DE3801920A1 - Vorrichtung zum anschliessen eines abzweigleiters - Google Patents
Vorrichtung zum anschliessen eines abzweigleitersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschließen
eines Leiters an eine isolierte Freileitung mittels einer
Klemme, mit wenigstens einem eine Sicherung aufnehmenden
und diese Sicherung kontaktierende Kontaktkörper enthaltenden
Gehäuse aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff, das
mit Längsrippen versehen ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-GM 78 29 026.3)
ist das zylindrische Gehäuse in einen topfförmigen oberen
Teil, der einen Kontaktkörper enthält, sowie einen in den
oberen Teil einschraubbaren unteren Teil unterteilt, welcher
eine Haltevorrichtung für die Sicherung bildet und den
anderen Kontaktkörper enthält. Die Längsrippen, die am
unteren Teil vorgesehen sind, haben eine sehr geringe Höhe,
da sie allein dem Zweck dienen, den unteren Teil des Gehäuses
für das Einschrauben in und Herausschrauben aus dem oberen
Teil sicher erfassen zu können. Diese Vorrichtung ist jedoch
nur für Sicherungen mit einer relativ niedrigen Nennstrom
stärke verwendbar, da wegen der schlechten Wärmeleitfähig
keit, welche der aus Isolationsgründen für das Gehäuse
zu verwendende Kunststoff hat, die bei einer Sicherung
höhere Stromstärke in dieser und an den Übergangswiderständen
von der Sicherung zu den Kontaktkörpern entstehende Wärme
zu einer Temperatur des Gehäuses führen würde, bei welcher
das Gehäuse nicht mehr die erforderliche Stabilität hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß
sie auch für Sicherungen mit höherer Nennstromstärke ver
wendbar ist. Diese Aufgabe löst eine Vorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruches 1.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Längsrippen wird
zum einen die für eine Wärmeabgabe zur Verfügung stehende
Oberfläche des Gehäuses vergrößert. Vor allem aber bilden
die Rippen eine versteifende Armierung, da zumindest die
den größten radialen Abstand vom Sicherungskörper aufweisenden
Bereiche die Erweichungstemperatur nicht erreichen.
Vorteilhafterweise erstrecken sich die Längsrippen zumindest
über die gesamte Länge des den Sicherungskörper der Sicherung
umgebenden Teil des Gehäuses, vorzugsweise auch über die
die Kontaktkörper umgebenden Teile des Gehäuses, da dort
die stärkste Erwärmung auftritt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Längsrippen
wenigstens über das eine Ende des Gehäuses hinaus verlängert
und hier unmittelbar miteinander verbunden, damit das von
den Rippen gebildete versteifte Gerüst in sich auch im
Bereich wenigstens des einen Endes des Gehäuses geschlossen
ist. Statt über solche Verlängerungen könnten die Rippen
an wenigstens einem ihrer beiden Enden aber auch über einen
Verbindungskörper miteinander verbunden sein.
Die Längsrippen können nach außen und/oder nach innen von
der Gehäusewand abstehen.
Ferner können die Rippen wenigstens einen sich über ihre
gesamte Länge erstreckenden Kanal aufweisen. Durch einen
solchen Kanal, der geschlossen oder nach außen oder innen
offen sein kann, kann die Wärmeabgabe vor allem dann ver
bessert werden, wenn der Kanal in vertikaler Richtung verläuft
und dadurch die Luftkonvektion begünstigt.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen unvollständigen Längsschnitt eines ersten
Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 eine Draufsicht des ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 einen Gehäusequerschnitt eines zweiten Ausführungs
beispiels,
Fig. 4 einen unvollständigen Gehäusequerschnitt eines
dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 einen unvollständigen Gehäusequerschnitt eines
vierten Ausführungsbeispiels.
Eine Vorrichtung zum Anschließen eines Abzweigleiters 1 an
die eine, isolierte Ader 2 einer beispielsweise von Masten ge
tragenen, isolierten Energieversorgungskabels mit Hilfe
einer vollisolierten Abzweigklemme 3 weist ein aus Kunststoff
bestehendes und dadurch elektrisch isolierendes, zylinderar
tiges Gehäuse auf, das aus einem oberen Gehäuseteil 4 und
einem unteren Gehäuseteil 5 besteht. In dem nur zum unteren
Gehäuseteil 5 hin offenen oberen Gehäuseteil 4 ist der
unisolierte eine Endabschnitt 6 eines Kontaktstiftes 7
festgelegt, der aus einem elektrisch gut leitenden Material,
beispielsweise Aluminium, besteht und in radialer Richtung
aus dem oberen Gehäuseteil 4 austritt. An der Austrittsstelle
bildet der Gehäuseteil 4 einen stutzenartigen Vorsatz,
den ein den außen liegenden Teil des Kontaktstiftes umge
bender, elektrisch isolierender Mantel 9, bei dem es sich
beispielsweise um einen Schrumpfschlauch handeln kann,
übergreift, so daß an der Austrittsstelle kein Wasser in
das Innere des oberen Gehäuseteils 4 eindringen kann. Das
Isoliermaterial, aus dem der Mantel 9 besteht, ist so weich,
daß Spitzen oder Schneiden in dem zur Aufnahme des Kontakt
stiftes bestimmten Klemmkanal der Abzweigklemme 3, welcher
im Ausführungsbeispiel parallel zu dem die Ader 2 aufnehmenden
Klemmkanal liegt, den Mantel 9 durchdringen und den Kontakt
stift kontaktieren können. Der Endabschnitt 6, welcher
einen ersten Kontaktkörper bildet, liegt, wie Fig. 1 zeigt,
an der Innenseite der oberen Stirnwand des Gehäuseteils
4 an und ist zwecks einer besseren Kontaktgabe in Längs
richtung geriffelt.
An den oberen Gehäuseteil 4 sind radial nach außen abstehende
Längsrippen 4′ angeformt, die sich nicht nur über die gesamte
Länge des oberen Gehäuseteils 4 erstrecken, sondern über
das geschlossene Ende desselben überstehen und hier unmittel
bar miteinander verbunden sind. Die Abmessungen der Längs
rippen 4′, insbesondere ihre in radialer Richtung gemessene
Höhe sind so gewählt, daß zumindest die den größten radialen
Abstand von der Wand aufweisende Längszone auch bei der
höchsten Temperatur, welche die Wand erreichen kann, eine
Temperatur haben, die unterhalb der Erweichungstemperatur
des Kunststoffes liegt, aus welcher der obere Gehäuseteil
4 besteht.
Der Innenraum des oberen Gehäuseteils 4 ist an die Abmessungen
einer aufzunehmenden Sicherung 10, beispielsweise einer
E-Sicherung mit 63 A Nennstrom, angepaßt, die mit der einen
Stirnfläche der an ihrem einen Ende vorhandenen Kontaktkappe
11 unmittelbar oder über ein nicht dargestelltes, in Richtung
der Längsachse des Gehäuses elastisch verformbares Kontakt
element an dem geriffelten Bereich des Endabschnittes 6
anliegt, wenn der obere Gehäuseteil 4 mit dem unteren Ge
häuseteil 5 verbunden ist.
Der aus demselben Kunststoffmaterial wie der obere Gehäuse
teil 4 bestehende untere Gehäuseteil 5 ist auf einem Teil
seiner Länge mit einem Außengewinde 12 versehen, das in
ein Innengewinde 13 des oberen Gehäuseteils 4 zur Herstellung
der Verbindung zwischen beiden Gehäuseteilen eingeschraubt
werden kann. Eine Riffelung oder Rippen 16 geringerer Höhe
außen am unteren Endabschnitt des unteren Gehäuseteils
5 ermöglichen ein sicheres Erfassen des unteren Gehäuse
teils 5 für das Herstellen oder Lösen der Gewindeverbindung
zwischen beiden Gehäuseteilen.
In der den unteren Gehäuseteil 5 nach unten abschließenden
Stirnfläche ist eine zentrale Durchtrittsöffnung 17 für
den Abzweigleiter 1 vorgesehen, die durch einen stutzen
artigen Fortsatz des unteren Gehäuseteils nach außen hin
verlängert ist. Im Inneren des unteren Gehäuseteils 5 liegt
lose ein Kontaktkörper 18, der als Schraubklemme für den
Anschluß des Abzweigleiters 1 ausgebildet ist und dessen
dem oberen Gehäuseteil 4 zugekehrte Stirnfläche die Kontakt
fläche bildet, an der die Sicherung 10 mit ihrer einen
Kontaktkappe oder über ein nicht dargestelltes, in Richtung
der Längsachse des Gehäuses elastisch verformbares Kontakt
element anliegt. Zum Anschließen des Abzweigleiters 1 kann
der Kontaktkörper 18 aus dem unteren Gehäuseteil 5 heraus
genommen werden.
Am unteren Gehäuseteil 5 sind einstückig mit ihm ausgebildete,
schmale Haltefinger 20 vorgesehen, die gleichmäßig auf
dem Umfang des oberen Randes des Gehäuseteils 5 verteilt
angeordnet sind und sich von hier aus in Längsrichtung
des Gehäuses in den oberen Gehäuseteil 4 hineinerstrecken.
Diese Haltefinger 20 nehmen die Sicherung 10 auf und halten
sie in der gewünschten Lage, wodurch das Einsetzen und
Austauschen einer Sicherung wesentlich vereinfacht wird.
Da sich die Längsrippen 4′ über alle diejenigen Abschnitte
des Gehäuses erstrecken, welche die Verlustwärmequellen
im Inneren des Gehäuses umgeben, wird durch die Längsrippen
4′ die Ableitung der Wärme von der Gehäusewand und die
Wärmeabgabe an die Umgebung begünstigt, zumal die Längsrippen
4′, die gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet
sind, zwischen sich vertikale Kanäle bilden, in denen die
erwärmte Luft aufsteigt und dadurch die Wärmeabgabe durch
Konvektion gefördert wird. Außerdem bilden die Rippen 4′
ein topfförmiges Versteifungsgerüst für das Gehäuse, da
durch ihre Dimensionierung gewährleistet ist, daß auch
bei maximaler Verlustwärme im Inneren des Gehäuses und
maximaler Außentemperatur die Erweichungstemperatur des
Kunststoffes nicht erreicht wird.
Wie Fig. 3 zeigt, kann man zusätzlich zu Längsrippen 4′,
die vom oberen Gehäuseteil 4 radial nach außen abstehen,
radial nach innen abstehende Längsrippen 4′′ vorsehen.
Diese inneren Längsrippen 4′′ können die Sicherung 10 auf
nehmen und damit die Haltefinger 20 des unteren Gehäuse
teils entbehrlich machen. Sofern die inneren Längsrippen
4′′ eine so große Höhe haben, daß die Temperatur der Wand
des oberen Gehäuseteils 4 stets unterhalb der Erweichungs
temperatur des Kunststoffes liegt, aus dem sie besteht,
kann selbstverständlich auf die radial nach außen abstehenden
Längsrippen 4′ verzichtet werden.
Statt der massiven Längsrippen kann man auch, wie die Fig.
4 und 5 zeigen, Rippen vorsehen, die wenigstens einen sich
über ihre gesamte Länge erstreckenden Kanal bilden. Bei
dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel haben die
radial nach außen vom oberen Gehäuseteil 104 abstehenden
Längsrippen 104′ je einen Längskanal 108, der sich, wie
Fig. 4 zeigt, durch die Wand des oberen Gehäuseteils 104
hindurch fortsetzt, also zum Innenraum des oberen Gehäuse
teils 104 hin offen ist.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind
die Längskanäle 208, von denen je einer jede radial nach
außen abstehenden Längsrippe 204′ des oberen Gehäuseteils
204 durchdringt, nur an ihren beiden Enden offen. Der Vorteil
einer fehlenden Verbindung zwischen den Längskanälen 208
und dem Innenraumdes Gehäuses besteht darin, daß im Bereich
des oberen Endes der Längskanäle keine Maßnahmen vorgesehen
werden müssen, um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
Daher läßt sich mit solchen Kanälen eine gute Kaminwirkung
erreichen, wodurch in entsprechendem Maße die konvektive
Wärmeabgabe verbessert wird.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie
auch die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale
sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung,
auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere
nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Anschließen eines Leiters an
eine isolierte Freileitung mittels einer Klemme, mit we
nigstens einem eine Sicherung aufnehmenden und diese Sicherung
kontaktierende Kontaktkörper enthaltenden Gehäuse aus einem
elektrisch isolierenden Kunststoff, das mit Längsrippen
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Längsrippen (4′, 4′′, 104′, 204′) derart gestaltet
sind, daß wenigstens die den größten radialen Abstand vom
Sicherungskörper aufweisende Materialpartie eine auch bei
maximaler Temperatur der Sicherung (10) und der Kontaktkörper
(6, 18) sowie bei maximaler Umgebungstemperatur des Gehäuses
(4, 5, 104, 204) unterhalb der Erweichungstemperatur des
Kunststoffes liegende Temperatur hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Längsrippen (4′, 4′′, 104′,
204′) zumindest über die gesamte Länge des den Sicherungs
körper der Sicherung (10) umgebenden Teils des Gehäuses
(4, 5) erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Längsrippen (4′, 4′′,
104′, 104′′) sich zumindest über den die Sicherung (10)
und die Kontaktkörper (6, 18) umgebenden Bereich des Gehäuses
(4, 5) erstrecken.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet daß die Längsrippen
(4′) wenigstens an ihrem einen Ende unmittelbar oder über
ein mit ihnen einstückig ausgebildetes und hinsichtlich
seiner Temperatur wie die Rippen gestaltetes Verbindungs
element miteinander in Verbindung stehen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrippen
(4′, 4′′, 104′, 204′) von der Gehäusewand nach außen und/oder
innen abstehen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrippen
(104′, 204′) wenigstens einen sich über ihre gesamte Länge
erstreckenden Kanal (108, 208) aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kanal (108) zum Gehäuseinneren
hin offen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3801920A DE3801920A1 (de) | 1988-01-23 | 1988-01-23 | Vorrichtung zum anschliessen eines abzweigleiters |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3801920A1 true DE3801920A1 (de) | 1989-08-03 |
| DE3801920C2 DE3801920C2 (de) | 1989-11-30 |
Family
ID=6345845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3801920A Granted DE3801920A1 (de) | 1988-01-23 | 1988-01-23 | Vorrichtung zum anschliessen eines abzweigleiters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3801920A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0690527A1 (de) * | 1994-06-29 | 1996-01-03 | Karl Pfisterer Elektrotechnische Spezialartikel Gmbh & Co. Kg | Anschlussvorrichtung |
| DE19703017A1 (de) * | 1996-02-02 | 1997-08-07 | Makita Corp | Haltevorrichtung zum Abstützen einer elektrischen Komponente an einer elektrischen Maschine oder einem elektrischen Gerät |
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-
1988
- 1988-01-23 DE DE3801920A patent/DE3801920A1/de active Granted
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| US11231131B2 (en) | 2018-03-14 | 2022-01-25 | Dipl.-Ing. H. Horstmann Gmbh | System for monitoring overhead lines |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3801920C2 (de) | 1989-11-30 |
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