DE3877014T2 - Mit einem eingebauten wassermantel versehene gasgefeuerte raumheizungs- und warmwasseranlage. - Google Patents
Mit einem eingebauten wassermantel versehene gasgefeuerte raumheizungs- und warmwasseranlage.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Fluidheizsystem und insbesondere auf ein Heizsystem, bei dem ein Infrarotbrennermodul benutzt wird, bei dem eine Wärmetauscherschlange um einen Strahlungsbrenner herumgelegt ist, um sowohl Warmwasser für den Haushalt als auch Raumwärme zu erzeugen.
- In Heizsystemen für Privathäuser und kommerzielle Gebäude arbeiten zentrale Öfen zum Erwärmen eines Raums alle nach demselben allgemeinen Prinzip. Luft für einen zu beheizenden Raum zirkuliert durch ein geschlossenes System (z.B. ein Kanalsystem) und wird entweder bei ihrem Durchgang durch einen Wärmetauscher in Kontakt mit einem brennenden Brennstoff oder bei ihrem Vorbeigang in Kontakt mit einem Sekundärfluid, das durch einen brennenden Brennstoff erhitzt worden ist, erwärmt. Da das Verbrennen des Brennstoffes zur Erzeugung von schädlichen Verbrennungsgasen führt, die Austrittstemperaturen haben, welche 260 ºC (500 ºF) übersteigen kann, ist es notwendig, die Verbrennungsgase durch einen Kamin oder Schornstein in die Atmosphäre austreten zu lassen. Diese Systeme haben wegen der hohen Austrittstemperaturen der Verbrennungsgase einen relativ schlechten Wirkungsgrad und sind wegen des Baus des notwendigen Schornsteins oder Kamins teuer.
- Indirekt beheizte Öfen, nämlich solche, bei denen die Luft, die erhitzt wird, nicht in direkten Kontakt mit den erzeugten Verbrennungsgasen kommt, werden allgemein sowohl in Zwangsumluftsystemen als auch in Systemen, bei denen die Wärmeübertragung durch strömende Medien erfolgt, benutzt.
- Ein Zwangsumluftsystem besteht hauptsächlich aus einem Wärmetauscher, der Brennkammern hat, die in Relation zu der Strömung von zu erwärmender Luft derart angeordnet sind, daß Brennstoff im allgemeinen am unteren Ende der Kammer eingeleitet wird, wo eine Flamme bewirkt, daß Wärme erzeugt wird. Die Wärme steigt durch eine Reihe von inneren Leitwänden auf, bevor sie über ein oberes Ende der Brennkammer in den Schornstein oder Kamin geht. Gleichzeitig geht umgewälzte Luft um die Außenseite der Wärmetauscher herum, um Wärme durch Leitung oder Konvektion zu absorbieren.
- Ein System mit Wärmeübertragung durch strömende Medien besteht hauptsächlich aus einem Feuerraum, in dem ein Wärmetauscher angeordnet ist. Der Wärmetauscher ist in einem als geschlossene Schleife ausgebildeten System zum kontinuierlichen Umwälzen von Wasser von dem Wärmetauscher zu einem entfernten Radiator in dem zu erwärmenden Raum angeordnet. Wegen der Verbrennungsgastemperaturen an dem Auslaß des Feuerraums und wegen der Kosten des Kaminschachts hat dieses System jedoch ebenfalls einen relativ schlechten Wirkungsgrad, und es ist ebenfalls teuer.
- Beim Liefern von Warmwasser für Privathäuser und kommerzielle Gebäude werden im allgemeinen Systeme für warmes Trinkwasser mit normalen glasbeschichteten Warmwasserspeichertanks benutzt. Es ist bei diesen Systemen üblich, einen geschlossenen Wassertank vorzusehen, in welchen das zu erwärmende kalte Wasser eintritt. In dem untersten Teil des Tanks ist normalerweise ein Brenner vorgesehen, dessen Wärme gestattet wird, durch den Tank hindurchzugehen und dadurch das Wasser in dem Tank für den Gebrauch innerhalb des Hauses oder Gebäudes zu erwärmen. Wiederum wird wie bei den Raumheizsystemen für Häuser und Gebäude die Wärme, die nicht auf den Wärmetauscher übertragen wird, am oberen Ende des Tanks in den Schornstein oder Kamin und damit in die Atmosphäre abgegeben. Daher ist ein Haushaltswarmwassersystem ebenfalls mit einem schlechten Wirkungsgrad behaftet, weil ein großer Teil der Wärme direkt an den Kamin und die Atmosphäre verlorengeht, und zwar sowohl während Bedarf/Ein-Zeit als auch während Bereitschaft/Aus-Zeit, und außerdem über die Tankhülle verlorengeht. Zusätzlich zu den Nachteilen dieser Systeme ist der Bau von Schornsteinen oder Kaminen teuer.
- Wegen der steigenden Energiekosten nehmen die Bemühungen, Energie einzusparen, zu. Infolgedessen gibt es gegenwärtig ein beträchtliches Interesse an der Rückgewinnung von Energie, z.B. von Abwärme aus Verbrennungsheizgeräten, die üblicherweise ohne Rückgewinnung an die Atmosphäre abgegeben wird, und am Eliminieren von Energievergeudung, indem Öfen und Wasserheizgeräten ein besserer Wirkungsgrad verliehen wird.
- Bei dem Versuch, den Wirkungsgrad eines Heizsystems zu steigern, sind Kondensationsöfen geschaffen worden. In Kondensationsöfen werden die Verbrennungsabgase benutzt, um die Raumluft vorzuwärmen, bevor diese Luft mit dem Primärwärmetauscher in Kontakt kommt. Bei diesem Typ von Ofen werden die Austrittstemperaturen so zwar reduziert, es werden jedoch korrosive Kondensate gebildet, wenn die Verbrennungsabgase unter ihren Taupunkt reduziert werden.
- Bei dem Versuch, die Abwärme zurückzugewinnen, sind Wärmeaustauschschlangen in dem Rauchzug eines Ofens installiert worden, um einen Teil der Abwärme auf Haushaltswarmwasserheizgeräte zu übertragen und so einen Teil der üblicherweise vergeudeten Wärme zurückzugewinnen.
- Die Erhöhung des Wirkungsgrades von bekannten Heizsystemen hat jedoch die beträchtliche Größe des Ofens nicht reduziert. Die große Ofenkonstruktion ist das Ergebnis der Notwendigkeit von großen Wärmeaustauschflächen zum Übertragen der Konvektionswärme von den Verbrennungsprodukten auf die Raumluft oder das Medium, das in Systemen mit Wärmeübertragung durch strömendes Medium benutzt wird. Darüber hinaus hat die Rückgewinnung von Abwärme die Größe eines Wassererhitzers nicht reduziert, sondern tatsächlich dessen Größe noch vergrößert. Der Stand der Technik erfordert für eine zentrale Anlage einen großen separaten Ofen zum Erwärmen des Raums und einen tankartigen Wassererhitzer zum Liefern von warmem Trinkwasser.
- Ein weiteres Problem bei Raumheizanlagen und Haushaltswarmwassertanks ist das laute niederfrequente Geräusch, das bei diesen Systemen auftritt und üblicherweise als Verbrennungsgebrumm bezeichnet wird. Das tritt insbesondere dort auf, wo der Ofen mit einem Kanal des Heizsystems verbunden ist, der dazu tendiert, das Geräusch zu verstärken.
- Noch ein weiteres Problem bei bislang bekannten Verbrennungssystemen ist, daß die Öfen oder Wassererhitzer normalerweise gasförmige Verbrennungsprodukte erzeugen, die Stickstoffoxide (NOX) enthalten, welche als Verbrennungsgase an die Atmosphäre abgegeben werden. Es ist erwünscht, diese Oxide von Stickstoffemissionen zu begrenzen, da Stickstoffoxide als Schadstoffe betrachtet werden und da gasgefeuerte Verbennungssysteme, die in gewissen geografischen Gebieten verkauft werden, strikte NO-Emissionswerte einhalten müssen.
- Es gibt daher einen klaren Bedarf an einem integralen gasgefeuerten Raumheizungs-/Warmwasser-System, das einen modularen Aufbau hat, der die angegebenen Probleme im Stand der Technik in großem Ausmaß beseitigt.
- In der GB-A-1 093 761 ist ein integrales Heizsystem zum Beheizen eines Raums und zum Erhitzen von Haushaltswasser gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 beschrieben. Die Strömungsschleife für erhitzes Fluid hat in dem bekannten Heizsystem zwei parallele Strömungswege, einen ersten, der Raumheizungsradiatoren aufweist, und einen zweiten, der durch eine Heizschlange zum Erwärmen von Haushaltswasser hindurchführt. Ein Ventil, das auf die Haushaltswasserströmung anspricht, ist zwischen einer ersten Position, in der es das erhitzte Fluid zu den Radiatoren leitet, und einer zweiten Position bewegbar, in der das erhitzte Fluid zu der Heizschlange zum Erhitzen des Haushaltswassers strömt. Das bekannte Heizsystem hat ein Augenblicksheizgerät in Form eines gasgefeuerten, ölgefeuerten oder mit festem Brennstoff gefeuerten Kessels.
- Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein ruhiges, kompaktes und effizientes Heizsystem zu schaffen, das die Raumbeheizung mit tankloser Haushaltswassererwärmung wirksam kombiniert.
- Gemäß der Erfindung ist, um das zu erreichen, ein integriertes Heizsystem zum Erwärmen eines Raums und von Haushaltswasser vorgesehen, mit einem flüssigkeitsgestützten Heizmodul zum Erhitzen eines Fluids, wobei der Heizmodul eine Rohrschlange hat, die einen Brenner umgibt, wodurch der Brenner Wärme an das Fluid abgibt, das durch die Rohrschlange strömt, einer Fluidströmungsschleife, die so angeschlossen ist, daß sie erwärmtes Fluid aus dem flüssigkeitsgestützten Heizmodul empfängt und das Fluid zu dem Heizmodul zurückleitet, wobei die Fluidströmungsschleife einen ersten Strömungsweg aufweist, der eine Schlange zur Wärmeversorgung eines Raums enthält, und einen zweiten Strömungsweg parallel zu dem ersten Strömungsweg, einem Haushaltswasserströmungskreis, einem Wärmetauscher, der das Fluid in Wärmeaustauschbeziehung mit Haushaltswasser bringt, um das Haushaltswasser zu erwärmen, einer Ventileinrichtung, die in der Fluidströmungsschleife angeordnet ist, um das Fluid zwischen dem ersten Strömungsweg und dem zweiten Strömungsweg umzuleiten, und einer Abfühleinrichtung, die auf die Haushaltswasserströmung anspricht, um den Betrieb der Ventileinrichtung zu steuern und die Temperatur des Haushaltswassers auf einem vorbestimmten Wert zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner ein Strahlungsbrenner ist und daß der Wärmeaustauscher in Reihe mit dem ersten und dem dazu parallelen zweiten Strömungsweg der Fluidströmungsschleife angeordnet ist.
- Demgemäß liefert das integrierte Heizsystem, das einen flüssigkeitsgestützten, gasgefeuerten Heizmodul hat, augenblickliches und ständiges Haushaltswasser, ohne einen Speichertank, wobei es die Möglichkeit der Raumbeheizung über einen Radiator oder eine Gebläseschlangeneinheit bietet.
- Weiter wird ein kompaktes Heizgerät geschaffen, das einen verschlossenen Verbrennungsmodul mit einem Strahlungsbrenner hat, der geringe NOX-Emissionen produzieren wird und über die Wand für den Lufteintritt und den Austritt von Verbrennungsprodukten sorgt, wodurch ein Schornstein eliminiert wird.
- Zusätzliche vorteilhafte Merkmale des integrierten Heizsystems sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 4 angegeben.
- Für ein besseres Verständnis der Erfindung, seiner Betriebsvorteile und speziellen Merkmale wird auf die beigefügten Zeichnungen und die Beschreibung Bezug genommen, in denen eine bevorzugte Ausführungs Form der Erfindung veranschaulicht und beschrieben ist.
- In den beigefügten Zeichnungen, die einen Teil der Beschreibung bilden und in denen gleiche oder entsprechende Teile jeweils die gleichen Bezugszeichen tragen, zeigt
- Fig. 1 ein Schema eines bekannten Heizsystems mit Wärmeübertragung durch strömende Medien und direkter Erwärmung von Trinkwasser;
- Fig. 2 ein Schaltbild des Heizsystems mit Wärmeübertragung durch strömende Medien gemäß der vorliegenden Erfindung mit indirekter Erwärmung von Trinkwasser; und
- Fig. 3 ein Diagramm des transienten Temperaturverhaltens bei der Anforderung von Warmwasser als Funktion der Zeit gemäß der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 1, auf die nun Bezug genommen wird, zeigt schematisch eine Ansicht eines Haushaltsheizsystems 10, bei dem ein flüssigkeitsgestützter Heizmodul 12 benutzt wird, um dem System Energie zuzuführen. Das Heizsystem 10 hat einen Heizmodul 12, einen entfernten Radiator oder eine entfernte Gebläse-Schlange 14 und eine Flüssigkeitspumpe 16. Die entfernte Gebläse-Schlange 14 kann üblicherweise ein Rippenplattenwärmetauscher oder ein Radiator sein, durch den Luft in Richtung des Pfeils hindurch in den zu erwärmenden Raum 11 strömt. Radiatoren werden im allgemeinen in Systemen mit Wärmeübertragung durch strömende Medien benutzt, in welchen die Luft in dem zu erwärmenden Raum durch Schwerkraft umgewälzt wird. In einen herkömmlichen Zwangsumluftsystem wird Luft über Kaltluftkanäle aus dem Raum gesaugt und, nachdem sie um den Wärmetauscher in dem Ofen herumgegangen ist, über Warmluftkanäle abgegeben. Normalerweise ist ein Gebläse in dem Ofen angeordnet, um für eine Zwangsumwälzung der Luft zwischen dem Ofen und den Räumen oder einem anderen zu erwärmenden Bereich zu sorgen. Die Gebläseschlange 14 ist mit dem Auslaß des Heizmoduls 12 durch einen Rohrabschnitt 22 verbunden. Das Fluid in dem Heizsystem zirkuliert von der Gebläse-Schlange 14 aus durch einen Rohrabschnitt 24 zu der Flüssigkeitspumpe 16 und wird dann unter dem Druck der Flüssigkeitspumpe 16 über einen Rohrabschnitt 26 zu dem Heizmodul 12 zurückgeleitet. Ein Expansionstank 28 ist mit dem Rohrabschnitt 26 verbunden, um Volumen für die Expansion der erhitzten Flüssigkeit bereitzustellen und Druckstöße in dem Heizsystem zu dämpfen. Der Heizmodul 12 hat, wie dargestellt, eine Gasleitung 30 mit einem Regler 32 zum Zuführen von Brennstoff zu dem Modul. Weiter, Luft wird dem Modul über eine Leitung 34 zugeführt. Das Luft/Brennstoff-Gemisch wird durch eine Zündvorrichtung 40 gezündet und an dem Infrarotbrenner verbrannt, der im folgenden beschrieben ist, und die Verbrennungsgase werden aus dem Modul über ein Rauchgasrohr 36 durch ein Sauggebläse 38 abgegeben, während jedwedes Kondensat, das gebildet wird, gesammelt und über einen Ablaß 39 abgelassen wird. Wenn jedoch Verbrennungswirkungsgrad- oder Druckabfallinearitätsprobleme vorhanden sind, kann ein Druckluftgebläse stromaufwärts des Moduls benutzt werden. Die Zündvorrichtung 40 ist eine herkömmliche Ofensteuereinrichtung und wird hier nicht im einzelnen beschrieben. Bei einer herkömmlichen Steuerung wird ein Funkenzündsystem benutzt, um das Luft/Brennstoff-Gemisch zu zünden, und ein Flammensensor wird benutzt, um festzustellen, ob die Verbrennung tatsächlich stattfindet. Das Steuersystem kann beispielsweise ein Direktfunkenzündsystem, Modell S87D von Honeywell, sein. Weiter tritt gemäß der Darstellung in Fig. 1 Haushaltswasser in das System über ein Dreiwegeventil 42 ein, wird in dem Heizmodul 12 erwärmt und zu dem Haushaltswarmwassersystem, das durch einen Hahn 43 dargestellt ist, über das Dreiwegeventil 44 zurückgeleitet.
- Weiter weist gemäß der Darstellung in Fig. 1 der Heizmodul 12 ein Gehäuse 20 auf, in welchem ein Infrarotbrenner 18 zentral angeordnet ist. Luft wird über die Luftleitung 34 zugeführt, und Brennstoff wird über den Regler 32 und die Gasleitung 30 zugeführt, so daß die Luft und der gasförmige Brennstoff 100% vorvermischt werden und somit keine Sekundärverbrennung erfolgt. Eine Wärmeaustauscheinrichtung 19 ist mit Abstand von dem Infrarotbrenner 18 angeordnet, um Wärme aus dem Infrarotbrenner zu empfangen. Die Wärmeaustauscheinrichtung in Form einer wendelförmigen Schlange ist von Fluid, z.B. Trinkwasser durchströmt, welches Wärme aus dem Infrarotbrenner 18 aufnimmt und diese Wärme auf das Fluid in der Schlange überträgt, welches durch das Dreiwegeventil 44 strömt und/oder zu dem Hahn 43 oder zu dem Raum 11 strömt, der über die entfernte Gebläse-Schlange 14 zu erwärmen ist. Die Wärmeaustauscheinrichtung 19 kann vorzugsweise mehrere wendelförmige Schlangen aufweisen, die Durchlässe Für die Verbrennungsgase bilden. Darüber hinaus wird die Wärmeaustauscheinrichtung 19 sowohl durch Strahlungs- als auch durch Konvektionswärmeübertragung von dem Infrarotbrenner 18 aus erwärmt. Wenn die benachbarten Schlangen von mehreren wendelförmigen Schlangen engen Abstand haben, um mehrere Wände zu bilden, dann werden die Verbrennungsgase längs der inneren Wand der inneren Schlange und dann zwischen den inneren und mittleren Schlangenwänden und zwischen der äußeren Schlangenwand und der mittleren Schlangenwand strömen, um über das Sauggebläse 38 an die Atmosphäre abgegeben zu werden.
- Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines als geschlossene Schleife ausgebildeten Heizfluidsystems nach der vorliegenden Erfindung, bei dem derselbe Heizmodul 12 benutzt wird, wie er oben beschrieben worden ist, wobei aber eine Serienfluidschleife zur Raumerwärmung und für Haushaltswarmwasser benutzt wird. Diese Fluidschleifenanordnung, wie sie dargestellt ist, besteht aus einem Auslaßrohr 52, welches bei Bedarf heißes Fluid aus dem Heizmodul 12 entnimmt. Das erhitzte Fluid strömt durch einen Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher 50 herkömmlichen Aufbaus. Das Fluid strömt dann durch ein Rohr 54 und durch ein Dreiwegeventil 56. In einer ersten Position gestattet das Dreiwegeventil 56 dem Fluid, durch das Rohr 55 direkt zu der Flüssigkeitspumpe 16 und durch das Rohr 57 zurück zu dem Heizmodul 12 zu strömen. In einer zweiten Position gestattet das Dreiwegeventil 56 dem Fluid in der Schleife, durch das Rohr 58 in die Gebläse-Schlange 14 und durch das Rohr 59 zurück zu dem Einlaß der Flüssigkeitspumpe 16 zu strömen.
- Weiter enthält gemäß der Darstellung in Fig. 2 die Haushaltswarmwasserschleife ein Kaltwassereinlaßrohr 62, das mit dem Einlaß des Rohr-in-Rohr-Wärmetauschers 50 verbunden ist, und ein Auslaßrohr 64, welches warmes Haushaltswasser an den Hahn 43 abgibt, nachdem es durch einen Strömungsschalter 66 hindurchgegangen ist.
- Der Strömungsschalter erfaßt eine Wasserströmung in dem Hahn und sendet ein elektrisches Signal über einen Leiter 29 zu einer nicht dargestellten Mikroprozessorsteuerung, die darauf hin ein Signal über einen Leiter 29' aussendet, um die Zündvorrichtung 40 und die Umwälzpumpe 16 in Betrieb zu setzen.
- Ein Mischventil 60 verbindet das Rohr 64 mit einem Bypassrohr 65. Das Mischventil 60 ist vorzugsweise ein temperaturempfindliches Ventil, welches das Warmwasser, das durch den Wärmetauscher 50 strömt, und das Kaltwasser, welches durch das Bypassrohr 65 strömt, vermischt, um sicherzustellen, daß das Warmwasser, das aus dem Hahn 43 strömt, auf einer gewünschten Temperatur wie z.B. 49 ºC (120 ºF) ist. Das Mischventil 60 kann beispielsweise ein Tour-Anderson-Mischventil sein.
- Die relativen Größen und Abmessungen der Komponenten des bis hierher beschriebenen Systems hängen von dem Verwendungszweck der Einheit ab. Bei einem üblichen Raumheiz- und Haushaltswarmwassersystem kann jedoch der Heizmodul vorteilhafterweise eine Heizleistung von 133998 kJ/Stunde (108,000 BTU/Hour) haben. Das als geschlossene Schleife ausgebildete Fluidsystem, welches den Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher 50, die Gebläse-Schlange 14, die Verbindungsrohre und die wendelförmige Schlange 19 umfaßt, hat vorteilhafterweise eine Leistung von 11,3 l (3 Gallonen) Fluid pro Minute bei etwa 88 ºC (190 ºF) für jeweils 128776 kJ/Stunde (122,000 BTU/Hour) Wärmeaufnahme des Infrarotbrenners.
- Demgemäß zeigt Fig. 3 ein Beispiel der Wärmeübertragungsleistung des Rohr-in-Rohr-Wärmetauschers für verschiedene Warmwasserströmungen durch den Hahn 43. Die Kurve 70 zeigt den Wassertemperaturanstieg über der Zeit für eine Strömung von 3,7 l/min (1 GPM) durch den Hahn 43, wogegen die Kurve 70' die Temperatur pro Zeit Für eine Strömung von 7,5 l/min (2 GPM) zeigt.
- Im Betrieb und gemäß der Darstellung in Fig. 2 kann die Fluidströmungsschleife das exakte Haushaltswarmwasser bei Bedarf liefern, wobei die verbleibende Wärme, falls erforderlich, zu der Gebläse-Schlange 14 geliefert wird, die in Reihe mit, aber stromabwärts von dem Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher ist. Daher fühlt bei offenem Hahn 43 der Strömungsschalter 66 die Strömung ab und sendet ein Signal zum Einleiten des Betriebes des Heizmoduls 14 durch die Zündvorrichtung 40 und des Betriebes der Fluidschleife durch die Flüssigkeitspumpe 16. Nachdem der Heizmodul 12 in Betrieb gesetzt worden ist, strömt heißes Fluid durch den Rohr-in- Rohr-Wärmetauscher, um den Haushaltswarmwasserbedarf zu decken. Wenn gleichzeitig die Raumerwärmung verlangt wird, was durch einen herkömmlichen Raumthermostat erfaßt wird, wird das Dreiwegeventil 56 in eine zweite Position gebracht, die dem Fluid gestattet, auch durch die Gebläse- Schlange 14 zu strömen, um den Raumheizbedarf zu decken. Wenn der Bedarf an Raumwärme gedeckt ist, während der Hahn 43 noch offen ist, dann wird das Zweiwegeventil 56 in eine erste Position umgeschaltet, und das heiße Fluid umgeht die Gebläse-Schlange 14. Außerdem, wenn der Bedarf an dem Hahn 43 verringert wird, beispielsweise durch nur geringfügiges Öffnen des Hahn, gestattet das Mischventil 60 dem Kaltwasser, durch das Rohr 65 zu strömen, um sicherzustellen, daß das Warmwasser an dem Hahn auf der gewünschten Temperatur ist. Außerdem, wenn der Bedarf an Warmwasser an dem Hahn 43 hoch ist, kann die Schlange 14 ebenfalls wieder umgangen werden, um eine niedrigere Temperatur aufweisende, weniger angenehme Luft in dem zu erwärmenden Raum zu vermeiden.
- Die Erfindung ist zwar im Hinblick auf die Verwendung mit einer einzelnen Gebläse-Schlange beschrieben worden, sie kann jedoch auch mit mehreren Gebläse-Schlangen benutzt werden.
Claims (4)
1. Integriertes Heizsystem zum Erwärmen eines Raums und von
Haushaltswasser, mit:
einem flüssigkeitsgestützten Heizmodul (12) zum Erwärmen
eines Fluids, wobei der Heizmodul (12) eine Rohrschlange
hat, die einen Brenner umgibt, wodurch der Brenner Wärme an
das durch die Rohrschlange strömende Fluid abgibt;
einer Fluidströmungsschleife (52, 54, 57, 58, 59), die so
angeschlossen ist, daß sie erwärmtes Fluid aus dem
flüssigkeitsgestützten Heizmodul (12) empfängt und das Fluid zu
dem Heizmodul (12) zurückleitet, wobei die
Fluidströmungsschleife einen ersten Strömungsweg (58, 59) mit einer darin
vorgesehenen Schlange (14) zum Versorgen eines Raums mit
Wärme und einen zweiten Strömungsweg (55) parallel zu dem
ersten Strömungsweg (58, 59) aufweist,
einem Haushaltswasserströmungskreis (62, 64);
einem Wärmetauscher (50), der das Fluid in
Wärmeaustauschbeziehung zu Haushaltswasser zum Erwärmen des
Haushaltswassers bringt,
einer Ventileinrichtung (56), die in der
Fluidströmungsschleife angeordnet ist, um das Fluid zwischen dem ersten
Strömungsweg (58, 59) und dem zweiten Strömungsweg (55)
umzuleiten; und
einer Abfühleinrichtung (66), die auf die
Haushaltswasserströmung anspricht, um den Betrieb der Ventileinrichtung
(56) zu steuern und die Temperatur des Haushaltswassers auf
einem vorbestimmten Wert zu halten,
dadurch gekennzeichnet, daß der Brenner ein
Strahlungsbrenner ist und daß der Wärmetauscher (50) in Reihe mit dem
ersten und dem dazu parallelen zweiten Strömungsweg (58, 59;
55) der Fluidströmungsschleife angeordnet ist.
2. Heizsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Strömungsweg (55) der Fluidströmungsschleife von
dem ersten Strömungsweg (58, 59) der Fluidströmungsschleife
stromabwärts des Wärmetauschers (50) wegführt.
3. Heizsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (50) ein
Rohr-in-Rohr-Wärmetauscher ist.
4. Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Mischventil (60) in dem
Haushaltswasserströmungskreis (62, 64) angeordnet ist, um unerwärmtes
Haushaltswasser dem erwärmten Haushaltswasser an dem Auslaß
des Wärmetauschers (50) zuzuführen.
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