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speisäule. Es sind bereits Speinäpfe bekannt, bei denen durch ein
Hebelwerk ein den Auswurf auffangender Teil in einen eine desinfizierende Flüssigkeit
enthaltenden Behälter getaucht und ein klappbarer Deckelverscliluß bewegt wurden.
Diese Speinäpfe konnten jedoch nur in Fußbodenhöhe benutzt werden.
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Die Erfindung besteht nun in einer Speisättle, bei welcher der als
Trichter ausgebildete und in der Höhenrichtung bewegliche Auffangteil sowohl mit
einer Fußhebel-, als auch mit einer . Handliebelanordnung verbunden ist,
die zugleich auf einen Rolladenverschluß einwirken, so daß die Hebevorrichtung les
Auffangteiles von Bettlägerigen durch den Handhebel, voll Sitzenden oder Stehenden
nach Wahl durch den Fußhebel oder Handhebel bedient werden kann. Der Rolladen wirkt
nicht störend oder gar erschreckend auf Kranke, wie z. B. die bekannten Springdeckel.
Die Säule und ihr Antrieb können aus Holz derart hergestellt werden, @.laß die Säule
sich den übrigen Möbeln des Zimmers anpaßt und daher nicht als Speinapf zu erkennen
ist.
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Zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind
in den Abb. z und 2 in je einem senkrechten Schnitt dargestellt.
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Gemäß Abb. i ist i die Säule, welche oben durch die sich in derMitte
der Säule treffenden l-,'olläden 2 und 3 verschlossen wird. d. ist der Speinapf,
welcher in einem Rahmen 6 ruht und in die fest angeordnete, Tnit desinfizierender
Flüssigkeit gefüllte Schale 5 taucht. Von der unteren, wagerechten Leiste des Ra'hinens
6 geht ein Stab 7 abwärts, an welchem mittels eines Bolzens 3 ein in einem Lager
9 drehbarer Fußhebel io angelenkt ist. Mit dem oberen Teil des Stabes ; ist ein
Handhebel 12, welcher in der Säulenwand am einen Bolzen 24 drehbar gelagert ist,
unter Vermittlung eines in I e ne, il Schlitz des Handhebels geführten Bolzens
13 verbunden. Die Rolläden 2 und 3 sind mit Leisten 15 und i6 verbunden. Am unteren
Ende dieser Leisten ;ist je ein Gelenk i7 befestigt, an dem ein Hebel 18 sitzt,
der wiederum um einen Bolzen i 9 drehbar, mit einem Hebel 20 verbunden ist. Die
Hebel 20 sind um Bolzen 21 drehbar an einem Querstück 1q. befestigt. Die freien
Fanden der Hebel 2o sind mit Schlitzen 22 versehen, in welchen sich ein am Stab
7 befestigter Bolzen 23 führt. Wird nun der Fußhebel io oder der Handhebel 12 abwärts
gedrückt, so wird der Stab 7 und mit ihm der Rahmen 6 gehoben, so daß sich der Speinapf
4 in die gestrichelte Stellung hebt. Gleichzeitig haben sich die Hebel 2o um ihre
Bolzen 21 derart gedreht, daß sie die Hebel 18 abwärts ziehen, so daß sich die Roliäden
2 urid 3 in Richtung der Pfeile a und h öffnen. Hört der Druck auf den Fußhebel
io oder auf rlen Handlieb.el 12 auf, so bewirkt ein in den lahmen 6 eingelegtes
Gegengewicht G die umgekehrte Reihenfolge der Bewegungen, so ,laß sich der Speinapf
4. in die Schale 5 senkt und die Rolläden 2 und 3 wieder verschlossen werden. Der
Handhebel 12 kann auch abnehmbar angeordnet sein.
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Gemäß Abb.2 werden die Bewegungsvorgänge durch Zugfedern beherrscht.
Der den Speinapf d. tragende Rahmen 6 steht beiderseitig unter Vermittlung je eines
über eine Rolle 30 geführten Seiles 31 mit einer Zugfeier 32 in Verbindung, welche
bei 33 fest an (ier Wandung der Säule gelagert ist. Anderseits stehen die Enden
der die Rolläden 2 und 3 tragenden Leisten 15 und 16 durch je einen Hebel 3¢ mit
einem Hebel 3 5 in Verbindung, welcher um einen Bolzen 36 drehbar ist. Das andere
Ende des Hebels 35 ist durch einen Hebel 37 mit der unteren Leiste des Rahmens 6
verbunden. Wird -der Fußhebel io oder der Handhebel 12 abwärts gedrückt, so wird
der Rahmen 6 und mit ihm der Speinapf 4 gehoben, wobei die Federn 32 auseinandergezogen
werden. Gleichzeitig traben sich die Hebel 35 um die Bolzen 36 .gedreht, so daß
sie die Rolläden 2 und 3 in Richtung der Pfeile a und h öffnen. Läßt der
Druck auf die Hebel io o:ier 12 nach, so bewirken .die sich zusammenziehenden Federn
32 die umgekehrte Reihenfolge der Bewegungen.