-
Schlittenschaltung für Rechenmaschinen. Bei Rechenmaschinen mit quer
zu den Antriebrädern verschiebbarem Zählwerkschltten sind zur Schaltung des Schlittens
von einer Wertstelle zur anderen Vorrichtungen bekannt, bei denen zu beiden Seiten
der Sperrtaste je eine Schalttaste angeordnet ist, die beim Niederdrücken zunächst
die Sperrtaste aushebt und sie zum Einfallen in die nächste Rast freigibt, während
der Schlitten durch weiteres Niederdrücken -der entsprechenden Schalttaste seine
Verschiebung erhält. Es sind demnach .drei Tasten vorhanden, von .denen die seitlichen
Tasten
bei der Links- und Rechtsschaltung um je eine Wertstelle zu betätigen sind, wogegen
die Sperrtaste allein niederzudrücken ist, wenn der Schlitten meiner Bewegung um
mehrere Wertstellen verschoben werden soll.
-
Anderenteils sind Schlittenschaltvorrichtungen bekannt, bei denen
die Verschiebung des Zählwerkschlittens in der einen Richtung durch eine Zugfeder
erfolgt und mit der Sperrtaste eine :4uslösetaste in solcher Verbindung steht, daß
sie beim Niederdrücken die Sperrtaste aushebt und sofort wieder freigibt, so daß
die Feder den Schlitten nur um eine Wertstelle verschieben kann.
-
Inder anderen Richtung kann der Zählwerkschlitten nur verschoben "werden,
indem die eine Hand die Auslösetaste bis zum Ausheben der Sperrtaste vorsichtig
niederhält und mit der anderen Hand der Schlitten entgegen dem Druck der Feder verschoben
wird; mindestens ist die Verschiebung des Schlittens in dieser Richtung nur einer
geübten Hand möglich, besonders dann, wenn er nur um eine Wertstelle verschoben
«-erden soll.
-
Demgegenüber ist die Schaltvorrichtung gemäß der Erfindung so gestaltet,
daß alle drei Verschiebungsmöglichkeiten nur mit einer Taste auch von ungeübter
Hand ausgeführt werden können.
-
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß beide an sich bekannte
Einrichtungen zur Verschiebung des Zählwerkschlittens in beiden Richtungen zur Verwendung
kommen, und zwar in der einen Richtung die Verschiebung nach erfolgtem Auslösen
und sofortigem Freigeben der Sperrtaste .durch eine Feder bewirkt wird, wogegen
zur Verschiebung in der anderen Richtung die gleiche Taste dient, mit der für die
Verschiebung in jeder Richtung das Ausheben der Sperrtaste vorzunehmen ist.
-
Durch richtige Wahl der Feder läßt .sich der von ihr auf den Zählwerkschlitten
ausgeübte Zug derart abstimmen, daß sie den Schlitten nicht verschiebt, solange
die Hand auf der Schalttaste ruht und somit beispielsweise der Schlitten nicht durch
die Feder verschoben wird, wenn beabsichtigt ist, ihn entgegen dem Zug der Feder
durch weiteres Niederdrücken der Auslöseschalttaste um eine Wertstelle zu verschieben.
-
Auch die Verschiebung entgegen dem Zug der Feder um mehrere Wertstellen
ist mit der einzigen Taste möglich, die in solchem Falle nur soweit niederzudrücken
ist, daß die Sperrtaste ausgehoben wird, wozu das Gefühl der ungeübten Hand ausreicht.
-
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform
veranschaulicht.
-
A;bb. i zeigt im Aufriß einen Teil des Zählwerkschlittens, Abb. 2
einen Grundriß von Abb. i und Abb. 3 einen Querschnitt von Abb. i.
-
Der über der Grundplatte a verschiebbare Zählwerkschlitten b wird
-durch die um die Achse d schwingbare Sperrtaste g dadurch in der jeweils eingestellten
Lage gesichert, daß sie in eine Rast h der Grundplatte einfällt.
-
An dem Zählwerkschlitten b greift eine Zugfeder f an, die ständig
bestrebt ist, den Schlitten b nach rechts zu verschieben.
-
In der entgegengesetzten Richtung erhält der Schlitten b seine Verschiebung
durch die Schalttaste k, die beispielsweise die Gestalt eines Winkelhebels hat,
dessen nach abwärts gerichteter Schenkel k' mit einer Klinke i besetzt
ist, die beim Niederdrücken der Taste k mit einer Zahnstange m der Grundplatte a
in Eingriff kommt und, indem sie sich gegen einen der Zähne stützt, beim weiteren
Abwärtsschwingen der Taste die Linksverschiebung des Schlittens b bewirkt.
-
Vorher hat eine an den Schenkel k angelenkte Klinke ia, die in ihrer
Bewegung nach links (s. Abb. i) begrenzt ist, die Sperrtaste g aus der Rast
h ausgehoben und, da die Klinke n
mit dem Schenkel k einen Kreisbogen
beschreibt, wogegen die Sperrtaste eine geradlinige senkrechte Bewegung ausführt,
so gleitet sie von der Sperrtaste g ab, bevor der Schlitten b um eine volle Wertstelle
nach links verschoben wurde, und die Sperrtaste kann somit durch Einfallen in die
nächste Rast h die Schlittenbewegung begrenzen.
-
An Stelle der nur beispielsweise dargestellten unmittelbar an den
Zählwerkschlitten angreifende Spiralfeder f kann auch eine Schraubenfeder als Zugfeder
verwendet werden, oder es kann die Spiralfeder .in ein Federgehäuse eingebaut -,werden,
dessen Zahnkranz mit einer entsprechenden Zahnstange des Schlittens b kämmt.