DE3802199A1 - Bildverarbeitungseinrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bildverarbeitungseinrichtung
zum Aufbereiten eines Bilds.
In einer bekannten herkömmlichen Bildlesevorrichtung wird
eine fotoelektrische Wandlervorrichtung wie eine Ladungskopplungsvorrichtung
(CCD) relativ zu einem auf einer Vorlagenfläche
oder Filmfläche erzeugten Bild bewegt, um dieses abzutasten.
Das optisch gelesene Bild wird in ein elektrisches
Signal umgesetzt, das dann in ein paralleles digitales elektrisches
Signal, nämlich ein Binärpegel- oder Mehrfachpegel-
Bildsignal umgesetzt wird. Das digitale elektrische Signal
wird über eine Schnittstelle zu einem externen Gerät wie
einem Verarbeitungscomputer übertragen.
Bei einer herkömmlichen Bildlesevorrichtung mit einer
Schnittstelle für das Übertragen eines Bildsignals zu einem
externen Gerät muß jedoch zur Synchronisierung mit dem externen
Gerät bei der Bildsignalübertragung eine Unterabtastungslage
in Zeileneinheiten gesteuert werden. Daher ist dann,
wenn in der Lesevorrichtung eine herkömmliche Maßstabänderungseinrichtung
zum Verändern des Unterabtastungsmaßstabs
durch Ändern der Abtastgeschwindigkeit entsprechend einem
veränderbaren Maßstabfaktor verwendet wird, die Unterabtastungslage
sehr schwierig in Zeileneinheiten zu steuern.
Darüber hinaus entsteht bei der Verwendung eines Schrittmotors
in einer Abtastsystem-Antriebsvorrichtung abhängig von einem
veränderbaren Maßstabfaktor ein Problem durch Selbsterregungs-
Frequenzen oder -Vibrationen, wodurch der Bereich der
veränderbaren Maßstabfaktoren eingeschränkt ist.
Eine verbesserte Bildlesevorrichtung wurde schon in der US-
Patentanmeldung Seriennr. 5 13 810 vom 14. Juli 1983, der US-PS
46 35 129 und dergleichen beschrieben. Eine Einrichtung
zur Maßstabänderung eines Bildsignals wurde in der am 19. März 1984
eingereichten US-Patentanmeldung Seriennr. 5 90 753
vorgeschlagen. Es erhob sich jedoch die Forderung nach einer
weiter verbesserten Einrichtung.
Zum Ausschalten der herkömmlichen Mängel liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Bildverarbeitungseinrichtung zu
schaffen, in der eine Maßstabänderung mittels einer einfachen
Anordnung ausgeführt werden kann.
Ferner soll mit der Erfindung eine Bildverarbeitungseinrichtung
geschaffen werden, mit der eine Vorlage mittels einer
einfachen Anordnung gelesen werden kann.
Weiterhin sollen mit der erfindungsgemäßen Bildverarbeitungseinrichtung
Bilddaten in einem gewünschten Format übertragbar
sein.
Ferner sollen mit der erfindungsgemäßen Bildverarbeitungseinrichtung
Bilddaten auf genaue Weise übertragbar sein.
Mit der Erfindung soll eine Bildverarbeitungseinrichtung
geschaffen werden, mit der selbst bei einer Unterabtastungs-
Maßstabänderung die Bilddaten auf genaue Weise zu einem externen
Gerät unter Synchronisation mit diesem übertragen
werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Blockdarstellung, die die grundlegende
Anordnung der Bildverarbeitungseinrichtung gemäß einem
Ausführungsbeispiel zeigt.
Fig. 2 ist eine Schnittansicht, die den Innenaufbau
einer Bildlesevorrichtung der Bildverarbeitungseinrichtung
zeigt.
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht, die die
äußere Gestaltung der in Fig. 2 gezeigten Bildlesevorrichtung
zeigt.
Fig. 4(a) und 4(b) sind ein Blockschaltbild einer
Schaltungsanordnung der Bildverarbeitungseinrichtung gemäß
einem Ausführungsbeispiel.
Fig. 5 ist ein Zeitdiagramm, das die Funktion der
in Fig. 4 gezeigten Schaltung veranschaulicht.
Fig. 6A, 6B und 6C sind Ablaufdiagramme der Steuerung
bei dem Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 zeigt die grundlegende Gestaltung der Bildverarbeitungseinrichtung
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Mit
einer Abtastsystem-Antriebsvorrichtung a nach Fig. 1 können
die Lage und die Geschwindigkeit eines Abtastsystems entsprechend
der Anzahl und Frequenz von Steuerimpulsen gesteuert
werden.
Von der Abtastsystem-Antriebsvorrichtung a wird eine fotoelektrische
Wandlervorrichtung c relativ zu einem Vorlagenbild
b zu dessen Abtastung bewegt, so daß das Vorlagenbild in
ein elektrisches Signal umgesetzt wird. In einer Signalumsetzeinrichtung
d wird das nachfolgend als Bildsignal bezeichnete
elektrische Signal in ein digitales Binärpegel-
oder Mehrfachpegelsignal umgesetzt. Eine Unterabtastungs-
Maßstabänderungseinrichtung e führt eine Maßstabänderung in
einer Unterabtastrichtung dadurch aus, daß sie entsprechend
einem veränderbaren Maßstabfaktor die Anzahl der der Abtastsystem-
Antriebsvorrichtung a zugeführten Steuerimpulse in
Abtastzeileneinheiten ändert.
Wenn zur Verkleinerung ein veränderbarer Maßstab gewählt ist,
der kleiner als "1" ist, wird von der Maßstabänderungseinrichtung
e die Anzahl der Steuerimpulse für eine jede Zeile
gleich derjenigen bei dem Maßstab 1 : 1 eingestellt und das
digitale Binärpegel- oder Mehrfachpegelsignal unter Verdünnung
bzw. Auslichtung desselben in Abtastzeileneinheiten
ausgegeben.
Die Fig. 2 zeigt den Innenaufbau einer Bildlesevorrichtung,
an der die Bildverarbeitungseinrichtung eingesetzt wird,
während die Fig. 3 die äußere Gestaltung der Bildlesevorrichtung
zeigt. Eine Bildlesevorrichtung 1 nach Fig. 2 ist mit
einem Leserhauptteil 2 und einer automatischen Vorlagenzuführvorrichtung
3 aufgebaut. Der Leserhauptteil 2 enthält
eine Steuereinheit 21, eine Ladungskopplungsvorrichtung (CCD)
als Bild- bzw. Zeilensensor 22, eine Zeilensensor-Treiberstufe
23, eine Vorlagenbeleuchtungseinheit 24, Umlenkspiegel
25, ein Objektiv 26 und eine Auflageglasplatte 27. Die automatische
Vorlagenzuführvorrichtung 3 hat einen Vorlagentisch
31 und ein Vorlagenaustragfach 32.
Eine auf den Vorlagentisch 31 aufgelegte Vorlage wird gemäß
der Darstellung durch eine gestrichelte Linie in Fig. 2 in
der durch einen Pfeil B dargestellte Richtung befördert und
an der Oberfläche der Auflageglasplatte 27 vorbei auf das
Vorlagenaustragfach ausgestoßen.
In diesem Fall wird die an der Auflageglasplatte 27 anliegende
Vorlage mittels der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 beleuchtet
und durch das Objektiv 26 das Vorlagenbild auf dem
Zeilensensor 22 fokussiert.
Die Fig. 4(a) und 4(b) zeigen die Schaltungsanordnung der
Zeilensensor-Treiberstufe 23 und der Steuereinheit 21, die in
Fig. 2 gezeigt sind.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Bildlesevorrichtung 1 sind eine
Blattdurchlauf-Betriebsart für das Lesen eines Bilds während
des Beförderns einer gewöhnlichen ungehefteten Vorlage mittels
der Vorlagenzuführvorrichtung 3 und eine Buch-Betriebsart
für das Lesen eines Bilds einer auf die Auflageglasplatte
27 aufgelegten gebundenen oder gehefteten Vorlage wie eines
Buchs unter Abtastung mit einem optischen System vorgesehen.
Nachstehend wird die Blattdurchlauf-Betriebsart beschrieben.
Die nachfolgend vereinfacht als Leser bezeichnete Bildlesevorrichtung
1 bleibt mit einem externen Gerät 300 wie z. B.
einem digitalen Drucker oder einem Arbeitsplatzcomputer verbunden.
Die Übertragung von Steuersignalen zwischen dem Leser
1 und dem externen Gerät 300 und die Ausgabe von Bildsignalen
an das externe Gerät 300 erfolgt über eine Schnittstellenschaltung
207. Wenn eine Vorlage auf den Vorlagentisch 31 der
automatischen Zuführvorrichtung 3 (mit der Bildfläche nach
oben) aufgelegt ist, werden aus dem externen Gerät 300 verschiedenerlei
Betriebsartbefehle eingegeben. Beispielsweise
werden aus dem externen Gerät 300 Befehle für das Einstellen
einer Bildelementdichte (von 400, 300 oder 200 Punkten je
Zoll bzw. 16, 12 oder 8 Punkten je mm), eines veränderbaren
Maßstabfaktors (in %) und einer Bildsignalart (eines Signals
mit Binärpegel oder mit Mehrfachpegel) eingegeben. Eine Zentraleinheit
(CPU) 208 nimmt diese Befehle über die Schnittstellenschaltung
207 auf und gibt Steuersignale an einen
Zeitsignalgenerator 209 und einen Wähler 206 ab, um dadurch
die Bildelementedichte und die Bildsignalart, nämlich das
Binärpegelsignal oder das Mehrfachpegelsignal vorzuwählen.
Mit einem (nicht gezeigten) optischen Stellungssensor wird
überprüft, ob die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 des optischen
Systems in der in Fig. 2 dargestellten Vorlagenlesestellung
für die automatische Zuführvorrichtung 3 steht.
Falls die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 nicht in der Vorlagenlesestellung
steht, wird sie vor einem durch einen nächsten
Vorlagenlesestartbefehl ausgelösten Lesevorgang in diese
Stellung bewegt. In diesem Fall gibt bei der Eingabe eines
Vorlagenlesestartbefehls aus dem externen Gerät 300 die Zentraleinheit
208 ein Lampensteuersignal für das Einschalten
der Lampe der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 sowie einen
Vorlagenzuführstartbefehl an die automatische Vorlagenzuführvorrichtung
3 ab. Dadurch wird die auf den Vorlagentisch 31
der Zuführvorrichtung 3 aufgelegte Vorlage in der durch den
Pfeil B dargestellten Richtung längs der durch die gestrichelte
Linie in Fig. 2 dargestellten Bahn transportiert.
In dem Leser gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird für den
Antrieb der Vorlagenfördervorrichtung und des optischen Systems
zur Abtastung als Antriebsvorrichtung a ein Schrittmotor
400 verwendet. Daher wird die Frequenz der Steuerimpulse für
den Antrieb des Schrittmotors 400 über eine Schrittmotor-
Treiberschaltung 211 derart verändert, daß die Abtastgeschwindigkeit
auf die gewünschte Weise verändert wird. Mit
einem in der Zuführvorrichtung 3 angebrachten (nicht gezeigten)
Vorlagenvorderrandsensor wird ermittelt, ob der Vorderrand
der Vorlage die Vorlagenbeleuchtungsstelle des Lesers 1
erreicht hat.
Wenn die Vorlage die Vorlagenbeleuchtungsstelle erreicht hat,
gibt die Zentraleinheit 208 ein Steuersginal ab, durch das
eine Bildsignalausgabe an die Schnittstellenschaltung 207
freigegeben wird. Auf diese Weise werden die mittels des
Zeilensensors 22 gelesenen Bildsignale aufeinanderfolgend dem
externen Gerät 300 zugeführt.
Nachdem dem externen Gerät 300 die Bildsignale für eine
vorbestimmte Anzahl von Zeilen zugeführt worden sind, führt
die Zentraleinheit 208 der Schnittstellenschaltung 207 ein
Steuersignal zu, durch das die Bildsignalausgabe abgebrochen
wird, wodurch die Ausgabe der Bildsignale aus der Schnittstellenschaltung
207 unterbrochen wird. Ferner führt die
Zentraleinheit 208 dem externen Gerät ein Vorlagenlese-Endsignal
zu.
Wenn danach innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer aus dem
externen Gerät 300 kein Vorlagenlese-Startbefehl eingegeben
wird, wird von der Zentraleinheit 208 die Lampe der Vorlagenbeleuchtungs
einheit 24 abgeschaltet und der Bildlese/Übertragungs-
Vorgang abgeschlossen.
Nachstehend wird die Buch-Betriebsart beschrieben. Bei der
Buch-Betriebsart wird die Vorlage auf die Auflageglasplatte
27 derart aufgelegt, daß ihr rechter Rand an der rechten
Seite in Fig. 2 liegt. An dem rechten Rand nach Fig. 2 hat
die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 des optischen Systems eine
Ausgangsstellung. Wie bei der Blattdurchlauf-Betriebsart wird
mittels eines (nicht gezeigten) optischen Lagesensors die
Stellung der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 erfaßt. Vor dem
Lesen der Vorlage werden auf gleiche Weise wie bei der Blattdurchlauf-
Betriebsart die Bildelementedichte, der veränderbare
Maßstabfaktor und die Bildsignalart, nämlich das Binärpegelsignal
oder das Mehrfachpegelsignal eingestellt. Wenn
über die Schnittstellenschaltung 207 aus dem externen Gerät
der Vorlagenlese-Startbefehl zugeführt wird, gibt die Zentraleinheit
208 zuerst ein Lampensteuersignal für das Einschalten
einer Lampe FL der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24
ab. Es ist anzumerken, daß die Abtastung für das Lesen der
Vorlage nicht sofort beginnt, sondern ungefähr 300 bis 500 ms
bis zur Stabilisierung der Lichtmenge aus der Lampe FL abgewartet
werden.
Danach wird die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 in der in Fig. 2
durch einen Pfeil A dargestellten Richtung bewegt, um damit
die Abtastung zum Lesen der Vorlage einzuleiten. Der Abstand
zwischen der Ausgangsstellung der Vorlagenbeleuchtungseinheit
24 und dem Vorderrand der Vorlage auf der Auflageglasplatte
27 beträgt ungefähr 2 bis 3 mm, wobei während dieses Intervalls
die Drehung des Schrittmotors 400 derart gesteuert
wird, daß dadurch die Geschwindigkeit der Abtastung mit dem
optischen System stabilisiert wird. Wenn die Vorlagenbeleuchtungseinheit
24 an dem vorstehend genannten Vorderrand der
Vorlage eingetroffen ist, gibt die Zentraleinheit 208 ein
Steuersignal für das Freigeben der Bildsignalausgabe an die
Schnittstellenschaltung 207 ab. Danach werden die mittels des
Zeilensensors 22 gelesenen Bildsignale aufeinanderfolgend
über die Schnittstellenschaltung 207 zu dem externen Gerät
300 gesandt.
Auf gleiche Weise wie bei der Blattdurchlauf-Betriebsart wird
von der Zentraleinheit 208 nach der Übertragung einer vorbestimmten
Anzahl von Zeilen des Bildsignals entschieden, daß
das Lesen der Vorlage beendet ist, woraufhin die Lampe der
Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 abgeschaltet wird. Danach gibt
die Zentraleinheit 208 zur Steuerung der Gegendrehung des
Schrittmotors 400 ein Bildsignalausgabe-Sperrsignal sowie an
das externe Gerät 300 ein Vorlagenlese-Endsignal ab.
Die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 wird durch die Gegendrehungssteuerung
der Zentraleinheit 208 in der zu dem Pfeil A
entgegengesetzten Richtung bewegt und dann angehalten, wenn
der (nicht gezeigte) optische Lagesensor erfaßt, daß die
Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 die Ausgangsstellung erreicht
hat. Falls nicht während des Rücklaufs des optischen Systems
aus dem externen Gerät 300 ein nächster Vorlagenlese-Startbefehl
eingegeben wird, wird die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24
in der Ausgangsstellung festgelegt, wodurch der Bildlese/
Übertragungsvorgang beendet wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird die Richtung, in der die Vorlage auf mechanische
Weise abgetastet wird, als Unterabtastrichtung bezeichnet
wird, während die zu der Unterabtastrichtung senkrechte
Richtung, nämlich die Richtung, in der die als Zeilensensor
22 dienende Ladungskopplungsvorrichtung auf elektrische Weise
abtastet, als Hauptabtastrichtung bezeichnet wird.
Gemäß den Fig. 4(a) und 4(b) wird der Zeilensensor 22 an der
Zeilensensor-Treiberstufe 23 über eine Sensor-Treiberschaltung
203 entsprechend Zeitsteuersignalen wie Bildelemente-
Taktsignalen Φ1 und Φ2, einem Rückstellsignal Φ R für die
jeweiligen Bildelemente des Zeilensensors 22 und einem Synchronisiersignal
Φ SH für eine jeweilige Zeile betrieben, die
von dem Zeitsignalgenerator 209 erzeugt werden. Es ist anzumerken,
daß die Signale Φ1, Φ2 und Φ R nicht dargestellt sind,
während das Signal Φ SH einem in Fig. 5 gezeigten Signal HSYNC
entspricht. Ein von dem Zeilensensor 22 abgegebenes analoges
Bildsignal wird mittels eines Verstärkers 201 verstärkt und
in einen Analog/Digital- bzw. A/D-Wandler 202 eingegeben. Der
A/D-Wandler 202 setzt das analoge Bildsignal synchron mit
einem von dem Zeitsteuergenerator 209 erzeugten Zeitsteuersignal
Φ AD in ein digitales 6-Bit-Signal um, das an die
Steuereinheit 21 abgegeben wird.
Die Steuereinheit 21 wählt eine der vorangehend genannten
zwei Betriebsarten, nämlich beispielsweise die Binärpegel-
Betriebsart oder die Mehrfachpegel-Betriebsart, und gibt das
digitale 6-Bit-Signal in der gewählten Betriebsart an das
externe Gerät 300 weiter. Diese beiden Betriebsarten werden
entsprechend dem Befehl aus dem externen Gerät 300 gewählt,
wobei die Zentraleinheit 208 ein dem Befehl entsprechendes
Steuersignal an den Wähler 206 abgibt.
Bei der Mehrfachpegel-Betriebsart wird das 6-Bit-Bildsignal
in ein 4-Bit-Signal umgesetzt und in den Wähler 206 eingegeben.
Von dem Wähler 206 wird das 4-Bit-Signal angewählt und
das gewählte Signal zu der Schnittstellenschaltung 207 weitergegeben.
Die Schnittstellenschaltung 207 bewirkt, daß eine
Datenpaket-Formungsschaltung 214 bei der Mehrfachpegel-Betriebsart
die 4-Bit-Signale für zwei Bildelemente zu einem 8-Bit-Signal
zusammenfaßt und dieses an das externe Gerät 300
abgibt.
Bei der Binärpegel-Betriebsart wird das 6-Bit-Bildsignal
entsprechend einem von der Zentraleinheit 208 abgegebenen
Schnittpegel bzw. Schwellenwertpegel mittels einer Binär-
Digitalisierschaltung 205 in ein 1-Bit-Signal umgesetzt, das
dem Wähler 206 zugeführt wird. In diesem Fall werden zwei
Schnittpegel angesetzt. Der eine Pegel wird durch das externe
Gerät 300 bestimmt. Hierbei gibt die Zentraleinheit 208 den
durch das externe Gerät bestimmten Schnittpegel direkt an die
Digitalisierschaltung 205 aus. Der zweite Pegel wird entsprechend
einer mittels einer Hintergrunddichte-Erfassungsschaltung
204 ermittelten Hintergrunddichte festgelegt. Im einzelnen
wird von der Hintergrunddichte-Erfassungsschaltung 204
für eine jede Zeile in der Hauptabtastrichtung eine maximale
Dichte bzw. ein höchster Helligkeitswert erfaßt, während die
Zentraleinheit 208 die maximalen Dichten für einige Zeilen
aufnimmt. Die Zentraleinheit 208 bildet den Mittelwert aus
den maximalen Dichten der einigen Zeilen und gibt als
Schnittpegel die mittlere Dichte an die Digitalisierschaltung
205 ab. Das auf diese Weise aufbereitete, binär digitalisierte
Bildsignal wird in den Wähler 206 eingegeben.
Entsprechend dem Steuersignal aus der Zentraleinheit 208 wird
von dem Wähler 206 das Binärpegelsignal oder das Mehrfachpegelsignal
ausgewählt und an die Datenpaket-Formungsschaltung
214 weitergegeben. Die Datenpaket-Formungsschaltung 214 faßt
bei der Binärpegel-Betriebsart die Signale für acht Bildelemente
oder bei der Mehrfachpegel-Betriebsart die Signale für
zwei Bildelemente zusammen und gibt das zusammengefaßte Signal
an einen Puffer-Schreib/Lese-Speicher (RAM) bzw. Pufferspeicher
215 weiter.
Wenn das Bildsignal in den Pufferspeicher 215 eingeschrieben
ist, wird eine Maßstabsänderung gemäß der Bildelementedichte
und dem Verstärkungsfaktor vorgenommen, die im voraus aus dem
externen Gerät 300 wie dem Verarbeitungscomputer eingegeben
worden sind. D. h., die Zentraleinheit 208 stellt einen gewählten
Taktauslichtungsfaktor in einer Taktauslichtungsschaltung
212 ein, wodurch von dieser ausgelichtete bzw.
verdünnte Taktsignale mit geeigneten Impulsintervallen abgegeben
und einem Adressengenerator 213 zugeführt werden. Die
Taktauslichtungsschaltung 212 bildet die ausgelichteten Taktsignale
dadurch, daß die von dem Zeitsignalgenerator 209
erzeugten Schreibtaktsignale ausgelichtet bzw. verdünnt werden.
Der Adressengenerator 213 beginnt das Zählen der ausgelichteten
eingegebenen Taktsignale von einer vorgewählten
Startadresse an, wodurch Schreibadressen für den Pufferspeicher
215 erzeugt werden. Auf diese Weise werden die Bildsignale
der Aufbereitung zur Bilddichteumsetzung und zur Maßstabänderung
in der Hauptabtastrichtung unterzogen und in den
Pufferspeicher 215 eingeschrieben.
Der Pufferspeicher 215 ist in zwei Pufferbereiche bzw. Bänke
unterteilt, zwischen denen die Zentraleinheit 208 umschaltet.
Jedesmal dann, wenn ein Bildsignal für eine Zeile eingeschrieben
ist, schaltet die Zentraleinheit 208 die Bänke um.
Bei einer Bilddatenübertragung stellt die Zentraleinheit 208
in dem Adressengenerator 213 einen vollständigen Schreibzugriff
zu einer Bank ein. Danach bewirkt die Zentraleinheit
208 in dem Adressengenerator 213 das Zählen der Adressen
entsprechend Taktsignalen mit einer der Übertragungsgeschwindigkeit
entsprechenden vorbestimmten Frequenz, die von dem
Zeitsignalgenerator 209 erzeugt werden; dadurch werden die in
den Pufferspeicher 215 eingeschriebenen Bilddaten ausgelesen.
Danach werden von der Zentraleinheit 208 über die Schnittstellenschaltung
207 die ausgelesenen Daten zu dem externen
Gerät 300 übertragen. Während des Übertragungsvorgangs kann
die Bilddatenübertragung in Byte-Einheiten durch ein aus dem
externen Gerät 300 der Schnittstellenschaltung 207 zugeführtes
Belegtsignal BUSY unterbrochen werden. Als Unterbrechungssignal
wird der Zentraleinheit 208 ein Einzelzeilen-
Übertragungsendsignal zugeführt.
Die tatsächlich ablaufende Übertragung der Bilddaten in der
in den Fig. 4(a) und 4(b) gezeigten Schaltung wird nachstehend
anhand des in Fig. 5 gezeigten Zeitdiagramms ausführlicher
beschrieben.
Die Fig. 5 zeigt das Horizontalsynchronisiersignal HSYNC mit
einer vorbestimmten Periodendauer, das bei diesem Ausführungsbeispiel
in dem Leser 1 erzeugt wird. Mit PMCK ist ein
der Schrittmotor-Treiberschaltung 211 zugeführtes Impulssignal
bezeichnet. Mit WBNO ist die Nummer der Schreibbank in
dem Pufferspeicher 215 bezeichnet, während mit RBNO die Nummer
der Lesebank in dem Pufferspeicher 215 bezeichnet ist.
Ein Signal PREAD zeigt an, daß gerade Bilddaten übertragen
werden. Von der Zentraleinheit wird das Signal PREAD gesetzt,
wenn die Datenübertragung beginnt, und rückgesetzt,
wenn die Übertragung abgeschlossen ist. Ferner ist mit BUSY
das aus dem externen Gerät (dem Verarbeitungscomputer) 300
der Schnittstellenschaltung 207 zugeführte Belegtsignal bezeichnet.
Der Leser 1 steuert die Übertragung der Bildsignale
und arbeitet entsprechend dem Belegtsignal BUSY synchron mit
dem externen Gerät. Zum Einschreiben und Auslesen der Bildsignale
für jeweils eine Zeile werden die Bänke des Pufferspeichers
215 abwechselnd benutzt. Das Impuls- bzw. Schrittsignal
PMCK, das Synchronisiersignal HSYNC, das Übertragungsablaufsignal
PREAD, die Schreibbanknummer WBNO und die Lesebanknummer
RBNO werden von der Zentraleinheit 208 abgegeben.
An der Vorderflanke des Synchronisiersignals HSYNC und der
Rückflanke des Übertragungsablaufsignals PREAD werden der
Zentraleinheit 208 Unterbrechungssignale zugeführt.
Von der Zentraleinheit 208 wird synchron mit der Unterbrechung
durch das Synchronisiersignal HSYNC der Zustand des
Übertragungsablaufsignals PREAD überprüft. Falls keine Daten
übertragen werden, schaltet die Zentraleinheit 208 die
Schreibbanknummer WBNO weiter, um einen Bankbereich für den
Schreibzugriff einzuschalten, während das Übertragungsablaufsignal
PREAD auf positiven Pegel ("Richtig") geschaltet wird,
wodurch die Übertragung der Bildsignale aus dem durch die
Lesebanknummer RBNO bestimmten Bankbereich bestimmt wird.
Danach führt die Zentraleinheit 208 der Schrittmotor-Treiberschaltung
211 das Schritt- bzw. Impulssignal PMCK zu. Falls
bei der Unterbrechung durch das Synchronisiersignal HSYNC
gerade Bildsignale übertragen werden, wird von der Zentraleinheit
208 kein Programm ausgeführt und das Unterbrechungsprogramm
beendet. Bei der Unterbrechung durch das Übertragungsablaufsignal
PREAD wird von der Zentraleinheit 208 festgestellt,
daß der Leseabruf der Bildsignale aus der gewählten
Bank abgeschlossen ist, und zwangsweise die Lesebanknummer
RBNO fortgeschrieben, um auf diese Weise das Unterbrechungsprogramm
zu beenden.
Nachstehend wird ein Verfahren für das Erzeugen des Schrittsignals
PMCK erläutert. In einem internen Zeitgeber der Zentraleinheit
208 wird im voraus ein Wert für das Ausführen
eines Kippvorgangs eingestellt, bei dem in einer Einzelzeilen-
Leseperiode vier Impulse erzeugt werden, während in ein
Steuerregister des Zeitgebers Freigabedaten in der Weise
eingeschrieben werden, daß der interne Zeitgeber der Zentraleinheit
208 automatisch die vier Impulse des Schrittsignals
PMCK erzeugt.
Es ist anzumerken, daß bei der Eingabe des Belegtsignals BUSY
aus dem externen Gerät die Übertragung der Bildsignale zeitweilig
unterbrochen wird.
Gemäß der vorangehenden Beschreibung wird die Übertragung der
Bilddaten unter Synchronisierung mit dem Verarbeitungscomputer
des externen Geräts 300 in Zeileneinheiten vorgenommen.
Nachstehend wird eine Unterabtastungs-Maßstabänderung erläutert.
Es sei angenommen, daß der Maßstab 1 : 1, nämlich 100%
gewählt ist, wenn gemäß der vorstehenden Beschreibung der
Schrittmotor-Treiberschaltung 211 das Schrittsignal PMCK aus
vier Impulsen je Zeile zugeführt wird. Bekanntermaßen kann in
diesem Fall ein Maßstab 50% eingestellt werden, wenn das
Schrittsignal PMCK aus acht Impulsen je Zeile besteht. Ein
Maßstab 200% wird erzielt, wenn das Schrittsignal PMCK aus
zwei Impulsen je Zeile besteht. Nachstehend wird ausführlich
ein Verfahren zum Bestimmen der jeweils zwischen 50% und 200%
veränderbaren Maßstabfaktoren entsprechenden Anzahl der Impulse
je Zeile beschrieben.
Ein Unterabtastungs-Vergrößerungs- bzw. Maßstabfaktor ist
durch
A/B (= R) (1)
A/B (= R) (1)
gegeben, wobei A und B positive ganze Zahlen sind. Die Anzahl
der Steuerimpulse für den Schrittmotor 400 zur Unterabtastung
für das Lesen einer Zeile bei dem Maßstab 1 : 1 ist
P (= 4 B/A) (2)
wobei P eine positive ganze Zahl ist. Die Anzahl der tatsächlich
zugeführten Impulse ist
Q (3)
wobei Q eine positive ganze Zahl ist.
Nachstehend wird ein Algorithmus für die Abgabe von Q oder
Q + 1 Impulsen und für eine Maßstabänderung in der Unterabtastrichtung
mittels eines ganzzahligen arithmetischen Rechenvorgangs
durch die Zentraleinheit 208 beschrieben.
Ein Fehler d bei dem Antrieb zur Unterabtastung für eine
Einzelzeile ist durch folgende Gleichung gegeben:
d = P · B/A - Q (4)
wobei 0 ≦ d < 1 gilt. Daher beträgt ein Summenfehler für eine
m-te Zeile
m · d = m(P · B/A - q) (5)
Zur Verringerung des Summenfehlers werden folgende Variable
fm und gm eingeführt:
m · d = fm + gm (6)
wobei fm eine positive ganze Zahl ist, 0 ≦ gm < 1 gilt und f 0
= g 0 = 0 ist. In der Gleichung (6) werden Variable fm + 1 und
gm + 1 für eine (m + 1)-te Zeile folgendermaßen bestimmt: falls
0 ≦ gm + d < 1 gilt, gilt
fm + 1 = fm und gm + 1 = gm + d (7)
fm + 1 = fm und gm + 1 = gm + d (7)
Falls gm + d ≧ 1 gilt, gilt
fm + 1 = fm + 1 und gm + 1 = gm + d - 1 (8)
fm + 1 = fm + 1 und gm + 1 = gm + d - 1 (8)
Die Anzahl der tatsächlich dem Schrittmotor für den Unterabtastungsantrieb
zugeführten Impulse ist durch Q gegeben,
während bei der Aufstufung der Variablen f um "1" die Anzahl
der tatsächlich zugeführten Impulse durch Q + 1 gegeben ist.
Auf diese Weise kann der bei der Maßstabsänderung in der
Unterabtastrichtung verursachte Summenfehler auf den Bereich
innerhalb eines Impulses konvergiert werden. Falls zum Ausführen
dieses Maßstabänderungs-Algorithmus durch den ganzzahligen
arithmetischen Rechenvorgang A mit beiden Seiten der
Bedingung
gm + d ≧ 1 (9)
multipliziert wird, ergibt sich:
A(gm + d) ≧ A (10)
A(gm + P · B/A - Q) ≧ A (11)
A · gm + P · B - Q · A ≧ A (12)
Falls eine Variable gemäß der Gleichung
Gm = A · gm (13)
eingeführt wird, ist folgende Maßstabänderungs-Verarbeitung
zulässig: für die jeweiligen Zeilen werden die durch die
folgenden Gleichungen dargestellten Daten berechnet:
Q = iNT(P · B/A)
(wobei iNT eine ganze Zahl ist) und
D = P · B - Q · A
wobei für Gm = 0 folgende Entscheidung getroffen ist:
Gm + D ≧ A
Falls das Entscheidungsergebnis "Richtig" ist, wird Gm + 1 =
Gm + D - 1 gewählt und die Anzahl der der Schrittmotor-Treiberschaltung
211 zugeführten Impulse auf Q + 1 eingestellt. Falls
das Entscheidungsergebnis "Falsch" ist, wird Gm + 1 = Gm + D
gewählt und es werden der Schrittmotor-Treiberschaltung 211 Q
Impulse zugeführt.
Wenn die Anzahl P der Impulse in Zeileneinheiten festgelegt
wird, kann eine genaue Unterabtastung-Maßstabsänderung in
der Weise erreicht werden, daß die Genauigkeit der Unterabtastungslage
in den Bereich eines Schrittes des Schrittmotors
400 fällt.
Aus der Gleichung (2) ist zu ersehen, daß bei einem größer
werdenden Verkleinerungsfaktor die Anzahl der Impulse je
Zeile zunimmt und daher die Ansteuerungsfrequenz ansteigt.
Falls die Ansteuerungsfrequenz ansteigt und die Eigenerregungsfrequenz
des Schrittmotors 400 übersteigt, kann dieser
nicht mehr gesteuert werden. Daher besteht eine Einschränkung
des Verkleinerungsfaktors auf einen bestimmten Bereich. Bei
diesem Ausführungsbeispiel wird bei einer Verkleinerung das
vorstehend beschriebene Verfahren zur Festlegung der Impulsanzahl
nicht angewandt, sondern die Anzahl P der Steuerimpulse
je Zeile auf die dem Maßstab 100% entsprechende Anzahl,
nämlich auf vier Impulse festgelegt. Bei der Übertragung der
Bilddaten zu dem externen Gerät 300 werden die Bilddaten
unter Verdünnung bzw. Auslichtung in Zeileneinheiten übertragen.
Auf diese Weise besteht bei der Verkleinerung nahezu
keine Einschränkung hinsichtlich des Verkleinerungsfaktors.
Das Verkleinerungsverfahren wird nachstehend ausführlich
beschrieben.
Die Zentraleinheit 208 enthält einen Basis-100-Zähler, der
auf eine Unterbrechung durch das Synchronisiersignal HSYNC
hin während der Bildleseabtastung aufeinanderfolgend bis zu
"99" hochzählt. Die Zentraleinheit 208 vergleicht die Nummer
einer entsprechend einem durch das externe Gerät 300 vorgewählten
Maßstabfaktor tatsächlich zu übertragenden Zeile mit
der Lesebanknummer RBNO des Basis-100-Zählers. Falls die
Übertragung vorzunehmen ist, leitet die Zentraleinheit 208
die Bilddatenübertragung ein. Falls die Übertragung nicht
vorzunehmen ist, wird von der Zentraleinheit 208 die Bilddatenübertragung
nicht eingeleitet und nur die Lesebanknummer
RBNO fortgeschrieben, um dadurch während der Datenübertragung
die Bilddaten in Zeileneinheiten auszulichten. Auf diese Weise
wird eine Verkleinerung in der Unterabtastrichtung in
Einheiten von 1% ausgeführt.
Ein Verfahren für das Einstellen der Nummer zu übertragender
Zeilen bei dem Verkleinerungs-Maßstabfaktor ist das gleiche
wie ein Verfahren zur Maßstabänderung durch Taktsignal-Auslichtung
unter Verwendung eines Dezimalzählers bei einer
Verkleinerung. Wenn unter Verwendung des Dezimalzählers eine
auszuscheidende bzw. auszulichtende Zeile eingestellt werden
soll, wird in einem internen Speicher der Zentraleinheit 208
eine Tabelle wie die nachstehend gezeigte Tabelle 1 aufgestellt.
In der Tabelle 1 ist eine "aktive" bzw. zu übertragende
Zeile mit "○" bezeichnet.
Gemäß der Tabelle 1 erfolgt das Auslichten unter Anwendung
von Kombinationen der Anzahlen "aktiver" bzw. zu übertragender
Zeilen (5, 2, 1, 1) aus der Zeilenanzahl 10. Falls beispielsweise
die Anzahl aktiver Zeilen "5" ist, entsprechen
den zu übertragenden Zeilen die Zeilenzählwerte 1, 3, 5, 7
und 9, wodurch eine Maßstabänderung von 50% (5/10) eingestellt
wird. Wenn auf ähnliche Weise die Anzahl der zu übertragenden
Zeilen "2" ist, entsprechen die zu übertragenden
Zeilen den Zeilenzählwerten 2 und 6, wodurch eine Maßstabänderung
auf 20% (2/10) eingestellt wird. Eine Maßstabänderung
auf 7/10 kann beispielsweise durch die Kombination der Übertragungszeilen
anzahlen 5 und 2 erreicht werden.
Bei der praktischen Datenauslichtung können beispielsweise in
den Zehnerstellen und den Einerstellen des Basis-100-Zählers
entsprechend einem erwünschten Maßstabfaktor die aktiven bzw.
zu übertragenden Zeilen unter Anwendung der Kombinationen
nach Fig. 1 festgelegt werden. Beispielsweise werden in der
Zehnerstelle die Zählwerte gemäß den Übertragungszeilenanzahlen
5 und 2 für die zu übertragenden Zeilen gewählt (nämlich
die Zeilenzählwerte 1, 2, 3, 5, 6, 7 und 9). An der Einerstelle
werden die Zählwerte für die Übertragungszeilenanzahl
5 gewählt (nämlich die Zeilenzählwerte 1, 3, 5, 7 und 9). In
diesem Fall gilt:
((2 + 5) × 10 + 5)/100 = 75/100
D. h., auf diese Weise wird eine Maßstabänderung auf 75% in
der Unterabtastrichtung erreicht.
Die Fig. 6A, 6B und 6C sind Ablaufdiagramme der von der
Zentraleinheit 208 ausgeführten Steuerung. Nachstehend werden
die Verarbeitungsprogramme der Zentraleinheit 208 ausführlich
erläutert.
Die Fig. 6A und 6B veranschaulichen ein Beispiel für die
Bildleseverarbeitung gemäß diesem Ausführungsbeispiel. Wenn
die Zentraleinheit 208 die Steuerdaten für das Wählen beispielsweise
der Bilddichte, der Binärpegel- oder Mehrfachpegel-
Betriebsart und dergleichen aus dem externen Gerät 300
empfängt, gibt die Zentraleinheit bei einem Schritt S 1 diese
Steuerdaten in einen Arbeitsbereich seines Schreib/Lesespeichers
bzw. Arbeitsspeichers ein.
Bei einem Schritt S 2 stellt die Zentraleinheit 208 verschiedenerlei
von dem Zeitsignalgenerator 209 erzeugte Zeitsteuersignale
entsprechend der gewählten Bildelementedichte von
beispielsweise 400, 300, 200 oder 100 Punkten je Zoll bzw.
16, 12, 8 oder 4 Punkten je mm ein. Bei einem Schritt S 3
stellt die Zentraleinheit 208 in der Taktsignal-Auslichtungsschaltung
212 einen dem gewählten Maßstabfaktor (von 50% bis
200%) entsprechenden Verdünnungs- bzw. Auslichtungsfaktor
ein.
Bei einem Schritt S 4 wird ermittelt, ob die von dem externen
Gerät 300 her gewählte Signalart das Mehrfachpegelsignal oder
das Binärpegelsignal ist. Wenn das Binärpegelsignal gewählt
ist, wird der Wähler 206 dementsprechend eingestellt, wonach
das Programm zu einem Schritt S 5 fortschreitet, bei dem
ermittelt wird, ob ein Einstellwert für die Binärpegel-Betriebsart,
nämlich der Schnittpegel gewählt ist. Wenn bei dem
Schritt S 5 ermittelt wird, daß der Schnittpegel gewählt ist,
schreitet das Programm zu einem Schritt S 6 weiter, bei dem in
der Binär-Digitalisierschaltung 205 der gewählte Schnittpegel
eingestellt wird. Nach dieser Verarbeitung oder dann, wenn
bei dem Schritt S 5 die Antwort "NEIN" lautet, schreitet das
Programm zu einem Schritt S 7 weiter. Falls bei dem Schritt S 4
ermittelt wurde, daß die Mehrfachpegel-Betriebsart gewählt
ist, wird der Wähler 206 dementsprechend eingestellt, wonach
das Programm zu dem Schritt S 7 fortschreitet.
Bei dem Schritt S 7 wird ermittelt, ob von dem externen Gerät
300 der Lesestartbefehl zugeführt wird. Wenn dies bei dem
Schritt S 7 der Fall ist, wird der in Fig. 6B dargestellte
Leseprozeß ausgeführt.
Bei dem Leseprozeß wird bei der Buch-Betriebsart eine Vorlage
derart auf die Auflageglasplatte 27 aufgelegt, daß der
Vorderrand der Vorlage mit dem rechten Rand nach Fig. 2
übereinstimmt. Die Abtastanfangsstellung bzw. Ausgangsstellung
der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 des optischen Systems
entspricht dem rechten Rand nach Fig. 2. Mittels des dort
angeordneten optischen Lagesensors wird die Stellung der
Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 geprüft.
Wenn von dem externen Gerät 300 der Lesestartbefehl eingegeben
wurde, bewirkt die Zentraleinheit 208, daß die Vorlagen
beleuchtungseinheit 24, die im Ruhezustand in einer in Fig. 2
dargestellten Bereitschaftstellung steht, in die Ausgangsstellung
für das Lesen bewegt wird. Danach wird von der
Zentraleinheit 208 bei einem Schritt SB 3 ein Lampensteuersignal
für das Einschalten der Lampe FL abgegeben. Die Leseabtastung
wird jedoch nicht unmittelbar darauffolgend begonnen,
sondern bei einem Schritt SB 4 der Ablauf von ungefähr 300 bis
500 ms abgewartet, bis die von der Lampe FL abgegebene Lichtmenge
gleichmäßig ist. Während dieser Zeit wird in die
Schnittstellenschaltung 207 ein Bildsignal eingegeben. Dieses
Signal stellt jedoch keine echten, mit dem Lesen zusammenhängenden
Bilddaten dar. Daher gibt die Zentraleinheit 208 ein
Steuersignal ab, durch das verhindert wird, daß die Schnittstellen
schaltung 207 Daten an das externe Gerät 300 ausgibt.
Nach der Wartezeit gibt die Zentraleinheit 208 bei einem
Schritt SB 5 ein Antriebssignal für den Schrittmotor 400 ab.
Auf diese Weise beginnt die Abtastung mit der Vorlagenbeleuchtungseinheit
24 in der in Fig. 2 durch den Pfeil A
dargestellten Richtung. Die Strecke zwischen der Ausgangsstellung
der Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 und dem Vorderrand
der auf die Auflageglasplatte 27 aufgelegten Vorlage
beträgt ungefähr 2 bis 3 mm. Während dieses Intervalls wird
an dem Motor die Regelung für das Stabilisieren bzw. Vergleichmäßigen
der Abtastgeschwindigkeit des optischen Systems
ausgeführt.
Wenn die Vorlagenbeleuchtungseinheit den Vorderrand der Vorlage
erreicht hat, gibt die Zentraleinheit 208 ein Freigabesignal
für die Bildsignalausgabe über die Schnittstellenschaltung
207 ab. Danach werden bei einem Schritt SB 7 die
gelesenen und aufbereiteten Bildsignale aufeinanderfolgend in
Zeileneinheiten zu dem externen Gerät 300 gesendet. In Verbindung
mit dem Lesen einer Einzelzeile wird überwacht, ob
von dem externen Gerät 300 das Belegtsignal BUSY eingegeben
wird oder nicht. Wenn das Belegtsignal BUSY eingegeben wird,
wird sofort das Zuführen der Bildsignale abgebrochen und auch
die Ansteuerung des Schrittmotors 400 unterbrochen.
Bei der Abtastung ist die Abtaststrecke des optischen Systems
eindeutig durch die Anzahl der von der Zentraleinheit 208
abgegebenen Steuerimpulse für den Antrieb des Motors bestimmt,
da bei diesem Ausführungsbeispiel der Schrittmotor
verwendet wird. Wenn daher die Zentraleinheit 208 die erforderliche
Anzahl von Steuerimpulsen für den Motor abgegeben
hat, wird daraus bestimmt, daß das Lesen einer Vorlagenseite
abgeschlossen ist (Schritt SB 9). Danach wird bei einem
Schritt SB 11 die Lampe FL abgeschaltet und das Bildsignalausgabe-
Sperrsignal abgegeben. Bei einem Schritt SB 12 wird die
Steuerung zur Motorgegendrehung ausgeführt und an das externe
Gerät 300 das Vorlagenlese-Endsignal ausgegeben.
Durch die von der Zentraleinheit 208 gesteuerte Gegendrehung
des Motors wird das optische System mit der Vorlagenbeleuchtungseinheit
24 in Gegenrichtung zu dem Pfeil A in Fig. 2
bewegt und dann angehalten, wenn der optische Lagesensor
erfaßt, daß das optische System die Ausgangsstellung erreicht
hat. Falls vor der Rückkehr des optischen Systems in die
Ausgangsstellung von dem externen Gerät 300 kein nächster
Lesestartbefehl eingegeben wird (Schritt SB 13), wird bei
einem Schritt SB 17 die Vorlagenbeleuchtungseinheit 24 in die
Ausgangsstellung gebracht, wodurch der Lesevorgang abgeschlossen ist.
Während der Vorlagenleseabtastung wird die tatsächliche Maßstabänderung
in der Unterabtastrichtung in einem durch das
Hauptabtastungs-Synchronisiersignal HSYNC hervorgerufenen
HSYNC-Unterbrechungsprozeß herbeigeführt. Der Inhalt dieses
Prozesses wird daher ausführlich unter Bezugnahme auf Fig. 6C
beschrieben.
Bei einem Schritt S 101 wird eine Übertragungsendkennung geprüft,
die während eines Übertragungsabschluß-Unterbrechungsprozesses
gesetzt wird. Falls diese Kennung nicht gesetzt
ist, wird das Programm ohne Antrieb des Schrittmotors beendet.
Falls die Kennung gesetzt ist, schreitet das Programm zu
einem Schritt S 102 weiter. Falls bei dem Schritt S 102 ermittelt
wird, daß der gewählte Maßstabfaktor größer als 100%
ist, schreitet das Programm zu einem Schritt S 107 weiter,
während es andernfalls zu einem Schritt S 103 fortschreitet.
Falls bei dem Schritt S 103 gemäß dem Verkleinerungs-Algorithmus
für die Zeilenauslichtung ermittelt wird, daß die nächste
Zeile "aktiv" bzw. zu übertragen ist, schreitet das Programm
zu einem Schritt S 104 weiter. Bei dem Schritt S 104 wird die
Bank in dem Pufferspeicher 215 umgeschaltet und eine Übertragungsabrufkennung
gesetzt. Falls die nächste Zeile "inaktiv"
bzw. nicht zu übertragen ist, schreitet das Programm zu einem
Schritt S 105 weiter. Bei dem Schritt S 105 wird die dem Maßstab
1 : 1 entsprechende Anzahl 4 der Steuerimpulse je Zeile
eingestellt, wonach das Programm zu einem Schritt S 106 fortschreitet.
Bei einer Vergrößerung wird bei dem Schritt S 107
die Anzahl der Steuerimpulse je Zeile für den Antrieb des
Schrittmotors gemäß dem vorangehend beschriebenen Algorithmus
bestimmt. Bei einem Schritt S 108 wird die Bank in dem Pufferspeicher
215 geschaltet und die Übertragungsabrufkennung
gesetzt. Danach schreitet das Programm zu dem Schritt S 106
weiter. Bei dem Schritt S 106 wird die schon festgelegte
Anzahl der Steuerimpulse je Zeile in ein internes Register
der Zentraleinheit 208 eingesetzt und der Schrittmotor eingeschaltet,
wonach das Programm endet. Die Steuerimpulse werden
von der Zentraleinheit 208 erzeugt. In der Zentraleinheit 208
wird unter Benützung ihres internen Zählers die Anzahl der
Steuerimpulse für den Antrieb des Schrittmotors gezählt. Wenn
der Zählwert mit dem in das interne Register eingesetzten
Wert übereinstimmt, beendet die Zentraleinheit 208 die Erzeugung
der Steuerimpulse.
Bei einer Unterbrechung, die herbeigeführt wird, wenn die
Bilddatenübertragung beendet ist, wird die Bank des Pufferspeichers
215 geschaltet, wonach die Bilddatenübertragung nur
dann eingeleitet wird, wenn die Übertragungsabrufkennung
gesetzt ist.
Eine Bildverarbeitungseinrichtung enthält ein Abtastsystem
für das Lesen eines Vorlagenbilds und eine Abtastsystem-
Antriebseinheit für das relative Bewegen des Abtastsystems in
bezug auf das Vorlagenbild zu dessen Abtastung. Das Abtastsystem
wird entsprechend eingegebenen Steuerimpulsen bewegt.
Die Einrichtung enthält ferner eine Steuereinheit für das
Ändern der Anzahl der der Antriebseinheit zugeführten Steuerimpulse
entsprechend einem eingegebenen veränderbaren Maßstab.
Das Abtastsystem enthält eine Ladungskopplungsvorrichtung
bzw. einen Sensor für das Umsetzen des Vorlagenbilds in
ein elektrisches Signal.
Claims (11)
1. Bildverarbeitungseinrichtung, gekennzeichnet durch eine
Lesevorrichtung (c; 22) zum Lesen eines Vorlagenbilds, eine
entsprechend eingegebenen Steuerimpulsen betriebene Abtastvorrichtung
(a; 400) zum Hervorrufen einer Relativbewegung
zwischen der Lesevorrichtung und dem Vorlagenbild zu dessen
Abtastung und eine Steuereinrichtung (e; 21), durch die die
Anzahl der der Abtastvorrichtung zugeführten Steuerimpulse
entsprechend einem eingegebenen veränderbaren Maßstabfaktor
veränderbar ist.
2. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lesevorrichtung (c; 22) eine Zeilenabtastung
des Vorlagenbilds (b) ausführt und die Steuereinrichtung
(e; 21) entsprechend dem eingegebenen veränderbaren
Maßstabfaktor die Anzahl der der Abtastvorrichtung (a; 400)
je Zeileneinheit zugeführten Steuerimpulse ändert.
3. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lesevorrichtung eine fotoelektrische
Wandlervorrichtung (c; 22) zum Umsetzen des Vorlagenbilds (b)
in ein elektrisches Signal aufweist.
4. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet
durch eine Aufbereitungseinrichtung (d; 205, 206) für das
Aufbereiten des von der fotoelektrischen Wandlervorrichtung
(c; 22) abgegebenen elektrischen Signals und für das Umsetzen
des elektrischen Signals in ein digitales Binärpegel- oder
Mehrfachpegel-Bildsignal.
5. Bildverarbeitungseinrichtung anch Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei der Eingabe eines veränderbaren Maßstabfaktors
für eine Verkleinerung die Steuereinrichtung (e; 21)
die Anzahl der Steuerimpulse je Abtastzeile auf eine
Konstante einstellt und entsprechend dem veränderbaren Maßstabfaktor
das digitale Binärpegel- oder Mehrfachpegel-Bildsignal
in Abtastzeileneinheiten ausgelichtet ausgibt.
6. Bildverarbeitungseinrichtung, gekennzeichnet durch eine
Bildsignal-Eingabeeinrichtung (23), eine Übertragungseinrichtung
(21) für das Übertragen eines aus der Eingabeeinrichtung
eingegebenen Bildsignals in Zeileneinheiten und eine Entscheidungseinrichtung
(208), die entsprechend einem eingegebenen
veränderbaren Maßstabfaktor bestimmt, ob durch die
Übertragungseinrichtung die Bildsignal-Zeileneinheiten zu
übertragen sind oder nicht.
7. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Entscheidungseinrichtung (208) eine
vorbestimmte Tabelle mit Nummern zu übertragender Zeilen
enthält und das Übertragen einer Bildsignal-Zeileneinheit
durch Abfrage der Tabelle gemäß dem eingegebenen veränderbaren
Maßstabfaktor bestimmt.
8. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung (21)
eine Pufferspeichereinrichtung (215) zum Speichern des eingegebenen
Bildsignals in Zeileneinheiten aufweist.
9. Bildverarbeitungseinrichtung, gekennzeichnet durch eine
Lesevorrichtung (22) zum Lesen eines Vorlagenbilds und Ausgeben
des gelesenen Vorlagenbilds als Bildsignal, eine Aufbereitungseinrichtung
(21, 23) zum Aufbereiten des von der
Lesevorrichtung abgegebenen Bildsignals und eine Entscheidungseinrichtung
(208), die entsprechend einem eingegebenen
veränderbaren Maßstabfaktor entscheidet, ob eine Maßstabänderung
durch die Lesevorrichtung oder durch die Aufbereitungseinrichtung
auszuführen ist.
10. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lesevorrichtung (22) die Maßstabänderung
durch Ändern der Geschwindigkeit des Lesens des Vorlagenbilds
entsprechend dem eingegebenen veränderbaren Maßstabfaktor
ausführt.
11. Bildverarbeitungseinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbereitungseinrichtung (21,
23) die Maßstabänderung durch Auslichten des Bildsignals in
Zeileneinheiten entsprechend dem eingegebenen veränderbaren
Maßstabfaktor ausführt.
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| DE3802199C2 (de) | 1992-06-04 |
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