DE3800963A1 - Deponieschraegschacht aus beton - Google Patents
Deponieschraegschacht aus betonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Deponieschrägschacht aus
Beton zur Deponieentwässerung.
In der vergangenen Zeit wurden Deponien sowohl für
Hausmüll als auch für Industriemüll einfach in der
Weise angelegt, daß der Müll auf geeignet erscheinen
dem Gelände abgekippt und aufgehaldet wurde. Seit
neuerem besteht die Vorschrift, solche Deponien mit
einer Basisabdichtung zu versehen. Das gilt nicht nur
für Industriemüll-Deponien sondern auch für Hausmüll-
Deponien. Aufgrund der bisherigen Technik, solche
Deponien offen anzulegen, sammeln sich in der Deponie
Niederschläge, die als Sickerwasser entsorgt werden
müssen. Zu diesem Zwecke wird auf der Basisabdichtung
ein Drainagesystem verlegt. Zu dem Drainagesystem
gehören üblicherweise Revisionsschächte und Ent
wässerungsschächte, die verteilt über die Deponie
fläche angelegt werden. Das führt zu verschiedenen
Problemen: Der Aufhaldungsvorgang wird erheblich
gestört, da die Fahrzeuge und Planierraupen und
dergleichen die Revisionsschächte und Entwässerungs
schächte umfahren müssen. Darüber hinaus entstehen mit
zunehmender Haldenhöhe erhebliche Kräfte, welche auf
die Revisionsschächte und Entwässerungsschächte
einwirken.
Es ist deshalb vorgeschlagen worden, Schächte als
Schrägschächte in die Haldenböschung zu verlegen.
Diese Schrägschächte treten dann unten aus der
Böschung und durch die Basisabdichtung aus. Solcher
maßen verlegte Schächte stören beim Aufhalden von Müll
nicht. Ferner sind solche Schächte im wesentlichen nur
einem definierten Druck ausgesetzt, dem durch ent
sprechende Auslegung der Schachtstatik begegnet werden
kann. Nach dem älteren Vorschlag bestehen solche
Schrägschächte aus Beton, vorzugsweise Ortbeton.
Bislang ungelöst ist jedoch die Abdichtung des Schräg
schachtes. Ein Schrägschacht ist auch dann, wenn er
aus wasserundurchlässigen Beton gefertigt ist nur
bedingt rückhaltend für die anfallenden Sickerwässer.
D. h. einige vorkommenden Bestandteile von Sicker
wässern durchdringen den Beton. Größtenteils ver
ursacht das nicht einmal eine Beschädigung des Betons.
Der Nachteil dieser Sickerwasseranteile ist jedoch
deren starke Umweltgefährdung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
derartige Schrägschächte sicher abzudichten.
Nach der Erfindung wird das mit Hilfe einer zwei
schaligen Kunststoffabdichtung erreicht, wobei
zwischen beiden Schalen ein Zwischenraum besteht. Mit
Hilfe des Zwischenraumes kann die Dichtwirkung der
Kunststoffabdichtung laufend geprüft werden. Sobald
die mit dem Sickerwasser in Berührung gelangende
innere Schale undicht wird, sammelt sich im Zwischen
raum Sickerwasser. Bei Feststellung des Sickerwassers
wird nach der Leckage gesucht und die undichte Stelle
wahlweise mit einem Folienstreifen abgedichtet.
Wahlweise kann auch der Zwischenraum mit Kunstharz
verpreßt werden und so eine Abdichtung bewirkt werden.
In Ausführung der zweischaligen Abdichtung ist nach
der Erfindung vorgesehen, daß auf der Sohle des
Schrägschachtes die untere Schale durch eine glatte
Kunststoffabdichtung und die obere Schale durch eine
Noppenbahn mit nach unten gerichteten Noppen gebildet
wird. Wahlweise kann das auch umgekehrt gewählt
werden, wobei wesentlich bleibt, daß die Noppen den
Abstand zwischen beiden Schalen sichern.
Die Verlegung beider Schalen auf der Schachtsohle
erfolgt vorzugsweise lose. Das vereinfacht die Ver
legung.
Am Schachtgewölbe ist vorzugsweise ein anderer Aufbau
der Kunststoffabdichtung vorgesehen. Dabei wird
zunächst eine Noppenbahn im umgebenden Beton mit
Noppen einbetoniert. Auf die nach innen weisende
glatte Seite der Noppenbahn wird eine Drainmatte
montiert. Auf die Drainmatte wird wiederum eine glatte
Matte montiert. Als Drainmatte findet vorzugsweise
eine Gittermatte Verwendung. Die Gittermatte hat
extrem große Hohlräume, welche eintretendes Sicker
wasser sehr gut ableiten und auch ausreichenden Raum
für das Verpressen mit Kunstharz bieten.
Die Montage der Drainmatte und der innen vorgesehenen
glatten Bahn erfolgt vorzugsweise durch Heften mittels
Heißluft bei thermoplatischen Abdichtungsbahnen und
Drainmatte und/oder mit Hilfe von Rondellen. Die
Rondellen werden in Längsrichtung des Schachtes im
Abstand von ca. 1 bis 1,5 m verteilt auf dem Schacht
gewölbe angebracht. Das kann durch Verschweißung auf
der Noppenbahn und/oder durch Verschweißung auf der
Drainmatte erfolgen, so daß die Rondellen auch mit der
innenliegenden glatten Kunststoffbahn verschweißt
werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Teillängsschnitt eines Schräg
schachtes aus Ortbeton. Mit 1 ist der Anschluß
des Schrägschachtes an die Basisabdichtung der Deponie
bezeichnet. Zu der Basisabdichtung der Deponie gehört
eine Kunststoffabdichtung 2. Die Basisabdichtung
besitzt ein Gefälle, so daß anströmendes Sickerwasser
dem Schrägschacht zugeführt wird. Der Schrägschacht
besteht aus einem Betonfuß 3 mit Eintrittsöffnung 4
und einer Austrittsöffnung 5. An den Betonfuß 1
schließt sich eine in der Deponieböschung verlegte
Betonleitung 6 an.
Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das an
fallende Sickerwasser allenfalls einen Badspiegel der
mit 7 bezeichneten Höhe erreicht. Sobald sich Sicker
wasser in nennenswertem Umfang in dem Fuß 3 sammelt,
wird das Sickerwasser mit Hilfe einer Pumpe abgepumpt.
Die Pumpe wird wahlweise mit Hilfe eines Schwimmers
gesteuert, der bei steigendem Sickerwasser die Pumpe
betätigt. Der Fuß 3 ist mit einer Abdichtung 8
versehen.
Nach Fig. 2 besitzt die Abdichtung 8 im söhligen
Bereich eine lose verlegte untere Kunststoffschicht
10 als untere Schale. Die Kunststoffschicht 10 setzt
sich aus miteinander verschweißten Bahnen aus Hoch
druckpolyäthylen zusammen. Es kann sich aber auch um
ein einteiliges Polyäthylenbahnenstück handeln.
Auf der unteren Schale ist eine Noppenbahn 11 als
obere Schale mit Noppen 12 lose verlegt, so daß die
Noppen 12 zwischen den beiden Schalen 10 und 11 einen
Abstand sichern. Zwischen den Noppen 12 und den
Schalen ist ausreichender Abstand für ggf. eintretendes
Sickerwasser gegeben, um das Sickerwasser einer
Prüfstelle zuführen zu können oder aber das Sicker
wasser zum Zwecke der Dichtheitsprüfung abpumpen zu
können. Die Noppenbahn 11 besteht wie die
Kunststoffabdichtung 10 aus Hochdruckpolyäthylen.
Fig. 3 zeigt die Abdichtung 8 im Gewölbebereich des
Schachtes. Danach ist eine Noppenbahn 20 als äußere
Schale mit Noppen 21 in den Ortbeton 22 eingebunden.
Auf der gleichfalls aus Hochdruckpolyäthylen
gefertigten Noppenbahn 20 ist mittels Heißluft eine
Gittermatte 23 geheftet worden. Die Gittermatte 23
kann aus einfacherem mit der Noppenbahn 20
verschweißbaren bzw. heftbaren Kunststoff gefertigt
sein, da die Gittermatte 23 lediglich die Aufgabe hat,
anströmendes Sickerwasser zur Schachtsohle zu lenken.
Die Gittermatte 23 besteht aus sich kreuzenden
Kunststoffprofilen 24 und 25. Vorzugsweise stehen die
Profilstäbe 24 und 25 in der zur Zeichnungsebene
senkrechten Ebene senkrecht zueinander. Um überall
einen gleichbleibenden Abfluß der eintretenden
Sickerwässer zu gewährleisten, ist die Gittermatte 23
so geschnitten, daß die Gitterstäbe 24 und 25 zur
Horizontalen geneigt verlaufen. Vorzugsweise ist die
Neigung 45 Grad. Auf die Gittermatte 23 ist wiederum
eine Abdichtung 26 aus Hochdruckpolyäthylen als innere
Schale geheftet. Die Abdichtung 26 setzt sich
wahlweise aus einzelnen Bahnen zusammen, die
miteinander verschweißt sind.
Um den Verbund zwischen der Noppenbahn 20 und der
Abdichtung 26, an beiden Schalen der Abdichtung 8, zu
verbessern, können wahlweise auch nicht dargestellte
Rondellen zwischen der Noppenbahn 20 und der Gitter
matte 23 einerseits und der Gittermatte 23 und der
Abdichtung 26 andererseits vorgesehen sein. Die
Rondellen sind dann dort verschweißt.
Die äußere Schale der Abdichtung 8 im Gewölbebereich
ist mit der unteren Schale des söhligen Bereiches
verschweißt; die innere Schale des Gewölbebereiches
mit der oberen des söhligen Bereiches.
Claims (7)
1. Deponieschrägschacht aus Beton, insbesondere zur
Deponieentwässerung, gekennzeichnet durch eine
Auskleidung mit einer zweischaligen Kunststoffab
dichtung (8) und einem Zwischenraum zwischen
beiden Schalen.
2. Deponieschrägschacht nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdichtung auf der
Schachtsohle aus einer glatten Schale (10) und
aus einer als Noppenbahn (11) ausgebildeten
Schale besteht, wobei die Noppen (12) den
Zwischenraum zwischen beiden Schalen bilden.
3. Deponieschrägschacht nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdichtung (8) auf der
Deponiesohle lose verlegt ist.
4. Deponieschrägschacht nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdichtung (8) im Gewölbebereich aus einer
einbetonierten Noppenbahn (20) und einer Drain
matte (23) und einer glatten Kunststoffabdichtung
(26) besteht, wobei die Drainmatte innen auf der
Noppenbahn (20) montiert und die glatte Bahn (26)
innen auf der Drainmatte (23) montiert ist.
5. Deponieschrägschacht nach Anspruch 4, gekennzeich
net durch eine Gittermatte (23) als Drainmatte.
6. Deponieschrägschacht nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Profilstäbe (24, 25) der
Drainmatte geneigt zur Horizontalen verlaufen.
7. Deponieschrägschacht nach einem oder mehreren der
Ansprüche 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine
Heißluftheftung und/oder Rondellenbefestigung
zwischen der Noppenbahn (20) und/oder der Drain
matte (23) und/oder der Kunststoffabdichtung
(26).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883800963 DE3800963A1 (de) | 1988-01-15 | 1988-01-15 | Deponieschraegschacht aus beton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19883800963 DE3800963A1 (de) | 1988-01-15 | 1988-01-15 | Deponieschraegschacht aus beton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3800963A1 true DE3800963A1 (de) | 1989-07-27 |
Family
ID=6345309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883800963 Ceased DE3800963A1 (de) | 1988-01-15 | 1988-01-15 | Deponieschraegschacht aus beton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3800963A1 (de) |
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1988
- 1988-01-15 DE DE19883800963 patent/DE3800963A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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Owner name: HUELS TROISDORF AG, 5210 TROISDORF, DE |
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