Patentansprüche
1. Laborgerät zur Analyse von einer oder mehreren Proben,
von denen jede in jeweils einer Phiole enthalten ist, mit:
einer chromatografischen Einrichtung zur Analyse der
einen oder mehreren Proben, wobei die chromatografische Einrichtung eine Kolonne und oben an der Kolonne eine
Probenöffnung aufweist,
einer Einrichtung zum einzelnen Einbringen der einen oder mehreren Proben in die Probenöffnung,
einer Einrichtung zum Behandeln der Proben vor deren Einbringen, um vorausgewählte der einen oder mehreren
Proben zu behandeln,
einer Tabletteinrichtung zum Halten der einen oder mehreren in ihre Phiolen enthaltenen Proben, wobei die
Tabletteinrichtung eine Vielzahl von physikalischen Stellen enthält, von denen jede eine einzelne der einen
oder mehreren Proben aufnehmen kann, und eine Vielzahl von virtuellen Stellen aufweist, von denen jede eine
einzelne der einen oder mehreren Proben in Nebeneinanderlage zu der Einrichtung zum Behandeln der Proben vor
deren Einbringen bringen kann, und
einer Robotereinrichtung zum Überführen der einen oder mehreren Proben zwischen den physikalischen und den
virtuellen Stellen der Tabletteinrichtung und der Probenöffnung.
2. Das Laborgerät nach Anspruch 1,
bei dem die Robotereinrichtung umfaßt:
einen Arm;
eine an dem Arm angebrachte Greifeinrichtung; und
eine Steuerungseinrichtung für die Ablaufbewegung der Greifeinrichtung zwischen den physikalischen und virtuellen
Stellen der Tabletteinrichtung und der Probenöffnung.
3. Das Laborgerät nach Anspruch 1,
bei dem die Vielzahl von physikalischen Stellen der Tabletteinrichtung eine Vielzahl von linearen Anordnungen
umfaßt, die radial in Bezug auf einen Mittelpunkt der Tabletteinrichtung angeordnet sind.
. Das Laborgerät nach Anspruch 3,
bei dem die Vielzahl von virtuellen Stellen der Tabletteinrichtung
jeweils eine Verlängerung der linearen Anordnung umfaßt.
5. Das Laborgerät nach Anspruch 1,
bei dem die Einbringeinrichtung Drehüberführungsmittel zur vorübergehenden Aufnahme der einen oder mehreren
Proben und zum Nebeneinanderstellen von einer einzelnen der einen oder mehreren Proben, die derart vorübergehend
aufgenommenen sind, nahe bei der Probenöffnung aufweist.
6. Das Laborgerät nach Anspruch 5,
bei dem die Drehüberführungsmittel eine kreisförmige Anordnung von physikalischen Speicherstellen aufweist.
7. Das Laborgerät nach Anspruch 6,
bei dem mindestens eine der physikalischen Speicherstel-
len der kreisförmigen Anordnung bei den Drehüberführungsmitteln
einer der Vielzahl von virtuellen Stellen der Tabletteinrichtung entspricht.
8. In einem Laborsystem mit einer chromatografischen Einrichtung
zur Analyse einer in einem Phiole enthaltenen Probe, bei dem die chromatografische Einrichtung eine
Kolonne, oben an der Kolonne eine Probenöffnung, Mittel zur Entnahme der Probe aus der Phiole, Mittel zum Einbringen
der herausgenommenen Probe durch die Probenöffnung hindurch in die Kolonne und Mittel zum Behandeln
der Probe vor ihrer Entnahme aus der Phiole aufweist, umfaßt ein Ablaufuntersystem zur Ablaufverarbeitung von
zwei oder mehreren der Proben zwischen den Behandlungsmitteln und den Entnahmemitteln:
ein an der chromatografischen Einrichtung angebrachtes,
kreisförmiges Tablett, wobei das kreisförmige Tablett eine Mittelachse aufweist;
Mittel, die an dem kreisförmigen Tablett zum Halten von
zwei oder mehreren Proben angebracht sind, wobei die Haltemittel eine Vielzahl von physikalischen Stellen,
von denen jede eine einzelne Phiole aufnehmen kann, und eine Vielzahl von virtuellen Stellen aufweist, die die
einzelne Phiole in Nebeneinanderlage mit den Behandlungsmitteln bringen kann;
eine Robotereinrichtung zum Überführen des einzelnen Glasfläschens zwischen seiner jeweiligen physikalischen
Stelle, ausgewählten der Vielzahl von virtuellen Stellen und der Probenöffnung; und
eine Einrichtung zur Steuerung der Robotereinrichtung.
9. Das AblaufUntersystem nach Anspruch 8,
bei dem die Haltemittel mehr als eine kreisförmige An-
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Ordnung der Vielzahl von physikalischen Stellen aufweist, die konzentrisch um die Mittelachse angeordnet
sind, wobei jede physikalische Stelle in einem jeweiligen
der mehr als einen kreisförmigen Anordnungen ferner in einer linearen Anordnung der Vielzahl von physikalischen
Stellen angeordnet ist, die sich radial von der Mittelachse nach außen erstreckt.
10. Das AblaufUntersystem nach Anspruch 9,
bei dem jede Stelle von der Vielzahl von virtuellen Stellen eine Verlängerung einer der linearen Anordnungen
an einer von der Steuerungseinrichtung bekannten Position umfaßt.
11. Das AblaufUntersystem nach Anspruch 8,
bei dem ferner Mittel zum Identifizieren von einzelnen
der zwei oder mehr Proben vorgesehen sind.
12. Das Ablaufuntersystem nach Anspruch 11,
bei dem die Identifizierungsmittel einen Strichcodeaufkleber
umfassen.
13. Das Ablaufuntersystem nach Anspruch 11,
bei dem die Steuerungseinrichtung Adressenmittel zur Zuordnung einer einzigen Adresse zu jeweils jeder der
Vielzahl von physikalischen Stellen und der Vielzahl von virtuellen Stellen aufweist.
14. Das Ablaufuntersystem nach Anspruch 13,
bei dem die Steuerungseinrichtung Mittel zum Zuordnen einer ausgewählten der zwei oder meherern Proben zu
einer der einzigen Adressen aufweist.
15. Ein Ablaufuntersystem zur Behandlung von Proben vor
deren Einbringen für ein Laborsystem, welches eine chromatografische
Einrichtung mit einer Kolonne, oben an der Kolonne eine Probenöffnung und einen oder mehrere Probeneinbringeinrichtungen
umfaßt, von denen jede gleichzeitig eine Probe durch die Probeöffnung in die Kolonne
einbringen kann, wobei das Ablaufuntersystem zur Behandlung der Proben vor deren Einbringen umfaßt:
ein kreisförmiges Tablett, welches an der chromatografischen
Einrichtung angebracht ist, wobei das kreisförmige Tablett eine Mittelachse, einen Umfangsrand und eine
Befestigungseinrichtung aufweist, die radial um den Umfangsrand angeordnet ist, um eine Vielzahl von virtuellen
Stellen festzulegen;
eine Vielzahl von Einsätzen, von denen jeder von dem kreisförmigen Tablett zwischen der Mittelachse und dem
Umfangsrand gehalten werden kann, wobei jeder Einsatz einen Bogen innerhalb des kreisförmigen Tabletts bildet
und eine Vielzahl von physikalischen Stellen besitzt, die jeweils zur Aufnahme einer eine Probe enthaltenen
Phiole geeignet sind, wobei die Vielzahl von Einsätzen zusammen eine Vielzahl von konzentrischen Anordnungen
der physikalischen Stellen bilden;
eine Vielzahl von Proben, die in jeweiligen Phiolen enthalten und an ausgewählten der Vielzahl von physikalischen
Stellen gespeichert sind, wobei jede Phiole Mittel zur Identifizierung der besonderen in ihm enthaltenen
Probe aufweist;
eine Einrichtung zum Behandeln der Proben vor deren Einbringen, die durch die Befestigungseinrichtung an der
Umfangskante des kreisförmigen Tablettes angebracht ist, wodurch ein Nebeneinanderstellen der Einrichtung zum
Behandeln der Proben vor deren Einbringen und einer oder mehreren der virtuellen Stellen erfolgt; und
eine Robotereinrichtung zum Überführen der Vielzahl von Proben zwischen den physikalischen Stellen, einer oder
mehreren virtuellen Stellen und der Probenöffnung, wobei die Robotereinrichtung einen Arm, eine an dem Arm angebrachte
Greifeinrichtung, und eine Steuerungseinrichtung zur Ablaufbewegung der Greifeinrichtung zwischen den
physikalischen Stellen umfaßt, der einen oder mehreren der virtuellen Stellen und der Probenöffnung aufweist,
wodurch eine Ablaufbearbeitung der Vielzahl von Proben vor deren Einbringen in die Kolonne erfolgt.
16. In einem Laborsystem mit einer chromatografischen Einrichtung
zur Analyse einer in einer Phiole enthaltenen Probe, wobei die chromatografische Einrichtung eine
Kolonne, oben an der Kolonne eine Probenöffnung, eine Einrichtung an der Kolonne sowohl zur Entnahme der Probe
aus der Phiole als auch zum Einbringen der entnommenen Probe durch die Probenöffnung in die Kolonne und eine
Einrichtung zum Behandeln der Probe vor deren Entnahme aus ihrer Phiole aufweist, umfaßt ein Verfahren zur
Ablaufbewegung einer Vielzahl der Proben zwischen der Behandlungseinrichtung und der Entnahme- und Einbringeinrichtung:
Bereitstellen eines kreisförmigen Tabletts, das an der chromatografischen Einrichtung angebracht ist, wobei das
kreisförmige Tablett eine Mittelachse aufweist;
Bereitstellen von Mitteln zum Halten der Vielzahl der Proben, wobei die Haltemittel eine Vielzahl von physikalischen
Stellen, von denen jede zur Aufnahme einer einzelnen Phiole geeignet ist, und eine Vielzahl von
virtuellen Stellen aufweist, von denen jede eine einzelne Phiole in Nebeneinanderlage mit der Behandlungseinrichtung
bringen kann;
Anbringen der Haltemittel an der chromatografischen Ein-
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richtung derart, daß sich eine der Vielzahl von virtuellen Stellen nahe der Probenöffnung befindet;
Bereitstellen von Robotermitteln unter Einschluß eines Armes und einer an dem Arm angebrachten Greifeinrichtung
zum Überführen einer einzelnen Phiole zwischen ihrer jeweiligen physikalischen Stelle und ausgewählten der
Vielzahl von virtuellen Stellen unter Einschluß der Probenöffnung; und
Steuern der Robotermittel, um die Bewegung zur Überführung
einer einzelnen Phiole zwischen der jeweiligen physikalischen Stelle und der ausgewählten der Vielzahl von
virtuellen Stellen zu optimieren.
17. Das Verfahren nach Anspruch 16,
bei dem der Schritt des Bereitsteilens der Haltemittel folgende Schritte umfaßt:
Bereitstellen von mehr als einer kreisförmigen Anordnung
der Vielzahl von physikalischen Stellen, die konzentrisch um die Mittelachse angeordnet sind;
Anordnen jeder physikalischen Stelle in einem jeweiligen der mehr als einen kreisförmigen Anordnungen in einer
linearen Anordnung der Vielzahl von physikalischen Stellen, die sich von der Mittelachse radial nach außen
erstreckt; und
Anordnen jeder der Vielzahl von virtuellen Stellen als eine Verlängerung von einer der linearen Anordnungen.
18. Das Verfahren nach Anspruch 16,
das ferner den Schritt umfaßt, die Mittel an der Kolonne mit Drehüberführungsmittel zur vorübergehenden Speicherung
einer begrenzten Anzahl der Vielzahl von Proben und
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zum Nebeneinanderstellen einer einzelnen der begrenzten
Anzahl der derart vorübergehend gespeicherten Proben nahe der Probenöffnung zu versehen, wobei die Drehüberführungsmittel
eine kreisförmige Anordnung von physikalischen Speicherstellen umfaßt und wobei wenigstens eine
der physikalischen Speicherstellen der kreisfömigen Anordnung der Drehüberführungsmittel einer der Vielzahl
von virtuellen Stellen der Haltemittel entspricht.
19. Das Verfahren nach Anspruch 18,
bei dem der Steuerungsschritt folgende Schritte umfaßt:
(a) Zuordnen einer einzelnen Adresse zu jeder der physikalischen und virtuellen Stellen der Haltemittel;
(b) Erzeugen eines Befehls für die Robotereinrichtung,
eine ausgewählte Probe an ihrer entsprechenden physikalischen Stelle wieder aufzufinden;
(c) Wiederauffinden der ausgewählten Probe mit den Robotermitteln;
(d) Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, die ausgewählte Probe von ihrer jeweiligen physikalischen
Stelle zu der Behandlungseinrichtung zu überführen ;
(e) Überführen der ausgewählten Probe mit den Robotermitteln zu der Behandlungseinrichtung;
(f) Erzeugen eines Befehls für die Behandlungseinrichtung, bei der ausgewählten Probe wenigstens zwei
Behandlungsschritte vor deren Einbringen durchzuführen;
(g) Durchführen eines der wenigstens zwei Behandlungsschritte vor dem Einbringen der Probe bei der ausge-
wählten Probe mit der Behandlungseinrichtung;
(h) Durchführen eines anderen von den wenigstens zwei Behandlungsschritten vor dem Einbringen der Probe;
(i) Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, eine andere ausgewählte Probe an ihrer jeweiligen physikalischen
Stelle wieder aufzufinden;
(j) Wiederauffinden der anderen ausgewählten Probe durch
die Robotermittel während des Durchführens des anderen Behandlungsschritts an einer vorhergehend ausgewählten
Probe vor deren Einbringen;
(k) Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, die andere ausgewählte Probe zu der Behandlungseinrichtung
zu überführen;
(1) Überführen der anderen ausgewählten Probe mit den Robotermitteln zu der Behandlungseinrichtung während
der Durchführung der anderen Behandlungsschritte bei der vorhergehend ausgewählten Probe vor deren Einbringen;
(m) Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, die vorhergehend ausgewählte Probe aus der Behandlungseinrichtung nach Beendigung des anderen Behandlungsschrittes vor dem Einbringen wieder aufzufinden;
(n) Wiederauffinden der vorhergehend ausgewählten Probe
mir den Robotermitteln bei der Behandlungseinrichtung nach Beendigung der wenigstens zwei Behandlungsschritte
vor deren Einbringen;
(o) Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, die vorhergehend ausgewählte Probe zu der virtuellen
Stelle der Haltemittel zu überführen, die der wenigstens einen physikalischen Speicherstelle der kreis-
förmigen Anordnung der Drehüberführungseinrichtung entspricht;
(p) Überführen der vorhergehend ausgewählten Probe mit den Robotermitteln zu der virtuellen Stelle der Halteeinrichtung,
die der wenigstens einen der physikalischen Speicherstellen kreisförmigen Anordnung der
Drehüberführungseinrichtung entspricht;
(q) Erzeugen eines Befehls für die Drehüberführungseinrichtung, die vorhergehend ausgewählte Probe zu der
Probenöffnung zu überführen;
(r) Erzeugen eines Befehls für die sich an der Kolonne befindenden Mittel, die vorhergehend ausgewählte
Probe ihrer Phiole zu entnehmen;
(s) Erzeugen eines Befehls für die Mittel an der Kolonne, die entnommene Probe in die Kolonne durch die
Probenöffnung einzubringen; und
(t) Wiederholen der Schritte (f) bis (s) für die andere ausgewählte Probe.
20. Das Verfahren nach Anspruch 19,
ferner mit folgenden Schritten:
Identifizieren jeder ausgewählten Probe;
Erzeugen eines Befehls für die Robotermittel, die ausgewählte Probe zu der Behandlungseinrichtung mittels der
Übermittlung ihrer einzigen Adresse zu überführen;
Drehen des Armes um die Mittelachse, um die Greifeinrichtung zu der besonderen der linearen Anordnungen
auszurichten, die der ausgewählten Probe entspricht;
Ausstrecken der Greifeinrichtung zu dieser physikalischen Stelle der Halteeinrichtung, die der ausgewählten
Probe entspricht;
Erfassen der ausgewählten Probe mit der Greifeinrichtung;
und
Überprüfen der Identität jeder ausgewählten Probe vor ihrer Überführung zu der Behandlungseinrichtung.