DE389145C - Vorrichtung zum Kippen ungetrennter Wagenzuege - Google Patents
Vorrichtung zum Kippen ungetrennter WagenzuegeInfo
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Description
- Vorrichtung zum Kippen ungetrennter Wagenzüge. Es sind Kippentladevorrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen zusammenhängende Züge eine in senkrechter Ebene angeordnete Schienenschleife zwecks völli-en Umkehrens durchlaufen. Hierbei sollen die Kräfte, die zum Halten und Bewegen des Zuges in der Schleife nötig sind, durch den Zug selbst, d.h. durch die Wagen und die Verbindungsorgane derselben übertragen werden. Bei-der üblichen Bauart der Wagen und ihrer Verbindungsorgane (Kupplungen und Puffer) bedingt dies aber Beanspruchungen, die über diejenigen der reinen Förderfahrt hinausgehen. Treten nämlich in der Entladevorrichtung Aigkräfte auf, so setzen sich diese an den Verbindungsstellen der einzelnen Wagen zu --.\,littelkräften zusammen, die nach der Innenseite der Schienenschleife gerichtet sind. Sie suchen die Kuppelhaken der #Vagen nach innen abzureißen und beanspruchen den zwischen den Kuppelhaken liegenden Teil des Wagens auf Biegung. Treten anderseits Druckkräfte zwischen den Puffern auf, so setzen sich diese 7u -Mittelkriften zusammen, die nach der Außenseite der Schienenschleif ,gerichtet sind. Sie suchen den «#Vagenkastei von den in der Schienenschleife festgehaltenei Radsätzen loszureißen und beanspruchen ihi gleichfalls auf Biegung, und zwar in entgegen e CD gesetztem Sinne, als es die Zugkräfte taten NToch weitergehende-Beanspruchungen tretei in den Verbindungsorganen an denjenigei Stellen auf, wo in der Schienenschleife ein, Änderung des Krümmungshalbmessers auf tritt, insbesondere also etwa beim Übergam, eines halbkreisförmigen Schleifenabschnittez in den unteren gestreckten Schleifenabschnitt in dem die umgekehrten Wagen hängen. Ar diesen Stellen ergeben sich, wenn Zugspan, nung herrscht, transversale Verschiebungei der Kuppelhaken gegeneinander, die ent sprechende Zerrungen der kurzen Kuppel-t, Flieder bedingen, w- enn Druckspannunt herrscht, ebensolche Verschiebungen zwischer den Iltiffern.. die bei deren rauher Oberflächenbeschaffenheit einerseits und der Größe deb Pufferdruckes anderseits zu ruckweisen Versetzung-en g N ihren müssen. r Ge-enstand der vorlie-enden Erfindung- ist b nun # eine Ausbildungsfo rin der Entladevorrichtun ' - einerseits und der Wagenverbindungen anderseits, bei der die genannten .Nachteile vermieden werden.
- Was zunächst die Entladevorrichtung an-#e inderung der Kräfte an ht, so soll eine Verin den Verbindum-sstellen der Wa-en dadurch erreicht -,verden, daß stets etwa die obere Hälfte der Wagen in der Schleife durch eine Zugkraft von oben her, die untere Hälfte'dagegen durch Druck. von unten her gehalten wird, so daß etwa in halber Höhe eine spannungslose Stelle entsteht. Oberhalb und unterhalb davon bleiben nunmehr die Zug- und Druckbeanspruchung,en in verhältnismäßig niedrigen Grenzen. Die Druckkraft in dein t> unteren Teil der Schienenschleife wird hierbei durch einen sich dem Zuge entgegensetzenden '\:,%riderstand, etwa einen unter #'ermittlung eines Zugseiles unter Gewichtsspannung gesetzt-en Druckwagen ausgeübt.
- Was- weiterhin die Wagenverbindungen selbst betrifft, so sollen die Kupplungen nicht Z, mehr am #Vagenkasten oder am Wagenuntere el gestell angebracht werden, sondern durch ein Kreuzgelenk mit den Radsätzen v-erbunden sein. Sie -werden in der Regel in der Mitte der Achsen angreifen, wobei die beiden Achsen eines ieden Wa-ens ihrerseits, um Bieggungs-23 t2 beanspruchungen zu vermeiden, in geeigneter Weise zwischen den Angriffsstellen der Kupplungen besonders verbunden werden. Puffer sind nicht erforderlich.
- Die Kupplungen können betriebsinäßig ab-Z, el nehrnbar oder lösbar sein, wenn die Züge an der Beladestelle auseinandergekuppelt werden müssen; sie können aber auch, sofern dies nicht nötig ist, z. B. bei Beladung des ge- schlossenen Zuges durch Bagger oder durch Schüttelrutschen, betriebsmäßig unlösbar an den Wagen befestigt sein, was ihre Gestaltung wesentlich--v-ereinfachen wird.
- Ein Ausführungsbeispiel einer Kippentladevorrichtung zeigt die Abbildung in Seitenansicht. Es bedeuten L die Lokomotive, AWI und AWI die Abstandswagen, TV' bis TP.,3 die Förderwagen, DTV den Druckwagen, el ZG das Zufahrts,- gleis, SS die Schienenschleife, AG das Ausziehgleis, S das Zugseil für den Druckwagen, LS die Leitscheibe hierfür, G die Gewichtsbelastung und KS eine Kuppelstange.
- In dem dargestellten Zustande der Entleerung etwa des halben Zuges werden die in der oberen Hälfte der Schleife befindlichen Wagen W-' und TV' durch die nach links geti richtete Zugkraft des in dem nach rechts schwach ansteigenden Zufahrtsgleis ZG vorrückenden ZuLglendes 1.-TV111 gehalten. Der vor dem Waggen IT" befindliche Druckwagen DTV, der unter 'Vermittlung des über die Leitscheibe LS gelegten Seiles S durch Gewichtsbelastun- G nach rechts gepreßt wird, nimmt e 11 durch den Zu,-teil hindurch die Druckkraft des Wagens TV-- in der unteren Hälfte der Schienenschleife auf. Zwischen den Wagen TV-- und IV' herrscht Spannungslosigkeit. Es -leuchtet ein, (laß die auftretenden Kupplungskräfte sich in durchaus unbedenk-..lichen Grenzen halten. Dies ändert sich auch nicht in den anderen Zuständen des Arbeitsvorganges, wie sich durch einfiche Überlegung feststellen läßt. Es sei bemerkt daß die spannungsfreie Stelle bei Rückführung des ehtle-erten Zuges etwas höher liegt als . beim Kippen. Das günstigste 'Verhältnis kann durch zweckentsprechende Bemessung der Gewichtsbelastung G ein-estellt werden.
- Die Abstandswagen All,' und Aff,' haben den Zweck, ohne Loskuppeln der Lokoniotive den letzten #Vagen TVII:' so weit in die Schleife hinablassen zu können, bis er sich entleert. Sie können als Personenwagen ausgebildet werden und ständig am Zuge bleiben.
- Außer der dargestellten Betriebsweise mit halber Schienenschleife und Rückfahrt des entleerten Zuges kommt auch eine solche mit ganzer Schienenschleife und Durchfahrt des entleerten Zuges. ähnlich wie bei den sogenannten Sturzkippern für Einzelwagen, in Frage. Hierbei kann --'er Druckwiderstand entw.e(ler wegfallen oder durch einen stetig wirkenden Zu#widerstand am oberen Ende des abstei-enden beladenen Wagenstranges 11 ersetzt werden.
Claims (2)
- PAiENT-ANSPRÜCI-lr' i. Vorrichtung zum Kippen ungetrennter 'U7a"enzülle, bei der die Züge eine in senk-rechter Ebene angeordnete Schienenschleife zwecks völligen Uinkehrens durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils in der Schleife befindlichen Wagen teils durch die Zugkraft des oben befindlichen Zug ,teiles, teils durch die Druckkraft teil eines sich dem unten befindlicheil Zug entgegensetzenden Widerstandes (DTP) ge- halten werden.
- 2. Wagenverbindung für Züge, die in einer senkrecht angeordneten Schienenschleife entladen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungen durch ein Kreuzgelenk mit den Radsätzen verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA39298D DE389145C (de) | 1923-01-30 | 1923-01-30 | Vorrichtung zum Kippen ungetrennter Wagenzuege |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA39298D DE389145C (de) | 1923-01-30 | 1923-01-30 | Vorrichtung zum Kippen ungetrennter Wagenzuege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE389145C true DE389145C (de) | 1924-01-26 |
Family
ID=6931292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA39298D Expired DE389145C (de) | 1923-01-30 | 1923-01-30 | Vorrichtung zum Kippen ungetrennter Wagenzuege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE389145C (de) |
-
1923
- 1923-01-30 DE DEA39298D patent/DE389145C/de not_active Expired
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