelangt Druckluft in die Arbeitskammer (45). Von dort strömt die Druckluft über den Hohlraum (44) und den Kanal (61) zum Ringhohlraum (60), aus dem sie über die die Düse (58) in gleichmäßigen Abständen umgebenden Luftauslaßkanäle (59) entweicht. Die der Arbeitskammer (45) zugewandte ringförmige Stirnfläche des Abschnitts (39) ist unter Abstimmung auf die aus den Luftauflaßkanälen (59) austretende Luftmenge so groß ausgebildet, daß der sich in der Arbeitskammer (45) aufbauende Druck ausreicht, um den Schiebekörper (40) entgegen der Kraft der Spiralfeder (42) um ein geringes Stück, z. B. 2 mm, zu verschieben. Hierdurch wird die Ventilplatte (53) vom Ventilkörper (55) abgehoben. Es entsteht ein Durchlaß an dem die Ventilplatte (53) und den Ventilkörper (55) enthaltenden Ventil. Der zu versprühende Stoff wird unter Druck in die Vorratskammer (20) gefördert und strömt von dort durch den Kanal (32) in den Hohlraum (51). Durch die Öffnung des Ventils gelangt daher zu versprühender Stoff kontinuierlich zur Düse (58), aus der er austritt und in den Einwirkungsbereich der aus den Luftauslaßkanälen (59) austretenden Druckluft gelangt, mit der der Stoff ein Luft-Materialgemisch, das unter Druck als Sprühnebel auf einen Gegenstand aufgebracht werden kann.
- 2. Weiterhin ist mit der in Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung
ein Sprühen eines viskosen Stoffes möglich, der ein genau
vorgegebenes Volumen aufweist, das durch die axiale Lage
der Anschlagspindel (12) bestimmt wird. Durch eine nicht näher
dargestellte Skala an der Stellmutter (13) wird das über die
Anschlagspindel (12) einstellbare Volumen der Vorratskammer
(20) angezeigt. Der Anschlußstutzen (11) ist bei der
Ausübung des vorstehend erwähnten Verfahrens z. B. über ein
Dreiwegeventil in gleicher Weise wie die Gewindebohrung an
die Druckluftquelle angeschlossen. Unter dem Druck, mit dem
der zu versprühende Stoff gefördert wird, füllt sich die
Vorratskammer mit dem Stoff, bis der Kolben (24) an der
Anschlagspindel (12) anliegt. Eine Feder zum Zurückziehen
des Kolbens (24) in seiner einen Endlage erübrigt sich
daher. Danach werden die Arbeitskammern (26) und (45) mit
Druckluft versorgt, die sich gleichmäßig auf die Arbeits
kammern (26) und (45) verteilt. Die Ventileinrichtung (4)
arbeitet in gleicher Weise wie oben bereits beschrieben. Der
Kolben (26) schiebt den Stößel (23) in die Vorratskammer
(20), wodurch sich in dieser ein Druck aufbaut, durch den
das Rückschlagventil (5) geschlossen wird. Deshalb wird kein
weiterer Stoff mehr in die Vorratskammer (20) eingespeist.
Der Stößel (23) verdrängt die in der Vorratskammer (20)
vorhandene viskose Stoffmenge, die über den Kanal (32) und
das Ventil zur Düse (58) strömt, bis die Stirnseite des
Stößels (23) an der Verschlußdichtung (33) anliegt.
Anschließend werden die Arbeitsräume (26) und (45) an
atmosphärischen Luftdruck gelegt. Dies hat zur Folge, daß
die Ventileinrichtung (4) schließt und das Rückschlagventil
(5) öffnet. Es gelangt unter Druck erneut Stoff über eine
Ringkammer (67) in der Vorratskammerwand zur Stirnseite des
Stößels (23), der durch den in der Vorratskammer (20)
einströmenden Stoff aus dieser verdrängt wird, bis sich der
Kolben (24) gegen die Anschlagspindel (12) legt. Danach
kann der oben beschriebene Vorgang wiederholt werden.
Die Druckluftzufuhr zum Arbeitsraum (26) kann durch eine nicht dargestellte Eingangsluftdrossel reduziert werden, um den Druck im Arbeitsraum (26) gerade so hoch werden zu lassen, daß das Rückschlagventil (5) schließt und der Stößel (23) bis zur Verschlußdichtung (33) bewegt wird. - 3. Ein kontinuierliches Sprühen mit Niederdruck ohne Bei mischung von Druckluft mit Hilfe des Materialförderdruckes (Klecksen) setzt voraus, daß keine Luftauslaßkanäle (59) vorhanden sind. Es wird z. B. ein entsprechender Einsatz ohne Luftauslaßkanäle (59) in die Vorrichtung (1) eingebaut. Es ist auch möglich, eine Dichtung im Ringholraum (60) vorzusehen, durch die die Luftauslaßkanäle (59) abgedichtet werden. Die Druckluft gelangt in die Arbeitskammer (45) und bewegt den Schiebekörper (40) in die Ventilöffnungsstellung gegen die Kraft der Spiralfeder (42). Hierbei kann Stoff aus der Vorratskammer (20) über den Kanal (32) und den Hohlraum (51) zum offenen Ventil gelangen, aus dem er in die Düse (58) übertritt. Die aus der Düse pro Zeiteinheit austretende Stoffmenge hängt vom Druck in der Vorratskammer (20) bzw. dem Materialförderdruck ab. Die Sprühdauer wird vorzugsweise durch ein Zeitrelais gesteuert, mit dem die Zufuhr von Druckluft zum Arbeitsraum (45) unterbrochen wird, wodurch sich die Ventileinrichtung (4) schließt.
- 4. Eine Volumendosierung beim Sprühen mit Niederdruck ohne Druckluftbeimischung mit Hilfe des Materialförderdrucks (Klecksen) wird erreicht, wenn die Arbeitskammer (26) in gleicher Weise wie bei dem unter Punkt 2. erwähnten Verfahren mit Druckluft versorgt wird. Um keinen uner wünscht hohen Druck in der Arbeitskammer (26) zu erzeugen, wird die Druckluftzufuhr gedrosselt, wenn die vorgegebene Stoffmenge aus der Vorratskammer (20) verdrängt wird.
- 5. Zum Hochdrucksprühen des Stoffes ohne Druckluftbeimischung
wird der Arbeitsraum (45) an atmosphärischen Druck gelegt.
Die Arbeitskammer (26) wird über ein nicht dargestelltes Steuerventil an Druckluft angeschlossen. Durch den Druck in der Arbeitskammer (26) bewegt der Kolben (24) den Stößel (23) in die Vorratskammer (20), wodurch sich ein Druck in dieser aufbaut, der das Rückschlagventil (5) schließt. Eine weitere Verschiebung des Stößels (23) führt zu einer Erhöhung des Druckes in der Vorratskammer (20), dem Kanal (32) und dem Hohlraum (51), bis der auf die Ventilplatte (53) wirkende Druck die Federvorspannung übersteigt. Hierdurch wird der Schiebekörper (20) in die Öffnungsstellung der Ventilvorrichtung (4) verschoben. Der aus dem Ventil austretende Stoff gelangt zur Düse (58) und tritt aus dieser unter hohem Druck aus, wobei er zerstäubt wird. Solange der hohe Druck im Stoff vorhanden ist, bleibt die Ventilein richtung (4) geöffnet. Wenn der Kolben (26) am Flansch (28) anschlägt, fällt der Druck rasch ab, so daß die Ventilein richtung (4) schließt. Durch den Kolben (24), der eine größere Angriffsfläche hat als der Stößel (23), wird der für das luftlose Zerstäuben (Airless) notwendige hohe Druck erzeugt. - 6. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es erforderlich, das
Hochdruckzerstäuben (Airless) unter Beimengung von Druckluft
in bestimmten Grenzen weiter zu beeinflussen. Dieses
Verfahren wird als Airless-Verfahren mit Luftunterstützung
bezeichnet. Bei diesem Verfahren sind die Arbeitskammern
(26) und (45) zugleich mit Druckluft beaufschlagbar. Der
Einsatz (57) enthält neben der Düse (58) wieder Luftauslaß
kanäle (59). Zwischen der Gewindebohrung (14) und der
Druckluftquelle ist jedoch eine Drossel angeordnet. Zunächst
ist die Druckluftzufuhr zur Arbeitskammer (45), z. B. drucklos
bzw. verschlossen. Wird die Druckluftzufuhr zur Arbeits
kammer (26) freigegeben, entsteht ein Druckaufbau in der
Vorratskammer (20), der sich in der oben unter Punkt 5.
angegebenen Weise bis zum Hohlraum (51) fortsetzt und die
Ventileinrichtung (4) öffnet. Danach kann über die
Arbeitskammer (45) durch Öffnen der Drossel dem Hohlraum
(44) und dem Kanal (61) sowie den Ringhohlraum (60) dem
Einsatz (57) Druckluft zugeführt werden, die dem zerstäubten
Stoff beigemischt wird. Damit wird ein Sprühnebel wie
gewünscht beeinflußt. Je weiter die Drossel geöffnet wird, um
so weniger Luft bzw. Druck steht für den Arbeitsraum (26)
zur Verfügung, so daß der von dem Kolben (24) erzeugte
hohe Druck parallel hierzu reduziert werden kann. Dabei
sinkt auch der im Expansionsraum vorhandene Druck und die
Ventileinrichtung (4) könnte gegebenenfalls schließen, was
aber durch die den Schiebekörper (40) über den Arbeitsraum
(45) beeinflussende Druckluft ausgeglichen wird, die genügend
Druck aufbaut, um die Ventileinrichtung (4) offen zu halten.
Der Hub des Stößels (23) kommt an der Dichtung (33) zum Stillstand und wird wie bei dem unter Punkt 2. und 4. beschriebenen Dosierungsverfahren über die Anschlagspindel (12) auf einen gewünschten Wert eingestellt.
Der Fig. 3 ist eine besonders hervorzuhebende Ausführungsform
der Erfindung zu entnehmen, in der die Elemente, die im
Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschriebenen, mit gleichen
Bezugszeichen versehen sind. Auch wird nicht näher auf die
Druckluft-Kolben-Zylinder-Einrichtung (3) eingegangen, die
ausführlich anhand der Fig. 2 erläutert wurde. Gleiches gilt
bezüglich des Gehäuses (2) und seinen Anschlüssen für das zu
versprühende Medium und den in diesen verschiebbar ange
ordneten Stößel.
Die Vorrichtung (69) nach Fig. 3 unterscheidet sich von der von
Fig. 2 dadurch, daß die Relativbewegung zwischen der den
Ventilsitz bildenden Ventilplatte (53) und dem Ventilkopf (55)
dadurch erfolgt, daß der Ventilkörper (30) zu dem Gehäuse (2)
verschiebbar ausgebildet ist, daß sich also der Ventilkörper (55)
von der Ventilplatte (53) abheben läßt, die über den Führungs
hohlzylinder (48) gegen den Einsatz (57) festgelegt ist. Dabei
ist der Führungshohlzylinder (48), entlang dessen lnnenfläche
als Führung für den Ventilkörper (30), und zwar dessen
Abschnitt (36) der Ventilkörper (30) axial verschiebbar
angeordnet ist. Der Führungshohlzylinder (48) ist von einem
axial in Richtung der Ventileinrichtung sich erstreckenden
hohlzylinderförmigen Abschnitt (70) des Gehäuses (2) aufge
schraubten Element (71) aufgenommen, der aus zwei entgegenge
setzt geöffneten Hohlzylinderabschnitten (72) und (73) besteht.
Dabei ist der dem Gehäuse (2) zugewandte Hohlzylinderabschnitt
(72) auf dem Gehäusehohlzylinderabschnitt (70) aufgeschraubt.
Die Innenfläche (74) des Gehäusehohlzylinderabschnittes (70)
dient als Gleit- und Führungsfläche eines Kolbens (75), der
entgegen der Vorspannung eines Federelementes (76) eine von
dem Gehäuse (2) weggerichtete Kraft erfährt. Fest mit dem
Zylinder (75) ist der Ventilkolben (30) verbunden, dessen
gehäuseseitiges Ende (31) in der Vorratskammer (20) mündet.
Zwischen der dem Zylinder (75) zugewandten Fläche (77) des
Elementes (71) und dem Zylinder (75) ist nun eine weitere
Arbeitskammer (78) ausgebildet, die die Aufgabe und Funktion
der weiteren Arbeitskammer (45) der Fig. 2 erfüllt. Folglich
mündet in der weiteren Arbeitskammer (78) ein Kanal (79), der
über einen Anschluß (80) mit einer Druckluftquelle verbunden
ist. Von der Arbeitskammer (78) führt des weiteren ein Kanal
(82) zu dem Einsatz (57) und mündet in gegebenenfalls dort
vorhandenen Luftauslaßkanälen (59).
Der Kanal (82) verläuft in einem hohlzylindeförmigen Endab
schnitt (83) der Ventileinrichtung (4), der den Hohlzylinderab
schnitt (73) des Elementes (71) aufnimmt. Mit anderen Worten ist
der Endabschnitt (83), der eine topfförmige Gestalt aufweist, ein
umlaufender Ringraum, in den das Element (73) eingeschraubt
wird.
Das vordere der Düse (58) zugewandte Ende des Abschnittes (83)
hinterfaßt den Einsatz (57), so daß beim Festschrauben auf den
Abschnitt (73) ein dichtes Anliegen gewährleistet ist, da
zwischen der Innenfläche des Einsatzes (57) und dem freien
äußeren Ende des Führungshohlzylinders (48) die Ventilplatte
(53) eingespannt ist.
Die im Bereich der Ventileinrichtung (4) bzw. dem Gehäuseab
schnitt (70) erforderlichen Dichtungen sind in der Zeichnung
dargestellt, wodurch sich deren Aufgabe ohne eine weitere
Erläuterung ergibt.
Die Funktion der Vorrichtung nach Fig. 3 entspricht bezüglich
der Sprüh- und Spritzverfahren denen, die zuvor unter den
Punkten 1 bis 6 erläutert worden sind. Dabei besteht zu der
Ausführungsform nach Fig. 2 nur dahingehend ein Unterschied,
als daß der Ventilkörper (30) zum Gehäuse (2) verschiebbar ist,
wohingegen nach der zuerst geschilderten Ausführungsform der
Schiebekörper (40) zum Gehäuse (2) bei fest mit dem Gehäuse
verbundenen Ventilkörper (30) verschiebbar ausgebildet ist.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Vorrichtungen sind, wie
oben erläutert wurde, universell für verschiedene Sprüh- bzw.
Spritzverfahren einsetzbar. Trotzdem weisen die Vorrichtungen
(1) und (69) nur wenige, konstruktiv einfache Bestandteile auf.
Die Verschleißteile können durch Lösen der Überwurfmuttern (43)
und (56) bzw. (83) leicht ausgebaut und ersetzt werden. Auch
der Einsatz (18) kann bedarfsweise schnell und einfach ein- und
ausgebaut werden.
Die elektronische Überwachung und Steuerung vereinfacht die
Handhabung der Vorrichtung.
Die Vorrichtungen (1) und (69) können durch Weglassen von
Dichtungen bzw. Bohrungen noch vereinfacht werden, wenn eine
universelle Verwendung nicht angestrebt wird. Die Vorrichtungen
(1) und (69) bestehen im wesentlichen aus einem hydraulischen
und einem pneumatischen Teil. Der pneumatische Teil in Form
eines Druckluftmotors dient sowohl der Druckerhöhung für den
Betrieb mit Hochdruck (Airless-Verfahren), als auch der
Dosierung für das auszustoßende Volumen. Ein variabler
Anschlag innerhalb des Druckluftmotors gestattet ein stufenloses
Regeln der Ausstoßmenge. Speziell für das unter 2. und 4.
angeführte Sprühverfahren ist der Endanschlag des Kolbens (24)
des Druckluftmotors nicht der Flansch (28), sondern die
zusätzlich einlegbare Dichtung (33). In diesem Falle trifft die
Stirnseite des Stößel (23) die Durchgangsstelle des Materials und
verschließt diese hermetisch, so daß ein weiterer Materialfluß
verhindert wird. Damit ist erreicht, daß die Dosierung durch
den Weg des Stößels (23) herbeigeführt und auch beendet wird.
Dieser Ablauf ist für die Dosierungsform der Volumensteuerung
erforderlich, unabhängig davon, ob das austretende Spritzgut
zusätzlich zerstäubt wird oder nicht.
Der Stößel (23) stellt die Verbindung vom pneumatischen zum
hydraulischen Teil dar. Beide Arbeitsbereiche werden durch eine
Dichtung voneinander getrennt, worauf hier nicht näher
eingegangen werden muß. Beide Komponenten werden durch das
Gehäuse bzw. den Pistolenkörper miteinander verbunden. Dieser
Pistolenkörper (Gehäuse) trägt außerdem alle Bohrungen für den
Materialeinlaß in Verbindung mit dem Rückschlagventil (5), den
Luftkanälen (soweit erforderlich), für die elektrische Über
wachung und Befestigung. Der hydraulische Teil ist in Form
einer Kartusche als Einheit konstruiert und dementsprechend für
den Service leicht demontierbar. Dieser Bereich ist von großer
Bedeutung, da er alle Funktionen und Einzelteile der Ventil
konstruktion enthält.
Den Fig. 4 und 5 sind weitere besonders hervorzuhebende
Ausgestaltungen der Erfindung zu entnehmen. Dabei sind
grundsätzlich für Elemente, die auch in den Fig. 1 bis 3
vorzufinden sind, gleiche Bezugszeichen gewählt.
Erkennbar stellt die Sprühvorrichtung nach Fig. 4 eine Variante
der nach Fig. 3 dar. So geht von dem Gehäuse (2) ein
Hohlzylinderabschnitt (70) aus, der sich in Richtung der
Ventileinrichtung (4) erstreckt. Der Hohlzylinderabschnitt (70)
kann dabei auch ein aus dem Gehäuse (2) ragender Endabschnitt
einer Kartusche (100) sein, die lösbar in dem Gehäuse (2)
anordbar ist, jedoch bei Betrieb der Sprühvorrichtung stationär
zu dem Gehäuse (2) verharrt. Innerhalb des Hohlzylinderab
schnittes (70) ist nun ein Kolben (101) verschiebbar, der dem in
Fig. 3 mit dem Bezugszeichen (75) versehenen Kolben entspricht.
Der Kolben (101) des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4 stellt
jedoch einen Abschnitt des Ventilkörpers (102) dar, der
gegenüber dem Führungshohlzylinder (48) verschiebbar
ausgebildet ist. Der Ventilkörper (102) ist im wesentlichen als
länglicher Hohlzylinder ausgebildet, der seinerseits eine fest mit
der Kartusche (100) bzw. dem Gehäuse (2) verschraubbare
Hohlnadel (103) umgibt, die zur Vorratskammer (20) hin geöffnet
ist. Die auch als Hohlzapfen bezeichnete Hohlnadel (103) ist in
der Vorratskammer mit der Dichtung (33) versehen, an die der
Verdrängerkolben (23) bei maximalem Hub anlegbar ist. Durch
den Hohlzapfen (103) kann nun der zu versprühende Stoff
gedrückt werden, um über eine radial verlaufende Öffnung (104)
in den Hohlraum (51) zwischen Führungshohlzylinder (48) und
der Außenseite des Ventilkörpers (102) zu strömen. In Abhängig
keit von dem dort herrschenden Druck hebt sich dann der
Ventilkopf (55) von dem Ventilsitz (53) ab. Die Öffnung (104)
stellt folglich die Verbindung zwischen der Kammer (105) und
dem Hohlraum (101) dar, wobei erstere von der Innenwandung
des Ventilkörpers (102) und der Stirnfläche des Hohlzapfens (103)
begrenzt wird.
Der Führungshohlzylinder (48) wird entsprechend dem Aus
führungsbeispiel der Fig. 3 seinerseits von einem auf dem
Gehäusehohlzylinderabschnitt (70) aufschraubbaren Hohlzylinder
(73) aufgenommen, auf dem seinerseits der topfförmige
Endabschnitt (83) der Ventileinrichtung (4) und eine weitere als
druckluftregulierend wirkende Überwurfmutter (112) schraubbar
ist.
Zwischen der dem Kolben (101) zugewandten Wandung (106) des
den Führungshohlzylinder (48) aufnehmenden Hohlzylinder (73),
der seinerseits fest mit dem Hohlzylinderabschnitt (70) der
Kartusche (100) bzw. des Gehäuses (2) verbunden ist, und der
ventilseitigen Stirnfläche (107) des Kolbens (103) ist nun der
weitere Arbeitsraum (78) ausgebildet, der über den Kanal (79)
mit dem Druckluftanschluß (80) verbindbar ist, um so in
Abhängigkeit von dem herrschenden Druck den Kolben (101)
gegen die Kraft der Feder (76) zu verschieben und damit den
Ventilkörper (102) vom Ventilsitz (53) abzuheben. Von der
Arbeitskammer (78) gehen Kanäle (107) und (109) aus, die in
den Luftauslaßkanälen (59) münden. Dabei können nach dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 4 die Luftauslaßkanäle (59) zum
Versprühen des über die Düse (58) austretenden Mediums
zwischen dem topfförmigen Endabschnitt (83) und einer
Zentrierkappe (110) verlaufen, die ihrerseits die Düse (8)
aufnimmt. Zwischen der Düse (58) und dem Ventilsitz (53)
befindet sich des weiteren eine kegelstumpfartige vorzugsweise
aus einem Polymer bestehende Dichtung (111).
Durch Verstellen des Regulierringes (112) kann nun die
Verbindung zwischen den Kanälen (108) und (109) derart
verändert werden, daß mehr oder weniger Druckluft über die
Luftaustrittskanäle (59) abgegeben wird.
Die Verschiebung des Ventilkörpers (102), der erfindungsgemäß
eine starre Einheit mit dem gegen die Feder (76), die eine von
dem Gehäuse (2) weggerichtete Kraft hervorruft, verschiebbaren
Kolben (101) bildet, kann ausschließlich und/oder mit Druckluft
unterstützt erfolgen. Bei einer entsprechenden Arbeitsweise kann
der Nachteil auftreten, daß der von der Druckluft hervorgerufene
Druck nicht schnell genug abgebaut werden kann, also die
Druckluft selbst nicht schnell genug entweicht. Hierdurch
verschließt der Ventilkopf (55) nicht umgehende den Ventilsitz
(53), so daß an der Materialdüse (58) ein Nachtropfen auftreten
könnte. Will man dennoch nicht darauf verzichten, daß den
abzugebenden Medien Druckluft zum Versprühen beigemischt wird,
so kann die Vorrichtung nach Fig. 4 entsprechend der
Darstellung nach Fig. 5 verändert werden. Auch hier werden für
gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen benutzt. Ebenfalls ist der
Ventilkörper (102) verschiebbar zu dem Führungshohlzylinder
(48) angeordnet und umgibt den Hohlzapfen (103), der mit dem
Vorratsraum (20) verbunden ist, von dem das durch den nicht
dargestellten Verdrängerkolben verdrängte Fluid durch den
Hohlzapfen (103) und die Kammer (105) hindurch über die
Öffnung (104) in den Hohlraum (51) strömt, um in Abhängigkeit
von dem dort herrschenden Druck den Ventilkopf (55) vom
Ventilsitz (53) abzuheben und somit eine Öffnung für das Medium
freizugeben. Der Ventilkörper (102) mündet in einem teller
förmigen Endstück (113), das einen radial verlaufenden Flansch
(114) aufweist, an dem eine Feder (115) anliegt, die sich
gehäuseseitig an einer Wandung (116) abstützt, die Teil des
Gehäuses (2) oder der in dieses einsetzbaren Kartusche (100)
ist. Der teller- oder scheibenförmige Abschnitt (113) mit dem
Flansch (114) ist nun in einer von Druckluft beaufschlagbaren
Kammer (117) bewegbar, die zum einen über den Kanal (79) mit
dem Druckluftanschluß (80) und zum anderen über allgemein mit
dem Bezugszeichen (119) versehene Kanäle mit der Luftaustritts
öffnung oder den Luftaustrittsöffnungen (59) verbunden ist. Zur
Einstellung der Druckluftabgabe ist wiederum ein in Form einer
Überwurfmutter ausgebildeter Regulierhohlzylinder (118)
vorgesehen, der den topfförmigen auch als Luftkappe zu
bezeichnenden Endabschnitt (83) teilweise umgibt. Wird nun die
Kammer (117) mit Druckluft beaufschlagt, so kann über den
Kanal (119) Druckluft an die Luftaustrittsöffnungen (59) geleitet
werden, um so dem über die Düse (59) zu versprühenden Stoff im
gewünschten Umfang Druckluft beimischen zu können. Soll eine
weitere Abgabe des Mediums unterbunden werden, wenn also der
Verdrängerkolben nicht weiterbewegt wird oder an der Dichtung
(123) anliegt, kann der Ventilkörper (102) und damit der
Ventilkopf (50) unmittelbar am Ventilsitz (53) zum Anliegen
gelangen, da eine Verzögerung durch den in der Kammer (117)
herrschenden Druck nicht eintritt. Vielmehr wird der Schließvor
gang unterstützt, da aufgrund der von dem Endabschnitt (113)
bzw. dem Flansch (114) gebildeten in der Kammer (117)
druckbeaufschlagbaren Flächen eine Kraftresultierende gegeben
ist, die in Richtung der Kraft der Feder (115) wirkt. Durch eine
entsprechende Anordnung ist ein schnelles Schließen des Ventils
gewährleistet, so daß ein Nachtropfen ausgeschlossen ist.
In Fig. 6 ist eine bevorzugte Ausführungsform des auch als
Verschleißbuchse zu bezeichnenden Führungszylinders (48) mit
der von diesem aufgenommenen Materialdüse (58) dargestellt. So
ist die Materialdüse (58) von der Gehäuseseite her in den
Führungszylinder (48) einsetzbar, wobei durch vorspringende
Nasen (120) und (122) eine Zentrierung gegeben ist. Die
Materialdüse selbst weist einen Hartmetalleinsatz (124) auf, der
die eigentliche Düse bildet und gehäuseseitig über den die Düse
aufnehmenden Haltekörper (125) mit einer planen Fläche (126)
vorsteht. Diese Fläche (126) dient gleichzeitig als Ventilsitz für
den Ventilkopf (127) an der Stirnfläche des Ventilkörpers (102)
bzw. (30). Dabei kann in der Stirnseite des Ventilkörpers (30),
(102) ein elastisches Element, das dann als Ventilkopf (55)
wirkt, eingelassen sein, um gegebenenfalls etwaige Verkantungen
auszugleichen. Durch eine entsprechende Konstruktion ist ein
einfacher Aufbau und damit problemloses Warten des Ventilkopfes
möglich, wobei sich die im Zusammenhang z.B. mit den Fig. 2
und 3 beschriebenen Ventilplatten (53) erübrigen. Auch ist es
nicht erforderlich, daß der Ventilkopf kugelförmig ausgebildet
ist, wie es in den Fig. 2 bis 5 dargestellt ist. Vielmehr kann
die dem Ventilsitz (126) zugewandte Fläche flach ausgebildet
sein, wie es in der Fig. 6 angedeutet ist.
Zu der Fig. 2 ist noch ergänzend zu bemerken, daß die
hydraulische Einheit, die die Kartusche und die Ventilein
richtung umfaßt, über einen Nutring (123) von dem Druckluft
motor trennbar ist, wodurch sich eine hohe Wartungsfreundlich
keit ergibt.
In Fig. 8 ist eine vereinfachte Ausführungsform einer Vor
richtung (130) zum Sprühen bzw. Spritzen flüssiger oder
pastenförmiger Stoffe dargestellt, und zwar der Teil, der eine
Ventileinrichtung (134) umfaßt, die über z. B. eine Kartusche
(136) mit einem Gehäusekkörper (138) verbunden ist. Dabei ist die
Kartusche (136) in dem Gehäuse (138) einschraubbar. Kartusche
(136) und Gehäuse (138) können jedoch auch einstückig
ausgebildet sein. Mit anderen Worten entsprechen die Elemente
(136) und (138) z.B. den Elementen (2) und (100) gemäß Fig.
4.
Als eigenständiges erfinderisches Merkmal ist in der Ventilein
richtung (134) ein als Hohlzylinder (140) ausgebildeter
Ventilkörper vorhanden, der axial verschiebbar einen Hohl
zylinder oder Hohlzapfen (142) umgibt, der fest mit der
Kartusche (136) und damit mit dem Gehäuse (138) verbunden ist
und einen durchgehenden Kanal (144) aufweist, der die nicht
dargestellte Kammer (20) gemäß Fig. 2, 3 oder 4, in dem der
Stößel (23) verschiebbar angeordnet ist, mit einer Kammer (146)
verbindet. Von der Kammer (146) strömt der über eine Düse
(148), die der z. B. in Fig. 6 dargestellten entspricht, zu
versprühende bzw. zu verspritzende Stoff in eine Kammer (150),
in der das vordere Ende des Ventilkörpers (140) in Abhängigkeit
von dem in der Kammer (150) herrschenden Druck verschiebbar
angeordnet ist. Der Ventilkörper (140) weist einen kugelförmigen
Endabschnitt (152) auf, der auf einen Ventilsitz (154) anlegbar
oder von diesem beabstandet ist, um so eine Verbindung zu der
Ventildüse (48) herzustellen oder nicht.
Der hohlzylinderförmige Ventilkörper (140) wird von einem
hohlzylinderförmigen Führungszylinder (154) aufgenommen, der
über eine Überwurfmutter (156) mit der Kartusche (136)
verbunden ist.
Damit der Ventilkörper (140) eine in Richtung des Ventilsitzes
(154) wirkende Kraft erfährt, ist ein Federelement (158)
vorgesehen, das zum einen gegen eine dem Gehäuse (138)
naheliegende Wandung (160) der Kartusche (136) und zum
anderen an einen stufenförmigen Absatz (162) eines ebenfalls
koaxial den Hohlzylinder (142) umgebenden Federtellers (164)
abstützbar ist. Der Federteller weist einen Abschnitt (166) auf,
der von dem Führungszylinder (154) geführt aufgenommen ist.
Der die Stufe (162) aufweisende Abschnitt weist einen größeren
Durchmesser auf und erstreckt sich in einem das Federelement
(158) aufnehmenden Raum (168), der dem Raum (117) der Fig. 5
entspricht. Die Dichtigkeit zwischen der Innenwandung des
Führungszylinders (154) einerseits und der Außenwandung des
Hohlzylinders (142) andererseits wird nun durch eine einzige
Dichtung (168) gewährleistet, die zwischen dem Ventilkörper
(140) und dem diesen zugewandten Abschnitt (166) des
Federtellers (164) angeordnet ist. Hierdurch ergibt sich eine
konstruktive Vereinfachung, da andernfalls - wie z. B. in Fig. 5 -
zumindest zwei Dichtungen vorhanden sein müßten, die die
Flächen zum einen zwischen dem Ventilkörper (113) und dem
Hohlzylinder (103) und zum anderen zwischen dem Ventilkörper
(113) und dem Führungszylinder (48) abdichten. Diese Dichtungen
sind in Fig. 5 mit dem Bezugszeichen (170) und (172) versehen.
Selbstverständlich kann die Ausführungsform nach Fig. 8 auch
dahingehend modifiziert sein, daß der Ventilkolben (140) und der
Federteller (164) mit dem zylinderförmigen Abschnitt (166)
einstückig ausgebildet sind, so daß an deren Innen- und
Außenfläche jeweils eine gesonderte Dichtung vorgesehen sein
muß. Auch besteht die Möglichkeit, den Raum (168), in dem das
Federelement (158) und der Federteller (164) verschiebbar
angeordnet ist, mit einer Druckluftquelle zu verbinden, um so
entsprechend der Ausführungsformen z. B. gemäß Fig. 4 oder 5
die Ventilkolbenbewegung zu beeinflussen bzw. von der Kammer
(168) über nicht dargestellte Kanäle Druckluft zum Düseneinsatz
(Bezugszeichen (57) in Fig. 3) strömen zu lassen.
Anhand der Fig. 8 wird erkennbar, daß eine überaus
reproduzierbare Stoffabgabe über die Vorrichtung (130) möglich
ist, da immer gleiche Ventilkräfte wirken. Dies ist mit dem
Umstand verbunden, daß die von dem Ventilkörper (140)
gebildete Ringfläche konstant bleibt, so daß unabhängig von
einem etwaigen Verschleiß am Ventilkopf (152) gleiche Druckver
hältnisse gegeben sind. Beim Stand der Technik ist zum Teil die
druckbeaufschlagbare Fläche die einem Verschleiß ausgesetzte mit
dem Ventilsitz wechselwirkende Ventilkopffläche, die in
Abhängigkeit von der Benutzungsdauer und -art verständlicher
weise veränderbar ist.
Zu der Dichtung (168) ist zu bemerken, daß diese aus einem
Polymer oder einem Polymer bestehen kann.
In Fig. 7 ist in Explosionsdarstellung das Rückschlagventil (5)
dargestellt, das nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als
austauschbare Einheit ausgebildet sein kann. Das Rückschlag
ventil (5) besteht aus einem einschraubbaren Käfig (174), in
dem eine Anpreßfeder (176) mit aus Keramik oder Hartmetall
bestehender Dichtkugel (178), Ventilsitz (180) und Dichtscheibe
(182) austauschbar angeordnet ist. Bei einem Verschleiß des
Rückschlagventils (5) braucht die zuvor erwähnte aus den
Elementen (174) bis (182) bestehende Einheit nur aus dem
Gehäuse herausgeschraubt zu werden, um durch eine neue ersetzt
zu werden. Hierdurch ergibt sich eine hohe Wartungsfreund
lichkeit.
Claims (24)
1. Vorrichtung zum Sprühen bzw. Spritzen flüssiger oder
pastenförmiger Stoffe mit einem Gehäuse, das für den jeweils
zu spritzenden oder versprühenden Stoff eine Vorratskammer
aufweist, zu der eine Leitung für den unter Druck
eingespeisten Stoff verläuft und in die ein Stößel verschieb
bar ist, der mit einem, in einer ersten Arbeitskammer
druckluftbeaufschlagbaren, in einem mit dem Gehäuse
verbundenen Zylinder verschiebbaren Kolben verbunden ist,
sowie mit einer bei einem vorgegebenen hohen Druck in der
Vorratskammer betätigbaren Ventileinrichtung, die eine mit
einem Ventilsitz versehene, vom Druck des Stoffs beauf
schlagbare außenseitig eine Spritzdüse begrenzende
Ventilplatte enthält, die mit einem vom Gehäuse ausgehenden
Führungshohlzylinder befestigt ist, der einen über
mindestens einen Kanal mit der Vorratskammer verbundenen
Hohlraum aufweist, in dem sich ein mit der Ventilplatte
zusammenwirkender von dem Gehäuse ausgehender Ventil
körper befindet, wobei der Führungshohlzylinder unter einer
in Richtung des Gehäuses wirkenden Federvorspannung
verschiebbar zu dem Gehäuse ausgebildet oder starr mit dem
Gehäuse verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Führungshohlzylinder (48) oder einem mit
diesem verbundenen Element (73) und einem den Ventilkörper
(30) haltenden Element (18, 75) eine weitere Arbeitskammer
(45, 78) angeordnet ist, die zur relativen Verschiebbarkeit
des Ventilkörpers (30) zu der Ventilplatte (53) mit Druckluft
beaufschlagbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Arbeitskammer (45, 78) mit einem die
Spritzdüse (58) umgebenden Einsatz (57) verbunden ist, der
gegebenenfalls mit Luftauslaßkanälen (59) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein den Führungshohlzylinder (48) aufweisender
Schiebekörper (40) einen kolbenförmig in einem weiteren
mittelbar oder unmittelbar mit dem Gehäuse (2) verbundenen
Zylinder (38) verschiebbar gelagerten Abschnitt (39)
aufweist, der mit Wänden des Hohlzylinders (38) die weitere
Arbeitskammer (45) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das den Ventilkörper (30) aufnehmende vorzugsweise als
Kolben (75) ausgebildete Element von einem vorzugsweise
hohlzylinderförmig in Richtung der Spritzdüse (58)
geöffneten Gehäuseabschnitt (70) aufgenommen ist und unter
Einwirkung einer von dem Gehäuse (20) weggerichteten
Federvorspannung steht und daß der Führungszylinder (48)
eine vorzugsweise trennbare Einheit mit dem Gehäuse (2)
bildet, in welcher sich die Dichtung für den Ventilkörper
befindet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hohlzylinderförmige Gehäuseabschnitt (70) von einem
als Überwurfmutter wirkenden Hohlzylinderabschnitt (72)
umgeben ist, der einen entgegengesetzt geöffneten
Hohlzylinderabschnitt (73) kleineren Durchmesser aufweist,
der seinerseits von einem weiteren eine Überwurfmutter
bildenden Hohlzylinder (73) aufgenommen ist, der innenseitig
den Führungshohlzylinder (48) bildet oder mit diesem
verbunden ist und außenseitig den Einsatz (57) lösbar
aufnimmt und die weitere Arbeitskammer (78) mit dem
Einsatz (57) verbindende Kanäle (82) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Arbeitskammer (45, 78) über eine von
vorzugsweise einer Gewindebohrung (14) ausgehende Leitung
über ein Absperrventil mit einer Druckluftquelle verbunden
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Kolben (24) zum Betätigen des Stößels (23)
aufnehmende erste Arbeitskammer (26) wahlweise zur
Atmosphäre geöffnet oder über ein Ventil mit der Druckluft
quelle verbindbar ist, an der die weitere Arbeitskammer
(45, 78) anschließbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß im weiteren Zylinder (38) zwischen dem kolbenförmigen
Abschnitt (39) und einer den Zylinder (38) an in Richtung
der Spritzdüse einem offenen Ende abschließenden, mit einer
Durchlaßöffnung für den Schiebekörper (40) versehenen
Überwurfmutter (43), die auf die Außenseite des Zylinders
(38) aufschraubbar ist, eine Spiralfeder (42) angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine mit dem Führungshohlzylinder (48) zusammen
wirkende Führungsfläche (39) ein Endabschnitt einer in
ihrer Mitte mit einer angeformten Mutter des Ventilkörpers
versehenen Hohlnadel (30) ist, deren anderer Endabschnitt
(31) in einen Einsatz (18) eingeschraubt ist, der den
weiteren Zylinder (38), einen mit diesem verbundenen Kanal
(46) sowie die Vorratskammer (20) enthält und in eine
Aussparung im Gehäuse (2) eingeschraubt ist, wobei der
Kanal (46) über einen freien Raum zwischen dem Einsatz
(18) und dem Gehäuse (2) mit der Gewindebohrung (14) für
die Zufuhr von Druckluft verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlnadel (30) an ihrem in den Hohlraum (51)
ragenden Endabschnitt (35) einen radial abgebogenen
Auslaßkanal aufweist und daß das Ende der Hohlnadel (30)
im Hohlraum (51) einen Ventilkopf (55) trägt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkopf (55) aus einem Polymer oder Elastomer
besteht.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz mit der Düse einteilig mit der Ventilplatte
(53) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein die den Kolben aufnehmende Arbeitskammer
umgebender Zylinder (8) über einen Sicherungsring (27) mit
einem die eine Öffnung des Zylinders (8) verschließenden
Flansch (28) verbunden ist, der am Gehäuse (2) ange
schraubt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zuleitung für den Stoff ein Rückschlagventil (5)
vorhanden ist und daß zwischen diesem und der Quelle für
den Stoff ein Absperrhahn (6) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorratskammer (20) mit einem Drucksensor
verbunden ist, der verschiedene Druckschwellenwerte
anzeigt.
16. Vorrichtung nach insbesondere nach Anspruch 1 mit einem
verschiebbar angeordneten Ventilkörper,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkörper (30, 102) in einen Kolben (101)
übergeht, der zum einen den weiteren Arbeitsraum (78)
begrenzt und zum anderen von der Feder (76) mit einer von
dem Gehäuse (2) weggerichteten Kraft beaufschlagbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkörper (102) koaxial verschiebbar einen
Hohlzylinder (103) umgibt, der mit dem Gehäuse (2) oder
einer mit diesem starr verbindbaren Kartusche (100)
verbunden ist und von dem von der Vorrichtung abzugeben
dem Stoff durchströmbar ist.
18. Vorrichtung nach vorzugsweise Anspruch 1 mit einem zum
Gehäuse verschiebbar ausgebildeten Ventilkörper,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkörper (102) in einen tellerförmigen
Endabschnitt (113, 114) übergeht, der in einer von
Druckluft beaufschlagbaren Kammer (117) angeordnet ist, die
einerseits von einer Wandung des Gehäuses (2) oder einer
mit dem Gehäuse fest verbundenen Kartusche (100) und
andererseits von dem Führungszylinder (48) oder ein mit
diesem verbundenen Element (73) begrenzt ist, wobei der
tellerförmige Endabschnitt vollständig von Druckluft
umspülbar und von einer Feder (115) beaufschlagbar ist,
die eine von dem Gehäuse (2) weggerichtete Kraft
hervorruft.
19. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialdüse (58) von dem Führungshohlzylinder
(48) aufgenommen ist und einen aus Hartmetall bestehenden
Einsatz (124) aufweist, der außenseitig die Ventilaustritts
öffnung und innenseitig den Ventilsitz (126) bildet.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilsitz (126) plan ausgebildet ist, auf dem eine
plane Stirnfläche oder ein plan ausgebildetes gegebenenfalls
elastisch ausgebildetes austauschbares Endstück (127) des
Ventilkörpers (30, 102) anlegbar ist.
21. Vorrichtung zum Sprühen bzw. Spritzen flüssiger oder
pastenförmiger Stoffe mit einem Gehäuse, das für den jeweils
zu spritzenden oder versprühenden Stoff eine Vorratskammer
aufweist, zu der eine Leitung für Stoff verläuft und in der
ein Stößel verschiebbar ist, der mit einem in einer ersten
Arbeitskammer druckluftbeaufschlagbaren in einem mit dem
Gehäuse verbundenen Zylinder verschiebbaren Kolben
verbunden ist sowie mit einer bei einem vorgegebenen Druck
in der Vorratskammer betätigbaren einen Ventilkörper
aufweisenden Ventileinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkörper (140) als Hohlzylinder ausgebildet ist,
der axial einen von dem Stoff durchströmbaren und
gegenüber diesem abgedichteten Hohlzylinder (142) umgibt,
daß der in der Vorrichtung (130) unverschiebbar
angeordnete Hohlzylinder (142) mit der Vorratskammer
verbunden ist, daß der Ventilkörper (140) geführt von einem
Führungszylinder (154) aufgenommen und gegenüber diesem
abgedichtet ist und daß der Ventilkörper (140) gegen eine
von einer Feder (158) hervorgerufenen Kraft durch den von
dem Stoff hervorgerufenen Druck verschiebbar ist, wobei die
Feder (158) zum einen gegen eine Wandung (160) des
Gehäuses (136, 138) der Vorrichtung (130) und zum anderen
gegen einen den Hohlzylinder (142) umgebenden und axial
zu diesem verschiebbaren Federteller (164) anliegt, der über
einen zylinderförmigen Abschnitt (166) auf den Ventilkörper
(140) einwirkt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hohlzylinderförmige Abschnitt (166) und der
Ventilkörper (140) eine Einheit bilden.
23. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Ventilkörper (140) und dem hohlzylinder
förmigen Abschnitt (166) eine zwischen dem Führungszylinder
(154) und dem den Stoff führenden Hohlzylinder (142)
verlaufende Dichtung (168) verschiebbar angeordnet ist.
24. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das in der Stoffzuführungsleitung vorhandene
Rückschlagventil (5) als austauschbare Einheit einen
einschraubbaren Käfig (174) mit in diesem vorhandener
Anpreßfeder (176), Ventilkugel (168), Ventilsitz (180) und
Dichtscheibe (182) umfaßt.
Priority Applications (10)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883808987 DE3808987A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffe |
| US07/572,964 US5203508A (en) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Dosing gun, in particular high-pressure dosing gun |
| AU32134/89A AU3213489A (en) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Dosing gun, in particular high-pressure dosing gun |
| AT89903135T ATE114254T1 (de) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Dosierpistole, insbesondere hochdruckdosierpistole. |
| PCT/EP1989/000286 WO1989008505A1 (fr) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Pistolet doseur, notamment pistolet doseur sous haute pression |
| EP19890903135 EP0404795B1 (de) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Dosierpistole, insbesondere hochdruckdosierpistole |
| JP50296289A JP2691786B2 (ja) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | 定量噴射銃 |
| DE58908664T DE58908664D1 (de) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Dosierpistole, insbesondere hochdruckdosierpistole. |
| SU4831280 RU2067895C1 (ru) | 1988-03-17 | 1989-03-17 | Дозировочный пистолет (его варианты) |
| FI904556A FI97335C (fi) | 1988-03-17 | 1990-09-17 | Annosteluruisku, erityisesti korkeapaineannosteluruisku |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883808987 DE3808987A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3808987A1 true DE3808987A1 (de) | 1989-09-28 |
Family
ID=6350007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883808987 Withdrawn DE3808987A1 (de) | 1988-03-17 | 1988-03-17 | Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3808987A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202018105383U1 (de) | 2018-09-19 | 2018-11-15 | WIDOBERG Vertriebsgesellschaft für industrielle Produkte mbH | Dosierpistole |
| CN115284747A (zh) * | 2022-09-02 | 2022-11-04 | 苏州微知电子科技有限公司 | 一种气溶胶点射喷头 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7343819U (de) * | 1974-03-28 | Chemische Fabrik Ravensberg | Hochdruckspritzpistole zum trägerluftfreien Ausspritzen von Schleif- und PoHeremulsionen | |
| FR2420373A1 (fr) * | 1978-03-22 | 1979-10-19 | Atlas Copco Ab | Pistolet pour pulveriser un liquide sous une pression elevee et sans air |
| DE2242030B2 (de) * | 1972-08-26 | 1980-02-07 | Walter 6051 Laemmerspiel Westenberger | Hochdruckdosierpistole insbesondere zum Aufbringen einer Polierpaste |
| DE3202189A1 (de) * | 1982-01-25 | 1983-08-04 | Gebrüder Hau Maschinenfabrik GmbH & Co, 6050 Offenbach | Hochdruckdosiervorrichtung, insbesondere zum ausspritzen einer polierpaste |
| DE3325660A1 (de) * | 1982-07-15 | 1984-01-19 | Centro Ricerche Fiat S.p.A., 10043 Orbassano, Torino | Vorrichtung zum sperren von fluessigen medien |
-
1988
- 1988-03-17 DE DE19883808987 patent/DE3808987A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7343819U (de) * | 1974-03-28 | Chemische Fabrik Ravensberg | Hochdruckspritzpistole zum trägerluftfreien Ausspritzen von Schleif- und PoHeremulsionen | |
| DE2242030B2 (de) * | 1972-08-26 | 1980-02-07 | Walter 6051 Laemmerspiel Westenberger | Hochdruckdosierpistole insbesondere zum Aufbringen einer Polierpaste |
| FR2420373A1 (fr) * | 1978-03-22 | 1979-10-19 | Atlas Copco Ab | Pistolet pour pulveriser un liquide sous une pression elevee et sans air |
| DE3202189A1 (de) * | 1982-01-25 | 1983-08-04 | Gebrüder Hau Maschinenfabrik GmbH & Co, 6050 Offenbach | Hochdruckdosiervorrichtung, insbesondere zum ausspritzen einer polierpaste |
| DE3325660A1 (de) * | 1982-07-15 | 1984-01-19 | Centro Ricerche Fiat S.p.A., 10043 Orbassano, Torino | Vorrichtung zum sperren von fluessigen medien |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202018105383U1 (de) | 2018-09-19 | 2018-11-15 | WIDOBERG Vertriebsgesellschaft für industrielle Produkte mbH | Dosierpistole |
| CN115284747A (zh) * | 2022-09-02 | 2022-11-04 | 苏州微知电子科技有限公司 | 一种气溶胶点射喷头 |
| CN115284747B (zh) * | 2022-09-02 | 2024-03-29 | 苏州微知电子科技有限公司 | 一种气溶胶点射喷头 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2437647A1 (de) | Spritzpistole fuer reaktionsfaehige gemische | |
| DE2008728C3 (de) | Handspritzpistole | |
| DE2610356A1 (de) | Pneumatisch betriebener zerstaeuber z.b. fuer schmiermittel | |
| EP0404795B1 (de) | Dosierpistole, insbesondere hochdruckdosierpistole | |
| DE102008035632B4 (de) | Sprühdüse für ein Sprühwerkzeug | |
| EP2929944A1 (de) | Farbsprüheinrichtung | |
| DE917357C (de) | Spritzapparat zum Spritzen von mehr oder weniger dickfluessigen Materialien | |
| EP0111089A2 (de) | Druckbehälter für Gase, Flüssigkeiten, pastöse Produkte oder dgl. | |
| DE3202189C2 (de) | Hochdruckdosiervorrichtung, insbesondere zum Ausspritzen einer Polierpaste | |
| DE102015010158A1 (de) | Applikationsgerät, insbesondere Rotationszerstäuber | |
| EP0578934A1 (de) | Vorrichtung zum Behandeln von Werkstücken mit einem Druckfluid | |
| DE3808987A1 (de) | Vorrichtung zum spruehen bzw. spritzen fluessiger oder pastenfoermiger stoffe | |
| DE2400745A1 (de) | Spruehkopf | |
| DE202005008831U1 (de) | Druckluftpistole | |
| DE662752C (de) | Verfahren zum Betriebe von Pressluftspritzpistolen und Vorrichtung zur Durchfuehrungdes Verfahrens | |
| DE10119520A1 (de) | Verfahren und Ventilanordnung für die Flüssigkeitsversorgung eines abkuppelbaren Teils einer Beschichtungsanlage | |
| DE3621947C1 (de) | Hochdruckdosiervorrichtung zum Ausspritzen einer Fluessigkeit,insbesondere einer Polierpaste | |
| EP0123781B2 (de) | Einrichtung zum Beeinflussen der Drehgeschwindigkeit einer Welle | |
| DE7907727U1 (de) | Spruehpistole | |
| DE202006002469U1 (de) | Vorrichtung zum pneumatischen Versprühen eines viskosen Fluids | |
| DE102014116607B4 (de) | Kartusche zum dosierten Ausbringen von flüssigen Medien und deren Verwendung | |
| EP0263249B1 (de) | Dosiereinrichtung | |
| DE2648170C3 (de) | Sprühkopf | |
| DE102014116585B4 (de) | Spritzvorrichtung und System mit einer Spritzvorrichtung und einer Kartusche | |
| EP1925395A1 (de) | Verfahren zur Schmierung von gesteuert verfahrbaren Werkzeugen sowie Schmiermittelspender |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal |