DE3804012C2 - - Google Patents
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D41/00—Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
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-
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-
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- F02D41/22—Safety or indicating devices for abnormal conditions
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Description
Die Erfindung betrifft ein Sicherheits- und Notfahrverfahren
für eine Brennkraftmaschine mit einer elektronischen
Regeleinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei Brennkraftmaschinen der vorgenannten Art wird die Fahr
pedalstellung mittels eines Fahrpedalweggebers gemessen und
über zwischenliegende Übertragungsglieder an ein elektro
nisches Steuergerät weitergegeben, welches unter Berücksich
tigung weiterer betriebsspezifischer Parameter zum Zweck der
Kraftstoffzumessung einen Stellmotor an einer Drosselklappe
bzw. an einer Dieseleinspritzpumpe ansteuert. Eine mechanische
Verbindung, wie sie sonst in Form eines Fahrpedal-Gestänges
gegeben war, zwischen Fahrpedal und Stellmotor besteht also
nicht mehr.
Ohne das Vorsehen einer Sicherheitseinrichtung
hätte eine Störung im Signalweg zwischen Fahrpedalweggeber und
elektronischem Steuergerät bzw. eine Unterbrechung dieses
Signalweges, z.B. durch Ausfall eines der oben erwähnten
dazwischenliegenden Übertragungsglieder (Geber, Leitung,
Analog-/Digital-Wandler) zur Folge, daß die Brenn
kraftmaschine während der Störung mit nicht vom Fahrer be
einflußbarer Drehzahl weiter betrieben wird, wobei das
Fahrzeug durchgehen kann. Bei einem bekannten Sicherheitsverfahren zur
elektronischen Regelung von Brennkraftmaschinen wird die
Erkennung einer Störung im Regelkreis dazu verwendet, die
Drehzahl auf die Leerlaufdrehzahl abzusenken. Diese Maß
nahme kann jedoch
zu einer erheblichen Be
einträchtigung der Fahrsicherheit führen.
Aus der DE-OS 35 31 198 ist ein Verfahren nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bekannt, bei dem bei einer Störung im Signalweg des
Fahrpedalweggebers nach Betätigung der Bremse die Drehzahl auf
eine Notbetriebsdrehzahl abgesenkt und nach Lösen der Bremse die
Einspritzmenge nach einer vorgegebenen Funktion wieder erhöht
wird. In diesem Fall wird jedoch die Kraftstoffmenge wieder
entsprechend dem Fahrpedalsignal geregelt, auch wenn dieses noch
fehlerhaft ist. Dadurch wird unter Umständen sofort wieder eine
Bremsbetätigung erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es,
während der Dauer einer Störung
im Fahrpedalweggeber sowie im Signalweg zwischen Fahr
pedalweggeber und Steuergerät einen sicheren Betrieb eines von
einer Brennkraftmaschine angetriebenen Kraftfahrzeugs zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung geht
aus dem Unteranspruch hervor.
Während des normalen Betriebszustandes einer Brennkraft
maschine gibt der Fahrer über das Fahrpedal eine bestimmte
Stellung vor, die von einem Fahrpedalweggeber aufgenommen
und über zwischengeschaltete Übertragungsglieder an ein
elektronisches Steuergerät weitergegeben wird. Im Steuer
gerät werden außer der Fahrpedalstellung noch weitere
betriebsspezifische Parameter aufgenommen und ausge
wertet. Das Ergebnis dieser Auswertung gelangt als An
steuersignal an einen Stellmotor, der, je nach Art der
Brennkraftmaschine, eine Drosselklappe verstellt oder
die Kraftstoffmengeneinstellung an einer Dieseleinspritz
pumpe vornimmt.
Wird die Brennkraftmaschine bei konstanter Fahrpedal
stellung mit einer Drehzahl oberhalb ihrer Leerlauf
drehzahl betrieben, so ist eventuell eine Störung im
Signalweg zwischen Fahrpedalweggeber und Steuergerät oder
an diesen, die ein Signal innerhalb eines zulässigen Be
reichs liefert, für den Fahrer nicht erkennbar. Erst zu
einem Zeitpunkt, wenn der Fahrer die augenblickliche Dreh
zahl durch eine Zurücknahme der Fahrpedalstellung in
Richtung auf die Leerlaufdrehzahl absenken will, um z.B. seine
Fahrgeschwindigkeit durch eine langsame Verringerung dem
Verkehrsfluß anzupassen, wird diese Störung als solche für
ihn erkennbar, da die Brennkraftmaschine nicht auf die
geänderte Fahrpedalstellung anspricht. Eine weitere Störungs
möglichkeit besteht in einem selbsttätigen Erhöhen der
Drehzahl und damit in einer Beschleunigung trotz gleich
bleibender Fahrpedalstellung infolge eines fehlerhaften
Fahrpedalsignals. Daraus resultiert die Gefahr eines un
kontrollierten Motorbetriebs, bzw. des sog. Durchgehens.
Die Reaktion eines Durchschnittsfahrers auf diese uner
wartete Situation ist eine Betätigung der Bremse. Da das
ständige Vernichten des Motorüberschußmomentes durch Be
tätigen der Bremse bis zum Ausfall der Bremsanlage führen
kann oder das Fahrzeug infolge blockierender Vorder
räder nicht mehr lenkfähig sein kann, wird bei dem er
findungsgemäßen Verfahren bei einem außerhalb des zulässigen Bereichs
liegenden Fahr
pedalsignal und der sich anschließenden erstmaligen
Betätigung der Bremse
eventuell nach Ablauf einer Verzögerungs
zeit
die Drehzahl durch das Steuergerät für ein nach einer vor
gegebenen Funktion
auf eine geregelte Notbetriebsdrehzahl abgesenkt. Die
Funktion, nach der die Drehzahlabsenkung durchgeführt wird,
kann aus Gründen der Einfachheit vorzugsweise eine lineare
Funktion sein. Es ist aber auch jede andere für das Fahr
verhalten günstige Funktion denkbar.
Die Notbetriebsdrehzahl muß einen für einen Übergangsbe
trieb bis zur Beendigung der Störung geeigneten Wert auf
weisen, d.h. sie muß ausreichend hoch über der Leerlauf
drehzahl der Brennkraftmaschine liegen, um einen vorüber
gehenden Betrieb mit Notlaufeigenschaften zu gewähr
leisten. Für Fahrzeuge, die mit einem automatischen Ge
triebe ausgerüstet sind, bedeutet dies, daß die Notbe
triebsdrehzahl mindestens so hoch gewählt werden muß,
daß ein Wandler eines automatischen Getriebes ein für
Notlaufeigenschaften ausreichendes Moment zur Verfügung
stellt. Andererseits darf die Notbetriebsdrehzahl aber
auch nur so hoch gewählt werden, daß ein sicheres Be
herrschen des Fahrzeugs mit der Bremse noch möglich ist.
Wird während einer erkannten Störung die Bremse wieder losgelassen, so wird
eine zweite, höhere Notbetriebsdrehzahl angefahren. Dadurch soll ein Fahr
betrieb mit automatischem Getriebe auch an Steigungen
sicher ermöglicht werden.
Nach Beendigung der Störung wird die Betriebsdrehzahl,
analog zum vorher beschriebenen Absenken, vom Steuer
gerät über eine vorgegebene Funktion wieder auf den fahr
pedalsignalabhängigen Drehzahlwert angehoben. Danach ist
dann wieder regulärer Betrieb mit Beeinflussung der Brenn
kraftmaschine über das Fahrpedal vorgesehen.
Das Verfahren sei anhand der Zeichnungen beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 schematisch eine Anordnung zur Durchführung
des Verfahrens,
Fig. 2 ein Beispiel für den Ablauf des Verfahrens.
In Fig. 1 ist schematisch eine Anordnung zur Durchführung
des Verfahrens dargestellt. Ein Fahrpedalweggeber 2 nimmt
die Stellung eines Fahrpedals 1 auf und gibt sie über
Übertragungsglieder 3 a, 3 b, ... an ein Steuergerät 4. Bei
spiele für solche Übertragungsglieder sind Verstärker,
Analog-/Digitalwandler oder die Leitungen selbst. Unter
Berücksichtigung verschiedener, hier nicht näher be
schriebener, betriebsspezifischer Parameter P und des Fahr
pedalsignals S an seinen Eingang errechnet das Steuer
gerät 4 die passende Größe für das Signal des Stell
glieds 5 (z.B. für einen Stellmotor), das die Kraftstoff
zumessung für die Brennkraftmaschine 6 vornimmt. Je nach
Art der Brennkraftmaschine kann dies über die Einstellung
einer Drosselklappe oder über die Steuerung einer Diesel
einspritzpumpe erfolgen. Die Einleitung und Durchführung
des vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt durch das Steuergerät 4 unter Berücksichtigung des
Fahrpedalsignals S, der Betätigung der Bremse 7 und der
Betriebsdrehzahl n.
In Fig. 2 ist ein Beispiel für den Ablauf des Verfahrens
zu sehen.
Untereinander sind die Diagramme für den Dreh
zahlverlauf n, die Betätigung der Bremse und den Verlauf des
Fahrpedalsignals S, aufgetragen über der Zeitachse t, zu
sehen.
Nach einem normalen Betrieb der Brennkraftmaschine mit
wechselnden Drehzahlen und der Abregeldrehzahl n ab als
oberer Drehzahlschranke,
setzt das Verfahren zum Zeitpunkt t S ein. Auslöser ist
dabei das Verlassen eines zulässigen Bereichs S zul durch
das Fahrpedalsignal S. Dieser Zustand kann sofort als
Störung, z.B. durch Leitungsunterbrechung im Signalweg,
erkannt werden.
Die momentane Drehzahl n m wird anstelle der Abregeldrehzahl n ab
als obere Drehzahlschranke n ms gespeichert und für eine
Verzögerungszeit t vs beibehalten. Dann wird die Drehzahl
schranke n ms nach einer vorgegebenen Funktion, z.B. einer
linearen Funktion, auf eine oberhalb der Notbetriebs
drehzahl n o liegende zweite Notbetriebsdrehzahl n o 2 abge
senkt und die Motordrehzahl auf diesen Wert eingeregelt.
Wird während dieses Vorganges, z.B. zum Zeitpunkt t 0, die
Bremse betätigt, dann wird sofort die Notbetriebsdrehzahl
n o angefahren. Ein Betätigen der Bremse während des Stör
betriebs, wie z.B. zum Zeitpunkt t 0 und t 5, löst also keine
Verzögerungszeit t vs aus, sondern regelt die vorge
schriebene Notbetriebsdrehzahl n o unverzüglich ein.
Ein Lösen der Bremse, hier gezeigt zum Zeitpunkt t 2
(das Fahrpedalsignal S liegt immer noch außerhalb des
zulässigen Bereiches S zul ), regelt die Motordrehzahl
nach einer hier als linear gezeigten vorgegebenen
Funktion auf die höherliegende, zweite Notbetriebsdreh
zahl n o 2 ein. Ein erneutes Betätigen der Bremse, zum
Zeitpunkt t 5, senkt die Drehzahl, ebenfalls nach einer
vorgegebenen Funktion, wieder auf die Notbetriebsdreh
zahl n o ab. Dieses Vorgehen kann sich dann mehrmals
wiederholen, solange das Fahrpedalsignal S außerhalb
des zulässigen Bereiches S zul liegt. Die zweite, höher
liegende Notbetriebsdrehzahl n o 2 dient dazu, nicht nur
einen normalen Notbetrieb durchzuführen, sondern auch
zu ermöglichen, daß z.B. Fahrzeuge mit Automatikge
trieben auch Bergstrecken im Notbetrieb befahren können.
Es wird also mit Hilfe der Bremse zwischen zwei unter
schiedlichen Drehzahlen hin- und hergeschaltet.
Claims (2)
1. Sicherheits- und Notfahrverfahren für eine Brenn
kraftmaschine mit einer elektronischen Regeleinrichtung, bei
dem in Abhängigkeit von Betriebskenngrößen und einer Fahrpedalstellung
eine der Brennkraftmaschine zuzuführende
Kraftstoffmenge zugemessen wird und bei dem bei einer auf
tretenden Störung im Regelkreis bei einer Bremsbetätigung
durch Änderung der Kraftstoffmenge die Drehzahl auf eine
oberhalb der Leerlaufdrehzahl liegende Notbetriebsdrehzahl
abgesenkt, sowie nach Behebung der Störung wieder auf
einen fahrpedalabhängigen Wert angehoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Störung mit einem Fahrpedalsignal (S) außerhalb
eines zulässigen Bereiches (S zul) und nach Lösen der
Bremse (7) die Motordrehzahl auf eine zweite, oberhalb der
Notbetriebsdrehzahl (n o) liegende, Notbetriebsdrehzahl
(n o 2) angehoben wird.
2. Sicherheits- und Notfahrverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Notbetriebsdrehzahl (n o) so liegt, daß vom Wandler
eines automatischen Getriebes ein zum Fahrbetrieb noch
ausreichendes Moment geliefert wird.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883804012 Granted DE3804012A1 (de) | 1988-02-10 | 1988-02-10 | Verfahren zum verhindern des ueberdrehens einer brennkraftmaschine |
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1988
- 1988-02-10 DE DE19883804012 patent/DE3804012A1/de active Granted
Also Published As
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| DE3804012A1 (de) | 1989-08-24 |
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